Die Stadt in Bewegung bis zum 15.02.10

Wettbewerb 2010

Ein Schwerpunkt unseres Vereins ist die Ausschreibung und Verleihung des Literaturpreises Prenzlauer Berg an junge, deutschsprachige Autorinnen und Autoren. Ziel des Preises ist es, literarische Talente zu entdecken, zu unterstützen und ihnen zu Buchveröffentlichungen zu verhelfen.

Veranstalter: LiteraturOrt Prenzlauer Berg e.V.

Veranstaltungszeit / -ort: 13. Literaturwoche Prenzlauer Berg, Bibliothek am Wasserturm

Einsendeschluss: 15. Februar 2010 (Es gilt das Datum des Poststempels.)

Einsendeadresse:

Georg Büchner Buchladen
Stichwort: „Literaturpreis 2010“
Wörther Str. 16
10405 Berlin

Wir bitten darum, auf telefonische Anfragen zu verzichten.

Altersbeschränkung: Alter 16 bis 35 Jahre

Texte: unveröffentlichte Prosatexte in deutscher Sprache

Thema: Die Stadt in Bewegung: sozial und politisch

Textumfang: max. 7 Seiten á 30 Zeilen á 60 Anschlägen (einseitig, 1,5-zeilig).
Es müssen 3 Exemplare eingesendet werden, paginiert und ohne Autorenangabe.
Dem beizufügen ist eine kurze Biografie (max. 20 Zeilen) mit Angabe von Namen, Geburtsdatum, Adresse (der Wohnort muss nicht in Deutschland sein), e-mail Adresse und Telefonnummer.

Es werden nur Einsendungen berücksichtigt, die den genannten formalen Anforderungen entsprechen. Eingereichte Manuskripte werden nicht zurückgeschickt.

Vorentscheid:
Aus den eingereichten Manuskripten wählt das Lektorat maximal zehn Arbeiten aus. Die Nominierten erhalten bis zum 15. Mai 2009 eine Einladung für die Endrunde. Die TeilnehmerInnen, die nicht zur Endrunde eingeladen werden, können von uns aus zeitlichen Gründen leider nicht benachrichtigt werden.

Endrunde:
Die zehn Nominierten lesen zur Eröffnung der 13. Literaturwoche 2010 am 5. Juni 2010 vor Publikum und Jury ihre Texte. Pro AutorIn sind max. zehn Minuten vorgesehen. Anschließend verkündet die Jury die drei Preisträger.

Jurymitglieder:
Maria Cecilia Barbetta (Autorin)
Marion Brasch (Journalistin)
Dr. Marcus Gärtner (Rowohlt Verlag)

Anmerkung: Die Preisträger erklären sich mit der Veröffentlichung ihrer eingereichten Texte auf der Internetseite des Vereins einverstanden.

Preise: 1. Preis: 500 Euro, 2. Preis: 250 Euro, 3. Preis: 250 Euro

Weitere Informationen (z.B. GewinnerInnen u. ihre Texte in den vorangegangenen Jahren) auf der Homepage: http://www.literaturortprenzlauerberg.de/index.php?option=com_content&task=view&id=14&Itemid=68

Wieland und die Risse

Heute und morgen im Literaturhaus Rostock:

Donnerstag, der 05. November 2009

Rayk Wieland ›Ich schlage vor, dass wir uns küssen‹

Lesung

Die Geschichte dieses Buches beruht auf einer wahren Begebenheit. Die DDR hat es wirklich gegeben. – so läutet der Klappentext diesen hinreißend komischen Roman ein, der von den Lesern mit Lachtränen verschlungen wird, die Literaturkritiker handeln ihn schon allein wegen seiner leichtfüßigen Art als einen der besten Romane über die DDR.

