Wenn die Stille zum Albtraum wird

Wulf Dorn: Kalte StilleSpannung ohne Sicherheiten oder A Dorn is born“ hieß meine Rezension zu seinem Debütroman „Trigger“. Wulf Dorns Erstling ist inzwischen längst ein Bestseller und steht kurz davor, verfilmt zu werden. Wie Wulf auf seiner Website berichtet, wurde das Drehbuch bereits Anfang des Jahres fertiggestellt, die Rechte hat sich die teamWorx Television & Film GmbH gesichert (u.a. „Der Tunnel“, „Mogadischu“, „Stauffenberg“, „Dresden“).

Nun steht sein neuer Thriller in den Startlöchern (Erscheinungstermin 23. August). Er trägt den Titel „Kalte Stille“ und verspricht ebenso spannend zu werden wie sein Vorgänger.

Verlagstext:

Der Psychiater Jan Forstner leidet seit dreiundzwanzig Jahren unter dem mysteriösen Verschwinden seines damals sechsjährigen Bruders Sven. Nur ein Diktiergerät, das die beiden Jungen in jener Nacht bei sich hatten, ist Jan geblieben. Darauf ist Svens Stimme zu hören, die in abrupter Stille endet. Seither kann Jan keine Stille mehr ertragen und wird von Alpträumen geplagt.

Ein weiteres Rätsel gibt der Unfall von Jans Vater auf, der in derselben Nacht verunglückte, nachdem er wegen eines Anrufs mit unbekanntem Ziel aufgebrochen war. Nach einer schweren Krise erhält Jan die Chance für einen beruflichen Neuanfang in der Klinik seines ehemaligen Heimatortes. Dort wird Jan mit einem mysteriösen Selbstmordfall konfrontiert. Gemeinsam mit der Journalistin Carla Weller kommt er einem Geheimnis auf die Spur, das sich seit vielen Jahren hinter den Klinikmauern verbirgt. Ein Geheimnis, das Jan zurück in seine Vergangenheit und auf die Spur des Täters führt.

Im folgenden Buchtrailer stimmt euch der Autor selbst auf sein Buch ein:

Kalte Stille
Heyne
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 448 Seiten
ISBN: 978-3-453-26686-5
Preis: 16,99 EUR
Erscheinungstermin: 23. August 2010
Special zu Wulf Dorn

Überholt?

Mein Pseudonym Ben Philipp ist ein ganz Schneller. War er anfangs für kleinere Auftragsarbeiten zuständig, um mich und mein Schreiben finanziell zu unterstützen, entwickelte ich Ende 2008, dem Jahr in dem ich nach etwa fünf Jahren Anthologieveröffentlichungen meinen ersten eigenständigen Roman veröffentlicht hatte und zum freiberuflichen Autor geworden war, den Plan, ihm mehr Freiräume zu lassen.

Nicht ganz uneigennützig natürlich. Schließlich hatte ich mir vorgenommen, in absehbarer Zeit allein vom Schreiben leben zu können. Dazu würde Ben Philipp zunächst eine guten Teil beitragen müssen, denn als der Auftragsschreibende von uns beiden war er da wesentlich flexibler als ich.

Ich richtete also für mein Alterego ein kleines Weblog ein, auf dem es am 30.11.2008 hieß: „Meine erste Tat in Richtung eigener Veröffentlichung ist getan. Sicher, es ist noch nichts Spektakuläres, aber man muss ja langsam anfangen.“

Am 22.02.2009 hieß die Blogüberschrift dann: „Der Stinker ist angekommen.“ Damit gab es Ben Philipps erstes eigenständiges Werk zu kaufen. Zunächst nur eine Kurzgeschichte und die auch nur aufs Handy, aber immerhin stand sein Name auf dem Titel.

Und nicht einmal ein Jahr nach seinem ersten Gehversuch, nämlich am 16.11.2009 prangte sein Name auf dem Cover eines Romans, ein Erfolg, für den ich selbst mehr als fünf Jahre gebraucht hatte.

Während ich darauf hoffen kann, dass mein zweiter Roman Ende 2010 in den Läden steht, ist Ben Philipps Zweitling für Sommer 2010 geplant.

Nicht, dass ihr denkt, das machte mich traurig. Ganz im Gegenteil, schließlich arbeitet er für mich. Und er profitiert ja auch von meinen Erfahrungen. Aber erstaunlich ist es schon. Nicht zuletzt, dass es sein Blog nun ins Deutsche Literaturarchiv Marbach geschafft hat. Ist schon ein fixes Kerlchen.