Bloggen statt plotten

Da hat doch ein Mitglied eines Schreibforums so ganz nebenbei erzählt, dass er seinen Roman mit WordPress entwickelt. Natürlich gab es gleich Bedenken, weil er damit seine Ideen und Daten im unsicheren Internet aufbewahrt. Obendrein wollte er einzelne Textpassagen, Arbeitsschritte und Ideen durchaus auch für seine Blogbesucher öffentlich machen und diskutieren lassen.

Sicherlich bleibt auch ein Restrisiko, wenn man das gesamte Blog oder wenigstens diejenigen Daten, die schützenswert sind, nicht öffentlich macht. Und auf jeden Fall sollte man seine Daten immer n0ch auf dem eigenen Rechner sichern.

Dennoch finde ich den Ansatz interessant, denn mit WordPress oder einer anderen Blogplattform kann man sich etwas ähnliches wie ein Projektwiki anlegen. Man denke nur an die Möglichkeiten der Verlinkung, Vernetzung und Kategorisierung.

Je nach Bedarf lassen sich Seiten oder Artikel anlegen, Charakterbögen, Plotskizzen und Rechercheergebnisse miteinander verbinden sowie Bilder, Karten oder andere externe Materialien einbinden.

Mithilfe der Kategorien kann man auch verschiedene Projekte innerhalb eines Blogs voneinander trennen. Und wählt man ein Theme wie etwa „P2“ kann man auch außerhalb des Dashboards direkt im Blog Notizen, Artikel und Links erstellen oder bearbeiten.

Für besondere Fälle erleichtert das Blog sogar die Teamarbeit, etwa bei einem Gemeinschaftsprojekt von mehreren Autoren oder in der Zusammenarbeit mit Testlesern.

Für denjenigen, der noch nicht die richtige Autorensoftware für sich entdeckt hat, wäre es jedenfalls eine interessante (und kostenlose) Alternative.

Schlusskapitel ungeschriebener Romane

Die Geschichtenweber schreiben aus:

The End. Schlusskapitel ungeschriebener Romane

Das letzte Kapitel eines Buches ist das entscheidende. Gefällt es uns, bewerten wir den ganzen Roman wohlwollender und empfehlen ihn weiter. Ist es zu knapp, passt es nicht, so blicken wir nicht sehr glücklich darauf zurück.
Auf den letzten Seiten eines Romans erwarten wir das große Finale, den Spannungshöhepunkt, den Showdown, den Lohn für unsere Mühen, nachdem wir hunderte Seiten durchgehalten haben.
In einem guten Schlusskapitel geschieht deshalb sehr viel. Offene Fragen müssen geklärt, Zusammenhänge offenbart, Handlungsstränge zu einem Abschluss geführt werden. Trotzdem darf es nicht völlig vorhersehbar sein und nur längst Bekanntes wieder aufwärmen.
(Auch) am letzten Kapitel zeigt sich die Qualität eines Autors.

Die Idee:
Was passiert eigentlich, wenn eine Gruppe von Autoren auf die Idee kommt, die Schlusskapitel von Romanen zu verfassen, die es in Gänze niemals geben wird?
Dabei werden Texte entstehen, die einen Spagat schaffen zwischen einem typischen Ende einer Romangattung/eines Genres und einer eigenen Stimme, zwischen einem echten Schlusskapitel und einer eigenständigen Erzählung.

Gesucht werden:

  • Autoren und Konzepte, keine fertigen Texte.
  • Autoren, die sich in einem Genre bzw. einer Romangattung als Leser und/oder Autor gut auskennen und eine Leidenschaft für diese Sparte mitbringen.
  • Autoren, die als Teamspieler bereit sind, auch über ihren eigenen Text hinauszugucken.

Einer Bewerbung sollen beiliegen:

  • kurze Autorenvita
  • Leseprobe von einem aktuellen belletristischen Text
  • Konzept und Ideensammlung für ein Schlusskapitel. Orientierungsgröße für das Schlusskapitel sind 40.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen). Keine Fanfiction!

Kontaktadresse: felix.woitkowski (at) gmx.de

Einsendeschluss: 31.03.2011

Weitere Informationen:
– Die Anthologie wird im Verlag p.machinery (http://www.pmachinery.de) erscheinen; die Produktion (Druck, Bindung) erfolgt durch Books on Demand, Norderstedt.

