Furcht

Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
© Marko Tomicic

Nachdem ich diese Woche den von mir irgendwann einmal mehr oder weniger willkürlich geplanten Gesamtumfang meines Ratgebermanuskripts überschritten habe, bin ich fast ein bisschen froh, trotzdem noch nicht fertig zu sein. Denn irgendwann in gar nicht mehr allzu ferner Zukunft ist es dann so weit, und ich muss das Ding überarbeiten. Keine Ahnung, was mich auf den ersten Seiten erwartet. Ist schon so ewig her. Ich fürchte mich ein wenig davor.

Entern: Band für Band

Entern, Foto: Patryk Kosmider
Entern, Foto: Patryk Kosmider
© Patryk Kosmider

Ehrlich gesagt, jetzt, da dieser Artikel an der Reihe ist, frage ich mich selbst, was ich dazu schreiben soll. Na, wir werden sehen, ob möglicherweise sogar etwas Brauchbares zusammenkommt.

Über Reihen und Serien haben wir schon gesprochen, weshalb ich sie hier ausklammern will, obwohl man natürlich auch hier bei den einzelnen Teilen von Bänden spricht, sofern wir uns auf verschriftlichte Werke beziehen.

Gleichwohl trennt man gewöhnlich Romane, die als Mehrteiler erscheinen (man nennt sie auch Romanzyklen), deutlich von Reihen oder Serien. Wie sinnvoll das ist, mag jeder selbst entscheiden, denn in Wahrheit lässt sich kaum ein ausschließliches Kriterium finden, das das eine deutlich vom anderen abgrenzt. So gilt auch für die folgende Liste, dass keines ihrer Elemente automatisch bedeutet, wir hätten es mit einem Zyklus zu tun, keinesfalls mit einer Reihe oder Serie (beides könnte man auch einfach als Oberbegriff betrachten). Ebensowenig ist garantiert, ein Werk, das als Zyklus bezeichnet wird, weise all diese Eigenschaften auf.

Als mehr oder weniger typisch für mehrteilige Romane (wie sie uns allen voran die Fantasyliteratur beschert) im Vergleich zu Serien/Reihen kann immerhin betrachtet werden:

  • Romanzyklen stammen in der Regel aus der Feder eines Autors/einer Autorin,
  • Romanzyklen umfassen in der Regel wenige Teile (Zweiteiler [selten: Dilogie], Trilogie, Tetralogie, Pentalogie, …),
  • die einzelnen Teile entsprechen im Umfang vollständigen Romanen.

Wer einen Romanzyklus verfassen will, kann sich ansonsten durchaus an dem orientieren, was ich zur Serie geschrieben habe: Mehrteiler erzählen meist eine fortlaufende Geschichte. Ein Spannungsbogen verläuft also vom Beginn des ersten Teils bis zum Ende des letzten. Je nach Konzept ist jeder einzelne Teil außerdem mehr, weniger oder gar nicht in sich abgeschlossen.

Es kommt allerdings durchaus vor, dass Mehrteiler eher einem Reihenkonzept ähneln. Hier sind es dann nur bestimmte Rahmenbedingungen, die den Zusammenhang der einzelnen Teile begründen, etwa lokale oder personale Übereinstimmngen, während das Erzählte ansonsten vollkommen für sich steht.

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Die verkannte Novelle

Hartnäckig hat sich die Auffassung durchgesetzt, eine Novelle sei eine Erzählform, die im wesentlichen durch ihre Länge bestimmt wird. Sie sei eben ein Zwischending, das zwischen Roman und Kurzgeschichte angesiedelt ist.

Nun liegt man ja so falsch damit nicht, denn tatsächlich ist die Novelle in der Regel weniger umfangreich als ein Roman, doch eben auch länger als die durchschnittliche Kurzgeschichte. Damit überschneidet sie sich mit der Erzählung im engeren Sinn (also nicht als übergeordneter Begriff).

Im ursprünglichen Sinn zeichnet sich die Novelle aber durch eben die namensgebende Neuigkeit aus, die nicht besonders dramatisch sein muss, aber den Protagonisten aus seinem gewohnten Lebensumfeld zieht und eine Reihe von Ereignissen in Gang setzt.

Während Kurzgeschichten und Romane auf einem zentralen Konflikt basieren und dem Ziel, diesen Konflikt zu lösen, ist die Neuigkeit in der Novelle eher ein Aufhänger, der Anlass für den Prota, an seinem bisherigen Leben etwas zu ändern. Einen echten zentralen Konflikt muss es nicht geben, die Novelle strebt nicht auf eine Lösung zu, sondern von einem Ausgangspunkt weg.

