Furcht

Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
© Marko Tomicic

Nachdem ich diese Woche den von mir irgendwann einmal mehr oder weniger willkürlich geplanten Gesamtumfang meines Ratgebermanuskripts überschritten habe, bin ich fast ein bisschen froh, trotzdem noch nicht fertig zu sein. Denn irgendwann in gar nicht mehr allzu ferner Zukunft ist es dann so weit, und ich muss das Ding überarbeiten. Keine Ahnung, was mich auf den ersten Seiten erwartet. Ist schon so ewig her. Ich fürchte mich ein wenig davor.

Theater und Studenten zum 01.10.11

Den Auftakt im Oktober machen ein Stücke- und ein Essaywettbewerb. In ersterem geht es um einen Bus, letzterer kann einen cleveren Studenten richtig fit machen!

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Autorenwettbewerb des Leipziger Theaters der Jungen Welt

Originalausschreibung auf: http://www.theaterderjungenweltleipzig.de/news/datum/2010/12/20/tdjw-schreibt-autorenwettbewerb-aus/

TDJW SCHREIBT AUTORENWETTBEWERB AUS

Einen Autorenwettbewerb für Stücke in, auf und um einen Bus schreibt das TdJW gemeinsam mit dem Landestheater Detmold aus. Gesucht sind Stücke für Kinder bis 10 Jahre.

Einsendeschluss: 1. Oktober 2011

Der Theaterbus des Theaters der Jungen Welt

Ein Theaterbus, der auf Schulhöfe, Messen, Stadtteilfeste und beinahe jeden anderen Ort rollt, gehört in Leipzig seit vielen Jahren zu den Aufsehen erregenden Veranstaltungsorten. Doch es gibt sie auch in Hamburg, München und anderen Orten, diese zu einer Bühne umgebauten Linienbusse.
Das Theater der Jungen Welt schreibt nun zum zweiten Mal einen Autorenwettbewerb aus für Stücke, die in, auf oder um einen Bus herum spielen, diesmal gemeinsam mit dem Landestheater Detmold.
Gefragt sind Stücke für Kinder bis 10 Jahre in deutscher Sprache; Teilnahmeschluss für eingesandte Stücke ist der 1. Oktober 2011.

Das Theater der Jungen Welt Leipzig, renommiertes und ältestes deutschsprachiges Theater für Kinder und Jugendliche und seit 2002 unter der Intendanz von Jürgen Zielinski, hat den Autorenwettbewerb mit 4000 Euro dotiert.
Das Theater plant, das preisgekrönte Stück als Uraufführung herauszubringen.
Weiterer Kooperationspartner des Autorenwettbewerbs ist die Mitteldeutsche Regiobahn.

Das Siegerstück des 1. Autorenwettbewerbs, Tilla Lingenbergs Jugendstück „Wagen 1322“, steht seit 2007 auf dem Spielplan des Theaters und erlebte im Herbst seine 70. Aufführung. Weitere Inszenierungen für den Leipziger Theaterbus waren die Kinderstücke „Der Junge im Bus“ (von Suzanne van Lohuizen), „Leonard“ (von Wolf Erlbruch) und „Papa, Tom“ (von Jörg Bohn/Paul Steinmann).

Teilnahmebedingungen:

Nach dem großen Erfolg der ersten Runde von 2006/07, an der sich über sechzig Autoren beteiligten, schreibt das Theater der Jungen Welt zum 2. Mal einen Wettbewerb für Stücke aus, die in, auf oder um einen Bus herum spielen.
Gesucht wird diesmal:

  • ein Kinderstück für Zuschauer bis 10 Jahre
  • Dieses Stück sollte den Bus als besonderen inhaltlichen Ausgangspunkt nutzen und nicht älter als zwei Jahre sein.

Busse sind Theaterorte mit Charisma: Sie sind öffentliche Orte der Begegnung und zugleich ist der Bus ein geschlossener Raum, in dem die Trennung zwischen Schauspieler und Zuschauer weitgehend aufgehoben ist. Das macht aus einem Verkehrsmittel einen reizvollen »Spiel«platz für Theater.

Das Theater der Jungen Welt zählt seit Jahren einen umgebauten Linienbus zu seinen festen Aufführungsorten und hat dort bereits fünf Inszenierungen – sowohl im Schauspielbereich als auch im Puppentheater – herausgebracht.

Das Siegerstück von 2006/07, Tilla Lingenbergs Jugendstück WAGEN 1322 (vertreten durch den Drei Masken Verlag) steht nach bisher über 70 Vorstellungen immer noch auf dem Spielplan des Theaters.

Teilnehmen an diesem Wettbewerb können alle AutorInnen, die bis zum 1. Oktober 2011 ein Stück in deutscher Sprache zu den oben erwähnten Rahmenbedingungen an das Theater der Jungen Welt in Leipzig schicken.
Die Stücke müssen bis zur Entscheidung der Jury (Anfang Dezember 2011) zur Uraufführung frei stehen.
Je AutorIn darf nur ein Stück eingereicht werden.
Der Autorenwettbewerb ist mit 4.000 Euro dotiert. Das Theater plant, das prämierte Stück als Uraufführung herauszubringen.
Die Texte – ergänzt durch einen Lebenslauf der Autorin/des Autors – bitte in dreifacher Ausfertigung per Post an:

Theater der Jungen Welt
Eigenbetrieb der Stadt Leipzig
Stichwort: Bus-Stück 2
Lindenauer Markt 21
04177 Leipzig

Quelle: Uschtrin

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Essay-Wettbewerb „Gesundheit 2050“

Originaltext, siehe: http://www.welt.de/dossiers/dieweltderzukunft/article13454904/Deine-Ideen-fuer-die-Zukunft-der-Gesundheitsforschung.html

Deine Ideen für die Zukunft in der Zukunft der Gesundheitsforschung

In Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsjahr 2011 – Forschung für unsere Gesundheit führt die WELT dieses Jahr erneut einen Essay-Wettbewerb für Studierende durch.

Wie sehen die Gesundheits-Technologien der Zukunft aus? Welche Rolle wird künstliche Intelligenz dabei spielen? Existiert die klassische medizinische Versorgung noch wie wir sie heute kennen? Welche Entwicklungen wird es im Bereich der personalisierten Medizin geben? Wie wirkt sich der demografische Wandel auf das Gesundheitswesen von morgen aus?

