Sechser im Motto: Essstörung

Sechser im Motto, Foto: javarman
Sechser im Motto, Foto: javarman
© javarman

Aufgabe:
Suche dir bitte einen/eine Protagonisten/in aus deinen Werken aus. Er/sie hat riesigen Hunger und bereitet sich gerade eine Mahlzeit zu. Doch er/sie wird durch irgendetwas abgelenkt und das Essen verbrennt. Wie wird er/sie reagieren? Was wird er/sie sagen?

Kerstin Gier

Jeder weiß, dass man Raubtiere nicht beim Fressen stören darf. Nur jemand mit Todessehnsucht wäre so leichtsinnig, einem über eine Gazelle gebeugten Löwen einen Artikel über Frau Harkels Neffen, seine Frau und seine Milchkühe aus der Friesischen Bauernpostille ins Ohr zu brüllen und gleich danach das komplette Angebot von Tchibo runterzubeten. Allerdings würde der Löwe unter diesen Umständen auch nicht ans Telefon gehen. Und ich war wohl kein Raubtier, auch wenn ich Hunger hatte wie ein Bär und meine Mutter gerne angeknurrt hätte.
„…in grün und türkis. Und sehr praktische, emaillierte Töpfe in vier Größen und einen Toaster und Schals mit Blümchenmuster …“
Ein unangenehmer Geruch stach mir in die Nase, und ich stürzte zum Herd. Meine Gazelle! Bitte nicht!
„Mama, ich ruf dich später noch mal an, der Milchreis brennt an!“
„Der Milchreis brennt an?“, wiederholte meine Mutter unverkennbar beleidigt, und mir fiel zu spät ein, dass sie genau das immer sagte, wenn sie ein Gespräch mit Tante Friederike beenden wollte oder mit einem dieser bedauernswerten „Sie haben gewonnen!“-Anrufer.
Bevor ich ihr erklären konnte, dass ich WIRKLICH Milchreis kochte, hatte sie schon aufgelegt. Es würde Monate dauern, bis sie mir das verziehen hatte. Wenigstens war die obere Hälfte des Milchreises noch genießbar. Die untere würde ich mitsamt dem Topf nach dem Essen in die Mülltonne werfen. Und danach konnte ich ja bei Tchibo einen neuen Topf kaufen, einen von diesen praktischen, emaillierten.

Jürgen Seibold

Gottfried Froelich träumte das Rezept in Ruhe zu Ende, und als er wieder erwachte, hatte sich ein beißender Geruch in der Küche ausgebreitet. Auf den Herdplatten schmurgelte eine bräunliche Pampe, rund um den Soßentopf zischte und rauchte es eindrucksvoll. Gottfried tappte schlaftrunken hinüber, griff nach dem Topf, schleuderte ihn sofort fluchend zurück auf den Herd, schlurfte zur Spüle und ließ kaltes Wasser über seine schmerzenden Hände laufen. Während er seiner Haut dabei zusah, wie sie sich rötete und in Blasen warf, kam ihm die Idee: Müssten nicht die Hände den Täter überführen? Müsste der Mörder sich nicht die Finger verbrannt haben, als er den heißen Topf auf Roswitha schleuderte?

Claudia Siegmann

Das Leben an Bord brachte es mit sich, dass gute Manieren früher oder später gegen ein paar deftige Seemannsflüche eingetauscht wurden. Und Biba war schon lange Matrosin auf der Merry Mary May. So blickte also niemand verwundert auf, als die Kombüsentür aufschwang und mit dichtem, schwarzem Qualm auch eine Auswahl Bibas übelster Flüche hervorquoll.

Carsten Steenbergen

Das Telefon klingelte, als die Putenbrust in der Pfanne längst einen karamellbraunen Farbton angenommen hatte. Angemer wischte sich seufzend die Hände an der Schürze sauber.
„Angemer.“
Eine Stimme am anderen Ende der Leitung gab eine Anweisung durch. Er lauschte, ohne zu unterbrechen.
„Verstehe. Treffpunkt Java Eiland. Ich bin in zehn Minuten da.“
Der Duft von Verbranntem, vermischt mit dem aromatisch stechenden Aroma der Lauchzwiebeln, zog durch die Küche. Der Kommissar legte auf und warf einen Blick auf das geschwärzte Fleisch. Nach dem verhinderten Attentat an der Amstel am frühen Abend hatte er gehofft, ein wenig Ruhe zu bekommen. Eine Ruhe, die bitter nötig war. Er spülte den Speichel in seinem Mund mit einem Schluck Bordeaux herunter. Die Flamme unter der Pfanne erlosch.
„Verdammter Job. Irgendwann holen sie mich sogar vom Klo herunter.“
Anscheinend war das große Spiel nicht vorüber. Der Agent vom AIVD, Willem van den Dragt, hatte so etwas angedeutet. Amsterdam sah einem Wirbelsturm entgegen. Und ihm, gottverflucht noch mal, war nicht einmal der stille Moment in dessen Auge vergönnt.

