Verrückte Sätze: Überfall

Überfall
Überfall
© yogo

Hiermit beginne ich im Rahmen der Schreibübungen eine neue Kategorie, die einfach ein bisschen eure Kreativität herausfordern und dabei Spaß machen soll.

Es geht um verrückte Sätze, Sätze also, die aus einem Zusammenhang herausgerückt wurden, den ihr erst herstellen sollt. Schreibt eine kurze Szene, in der die Sätze vorkommen. Sie müssen nicht von zentraler Bedeutung für die Szene sein, dürfen einem Leser aber auch nicht fehl am Platz vorkommen. Versucht die Szene möglichst kurz zu gestalten, sagen wir etwa zehn Sätze.

Die heutige Szene soll sich um einen Raubüberfall gleich welcher Art drehen. Vorkommen müssen die folgenden Sätze:

Ich liebe dich.

Lass uns einkaufen gehen.

Weitere Schreibübungen

Der Minitipp: Papierkorb

© Stephen VanHorn
© Stephen VanHorn

Was gerade Schreibanfänger oft erst noch verinnerlichen müssen: Ein Autor sollte frühzeitig ein freundschaftlich entspanntes Verhältnis zu seinem Papierkorb aufbauen, sei es nun der virtuelle oder der, der neben dem Schreibtisch steht.

Wörter, Sätze, Szenen, ganze Kapitel werden dort landen. Nicht selten bleibt von einem geplanten oder sogar bereits geschriebenen Manuskript nicht mehr als die Idee. Manchmal nicht einmal diese.

Mit Übung und Erfahrung wird man diese Beziehung lockern können, ganz aufgeben wird man sie nie.

Kreatives Schreiben in Schreibschrift

Ich bin mal wieder auf ein Blog gestoßen, das ich euch nicht vorenthalten will. schreibschrift beschäftigt sich offenbar in vielfältiger Weise mit dem Thema Kreatives Schreiben.

Gleich vorweg: Ich kann und will schreibschrift nicht abschließend hinsichtlich seiner Nützlichkeit oder sonst irgendeiner Qualität beurteilen. Ich habe bestenfalls ein bisschen quergelesen, was einerseits an der mir fehlenden Zeit liegt, andererseits einfach daran, dass meine ganz persönliche Motivation zu schreiben sicherlich ein wenig von der Intention dieses Blogs abweicht.

Generell halte ich aber alle Blogs, die Schreibenden Anregungen geben, wie man sich auf unterschiedliche (kreative) Weise mit seinem Schreiben auseinandersetzen kann, für eine Bereicherung.

Ein wenig verwundert war ich bei einem Blog mit diesem Thema über die konsequente Abkehr von der Großschreibung, die möglicherweise eine kreative Interpretation des Blogtitels darstellt.

Gewundert habe ich mich auch über den Artikel schreibidee (203), der mich überhaupt zu dem Blog geführt hat. Ich habe den Ansatz einfach nicht verstanden, was aber an meiner beschränkten Auffassungsgabe liegen mag. Besonders schwer fiel es mir, die Bedeutung von „nachsetzen“ im Sinne von jagen,  verfolgen, mit der Bedeutung desselben Wortes im Sinne von (in einer Diskussion) noch einen draufsetzen, das letzte Wort haben in Gleichklang zu bringen, wie es der Artikel offenbar versucht. Aber für die Schreibübung ist das sicher nicht nötig.

Ohnehin halte ich die zwei Schreibaufgaben, die ich überflogen habe, für wichtig und gut ausgewählt. Eine hatte zum Inhalt, Tempo in das Geschriebene zu bringen, die andere beschäftigte sich mit den so wichtigen ersten Sätzen.

Daher kann ich Interessierten nur empfehlen, sich selbst ein Bild zu machen. Vielleicht tauchen ja hier in den Kommentaren ein paar Erfahrungsberichte oder Hinweise auf ähnliche Seiten auf.

Gedanken zur Inquitformel

„Du sollst nicht so oft ’sagte‘ schreiben!“, sagte sie.
„Warum nicht?“, fragte er.
Sie schlug auf den Tisch und sagte: „Weil sich das nicht gehört!“
„Warum nicht?“, fragt er.
„Das sagen alle“, sagte sie.

„sagte sie, sagte er, fragte sie, …“ sind die sogenannten Inquitformeln, Einschübe in den Dialog, die so genannt werden nach dem lateinischen inquit, er sagt, er sagte.

Und viele werden der Sie in dem Beispieldialog sofort recht geben, wenn sie fordert, nicht ständig das „sagte“ zu wiederholen.

Nun haben Inquitformeln vor allem eine Funktion: Sie kennzeichnen im Dialog, welcher Figur welche Dialogzeilen zuzuordnen sind. Denn leider können wir ja nicht mit verstellten Stimmen schreiben. Oder doch? Vielleicht zum Teil.