Bei diesen Fragen geht es neben der technischen Umsetzung vor allem um gesellschaftliche und ethische Aspekte – insbesondere im Wissenschaftsjahr Gesundheitsforschung. Wie kann ein mögliches Konzept für das Gesundheitssystem Deutschlands aussehen?

Kreative, innovative, interdisziplinäre Ideen zum Thema „Gesundheit 2050“ sind gefragt. Schreibe diese in einem Essay auf. Der Schwerpunkt kann sowohl im natur- und geisteswissenschaftlichen oder auch ingenieurwissenschaftlichen Bereich liegen. Fachübergreifendes Denken ist dabei ausdrücklich erwünscht.

Teilnahmebedingungen
Teilnahmeberechtigt sind Studentinnen und Studenten aller Fachrichtungen – mit dem Höchstalter von 35 Jahren zum Stichtag des Einsendeschlusses.

Preise
1. Preis: Maßgeschneidertes Fitnessprogramm mit Personal Trainer für 1 Jahr
2. Preis: Elektrofahrrad GoCycle
3. Preis: MacBook Air (11” Modell)

Zusätzlich erhalten die ersten 20 Einsendungen ein kostenloses Jahresabonnement der WELT KOMPAKT.

Einsendungen in deutscher Sprache als Word-Dokument mit maximal 10.000 Zeichen an weltderzukunft@welt.de.

Bitte fügen Sie zusätzlich eine Kopie der Immatrikulationsbescheinigung bei und geben Sie eine Telefonnummer an.

Einsendeschluss: 1. Oktober 2011

Quelle: Uschtrin

Bitterer Umzug

Seit gestern ist es laut BuchMarkt offiziell: Eichborn zieht nach Berlin um, wo der Verlag mit Aufbau fusioniert. Dafür müssen 35 der 48 Mitarbeiter gehen, von denen mehreren „ein modifiziertes Berlin-Angebot“ unterbreitet werden soll.

In der Presseerklärung heißt es:

Die Eichborn AG hat die bereits beschlossene Sitzverlegung nach Berlin jetzt konkret eingeleitet. Ab 1. Juli 2011 wird sich die Eichborn AG unter dem Dach des Aufbau-Hauses in Berlin auf die Kernfunktionen des Verlages (Programm, Marketing, Presse, Lizenzen) konzentrieren und diese weiterhin selbst wahrnehmen. Für die übrigen Verlagsbereiche wurden mit dem Aufbau Verlag Geschäftbesorgungsverträge vereinbart, die die zukünftige enge Zusammenarbeit beider Verlage am Moritzplatz in Berlin regeln. Entsprechend hat der Vorstand der Eichborn AG mit dem Betriebsrat der Eichborn AG einen Interessenausgleich für die Mitarbeiter des Verlages vereinbart. Mit diesen Schritten sind die Grundlagen für eine gesicherte und erfolgreiche Zukunft des „Verlags mit der Fliege“ geschaffen worden.

Mehr Infos auf buchmarkt.de. Dort gibt es auch ein Interview mit Vito von Eichborn zu der Situation zu lesen, in dem der ehemalige Verlagsinhaber unter anderem danach befragt wird, ob er ein Rezept wüsste:

Eichborn muß das machen, was für den Bildungsbürger wie fürs Feuilleton als geschmacklos gilt. Da läßt sich das Geld verdienen, um sich auch was Schönes zu gönnen. Außerdem macht es einen Riesenspaß, subversive Bücher zu machen, Tabus zu knacken, das Komische und das Ungeheuerliche zu entdecken und zu pflegen.

Die Eichborn AG hat die bereits beschlossene Sitzverlegung nach Berlin jetzt konkret [mehr…] eingeleitet. Ab 1. Juli 2011 wird sich die Eichborn AG unter dem Dach des Aufbau-Hauses in Berlin auf die Kernfunktionen des Verlages (Programm, Marketing, Presse, Lizenzen) konzentrieren und diese weiterhin selbst wahrnehmen. Für die übrigen Verlagsbereiche wurden mit dem Aufbau Verlag Geschäftbesorgungsverträge vereinbart, die die zukünftige enge Zusammenarbeit beider Verlage am Moritzplatz in Berlin regeln. Entsprechend hat der Vorstand der Eichborn AG mit dem Betriebsrat der Eichborn AG einen Interessenausgleich für die Mitarbeiter des Verlages vereinbart. Mit diesen Schritten sind die Grundlagen für eine gesicherte und erfolgreiche Zukunft des „Verlags mit der Fliege“ geschaffen worden.

Christoph Hardebusch und Tom brauchen deine Hilfe!

Wie ich auf Feenfeuer erfahren durfte, brauchen Christoph und Tom eure Hilfe.

Christoph, der Bestsellerautor der Reihen rund um „Die Trolle“ und  die „Sturmwelten“ sowie des Romans „Die Werwölfe“, schreibt dazu:

„Lasst mich Euch eine Geschichte erzählen, die anders ist – denn diesmal kann ich sie nicht allein erzählen, sondern ich brauche dazu Eure Hilfe. Es ist die Geschichte von Tom, dem Rabenjungen.

Unsere Welt und die Welt der Magie wurden dereinst voneinander getrennt – und nur noch wenige Orte künden von der Zeit, als ein bloßes Wort die Realität verändern konnte. Orte, an denen das Schicksal eines einzigen Jungen über die Zukunft zweier Welten entscheidet.

Folgt mir in die Welt von Tom und helft ihm, einen solchen Ort zu finden!“ Christoph Hardebusch

Sei live dabei und schreibe die Geschichte mit!

SO GEHT’S: Auf www.smart-magic.de könnt Ihr die Abenteuer von Tom live mitverfolgen und ihm bei der Suche nach der verschollenen Welt der Magie helfen.

DER GEWINN: Eure besten Tipps und Kommentare auf Facebook & Twitter werden von Christoph Hardebusch in die Geschichte hineingeschrieben – und Ihr gewinnt eine namentliche Erwähnung im Buch!

(http://www.smart-magic.de/erschaffe-eine-welt.php)

Schon der Beginn von Toms Abenteuer, das sicher nicht ganz ungewollt ein bisschen an einen modernen Oliver Twist erinnert, mit dem Versprechen, bald in fantastische Welten zu streifen, macht viel Spaß!

