Schon überarbeitet? Worum geht’s?

Foto: © grafvision
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Schon überarbeitet?
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Im ersten Teil der Reihe „Schon überarbeitet?“ soll es darum gehen, was es denn überhaupt so zu überarbeiten gibt, wenn der Roman (oder auch die Kurzgeschichte, die Biografie, der Ratgeber) erst einmal geschrieben ist. Schließlich sind nicht wenige der fleißigen Schreiber und (wie in diesem fiktiven Fall) Schreiberinnen der Meinung, sie hätten sich mit dem Erdenken und Verfassen der Geschichte schon genug überarbeitet. Was soll da also jetzt noch kommen?

„Fehler korrigieren“, werden einige einwerfen, um gleich darauf anzufügen, dass man da ja immer noch was findet. Und die Autorin wird, wenn sie sich denn fit genug in der Rechtschreibung und Zeichensetzung fühlt und solch niederes Handwerk nicht von vornherein der (ebenso fiktiven) Lektorin überlässt, verstehen und froh sein, dass sie jetzt weiß, was zu tun ist.

Doch gerade hat sie sich (erneut) ans Werk gemacht, da tippt ihr ein anderer auf die Schulter und fragt, ob eben dieses Werk denn schon so weit sei, dass der letzte Schritt getan werden könne. Der letzte Schritt? Klar, es ist geschrieben, nun wird es überarbeitet. Aber die Korrektur sei doch nur der letzte Schritt der Überarbeitung, behauptet der Schultertipper, was die Schultergetippte ein bisschen aus der Fassung bringt, da sie jetzt wieder nicht weiß, was zu tun ist.

Der Schultertipper trommelt inzwischen ungeduldig mit den Fingern auf der Getippten (nennen wir sie fortan Tippi) Schreibtisch herum und fragt, ob sie sich denn sicher sei, dass inhaltlich alles passe.  Dass logisch alles nachvollziehbar sei, die Handlung gleichermaßen stringent und spannend. Ob die Figuren sich entwickelten und dabei glaubhaft agierten. Ob dabei ein Ziel verfolgt und nicht aus den Augen verloren werde. Ob Tippi überprüft habe, wo sie eventuell mehr als nötig oder weniger als notwendig geschrieben habe. Und ob ihr jemand vorwerfen könne, sie habe hier und dort nicht gründlich genug recherchiert. Ob der von ihr eingesetzte Erzähler alles richtig mache. Ob die Dialoge stimmig und die Figurenstimmen passend seien. Ob die Sprache reich an Variation und arm an Wiederholung sei. Ob die Formulierungen immer ideal, anschaulich, effizient, passend, unmissverständlich und frei von Stilblüten seien. Ob …

Der Schultertipper fragt weiter und weiter, bis Tippi sich die Ohren zuhält. Wie lang soll denn das dauern? Das, so der Schultertipper, der seinen wahren Namen nicht verrät, soll Thema des nächsten Teils der Reihe sein. Bis dahin sei es nicht verkehrt, mindestens einmal tief durchzuatmen.

Übersicht

Sprachlich kreativ zum 16.10.11

Ein bisschen Werbung für die deutsche Sprache.

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Deutsch schafft Wissen – Kreativwettbewerb

Originaltext, siehe: http://www.goethe.de/lhr/prj/diw/pwb/deindex.htm oder
http://www.wissenschaftssprache-deutsch.de/wettbewerb

Deutsch schafft Wissen – Kreativwettbewerb

Sprache schafft Wissen.
Sprache transportiert Wissen.
Wissenschaft ist immer auch Sprache.

Sprachen als Instrumentarium wissenschaftlicher Erkenntnis schaffen Zugang zu Wissenswelten, zu Publikationen, zu Lehr- und Forschungsangeboten, zum akademischen Austausch mit Hochschulen.
Welche Rolle kommt in dieser Hinsicht Deutsch als Wissenschaftssprache heute noch zu?

Das Ziel
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und das Goethe-Institut laden Sie ein, kreativ zu sein: Zeigen Sie, dass die deutsche Sprache in den Wissenschaften Zukunft hat!

Willkommen sind Ideen, die die Beziehungen zwischen der deutschen Sprache und den Wissenschaften versinn(bild)lichen – in Form einer grafischen Skizze, eines witzigen Werbespruchs oder eines ausgereiften Plakatentwurfs!

Ganz gleich, ob Sie selbst in der Wissenschaft tätig, Muttersprachler oder einfach nur ein Freund oder eine Freundin der deutschen Sprache sind, dieser Wettbewerb wendet sich an ein breites Publikum in aller Welt.

Die Preise
Die überzeugendsten Ideen werden von einer Jury ausgewählt und prämiert. Die besten Entwürfe werden mit Unterstützung eines Grafikers für den weltweiten medialen Einsatz (Internet, Plakatserie für Hochschulen etc.) aufbereitet. Die Gewinner werden dabei stets als Urheber der Ideen genannt.

Den Bestplatzierten winken:
1. Preis: 3.000 EUR sowie eine Reise nach Essen einschließlich Unterbringung im Rahmen der Preisverleihung zum Wettbewerb am 10.11.2011
2. Preis: 1.000 EUR
3. Preis: 1.000 EUR

So nehmen Sie teil:

Füllen Sie das Teilnahmeformular aus und senden Sie uns Ihre Ideen. Oder schreiben Sie uns unter Angabe Ihres Namens sowie Ihrer Post-Adresse, Mail-Adresse, Ihres Alters und des Werktitels an:

Goethe-Institut e. V.
Stichwort: „Deutsch in den Wissenschaften“
Dachauer Straße 122
80637 München

Bitte beachten Sie: Einsendeschluss ist der 16.10.2011.

Die Teilnahme von Minderjährigen ist nur mit Einwilligung der Eltern oder Erziehungsberechtigten möglich.
Einverständniserklärung der Eltern (PDF, 200 KB): http://www.goethe.de/mmo/priv/7602508-STANDARD.pdf

Teilnahmeformular: http://www.goethe.de/lhr/prj/diw/pwb/tei/for/deindex.htm

Die Gewinner des Wettbewerbs werden durch eine Jury ermittelt. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Konferenz „Deutsch in den Wissenschaften“ am 10.11.2011 in Essen statt.

Wir freuen uns auf Ihre Ideen!

Quelle: Uschtrin

Beruf Erzähler: Mit Haltung und Perspektive

Wenn wir den Erzähler als eine (fiktive) Figur ansehen, die wie jede andere von sich selbst als Ich spricht, wird es etwas seltsam, wenn wir ihn einmal Ich-Erzähler, dann wieder Er-Erzähler nennen. In Wirklichkeit ist er doch immer derselbe. Er ist auch nicht einmal personaler, dann wieder auktorialer Erzähler. Nein, es ändert sich nur seine Perspektive. Oder war es seine Haltung? Oder doch sein Verhalten? Vielleicht einfach sein Standort?

Darum soll es in diesem kleinen Artikel gehen: um die Begriffe Erzählsituation, Erzählstandort, Erzählperspektive, Erzählverhalten und Erzählhaltung.

