Publizitiert: Fasziniert

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Publizitiert
(Foto: © EDHAR)

Bodo Lehrmann saß auf dem geschlossenen Klodeckel in seinem kleinen Badezimmer und schaute fasziniert zu, wie sich die metallene Trommel immer wieder in Bewegung setzte.

Aus: „Saubere Wäsche“ in „Futter für die Bestie

Cover Futter für die Bestie

Preiset sie!

Anna Koschka: Naschmarkt

Anna Koschka: NaschmarktHeute in einer Woche wissen wir schon Bescheid. Denn dann hat sie bereits stattgefunden, die Preisverleihung zum DeLiA 2013, die den (nach Meinung der Jury) besten deutschen Liebesroman des vergangenen Jahres kürt.

Erstmals werde ich anwesend sein. Nein, nicht meinetwegen. Es zieht mich zu den Liebesromantagen, weil auch Anna Koschka zu den Nominierten zählt, der ich (und ihr ja vielleicht auch) ganz  sehr (wie man in ihrer Heimatstadt Wien sagen würde) die Daumen drücke. Nicht zuletzt, weil sie meine pseudonyme Freundin ist (wie die meisten von euch wissen dürften), aber auch und vor allem weil ihr Roman „Naschmarkt“ es meiner Meinung nach verdient hat, bepreist zu werden.

Also, wünscht mir und Anna bitte eine schöne Zeit in Iserlohn und viel Erfolg. Danke!

Publizitiert: Würstchen

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„Hat dich der Meister ausgesperrt, oder was? Hockst vor dem Laden wie ein dummer Köter!“
„Was geht dich das an, du Zwerg?“ Der Geselle widmete sich wieder seinen Staubkritzeleien.
„Ich bin vielleicht klein“, antwortete Max, „aber dafür bin ich frei!“
„Frei, dass ich nicht lache!“ Klaus blickte kaum auf. „Du bist arm, das ist alles. Ein armes Würstchen.“

Aus: „Kesselchen“ in „Von Feuer und Dampf: Spiegelwelten 2“

Cover: Von Feuer und Dampf

Leipziger Spätlese

Star Ursula

Ich bin spät dran, die Leipziger Buchmesse liegt schließlich schon ein paar Tage zurück. Und auch jetzt ist meine Zeit etwas knapp bemessen. Deshalb will ich nicht lang schnacken und euch einfach mit ein paar Bildern (hoffentlich) erfreuen:

Seraph Preisverleihung
Preisverleihung zum Phantastikpreis Seraph
Die Vorsitzenden
Die Vorsitzenden der Phantastischen Akademie Natalja Schmidt und Oliver Graute
Kai Meyer
Bestes Buch: Kai Meyer: „Asche und Phönix“ (Carlsen)
Mechthild Gläser
Bestes Debüt: Mechthild Gläser: „Stadt aus Trug und Schatten“ (Loewe)
Jan Oldenburg
Bestes Debüt: Jan Oldenburg: „Fantastik AG“ (Piper)
Andrea Bottlinger
Andrea Bottlinger liest aus „Aeternum“ (Droemer Knaur)
Thomas Finn
Thomas Finn liest aus „Der silberne Traum“ (Ravensburger)
Jennifer Benkau
Jennifer Benkau liest aus „Dark Canopy“ (script5)
Gabriella Engelmann und Jakob M. Leonhardt
Gabriella Engelmann und Jakob M. Leonhardt lesen aus „Im Pyjama um halb vier“ (Arena)
Gabriella Engelmann
Gabriella Engelmann im Pyjama
Jochen Till
Jochen Till am dotbooks-Stand im Gespräch zu „Bekenntnisse eines Serienjunkies“
Serienjunkie
Ein Serienjunkie
Ursula Poznanski
Ursula Poznanski liest aus „Die Verratenen“ (Loewe)
Ursula Poznanski
Ursula Poznanski