So könnte ein Gespräch mit einem Weltenbummler einen eher sesshaft veranlagten Protagonisten zum Träumen bringen. Immer deutlicher fühlt er in seiner Heimat ein Unwohlsein, bis er schließliche einfach seine Koffer packt, um eine Weltreise zu unternehmen.

Für die Novelle ist also wichtiger, wie das auslösende Ereignis auf den Prota wirkt und welche Folgen es nach sich zieht, als die Frage, ob und wie er ein essentielles Ziel erreicht.

Wenn Peter von seiner Frau verlassen wird, kann das einen Konflikt in ihm auslösen. Er will nicht einsam sein und sie zurückerobern. Die Kurzgeschichte oder der Roman erzählen, wie Peter versucht, diesen Konflikt zu lösen, wie er also seine Frau zurückgewinnen will und ob und wie das funktioniert. Am Ende hat Peter seine Frau entweder zurückerobert oder hat sie endgültig verloren.

In der Novelle aber würde diese Neuigkeit in Peters Leben ihn zum Nachdenken über sein bisheriges Leben anregen und Konsequenzen nach sich ziehen. Er würde sich kein Ziel stellen, sondern einfach etwas verändern. Zum Beispiel all die Träume verwirklichen wollen, die er bisher zugunsten der Ehe nie in Erwägung gezogen hat. Vielleicht kauft er sich endlich das Modellflugzeug, das er immer nur im Geschäft bewundert hat. Je häufiger er damit spielt, desto mehr wünscht er sich, einen echten Flieger zu pilotieren. Er nimmt Flugstunden …

Eine typische Ausgangslage für eine Novelle finden wir recht häufig in Filmen: Der Protagonist erfährt von heute auf morgen, dass er unheilbar an einer tödlichen Krankheit erkrankt ist. Natürlich ist das an sich ein dramatischer Konflikt, aber keiner, der sich als zentraler Konflikt, den es zu lösen gilt, anbietet. Der Tod des Protas ist vorgezeichnet. Die Nachricht davon eignet sich also gerade deshalb sehr gut für eine Novelle.

Besonders fein gesponnen sind meiner Meinung nach aber die Novellen, deren Neuigkeit eine scheinbar unbedeutende ist und bei der die Veränderungen, die sie bewirkt, sich schleichend einstellen.

Tagesziel

Seit ich meine Schreibprojekte gründlicher plane und besser organisiere, setze ich mir Tagesziele. Nicht jeden Tag neu, sondern gleichbleibend für die geplante Dauer des Schreibprojekts.

yWriter ist da sehr hilfreich. Man kann dort den Umfang (Anzahl der Wörter) des geplanten Manuskripts eingeben, dazu den geplanten Schreibzeitraum, das Programm errechnet, welche Wortanzahl man dementsprechend pro Tag bewältigen muss.

Natürlich berechnet das Programm in Abhängikeit des bereits Geschriebenen stetig neu. Ist man also den Zielvorgaben voraus, nimmt die täglich zu schreibende Wortanzahl ab, hängt man hinterher, nimmt sie zu.

Nebenbei zeigt yWriter dem Autor einen Fortschrittsbalken, die Anzahl der insgesamt bereits geschriebenen Wörter, die Anzahl der noch zu schreibenden Wörter und die Anzahl der Tage, die einem dazu noch zur Verfügung stehen. Aber das nur am Rande.

Worum es mir eigentlich geht, ist die persönliche Motivation. Es dürfte jedem klar sein, dass ein großes Projekt, sicher nicht nur, aber eben auch für einen Autor jede Menge tägliche Motivation erfordert. Gerade am Anfang scheint die zu bewältigende Arbeit riesig, der Fortschritt mäßig. Sich kleine, schrittweise Ziele zu setzen, ist nun wirklich kein Rat, der neu erfunden werden müsste.

Was mir aber interessant erscheint, ist die Wahl solcher Tagesziele hinsichtlich des Umfangs. Wenn mein Projekt nicht durch einen Abgabetermin begrenzt ist, der mir klar einen Zeitrahmen und damit auch das notwendige tägliche Arbeitsziel vorgibt, mag ich es lieber, wenn ich mir kleinere Ziele stecken kann, denen ich vorauseilen will. Ich weiß von anderen, dass sie mehr Motivation daraus schöpfen, wenn sie sich selbst drängeln müssen.