Indem wir den Figuren durch Wortwahl, Stil und Sprechweise eigene Stimmen geben, können wir manche Inquitformel vermeiden. Auch das Gesagte selbst kann idealerweise deutlich machen, von wem es stammt.

Und doch werden wir immer wieder, vor allem dann, wenn mehrere Figuren am Dialog beteiligt sind, mit Inquits eindeutig machen müssen, wer der jeweilige Sprecher ist.

Nun kommt die Zeit der Synonyme, denn schließlich ist eine der ersten vielbeschworenen Regeln für angehende Autoren, man solle unbedingt Wiederholungen vermeiden. Man sollte diese wie jede andere Schreibregel schon allgemein mit Vorsicht betrachten, aber wie sieht es speziell bei den Inquits aus?

„Du sollst nicht so oft ’sagte‘ schreiben!“, sagte sie.
„Warum nicht?“, fragte er.
Sie schlug auf den Tisch und antwortete: „Weil sich das nicht gehört!“
„Warum nicht?“, wollte er wissen.
„Das sagen alle“, entgegenete sie.

Na also, geht doch. Keine der Inquitformeln wiederholt sich. Allerdings ist dieser Dialog auch recht kurz. Was, wenn wir eine lange Dialogpassage haben? Finden wir dann noch genug Synonyme?

„Du sollst nicht so oft ’sagte‘ schreiben!“, forderte sie.
„Warum nicht?“, staunte er.
Sie schlug auf den Tisch und schrie: „Weil sich das nicht gehört!“
„Warum nicht?“, wiederholte er.
„Das sagen alle“, beharrte sie.

Man muss eben kreativ sein. Die beiden könnten auch etwas meinen, klarstellen, betonen, rufen, flüstern, …

Aber halt, ganz so einfach ist es nicht. Und mancher Lektor beginnt hier vielleicht schon, skeptisch eine Augenbraue zu heben. Die Meinungen darüber, was man als Inquitformel verwenden kann, soll und darf, gehen weit auseinander. Aber wo liegt das Problem?

„sagen“ und „fragen“ sind sehr neutrale Inquits, die kaum mit  Nebenbedeutungen belastet sind. Ähnlich sieht es mit „entgegnen“ und „antworten“ aus.

„rufen“, „schreien“, „flüstern“, whispern“ und ähnliche Verben sagen zusätzlich etwas aus zur Intensität, mit der der Sprecher etwas sagt. Wenn es passt, okay. Aber nur, um „sagte er“ nicht zu wiederholen, sollte man sicher nicht jeden Dialog zu Flüstern und Schreien werden lassen.

Wirklich kritisch wird es aber mit solchen Inquits, die in der Bedeutung weit über das einfache Ausprechen der Worte hinausgehen. Um den Artikel nicht ausufern zu lassen, will ich hier mal ein paar Problemfälle deutlich machen, die, wie ich hoffe, das Problem insgesamt deutlich machen:

„Was mich mal total interessiert: Hast du ein Auto?“, wollte sie wissen.
„Nein, habe ich nicht“, verneinte er.

Natürlich erfüllen diese Inquitformeln noch immer die Grundfunktion, nämlich die Sprecher zu kennzeichnen. Aber darüber hinaus liefern sie weitere Informationen. Und diese sind vollkommen redundant!  Dass sie etwas wissen will, weiß der Leser bereits, wenn er ihre Frage liest. Dass er verneint, wird ebenfalls aus dem Gesagten selbst deutlich. Die Informationen sind überflüssig und haben damit im Text nichts zu suchen.

Es stellt sich also die Frage, ob man, wenn man nur noch solche mit Redundanz belasteten Inquits als Synonyme zur Verfügung hat, nicht doch lieber wiederholt.

„Das war ein guter Witz“, lachte sie.
„Fand ich auch“, prustete er.

Inquitformeln, die man immer wieder liest. Was sie aber in manchen Augen nicht unbedingt besser macht. Denn ich bin sicher, den Wenigsten wird es gelingen, einen Satz zu lachen oder zu prusten. Man kann den Satz aussprechen und danach lachen. Oder davor. Gern auch beides. Man kann zwischen den Worten lachen. Gleiches gilt für das Prusten. Aber man kann sich nicht lachend artikulieren. Und falls es Leute gibt, die es doch können, müsste das Gegenüber mit Sicherheit antworten: „Ich habe kein Wort verstanden.“

Korrekt wäre also entweder „sagte sie und lachte“ oder bestenfalls „sagte sie lachend“.

Während diese beiden Formeln dennoch von den meisten Lektoren (vielleicht nicht immer lachend) akzeptiert werden dürften, treibt gerade diese problematische Form schnell seltsame Blüten:

„Was für ein schöner Morgen“, öffnete sie das Fenster.
„Ich muss los!“, rannte sie aus dem Haus.
„Entschuldige bitte“, staubsaugte sie direkt vor seinen Füßen.

