Arbeit oder Eigenwerbung

Autoren möchten gelesen werden. Um potentielle Leser zu erreichen, sind die Möglichkeiten abseits des Verlagsmarketings allerdings verhältnismäßig gering. Eine Möglichkeit sind Lesungen. Veranstaltungen, für die junge Autoren oft sehr dankbar sind. Vor Publikum die eigenen Werke lesen zu dürfen, ist das nicht so etwas wie ein Geschenk?

Vor allem ist es eine Arbeitsleistung, die der Autor erbringt. Das sollte er sich klar machen, denn wenn sie dem Autor schon nichts wert ist, wie soll sie dann der Veranstalter zu schätzen wissen?

Glücklicherweise haben sich dazu andere Kollegen dazu bereits ausgiebig geäußert, so etwa Petra A. Bauer oder gerade erst Elli Radinger.

Ganz ähnlich gelagert, wenn auch nicht auf Lesungen bezogen, die Aussagen von Harlan Ellison im folgenden Video:

Kurztext, Blog, Poetry Clips zum 10.06.11

Compete 20.11 – 2. Internationales Jugendautorentreffen NRW

Bewerbungsfrist: 15. April 2011 bis 10. Juni 2011

Passend zum diesjährigen Thema des Bücherbummels auf der Kö „Heines Europa heute“ wird der Wettbewerb COMPETE für junge Autorinnen und Autoren auch im Jahr 2011 wieder ausgeschrieben. Heinrich Heine, Schutzpatron des veranstaltenden Heine-Instituts, war ein Kosmopolit und interkultureller Protagonist. Wenn man so will, war Heine der erste BLOGGER: Seine Berichte aus Paris waren ebenso witzig wie aufrührerisch.

In seinem Geiste werden bei diesem literarischen Wettbewerb in den Sprachen Deutsch und Englisch rein digitale Sparten ausgelobt: neben der Kategorie Kurztext (160 Zeichen, hochgeladen im Portal oder eingesandt per Mail an info@compete2011.net) steht die Kategorie Blog (Freestyle: klassische Prosa-Formen wie Kurzgeschichte, Parabel, Fabel o.ä. ebenso wie neue Aussageweisen, Hypertexte etc.). An die Stelle des Live-Poetry-Slams vom letzten Jahr tritt bei COMPETE 2011 ein digitaler Slam: In der Kategorie Poetry Clips können Slammer, Spoken-Word-Autoren oder alle, die meinen, einen Text effektvoll vorlesen zu können, ihre Performance mit Handy oder Camcorder aufnehmen und am Wettbewerb teilnehmen.

Die gute Nachricht: Im Jahr 2011 werden die Preisgelder erhöht, pro Kategorie gibt es 1.000 EUR zu gewinnen. Das soll einen noch größeren Anreiz zu bieten, sich zu beteiligen, gerade für nicht-deutschsprachige Autorinnen und Autoren, die im letzten Jahr weitaus in der Minderzahl waren. Auch in Deutschland lebende Migrant/inn/en werden explizit dazu aufgefordert, sich zu bewerben.

Mitmachen / Einsendung
Beteiligen können sich Jugendliche aus aller Welt bis 25 Jahre! Mailt Eure Texte an info@compete2011.net oder ladet sie hier im Portal (www.compete2011.net) hoch mit Hinweis auf die Kategorie, welcher der Text zugeordnet werden soll (nur ein Beitrag pro Kategorie – fünf SMS-Kurztexte gelten als EIN Beitrag).

Einsende-/Uploadtermine
Alle Emails oder Uploads (in Deutsch oder Englisch) müssen der Redaktion bis zum Freitag, dem 10. Juni um 11 Uhr vorliegen. Je zehn Beiträge pro Kategorie werden vom „Compete 20.11“-Team ausgewählt. In einer Live-Veranstaltung im Düsseldorfer ZAKK werden am 10. Juni (ab 18 Uhr) diese Beiträge einer Fachjury und dem Publikum vorgestellt, die dann die Preisträger bestimmen (vier Stimmen der Fachjury, eine Stimme Publikums­mehrheit).

Altersnachweis und Kontaktdaten nicht vergessen! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

Die Abschlussveranstaltung findet im Düsseldorfer Kultur- und Jugendzentrum ZAKK statt. Aufgrund der Echtzeit-Entscheidung über die Sieger/innen (die Jury tagt nur wenige Stunden nach der offiziellen Deadline) können die Preisträger/innen nicht persönlich nach Düsseldorf eingeladen werden. Es soll aber versucht werden, über SKYPE eine Konferenzschaltung zu ermöglichen, so dass die Gewinner/innen wenigstens digital präsent sein können.