Gleich vorweg: Kaum einer, der sich nicht wissenschaftlich mit diesem Thema auseinandersetzt, wird diese Begriffe sauber voneinander trennen können. Und wie das in der Literaturwissenschaft so ist, werden auch dort Begriffe nicht immer einheitlich verwendet.

Erzählsituation

In der Regel fassen Autoren (auch ich) einfach alles als Erzählperspektive zusammen, was den Erzähler einer Geschichte ausmacht. Oder sie verwenden die Begriffe synonym. Und das reicht für den Schreibenden auch. Wer also an der Theorie (die ich ohnehin in diesem Rahmen bestenfalls grob anreißen kann) kein Interesse hat, kann getrost an dieser Stelle wieder aussteigen, ohne etwas fundamental Wichtiges für sein zukünftiges Schreiben zu verpassen. Ihm sollte nur klar sein, dass die Erzählsituation eines Textes durch mehrere Bedingungen bestimmt ist, die der Autor variieren kann, um seine jeweilige Geschichte optimal an den Leser zu bringen.

Jürgen Schutte sagt über die Erzählsituation Folgendes:

Erzählsituation meint also die (aus dem Text erschließbare) Gesamtheit jener Bedingungen, unter denen erzählt wird.

(Jürgen Schutte, Einführung in die Literaturinterpretation, Stuttgart 1990, S.132)

Erzählstandort, Erzählperspektive, Erzählverhalten und Erzählhaltung sind vier dieser Bedingungen, die die Erzählsituation ausmachen. Nicht die einzigen, aber die aus meiner Sicht für den Autor wichtigsten.

Ich halte mich dabei weiter an die Begrifflichkeiten Schuttes, betone aber ein weiteres Mal, dass die Verwendung der Begriffe nicht einheitlich ist.

Erzählstandort

Der Erzählstandort beschreibt die Distanz des Erzählers zu den Figuren und dem Geschehen. Wie eine Kamera kann der Erzähler seinen Standort in großer zeitlicher und/oder räumlicher Entfernung zum Geschehen und den beteiligten Figuren wählen, um etwa einen allgemeinen Überblick zu behalten, oder einen Standort nahe an Geschehen und Figuren einnehmen (heranzoomen), sich eventuell direkt an eine Figur binden, die er fortan begleitet.

Oft wird der Erzähler seinen Standort innerhalb der fortschreitenden Geschichte immer wieder verändern, er kann ihn aber auch weitgehend beibehalten. Im Beispiel nimmt er erst eine große Distanz ein und zoomt dann heran, um Herrn Nahganz zu betrachten:

Der dunkle Himmel drängte die Bürger Fernburgs dazu, ihre Geschäfte so bald als möglich zu erledigen, um in die Sicherheit ihrer Häuser zurückkehren zu können. Jeder auf den Straßen der kleinen Stadt schien in höchster Eile. Herr Nahganz stand indessen am Fenster in seiner Mietwohnung und betrachtete das Geschehen mit einem Blick, als beneide er diejenigen, die vor dem drohenden Unwetter flüchteten.

Erzählperspektive

Die Erzählperspektive ist mit dem Erzählstandort eng verbunden, aber nicht gleichzusetzen. Die Frage nach dem Standort klärt nur die Frage, wo der Erzähler steht und was er von dort aus sehen kann. Im entsprechenden Beispiel oben ist der Erzähler am Ende ziemlich nah bei Herrn Nahganz, aber er betrachtet ihn immer noch aus einer Außenperspektive.

Er könnte nun auch von der Außen- in eine Innenperspektive wechseln, die inneren Vorgänge der Figur, ihre Gedanken und Gefühle betrachten.

Die Erzählperspektive in diesem engeren Sinn sagt also lediglich aus, ob der Erzähler seine Figur(en) nur von außen betrachtet, so wie es eine Kamera tut, oder ob er auch das Innenleben der Figur(en) offenbart.

Ein Erzähler, der dem Leser auch die Innenperspektive zur Verfügung stellt, hätte also folgendermaßen erzählen können:

Herr Nahganz stand indessen am Fenster in seiner Mietwohnung, betrachtete das Geschehen auf der Straße und dachte daran, wie gern er mit diesen Menschen getauscht hätte.

Spätestens jetzt werden die feinen Unterschiede deutlich. Denn eine Innenperspektive ist nicht automatisch eine personale. Auch ein Erzähler, der sich auktorial verhält, kann natürich Innenperspektiven verwenden (auktorial und personal werden noch in einem eigenen Artikel behandelt).

Erzählverhalten

Ob ein Erzähler personal oder auktorial erzählt, klärt nach Schutte (ebd., S.135 f.) demnach das Erzählverhalten. Der Erzähler verhält sich also auktorial oder personal. Das bedeutet im ersten Fall, dass der Erzähler die Erzählersicht beibehält, ob nun in der Außen- oder der Innenperspektive, während er im zweiten Fall aus Sicht der Figur erzählt.

Den Unterschied will ich wieder an Beispielen deutlich machen:

Erzählersicht (auktorial), Außenperspektive:

Herr Nahganz stand indessen am Fenster in seiner Mietwohnung und betrachtete das Geschehen mit einem Blick, als beneide er diejenigen, die vor dem drohenden Unwetter flüchteten.

Erzählersicht (auktorial), Innenperspektive:

Herr Nahganz stand indessen am Fenster in seiner Mietwohnung, betrachtete das Geschehen auf der Straße und dachte daran, wie gern er mit diesen Menschen getauscht hätte.

Figurensicht (personal):

Er stand am Fenster. Die Menschen auf der Straße beeilten sich, dem Unwetter zu entkommen. Wie gern wäre er an ihrer Stelle, hätte die Möglichkeit, sich zu entscheiden. Für ihn gab es nur das Drinnen, ob es draußen stürmte oder die Sonne schien.

Erzählhaltung

Bleibt schließlich noch die Erzählhaltung. Sie beschreibt die Einstellung des Erzählers zum Erzählten. Am deutlichsten wird sie natürlich, wenn der Erzähler explizit einen bestimmten Tonfall einschlägt, etwa einen ironischen, einen pathetischen, einen kritischen oder einen affirmativen.

Solche expliziten Mittel sind dabei weitgehend Teil auktorialen Erzählverhaltens, doch die Erzählhaltung drückt sich auch implizit in den sprachlichen und erzählerischen Mitteln der Darstellung aus, etwa der Auswahl dessen, was erzählt wird, der Gewichtung innerhalb des Erzählten, der Entscheidung zwischen szenischem oder narrativem Erzählen, der Wahl der Perspektive und des Erzählverhaltens, der Wortwahl, der Auswahl der Metaphern usw.

Sofern sich der Schreiber all dieser Möglichkeiten bewusst bleibt, macht es natürlich gar nichts, wenn er sie begrifflich nicht voneinander trennt.