Meine Empfehlungen lauten daher:

  1. Verwende Inquitformeln sparsam, wenn du sie mithilfe der kennzeichnenden Figurenrede und durch inhaltliche Klarheit vermeiden kannst, ohne dass der Leser raten muss, wer gerade spricht.
  2. Scheue nicht die einfachen Formen, etwa sagen, fragen, antworten, entgegnen. Das Problem der Wiederholung wird hier oft überschätzt, weil der Leser (sofern er nicht selbst schreibt und „regelkundig“ ist) solche Inquits gewohnt ist, sie praktisch überliest und als Information nur herauszieht, wer spricht.
  3. Wo du doch glaubst, Wiederholung vermeiden zu müssen, suche nach solchen Verben, die von der Bedeutung her nicht überladen sind, die treffend sind und die sich mit dem Akt des Sprechens vereinbaren lassen.
  4. Vermeide Redundanz.
  5. Versuche nicht, Verben als Inquitformel zu verwenden, die eigentlich Tätigkeiten bezeichnen, die während des Sprechens (nebenher) ausgeführt werden.

Ich für meinen Teil nutze hin und wieder eine weitere Gruppe von Verben, die möglicherweise nicht jeder gelten lassen würde. Sie stelle ebenfalls einen Grenzbereich dar:

„Welch großartiges Bauwerk“, schwärmte er.
„Das ist mein Lieblingsessen!“, frohlockte sie.
„Er war ein treuer Partner“, trauerte sie.
„Ich bin angenommen“, freute er sich.

Keines dieser Verben ist strenggenommen ein Verb des Sprechens. Wer jedoch schwärmt, tut das meist, indem er spricht. Anders gesagt, ist der Sprechakt Teil des Schwärmens, Frohlockens, Trauerns oder Freuens. Das, was die Figur sagt, ist Ausdruck ihres Schwärmens, …

„freute er sich“ fällt für mich ein bisschen aus dieser Reihe heraus und ich persönlich würde es eher nicht nutzen. Vermutlich, weil es doch eher die Assoziation des Zusätzlichen als des Übergeordnenten zulässt:

„Welch großartiges Bauwerk“, sagte er und schwärmte.
„Ich bin angenommen“, sagte er und freute sich.

Der erste Satz will nicht so richtig funktionieren. Wir können das Schwärmen von der Aussage nicht loseisen. Mit dem Freuen geht das problemlos.

Inquitformeln sind also letztlich weitgehend auch eine Geschmackssache. Wie weit man gehen kann, wird möglicherweise letztendlich vom jeweiligen Lektor bestimmt. Mit etwas Glück ist der kompromissbereit. Wer auf dieses Glück nicht bauen will, sollte sich hinsichtlich der Formeln vielleicht schon frühzeitig etwas zügeln.

PB-Plotten: 19 – Rohmanuskript

Tja, ob man nun viel oder wenig Aufwand mit dem Plotten betrieben hat, die eigentliche Schreibarbeit hat man erst noch vor sich. Und deren Ergebnis kann immer nur eine erste Fassung sein, ein Rohmanuskript, das von der Endfassung noch den einen oder anderen Überarbeitungsschritt entfernt ist.

Auch wird die umfangreichste Vorausplanung nicht vollständig davor schützen, beim Schreiben nicht doch noch Lücken, Fehler oder Verbesserungsmöglichkeiten zu finden.

Wie man damit umgehen sollte, ist schwerlich in einen allgemeinen Empfehlung auszudrücken. So gibt es Autoren, die es schaffen, sich während der Niederschrift der Rohversion von allen perfektionistischen Korrekturteufeln freizumachen. Sie schreiben den Text herunter, ohne sich schon um den optimalen Ausdruck zu scheren, merken Lücken und Schwächen im Manuskript bestenfalls an und schieben die Beseitigung aller Unklarheiten bis zur Überarbeitungsphase auf.

Auf der anderen Seite stehen die, die kaum einen einzelnen Satz zu Papier bringen, ehe sie nicht davon überzeugt sind, dass der vorherige sein bestmögliches Outfit angelegt hat, die nicht weiterkommen, wenn sie nicht auch noch das letzte Detail, das ihnen den Weg versperrt hat, in Grund und Boden recherchiert haben, die keine neue Szene beginnen können, wenn sie in der vorhegehenden noch eine klitzekleine logische Schwäche vermuten.

Letztere Spezies, zu der ich mich auch rechne, hat den Vorteil, mit der ersten Fassung der Finalversion schon recht nahe zu kommen. Dafür allerdings hat sie größere Schwierigkeiten, täglich eine gleichbleibend hohe Schreibleistung zu erzielen. Kleinigkeiten sorgen für Unterbrechung und können hin und wieder zur Verzweiflung führen.

Wer es kann, der sollte durchaus versuchen, die Rohversion quasi in einem Rutsch zu erstellen. Wer umfangreich plottet, sollte auch dann in der Überarbeitungsphase keine allzu großen Schwierigkeiten mit grundlegenden und/oder sehr umfangreichen Nachbesserungen und Änderungen bekommen.