Pünktlich …

Alle Morde wieder

Alle Morde wiederNein, keine Sorge, ihr seid noch nicht zu spät. Bis Weihnachten ist es noch ein bisschen hin. Aber es soll ja Leute geben, die – anders als ich – Weihnachtsgeschenke nicht erst auf den letzten Drücker besorgen. Die sind vielleicht jetzt schon auf der Suche nach dem einen Geschenk, das noch fehlt. Daher heute schon mein Tipp, wie ihr gleich mit einem Streich mehr als ein Dutzend meiner Kollegen in zum Anlass passender Weise an den oder die zu Beschenkende(n) bringen könnt. Richtig: Es geht um eine der vielen Weihnachtsanthologien, die jedes Jahr auf den Markt kommen. Aber diese ist in zweierlei Hinsicht besonders: Zum einen habe ich sie gelesen und kann sie daher empfehlen, zum anderen ist sie gar nicht neu auf dem Markt. Ich stellte sie letztes Jahr schon kurz vor, dieses Jahr gibt es sie nun auch als Taschenbuch, womit sie sich umso besser als Geschenk obendrauf oder für diejenigen eignet, deren Wert sich nicht in großen Euroscheinen messen lässt.

Große Namen wie Ursula Poznanski, Wulf Dorn oder Claudia Toman sorgen außerdem dafür, dass ihr Spannung und Qalität verschenkt. Klar, in einer Anthologie werden nie alle Geschichten gleich gut gefallen, aber hier haben wir es durchweg mit versierten Schriftstellern zu tun, die mit ihrem Können Weihnachten einen blutigen Anstrich geben.

Alle Autoren: Ursula Poznanski, Felicitas Mayall, Nicola Förg, Inge Löhnig, Sandra Lüpkes, Ann Cleeves, Regula Venske, Claudia Toman, Wulf Dorn, Isolde Sammer, Fran Ray, Leena Lehtolainen und Katharina Gerwens.

Ihr findet die Bücher, die unter der Herausgabe von Uta Rupprecht bei Wunderlich erschienen sind, natürlich überall im Buchhandel.

Bestellen bei Amazon:

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Messie

Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
© Marko Tomicic

Jep, ich bin gar nicht da, denn ich laufe gerade auf der Buchmesse herum. Heute ist mein erster offizieller Tag, denn ich bin gestern erst nach Frankfurt angereist, was gerade noch die Zeit ließ, gemeinsam mit meiner Liebsten auf eine Verlagsparty zu gehen (nein, Interna werden nicht verraten).

Heute also Messetag, viele Kollegen treffen, Lesungen hören, wichtige Gespräche führen, an Verlagsständen rumlungern, Bücher anschauen, Füße wundlaufen, Kollegen treffen, … Am Abend dann zum traditionelle China-Buffet (genau, mit vielen Kollegen) und anschließend zum Galaktischen Forum (richtig, auch eine Party).

Morgen zum BuCon in Dreieich. Im Prinzip ähnlich wie heute, nur in kleiner und gemütlicher. Anschließend … wie? Nein, keine Party, aber das traditionelle Dreieich-Abendessen mit den Geschichtenwebern.

Sonntag schließlich noch ein Buchmessetag (s. o.), allerdings diesmal in kürzer.

Auch euch ein schönes Wochenende!

Der Minitipp: Am Pranger

© Sanjay Deva
© Sanjay Deva
© Sanjay Deva

Niemand, der heutzutage (s)ein Werk selbst verlegt, sollte dafür von vornherein an den Pranger gestellt werden. Doch eines muss sich der Selbsverleger ernsthaft bewusst machen: Wer unabhängig veröffentlicht, gibt dennoch ein Recht ab – das Recht nämlich, einem anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben.

Sechser im Motto: Geschichtenweber-Spezial

Sechser im Motto, Foto: javarman
Sechser im Motto, Foto: javarman
© javarman

Sechs Geschichtenweber habe ich gebeten, die folgende Frage zu beantworten:

Frage:
Wenn ein Fantasy-Verlag dich bitten würde, den neuen Völkerroman (Die Orks, Die Trolle, …) mit dem Titel „Die Geschichtenweber“ zu schreiben, wie würdest du einem Dritten das Volk der Geschichtenweber, wie es in deinem Roman vorkommen soll, beschreiben?