Soll heißen, wenn ich die Wahl habe und weiß ich könnte auf die Woche gesehen pro Tag beispielsweise 1000 Wörter schreiben, wenn ich die Schreibarbeit nicht durch Recherchen oder ähnliches unterbrechen muss, würde ich mir lieber ein Tagesziel von 800 Wörtern oder weniger vornehmen und jeden Tag als Erfolg feiern, an dem ich dieses Ziel übertrumpfe.

Wenn ich dagegen des Öfteren mein Tagesziel nicht erreiche (wieder vorausgesetzt, es drückt kein Abgabetermin), dann verliere ich schnell die Motivation.

Mir erscheint das auch vollkommen logisch, aber es gibt eben auch diejenigen, bei denen es sich genau umgekehrt verhält. Wie sieht es bei euch aus?

Gustav-Regler-Preis bis 31.12.10

GUSTAV-REGLER-PREIS der Kreisstadt Merzig
&
GUSTAV-REGLER-FÖRDERPREIS des Saarländischen Rundfunks (SR)

Die Kreisstadt Merzig verleiht gemeinsam mit dem Saarländischen Rundfunk in Würdigung von Werk und Lebensgeschichte des Schriftstellers Gustav Regler, zur Anerkennung literarischer Verdienste um interkulturelle und internationale Verständigung sowie zur Förderung junger Autoren den Gustav-Regler-Preis der Kreisstadt Merzig und den Gustav-Regler-Förderpreis des SR. Diese Preise werden alle drei Jahre am Geburtstag Reglers in Merzig verliehen.

Der Hauptpreis der Kreisstadt Merzig ist mit 5.000 Euro, der Förderpreis des SR mit 2.500 Euro dotiert.

Mit dem Hauptpreis wird eine bereits erbrachte herausragende literarische Leistung prämiert. Beide Preise dürfen auch Übersetzer auszeichnen und Autoren, die sich reportageliterarischer oder essayistischer Formen bedienen. Das Schwergewicht bei der Beurteilung soll auf der literarischen Qualität liegen.

Eine mehrmalige Auszeichnung derselben Person mit dem selben Preis ist ausgeschlossen, ebenso eine Vergabe an juristische Personen oder Institutionen.

Der Gustav-Regler-Förderpreis des SR ist eine selbständige Auszeichnung im Rahmen des von der Kreisstadt Merzig verliehenen Gustav-Regler-Literaturpreises. Mit dem Förderpreis wird ein „junger“ Autor ausgezeichnet für einen deutschsprachigen Text von max. 20 Seiten Umfang (pro Seite 30 Zeilen à 60 Zeichen), der sich in literarisch überzeugender Weise
– mit dem Werk von Gustav Regler auseinandersetzt oder
– eine eigenständige Arbeit in der Nachfolge des saarländischen Autors und Weltbürgers darstellt.

Für die Nachfolge können thematische, biografische, interkulturelle oder regionalgeografische Kriterien heran gezogen werden. Unter „jung“ sind Autoren zu verstehen, die nicht mehr als drei eigenständige Veröffentlichungen vorweisen sollten.

Der SR hat das Recht, den Text des Förderpreisträgers einmalig zu senden. Autoren, die sich um den Förderpreis bewerben, schicken ihre Texte bis zum jeweiligen angegebenen Einsendetermin an die Stadtbibliothek Merzig, Stichwort „Regler-Förderpreis des Saarländischen Rundfunks“ (Adresse s. unten).

Über die Vergabe der Preise entscheidet eine Jury, die vom Oberbürgermeister berufen wird. Ein (nicht abstimmungsberechtigter) Moderator, der vom Oberbürgermeister bestimmt wird, leitet die Sitzung.

Der Jury gehören an:
– der vorherige Preisträger (im Vertretungsfall der Förderpreisträger)
– der Oberbürgermeister der Kreisstadt Merzig oder sein Beauftragter
– ein Vertreter des Saarländischen Rundfunks von SR2 Kultur-Radio
– ein Vertreter der Regler-Forschungsstelle der Universität des Saarlandes
– ein Vertreter der saarländischen Schriftstellerverbände
– ein Vertreter aus dem Bereich der Literatur von Elsass oder Lothringen
– ein Vertreter aus dem Bereich der Literatur aus Luxemburg
Die Jury tagt nichtöffentlich. Die Mitglieder der Jury sind zur Verschwiegenheit über den Verlauf der Beratungen verpflichtet. Die Auswahl der Preisträger ist schriftlich zu begründen. Ein Rechtsanspruch auf Verleihung der Preise besteht nicht. Ansprüche aus §§ 657-661 BGB sind nicht ableitbar.