Wo allerdings etwas grundsätzlich nicht funktioniert, sollte man darauf achten, dass man nicht sinnlos weiterschreibt.

(PB-Plotten: Die Liste)

PB-Plotten 12: Szenenplanung/Zeittafel

Mit diesem Schritt schließen wir die eigentliche Plotarbeit im Prinzip ab. Soll heißen, dass am Ende der Szenenplanung jede Szene, die im späteren Manuskript auftaucht, geplant ist. Und zwar auch hinsichtlich der endgültigen Reihenfolge der Szenen, also entsprechend dem beabsichtigten Spannungsbogen und mit allen Handlungssträngen des Romans.

„Endgültig“ bedeutet, dass wir am Ende der Szenenplanung davon überzeugt sein sollten, der Roman werde genau in dieser Form funktionieren. Ob wir später dennoch Korrekturen vornehmen müssen, wird sich schließlich erst später herausstellen. Und natürlich zählt auch hier: Wer sich gern noch einiges offen lässt, soll das tun.

Ob man die Szenen zu diesem Zeitpunkt schon Kapiteln zuordnen kann, ob man die Kapitel möglicherweise vorziehen will oder sie, wie in meinem Modell, bestimmt, wenn alle Szenen geplant sind, bleibt ebenso jedem selbst überlassen.

Der Szenenplanung (Storyboard) kann, wenn nötig, eine Zeittafel zugefügt werden, die sich am besten gemeinsam mit dem Storyboard entwickeln lässt. Je nach Roman kann sich beides entsprechen.

Der Unterschied liegt aber normalerweise darin, dass die Zeittafel sich streng an die chronologische Abfolge der Ereignisse hält. Da sie dem Autor dazu dient, die Übersicht über alle Abläufe zu behalten, kann sie auch solche Ereignisse aufnehmen, die im Roman gar nicht oder nur angedeutet vorkommen. So kann sie etwa die Bewegungen feindlicher Truppen datieren, die Unternehmungen des Mörders oder eines Assistenten des Ermittlers festhalten oder historische Ereignisse verzeichnen.

Das Storyboard hält sich stattdessen, wie schon gesagt, genau an die Dramaturgie des Romans.

Ebenso wie bei den Schlüsselszenen, die natürlich im Szenenplan erneut auftauchen, reicht dem einen ein prägnanter Satz pro Szene, der andere spendiert jeder Szene ein Exposé. Hier spielt auch die Übersichtlichkeit eine Rolle. Wer keine Autorensoftware benutzt, kann sich mit Tabellen oder Links in HTML-Dokumenten weiterhelfen. So könnte etwa eine verlinkte Szenenüberschrift zu den Details der Szene führen.

(PB-Plotten: Die Liste)

PB-Plotten 2: Arbeitspitch

„Das Futter geht aus“ ist eine Art James Bond im Zootierreich. Leo Schnee, der Agent unter den Schneeleoparden des Rostocker Zoos, muss die Pläne des fiesen King Löw im Kampf um die Futterreserven vereiteln.

Unter den Schreibern sorgen die Begriffe Pitch, Log Line und Prämisse immer wieder für Verwirrung. Mal werden alle in einen Topf geworfen und möglicherweise noch mit weiteren vermischt, mal versucht man sie sauber zu trennen, obendrein definiert sie beinahe jeder ein bisschen anders.

Klar ist, dass alle drei Begriffe eine radikale Zusammenfassung dessen darstellen, was im Roman (oder dem Drehbuch/Film) passiert. Es würde zu weit und vom eigentlichen Thema wegführen, wollte ich nun jedem Begriff die möglichen Definitionen zukommen lassen, daher will ich versuchen, möglichst praktisch zu bleiben, denn schließlich geht es ja darum, dass sie uns beim Plotten helfen sollen.

Deshalb vergessen wir die Log Line einfach wieder. Wir fassen sie einfach als eine Unterart des Pitches auf, denn sie erfüllt dieselbe Funktion. Wir unterscheiden also nur zwischen Prämisse und Pitch.

Die wichtigste Unterscheidung ist dabei die, dass der Pitch ein Verkaufsargument, die Prämisse ein Werkzeug zur Schreibarbeit des Autors ist. Damit legen wir nun auch die Prämisse beiseite, bis sie in unserer Liste an der Reihe ist, und konzentrieren uns ganz auf den Pitch.

Der Pitch dient also dem Verkauf. Verkauft werden soll entweder ein Manuskript an einen Verlag oder eine Agentur oder aber das fertige Buch an den Leser. Der Pitch vereint dementsprechend Inhaltsangabe und Werbung.

Dabei soll auf das Manuskript oder das Buch mit wenigen Sätzen (ca. 1-3) neugierig gemacht werden. So wie das in dem Beispiel, das ich vorangestellt habe, geschieht.