Holzhäuser bis 15.08.2010

Holzhäuser Heckethaler 2010:

Holzhausen am Reinhardswald ist Stadtteil der nordhessischen Stadt Immenhausen. Das Ziel des vom Holzhäuser Schriftsteller-Ehepaar Dagmar und Burckhard Garbe vorgeschlagenen Literatur-Nachwuchs-Preises „Holzhäuser Heckethaler“ ist es, literarische Talente (besonders im nordhessischen Raum) aufzuspüren und zu fördern.

Teilnahmebedingungen

Teilnahmeberechtigt sind Schreibende aus dem ganzen deutschsprachigen Raum zwischen 14 und 30 Jahren. Eingereicht werden können pro Autorin bzw. Autor bis zu drei Prosatexte in deutscher Sprache von höchstens jeweils 5 Normseiten Länge (30 Zeilen à 60 Zeichen, bitte korrekt beachten) in neunfacher (!) Ausfertigung zu einem jährlich wechselnden Thema, das im Jahr 2010 („9. Holzhäuser Heckethaler“) „2020!?“ lautet.
Was wird in zehn Jahren sein? Wird es die Menschheit überhaupt noch geben? Wie könnten die bisher schon „negativen“ Entwicklungen weitergehen? Haben wir also 2020 ein Chaos, eine Apokalypse? Oder setzen sich die „positiven“ Gedanken und Kräfte durch und wir sind auf dem Weg zu einem Paradies?  Für die Menschen oder für einen einzelnen? Zum Beispiel: für mich selbst? Wie geht es mir 2020? Was befürchte, was erhoffe ich? – Dabei sind Prosatexte aus dem Alltag genauso erwünscht wie fiktive Geschichten. Bitte, keine Lyrik! Keine Theaterstücke! – Jeder Beitrag ist anonym einzureichen, also mit einem Kennwort auf den Textseiten und mit persönlichen Angaben in einem verschlossenen Briefumschlag, der ebenfalls dieses Kennwort trägt.

Zum Namen des Preises

Unter den Sagen Nordhessens heißt eine: „Der Heckethaler“. Im Volke ist ja seit alters bekannt, dass eine „Heckemünze“ oder ein „Heckethaler“ zusammen mit anderen Talern neue Taler „heckt“ und dadurch seinem Besitzer wachsenden Reichtum verschafft. Ähnliches erklären auch Jacob Grimm und Wilhelm Grimm in ihrem „Deutschen Wörterbuch“, Band 10.

Einsendeschluss ist der 15. August 2010

Die Einsendungen sind zu schicken an:
Glasmuseum
Kennwort „Holzhäuser Heckethaler“
Frau Monika Rudolph
Am Bahnhof 3
34376 Immenhausen.

Die eingereichten Arbeiten werden nicht zurückgeschickt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Preise

Der von der Stadtsparkasse Grebenstein gestiftete Literatur-Nachwuchs-Preis beträgt 1000 Euro, aufzuteilen wie folgt: 1. Preis 500 Euro, 2. Preis 300 Euro und 3. Preis 200 Euro. Die Jury behält sich vor, die Aufteilung evtl. auch anders vorzunehmen.

Jury

Die Jury besteht aus den in Immenhausen-Holzhausen lebenden und arbeitenden Schriftstellern Dagmar Garbe und Dr. Burckhard Garbe, dem Kasseler Verleger Rolf Wagner (Prolibris Verlag), dem früheren Preisträger und jetzigen Kulturredakteur der Regionalzeitung HNA Matthias Lohr, Kassel, sowie je zwei Vertretern der Stadtsparkasse Grebenstein und der Stadt Immenhausen sowie Helmut Wenzel als Stifter des Publikumspreises.

Preisverleihung

Die feierliche Verleihung der Urkunden und Preise liegt in der Hand der Stadt Immenhausen und wird am Samstag, dem 30. Oktober 2010, 15.00 Uhr, im Bürgerhaus von Immenhausen-Holzhausen stattfinden. Die Preisträger und Preisträgerinnen werden ihre Texte lesen. Natürlich gibt es auch dieses Jahr zusätzlich den Publikumspreis.

Publikation

Die besten eingereichten Texte werden in einer Anthologie-Publikation „Holzhäuser Heckethaler – Die besten Geschichten“ veröffentlicht, deren erster Band 2004 erschienen ist (Prolibris Verlag / Kassel, ISBN 3-935263-21-X), der zweite Band 2007 (Prolibris Verlag / Kassel, ISBN 978-3-935263-52-8). So kann aktuelle (nordhessische) Nachwuchsliteratur über längere Zeit dokumentiert werden. Das Copyright verbleibt bei den Autoren, die sich mit dem honorarfreien Abdruck in einer Anthologie einverstanden erklären.

Quelle: Uschtrin

Überirdisch bis 15.08.10

„Überirdisch“: Kurzgeschichten-Wettbewerb mit aud!max und „MINT Zukunft schaffen“

(siehe auch: http://www.audimax.de/funktionen/gewinnspiele/mint-kurzgeschichtenwettbewerb.html)

Inhalt/Motto:

Deine Story muss irgendein technisches „Element“ enthalten, also einen Bezug zu „MINT“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften & Technik) aufweisen. Ob in der Handlung der Fensterheber deines Autos, ein fescher Flirt im Flugzeug oder dein Handy eine Rolle spielt – egal! Bau etwas Technisches in die Erzählung ein, und schon kann deine Geschichte die MINT-Geschichte 2010 werden. Ansonsten bist du thematisch völlig frei.

Deadline: 15. August 2010

Umfang: maximal 7.500 Zeichen

Jury: Die Jury kürt die besten Einsendungen. Sie besteht aus diesen Mitgliedern:

ARMIN MAIWALD – bekannt aus „Die Sendung mit der Maus“
KLÜPFEL & KOBR – bekannt als Autorenduo von Kommissar Kluftinger
SABINE UEHLEIN – von der Stiftung Lesen in Mainz
SMUDO – Wortakrobat und Bandmitglied der Fantastischen Vier
BENEDICT WELLS – erfolgreicher Jungautor des Diogenes Verlags
BARBARA BIALAS – ehemalige Chefredakteurin von aud!max Die Hochschulzeitschrift

(Vorauswahl durch aud!max).

Preise:
1. Preis: EUR 1.000,- Urlaubsgutschein von berge & meer
2. Preis: iPad von Apple mit Wi-Fi 16 GB
3. Preis: EUR 300,- Einkaufsgutschein von KaDeWe (einlösbar in allen Karstadt-Filialen)

Mit den besten Geschichten ist eine Anthologie in Buchform geplant.