Helene Luise Köppel

Ich stand auf und schlich in die Küche, um mir Milch warm zu machen. Die Standuhr schlug vier. Da kam mir plötzlich ein irrwitziger Gedanke – es fällt mir schwer, genau zu erklären, was in diesem Augenblick in mir vorging: Ich folgte einem inneren Drang, der keinen Aufschub zuließ, eilte in den Keller und suchte den Stapel mit Altpapier, den Henri vor unserer Abfahrt nach Collioure dort deponiert hatte.

Als ich zurückkam, war die Milch übergelaufen. Es stank fürchterlich. Rasch schaltete ich den Herd aus, packte mit bloßen Händen den Topf am Stiel und stellte ihn in den Ausguss, wobei ich mir die Finger verbrannte. Wütend über meine Nachlässigkeit und Dummheit riss ich das Fenster auf …

Imre Török

Der Nomade Traminer reitet allein seit Tagen, ist unterwegs nach Vorderhinterasien, um dort die Prinzessin Gewürzlands zu besuchen und sie zu heilen.
Abends bereitet er am Lagerfeuer, was er tagsüber geangelt hat.
Durch den Duft des gebratenen Fisches wird ein Bär angelockt. Der Nomade hat alle Mühe, mit dem angriffslustigen Tier fertigzuwerden. Als der Kampf vorüber ist, stecken an den Stöcken über der Glut nur noch verkohlte Gräten.
Statt dessen gibt es nun als Nachtmahl in der Glut gebackene Bärentatzen. Gut gesättigt kann er sich wieder jenen zarten und feinsinnigen Geschichten zuwenden, mit denen er die kranke Prinzessin wird heilen wollen.

Vielen Dank an die teilnehmenden Autorinnen und Autoren!

Mehr Sechser!

Ausgesetzt

Seine Werke online zu veröffentlichen ist heutzutage kein Problem mehr. Ob auf dem eigenen Blog oder in mehr oder weniger ansehnlichem Outfit auf einer der aus dem WWW-Boden sprießenden Communitys – jeder kann mit wenigen Klicks seine Texte im Netz publizieren.

Während der Autor einer Printpublikation in der Regel Resonanz eher auf dem indirekten Weg erfährt, kommen Online-Autoren meist in den Genuss der direkten Kommunikation. Das geht so weit, dass der Leser dem Autor eigene Ideen und Verbesserungsvorschläge unterbreiten kann. Mehr noch: Erscheint es dem Autor vernünftig, ist er in der Lage, daraufhin Änderungen an seinem Text vorzunehmen. Der Begriff der konstruktiven Kritik erlebt damit einhergehend eine neue Blüte.

Nun bleibt allerdings eine Veröffentlichung eine Veröffentlichung. Publiziere ich einen Text von mir, bringe ihn also in eine uneingeschränkte Öffentlichkeit, dann setze ich ihn aus. Fortan gehört er dem Leser. Als Online-Autor bin ich selbst in der verlegerischen Verantwortung, zu entscheiden, ob der Text tatsächlich veröffentlichungsreif ist oder nicht.

Genauso wenig wie der Autor einer Printpublikation kann sich der Online-Autor seine Leser und Kritiker aussuchen. Dabei spielt es keinerlei Rolle, ob er dessen Aussagen zum Text wirklich als sachlich, freundlich, zutreffend, gerecht oder konstruktiv betrachtet.

Übrigens, der Neidfaktor, der hinsichtlich als unsachlich eingestufter Kommentare gern betont wird, mag sicherlich hier und da zutreffen, aber zum einen spielt das letztlich keine Rolle, zum anderen kann er auch schnell zu einer kleinen Selbsttäuschung missbraucht werden.

Aufruf zum Forenmissbrauch

Wer Mitglied in einem oder mehreren Literaturforen ist, wird sie kennen: Die jungen, aufstrebenden Autoren, die durch diese Foren vagbundieren wie Staubsaugervertreter, um ohne anzuklopfen und mit ausgesprochen „kluger und unauffälliger Taktik“ die Werbepostings für ihre Werke fallen lassen, als seien es Pferdeäpfel. Viele von ihnen haben nicht einmal die Zeit, Interesse am sonstigen Forenleben zu heucheln. Zumindest in  den meisten mir bekannten Foren haben sie damit allerdings auch alles andere als Erfolg,  erreichen genauer gesagt genau das Entgegengesetzte ihres Ziels, weshalb ich immer wieder nur dazu raten kann, Foren nicht zuallererst und ausschließlich als billige Marketingplattformen anzusehen.