Häufig nutzt man der Effiziens wegen beim Pitchen den Vergleich mit Bekanntem, in meinem Beispiel etwa mit James Bond. Wir kennen das von vielen Klappentexten, auf denen wir lesen, der Fantasyroman sei ein moderner „Herr der Ringe“, die Heldin des Kinderbuchs eine Pippi Langstrumpf in der Großstadt oder der Detektiv ein Sherlock Holmes des Computerzeitalters.

Der Vergleich ist aber nur eine Möglichkeit, denn im Prinzip geht es einfach darum, die Frage „Worum geht’s?“ so knapp wie möglich zu beantworten. Das ist die nüchterne Basis, die dann appetitlich angerichtet wird.

Wer dabei sehr genau vorgehen will, versucht in seinem Pitch die 6 Ws zu beantworten: wer, was, wann, wo, wie und warum. Nicht immer ist allerdings das Wann, Wo und Wie für die Vorstellung der Geschichte wirklich so bedeutend. Bliebe folgendes übrig: Wer macht was und warum?

Auch müssen die Fragen nun nicht stoisch beantwortet werden, wie ja  unser Beispiel zeigt, in dem es schließlich auch heißen könnte: Leo Schnee bekämpft King Löw, weil der die Futterreserven an sich bringen will.

Alternativ kann man sich auch folgende Fragen stellen:

  1. Wer ist die Hauptfigur?
  2. Welches Ziel verfolgt sie?
  3. Wer oder was steht ihr dabei im Weg?
  4. Was macht diese Geschichte zu etwas Besonderem?

 

In diesem Fall zielen die ersten drei Fragen deutlicher auf den Hauptkonflikt, die vierte sucht nach dem, was neugierig macht, im Idealfall nach dem Alleinstellungsmerkmal. Unser Beispiel beantwortet auch diese Fragen:

  1. Leo Schnee.
  2. Die Zootiere vor King Löws Terrorplänen zu schützen.
  3. King Löw
  4. Es ist eine Agentengeschichte á la James Bond mit tierischen Protagonisten.

Wir sehen nun, dass das Beispiel auch das Genre verrät (in diesem Fall durch den Vergleich mit James Bond). Das ist zwar keine Pflicht, aber es beitet sich in der Regel an.

Gerade als Appetitmacher ist die Frage 4 enorm wichtig, denn der Pitch soll ja Interesse wecken. Würde unser Pitch lediglich von einem Agenten erzählen, der die Welt vor einem Bösewicht retten will, wäre da noch nicht viel Interessantes dabei. Erst das Setting im Zoo und die Tiere als Figuren machen das Besondere aus.

Gleiches gilt auch für den Vergleich. „‚Das Futter geht aus‘ ist eine Art James Bond“, macht noch nicht viel her.

Nun dürften sich die meisten fragen, was denn jetzt eigentlich dieses Werbeinstrument Pitch in der Planungsphase, auch noch ganz am Anfang dieser zu suchen hat. Er soll hier eben nicht Verkaufs-, sondern Arbeitspitch sein.

Als solcher erfüllt er im Wesentlichen zwei Funktionen:

  1. Am Anfang der Planungsphase soll er den Autor zwingen, sich bewusst mit der Essenz seiner Geschichte auseinanderzusetzen. Der Autor soll sich selbst die Frage stellen, worum es geht. Wer das, speziell bei seinem eigenen Werk, schon einmal versucht hat, wird wissen, dass das schwieriger ist, als man annehmen möchte. Mit dem Arbeitspitch legt man die wichtigten Eckpunkte fest, eben mindestens wer, was und warum. Und ganz gewiss nicht zuletzt prüft man damit schon ein allererstes Mal, ob man überhaupt eine interessante, eine besondere Geschichte erzählen wird. Denn natürlich ist das Alleinstellungsmerkmal nicht immer so offensichtlich wie in meinem Beispiel.
  2. Im weiteren Verlauf der Planung und im späteren Schreibprozess dient der Pitch als Richtschnur, damit man sich nicht verläuft. Jetzt weiß man, worum es eigentlich geht, und wird immer abgleichen können, ob man auch noch richtig geht oder ob man sich verläuft.

Hat man den Pitch erst einmal, ist es durchaus nicht die schlechteste Idee, ihn ein bisschen bei Verwandten und Freunden auszutesten. Wenn er auch diese neugierig macht, ist man wahrscheinlich auf dem richtigen Weg und kann sich das Ding am besten an den Bildschirm pappen.

Zuletzt will ich noch einmal darauf hinweisen, dass das Pitchen alles andere als eine leichte Angelegenheit ist. Es wird manchem nicht auf Anhieb gelingen und braucht durchaus ein bisschen Übung. Daher noch ein paar kleine Hilfestellungen:

Am schwersten dürfte es den meisten fallen, ihre Geschichte (bzw. die Idee davon) auf wenige bis zu einem einzigen Satz einzudampfen. Man kann sich aber nach und nach dahinarbeiten. Vielleicht kommt man zu Beginn noch auf eine halbe Seite. Die lässt man dann ein, zwei Tage ruhen und nimmt sie als Ausgangsbasis um weiter zu streichen. So lange bis am Ende die Essenz in  ein bis maximal drei Sätzen steht.