Herr W. hat eines Tages eine ominöse Einladung in der Post. Auf einer Podiumsdiskussion unbekannter Untergrunddichter soll er Auskunft geben über sein Werk, über die Unterdrückung in der DDR und über seine Erlebnisse als Staatsfeind. Zuerst glaubt er an einen schlechten Scherz. Ist er überhaupt gemeint? Mit der DDR hat er doch längst abgeschlossen, nachdem sie 1989 wie ein falsch montiertes Chemieklo zusammenklappte. War er je als Dichter auffällig geworden? Als unterdrückter gar?

W. stellt Nachforschungen an, unterzieht sich einer Rückführungstherapie in die DDR-Vergangenheit und nimmt schließlich Einsicht in seine Stasi-Akte. Was für ein Fund: Tatsächlich sind hier seine lyrischen Gehversuche unter dem Titel „Mögliche Exekution des Konjunktivs“ abgeheftet, dazu sämtliche Liebesbriefe an Liane in München – alles von einem Oberleutnant Schnatz über Jahre akribisch gegengelesen, verwegen gedeutet und als staatszersetzend-konterrevolutionäres Schrifttum eingestuft.

„Ich schlage vor, dass wir uns küssen“ ist ein Roman über die Absurditäten der Erinnerung, auch der eigenen, über rätselhafte Wirkungen unbeholfener Gedichte und über eine Liebe, wie sie nur in Zeiten der deutschen Teilung blühen konnte. Eine wahre Geschichte, die niemand für möglich gehalten hat. Nicht einmal ihr Verfasser.

Rayk Wieland, geb. 1965, lernte Elektriker, studierte Philosophie, war Zeitungs-, Funk- und Fernsehredakteur und lebt als Autor und TV-Journalist bei Hamburg. Einmal im Monat veranstaltet er zusammen mit Gerhard Henschel den „Toten Salon“ im Nachtasyl des Hamburger Thalia Theaters. Letzte Buchveröffentlichung: „Öde Orte“ (Bd. 1–3, zusammen mit Jürgen Roth, Leipzig 2005).

Pressestimmen:
Ganz Deutschland schnieft zum Mauerfall-Jubiläum mit Guido-Knopp-Ergriffenheitsmiene, nur ein einsamer, 1965 in Leipzig geborener Aufständischer leistet tapfer Widerstand: Rayk Wieland hat einen betont satirischen Roman über das Ost-Berlin der achtziger Jahre geschrieben, in dem von Lebenskünstlern und Lyrikern erzählt wird, von Saufgelagen und einer bittersüßen Liebesaffäre des Helden W. mit einer Westbürgerin. Die Vermischung von großer Politik und privater Gefühlsnot ist so etwas wie das poetische Programm des Ich-Erzählers. Das merkt man schon seinen Gedichten an, die seine Beschatter von der Stasi prompt in Aufregung versetzen. „Ringsumher sinkt das Niveau, / Sogar im Politbüro“, heißt es da, und weiter: „An muss ich dich flehen / Nicht von mir zu gehen.“
(Spiegel, 11.04.09)

Termin: Donnerstag, 5. November 2009, 19.30 Uhr
Ort: Literaturhaus Rostock, Kuhtor, Ernst-Barlach-Str. 5, 18055 Rostock
Eintritt: 6,00 € / 4,00 € ermäßigt (für Schüler, Studenten), freier Eintritt für Förderkreismitglieder

Kartenreservierung: (0381) 492 55 81, info ( at ) literaturhaus-rostock.de

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Freitag, der 06. November 2009

Präsentation der Zeitschrift RISSE

Nr. 23 / Herbst 2009/ Lesungen & Eröffnung der Fotoausstellung „Kontraste – Neptun-Werft in Schwarz-Weiß“

Die Literaturzeitschrift gibt einen vielgestaltigen Eindruck von neuer Literatur aus Mecklenburg und Vorpommern. In jeder Ausgabe erscheinen bereits bekannte und auch neu entdeckte Talente aus unserem Bundesland mit Kurzgeschichten, Lyrik, Dramatik oder Essay – gebunden durch eine Grafikstrecke eines Künstlers aus Mecklenburg-Vorpommern. Zum Erscheinen der neuen Ausgabe der Literaturzeitschrift RISSE lesen drei Autorinnen und Autoren eine Auswahl ihrer Texte im Literaturhaus Rostock:

Daniela Boltres (Rostock)

Sonja Voß-Scharfenberg (Schwerin)

Ingo Giertz (Rostock)

In der druckfrischen Herbstausgabe ist eine Auswahl der Fotografien von Reiner Mnich zu sehen. Mit Autorinnen und Autoren, Förderern und Lesern wird das Erscheinen der neuen Ausgabe gefeiert und die Foto-Ausstellung „Kontraste – Neptun-Werft in Schwarz-Weiß“ von Reiner Mnich im Literaturhaus Rostock eröffnet.

Eine gemeinsame Veranstaltung von: Risse e.V. und Literaturhaus Rostock

Termin: Freitag, 6. November 2009
Zeit: 19.30 Uhr
Ort: Literaturhaus Rostock, Kuhtor, Ernst-Barlach-Str. 5, 18055 Rostock
Eintritt frei

Weitere Informationen:

Risse e.V.
c/o Kuhtor
Ernst-Barlach-Str. 5
18055 Rostock
Tel.: (0381) 492 55 81
redaktion ( at ) risse-mv.de
www.risse-mv.de

Hosentaschengeschichten

Diese Geschichten sind nicht etwa für den Ar…, nein, sie sind für die Hosentasche. Besser noch, man kann sie aus dieser hervorholen und lesen.
Möglich macht das ein neuer Verlag, der sogenannte Hosentaschenverlag aus Hannover.

Auf der Webseite wird erklärt, was man sich hier unter Hosentaschengeschichten vorstellt:

„HOSENTASCHENGESCHICHTEN sind Geschichten für die Hosentasche. Zum Einstecken, Lesen, Weitersagen. Jede Hosentaschengeschichte wird aus einem großen Bogen Papier gefaltet und liebevoll einzeln versiegelt. Alle drei Monate erscheinen jeweils sechs von ihnen.

HOSENTASCHENGESCHICHTEN sind Kurzgeschichten – sozusagen Romane für unterwegs. Ein kleines Stück Literatur, das den Leser für eine gute halbe Stunde in eine andere Welt entführt – romantische, süße, gruselige, abartige oder spannende Unterhaltung für unterwegs. Sie versüßen Zugfahrten, Wartezeiten und Kaffeepausen. Sie lauern an Orten, zu denen Bücher bis heute nicht vorgedrungen sind und haben keine Scheu, den Leser dort zu überfallen.

HOSENTASCHENGESCHICHTEN gibt es nur auf Papier.
Sie sind völlig analog und flimmerfrei.

HOSENTASCHENGESCHICHTEN sind klein, bunt und kosten weniger als ein Latte Macchiato. Sie wecken die Neugier des bummelnden Stöberers, die Kauflust des Novitätenjägers und den Selbstbelohnungstrieb des großen Mädchens. Und sie sind ein charmantes Geschenk, eine kleine Aufmerksamkeit, für die es keines Anlasses bedarf. Sie kommen in einem eigenen Aufsteller daher, der wenig Platz einnimmt und doch neugierige Blicke auf sich zieht. Bei der Textauswahl stehen sowohl literarische Qualität als auch Unterhaltsamkeit im Vordergrund.

HOSENTASCHENGESCHICHTEN werden von bekannten Autoren, aber auch von jungen Talenten verfasst. Damit locken sie zum einen die Presse an, zum anderen bleiben sie immer wandlungsfähig und überraschend.“

Quelle

Eine interessante Sache, wie ich finde, sowohl für Autoren als auch für Leser. Ich jedenfalls werde mich bemühen, demnächst mal in unbekannten Hosentaschen zu landen. Ist bestimmt gemütlich.