Immer wieder muss ich jedoch beobachten, dass geradezu zu dieser Strategie aufgerufen wird. Zum Beispiel von PoD-Dienstleistern, die schließlich ihren Autoren irgendwelche „ausgesprochen erfolgreichen“ Selbstvermarktungsmöglichkeiten empfehlen müssen, um nicht klar zuzugeben, dass eben gerade das Marketing der Schwachpunkt ihres Konzepts ist.

So erhielt ich gerade gestern eine Rundmail eines solchen Dienstleisters mit dem viel sagenden Betreff: „Buchvermarktung: Internet-Foren“. Darin heißt es:

Auf der einen Seite gibt es einige Foren speziell für Autoren, in denen das Thema Schreiben und Veröffentlichen von Büchern im Mittelpunkt steht. Dort ist die ausführliche Vorstellung des eigenen Buches selbstverständlicher Bestandteil der Diskussion. Aber auch in den vielen themenbezogenen Foren wird Ihre Teilnahme, die Sie als Buchautor darstellt, willkommen sein. Sie erweisen sich so als interessanter und kenntnisreicher Ansprechpartner. Es ist daher angemessen und sinnvoll bei der Neuanmeldung bzw. Vorstellung in einem Forum die eigene Autorentätigkeit und die bisherigen Veröffentlichungen zu erwähnen.

Glücklicherweise folgt noch der dezente Hinweis:

Die Präsentation eines Buches sollte hierbei sicher nicht im Vordergrund stehen, ein dezenter Hinweis bietet jedoch häufig Gelegenheit zur Diskussion mit den anderen Mitgliedern des Forums.

Da kann man nur hoffen, dass sich die Adressaten vor allem diese Zurückhaltung hinter die Ohren schreiben. Schließlich sollte man von einem guten Forum erwarten, dass es weit mehr ist als eine reine Werbeplattform, zumal zumindest ich sowieso weder das Geld noch die Zeit hätte, all die vielversprechenden Werke Hunderter und Tausender von Mitgliedern zu erwerben.

Grenzüberschreitungen im Tauland bis 01.08.10

Originaltext: http://tauland-verlag.de/?page_id=6

Der tauland-verlag lobt dieses Jahr einen literarischen Wettbewerb unter dem Titel GRENZ|ÜBERSCHREITUNGEN aus.

Willkommen sind Prosatexte von 10-25 Normseiten (30 Zeilen à 60 Anschlägen, ca. 1500 Zeichen pro Seite). Unter den Zusendungen werden sieben Texte von einer Jury ausgewählt. Die Mitglieder der Jury sind:

* Anna Kemper, Journalistin (Tagesspiegel, Berlin)
* Tina Gintrowski, Autorin (Auszeichnungen u.a.: Open Mike Preisträgerin 2007)
* Christoph Danne, Verleger
* Rodion Ebbighausen, Verleger

Alle sieben Texte werden gemeinsam in einem Buch veröffentlicht, wobei ein Text besonders ausgezeichnet wird. Der Gewinner/die Gewinnerin erhält ein Preisgeld von 250 Euro. Außerdem wird er zu einer vom tauland-verlag organisierten Lesung in Köln eingeladen. Anreise, Kost und Logis werden vom Verlag übernommen.

Die Manuskripte sind postalisch in dreifacher Ausfertigung an folgende Adresse zu übersenden:

tauland-verlag
Neusser Wall 4
50670 Köln

Stichwort: GRENZ|ÜBERSCHREITUNGEN

Die Manuskripte werden in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet. Bitte verwenden Sie das Formular für Manuskripteinsendungen (http://tauland-verlag.de/wp-content/uploads/2009/11/Formular-Manuskripte.pdf), um Ihre Adresse und Mail anzugeben. Eine Rückantwort, auch an die Gewinner, wird nur per Mail versendet.

Das Wichtigste für die Teilnehmer im Überblick:

Teilnahmebedingungen:
Der Literaturpreis des tauland-verlags wird in der Gattung Kurzgeschichten zum Thema GRENZ|ÜBERSCHREITUNGEN ausgeschrieben. Die Teilnahme steht allen Autorinnen und Autoren deutscher Sprache offen.

Form der Einreichung:
Jeder Teilnehmer darf nur einen Text einreichen. Der Text sollte 10-25 Normseiten (einseitig gedruckt, 30 Zeilen à 60 Anschlägen pro Zeile) umfassen. Der Text ist postalisch an o.g. Adresse unter dem Stichwort “GRENZ|ÜBERSCHREITUNGEN” zu senden. Die Beiträge müssen selbstverständlich selbst verfasst und in deutscher Sprache sein. Bitte fertigen Sie den Text in drei Kopien aus.

Einsendeschluss ist der 1. August 2010.