Ausschreibungsbedingungen:

Einsendung per E-Mail an ueberirdisch@audimax.de bis 15. August 2010, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Mit Einsendung gehen die Rechte der Geschichten an die aud!max Medien GmbH über. Ausgewählte Texte werden ggf. in aud!max Die Hochschulzeitschrift und auf http://www.audimax.de online veröffentlicht. Außerdem ist eine Anthologie in Buchform mit den besten Geschichten geplant. Hierzu werden die Autoren vorab kontaktiert.

Weitere Angaben unter:

http://www.audimax.de/funktionen/gewinnspiele/mint-kurzgeschichtenwettbewerb.html

Kontakt:
Melanie Breuer
Marketing
Fon 0911.23779 16
Fax 0911.204939
eMail breuer@audimax.de

Quelle: Uschtrin

Lichtjahre im Ruhrgebiet

Lit.Award Ruhr – Oberhausen 2010, Thema: „Lichtjahre“

Einsendeschluss: 10. Januar 2010

Das Ruhrgebiet ist im Jahr 2010 eine der Kulturhauptstädte Europas. Der Lit.Award Ruhr leistet seinen internationalen Beitrag: Neben Autorinnen und Autoren, die im Ruhrgebiet leben oder arbeiten, sind auch die Literaturschaffenden aus den Regionen der Oberhausener Partnerstädte Mersin (Türkei / Çukurova), Carbonia (Italien / Sulcis) und Middlesbrough (Great Britain / Tees Valley) aufgerufen, sich mit Kurzgeschichten zu beteiligen.

Was wäre, wenn uns Botschaften aus einer fremden Welt erreichten? Würde es uns fürchten machen oder unseren Entdeckergeist beflügeln? Wie sähe es aus, wenn wir uns aufmachten, die Welt weit jenseits unseres Horizontes zu erkunden? Träfe man jemanden auf dem Weg? Möglicherweise sich selbst? Falls die Wissenschaft unser zukünftiges Leben unvorstellbar verändern wird: Vielleicht werden wir nicht nur durch den Raum, sondern auch durch die Zeit reisen und an einem vergangenen Zeitpunkt noch einmal neu beginnen. Eventuell preschen wir auch vor, und die Erde wird sich weder als Scheibe noch als Kugel erweisen. Womöglich wird eine völlig neue Dimension alltäglich.

Oder bietet der Mensch an sich schon genug Stoff für erhellende Geschichten? Wo wird er in ferner Zukunft stehen? Wo steht er gegenwärtig? Im Licht oder im Schatten? Sind unsere Ziele fern oder zum Greifen nah? Steht alles in den Sternen, oder halten wir das Ruder sicher in der Hand? Wie auch immer: Wir freuen uns auf Geschichten von Entdeckungsreisen in ferne Welten oder den eigenen Kosmos. Und falls jemand an der Reise scheiterte, so wäre auch das erlaubt.

Preise:

  1. Platz: 10.000 Euro
  2. Platz: 3.000 Euro
  3. Platz: 1.000 Euro

Die Beiträge müssen fristgerecht zum vorgegebenen Thema in der jeweiligen Region eingereicht werden – als Kurzgeschichte in Landessprache.

Einsendungen von einem Land in ein anderes sind nicht zulässig.

Insgesamt darf der Umfang eines Beitrages 12 Seiten nicht überschreiten (DIN A4, pro Seite maximal 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen, computer- oder maschinengeschrieben). Auf den Texten dürfen keine Hinweise auf den/die Verfasser/in zu erkennen sein. In einem gesonderten Umschlag müssen Angaben zu Name, Geburtsdatum und Anschrift des Verfassers beigefügt werden. Jeder Teilnehmer/jede Teilnehmerin kann sich nur einmal bewerben.

Die eingesandten Texte dürfen bis zum 10. Januar 2010 noch nicht veröffentlicht sein.

Die Autoren und Autorinnen akzeptieren die Teilnahmebedingungen in allen Punkten und stimmen mit der Einsendung ihrer Texte der möglichen Veröffentlichung in schriftlicher Form und im Internet zu.

Die öffentliche Preisverleihung mit Lesung und Rahmenprogramm findet am 10. September 2010 im Gasometer Oberhausen statt. Die internationalen Preisträger werden dazu eingeladen.

Einsendungen an: Stadtbibliothek Oberhausen, Stichwort: Literaturpreis, Bert-Brecht-Haus, Langemarkstraße 19-21, 46045 Oberhausen

Weitere Infos: Zentrales Organisationsbüro des Lit.Award Ruhr 2010, Mail, www.litaward.de, www.bibliothek.oberhausen.de

Ich weise daraufhin, dass ich weder der Organisator dieses Wettbewerbs bin, noch mit den Oraganisatoren in irgendeiner Beziehung stehe. Für nähere Informationen wendet euch bitte an die angegebenen Adressen.

Burgturm im Nebel

Burgturm im NebelHeute möchte ich euch ein schon etwas älteres Buch vorstellen, das ich mit meiner geschätzten Lektorenkollegin Johanna Michallik herausgeben durfte. Es ist für die Edition Geschichtenweber im Schreiblust Verlag erschienen.

In der Anthologie vereinen sich Geschichten, die nur eines gemeinsam haben: Sie alle spielen in Burgen, Schlössern oder Ruinen. Einige in der Gegenwart, andere in der Vergangenheit, manche sogar in der Zukunft.

Von Fantasy über Grusel und Science Fiction bis hin zum Krimi wird jedem etwas geboten.

Im Klappentext heißt es:

„Alte Gemäuer wirken auf die meisten Menschen faszinierend. Was mögen die engen Turmaufgänge, die gruseligen Ahnenbildnisse und die goldgeschmückten Säle im Laufe der Jahrhunderte für Geschichten gesehen haben? Welche schönen Burgfräuleins sind hier gewandelt, welche grausigen Gesellen dort entlang geschlurft?