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Beruf Erzähler: Ätsch, unsichtbar

Im ersten Teil der Reihe wurde es schon angedeutet: Den Erzähler als Figur zu begreifen hilft dem Autor, sich bewusst zu machen, dass er jede seiner Geschichten von einem Erzähler erzählen lässt.

Rein theoretisch wäre es genau in den folgenden zwei Fällen möglich, keinen Erzähler anzustellen und die Geschichte als Autor selbst an den Leser zu bringen:

  1. Man bemüht sich zum potentiellen Leser nach Hause und erzählt ihm die Geschichte aus dem Stegreif und ohne sich Gedanken um das Wie zu machen.
  2. Man schreibt die Geschichte genau so auf, wie man sie entsprechend Punkt 1 erzählen würde, und verschwendet dabei wiederum keinen Gedanken an das Wie.

Sobald man aber nach der richtigen Formulierung sucht, den Stil überdenkt, der Geschichte eine folgerichtige Struktur gibt, sobald man also über die Präsentation des Erzählten nachdenkt, schaltet man eine Erzählerfigur zwischen die Geschichte und den Leser.

Der Erzähler im Alltag

Und weil wir das im Grunde genommen auch in unserem Alltag tun, sind die oben genannten Fälle schon zum Scheitern verurteilt, bevor wir überhaupt ans Geschichtenerzählen denken.

Wir sprechen anders mit den Eltern als mit den Freunden. Wir reden den Vorgesetzten anders an als die Stammtischbrüder. Unsere Sprache verändert sich, wenn wir mit Kindern sprechen. Die Erzählung von einer überschwenglichen Party fällt verschieden aus, je nachdem ob wir sie einem verhinderten Kumpel, dem abwesenden Partner oder der Mutter kredenzen. Schreiben wir die Worte auf, verstärkt sich dieser Effekt noch. Spätestens wenn wir Literatur produzieren wollen, wird er zur Voraussetzung.

Dennoch gibt es in der Literatur Begriffe wie den abwesenden oder den unsichtbaren Erzähler. Das mir ersterer nicht besonders gefällt, lässt sich nun schon ableiten. Einen abwesenden Erzähler kann es gar nicht geben, es sei denn, es wird nichts erzählt.

Nicht zu sehen und trotzdem da

Dann doch lieber ein unsichtbarer, wohlgemerkt einer, der nicht zufällig unsichtbar ist, sondern sich selbst unsichtbar macht. Eine Strategie, die nur deshalb funktioniert, weil der Leser im Allgemeinen seine Aufmerksamkeit auf das Erzählte konzentriert. Um auf sich aufmerksam zu machen, müsste der Erzähler schon deutlichere Zeichen setzen oder eben Fehler begehen, die auf ihn hindeuten.

Anders gesagt: Wer es sich vornimmt, wird auch den unsichtbaren Erzähler entdecken, weil der eben nicht ganz und gar verschwinden kann. Er verrät sich durch seinen Sprach- und Erzählstil. Wenn er darin konsequent ist, nur dem, der darauf achtet, macht er Fehler, auch dem, der eigentlich gar nichts von ihm wissen will.

Im Prinzip sind sowohl der unsichtbare als auch der abwesende Erzähler Synonyme für den personalen Erzähler, der noch ausführlich behandelt werden soll. Will man es aber weitertreiben, könnte man sagen, dass der ohnehin schon kaum sichtbare personale Erzähler noch weiter in der Versenkung verschwindet, wenn er zusätzliche Strategien anwendet, etwa indem er weitgehend auf narrative Erzählpassagen verzichtet.

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Nur eine Antwort zum 04.07.11

Eine Ausschreibung, die nicht mehr als eine Antwort verlangt. Die darf aber gern etwas länger sein:

Magus-Preisfrage 2011

„Ohne Wort, keine Vernunft – keine Welt.“ Unter diesem Diktum Johann Georg Hamanns haben die 1. Magus Tage Münster 2010 aus unterschiedlichen Perspektiven nach dem Zusammenhang von Sprache, Denken und Wahrnehmung gefragt. Die 1. Magus-Preisfrage fokussiert dieses Thema auf die Poesie.

„Poesie ist die Muttersprache des menschlichen Geschlechts“, behauptet Johann Georg Hamann in seiner „Aesthetica in nuce“ (JGH: Sokratische Denkwürdigkeiten/Aesthetica in nuce. Reclam 1986, Bd. 926). Dem Dichter schreibt der „Magus in Norden“ 1762 in seiner „Rhapsodie in kabbalistischer Prose“ einen besonderen Wahrnehmungs- und Erkenntnismodus und der poetischen Sprache eine herausgehobene Funktion dabei zu, die „ausgestorbene Sprache der Natur von den Toten wieder aufzuwecken“.

Auch heute unterscheidet sich poetische Sprache sowohl von der gewöhnlichen Sprache des Alltags als auch von den Fachsprachen der Natur- und Geisteswissenschaften und der Technik. Angenommen, jeder dieser Sprachtypen repräsentiert und ermöglicht eine je spezifische Weise des Denkens und der Wahrnehmung der Welt -: was und wie erkennt die poetische Sprache ander(e)s als jene Sprachen, in denen wir uns im Alltag und in den Wissenschaften mit der Welt, uns selbst und anderen verständigen, in denen wir unsere gewöhnlichen bzw. experimentell oder systematisch gesteuerten Erfahrungen machen, erfassen, kommunizieren? Wenn verschiedenen Sprachformen je besondere Formen des Denkens und Wahrnehmens zugehören, wie bestimmt sich poetische Vernunft, das Denken und Wahrnehmen der Poesie? Inwiefern kann eine poetische Sprache Instrument und/oder Medium eines Denkens und Fühlens, einer Erkenntnis- und Erfahrungsform sein, die ohne sie weder möglich noch kommunizierbar wäre, und wie wäre eine genuin poetische Denkweise – auch im Unterschied zu anderen Formen ästhetischer Erfahrung – zu charakterisieren?

 Gesucht werden Texte

Ihre Antwort auf die Preisfrage muss die Form eines literarischen oder wissenschaftlichen Textes haben. Die Textgattung ist frei wählbar: Gedicht, Gedichtzyklus, Erzählung, Prosa, Essay, wissenschaftliche Abhandlung etc. Die Texte müssen auf Deutsch geschrieben sein und sollten nicht mehr als 30.000 Zeichen haben. Sie müssen noch unveröffentlicht sein.

Teilnahmebedingungen

Teilnehmen können SchriftstellerInnen, WissenschaftlerInnen, PublizistInnen, Studierende, die literarisch, wissenschaftlich oder journalistisch publiziert haben.

Preis

Die beste Antwort auf die Magus-Preisfrage wird mit 4.000 Euro ausgezeichnet. Der prämierte Text soll veröffentlicht werden; die Form der Veröffentlichung (Buch und/oder Internet) wird noch bestimmt. Der Preis soll beim „Magus Tag Münster 2011“ (Herbst 2011) überreicht und vom Preisträger präsentiert werden.