Juristisches:
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer versichern, ihre eingesandten Werke bis zum Tag der Preisverleihung in keiner Form zu veröffentlichen. Einmal eingereichte Werke können nicht vom Wettbewerb zurückgezogen werden. Ein Anspruch auf eine persönliche Bewertung der Texte besteht nicht.
Ferner besteht über die ausgelobten Preise hinaus kein Anspruch auf Vergütung. Die Teilnehmer versichern darüber hinaus, dass die eingesandten Werke keine Rechte Dritter verletzen. Sie ermächtigen – ohne Verletzung von Urheber- und Persönlichkeitsrechten – die Veranstalter zur Veröffentlichung der Arbeiten und Kurzdarstellungen ihrer Person.
Mit der Teilnahme am Wettbewerb erkennen die Autorinnen und Autoren die oben genannten Wettbewerbsbedingungen an. Im Falle nicht ausreichender literarischer Qualität der eingegangenen Beiträge behält sich der Verlag das Recht vor, von der geplanten Publikation zurückzutreten.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Flucht in den Wald

Heute soll es eine zweite Leseprobe aus meinem Sammelband „Des Boten Prüfung“ geben. Die erste findet ihr hier. Diese hier ist allerdings aus einer eher traurigen Geschichte entnommen. Ich hoffe, sie gefällt euch trotzdem:

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Cwen lief und lief. Kaum war ihr bewusst, dass sie auf den Dernwald zulief. Tränen strömten über ihre erröteten Wangen. Stoßweise bildete ihr Atem kleine Wölkchen in der eisigen Luft. Sie spürte die Kälte nicht. Im Laufen befreite sie sich von dem schwarzen Band, das ihr volles Haar in einen geflochtenen Zopf zwang. Wut und Verzweiflung trieben sie voran.

Längst hatte sie das Dorf hinter sich gelassen. Das Dorf und Ceorl. Keinen Tag länger wollte sie bei dem Mann verweilen, der sie im Frühjahr zur Frau genommen hatte. Wenig hatte sie sich von der Ehe mit dem Schmied versprochen und doch nicht geahnt, welche Qual sie würde erdulden müssen. Des Vaters Schuld hatte sie begleichen wollen und ihn damit ihres eigenen Leids schuldig gemacht.

Eard, ihr Vater, hatte erst seine Frau verloren, dann nach einer Missernte sein Land an Ceorl verkaufen und es in seinem Auftrag bestellen müssen. Die Ochsen des Schmieds waren im darauffolgenden Winter in Eards Obhut eingegangen, wofür der herzlose Mann den armen Bauern verantwortlich machte. Weil der die geforderte Entschädigung nicht hatte zahlen können, forderte Ceorl Cwen zur Frau. Nie wäre Eard darauf eingegangen, kannte er doch den jähzornigen und bösen Charakter des Schmieds, aber Cwen, in Sorge um ihren Vater, hatte dem schließlich zugestimmt, obgleich sie sich vor dem grimmigen Manne fürchtete und beim Anblick seiner fetten Arme und des aufgedunsenen Gesichts Ekel empfand.

Und dennoch war Ceorl nicht zufrieden. Nun, da er ihren Leib und ihre Schönheit sein eigen nennen konnte, waren ihre Hoffnungen und Bedürfnisse ohne Bedeutung für ihn. Mit kalter Verachtung vergalt er ihr das Gelöbnis, welches er nur ihrer Liebe zum Vater verdankte. Und noch immer sah er seine Forderungen nicht als erfüllt an. Beinahe jede Nacht ließ er sie durch die Hölle gehen, wenn sie gegen Abneigung und Übelkeit ankämpfte, während er, als stünde er noch am Amboss, seinen Sohneswunsch in ihren verpfändeten Leib hämmerte. Und beinahe täglich verfluchte er sie, wenn er ihr die Schuld am Misslingen all seiner Mühen gab.

So auch an diesem Abend, an dem es Cwen schließlich aus dem Haus getrieben hatte, seinen verletzenden Worten und gewalttätigen Drohungen zu entfliehen.
„Es wird Zeit, dass du deine Pflichten erfüllst, Weib!“, hatte ihr der grobe Schmied vorgehalten. „Halte dich heute Abend bereit, denn unendlich ist meine Geduld nicht! Deines Vaters Schuld ist nicht mit einer Frau beglichen, die mir keinen Sohn schenkt. Bis Ende des Jahres sollte ich meine Frucht in deinem Leib heranwachsen sehen, sonst weiß ich nicht, was ich dir antue!“

Da hatte Cwen die Furcht gepackt, denn sie kannte Ceorl und wusste um die Ernsthaftigkeit seiner Drohungen. Sie haderte mit ihrem Schicksal, das ihr, selbst noch fast ein Kind von gerade fünfzehn Jahren, noch immer keinen Sohn beschert hatte und sei es nur zur Befriedigung ihres rücksichtslosen Mannes.

