Der Minitipp: Worum gehts?

Ex-Posé

Ex-PoséWer ein gutes Exposé schreiben will, legt am besten als Erstes die Frage „Was passiert?“ ganz weit weg. Er greift sie überhaupt nur und erst dann wieder auf, wenn er damit der Antwort auf die eigentlich entscheidende Frage „Worum geht es?“ noch zusätzliches Leben einhauchen kann.

Vom Jungautor zum Illustrator bis 31.10.11

Bis Ende Oktober gibt es noch ein paar tolle Wettbewerbe. Die Teilnahme lohnt sich mal für Lyriker, mal für junge Autoren, mal für Illustratoren.

Gratulation

Ich freue mich sehr für den geschätzten Kollegen Hans Peter Roentgen und den Sieben Verlag. Wie man nämlich auf dem Verlagsblog lesen kann, hat es „Drei Seiten für ein Exposé“ bei der Leserpreis-Wahl 2010 auf LovelyBooks auf die Shortlist der beliebtesten Sachbücher geschafft. Noch bis zum 10.10.2010 können die Leser nun aus den Nominierten ihre absoluten Lieblingsbücher wählen.

Redakteure gesucht

Nein, nicht für dieses Blog. Es ist das Literaturportal Literatopia, das sein Team erweitern will. Dabei hält man vor allem nach Kennern und Liebhabern in den Bereichen Science Fiction, Horror, Sachbuch, Historischer Roman und Manga Ausschau. Lesen, rezensieren und interviewen ist gefragt. Nähere Infos gibt es hier.

Vom Sach- zum Kinderbuch

Susanne Oswald: Emmis verliebtvermopste WeltGeschichtenweberin und Montsegur-Kollegin Susanne Oswald startete ihre Karriere als Sachbuchautorin. Als Heilprakterin standen bei ihr Heilung und Gesundheit natürlich im Vordergrund.

Nun aber hat sich für sie ein Kindheitstraum erfüllt. Im Juli erscheint ihr erstes Kinderbuch bei Planet Girl (Thienemann). Unter dem gleichermaßen seltsamen wie traumhaften Titel „Emmis verliebtvermopste Welt“ und zart rosa bekleidet, soll das Buch vor allem Mädchen ab 10 Jahren begeistern.

„Vor Emmis Stift ist nichts sicher. Weder ihr Such-Mops Lucky noch ihre Freundin Josi mit den tanzenden Sommersprossen. Und schon gar nicht die meerblauen Augen von Nico. Doch um sein Herz zu erobern, muss Emmi den Zeichenblock gegen die Gitarre tauschen. Und es mit einer rosa Elefanten-Unterhose aufnehmen. Ob das gut geht? Ein Muss für alle Hundefans ab 10 Jahren.“

Der lehrreiche Roman

Mancher Autor kann sich offenbar nicht entscheiden: Will er einen Roman, ein Sachbuch oder gar ein Lexikon schreiben. Ist aber kein Problem, die Lösung ist einfach: Schreib alles zusammen!

Da werden dann munter Begriffe erklärt, während einer eher langweiligen Romanpassage die Wissensvorräte zur Tier- und Pflanzenwelt ausgepackt und in eine vielleicht sogar zu spannende Szene wird ein Exkurs in die Modewelt des 17. Jahrhunderts eingebettet.

Schließlich gilt es, nicht allein eine Geschichte zu erzählen, sondern als Autor mal zu zeigen, was man sonst noch so alles auf dem Kasten hat. Und welcher Leser fühlt sich beim Lesen nicht gern auf die Schulbank zurückversetzt?

Ich vermute, selbst die Leser, die dem Lesen neben einem Unterhaltungswert auch ein bildendes Element zubilligen oder gar abverlangen, werden diesem Gattungskreuzer nicht lange folgen. Es wird ihrem Lesevergnügen allzu abträglich sein, wenn die Geschichte ständig von einem besserwisserischen Autor verdeckt wird. Selbst wenn der sie halbwegs damit amüsieren sollte, dass er mit seinem eitel vorgetragenen Wissen unfreiwillig nur seine Wissenslücken auf den Tisch packt.

Zu einer guten Geschichte gehört auch ein gutes Maß an Recherche. Tatsächlich sind es oft viel mehr Kleinigkeiten, die wir vielleicht zunächst glauben, so nebenbei aus dem Ärmel zu schütteln, die dem Leser ins Auge stechen könnten. In jedem Fall dient aber die Recherche, nebst allem Wissen, das schon vorher in uns steckte, der Geschichte und nicht umgekehrt. All die Fakten, die wir uns angeeignet haben, sind das Fundament der Geschichte, nicht das Wohnzimmer. Der Besucher unserer Geschichte soll ihre sichernde Anwesenheit spüren, sie aber nicht ständig unter die Nase gerieben bekommen.

Andernfalls sollten sich Autor und Leser gleich auf das Sachbuch einigen.

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