Vorschlagsberechtigt ist jedermann, allerdings ist eine schriftliche Begründung erforderlich. Vorschläge für den Hauptpreis und Bewerbungen für den Förderpreis sind zu richten an die

Stadtbibliothek der Kreisstadt Merzig
Hochwaldstr. 47
66663 Merzig.

Eigenbewerbungen für den Hauptpreis sind ausgeschlossen.

Die Preisverleihungen finden im Rahmen einer Feierstunde statt. Den Förderpreis überreicht ein Vertreter des Saarländischen Rundfunks.

Einsendeschluss für Vorschläge und Bewerbungen ist der 31.12.2010 (Datum des Poststempels).

Die Personenbezeichnungen in männlicher Form gelten in der weiblichen Form entsprechend.

Für Rückfragen: StadtBibliothek Merzig, Hochwaldstr. 47, 66663 Merzig, Telefon: 06861/85394, stadtbibliothek@merzig.de

Quelle: Uschtrin

TeVeRo: Ein Test zum Spaß

Ich habe heute ein kleines Spaßprojekt begonnen. Nichts, was mich Arbeitszeit kostet. Dennoch ist es gleich in zweierlei Hinsicht sinnvoll. Zum einen Sinn will ich nichts sagen, ist auch eher privat, zum anderen erprobe ich damit die Autorensoftware TeVeRo und will davon hin und wieder auf diesem Blog berichten.

TeVeRo ist Freeware für Windows und lässt sich zum Beispiel hier und hier kostenlos herunterladen. Leider wartet das Programm gleich mit einem großen Manko auf, das sich im TeVeRo-Forum von kurzgeschichten.de nachlesen lässt. Dort schreibt Entwickler Matthias Kahlow am 17.01.2009:

Die Entwicklung ist momentan eingestellt, ja. Liegt zum Einen daran, dass ich kaum Zeit dafür habe, und zum Anderen, dass mir der Quellcode bei einem Festplattencrash flöten gegangen ist.

Wer sich dennoch für dieses Programm entscheidet, muss also wissen, dass er mit eventuellen Schwächen und Bugs vorraussichtlich langfristig leben muss. Aber möglicherweise überwiegen ja die Stärken.

Auf mich machte das Programm aber heute gleich einen guten Eindruck. Ob sich der bestätigt, werden wir sehen. Ein erster Versuch nach der Installation, in einem neu angelegten Projekt einen Charakter anzulegen, scheiterte leider. War aber kein Problem. Nach der Installation lässt sich das Programm zwar gleich starten, doch ein Windows-Neustart ist empfehlenswert. Danach ging alles glatt.

Anders als yWriter und Storybook ist TeVeRo ein recht schlankes Programm. Das betrifft nicht nur den Speicherbedarf (da unterbietet es yWriter nur unwesentlich), sondern vor allem die Funktionen.

Das mag nach Kritik klingen, ist aber nicht so gemeint.
Zum einen wird mancher Autor die Übersichtlichkeit schätzen. TeVeRo unterscheidet sich in der Ansicht kaum von der gewohnten Textverarbeitung. Die Textverarbeitung stellt auch das Herzstück des Programms dar.
Zum anderen baut TeVeRo im Unterschied zu den genannten Kontrahenten nicht auf Szenen- und Kapitelplanung auf, was je nach Geschmack als Vor- oder Nachteil empfunden werden kann.

 

TeVeRo
TeVeRo Screenshot: Klick für großes Bild

Zum normalen Texteditorfenster gesellt sich auf der rechten Seite einfach eines von vier möglichen Aufgabenfenstern:

  1. zum Ablauf, das neben der Möglichkeit, eine Prämisse zu formulieren, das Plotten und die Übersicht durch frei wählbare Handlungspunkte möglich macht (s. Screenshot), die sich über Lesezeichen mit Textstellen im Manuskript verknüpfen lassen,
  2. zu den Figuren, die in frei wählbare Gruppen aufgeteilt werden können (etwa Hauptfiguren, Nebenfiguren, Familie von Hannah, die Bluthundgang usw.) und deren Charakterblätter man frei ausfüllen kann,
  3. zu den Schauplätzen, die ebenso frei beschrieben werden können und
  4. als Zettelkasten, in dem man alle möglichen Notizen ablegen kann.

Dazu lassen sich jeweils Objekte wie etwa Grafiken oder Fotos einfügen.

Die Rechtschreib- und Grammatikprüfung wird von Word eingebunden, was also installiert sein muss. Andernfalls muss man den Text extern mit einer anderen Textverarbeitung prüfen.