Ein guter (und weitverbreiteter) Rat ist, sich vorzustellen, man stünde einem Agenten, Lektor oder Verleger gegenüber und müsse ihn in wenigen Sekunden davon überzeugen, sich das Exposé des Romans anzuschauen. Dann bleibt einem nämlich nur die Möglichkeit, zu pitchen.

Üben kann man das auch in realen Situationen, wenn man zum Beispiel einem Freund auf die Frage, worum es in einem Film oder einem Buch geht, antwortet. Natürlich ebenfalls in aller Kürze.

Beispiele findet man bei den Profis. Oft wird dabei auf Klappentexte verwiesen, allerdings beanspruchen viele davon eben deutlich mehr als ein bis drei Sätze. Dennoch findet man nicht selten einen Einleitungspitch oder einen zusammenfassenden Pitch am Ende des Klappentextes.

Besonders zu empfehlen sind aber Fernsehzeitschriften. Die kurzen (!!!) Texte zu  den Filmen (vorzugsweise zu solchen, die die Zeitschrift als empfehlenswert erachtet) erfüllen in der Regel die Ansprüche an einen guten Pitch zumindest teilweise. Beispiele gefällig (TV Spielfilm 19/10):

„Rennschwein Rudi Rüssel“: Ferkel Rudi stürzt das Leben der Familie Gützkow ins Chaos…

„Abenteuer in Kenia“: Das amerikanische Geschwisterpaar Ted und Susan erleben [sic!] in Afrika tierische Abenteuer mit einem Geparden.

„Barbie und ‚Die drei Musketiere'“: Provinzgöre (Barbie) träumt davon, Musketier am französischen Königshof zu werden…

„Marfouz und die Frauen“: Als der Friseur Marfouz mit einer Braut nach Toulouse zurückkehrt, schwören seine Geliebte Djamila und ihre Freundinnen Rache. – Dieser […] Film schildert satirisch die Konflikte von Einwanderern aus islamischen Ländern.

„Jurassic Park“: Geklonte Dinos laufen auf einer Vergnügungsinsel Amok.

(PB-Plotten: Die Liste)

Ein Satz

Heute gibt es eine weitere Leseprobe aus der Anthologie „Rostocker Auslese – Lesebühne 2004“. Der Kürzesttext „Ein Satz“ wurde außerdem in weiteren kleineren Textsammlungen und online veröffentlicht.

Ausnahmsweise habe ich mich entschieden, den nicht ganz ernst gemeinten Text vollständig zu posten. 😉

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„Wir sagen uns in einem Satz“, sagst du, „was uns in unserer Beziehung stört!“
„Gut“, sage ich und: „Fang du an!“
„Nein, ich möchte, dass du anfängst“, sagst du.
„Warum?“, frage ich.
„Es ist besser für die Konstruktion“, sagst du.
Ich verstehe nicht, gebe mich aber geschlagen.
„Ich denke“, sage ich, „wir sollten uns gegenseitig mehr Freiheiten lassen.“
„Ich denke“, sagst du, „weil es einfach zu einer guten Beziehung, die harmonisch ablaufen soll, was man sich ja wohl von jeder Beziehung, die wie unsere auf lange Sicht, das willst du doch auch, zumindest hatte ich, die ich, und zwar liebend gern, dass kannst du mir glauben, schon so viel investiert habe, dich so verstanden, halten soll, wünscht, dazugehört, dass du, und natürlich auch ich, wie du, und ich weiß, dass du würdest, antworten könntest, während ich aber der festen Überzeugung bin, dass ich, und jede meiner Freundinnen, denen du unrecht tust, indem du sie, die dir wirklich gut sind, nicht magst, bestätigt das, oft genug nachgegeben und, wirklich nicht immer gern, aber ich glaube eben an uns, zurückgesteckt habe, kompromissbereiter sein solltest.“
Dann atmest du wieder.