Bewerbung

Ihre Bewerbung muss enthalten (bitte in dieser Reihenfolge):

1. ein formloses Anschreiben mit Ihrem Namen, Ihrer vollständigen Post- und Email-Adresse, Ihrer Telefonnummer, dem Betreff „Magus-Preisfrage 2010/11“ und dem Titel Ihres Beitrags,

2. Ihre Biografie und Ihre Bibliografie,

3. Ihren NICHT namentlich gekennzeichneten Text (maximal 30.000 Zeichen) in 6 Kopien.

Die GWK wird Ihren Beitrag kodieren und anonym an die Jury weiterreichen.

Bitte schicken Sie Ihre Bewerbung in einem frankierten und mit dem Stichwort „Magus-Preisfrage“ versehenen Umschlag an:

GWK
Fürstenbergstr. 14
D – 48147 Münster

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Einsendeschluss: 4. Juli 2011 (Poststempel)

Projektträgerin:
GWK-Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit e.V.
Fürstenbergstr. 14
D – 48147 Münster

www.gwk-online.de
www.magus-tage.de

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Dr. Susanne Schulte: Mail: gwk[at]lwl.org, Tel: 0251 / 591 32 14

Hamann und die Preisfrage

Eine Preisfrage im Zusammenhang einer Auseinandersetzung mit Hamann zu stellen, ist widersinnig und folgerichtig zugleich. Denn Hamann, der zwar „Rechtsgelehrsamkeit zum Schein“ und im Selbststudium Philologie, Philosophie und Volkswirtschaft studiert, aber keinen Universitätsabschluss gemacht und Systemdenken immer verabscheut hat, der „auf seine eigene Kosten“, nicht „auf Rechnung einer Gesellschaft“ gedacht hat und polemisch, ironisch, maskiert, einen schnellem Verstehen sich widersetzenden Stil schrieb, Hamann, der die vielen Bücher, die er manisch verschlungen, immer an seinem einen Grund-Buch, der Bibel, gemessen hat -, Johann Georg Hamann beteiligte sich am populären akademischen Spiel seiner Zeit selber nicht. Jedenfalls nicht direkt. Keine Preisfrage der Königlichen Akademie der Wissenschaften, welcher er als Institution des preußischen Staates, der Berliner Aufklärung, kritisch gegenüberstand, hat er mit einer Abhandlung beantwortet. Dennoch verdanken sich wichtige seiner Texte gerade ihren Preisfragen: Die ausgezeichneten Antworten, die Preisschriften, provozierten den „Philologen des Kreuzes“ zu radikalem Widerspruch.

So bezieht sich sein „Versuch über eine akademische Frage“ (1760) auf den von der Berliner Akademie der Wissenschaften ausgezeichneten Traktat von Johann David Michaelis über den Einfluss der Sprache auf die Meinungen und der Meinungen auf die Sprache. Mit seinen Herder-Schriften – den „Zwo Recensionen nebst einer Beylage, betreffend den Ursprung der Sprache“ und „Des Ritters von Rosencreuz letzte[r] Willensmeynung über den göttlichen und menschlichen Ursprung der Sprache“ (1772) – „rächt“ Hamann als selbsternannter „kabbalistischer Philologe“ Herders Ablehnung der „höheren Hypothese“ vom göttlichen Ursprung der Sprache mit einer unkonventionellen theologisch-philosophischen These. In seiner „Abhandlung über den Ursprung der Sprache“ hatte Herder die Entstehung der Sprache allein aus der „Besonnenheit“ des Menschen und seiner Wahrnehmung des Blökens des Schafes erklärt. Zuvor hatte die Königliche Akademie der Wissenschaften 1769 nach der Möglichkeit eines natürlichen Ursprungs der menschlichen Sprache gefragt und Herders positive Antwort dann ausgezeichnet. Mit seinem berühmten Brief schließlich vom 18. Dezember 1784 an Christian Jacob Kraus, Professor für praktische Philosophie und Staatswissenschaft in  Königsberg, Kollege, Schüler und enger Vertrauter Kants, stellt Hamann Kants „Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?“, 1783 von der Preußischen Akademie als Preisfrage ausgeschrieben, als sublimen und paradoxen Versuch der Bevormundung des Publikums dar.

„Der Reichthum aller menschlichen Erkenntnis beruhet auf dem Wortwechsel“ hat Hamann in seinen „Vermischten Anmerkungen über die Wortfügung in der französischen Sprache“ bemerkt. Mit der Magus-Preisfrage wird nicht der Anspruch verbunden, die aufgeklärte Tradition der akademischen Preisfrage fortzusetzen. Doch Wortwechsel zu existenziellen Fragen der menschlichen Existenz, die über den kleinen Kreis der Fachleute hinaus in die Öffentlichkeit hineinwirken, lassen sich mit der Magus-Preisfrage möglicherweise initiieren. Wir erwarten keine endgültigen Antworten, schon gar nicht die eine, einzig(e,) gültige Antwort. Das wär’ auch nicht im Geist Hamanns gefragt. Als Christ, im „sokratisch“-protestantischen Bewusstsein, Sünder und von wahrer Erkenntnis, wirklichem Wissen und der Sprache Adams im Paradies abgeschnitten zu sein, lehnte er jede sich absolut setzende Position, jedes vereinheitlichende Wissen oder ein universelles, „katholisches“ System ab (in seinem evangelischen Glauben allerdings war er unerschütterlich…). Ihn durchdrang die Überzeugung, grundlegende Gegensätze in der Welt ließen sich nicht dialogisch-dialektisch und im Konsens vermitteln. Als Autor provozierte der Magus selber in wechselnden Masken. In einem Stil, der noch heute zum Skandalon taugt. Wir erhoffen einen „Wortwechsel“, der Widerspruch herausfordert und aushält, Widersprüche, Unsicherheiten, Unlösbarkeiten und Nichtwissen deutlich macht, der nichts glättet und kittet. Wir wünschen uns einen „Wortwechsel“, der Widerspruch ist, der, wo Vermittlung scheitert, den Widerspruch stehn lässt als Frage, die ihrerseits wieder Antworten als Fragen, GegenSätze, WiderSpruch fordert.

Kontaktadresse

GWK, Fürstenbergstr. 14, 48147 Münster
Dr. Susanne Schulte
Mail: gwk[at]lwl.org
Tel: 0251 / 591 32 14
www.gwk-online.de
www.magus-tage.de

Quelle: Uschtrin

Schnell noch eine Begegnung bis 27.05.11

So, nun geht es auch endlich weiter mit den Ausschreibungen. In Anbetracht der aktuellen Ausschreibung (für die man sich zeitlich schon ein bisschen ins Zeug legen müsste), möchte ich noch einmal betonen, dass ich mit den hier geposteten Ausschreibungen nichts weiter am Hut habe. Eine Vorsortierung durch mich erfolgt weitgehend nicht nach inhaltlichen Kriterien, sondern nur danach, ob ich die Ausschreibung für seriös halte oder nicht. Bei vielen davon gehöre ich selbst nicht zur Zielgruppe, aber ich bin ja hoffentlich nicht der Einzige, der hier liest.

