Weihnachtslesen

Heute darf ich euch in aller Kürze passend zur Jahreszeit zwei Lesevorschläge aus den Reihen der Kollegen ans Herz legen.

Zusammengefasst sei einfach gesagt: Klasse Lektüre für die Weihnachtszeit!

Mehr erfahrt ihr beim Klick auf das jeweilige Cover.

Tom Finn: Weißer Schrecken
Tom Finn: Weißer Schrecken
Diverse: Alle Morde wieder
Diverse: Alle Morde wieder

Vertrag dich: Titel(n)

© Franck Boston
© Franck Boston

Weiter geht es im Vertragspoker. Vorweg sei gesagt, dass die Artikel von mir nach bestem Wissen und Gewissen verfasst werden. Aber ich bin kein Jurist. Im Streitfall könnt ihr euch also weder auf mich noch auf meine Ausführungen hier berufen.

Im Normvertrag heißt es in §1 Absatz 2:

Der endgültige Titel wird in Abstimmung zwischen Autor und Verlag festgelegt, wobei der Autor dem Stichentscheid des Verlages zu widersprechen berechtigt ist, soweit sein Persönlichkeitsrecht verletzt würde.

Der erste Satz klingt nach eitel Sonnenschein. Der Titel des Werkes, das Vertragsgegenstand ist, wird also zwischen Autor und Verlag abgestimmt. Und weil sich vermutlich die meisten Autoren wünschen, dass der Titel, den sie sich für ihr Buch erdacht haben, am Ende auf dem Cover prangt, ist es doch schön zu lesen, dass der Autor sogar das letzte Wort hat.

Oder doch nicht? Da steht ja noch etwas von Stichentscheid des Verlags. Das bedeutet im Klartext, werden sich Autor und Verlag nicht einig, entscheidet der Verlag. Dem kann der Autor zwar widersprechen, aber nur, wenn sein Persönlichkeitsrecht verletzt wird, was nur selten der Fall sein dürfte.

Das letzte Wort hat also der Verlag. Anders gesagt, der Verlag wählt den Titel für das Werk. Hat der Autor einen Titel vorgeschlagen, der auch dem Verlag zusagt, ist alles super, wenn nicht, wird sich der Autor gewöhnlich mit dem Vorschlag des Verlags anfreunden müssen.

Und, wer es sich ehrlich eingesteht, wird zugeben müssen, dass das auch einleuchtend ist. Der Titel ist ein nicht unwesentlicher Aspekt der Platzierung und des Marketings. Beides ist Verlagssache. Der Verlag dürfte damit in der Regel die kompetentere Entscheidung treffen. Dass der Autor sicher dennoch nicht immer zufrieden ist, steht auf einem anderen Blatt.

Kaum ein Verlagsverantwortlicher wird sich letztlich einem partnerschaftlichen Austausch entziehen. Steht ja sogar im Vertrag.

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Ihr sollt sie preisen

Es ist wieder so weit! Ihr könnt bestimmen, wer am 15. Oktober dieses Jahres auf dem BuchmesseCon den Deutschen Phantastik Preis überreicht bekommt. In insgesamt zehn Kategorien könnt ihr euch entscheiden oder potentielle Preisträger vorschlagen. So etwa in den Kategorien Bester deutschprachiger Roman, Bestes deutschsprachiges Romandebüt, Bester internationaler Roman oder Beste deutschprachige Kurzgeschichte.

Die Jury hat bereits einige Vorschläge zur Entscheidung freigegeben, daneben könnt ihr in der Vorrunde, die bis zum 26. Juni läuft, aber auch eigene Vorschläge machen. In der Hauptrunde vom 9. Juli bis zum 31. August bestimmt ihr dann die Sieger.

Ich darf mich mit den vielen durch die Jury vorgeschlagenen Kollegen freuen, aber ebenso darüber, dass auch dieses Jahr ein Werk mit meiner Beteiligung auf der Liste steht. Die Geschichtenweberanthologie „Von Feuer und Dampf“ hat die Chance, beste Original-Anthologie/Kurzgeschichtensammlung zu werden.

Hier geht es zur Abstimmung.

Annalise-Wagner-Preis bis 15. März

In einer Mail der Annalise-Wagner-Stiftung wurde ich auf folgende Ausschreibung hingewiesen:

Die Annalise-Wagner-Stiftung aus Neubrandenburg schreibt in diesem Jahr zum 20. Mal den mit 2.500 Euro dotierten Annalise-Wagner-Preis für Texte aus der oder über die Region Mecklenburg-Strelitz im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern aus – und freut sich bis zum 15. März 2011 auf Bewerbungen und Vorschläge.

Der Annalise-Wagner-Preis wird seit 1992 vergeben an einen wissenschaftlichen, populärwissenschaftlichen oder belletristischen Text aller Gattungen und Genres, der inhaltlich auf die Region „Mecklenburg-Strelitz“ bzw. auf das Gebiet des historischen „Stargarder Landes“ Bezug nimmt oder der von Autoren verfasst wurde, welche in dieser Region leben. Der Text soll bereits publiziert sein (aber nicht älter als drei Jahre) oder als druckreifes Manuskript vorliegen.

Willkommen sind sowohl Eigenbewerbungen von Autorinnen und Autoren, als auch Vorschläge von Leserinnen und Lesern! Sie müssen der Annalise-Wagner-Stiftung zusammen mit einem Exemplar des Textes schriftlich bis zum 15. März vorliegen. Nach der Juryarbeit werden alle Manuskripte und Publikationen zurückgegeben. Die jährlich neu zusammengesetzte Jury wählt bis Juni 2011 die diesjährige Preisträgerarbeit aus und kann – zusätzlich zum Annalise-Wagner-Preis – eine mit 200 Euro dotierte „Lobende Anerkennung“ an junge Autoren (bis 27 Jahre) vergeben.

Mit der Preisvergabe und der öffentlichen Ehrung der Preisträger erfüllt die Stiftung ein Vermächtnis der verdienstvollen Neustrelitzer Heimatforscherin und Autorin Annalise Wagner (1903 – 1986). Der von Annalise Wagner testamentarisch gestiftete Literaturpreis setzt in diesem Jahr bereits zum 20. Mal ein Zeichen für den Wert von Texten für das Gedächtnis einer Region, für Literatur aus und über den Südosten Mecklenburg-Vorpommerns.

Mehr Infos gibt es in diesem PDF:

Annalise-Wagner-Preis_2011_Ausschreibung_PDF