Melanie Metzenthin

Geschichtenweber, der, weibl. Form Geschichtenweberin, die (im Folgenden wird der Einfachheit halber das Maskulinum verwendet)
Spezies, die sich vorwiegend in geschlossenen Räumen aufhält, meist in der Nähe zu elektronischen Datenverarbeitungsgeräten, Schreibmaschinen oder in ihrer altmodischen Urform auch mit Notizblock bewaffnet. Zeitweise trifft man Geschichtenweber auch in freier Natur, dann oftmals an Orten die sich „Convention“ oder „Buchmesse“ nennen, wo sie sich dem mysteriösen Ritual der „Lesung“ hingeben – Sinn und Zweck derselbigen ist der Wissenschaft bis heute weitestgehend unbekannt, da Lesungen oftmals genauso viel Eintritt kosten wie der Erwerb des gesamten Buches, aus dem der Geschichtenweber aber nur einen Teil vorträgt und dann an der spannendsten Stelle abbricht.
Geschichtenweber hassen die Kälte, weshalb man schon in der Frühzeit ihrer Entwicklung vereinzelte Exemplare in der Nähe antiquierter Heizungen fand, den sogenannten „Lagerfeuern“, an denen sie ihre Geschichten mündlich zum Besten gaben. Waren die Geschichten gut, erhielten sie dafür im Anschluss oft ein Stück Grillfleisch. Waren sie schlecht, wurde der Erzählfluss sofort durch einen glühenden Holzscheit unterbrochen. Daher rührt der Ausdruck „sich den Mund verbrennen“.
Geschichtenweber paaren sich sowohl untereinander als auch mit Artfremden. Da sie sich jedoch meist intensiv um ihren Nachwuchs kümmern und ihm Geschichten erzählen, wird das Geschichtenweber-Gen auch in Mischehen meist sehr frühzeitig bei den Kindern aktiviert. Oftmals sehr zum Verdruss der Umwelt zeitgleich mit dem „Plapper-Gen“. Besonders betroffene Geschichtenweberkinder machen oft Karriere in der Boulevard-Presse.

Bernhard Weißbecker

Über die Geschichtenweber

Die Geschichtenweber sind ein weit zerstreutes Volk, das sich an den zahlreichen Verästelungen des großen Stromes Tenretni niedergelassen hat.
Die Ursprünge des Volkes liegen im Dunkeln. Manche sagen, dass die Urväter der Geschichtenweber damit begannen, zu ihrer eigenen Freude oder für Freunde und Verwandte Erzählungen zu ersinnen. Doch der große Gartni umgarnte sie und versprach ihnen, ihre Werke mittels der Schwarzen Kunst über die ganze Welt zu verbreiten und sie zu Macht und Reichtum zu führen. Zu spät erkannten sie, dass ihr Idol seine eigenen Pläne verfolgte, und nur eine kleine Schar von Adepten konnte der totalen Vernichtung entkommen, als Gartni in den Abgrund des Vergessens geworfen wurde. Heute nennen sie seinen Namen nicht mehr.
Die entkommenen Adepten führten ihre Kunst fort und schufen neue Geschichten und Erzählungen, doch nun bemühten sie sich, die Welt mit ihren Werken zu bereichern statt sie zu beherrschen.
Viel Wasser ist seitdem den Tenretni hinuntergeflossen, und die Geschichtenweber haben stark an Zahl zugenommen. Man begegnet ihnen jedoch selten, denn sie verbringen viel Zeit zu Hause an ihren Schreibtischen, wo sie sich ihrer Kunst widmen. Nicht wenige von ihnen leben dort in einer seltsamen Vertrautheit mit Katzen oder Hunden, die ihnen (wie sie glauben) zu Ausgeglichenheit und Inspiration verhelfen.
Um trotz ihrer zurückgezogenen Lebensweise untereinander in Kontakt zu bleiben, nutzen sie verschiedene Techniken, mit denen sie aus der Ferne miteinander kommunizieren können. Für Außenstehende mögen diese Fertigkeiten fast wie Magie erscheinen, insbesondere das Koobecaf und die Liam-E. Wenn sie unter sich sein wollen, ziehen sie sich in ein Murof zurück. So gelingt es ihnen, sich immer wieder in kleinen Gruppen zusammenzurotten, um sich gemeinschaftlichen Arbeiten zu widmen, die sie hochtrabend Projekte nennen. Innerhalb dieser Gruppen herrscht eine fast schon überschwängliche Kollegialität, denn jeder, der seine Mitstreiter um Kommentare und Kritik zu seinen Machwerken bittet, erhält mehr davon, als er erwartet hätte (und tatsächlich oft auch mehr als er haben möchte). Erst wenn sie ein Projekt beendet haben, verlassen sie ihre Schreibtische, um Versammlungen abzuhalten, die sie Noc nennen.
Durch ihren unermüdlichen Arbeitseifer haben die Geschichtenweber mittlerweile schon etliche ihrer Projekte erfolgreich abgeschlossen, und ihre Taten sind nicht länger nur den Weisen bekannt. Denn zumindest einige von ihnen haben Werke vollbracht, mit denen sie sich einen Platz unter den Großen dieser Welt errungen haben.