Literaturpreis der keb Katholische Erwachsenenbildung Diözese Rottenburg-Stuttgart

Originalausschreibung: http://www.keb-drs.de/keb-aktuelle-meldungen+M5afe429affa.html

Ausschreibung des 2. Literaturpreises
der keb Katholische Erwachsenenbildung Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V.

Zum zweiten Mal lädt die keb zu einem Literaturwettbewerb ein.

Das Thema ist für das Jahr 2011: begegnung : nähe : genießen

Wir haben das Thema bewusst in dieser Offenheit gehalten, weil wir keine pädagogisch verwertbaren Texte wollen, sondern Texte, die sich auf die Suche nach einer Sprache der Begegnung, nach einer Sprache der Nähe und nach einer Sprache des Genießens machen.

Unser Hintergrund ist, dass wir selbst vor Ort mit Menschen nachdenken wollen, wie ein nachhaltiges und gelingendes Miteinander sich gestalten lässt, wie dadurch das Leben in Städten und Dörfern lebendiger werden kann, wie sich Genuss und Konsum zueinander verhalten … Gleichzeitig werden wir vor Ort nach der Bedeutung von Bildung fragen und heraus zu finden versuchen, was Menschen brauchen und sich wünschen.
Unsere Überlegungen betreffen aber nicht die literarischen Texte.

Der Literaturpreis wird in drei Teilen vergeben:
1. Preis: 1000 Euro
2. Preis: 500 Euro
3. Preis: ein dreitägiger Aufenthalt in einem unserer Bildungshäuser inklusive Anreise und voller Verpflegung

Formale Vorgaben:
Sie sind in der Wahl der Gattung (Lyrik oder Prosa) frei. Der Prosa-Text darf bis zu 5 DIN-A4-Seiten zu je 4.000 Zeichen (insgesamt 20.000 Zeichen, Leerzeichen mitgezählt) umfassen. Auch bei Gedichten gilt die Beschränkung auf 5 Texte.

Verfahren:
Die Auswahl erfolgt durch eine Jury, die aus mindesten 4 Personen besteht (Literaturwissenschaftler, Germanisten, Lektoren). Die Auswahl geschieht absolut anonym. Deswegen bitten wir folgendes Einsendeverfahren einzuhalten:
Die Texte dürfen keinen Autoren-Namen und kein Namenskürzel enthalten. Bitte kennzeichnen Sie Ihre Texte deswegen mit einer Chiffre. Außerdem kennzeichnen Sie einen DIN-A6-Umschlag mit dieser Chiffre. In den Briefumschlag legen Sie bitte ein Blatt mit Namen, Adresse, E-Mail etc. Bitte bedenken Sie, dass die Umschläge, in denen die Einsendungen bei uns ankommen, vernichtet werden.

Einsendeschluss ist der 27. Mai 2011 (Post-Stempel).

Einsendeadresse:

keb Katholische Erwachsenenbildung
Jahnstraße 3o
70597 Stuttgart

Bei Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung: Michael Krämer, Tel. 07119791 208, mkraemer@bo.drs.de.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme an diesem Wettbewerb. Die Entscheidung der Jury erfolgt bis Anfang September. Die Preisverleihung findet im Rahmen einer Feier Ende September, Anfang Oktober statt.

Die Jury-Mitglieder dürfen an dem Wettbewerb nicht teilnehmen.

Die Teilnehmenden an diesem Wettbewerb erklären sich damit einverstanden, dass ihre Beiträge in einer Dokumentation der „Stuttgarter Hefte“ veröffentlicht werden.

Es ist geplant, die 15 besten Beiträge in einer Sondernummer zu veröffentlichen.
Jeder veröffentlichte Autor enthält 10 Freiexemplare und und kann weitere zum Autoren-Preis (50%) anfordern.

Weitere Informationen: www.keb-drs.de

Quelle: Uschtrin

Lyrik-Meister bis 05.04.11

Ernst Meister Preis für Lyrik – Kulturpreis der Stadt Hagen

Originalausschreibung unter: www.ernst-meister-preis.hagen.de

In Erinnerung an den am 3.9.1911 geborenen und 1979 verstorbenen Hagener Lyriker Ernst Meister stiftet die Stadt Hagen seit 1981 den Ernst Meister-Preis für Lyrik, Kulturpreis der Stadt Hagen. Der Preis wird 2011 anlässlich des 100. Geburtstages Ernst Meisters verliehen. Die Auslobung des Preises wird durch die großzügige Unterstützung der Kulturstiftung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, der Kulturstiftung der Provinzial Versicherungen und der Thalia Holding ermöglicht.

Der Preis besteht aus einem Hauptpreis und zwei Förderpreisen.

Hauptpreis:
Mit dem Hauptpreis wird das Werk einer Autorin/eines Autors ausgezeichnet, in dem auf besondere Weise die Verantwortung für Sprache und Poesie und das Bemühen um ihre lebendige und zeitgemäße Weiterentwicklung zum Ausdruck kommen. Für die Zuerkennung kann das gesamte literarische Schaffen oder auch ein hervorragendes Werk maßgeblich sein.
Der Hauptpreis ist mit 13.000 Euro dotiert.

Teilnahmebedingungen für den Hauptpreis

  • Verlage, literarische Einrichtungen und Literaturvermittler sind berechtigt, Kandidatinnen und Kandidaten für den Hauptpreis vorzuschlagen. Eigenbewerbungen sind nicht zulässig.
  • Der/die Preisträger/in verpflichtet sich zu einer nicht honorierten Lesung in Hagen unabhängig von der Preisverleihung.
  • Die Texte müssen in sechsfacher Ausfertigung vorliegen.
  • Eine Bio-Bibliographie der Autorin/des Autors muss vorliegen.
  • Einsendeschluss ist der 5. April 2011.

Förderpreise:
Die zwei Förderpreise erhalten Nachwuchsautorinnen und -autoren.
Der Westfälische Förderpreis wird von der Kulturstiftung der Westfälischen Provinzialversicherungen gestiftet. AutorInnen, die sich für diesen Preis bewerben, müssen in Westfalen beheimatet sein oder ihren Lebensmittelpunkt in Westfalen haben.
Der Thalia Förderpreis ist von der Thalia Gruppe gestiftet und steht allen deutschsprachigen AutorInnen offen.

Die Förderpreise werden für Werke verliehen, die sich durch Experimentierfreude und besondere Aufmerksamkeit im Umgang mit Sprache auszeichnen.
Beide Förderpreise sind mit einem Preisgeld von jeweils 2.250 Euro dotiert.

Teilnahmebedingungen für die Förderpreise

  • Eigenbewerbungen sind zugelassen.
  • Nachweis einer eigenständigen, nicht im Selbst- oder Druckkostenzuschussverlag erschienenen literarischen bzw. literaturwissenschaftlichen Buchveröffentlichung.
  • Einreichung von maximal 12 lyrischen Texten in sechsfacher Ausfertigung (mit Namen und Adresse versehen).
  • Der/die Preisträger/in verpflichtet sich zu einer nicht honorierten Lesung in Hagen unabhängig von der Preisverleihung.
  • Eine Bio-Bibliographie der Autorin/des Autors muss vorliegen.
  • Einsendeschluss ist der 5. April 2011.