Doch je weiter sie sich von Coomb und der verhassten Schmiede entfernte, desto mehr verwandelte sich ihre Furcht. Jetzt waren es Tränen des Trotzes und der Wut, die ihre heißen Wangen herunterliefen und sich dabei mit den schmelzenden Schneeflocken vermischten, die hier ihre letzte Ruhe fanden.

Cwen stoppte nicht, als sie den Waldrand erreichte. Heute schien ihr der Dernwald nicht abschreckend und gefährlich, sondern eine sichere Zuflucht zu sein. Er wirkte auf die junge Frau, als wolle er sie einladen, in den abendlichen Schatten seiner mächtigen Bäume Schutz zu suchen. Und so ging sie nun nur noch leise schluchzend und trotz der zunehmenden Dunkelheit immer tiefer in den Wald hinein und betrachtete seine Wunder.

Selbst hier unter den Bäumen lag eine dicke Schneeschicht, wenn auch die Flocken nicht ganz so dicht fielen wie im Freiland. Cwen wunderte sich über den frühen Winter. Nur die ältesten in Coomb hatten je erlebt, dass so zeitig im Jahr Schnee fiel, denn es war erst der zweiundzwanzigste September und obwohl das Dorf eine der nördlichsten Siedlungen im Königreich war, begannen die Winter meist frühestens Ende Oktober. Sollte es so kalt bleiben, würden die Bewohner bald schon Hunger leiden müssen.

Doch obwohl nun, da sie ihre Schritte verlangsamte, auch die junge Frau die Kälte zu spüren begann, fühlte sie sich durch das glitzernde Weiß in der Stille Derns merkwürdig beruhigt, und während sie sich ziellos vorwärtsbewegte, vergaß sie die Zeit. Hier folgte sie der Fährte eines Rehs, da beobachtete sie ein flinkes Eichhörnchen. Sie sang mit den zwitschernden Vögeln, die dem Winter trotzten, tanzte durch des Waldes Weiß und grub unter der Schneedecke nach Anzeichen, die an wärmere Tage erinnerten. Schlafende Pflänzchen fand sie, Eicheln und Nüsse.

Aber bald schon wurde es um sie so finster, dass Cwen endlich doch an den Heimweg dachte. Und so sehr sie ihr Heim und den, der sie dort erwartete, auch hasste, die Nacht wollte sie keinesfalls im Dernwald verbringen. Denn die Dunkelheit brachte ihr die Erinnerung, warum die Bewohner Coombs und der umliegenden Dörfer den Wald fürchteten und warum auch sie ihn bisher gemieden hatte. Von wilden Tieren erzählte man sich, Wölfen und Bären, die es gefährlich machten, tiefer als nötig in den Forst einzudringen. Schlimmeres erwarte einen in seinen unbekannten Schatten, Geister, Hexen, Gnome und Alben, die den Menschen fremd und selten freundlich gesinnt seien. Doch als sich Cwen dieser Geschichten besann, wusste sie nicht mehr die Richtung, aus der sie gekommen war. Und als sie nach oben schaute, wurde ihr gewahr, dass die Bäume hier zu dicht standen, um sich am Sternenhimmel zu orientieren …

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Mit diesem Buch unternehmen Sie mit dem Autor des Romans „Das Lächeln der Kriegerin“ sechs ganz unterschiedlich geartete Reisen in die Fantasywelt. Mal geht es auf einen Sprung ins Lieblingsbuch des Erzählers, dann in die verschneiten Wälder auf der Suche nach dem Eiswolf. Erleben Sie die traurige Geschichte der unglücklichen Cwen und lachen Sie bei den verrückten Abenteuern von Simon Feuerlocke. Diese Sammlung bietet für jeden etwas. Zwei besondere Schmankerl: Die Kurzgeschichte, die die Basis für Bobrowskis Debütroman bildete, und eine, die gewollten Trash verkörpert.

Leseprobe

Des Boten Prüfung: Reisen in die Fantasy
broschiert: 80 Seiten
tredition, Februar 2008
7,49 EUR
ISBN-13: 978-3940921659

Ebook:
1,99 EUR
ISBN: 978-3-940921-60-4

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Gerd Scherm = Vielseitigkeit

Gerd Scherm ist schon als Autor an Vielseitigkeit kaum zu überbieten. Ein Blick auf seine Webseiten verrät das:

www.scherm.de

www.nomadengott.de

So ist der Geschichtenweber wohl am bekanntesten für seinen bei Heyne erschienenen Romanzyklus humorvoller mystischer Fantasy „Der Nomadengott“, aber er schreibt auch Dramen, Lyrik, Stories und Essays.

Und Gerd Scherm ist Künstler durch und durch. Das soll diesmal der Anlass für diesen Artikel sein, eine Ausstellung seiner Werke, von der ihr einige Fotos unter diesem Link finden könnt. Viel Vergnügen!