Nadine Muriel

„Die Geschichtenweber?“ Pebbling schmatzte und kratzte sich an seinem ausladenden Hinterteil. „Heimtückisch wie zwanzig Elben und angriffslustig wie eine Armee besoffener Zwerge. Legt euch bloß nicht mit denen an.“
Gork schob sich ein Stück rohes Fleisch in den Mund. Kauend erklärte er: „Es gibt keine andere Möglichkeit. Wir müssen sie bekämpfen. Und deswegen will ich möglichst viel über sie herausfinden.“
„Kämpfen? Gegen die? Vergiss es!“ Pebbling brüllte vor Lachen. „Die kann man nicht wie Trolle in einer Schlucht zusammentreiben. Städte, die man niederbrennen kann, haben sie auch nicht. Ihre Zusammenkünfte finden in einem rein ätherischen Raum statt. Internet nennen sie ihn. Dort verknüpfen sie sich geistig miteinander und hecken die verrücktesten Dinge aus. Kreieren Welten, erschaffen Kreaturen – alles natürlich auf einer rein phantastischen Ebene, versteht sich. Und dadurch nicht angreifbar.“
„Hm. Das erinnert mich an die Elben. Ein paar harmlose Lyra- und Stiftknutscher, weiter nichts? Und vor denen habt ihr Alten solche Angst?“ Gork rülpste und versetzte Pebbling einen Stoß.
„Eben nicht! Die Geschichtenweber sind auch in unserer Welt äußerst kampffreudig. Du solltest sie erleben, wenn sie gemeinsam auf einen Druckkostenzuschussverlag losgehen. Ein Ork mit Hirnfieber ist nichts dagegen. Kurzum: Eine schreckliche Bande! Untereinander zanken sie ständig, aber wehe, einer von ihnen gerät in Schwierigkeiten, vielleicht mit einem Herausgeber oder einem Verleger … Dann halten sie zusammen wie Pech und Schwefel. Und genau diese Einigkeit macht sie unbesiegbar.“
„Du meinst also, wir haben keine Chance?“
„Es gibt eine Möglichkeit …“ Gork senkte die Stimme zu einem Flüstern. „Einmal im Jahr materialisieren sie sich gemeinsam auf einer Veranstaltung namens BuchCon in Dreieich, um stundenlang aufeinander einzuschwafeln. Scheint ein geheimes Ritual von ihnen zu sein. Dort könnte man sie überfallen und …“

Stefan Cernohuby

Die Geschichtenweber sind ein sehr ambivalentes Völkchen. Es gibt sie in allen Größen und Formen und in jedem Alter. Sie beschäftigen sich allesamt mit dem geschriebenen Wort. Doch auch wenn diese Spezies thematisch die gesamte Bandbreite abdeckt, finden sich auch die verschiedensten Individuen regelmäßig zu Gemeinschaftsarbeiten zusammen, wenn jemand eine gute Idee hat und sich dann auch auf die Füße stellt, um sie umzusetzen. Ich glaube, das ist das einzige Manko des Volks der Geschichtenweber – es ist immer schwer, jemanden zu finden, der auf den Tisch schlägt und Verantwortung übernimmt. Wenn das aber doch passiert, ist das Resultat der Arbeit dieses überaus kreativen Volkes stets herausragend. Und um eine solche Arbeit geht es auch in meinem Roman…