  • Jeder beteiligte Autor erhält ein Belegexemplar.
  • Die Autoren können beliebig viele Zusatzexemplare zu einem (durch Rg.kopie) nachgewiesenen Einkaufspreis bestellen. Es gibt keine Mindestabnahmeverpflichtung. (Der Preis ist allerdings abhängig vom Buchumfang, so dass er erst später kalkuliert werden kann; er liegt allerdings unter dem offiziellen Ladenverkaufspreis.)

Stärkung für die Geschichtenweber

Das Forum der Geschichtenweber wächst und wächst. Ob solche Autoren, die sich gerade erst ins Geschichtenweben einfinden, oder solche,  die bereits erfolgreich publizieren, die Neuanmeldungen haben die Mitgliederzahl inzwischen auf über siebenhundert ansteigen lassen.

Das Forum umfasst derzeit über 130.000 Beiträge in 7.866 Themen und täglich kommen durchschnittlich zweihundert dazu.

Anlass für die Forenleitung, ihr Team gehörig aufzustocken, um einhundert Prozent nämlich. Fortan agieren also acht Administratoren, um den Betrieb des Forums zu gewährleisten und die Wünsche der Mitglieder umzusetzen.

Die Metamorphosen gehen in die zweite Runde

Der Erfolg gibt ihnen recht: Das Team, das bereits die erste Geschichtenweberanthologie „Metamorphosen“ auf den Weg gebracht hat, schreibt nun eine zweite Anthologie aus. Und bei bis zu 50.000 Zeichen dürft ihr euch ordentlich austoben! Es folgt der Original-Ausschreibungstext:

Sie finden das Grauen (Arbeitstitel)
Auf den Spuren H. P. Lovecrafts – Band 2

Mit „Metamorphosen“ ist es den Geschichtenwebern gelungen, den Lovecraftschen Kosmos um einige Facetten zu bereichern. Dennoch lauern noch viele Geheimnisse der Großen Alten verborgen in der Vergessenheit und warten darauf, von unbedarften Autoren erweckt zu werden. Grund genug, noch einmal „Auf den Spuren H.P. Lovecrafts“ zu wandeln:

„Sie finden das Grauen“ (Arbeitstitel)

Archäologen graben sich durch uralte Ruinen in den Wüsten dieser Welt, sie durchforsten die tiefsten Dschungel und die blasphemischsten Tempel. Eine Putzfrau zerstört eine antike Statue und findet darin eine alte Karte. Ein Lehrer oder ein Bibliothekar entdeckt in einem alten Buch einen Hinweis, dem er einfach nachgehen muss. Ein Polizist oder ein Detektiv stößt bei seinen Ermittlungen auf Spuren, die unglaublich sind …
Sie alle begeben sich auf die Suche nach Reichtum, Wissen, oder gar sich selbst, aber sie finden … das Grauen!

Alle Geschichten müssen in Lovecraft’s Cthulhu-Universum spielen, es müssen aber keine Großen Alten direkt darin vorkommen (Es reichen auch Diener-Wesen, verbotene Bücher, Kultisten, etc.).
Wir wollen keine Fan-Fiction wie „Der Hexer“ oder „Indiana Jones“, erfindet Eure eigenen Helden (oder Antihelden)! Je Origineller Eure Geschichte ist, desto eher wird sie uns begeistern!“

Jeder Autor darf bis zu 3 Geschichten einreichen. Sie sollen einen Umfang von 5.000 bis 50.000 Zeichen haben, RTF-Format, Times New Roman, Schriftgröße 12, 1,5facher Zeilenabstand.
Bei technischen Verstößen werden wir die Geschichten nicht annehmen.
Bitte schickt die Geschichten an: Siefindendasgrauen@web.de

Einsendeschluss ist: 31. Dezember 2010

Das Buch wird wie Band 1 im Torsten Low Verlag veröffentlicht werden. Jeder Autor erhält 1 Belegexemplar, 30 % Autorenrabatt und 10 % Autorenhonorar (nach Seitenschlüssel auf die Autoren verteilt).

Zur Originalausschreibung im Forum

Redakteure gesucht

Nein, nicht für dieses Blog. Es ist das Literaturportal Literatopia, das sein Team erweitern will. Dabei hält man vor allem nach Kennern und Liebhabern in den Bereichen Science Fiction, Horror, Sachbuch, Historischer Roman und Manga Ausschau. Lesen, rezensieren und interviewen ist gefragt. Nähere Infos gibt es hier.