Simons Prüfung

Von nun an wird es auf diesem Blog immer mal wieder Leseproben aus meinen veröffentlichten Werken und Texten geben, um euch ein bisschen auf den Geschmack zu bringen.

Ich beginne mit einer Geschichte aus meinem Sammelband „Des Boten Prüfung“, weil dieser, wie ich vor einigen Wochen berichtete, nur noch bis Januar als Printbuch erhältlich sein wird.

Es handelt sich bei „Simons Prüfung“ um eine lustige Kurzgeschichte, die das Fantasygenre ein bisschen auf die Schippe nimmt. Vor allem der vollkommen überspitzte übermächtige allwissende Erzähler hat mir viel Spaß bereitet.

Los geht’s, viel Spaß:

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Die Spelunke sah nicht gerade einladend aus. Über der Tür prangte in großen, grauen Lettern:
„Z m kr hend n H hn“
Simon vermutete, es sei das männliche Tier gemeint, was aber nichts zur Sache tat. Er war auf seiner langen Reise in dutzenden solcher Absteigen – na eben abgestiegen. Und wie kunstvoll deren Namen auch lauten mochten, im Wesentlichen glichen sie sich alle. Da es zu der Zeit, in der unsere Geschichte spielt, in den wenigsten Ortschaften mehr als eine Auswahlmöglichkeit an gastronomischen Einrichtungen gab und sich, auch wenn es einmal so war, die Unterschiede dennoch in Grenzen hielten, dachte Simon über diese Dinge gar nicht weiter nach. Er suchte eine warme Mahlzeit sowie eine Übernachtungsmöglichkeit und beinahe alles war besser, als an den Fingernägeln zu kauen und im Freien zu schlafen, vor allem wenn man den stürmischen Regen bedachte, der seit dem Mittag herniederging und seine ohnehin ärmliche Kleidung in einen Zustand versetzt hatte, der es einem möglichen Zaungast nicht verwunderlich hätte erscheinen lassen, wäre dem triefenden Wanderer mitsamt seinem Stab sogar der Zutritt zum „Kr hend n H hn“ verwehrt worden. Da aber weder der Zaungast noch ein den Eintritt Verwehrender in der Nähe war, trat Simon ein.

Der „H hn“ bestand in der Hauptsache aus einer großen, nahezu quadratischen Gaststube, die vor lauter Qualm aus dem rußenden Kamin und den vielen Tabakspfeifen nur schwer zu überblicken war. Entlang der Wände und im Raum selbst standen etwa neunzehn mit Bänken und Hockern umstellte Tische, die jetzt, kurz vor Sonnenuntergang, zum großen Teil von allerlei Volk bevölkert waren. Simon nahm mit Recht an, dass sich diese mäßig feine Gesellschaft aus Ansässigen des Ortes – wie hieß er noch gleich – richtig: Ort -, Bauern aus den umliegenden Dörfern und Durchreisenden zusammensetzte, wie sich das eben für ein Gasthaus gehörte, welches in einer Ansiedlung errichtet war, die wiederum an einer der größten Handelsstraßen des Landes lag, das übrigens von seinen Bewohnern häufig liebevoll Unserland genannt wurde, während es offiziell und im internationalen Verkehr den bedeutungsvollen Namen Hintermberg trug, den Historiker und Onomastiker gerne auf des Landes geographische Lage zurückführten.

Der größte Teil der Anwesenden waren Menschen – was der heutige Leser wahrscheinlich als Selbstverständlichkeit erachtet – aber es fand sich auch eine Gruppe Zwerge, die gewichtige Reden schwangen und grimmig dreinschauten, derweil ihre kurzen Beine ein ganzes Stück über dem nicht gerade besenreinen Fußboden baumelten. Gleich rechts neben der Tür saßen zwei edle Elben, deren körperlich bedingte Unverträglichkeit von Bier bei gleichzeitigem Genuss desselben für die bereits auf die Tischplatte gesunkenen zarten Häupter verantwortlich war, wobei das zierlich gespitzte Ohr des kleineren drohte, sich in einer ausgedehnten Bierlache aufzulösen. Die beiden Tische in nächster Nähe zum Eingang der Küche – und wohlgemerkt, ich meine die Tische selbst, nicht etwa die umgestoßenen Hocker drum herum – diese beiden Tische also wurden besetzt von einem riesigen Troll und einem trolligen Riesen, die von jeweils einem weiteren Tisch bergeweise alle möglichen Teile von allen möglichen Tieren in sich hineinschaufelten, hier und da gewürzt durch ein kleines Erbschen, Rübchen oder Köhlchen und angereichert durch den einen oder anderen Laib Brot.

