Schon überarbeitet? Pausen machen

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Schon überarbeitet?
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Tippi, die ihr vielleicht noch aus früheren „Schon überarbeitet?“-Artikeln kennt, hat im Unterschied zu mir keine Zeit vergehen lassen. Als der ebenfalls bekannte Herr Schultertipper ihr von den möglichen drei Überarbeitungsschritten erzählt hatte, in denen sie sich nacheinander um Inhaltliches, Stilistisches und Grammatikalisches kümmern könnte, wollte sie sich sofort an die Arbeit machen.

„Stopp!“, rief da der Schultertipper. „Warum so eilig?“
Tippi aber wunderte sich, was der Kerl gegen ihren Arbeitseifer haben könnte. Der wiederum erklärte ihr, sie müsse zunächst einmal eine Pause einlegen, den Text, den sie doch gerade erst geschrieben habe, ruhen lassen, Abstand gewinnen. So viel wie möglich (wenigstens ein paar Tage, besser ein paar Monate), falls nicht viel Zwingenderes als die eigene Ungeduld dem im Wege stünde.

Es ginge darum, dem Text mit so fremdem Blick wie nur möglich wiederzubegegnen, damit sie nicht mehr lese, was sie schreibend gemeint habe, sondern nur, was dort tatsächlich stehe. Dieser Schritt, die Pause für den Text, sei wichtiger Bestandteil der Überarbeitung und auf keinen Fall zu vernachlässigen. Tatsächlich könne man ihn im weiteren Verlauf gern noch einige Male wiederholen, etwa vor jedem weiteren Überarbeitungsschritt.

Ihre Ungeduld, sagte er Tippi, als er die Enttäuschung in ihren Augen sah, könne sie am besten dadurch zügeln, indem sie sich inzwischen einem anderen Text widme: einem, der noch geplant, geschrieben oder nach seiner Pause nun überarbeitet werden müsse.

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Das sagt Anna Koschka

Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch
(Foto: © Marko Tomicic)

Anna Koschka ist die Erste, die mir in der neuen Interviewreihe bei „Hilfe für Autoren“ einige Fragen beantwortet, die ihre Sicht auf die Freuden und Schwierigkeiten des Autorendaseins, das Schreiben und das Veröffentlichen beleuchten sollen.

Ich empfehle, Tag und Nacht Geschichten zu konsumieren. Bücher lesen, Filme, Serien, Dokusoaps schauen, ins Theater gehen, Videospiele, Rollenspiele, alles, was mit Dramaturgie zu tun hat.

(Anna Koschka)

Monatlich soll es nun ein weiteres Inteview geben, wer als nächstes ausgequetscht wird, verrate ich aber nicht, weiß ich es doch selbst noch nicht. Also, nicht ungeduldig werden und erst einmal dem Link zu

Das sagt Anna Koschka

folgen.

Appropos Anna Koschka: Ich freu mich schon riesig aufs diesjährige Schreibexil! Das findet nämlich ebenfalls diesen Monat statt. Schade, dass wir noch nicht zu dessen Mitte vorgedrungen sind, genau dann geht es nämlich los!