Der Schreiblust-Verlag nimmt sich des Themas an – mit seinem Buch „Burgturm im Nebel“. Dafür haben die Herausgeber Philipp Bobrowski und Johanna Michallik, die sich unter anderem von der Rostocker Lesebühne kennen, überraschende und originelle Geschichten zusammengetragen. Es gibt, um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen, eine alte Krankenhaus-Ruine, die ein seltsames Eigenleben entwickelt, eine Enteignung, die dem Schlossherrn durchaus gelegen kommt, Batman, der tot im Burghof liegt, diverse Gespenster und noch mehr Unannehmlichkeiten, die die verschiedenen Besucher in den alten Kästen ertragen müssen. Auch der Humor hat – wie immer in den Büchern des Schreiblust-Verlages – seinen Platz.“

Trailer von Olga A. Krouk:

Florian Hilleberg über das Buch:

„Sehr unterhaltsame Geschichtensammlung mit Storys der unterschiedlichsten Genres, die zwar alle das Thema Burgen und Schlösser als Grundpfeiler aufweisen, in ihrem Aufbau und ihren Plots aber unterschiedlicher nicht sein könnten.
Ein Buch, ideal um lästige Wartezeiten mit einer klugen und unterhaltsamen Geschichte zu verkürzen.“ (Zur Rezi)

Die Herausgeber haben einigen großartigen Autoren den Vortritt gelassen:

  • Michael Buttler
  • Charlotte Engmann
  • Rüdiger Hanke
  • Michael Helming
  • Regina Holz
  • Rainer Innreiter
  • Wolfgang Kemmer
  • Josef Koba
  • Patricia Koelle
  • Olga A. Krouk
  • Manfred Lafrentz
  • Tobias Lagemann
  • Markus Niebios
  • Ursula Oggenfuß
  • Niklas Peinecke
  • Susann Rosemann
  • Kristina Ruprecht
  • Mirko Saß
  • Barbara Schinko
  • Dorte Schünecke
  • Ralf Seybold
  • Bernhard Weißbecker
  • Damian Wolfe

Philipp Bobrowski & Johanna Michallik (Hrsg.)
Burgturm im Nebel

Schreiblust-Verlag, Dortmund, Juli 2007
254 Seiten, Taschenbuch
ISBN-13: 978-3-9808278-9-8

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Rette sich, wer kann

Eine Leseprobe aus meiner Geschichte „Rette sich, wer kann“, die in der Geschichtenweberanthologie „Die Unterirdischen“ erschienen ist.

Kobolde sind schon ein eigenes Völkchen. Und Grant ist ein besonders hervorstechendes Exemplar. Oder besser: Ein Kobold, wie ein Kobold sein muss. Seiner Meinung nach.

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Grant wurde erwartet.
Drine stand im Eingang zur Wohnhöhle. Als sie ihn kommen sah, schüttelte sie den plärrenden Kinderhaufen ab und wieselte ihm entgegen. „Und, und, und?“
„Nichts!“ Grant drängte sich an seiner Frau vorbei in die Wohnhöhle. „Schaff die Gören weg!“ Die konnte er nun gerade noch ertragen. Durfte ein Koboldvater nicht ein bisschen Ruhe erwarten, wenn er von einer derart deprimierenden Mission zurückkehrte?
„Ab in die Aufzuchthöhle!“, befahl Drine den Bälgern.
Einer der Großen kam ihr zu Hilfe und trieb die Jährlinge vor sich her. Grant stieß einen tiefen Seufzer aus, als er sich auf die Strohmatten plumpsen ließ. Drine brachte ihm einen Wurzeltee.
„Mit Schuss?“, fragte Grant.
„Natürlich. Ich kenn dich doch.“ Sie setzte sich ihm gegenüber und wartete, bis er gewillt war zu sprechen.
Grant versuchte sie unter gesenkten Augenlidern hervor zu beobachten. War sie wirklich so geduldig oder unterdrückte sie ihre Neugier nur? Er fand keine Antwort. Beinahe war er geneigt, sich darüber zu ärgern, dass er sich so selten darin versucht hatte, in Drines Gesichtszügen zu lesen. Aber es gab für einen richtigen Kobold schließlich Wichtigeres, als die Frauen zu verstehen.
Er nahm noch einen tiefen Schluck. Der Rum gab ihm ein wohliges Gefühl. Wie lange würde es in seiner Höhle noch diese wichtigste Zutat für seinen Wurzeltee geben?
„Es gibt keinen Weg nach oben.“
Drine stöhnte. „Bist du sicher?“
„Was denkst du denn? Glaubst du, ich bin die letzten Tage aus reinem Vergnügen durch die Gegend gekrochen?“
Drine blickte zu Boden. „Entschuldige. Ich meine ja nur, ob du dich auch in der Nachbarschaft umgehört hast.“
„Ich hab es nicht gern getan, das kannst du mir glauben.“ Allein der Gedanke an die Nachbarn verleitete Grant zu einem verächtlichen Schnauben. „Aber was blieb mir übrig?“
„Niemand hat einen Weg nach oben gefunden?“
„Niemand!“
„Auch Ernt nicht?“
„Was willst du immer mit Ernt?“, brüllte Grant. Er schlug sich mit der Faust auf die Brust. „Ich habe nichts gefunden! Niemand hat etwas gefunden!“
Drine duckte sich. „Ich dachte ja nur, weil seine Höhle die größte ist. Er lebt schon so lange hier, vielleicht …“
„Sicher“, unterbrach er sie, „der alte Sack hat die größte Höhle. Aber das wird nicht immer so sein! Und dann steh ich bereit!“
Drine sprang auf und stampfte mit dem Fuß auf. Grant zuckte erschrocken zurück. So hatte er seine Frau noch nie …
„Natürlich! Dieser verdammte Teufelssturm schneidet uns von der Oberfläche ab, wir sehen dem Hungertod ins Auge, und der feine Herr Grant weiß nichts Besseres, als sich über die Nachbarschaft aufzuregen, ganz besonders über seinen eigenen Vater!“
Grant überlegte, ob diese Frechheit nicht heftiger Widerworte und einer Klarstellung der Machtverhältnisse bedurfte, aber als er Drine in die Augen schaute, entschied er sich dagegen. „Ich weiß doch auch nicht, was zu tun ist.“ Er hob kraftlos die Schultern, um sie gleich darauf mit einem weiteren tiefen Seufzer wieder fallen zu lassen.
„Aber wir müssen etwas tun!“, sagte Drine und wendete sich einem Gewaltmarsch durch die kleine Wohnhöhle zu.
Grant schaute wie gebannt auf ihren Zeigefinger, der bei jedem ihrer Worte die Luft im Raum in ein Links und ein Rechts zerschnitt.
„Unsere Vorratshöhlen sind bald leer! Unsere Kinder müssen essen, wir müssen essen. Wenn es keinen Weg nach oben gibt …“
„Es gibt keinen.“ Grant war unwohl bei dem Gedanken, sich das Heft völlig aus der Hand nehmen zu lassen.
„… dann muss es eben einen nach unten geben!“
„Waaas?“ Grant sprang auf und lief seiner Frau hinterher, die nicht müde wurde, den Raum mit großen Schritten zu durchmessen. „Nach unten? Bin ich lebensmüde? Da hausen Monster, Elfen, Trolle und was weiß ich noch für grausame Kreaturen. Wir Kobolde taten immer gut daran, denen nicht in die Quere zu kommen!“
Drine machte auf der Ferse kehrt, und Grant konnte nicht rechtzeitig stoppen. Doch seine Frau stand wie eine Eiche.
„Willst du uns verhungern lassen?“
Selbst wenn Grant ein Ja hätte irgendwie als vernünftige Antwort werten können, er hätte sich nicht getraut, es auszusprechen.