Noch weitere absonderliche Gestalten boten sich dem Auge des Betrachters dar, von denen hier nur noch ein behaarter Tartus, zwei übelriechende Gnarfe, eine Horde umherschwirrender Elfen, ein Wurzelgnom, drei krummschnabelige Bolgs, zwei Molche, ein Scriptor Insanus, eine Rumpelhexe, eine aufgeregte Gruppe japanischer Touristen und ein Einhorn – welches hier allerdings ein wenig deplaziert wirkte – genannt sein sollen. Wir vertrauen hierbei auf die Vorstellungskraft des Lesers, da uns zur genaueren Betrachtung die Zeit fehlt, denn eigentlich interessiert uns ja vor allem, wie es Simon weiter erging.

Dieser, von der ihm vertrauten Szenerie völlig unbeeindruckt, nahm, nachdem sich seine wasserblauen Augen an die eher dunklen Lichtverhältnisse gewöhnt hatten, Kurs auf den letzten freien Tisch, der zu seinem Leidwesen gerade gegenüber des Eingangs, nahe der Küche lag, aus der selbst für Hungrige unappetitliche Gerüche kamen. Dazu bahnte er sich den Weg durch den Gestank und den Lärm der Menge, wobei er beinahe eine der Bedienungen umgestoßen hätte, die ihm mit einem Tablett voller überschwappender Bierkrüge entgegenkam. Sie war die Tochter des Gastwirts, was Simon weder wissen konnte noch musste, denn, wie es das launische Schicksal so wollte, waren die Flüche, die sie ihm trotz seiner Entschuldigungen hinterherwarf, die einzigen Worte, die sie je an Simon richten sollte.

Am Tisch angekommen setzte er sich, wie es Leuten seiner Größenordnung geziemt, auf einen der Hocker. Dort wurden er und sein ungehaltenes Rufen nach nur wenig mehr als einer halben Stunde vom Gastwirt höchstpersönlich entdeckt. Dieser war ein stattlicher Mann von etwa 1,52 m sowohl in der Höhe als auch in Breite und Tiefe, dem es nicht einmal halbwegs gelang, das sich daraus ergebende Körpervolumen hinter der fettig befleckten, ehemals weißen Schürze zu verstecken.
„Was willst du?“, fragte er Simon in seiner ausschweifenden Art.
„Man nennt mich Simon Feuerlocke und ich bin auf dem Weg zur Zauberschule in …“
„Ich meine, was willst du hier in meiner Gaststube?“, unterbrach ihn der Wirt zuvorkommend.
„Oh, ich habe Hunger und suche eine Bleibe für die Nacht.“
„Kannst du zahlen?“ Bei dieser Frage warf der Mann einen zweifelnden Blick auf die durchnässte Kleidung und das ausgesprochen kleine Wanderrucksäckchen seines Gastes.
„Natürlich!“
„Das will ich hoffen! Bettler kann ich nicht brauchen! Solltest du nicht zahlen können, werde ich dich erst verprügeln und dann für mich arbeiten lassen!“
Nach diesem ausgiebigen Redeschwall machte er kehrt und verschwand, ohne die Bestellung abzuwarten, in der Küche.

An dieser Stelle hätten wir uns gewünscht, dass sich, wie es in solchen Geschichten durchaus nicht unüblich ist, in der Gaststube eine Person fände, die Fetzen des Gespräches mitgehört und sich nun zu Simon begeben hätte, um ihn als Weggefährten zu identifizieren, ihm Hilfe anzubieten oder wenigstens irgendeinen hinterhältigen Plan auszuhecken, was zu einer Befragung unseres Helden führen und ihn auch dem Leser näher bringen würde. Da sich aber außer uns in dieser dunklen Schenke niemand für den Jungen zu interessieren schien, müssen wir wieder unseren eitlen Erzähler bemühen, der sich ja leider bisher schon kaum zurückgehalten hat.

Wir wissen also bereits, wie Simon hieß und ein wenig über seine ärmliche Kleidung. Auch haben wir erfahren, wo er sich zur erzählten Zeit aufhielt – inzwischen löffelte er ein leckeres Süppchen, welches im Wesentlichen aus leidlich warmem, mit drei Erbsen, riesigen Fettaugen und wenigen Fäden trockenen Fleisches angereichertem Wasser bestand, und prüfte seine Zähne an einer Scheibe steinalten dunklen Brotes. Wo aber kam er her und wo wollte er hin? Und was hatte es mit dem geheimnisvollen Namen Feuerlocke auf sich?
Nun, diesen Namen hatte man dem schmächtigen Sechzehnjährigen in seinem kleinen Heimatdorf Hìrn-Lôs gegeben und spielte damit auf die langen, aus dem blonden Schopf hervortretenden, leuchtend roten Haarspitzen an, die sich über seiner Stirn zu einer Art warnendem Hinweispfeil verbanden, der direkt auf die etwas platte Nase des Jünglings zielte und für Simon im letzten Winter eine völlig neue Bedeutung bekommen hatte. Nachdem seine Eltern direkt nach seiner Geburt verschwunden waren, wuchs der Junge bei seinen Großeltern auf, die ihn mit wenig Essen und viel Arbeit auf ihrem Hof versorgten. Niemand im Dorf konnte die eigentümliche Färbung des Haares erklären, die in Simons Familie bisher noch nie aufgetreten war. Daher wurde er für sonderbar gehalten und ebenso behandelt, was zur Folge hatte, dass er sich bald auch so verhielt und bei der Feldarbeit oder beim Erbsenzählen über die besondere Bedeutung seiner Locke und seiner Person nachgrübelte.