Für die Kontrolle des Arbeitspensums gibt man ein tägliches Arbeitsziel in Zeichen ein und kann dann über die Statistik abrufen, ob man noch im Plan liegt. Langfristigere Zielvorgaben (etwa die Eingabe von Abgabeterminen oder des geplanten Gesamtumfangs des Manuskripts) wie zum Beispiel bei yWriter sind nicht möglich.

Ob die zusätzlichen Gimmicks zum Vergleichen zweier Charaktere oder gar der Exposéassistent wirklich hilfreich sind, kann ich noch nicht einschätzen, habe da so meine Zweifel.

Dennoch, wenn das Programm hält, was es verspricht, dürfte es vor allem für diejenigen, die entweder weniger umfangreich plotten (denen also die Möglichkeiten der anderen Programme schon zu viel und zu verwirrend sind) oder deren Planung sich nicht an Kapiteln und Szenen orientiert, hilfreich sein.

Damit bietet es sich gerade denjenigen an, die die Möglichkeit zu sehr individueller Planung schätzen. Schließlich steht es jedem völlig frei, nach welchen Kriterien er etwa die Handlungspunkte festlegt (es könnten eben auch Szenen oder Kapitel sein).

Auch Bauchschreiber sind mit dem Programm gut bedient, weil sie die Aufgabenfenster unabhängig vom Fortschritt des Manuskripts für ihre Notizen nutzen können.

Schließlich hilft es auch denjenigen, die ein Manuskript erarbeiten, das ohne Kapiteleinteilung auskommt, etwa kürzere Texte wie Erzählungen und Kurzgeschichten.

Damit dürfte dann auch schon fast alles zu dem kleinen Programm gesagt sein. Nur, ob es sich bewährt, muss ich noch herausfinden.

Ein Drama!

Retzhofer Dramapreis:

Was ist der Retzhofer Dramapreis?

Der Retzhofer Dramapreis ist ein Nachwuchspreis für szenisches Schreiben, der sich von vielen anderen Preisen im deutschen Sprachraum unterscheidet. Das Besondere dieses Preises ist, dass die BewerberInnen in der Arbeit an ihrem Wettbewerbsbeitrag von ExpertInnen für Drama und Film (RegisseurInnen, DramaturgInnen, SchauspielerInnen und AutorInnen) kostenlos beraten und unterstützt werden.

Gerade die Verbindung aus Stückentwicklung und Wettbewerb erhöht die Chancen der jeweiligen SiegerInnen, mit ihren Siegerstücken in der Theaterwelt wahrgenommen und aufgeführt zu werden. Dies beweist der Werdegang unserer bisherigen SiegerInnen: Gerhild Steinbuch, Johannes Schrettle, Ewald Palmetshofer, Christian Winkler und Henriette Dushe.

Wie bewirbt man sich?

Man sendet einen Lebenslauf; einen Stückentwurf und zwei ausgeschriebene Szenen dieses Stücks an uniT, dazu eine Erklärung, dass das Stück bisher noch nicht veröffentlicht ist, von keinem Verlag vertreten wird und von diesem/r Autor/in stammt. Die ausgeschriebenen Szenen sollten den Umfang von 11 Seiten nicht überschreiten. Wenn das eingesandte Stück länger ist, bitten wir die Einsendenden, die von der Auswahljury zu lesenden Seiten zu markieren.
Die EinsenderInnen erklären sich bereit, im Falle der Auswahl ihres Projekts an den Workshops zur Stückentwicklung von uniT teilzunehmen und ihr Stück fertig zu stellen.
Teilnahmeberechtigt sind AutorInnen, die nicht älter als 40 Jahre sind.

Zeitplan

Der Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der Jänner 2010. Anfang April 2010 erfahren die Einsendenden, ob sie in den BewerberInnenkreis für den Preis aufgenommen worden sind. Ab Sommer 2010 starten die Workshops – zumeist am Wochenende. Die Orte an denen die Workshops stattfinden (voraussichtlich in Österreich und Deutschland) werden noch bekannt gegeben. Es wird in Kleingruppen gearbeitet werden.

Die Preisverleihung wird im Frühjahr 2011 in Österreich erfolgen. Das Preisgeld beträgt 4.000 Euro.

Rechte

uniT erwirbt sich mit der Teilnahme der BewerberInnen die Rechte, kostenlos Ausschnitte aus den Stücken öffentlich zu präsentieren und die Uraufführungsrechte für die fertig gestellten Stücke bis drei Monate nach Verleihung des Preises.

Kontakt

uniT – Verein für Kultur an der Karl Franzens Universität
A-8010 Graz, Zinzendorfgasse 22, Tel.: +43 316 380 7480

Mail: office@uni-t.org
www.uni-t.org