Endlich war Grant wieder der Mann in der Höhle. Mit all seiner Erfahrung hatte er den Platz ausfindig gemacht, der ihm für eine Grabung in die Tiefe am erfolgversprechendsten schien. Schließlich hatte er die Gänge und Räume erschaffen, in denen er nun mit seiner Frau und dem dritten und vierten Wurf lebte. Und hier, einige wenige Schritte vor der fünften Beutekammer, dem tiefsten Punkt ihres Höhlensystems, hatte er den Gang nach unten befestigen müssen, weil er damals beim Graben an einer Stelle durchgebrochen war. Eine schweißtreibende Arbeit, die ihn viele Tage beschäftigt hatte. Getreu der Koboldweisheit: „Wer zu tief gräbt, schaufelt sich sein Grab“, war er sehr gründlich gewesen, als er das Loch zugeschüttet hatte.
Und jetzt zerstörten er und die Jungen aus seinem dritten Wurf dieses Schutzwerk, indem sie sich mit Schaufeln und Hacken einen Weg ins Dunkel kämpften. Drine hielt sich mit den Mädchen und den Jährlingen im Hintergrund. Solange sie bei der Arbeit nicht störten, sollten sie ruhig sehen, welch tüchtigen und mutigen Vater sie hatten, und wie sicher er die Jungs anleitete.
Er legte sich mächtig ins Zeug. Die Anstrengung tat gut und verdrängte die Gedanken an das, was ihm noch bevorstand. Jetzt, wo er wieder das Kommando übernommen hatte, erschien es ihm auch weit weniger bedrohlich. Er, der große Grant, hatte sich schließlich nicht umsonst den Ruf als draufgängerischer Beutejäger erworben. Kein Hof der Menschen auf der Oberfläche war vor ihm sicher gewesen, und nie gab es eine Zeit, in der seine Vorratskammern nicht gut gefüllt waren, bis vor zehn Tagen dieses seltsame Sturmgetöse aus der Oberwelt alles verändert hatte.

Grant taumelte. Beinahe wäre er seiner Schaufel hinterhergefallen, die vom Prasseln der rutschenden Erde mitgerissen wurde und in der Tiefe verschwand. Für den Bruchteil einer Sekunde klammerte er sich an einem seiner Söhne fest, dann stand er wieder aufrecht.
„Wir sind durch!“, sagte er. „Jetzt eine kleine Stärkung, ein bisschen Ruhe, dann mache ich mich auf den Weg.“
„Allein?“, fragte Drine.
Grant war sich nicht sicher, aber er glaubte Sorge in ihrer Stimme zu spüren. Vielleicht war es der Ton, den er auch gehört hatte, als sie ihn bei seinen ersten Beutezügen verabschiedet hatte. Aber was machte er sich bloß für seltsame Gedanken? „Natürlich allein. Bevor ich mich nicht auskenne, brauche ich niemanden, der mir im Weg rumsteht.“
„Nimm einen der Jungs mit. Nur zur Sicherheit.“
„Sicherheit, Sicherheit. Darum geht es ja.“
„Ein paar haben dich doch schon an die Oberfläche begleitet. Such denjenigen aus, der sich am besten gemacht hat.“ Drine wartete keine Antwort ab, wählte zielsicher drei aus dem Haufen der Älteren aus und schob sie Grant entgegen.
Wie viele Kinder hatte er eigentlich? Zwanzig, dreißig? Waren es in den vorangegangenen Jahren auch schon so viele gewesen? Er betrachtete die drei Burschen, die vor ihm standen. Zwei von ihnen hielten die Köpfe gesenkt, der dritte, ein dreister Kerl mit einem fast schon braunen Kopfpelz, der für einen ordentlichen Kobold aber gerade noch dunkel genug war, funkelte ihn aus großen Augen an. Trotzdem kam er Grant nicht bekannter vor, als die anderen beiden, die ihm obendrein mit ihrer demütigen Haltung weit mehr zusagten.
Nur, für welchen der beiden sollte er sich entscheiden? Er begann im Stillen einen Abzählvers aufzusagen. Er verhaspelte sich, begann von Neuem. Aber Moment. So schön das mit der Demut auch war: Half ihm das dort unten wirklich weiter? Grant betrachtete erneut den Braunhaarigen. Möglicherweise war er ihm doch schon aufgefallen. Grant fühlte eine gewisse Neugier, strengte sein Gedächtnis an. Vielleicht der, an dem er sich vorhin kurz hatte abstützen müssen, um nicht ins Loch zu fallen? Oder der, der Drine geholfen hatte, die Bälger aus der Wohnhöhle zu treiben? Möglicherweise beides? Er war sich nicht sicher. Aber seine Entscheidung stand fest.
Er räusperte sich und zeigte mit dem Finger auf den Braunhaarigen. „Wie heißt du?“
„Blad.“
„Also gut, Blad. Wenn du etwas gegessen hast, suchst du nach zwei großen Buckelsäcken für uns. Bring außerdem Fackeln, Messer und Schleudern. Vergiss die Steine nicht und lass dir von deiner Mutter Proviant einpacken. Dann wartest du hier auf mich.“
Noch während Blad sich bedankte, verschwand er in der Beutekammer. Offenbar schien ihm das wichtiger zu sein, als erst einmal zu essen. Konnte man das schon als Befehlsverweigerung werten? Grant wollte mal nicht so sein. Er schaute zu Drine.
Ihre Lippen kräuselten sich zu einem geheimnisvollen Lächeln. „Eine sehr weise Entscheidung, die du da getroffen hast, mein kluger Ehemann. Sehr weise.“