Jury
Eine fünfköpfige Fachjury, der Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen Bereichen der Literaturvermittlung und -förderung, eine Lyrikerin bzw. ein Lyriker sowie eine Vertreterin/ein Vertreter der Stadt Hagen angehören, entscheidet sowohl über den Hauptpreis als auch über die Förderpreise.
Die Entscheidung der Jury ist nicht anfechtbar.
Ein Anspruch auf Preisvergabe besteht nicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die Bewerbungsunterlagen können aus organisatorischen Gründen nicht zurückgesandt werden.
Die Preisverleihung findet am 3. September 2011 in Hagen statt.

Einsendungen und Informationen:
Kulturbüro der Stadt Hagen
Museumsplatz 3
58095 Hagen
Sigrun Politt Telefon: 02331.207 48 70; Mail: sigrun.politt@stadt-hagen.de
Elena Grell Telefon: 02331.207 48 65; Mail: elena.grell@stadt-hagen.de
Rita Viehoff Telefon: 02331.207 26 21; Mail: rita.viehoff@stadt-hagen.de

Quelle: Uschtrin

Friedrich Martin von Bodenstedt

PB-Plotten: 21-23 – Überarbeitung

Den letzten Schritt in der Manuskripterstellung stellt die Überarbeitungsphase dar. Wie viele Durchgänge man dafür benötigt, ist vom Autor, aber auch vom Text abhängig. In meinem Modell sind es drei Arbeitsgänge, was aber nur als Orientierung gelten soll.

Es mag Autoren geben, die schon nach zwei Überarbeitungsschritten ein verlagsreifes Manuskript erreichen, andere müssen sich dagegen deutlich mehr Zeit nehmen.

Wer sein Manuskript von Testlesern, sogenannten Betalesern, gegenlesen lässt, wird vor und nach deren Zuarbeit mehrere Überarbeitungsdurchgänge durchführen. Und natürlich wird mindestens ein weiterer Duchgang fällig, wenn das Manuskript mit den Anmerkungen des Lektorats zurückkommt.

Es gibt durchaus die Meinung, dass die Hauptarbeit des Autors erst mit der Überarbeitung beginnt. Manche Autoren nehmen sich mehr Zeit für die Überarbeitung als für den vorhergehenden Schreibprozess.

In jedem Fall steckt in der Überarbeitung weit mehr, als manch angehender Autor offenbar darin vermutet. Denn die Korrektur von Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik macht dabei den kleinsten Teil aus.

Wer nicht stets einen Rundumschlag startet und alles, was ihm auffällt, sofort korrigiert, dem würde ich empfehlen, sich die Korrekturen für den Schluss aufzuheben. Schließlich ist es wenig sinnvoll, einen Abschnitt komplett zu korrigieren, der letztlich doch noch stark abgeändert oder gar ganz gestrichen wird.

Eine Überarbeitungsreihenfolge, die zu meinem Modell passt, könnte etwa sein:

  1. Änderungen, die das Gesamtkonzept betreffen oder die sich durch die Abschlussrecherchen ergeben haben, dazu eine gründliche Prüfung auf innere logische Zusammenhänge und Schlüssigkeit. Dabei auch ein besonderes Augenmerk auf stimmige Figuren und eine stimmige Figurenentwicklung, die Entwicklung des Konflikts und die (hoffentlich) bewiesene Prämisse legen. Am Ende dieses Durchgangs sollten alle inhaltlichen Streichungen und Änderungen bezüglich des Plots abgeschlossen sein.
  2. Stilanalyse! Jetzt werden die Formulierungen abgeklopft, Wiederholungen, sofern sie keine Funktion erfüllen und sich sinnvoll (!!!) vermeiden lassen, umschifft, man sucht nach Stilbrüchen und Unsauberkeiten im Ausdruck. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Dialoge, die man schleifen muss. Sie lassen sich fast immer bei der Überarbeitung noch verbessern. Wo es dem Werk angemessen ist, wird auf eine bildhafte Sprache geachtet (Metaphern, Vergleiche, Wortschöpfungen, …). Am Ende dieses Durchgangs sollte  das Manuskript stilistisch nach bestem Wissen und Gewissen in Topform sein.
  3. Prüfung von Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik (die Korrekturprogramme inkl. Dudenkorrektor können hier immer nur Teilarbeit leisten, sind niemals ausreichend).

Damit ist die Reihe PB-Plotten zu ihrem Ende gelangt. Ich hoffe, sie war ein bisschen hilfreich.

(PB-Plotten: Die Liste)

Literarisches Handeln im Internet

Literarisches Handeln im InternetGesine Boesken, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche Sprache und Literatur II an der Universität Köln, hat sich mit Literaturplattformen und ihren Usern im Internet beschäftigt. Unter anderem untersuchte sie „Autorenecke“, „Geschichtenweber“, „Kurzgeschichten.de“, „Die Kurzgeschichten-Welt“, „Leselupe“, „Lyrik-Forum“, „Schreibrunde“ und „WebStories“.

Ihre interessanten Ergebnisse sind in dem Buch „Literarisches Handeln im Internet – Schreib- und Leseräume auf Literaturplattformen“ zusammengefasst, das bei UVK erschienen ist.

Im Verlagstext heißt es:

Im Internet wird Literatur zum ›Breitensport‹: Literaturplattformen dienen zehntausenden von Nutzern als Treffpunkt, Ausstellungsraum und Werkstatt. Literarisches Handeln etabliert sich hier im Spannungsfeld von Dokumentation und Flüchtigkeit, Anonymität und (virtueller) Identität, Öffentlichkeit und Privatheit.

In ihrer literatursoziologischen, empirisch angelegten Studie untersucht die Autorin dieses Phänomen des aktuellen literarischen Lebens: Sie analysiert die den Plattformen zugrunde liegenden Strukturen und Mechanismen, beleuchtet die Motivation der Nutzer und zeigt Kriterien des Gelingens und Scheiterns.

Die Autorin promovierte mit dieser Arbeit 2009 an der Universität zu Köln.

Für Sprach- und Literaturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sowie Studierende der Fächer ist die Publikation eine interessante Lektüre, aber auch interessierte Laien oder Personen, die selbst in diesen Foren tätig sind, werden Freude an dem Buch haben. (merz, 04/2010)

Für die, die mal ins Buch hineinschnüffeln möchten, gibt es eine Leseprobe (Einleitung) und das Inhaltsverzeichnis, beides als PDF. Außerdem kann man auch bei amazon einen Blick ins Buch werfen.

Gesine Boesken
Literarisches Handeln im Internet
Schreib- und Leseräume auf Literaturplattformen

1. Auflage
2010, 290 Seiten, br.
ISBN 978-3-86764-236-1
Euro (D) 29,00 / Euro (A) 29,90 / SFr 42,90

Verlagsseite

Der / die / das Nächste bis 25.05.10

Essaywettbewerb – der/die/das Nächste bitte?!