Maike Schneider

Die Geschichtenweber sind ein kleiner, unbeugsamer Stamm junger, kriegerischer, engagierter Autoren mit einem Hang zur Phantasie, manchmal ausufernden Adjektiven, und ständig bereit, sich den Kopf zu zerbrechen und verrückte Projekte nicht nur in Gang, sondern auch umzusetzen.
Das ganz Besondere an ihnen ist, dass sie nicht an einem Ort sein müssen, um zu interagieren, sondern sich einen virtuellen Platz geschaffen haben, an dem sie leben, miteinander arbeiten und sich austauschen können.
Als Untergrundkämpfer erobern sie langsam, aber sicher die Welt; neue Stammmitglieder finden sich ein, wenige verlassen sie auch wieder, bleiben ihnen jedoch in der Regel freundschaftlich verbunden. Wer dem Stamm nicht passt, wird ausgemerzt, auf die ein oder andere Weise.
Die Voraussetzungen, um Stammmitglied zu werden, sind deren wenige, aber deshalb umso wichtiger: muntere Gesinnung, ein reichliches Maß an Phantasie, Toleranz und Kritikfähigkeit (siehe Punkt ausmerzen), Engagement, Neugier und Zuneigung zu den Menschen.
Der typische Geschichtenweber zeichnet sich durch eine technische Affinität aus, den Mut, Träume und Gedanken in Worte zu fassen, und die Fähigkeit, mit anderen Menschen (Trollen, Geistern und anderen merkwürdigen Wesen) kommunizieren zu können und wollen.
Er ist ein gefährlicher Geselle, der weiß, dass Worte Schwerter sein können, und dies manchmal ein wenig leichtfertig, aber selten unbedacht einsetzt.
Er ist ein liebenswerter Geselle, der Welten erschafft, wo andere nur Träume hege, und dafür sorgt, dass sich alle darin wohlfühlen, am meisten er selbst.
Ansonsten isst und trinkt er gern, schläft auf auf weichen Matratzen und hat die besten Ideen, wenn man ihn nur lässt.

Michael Buttler

Die Geschichtenweber: Wenn die tumben Krieger der Steppe, die Erz hämmernden Zwerge in den Bergen, die Pfeile schnitzenden Elfen in den Wäldern es am wenigsten erwarten, dann stehlen sie sich unter diese Völker und versuchen, sie zu unterwandern. Zuerst taucht da ein einzelner Geschichtenweber auf, schaut sich um und sondiert die Lage. Nach ihm folgen andere, und ehe es sich Krieger, Zwerge und Elfen versehen, sind „Die Weber“, wie sie an schauerlichen Abenden am Lagerfeuer genannt werden, allgegenwärtig. Sie sehen aus wie harmlose Menschen, unterminieren die Stämme jedoch in Windeseile, verbreiten Geschichten über Liebe, Halunken und Helden. Niemand kann sich dieser fremden Poesie entziehen. Ein einfaches Kriegergemüt verstrickt sich in die Handlung. Ein Zwerg fühlt sich von den Tonnen des Granits, die ihn begruben, befreit. Der Elf verliert sein außerordentliches Selbstverständnis und nimmt neben sich auch andere wahr.

Den Webern geling es, die Völker über ihre Geschichten miteinander zu verbinden, und so weben sie von einem Landstrich zum anderen eine Welt nach ihren Vorstellungen.

Vielen Dank an die teilnehmenden Autorinnen und Autoren!

Mehr Sechser!

Möwen gelandet

Regine Kölpin (Hg.): Muscheln Möwen, Morde

Regine Kölpin (Hg.): Muscheln Möwen, MordeSchon gesehen? Die Ostseekrimis sind jetzt bei amazon bestellbar.