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Rostocker AusleseJohanna Michallik (Hrsg.)
Rostocker Auslese – Lesebühne 2004
Taschenbuch, 239 Seiten
BS-Verlag, 2005
ISBN: 978-3899541274

Mit einem Vorwort von Philipp Bobrowski

Viel zu tun bis Ende Juli

Heute soll nicht nur eine Ausschreibung im Mittelpunkt stehen, denn es sind so viele, dass ich mit einer pro Woche gar nicht auskommen würde. So will ich an dieser Stelle die wichtigsten Ausschreibungen für diesen Monat in chronologischer Reihenfolge (Einsendeschluss) verlinken:

  1. 11.07.10:  Prinzenraub – Altenburger Stückewettbewerb, 5000 Euro, Theaterstück (Exposé, Treatment + 2 Szenen bzw. 4 – 8 Seiten), Friedrich I. in Altenburg, bei Auswahl Endfassung bis 30.05.11),
  2. 15.07.10: Wettbewerb zum Treffen junger AutorInnen, Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren,
  3. 15.07.10: 18. open mike 1010, 7500 Euro, bis 35 Jahre, ohne eigene Buchpublikation, Text(auszug) von ca. 15 Minuten Lesezeit,
  4. 15.07.10: Hildesheimer Lyrik-Wettbewerb, Thema: „Es ist, wie es ist“, bis zu 3 Gedichte, Preisträger werden im öffentlichen Nahverkehr Hildesheims präsentiert,
  5. 27.07.10: DailyDeal Schreibwettbewerb: Nimm das Angebot an, Texte, maximal 10 Seiten, Satzvorgabe: „… und er nahm das Angebot an.“, Internetveröffentlichung, eReader, weitere Preise
  6. 31.07.10: „poet / bewegt“, Lyrik, Kurzprosa oder Kurzdrama, Alter: 15-27 Jahre, regionaler Bezug: Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thürigen,
  7. 31.07.10: Post Poetry – Gedichte zum Versenden, Lyrik, regionaler Bezug: Rheinland, Alter: 16-25 Jahre, 9 PreisträgerInnen: jeweils ein Text auf Postkarte in sehr hoher Auflage, 100 Euro Honorar,
  8. 31.07.10: 7. Schreibwettbewerb für junge Menschen der Tübinger Buch- und Kunsthandlung Wekenmann, erzählende Prosatexte, Kurzgeschichten (unveröffentlicht) zum Thema „In virtuellen Welten unterwegs“, Alter: geboren zw. 1984 und 1994 (16-26 J.), Bezug: Baden-Württemberg, Preise im Gesamtwert von 2.000 Euro,
  9. 31.07.10: „Ich und mein iPhone“ – Kurzgeschichten-Wettbewerb, iPhone-Geschichten (unveröffentlicht), die 15 Besten werden als Hörbuch-Anthologie produziert, die Gewinner erhalten jeweils 10 Freiexemplare davon sowie ein Hörbuchpaket im Wert von 200 Euro.

Mehr Ausschreibungen und Wettbewerbe

Der Sätze-Sammler

Ich bin auf einen lustigen Sammler gestoßen. Martin Clemens sammelt Sätze. Daher nennt er sein Blog auch „Literaturprojekt SätzeSammeln“ . Auf seinem Blog schreibt er dazu:

Dieses Literaturprojekt widmet sich gefundenen Sätzen. Sätze, die uns zufällig begegnen, unerwartet einfallen und nicht aus dem Kopf gehen. Sätze, die wie Aphorismen Teile der Welt beschreiben. Sätze, die eine poetische Kraft haben wie eine rausgerissene Zeile aus einem Gedicht. Sätze, die in ihrer Widersinnigkeit philosophischen Tiefgang haben.

Wer Sätze dazu beitragen will, ist gern gesehen und kann sie in einem Kommentar hinterlassen.

Martin Clemens schreibt übrigens auch an einem Blogroman mit dem Titel „Espresso“ . Ich habe nur kurz reinschnuppern können, aber das war schon interessant.

Fenster

Wenn ich manchmal so dasitze und überlege, wie es mit dem nächsten Satz weitergehen soll, dann schaue ich gern ein bisschen aus dem Fenster. Da passiert nicht viel mehr, als dass sich ein paar Bäume im Wind wiegen. Ab und zu verirrt sich ein Vogel in die Nähe. Oder der Nachbar stapft um sein Haus.

Dennoch hilft es oft, für ein paar Minuten abzuschalten und hinauszusehen. Allerdings müsst ich das Fenster mal wieder putzen.

Wie bringe ich das nur unter?

Wenn man sich als Autor erst einmal mit seinen Figuren beschäftigt hat, mit Details der Handlung oder einer Szene, fällt es manchmal schwer, alles, was man sich da zurechtgelegt hat, auch unterzubringen.

Das ist eigentlich auch gut so, denn nicht alles ist für den Leser zum Verständnis wichtig. Wird ein Detail im Verlauf der Handlung doch noch wichtig oder kann man sich partout nicht davon trennen, sollte man es geschickt einbauen.

Ich bin mir sicher, der Autor, der den folgenden, etwas abgewandelten Textausschnitt geschrieben hat, hatte genau diese Intention:

Herr Freund näherte sich ihrem Tisch. „Darf ich?“
„Natürlich“, sagte Moni zwischen zwei Bissen von ihrem Schnitzel.

Es war ihm wichtig, dem Leser mitzuteilen, was es zum Mittagessen gab. Leider gibt er dem Leser mit dieser Methode weit mehr Informationen als beabsichtigt (da ich den Rest des Textes kenne, kann ich das einschätzen).