Im letzten Winter aber, sieben Tage nach dem Neujahrsfest, geschah etwas, das Simon für die Antwort auf seine Fragen hielt. Man hatte ihn zum Holzsammeln in den verschneiten Wald nahe dem Dorf geschickt, wo er von einem Rudel grimmiger schwarzgescheckter Waldköter gestellt und eingekreist wurde. Im letzten – oder vorletzten – Moment trat jedoch ein alter Mann zwischen den Bäumen hervor. Er trug einen weiten grauen Umhang, einen Wanderstab, einen kleinen Wanderrucksack und eine lange rote Bommelmütze. In aller Ruhe stellte er sich als der Zauberer Chappi vor – ein Name, der nur dem heutigen Leser seltsam erscheinen mag – und nahm selbstlos den Kampf gegen die wilden Köter auf, während sich Simon auf einen Baum rettete und dankbar dem Schauspiel folgte. Nachdem die Bestien gesättigt und abgezogen waren, griff sich der Junge den verschonten Wanderstab und den Rucksack, in dem sich zu seiner Freude ein echtes Zauberbuch befand, und kehrte fröhlich und sowohl dem Zauberer als auch den Waldkötern dankend zum Dorf zurück. Den Rest des Winters und das ganze Frühjahr übte er sich heimlich in der Zauberei – was zu kleineren und größeren ungeklärten Katastrophen in Hìrn-Lôs führte – und war bald überzeugt, seine Locke sei ein Beweis für sein magisches Talent. Auch beschloss er, seine Fähigkeiten müssten auf der großen Zauberschule nahe Ûnî vèr Cìtî geprüft und geschult werden. So machte er sich am ersten Mai auf, um zunächst den Sparstrumpf seines ungeliebten Großvaters zu stehlen – der nicht gerade unglaubliche Schätze barg, doch reichte es um in den Gasthäusern unterwegs Mahlzeit und Schlafstatt zu begleichen – und dann mitsamt Zauberbuch, Stab, Rucksack und den gelegentlichen Katastrophen in Richtung Ûnî vèr Cìtî aufzubrechen …

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Mit diesem Buch unternehmen Sie mit dem Autor des Romans „Das Lächeln der Kriegerin“ sechs ganz unterschiedlich geartete Reisen in die Fantasywelt. Mal geht es auf einen Sprung ins Lieblingsbuch des Erzählers, dann in die verschneiten Wälder auf der Suche nach dem Eiswolf. Erleben Sie die traurige Geschichte der unglücklichen Cwen und lachen Sie bei den verrückten Abenteuern von Simon Feuerlocke. Diese Sammlung bietet für jeden etwas. Zwei besondere Schmankerl: Die Kurzgeschichte, die die Basis für Bobrowskis Debütroman bildete, und eine, die gewollten Trash verkörpert.

Leseprobe

Des Boten Prüfung: Reisen in die Fantasy
broschiert: 80 Seiten
tredition, Februar 2008
7,49 EUR
ISBN-13: 978-3940921659

Ebook:
1,99 EUR
ISBN: 978-3-940921-60-4

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Vergriffene Werke on Demand

Das On-Demand-Verfahren (Bücher werden als digitale Vorlagen bereitgehalten und auf Bestellung gedruckt) hat viele Seiten. Dass es den Markt mit Titeln überschwemmt, für die es möglicherweise gar keinen Markt gibt, ist nur eine davon.
Eine andere ist, dass es auch ganz neue Möglichkeiten bietet. So zum Beispiel die, Werke, die längst vergriffen sind, kostengünstig zu erhalten und bei Bedarf zu drucken.
Wie Spielgel Online berichtet, will nun auch Amazon auf diesen Zug aufspringen und in Kooperation mit HP Bücher als gedruckte Versionen anbieten, die ansonsten nur noch als Ebooks oder in wenigen Bibliotheksexemplaren existieren. Damit tritt Amazon in direkte Konkurrenz zu Google, die einen ähnlichen Service angekündigt haben (in einem durchaus streitbaren Umfang).

Hier geht es zum Spiegel-Artikel.