Muscheln, Möwen, Morde:

So friedlich die seichten Wellen der Ostsee auch an die Strände rollen, so tödlich sind doch die Geschichten der Autoren dieser Anthologie. Seeglasscherben werden in Grömitz zu einem Hinweis auf ein Verbrechen aus längst vergangener Zeit , eine Bombe lauert in Nienhagen und eine längst vergessen geglaubte Geschichte lässt den Hass in Kühlungsborn erneut hohe Wogen schlagen.
Mit von der mörderischen Partie sind deutsche Krimiautoren wie Tatjana Kruse, Eva Almstädt, Klaus-Peter Wolf, Richart Birkefeld, Regine Kölpin, Conny Kuhnert, Jobst Schlennstedt, Thomas Nommensen und viele andere.

 

Belegte Ziele

Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
© Marko Tomicic

Was gibt es Neues von meinem Schreibtisch? Nun, zum einen sind dort die Belege von Muscheln, Möwen, Morde aufgeschlagen. Das Buch sollte also ganz demnächst offiziell lieferbar sein.

Zum anderen sieht es seit gestern ganz danach aus, als sollte ich tatsächlich ziemlich bald mein größtes Ziel für dieses Jahr erreichen. Bin selbst noch ganz überrascht, will aber noch nichts verraten, bevor es offiziell ist. Immerhin haben erstaunlicherweise mein Pseudonym Ben Philipp und eine gewisse Anna Koschka eine entscheidende Rolle dabei gespielt.

Anna Koschka kommt!

Anna Koschka: Naschmarkt

Anna Koschka: NaschmarktNur noch ein knapper Monat vergeht bis zum offiziellen Erscheinungstermin (03.08.2012)! Dann kommt er endlich in die Läden – seien sie nun vorort oder virtuell –, der lang erwartete Erstling von Anna Koschka: „Naschmarkt„.

Lang erwartet? Das Debüt einer Autorin? Kauft man da nicht die Koschka im Sack?

Nun, zunächst einmal muss ich eingestehen — manchem wird es nicht entgangen sein –, dass ich auch privat eine gewisse Zuneigung zu dieser reizenden Dame empfinde, was aber hier nicht das Thema sein soll. Immerhin ließe sich dadurch eine ebenso gewisse Voreingenommenheit ableiten, die ich auch gar nicht abstreiten will.

Glücklicheweise muss sich niemand allein auf mein Urteil verlassen (obgleich es sich durchaus durch Vorablesen gebildet hat). Da wäre zunächst die Tatsache, dass Anna Koschka bereits mit einer entzückenden Kurzgeschichte in der Anne-Hertz-Anthologie „Junger Mann zum Mitreisen gesucht“ auf sich aufmerksam gemacht hat. Ihren Beitrag „Ein Mann für griechische Stunden“ können E-Book-Leser übrigens auch einzeln erstehen.

Nicht zu vergessen, dass „Naschmarkt“ zwar der erste Roman Anna Koschkas ist, die Autorin aber bereits auf drei veröffentlichte Romane zurückblicken kann, die unter ihrem Realnamen Claudia Toman veröffentlicht wurden. Ihren zweiten habe ich sogar hier auf dem Blog besprochen.

Wer sich darüber hinaus die Ankündigung auf der Verlagshomepage ansieht, stößt unweigerlich auf die Meinungen dreier namhafter Kolleginnen, die dort ihrer Begeisterung Ausdruck verleihen: Kerstin Gier, Gabriella Engelmann und Andrea Koßmann. Dort heißt es über „Naschmarkt“:

Dotti Wilcek hat der Männerwelt abgeschworen. Endgültig! Wer könnte weniger geeignet sein, eine Internetdatingagentur zu testen? Doch Dottis bissiger Blog über Männer, Mauerblümchen und Flirten für Anfänger spricht einer ganzen Generation von netzgeplagten Singles aus dem Herzen …

„Schon lange wollte ich nicht mehr so unbedingt in eine Geschichte hineinklettern wie in diese hier.“ Kerstin Gier

„Dotti ist das schärfste Mauerblümchen der Welt: charmant, klug und witzig.“ Gabriella Engelmann

„Sind wir nicht alle ein bisschen Dotti?“ Andrea Koßmann

Schließlich dürfte das schlagendste Argument die Leseprobe sein. Also, lest doch mal rein!