Die Geschichtenweber am Colorado River bis 31.05.11

Tolle Ausschreibung bei den Geschichtenwebern:

Der Fluch des Colorado River (Western & Phantastik)

Im Jahr 1864, während des großen Colorado Gold Rush, geschah etwas, das die Geschichte des amerikanischen Westens für immer verändern sollte. Ein irischstämmiger Goldschürfer, der am South Platte River keinen Platz mehr zum Goldschürfen gefunden hatte, steckte seinen Claim in einer unwirtlichen Gegend westlich des „Grand Lake“ ab. Dabei stieß er eines Tages auf einen unterirdischen See, einen geheimen Ort der Ute-Indianer. Weil ihm Wasser zum Goldwaschen fehlte, wagte er es, entgegen der Warnungen eines alten Indianers, diesen heiligen See anzuzapfen. Er bekam nicht die Möglichkeit, die weitreichenden Folgen seiner Tat mit eigenen Augen zu sehen, für ihn beschränkten sie sich darauf, unter dem gnadenlosen Griff eines Wiedergängers sein Leben auszuhauchen. Denn in diesen See hatten die Ute seit Jahrhunderten böse Geister aller Art gebannt. Geister, die in der Lage waren, von allerlei Wesen Besitz zu ergreifen und sie zu verändern und die nun in den Colorado River entkommen konnten.
Seit diesem Zeitpunkt tauchten auf der gesamten Länge des 3200 Kilometer langen Flusses verschiedenste Schreckensgestalten und mysteriöse Erscheinungen auf.

Und hier kommt IHR ins Spiel. Erzählt uns Geschichten, in denen klassische Westernelemente auf übernatürliche und geradezu phantastische Erscheinungen treffen.
Ob es sich nun um Geistererscheinungen, Flussmonster, Wiedergänger oder modernere Schreckensgestalten wie Werwölfe oder Vampire handelt – lasst Eure Phantasie spielen oder greift indianische und amerikanische Sagen und Legenden auf!
Es steht euch frei, reale Begebenheiten und historische Persönlichkeiten aus der Zeit um 1864 und den folgenden Jahren zu bedienen.

Allgemeine Bedingungen:
– Die Geschichten müssen in die damalige Zeit passen. Berücksichtigt den damaligen Stand der Technik und vermeidet Anachronismen.
– Jede Geschichte muss mit dem Colorado River und den in ihn entkommenen Geistern in Verbindung stehen.
– Phantastik ist für uns nicht gleichbedeutend mit Fantasy. Verzichtet bitte auf Elfen, Orks, Zwerge und ähnliches.
– Jeder Autor darf nur eine Geschichte einreichen.
– Der eingesandte Beitrag muss selbst verfasst sein und darf keine Rechte Dritter verletzen.
– Die Einsendungen dürfen bisher nicht veröffentlicht worden sein (weder in Printmedien noch online).
– der Teilnehmer erklärt sich damit einverstanden, dass sein Beitrag in der Anthologie (und gegebenenfalls auszugsweise zu Werbezwecken) veröffentlicht wird. Ansonsten verbleiben alle Rechte beim Autor.
– Die besten von einer Jury bewerteten Einsendungen erscheinen 2011 in einer Anthologie im Verlag Torsten Low.

Formale Bedingungen:
– Eure Geschichten dürfen maximal 25.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen laut Word-Zählung) lang sein.
– Die Einsendungen müssen in einheitlicher Rechtschreibung verfasst sein (alte oder neue) und als .doc (MS Word) oder .rtf (Rich Text Format) gespeichert sein. Erscheinen wird das Buch allerdings in neuer deutscher Rechtschreibung.
– Verwendung von nur einer Schriftart und Schriftgröße innerhalb des Textes. Kursive Formatierung innerhalb des Textes ist zulässig.
– Die Geschichte muss den Titel des Beitrags und den Namen des Autors enthalten
– Sendet uns bitte ebenfalls eine Kurzbiographie sowie eure Kontaktdaten (Realname, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail).

Einsendung bis zum 31.05.2011 an western@edition-geschichtenweber.de.
Anfragen und Rückfragen zum Ausschreibungstext beantworten wir ebenfalls unter dieser E-Mail-Adresse.

Honorar:
Sowohl die Teilnahme an der Ausschreibung als auch die Veröffentlichung in der Anthologie sind kostenlos. Auch sonst entstehen keinerlei Verpflichtungen.
Es wird für jedes verkaufte Buch ein Gesamthonorar von 5 % vom Verkaufspreis ausgezahlt. Dieses Honorar wird nach einem Seitenschlüssel auf alle veröffentlichten Autoren aufgeteilt.
Des Weiteren erhält jeder angenommene Autor ein Freiexemplar und kann die Anthologie bei Veröffentlichung des eingesandten Beitrags zum Autorenrabatt erwerben (30% Rabatt auf den Einkaufspreis).
Der Autor ist weder zur Abnahme von Büchern noch zur Vermarktung verpflichtet.

Rechtliches:
Mit Einreichung seiner Geschichte erklärt sich der Teilnehmer mit den Bedingungen dieser Ausschreibung in allen Punkten einverstanden.
Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Kriterium für eine Veröffentlichung ist die Qualität des Textes.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

In den Winter mit Thomas Finn

Tom Finn: Weißer Schrecken
Tom Finn: Weißer Schrecken

Der Winter ist gekommen. Was kann es da für Freunde der Phantastik Schöneres geben, als mit Thomas Finns aktuellem Roman gemütlich in die Mythen um Knecht Ruprecht einzutauchen?