Rastlose Seelen

Wenn im Schreiblust-Verlag ein neues Buch erscheint, ist das für mich immer ein Grund zur Freude. Zum einen habe ich mit dem Verlag sowohl als Autor als auch als Herausgeber hervorragende Erfahrungen gemacht, zum anderen ist er ein so engagierter Kleinverlag, dass man sich ziemlich sicher sein kann, dass ein dort erschienenes Buch den Leser nicht enttäuschen, eher noch positiv überraschen wird.

Als sei das Verlagsteam das Thema, heißt die neu erschienene Anthologie „Rastlose Seelen“. Doch es geht dann doch um Geistergeschichten.

In seinem Vorwort schreibt das Herausgeberteam:

Es ist nicht leicht, die passenden Worte zu finden, um ein Werk vorzustellen, das uns eine so lange Zeit begleitet hat.

Einige Jahre ist es bereits her, dass die Idee zu den Rastlosen Seelen geboren wurde, und es wäre müßig, all die Wirren zu beschreiben, die diese Anthologie durchlebt hat, um zu einem erfolgreichen Abschluss zu kommen. So manches Mal hatten wir das Gefühl, als wären in der Tat merkwürdige Mächte im Spiel, von denen wir nicht immer wussten, ob sie uns wohl gesonnen waren oder nicht. Doch solche Begebenheiten entsprechen wohl dem Geist dieser Anthologie und ihrer Protagonisten. Um die Bandbreite der in diesem Buch versammelten Geschichten zu zeigen, könnten Vergleiche mit Werken der älteren und neueren Literatur strapaziert werden, angefangen von Oscar Wildes „The Canterville Ghost“ bis zu „John Sinclair“. Besser ist es aber, die Texte für sich selbst sprechen zu lassen.

Begleiten Sie die Jäger der rastlosen Seelen in vielfältige Welten, bekämpfen Sie mit ihnen Geister und Dämonen oder halten Sie Zwiesprache mit den Wesen des Jenseits.

Autoren/Autorinnen:
Bettina Ferbus
Marion Feiler
Klaus Mundt
Linda C. Decker
Stefan Loidl
Karin Kehrer
Alexandra Balzer
Helmut Marischka
Peter Hohmann
Bianca Plate
Leo Fegerl
Janine Höcker

Cover: Katharina Joanowitsch

Karin Kehrer, Alexandra Balzer, Klaus Mundt (Hrsg.)
Rastlose Seelen – Geistergeschichten
Schreiblust-Verlag, Dortmund, März 2010
260 Seiten, Taschenbuch
ISBN: 978-3-9812228-3-8

Verlagsseite
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Spion und LWP

Manche meiner Blogbesucher haben es vielleicht schon gemerkt: Ich habe vor einiger Zeit den RSS-Feed von MV-Spion unten in die Seitenleiste meines Blogs eingefügt. Das ist die Online-Redaktion, für die ich schreibe. Ein Bild vom Unternehmen Spion-Media und seinem Team könnt ihr euch übrigens hier machen.

Die Spion-Community umfasst derzeit rund 160.000 vorwiegend junge User, aus deren Klickverhalten sich bisher eine eher Boulevard-orientierte Newsauswahl ergab. Dennoch wurde auf der letzten Redaktionssitzung beschlossen, die News fortan einerseits qualitativ hochwertiger zu gestalten, andererseits die Community z.B. durch Umfragen oder Tipps direkter einzubeziehen. Eine spannende und nicht leichte Aufgabe, die mir aber umso besser gefällt.

Ansonsten kämpfe ich natürlich vor allem an meinem Schreibtisch mit den winterlichen Temperaturen und freute mich gerade in der letzten Woche über jeden kleinen Sieg, den ich in dieser Schlacht verzeichnen konnte. Diese sind einerseits den nicht mehr ganz so tiefen Außentemperaturen zu verdanken, andererseits meinem stetig wachsenden Verständnis für die Einstellungsmöglichkeiten unserer Luftwärmepumpe, die uns seit 2008 als Heizung dienen soll, die aber gerade bei den Rekordminustemperaturen der letzten Zeit deutlich überfordert war.

Dennoch ist es mir nun gelungen, sie mit eingen Tricks immer wieder soweit zu bringen, dass man es auch ohne dicke Winterbekleidung am Schreibtisch aushalten kann (und bei Bedarf obendrein ausreichend heißes Wasser vorhanden ist). Und wenn die Temperaturen es endlich zulassen, wird sie gegen ein stärkeres Gerät ausgetauscht!