Die Art, wie Moni reagiert, vermittelt nämlich, dass sie entweder generell sehr unhöflich ist oder zumindest in dieser Situation. Dabei wollte der Autor nur sagen, dass sie gerade Schnitzel isst.

Es heißt also, sehr vorsichtig zu sein. Man könnte das Schnitzel, wenn man es denn unbedingt braucht, auf diverse Arten in den Text einbringen, nicht zuletzt mit einem einfachen Aussagesatz.

Langer Atem

Es gibt sicher verschiedene mehr oder weniger gute Gründe, nicht den klassischen Verlagsweg zu wählen und ein Buch über einen B.o.D.-Anbieter bzw. im Selbstverlag zu veröffentlichen.

Ein Thema, beispielsweise, das selbst für Nischenverlage zu sehr Nische ist. Oder ein Kurzgeschichten- / Gedichtband, den man bei Lesungen gern auf den Büchertisch legen möchte. Oder auch das Vertrauen in die eigenen Gestaltungs-, Setzer- und Marketingfähigkeiten, das möglicherweise aufgrund von besonderen Ansprüchen das in die Möglichkeiten der Publikumsverlage übersteigt.

Schade nur, wenn ein Buch mit dem Potential für einen Publikumsverlag, dieses dann nicht ausschöpfen kann. Einerseits natürlich, weil es auf diesem Weg viele Leser gar nicht erst erreicht, andererseits aber auch, weil es noch vorhandene textliche Schwächen, sprachlich und erzählerisch, nicht ausbügeln kann, denn in der Regel fehlt dem Text dann ein professionelles Lektorat.

Man kann also Autoren, die von sich und ihrem Werk überzeugt sind und nicht mit derselben Überzeugeung einen der oben genannten oder ähnliche Gründe anführen können, den alternativen Weg einzuschlagen, nur raten, den langen Atem zu beweisen und sich nicht mit Kompromissen zufriedenzugeben. Das sind sie ihrem Werk schuldig!

Komplizierte Sätze

Ich sinniere seit gestern Abend (wenn gerade Zeit ist) über ein Posting in einem Autorenforum. Ein User hatte einen Satz aus seinem aktuellen Projekt gepostet, in dem er sich bei einer grammatischen Frage nicht sicher war. Die Frage selbst war schnell zu klären, doch gab es eine ganze Reihe Anmerkungen, wie man den Satz einerseits übersichtlicher (also verständlicher), andererseits überhaupt sinnvoller gestalten könne.

Tatsächlich war es ein recht langer Satz, der viele Informationen gleichzeitig enthielt und auf jeden Fall den Leser, möglicherweise auch den Autor mit schwierig herstellbaren Bezügen der Satzteile untereinander überforderte.

Nun kenne ich Ähnliches aus meiner Lektoratstätigkeit. Besonder „junge“ Autoren neigen dazu, viel zu wenig Punkte zu setzen, den einzelnen Satz mit Informationen zu überfrachten und Satzstrukturen zu erschaffen, mit denen sie selbst dann nicht mehr klarkommen. Das ist nichts Verwerfliches, aber vielleicht etwas Vermeidbares.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Ein Schreibstil, der mit kunstvoll zusammengezauberten Sätzen jongliert, ist etwas Feines, solange er zum Text passt und von seinem Autor beherrscht wird. Es ist aber auch wahr, dass eine spannend erzählte Geschichte auch in einer straffen, einfachen Sprache wirken kann, vor allem dann, wenn sie sich weder Ausrutscher in die eine noch in die andere Richtung erlaubt.

Warum brachte mich nun dieses Posting zum Grübeln? Weil es mir erstmals einen noch etwas vernebelten Weg aufzeigt, wie man Autoren raten könnte, die mit diesem Problem zu kämpfen haben.

Ich muss noch ein bisschen darüber nachdenken, dann wird das sicherlich ein Thema für mein Lektorenblog. Tipps von eurer Seite nehme ich dabei gern entgegen.

Ein Donnerschlag im Getwitter

Twitter ist bisher nicht so meine Welt. Es fehlt mir einfach die Zeit, auch diese Gegend zu erkunden. Kann sich ja mal ändern.

Ideen wie die des S. Fischer Verlags jedenfalls finde ich sehr ansprechend. Seit zwei Tagen twittern sie unter „Tagesfang“ jeweils einen Satz aus einem ihrer Bücher und setzen den Link zum entsprechenden Buch dazu.

Sätze wie „Ich sehne mich nach der Wahrheit. Und ich lüge“ (Tana French, „Grabesgrün“) oder „Die weibliche Scheide ist an Besucher gewöhnt“ (Mary Roach, „Bonk“) dürften bei den Followern einerseits kultigen Zitatwert erlangen, andererseits Lust auf mehr machen. Buchwerbung vom Feinsten also.

Im Literatur-Café gibt es ein Interview mit Martin Spieles vom Verlag.