Originalausschreibung: http://www.br-online.de/bayern2/nachtstudio/essaywettbewerb-derdiedas-naechste-bitte-ausschreibung-ID1264003233829.xml

und http://www.br-online.de/content/cms/Universalseite/2010/01/20/cumulus/BR-online-Publikation-ab-01-2010–28658-20100125143255.pdf

Die Suchmaschine findet: nächster Bäcker – 22.800 Einträge, nächster Vollmond – 39.800, nächstes Länderspiel – 228.000, nächstes Thema – 11.800.000, das nächste Mal – 19.600.000 Einträge. Wer oder was ist der/die/das Nächste bitte?

Im Diskurs über die gegenwärtige Gesellschaft ist oft vom Individuum die Rede. Das – zugespitzt – „unternehmerische Selbst“ ist Ausdruck der Subjektivierung unserer Gesellschaft. Die sozialen Netzwerke im Internet verstärken diesen Prozess. Die mediale Vielfalt schafft Unterhaltung und Kommunikation und gleichzeitig Vereinzelung. Ein Widerspruch?

Wir sind auf der Suche nach der heute gültigen Philosophie der nächsten Dinge. Müssen wir – frei nach Nietzsche – „wieder gute Nachbarn der nächsten Dinge“ werden? Sind Nachbar und Nachbarland tatsächlich näher als die Facebook-Freunde oder die globalisierte Ferne?

Schicken Sie uns Ihren Essay. Über das nächste Jahrzehnt, das nächste Ziel, den nächsten Sommer. Über die Nächstenliebe oder die nächste Liebe.
Oder über der/die/das Nächste bitte!

Abgabe 25. Mai 2010

Eine Jury wählt aus den Einreichungen die drei besten Essays aus.

1. Preis 3000.- Euro*
2. Preis 2000.- Euro*
3. Preis 1000.- Euro*

*Die Vergütung setzt sich aus den Sendehonoraren der beteiligten Rundfunkanstalten zusammen.

Der Essaywettbewerb wird veranstaltet von Bayern 2 gemeinsam mit SWR 2 und nordwestradio.

Die Gewinner-Essays werden ab Juli 2010 im Bayern 2-Nachtstudio, im SWR 2-Essay und in der Sendung Religion und Gesellschaft beim nordwestradio (Radio Bremen) präsentiert.

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Forum Essay 2010 im Bayerischen Rundfunk
Vorträge, Diskussion, Preisverleihung des Essaywettbewerbs „der/die/das Nächste bitte?!“

1. Juli 2010, 10.00 – 22.00 Uhr
Funkhaus des Bayerischen Rundfunks
Arnulfstrasse 42/44
80335 München

Themen

  • Chancen des Radioessays
    (Barbara Schäfer, Nachtstudio / Bayern 2)
  • Rückkehr des Essays online
  • New American Essay – eine Erfolgsgeschichte
  • Der Essay als Zufall
  • Filmessay / Essayfilm im Zeitalter der Blockbuster
  • Süchtig nach der wirklichen Welt – Essay, Dokument, Literatur
  • Verlagsecho

Forum Essay Diskussion: Sprache in den Medien – zwischen Künstlichkeit und Authentizität

Mit
Sybille Krämer, FU Berlin
Stephan Krass, Essay SWR
Volker Panzer, nachtstudio ZDF
Johannes Ullmaier, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

Information und Anmeldung:

Bayerischer Rundfunk
Nachtstudio/Bayern 2
Rundfunkplatz 1
80335 München

Tel: 089-5900-2301
E-Mail: nachtstudio@bayern2.de

Wende nicht die Redewendung

Redewendungen kennen wir alle. Und sie gehören zu den sprachlichen Bausteinen, die von angehenden Autoren besonders gern benutzt werden, so jedenfalls meine Erfahrung aus dem Lektorat.

Hin und wieder könnte man darüber streiten, ob es eine besonders kreative Leistung ist, seinen Text mit altbekannten Wendungen zu spicken, aber das soll nicht Thema dieses Beitrags sein.

Viele dieser Redewendungen sind mehr oder weniger feststehend, daher lassen sie sich nicht beliebig verwenden und verwandeln. Tut man das, läuft man zumindest Gefahr, dass die übertragene Bedeutung, die eine Redensart in sich trägt, verlorengeht. Die Folge sind im Allgemeinen die so gefürchteten Stilblüten.

So will Peter eben nicht in Franks Haut stecken. Weder will er hinter seiner Haut stecken noch hinter seinem Gesicht. Möglicherweise will er nicht in seiner Kleidung stecken, dann aber im wörtlichen Sinn, weil sie ihm nicht gefällt.

Wer etwas unter den Tisch kehrt, will etwas verheimlichen, wer dagegen etwas unter dem Tisch kehrt, macht dort sauber, wenn auch nicht besonders gründlich. Man kann allerdings auch etwas unter den Teppich kehren, wer nun wiederum etwas unter den Schrank, den Stuhl oder den Schreibtisch kehrt, wird sicher nicht als Reinigungskraft eingestellt.

Wenn jemandem das Herz aufgeht, muss er nicht gleich auf den Operationstisch. Dabei sollte man es dann auch belassen, statt ihm sein Herz eingehen zu lassen, ihm verschiedene andere Dinge anzutun oder diverse andere Körperteile aufgehen zu lassen.

Kurz: Auch hier heißt es wieder: Mach dir bewusst, was du schreibst. Schlag die Redewendung lieber noch einmal nach. Das geht auch bequem im Netz, zum Beispiel auf redensarten-index.de.

Gedanken-Übertragung

„Gedanken-Übertragung“ – Aphorismen-Wettbewerb 2010

Veranstalter: Förderverein des Deutschen Aphorismus-Archivs e. V. (www.dapha.de)  und Stadtmuseum Hattingen in Zusammenarbeit mit dem Stadtspiegel Hattingen

Lassen Sie sich anstecken! Keine Angst. Das ist trotz der aktuellen Bezüge hier ganz ungefährlich, zumal die Ansteckung metaphorisch bleibt. Beim Aphorismus werden ja paradoxerweise nicht Krankheitserreger, sondern Gesundheitserreger übertragen. Reden wir also besser von einer Denk-Anzettelung oder Denk-Anstiftung im Vorfeld des 4. Aphoristikertreffens im November 2010 in Hattingen unter dem Motto „Gedanken-Übertragung“.

Was ist beim Aphorismus nicht alles Gedanken-Übertragung! Schon der polnische Aphoristiker Lec sprach davon, dass „die Gedanken die Köpf wechseln und deren Form annehmen“ oder nehmen wir z.B. Piccabia: „Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung ändern können.“ Die Teilnehmer/innen des 4. Aphoristikertreffens werden sich 2010 intensiv mit folgenden Fragen beschäftigen: Wie kommt der Aphorismus von einer Sprache in die andere? (Was) verliert er nach innen? Was gewinnt er nach außen?  Aber auch: Wie und warum kommt der Gedanke zu (s)einem Bild? Wie kommt er von einer „großen“ in die kleine Gattung und umgekehrt? Wie und warum werden alle möglichen Materialien aus Zitat, Sprichwort, Redensart oder Märchen in den Aphorismus übertragen?