Zugegeben: Mit der Gemütlichkeit kann es schnell vorbei sein. Das verrät schon der Titel „Weißer Schrecken“. Und Herr Finn hat, wie man ihn kennt, so tief in den Mythen, Sagen und Legenden gegraben, bis die dunkle Seite des Nikolausbegleiters zum Vorschein kam.

Wer jetzt noch nicht auf dem Weg zum Buchladen ist, dem seien die Rezension zum Buch und das informative Interview mit dem stets gut gelaunten Autor auf Feenfeuer empfohlen.

Sagengestalten oder Aprilscherz?

Normalerweise präsentiere ich auf meinem Blog nur ausgewählte Ausschreibungen, bei denen ich mit ziemlicher Sicherheit sagen kann, dass sie für die teilnehmenden Autoren keinerlei Tücken bereithalten (abgesehen davon, dass der eingesandte Text nicht als preis- bzw. veröffentlichungswürdig betrachtet werden könnte).

Dieses Mal ist das ein klein wenig anders. Denn ich habe bestenfalls ein gutes Gefühl bei der Ausschreibung, die ich über Feenfeuer entdeckt habe. Das liegt einfach daran, dass der ausschreibende Verlag noch ganz neu im Geschäft ist. Mondwolf aus Österreich wurde erst am 1. April dieses Jahres gegründet, will bereits im Herbst die ersten Bücher auf den Markt bringen und wirbt auf der Webseite offen um neue Autoren.

Drei Fakten, die eigentlich gegen eine Empfehlung sprechen. Denn natürlich ist die Sicherheit für den Autor bei einem etablierten Verlag größer, zum einen, weil er sich so auf die Erfahrungswerte anderer Autoren stützen kann, zum anderen, weil die Gefahr geringer ist, dass der Verlag nach einem halben Jahr seine gerade erst aufgestoßenen Türen wieder schließen muss.

Auch mag ich es lieber, wenn ein Kleinverlag, sei er neu oder bereits länger auf dem Markt, seine Planungen langsam, dafür aber realistisch angeht. Schnell auf den Markt geworfene Bücher leiden oft an mangelnder Qualität, sowohl hinsichtlich der Textauswahl wie auch hinsichtlich der äußeren Präsentation.

Und dass der Satz, „Wir suchen Autoren“, den Skeptischen oder einfach Vorsichtigen sofort an die schwarzen Schafe der Branche denken lässt, sollte einem Verlagsgründer eigentlich bewusst sein.

Auch Sätze wie die, die in der Verlagsbeschreibung stehen, klingen ein bisschen nach den Lockangeboten eines Zuschussverlags:

In vielen Schubladen schlummern gute Manuskripte, die wegen starrer Programme, des Überangebotes aus dem amerikanischen und englischsprachigen Raum und Mindestauflagen keine Chance bekommen. Diese Schätze wollen wir finden und den Lesern zugänglich machen.

Aber wahrscheinlich handelt es sich dabei wirklich eher um eine etwas unbedachte Herangehensweise des Verlags, denn auf der Seite betont der Verlag ausdrücklich, kein Zuschussverlag zu sein, wenn auch wiederum mit einer etwas seltsamen Begründung:

In der Zusammenarbeit mit unseren Autoren legen wir großen Wert auf gute Kommunikation und ein faires Miteinander. Demzufolge sind wir ganz klar KEIN Zuschussverlag.

Sei es drum. Nehmen wir den Verlag, der sich die Förderung der deutschsprachigen Fantasy auf die Fahnen geschrieben hat, beim Wort. Denn an anderer Stelle auf der Homepage drückt er sich klarer und treffender aus:

Demzufolge sind wir ganz klar KEIN Zuschussverlag. Unsere Autoren erhalten umfassende Betreuung, der Verlag kümmert sich um alle Verlagsaufgaben vom Lektorat bis zum Marketing. Aktive Unterstützung seitens der Autoren begrüßen und schätzen wir!

Und eines bleibt festzuhalten: Die erste Ausschreibung, mit der Mondwolf in den Literaturbetrieb startet, lässt sich im Vergleich mit manch anderer Anthologieausschreibung durchaus sehen. Nicht nur das eigentliche obligatorische Belegexemplar gibt es für die ausgewählten Autoren, sondern auch ein vertraglich zugesicherten Preisgeld in Höhe von 40 Euro, das man somit als Garantie- bzw. Pauschalhonorar verstehen kann. Um über Tantiemen ein solches Honorar in einer Kleinverlagsanthologie zu erreichen, wird man in den meisten Fällen einiges an Geduld aufbringen müssen. Mancher Jungautor dürfte sich überhaupt über die erste finanzielle Vergütung seiner Schreibarbeit freuen.

Bis zum 15. August kann man sich mit einer oder mehreren Fantasy-Geschichten, die sich um eine oder mehrere Sagengestalten drehen sollen, beteiligen. Die genauen Ausschreibungsbedingungen findet ihr auf der Homepage des Verlags oder in diesem PDF.

Bleibt zu hoffen, dass Mondwolf sich als Kleinverlag im Sinne von Fairlag etabliert und in diesem Sinne seine Ziele verwirklichen kann.

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