Im Schein der Fackeln folgten sie dem Gang, der sich langsam, aber stetig in die Tiefe senkte. Seine Wände waren grob, aber kundig bearbeitet, alt und nicht beständig gepflegt wie die in einer Koboldhöhle, ja nicht einmal zu vergleichen mit den weit verzweigten unterirdischen Gängen im Koboldreich, nahe der Oberfläche. Doch es schien, dass irgendjemand oder irgendetwas diesen Weg in die Tiefe – oder aus ihr herauf – wenigstens hin und wieder zu nutzen schien. Grant hätte sogar fast darum gewettet: Es konnte noch nicht allzu lange her sein, dass jemand hier herumgekrochen war. Er musste auf der Hut sein. Er tastete nach dem Messer in seinem Gürtel. Es war die beste Klinge, die er je erbeutet hatte. Sie stammte aus der Werkstatt eines Schmieds, der in der Menschensiedlung unweit von Grants Höhle lebte und ihn daher lange Zeit unfreiwillig mit Waffen, Werkzeugen und sonstigen Gerätschaften versorgte, bis er sich – es war kaum zwanzig Tage her – zwei scharfe Wachhunde zulegte. Wie es dort oben jetzt wohl aussah? Grant konnte sich kaum vorstellen, dass bei diesem Stürmen, Poltern und Krachen, das von der Oberwelt bis in ihre Höhlen gedrungen war, auch nur ein Stein auf dem anderen geblieben war.
„Es riecht muffig hier.“ Blad rümpfte die Nase.
Eigentlich war Grant doch froh, dass er seinen Sohn bei sich hatte. Aber das wollte er natürlich nicht zeigen, daher brummte er nur. Außerdem sollte einem richtigen Kobold der Geruch nichts ausmachen. Immerhin hielt sich der Junge zurück. Er trottete weitgehend stumm hinter ihm her und belästigte ihn nicht übermäßig. Die klare Rangordnung gab Grant auch das letzte Stück Selbstsicherheit zurück, an der Drines ungewöhnliches und ungebührliches Auftreten gekratzt hatte.

Schließlich erwachte in Grant der Lehrmeister. „Was fällt dir an diesem Gang auf?“
Blad schien überrascht. „Meinst du mich, Vater?“
„Wen sollte ich sonst meinen, du Dummkriecher?“
„Er führt immer nach unten, macht nur selten eine Wendung, und es gibt keine Höhlen und nur wenige Seitengänge.“
Blad musste bereits darüber nachgedacht haben, seine Antwort kam jedenfalls sehr schnell. Grant wollte ihn weiter prüfen. „Warum nehmen wir dann keinen der Seitengänge?“
„Ich schätze, weil dieser der breiteste ist. Er führt nach unten, wir wollen nach unten.“
„Was bist du nur für ein Klugschwätzer?“ Grant ärgerte sich. Der Junge war wirklich gut. „Es ist vor allem das System. Wenn du dich gar nicht auskennst, musst du einen Weg nach dem anderen testen, bevor du dich verläufst. Still jetzt! Ich habe etwas gehört.“ Grant blieb stehen, lauschte und leuchtete mit der Fackel das Dunkel aus.
Ein paar Schritte weiter sah er eine Öffnung in der Wand. Wahrscheinlich ein weiterer Seitengang. Wieder ein kratzendes Geräusch. Gleichzeitig ein Schaben. So als würde jemand einen Mantel aus grobem Leder tragen, während er einen scharfen Gegenstand am Stein wetzte. Jemand sehr großes. Jetzt roch es auch nach Gefahr!

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Es herrscht Frieden im Reich Onryn. Nach vier Jahrzehnten blutiger Kriege unterliegt das Imperium den Rebellen. Die neuen Machthaber führen die Bewohner des Reiches in eine goldene Zukunft.

Doch unter der Erde brennt das Feuer des Krieges ewig. In der dunklen und geheimnisvollen Welt der Finsternis leben und leiden sie: Erdwichte, Goblins, Kobolde, die Stämme der Menschen, Dunkelelfen, Zwerge, Trolle, Schwarzorks, Dämonen und die Wartenden. Bis aufs Blut verfeindet, in Jahrtausende alten Fehden um Ehre und Land, Liebe und Besitz, Stolz und Rache verstrickt, liefern sich die Völker der Unterwelt heiße Schlachten.

Nachdem eine furchtbare Naturkatastrophe die Reiche der Unterirdischen verwüstet und von der Erdoberfläche abschneidet, überschlagen sich die Ereignisse. Neue Helden werden geboren und uralte Gesetze gebrochen.

Dies ist die Geschichte der Unterirdischen.

Timo Bader, Jörg Olbrich (Hrsg.)
Die Unterirdischen
Eine Anthologie der Geschichtenweber
Wurdack Verlag
ISBN: 978-3-938065-43-5

www.die-unterirdischen.de

Der BuCon war zu kurz

Mit etwas Verspätung will ich nun noch vom Samstag in Frankfurt, genauer in Dreieich, berichten.
Im dortigen Bürgerhaus findet alljährlich parallel zur Buchmesse der / die Buchmesse Con statt. Das ist sozusagen eine (stark) verkleinerte Ausgabe der Buchmesse, die sich speziell an Freunde der phantastischen Literatur richtet. Und es ist der jährliche Haupttreffpunkt der Geschichtenweber geworden.

Kurz nach 11.00 Uhr lenkte ich meine brave Karre auf den Parkplatz des Bürgerhauses. Nachdem ich mir am Einlass das übliche Tütchen mit kleinen Präsenten und Werbeprospekten abgeholt hatte, fand ich mich unter den ersten Frühconventlern, zu denen leider weder ein Geschichtenweber noch eine mir sonst irgendwie bekannte Person gehörte.

Also nach einer kleinen Inforunde erst einmal zurück an die frische Luft und rauchenderweise auf bekannte Ankömmlinge warten. Als erstes tauchte Nina Horvath auf, quasi direkt aus dem Liegewagen des Zugs aus Wien. Wir gingen gemeinsam wieder in den großen Saal, setzten uns mit zwei Käffchen an einen freien Tisch und harrten der Geschichtenweber, die da noch kommen sollten.