Über solche Fragen werden die Literaturexperten auf der Tagung lange reden. Liefern Sie in der gattungsgebotenen Kürze das Ihrige dazu! Denken Sie an Jean Pauls Devise: „Sprachkürze gibt Denkweite.“ Oder bürsten Sie das Thema kreativ gegen den Strich! Wo sollte das mehr erlaubt sein (oder sogar geboten?) als beim Aphorismus?

„Hattingen“ ist inzwischen mit den drei Aphoristikertreffen 2004, 2006 und 2008, dem Aphorismus-Archiv und seinen zahlreichen Veranstaltungen das Jahr hindurch zu einer Institution geworden, zur „Heimstadt des Aphorismus“. Der erste Wettbewerb 2008 war ein großer Erfolg und auf Grund dieser Resonanz soll auch jetztein Wettbewerb das Treffen im kommenden Jahr der Kulturhauptstadt RUHR 2010 begleiten.

Senden Sie max. 5 Aphorismen zum Thema „Gedanken-Übertragung“ bis zum 26. Februar 2010 an stadtmuseum@hattingen.de. Weitere Informationen unter www.aphoristikertreffen.de

Zu gewinnen gibt es einen 1 DVD-Player und Bücher. Außerdem wird es eine Anthologie mit den Gewinneraphorismen geben.

Warum bin ich kein Künstler?

Andere können mich ja betiteln, wie sie wollen, sofern sie es mit ihren Begrifflichkeiten vereinbaren können (und auch, wenn nicht), ich selbst würde mich nie als Künstler bezeichnen.

Nicht so sehr deshalb, weil ich mich nicht in irgendeiner Form als Künstler sehe, sondern eher deshalb, weil ich ständig die Notwendigkeit sähe, mich zu erklären oder gar zu rechtfertigen. Gerade Autoren (!!!) sehen sich eigentlich bei jedem Begriff, den man für sie verwenden könnte, mit diesem Problem konfrontiert. Vom Schreiberling bis zum Schriftsteller. Und erst recht, wenn sie sich den Künstlern zurechnen.

Nicht anders als die meisten Begrifflichkeiten einer Sprache lässt sich auch „Künstler“ nicht eindeutig definieren, ist von Bedeutungsvarianten geprägt, von denen zeitabhängig manche die Oberhand gewinnen.

Ich bin durchaus der Meinung, dass Schreiben eine kunstvolle Tätigkeit ist. Ich würde sogar weitergehen und die Schriftstellerei als eine Kunst bezeichnen. Nicht zuletzt deshalb, weil ich noch weitergehen würde und jede Form der kreativen Tätigkeit, unabhängig von Professionalität, Erfolg, allgemeiner oder individueller Anerkennung, als künstlerische Betätigung sehen möchte. Der Künstler als ein Mensch, der sich kreativ betätigt, um etwas zu erschaffen, dessen Sinn zu einem großen Teil in der ästhetischen Betrachtung liegt, ohne dabei von äußeren Bewertungsmaßstäben abhängig zu sein.

Damit würde der Begriff ein sehr neutraler und gleichzeitig freier. Ob meine Bilder in großen Galerien ausgestellt werden oder am Kühlschrank hängen, ob mein selbst entworfenes T-Shirt einen Designpreis erhält oder es nur der Enkel durch die Gegend trägt, ob meine Romane bei Suhrkamp erscheinen oder auf BookRix, das alles wäre für den Begriff des Künstlers, der in jeweils dem einen und dem anderen Fall kreativ geworden ist, unerheblich.

Tatsächlich kann man gerade im Internet oft den Eindruck gewinnen, dies sei eine weit verbreitete Meinung. Überall finden sich Plattformen für Künstler, die an ihre User keine weiteren Ansprüche stellen, als dass sie eben kreativ tätig geworden sind. Und nirgends sonst findet man den Begriff Künstler als Eigenbezeichnung häufiger als dort. Mehr noch entwickelt er sich auf solchen Seiten schnell zu einem Begriff der besonderen Gemeinsamkeit. Einem Begriff der Betonung. Einem Begriff der Abgrenzung.

Gerade da, wo die Hürde, sich als Künstler zu bezeichnen, besonders niedrig ist, wächst der Anspruch, sich mit dieser besonderen Leistung von anderen abzuheben. „Wir, die wir ja Künstler sind, …“ „Als Künstler haben wir doch alle …“ „Ein Künstler zeichnet sich doch gerade dadurch aus …“

Gleichzeitig wird der Begriff dadurch erweitert, dass ihm angeblich eine bestimmte Lebensphilosophie innewohnt. Künstler sind nicht mehr normale Menschen, die eine bestimmte Tätigkeit ausüben, sondern sie sind eine besondere Art Mensch.

Natürlich bleibt das alles eine Frage der Begrifflichkeiten. Welche Ansprüche man an jemanden stellt, dem man zugesteht, ein Künstler zu sein, ob man eine bestimmte Lebensphilosophie, eine individuelle oder allgemeine Bewertungsskala, Erfolg (oder gerade fehlenden Erfolg) oder was auch immer als Maßstab setzt, bleibt jedem selbst überlassen.

Das Problem ist eben, dass ein Gegenüber möglicherweise ganz andere Maßstäbe ansetzt. Ob ich mich also überhaupt verständlich machen kann, wenn ich mich als Künstler bezeichne, ist eher fraglich und höchstwahrscheinlich immer von nachgelieferten Erklärungen und Rechtfertigungen abhängig.

Daher verzichte ich darauf, was mir nicht schwerfällt, weil ich mir allein dafür, dass mich andere als Künstler sehen oder nicht, nichts kaufen kann. Ich fühle mich dadurch weder besser noch schlechter. Und wenn jemand der Meinung ist, ich wäre aus diesen und jenen Gründen ein Künstler, sei ihm das ebenso erlaubt wie dem, der meint, ich sei aus jenen oder diesen Gründen eben kein Künstler.

Ich muss mich weder ab- noch ausgrenzen, mich weder größer noch kleiner machen, als ich bin. Ich weiß, was ich tue, ich weiß, warum ich es tue, und ich kann einigermaßen abschätzen, was dabei herauskommt. Mehr muss ich nicht wissen. Ob ich deshalb in anderer Augen ein Künstler bin, Autor, Schriftsteller, Schreiberling, Hobby-Literat oder was auch immer, ist mir ziemlich schnuppe.

Glücklicherweise habe ich damit auch keinerlei Probleme, doch ich wundere mich manches Mal, welche Bedeutung dem von diesem oder jenem zugemessen wird.

Ich muss mich weder ab- noch ausgrenzen, mich weder größer noch kleiner machen, als ich bin.