Jörg Olbrich: Das Erbe des Antipatros
Jörg Olbrich: Das Erbe des Antipatros

Das wurden schließlich eine ganze Menge. Rund 40 Forenkollegen und -kolleginnen trudelten im Laufe des Tages ein. Unser Stand wurde direkt neben dem des Scratch-Verlags mit Büchern und Naschereien drapiert. Natürlich musste ich mir beim Nachbarn gleich den Debütroman von Geschichtenweberadmin Jörg Olbrich anschauen, „Das Erbe des Antipatros„, von dem ich mir später auch ein signiertes Exemplar mitnehmen durfte.

Sehnsüchtig erwartet wurde Timo Bader, nicht zuletzt, weil er die neuen Geschichtenweber-T-Shirts mit sich führte. Bald darauf wurde es viel leichter, Geschichtenweber von Nicht-Geschichtenweber zu unterscheiden. Dennoch gab es Geschichtenweber in allen Farben zu sehen, ein recht butes Treiben.

Die GW-Shirts (Foto: Nina Horvath)
Die GW-Shirts (Foto: Nina Horvath)

Natürlich gab es nicht nur Geschichtenweber auf der Con. Einige der Conbesucher hatte ich schon am Vortag auf der Buchmesse oder beim Galaktischen Forum getroffen, mit anderen gab es ein exclusives Wiedersehen in Dreieich.

Und natürlich fiel es wieder schwer, sich einerseits zwischen den vielfältigen Programmpunkten, andererseits zwischen Programm und Gesprächen zu entscheiden. Ich besuchte schließlich die Lesungen von Christoph Hardebusch und Thomas Finn und konnte mich freuen, dass ich Markus Heitz stattdessen am gestrigen Mittwoch bei seiner Lesung in Rostock besuchen durfte (dazu mehr an anderer Stelle).
Sehr interessant auch die Podiumsdiskussion zum Thema, ob sich in der Zukunft der Fantasyliteratur die angeblich guten Autoren endgültig gegen den angeblichen Trash des Genres durchsetzen werden.

Schließlich stand noch die Verleihung des Deutschen Phantastikpreises an, der in diversen Kategorien vergeben wurde. Während Markus Heitz in der Kategorie Bester deutschsprachiger Roman gleich mal den zweiten und den ersten Platz belegte, wurde die Anthologie „Die Unterirdischen“ der Geschichtenweber auf Platz 2 in der Kategorie Beste deutschsprachige Anthologie gewebt. Auch in der Anthologie, die es auf Platz 3 schaffte, Drachenkinder: „Geschichten eines Krieges“, bin ich mit einer Geschichte vertreten.

Die beiden Höhepunkte des Tages (jedenmfalls für mich) sollten jedoch erst noch folgen.
Zunächst gleich im Anschluss an die Preisverleihung die Lesung der Geschichtenweber! Trotz vorgerückter Stunde füllte sich das sogenannte Hangardeck, in dem sechs Geschichtenweber von vorn und einer aus dem Publikum die aktuellen Veröffentlichungen vorstellten sowie einen Ausblick auf die Zukunft gaben. Das Alles im fünften Bestehensjahr der Autorengruppe.

Lesung der Geschichtenweber (Foto: Simone Edelberg)
Lesung der Geschichtenweber (Foto: Simone Edelberg)

Den Anfang machte Timo Bader, der nach der Vorstellung ein paar Worte zu „Darwins Schildkröte“ verlor, um dann einen Ausschnitt  seiner Geschichte daraus vorzutragen. Zur Verstärkung hatte er sich einen zweiten Leser auf die Bühne geholt: mich! Warum er mir den Text nicht vorher schon in die Hand gedrückt hatte, wurde mir allerdings erst jetzt klar: Ich las die Rolle eines überaus hässlichen, haarigen 200-Kilo-Außerirdischen!
Nachdem das sowohl im Publikum als auch am Lesetisch für viel Belustigung gesorgt hatte, stellte Wolfgang Schroeder quasi inkokgnito aus den Reihen der Zuschauer die Krimianthologie „Mord in jeder Beziehung“ vor, aus der Berta Berger (wieder von vorne) mit einer Probe ihres Beitrags sicher auch den ein oder anderen eingefleischten Phantastik-Freak neugierig machen konnte.
Nina Horvaths Begeisterung allein sollte Überzeugung genug gewesen sein, als sie mit strahlendem Lächeln die druckfrischen „Metamorphosen“ präsentierte und mit noch strahlenderem aus ihrer Geschichte las.
Schließlich erfuhren die Anwesenden von Tatjana Stöckler noch alles Wissenswerte zur fast schon erschienenen Anthologie „Spukhaus zu vermieten“ und Maike Schneider bot mit ihrer Geschichte einen eindrucksvollen Vorgeschmack.

Geschmack war auch das Stichwort für den zweiten persönlichen Höhepunkt, das alljährliche gemeinsame Abendessen der Geschichtenweber nach der Con. Das Restaurant Alt Sprendlingen bot beim „Lendchenabend“ auch diesmal wieder leckeres Essen und gemütliche Atmosphäre für einen gelungenen Abschluss der viel zu kurzen Veranstaltung.

Weitere Bilder und Berichte gibt es unter anderem von der großartigen Simone Edelberg hier und hier sowie vom Freund eines Freundes hier.

Wer’s nicht lesen will, kann’s hören

Maddrax - Der Gott aus dem Eis
Maddrax - Der Gott aus dem Eis

Die Heftromanserie Maddrax um den USAF-Piloten Matthew Drax erscheint jetzt auch als Hörbuchserie zum Download.

Die erste Folge „Der Gott aus dem Eis“ kann man ab dem 18. August hier herunterladen.

Inhaltsangabe vom Verlag:

„Bei einer globalen Katastrophe durch einen Kometeneinschlag wird der Pilot Matthew Drax 500 Jahre in die Zukunft katapultiert und muss mit Entsetzen feststellen, dass die Menschheit fast komplett ausgelöscht wurde und das Antlitz der Erde sich dramatisch verändert hat. Er trifft auf Barbaren, bizarre Mutationen, Cyborgs, Bunkermenschen – und auf Wesen, die offenbar auf dem Kometen hierher gelangten! Gemeinsam mit Aruula, einer telepathisch begabten Kriegerin macht Matt Drax sich auf, das Rätsel zu lösen …“

Quelle: Lübbe