Heinrich-Heine-Institut, c/o Dr. Enno Stahl, Bilker Str. 12-14, D – 40213 Düsseldorf

Tel.: +49/211/8995986 – Email: heineinstitut@duesseldorf.de

Kooperationspartner:
Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf * Arbeitsgemeinschaft Bücherbummel auf der Kö * ZAKK

Einsendeschluss: 10. Juni 2011

Quelle: Uschtrin

Die Unabhängigen

Verlage, so sie sich denn zurecht als solche bezeichnen, gibt es in allen Größen. Natürlich möchte der Autor, der überzeugt ist, mit seinen Werken die Massen zu erreichen, gern in die großen Publikumsverlage.

Bei den kleineren Verlagen gibt es solche, die versuchen, sich ähnlich breit aufzustellen wie die großen, und solche, die die Nischen besetzen.

Durch den Hinweis in einem kleinen, aber sehr feinen Autorenforum bin ich auf eine Seite des Goethe-Instituts gestoßen, die solche Verlage vorstellt. Dort heißt es:

Unabhängige deutschsprachige Verlage

Sie entdecken und fördern junge Talente, leisten Pionierarbeit in der Übersetzung unbekannter Literaturen und entwickeln lokal gewachsene oder subkulturelle Literaturprogramme. Die Existenz unabhängiger Verlage beruht oft auf Gewinnverzicht und Selbstausbeutung. Dennoch hat sich seit etwa 30 Jahren eine vielfältige unabhängige Verlagszene im deutschsprachigen Literaturbetrieb entwickelt. Sie hat das literarische und kulturelle Leben in Deutschland wesentlich geprägt. Wir stellen hier in loser Folge einige dieser kleinen unabhängigen Verlage vor.

Zur Übersicht geht es hier entlang.

Unabhängige deutschsprachige Verlage

Feldkircher Lyrik bis 15.03.11

Das Theater am Saumarkt veranstaltet den 9. Feldkircher Lyrikpreis.

Mittels einer Jury ausgewählte Texte werden anlässlich einer langen Nacht der Lyrik voraussichtlich am Samstag, dem 26. November 2011 im Theater am Saumarkt, Feldkirch, präsentiert bzw. von den Autorinnen und Autoren selbst dem Publikum vorgestellt.

Bewerbungsvoraussetzungen

Bewerbungsunterlagen

  • 1. Blatt:
    • Name, Kontaktadresse, Mail-Adresse, Telefonnummer und Bank, Bankleitzahl und Kontonummer der Autorin/des Autors
    • Titel aller eingereichten Gedichte (höchstens 5!)
    • Oben rechts ist eine 5stellige Zahl (z.b. 13572) zu schreiben, die sich auch auf den Textproben oben rechts wieder findet!
  • 2. Blatt: kurzer Lebenslauf, bisherige literarische Tätigkeit, Publikationen
  • Textproben aus bisher unveröffentlichter, deutschsprachiger Lyrik: Mindestens 3 bis max. 5 Gedichte bzw. 1 Gedicht mit maximal 5 Seiten á 35 Zeilen (eineinhalbfacher Zeilenabstand). Werden mehr als fünf Seiten bzw. mehr als 5 Gedichte abgegeben, kann die Einreichung nicht berücksichtigt werden.
  • Die Abgabe der Gedichte muss als Schreibmaschinenniederschrift oder als Computerausdruck erfolgen. Die Gedichte sind fünffach vorzulegen und sind für jedes Jurymitglied (z.B. mittels Büroklammer) zusammenzuheften. Werden die Gedichte nur 1-fach abgegeben, kann die Einreichung nicht berücksichtigt werden.
  • Jede Kopie muss oben rechts mit einer 5stelligen Zahl versehen sein.
  • Keine Originale! – Die Einsendungen können aus arbeitstechnischen Gründen nicht zurückgesendet werden.
  • Textexemplare, welche die Anonymität nicht gewährleisten, finden keine Berücksichtigung.

Ende der Einreichungsfrist: 15. März 2011 (Datum des Poststempels)

Höhe des Lyrikpreises: 1. Preis 1.000 Euro, weiterer 2. und 3. Preis (Höhe noch nicht bekannt).

Es ist vorgesehen, die PreisträgerInnen-Gedichte und eine weitere von der Jury festgelegte Auswahl von Gedichten in einer Lyrik-Anthologie zum Feldkircher Lyrikpreis bei der Edition Art Science zu publizieren. AutorInnen, deren Gedichte in der Anthologie publiziert werden, erhalten ein Belegexemplar.

Die Anthologie wird bei der Verleihung des Feldkircher Lyrikpreises präsentiert.

Vergabe und Information

  • Die Zuerkennung des Lyrikpreises erfolgt auf Vorschlag einer 4köpfigen Jury.
  • Pro Person ist nur eine Einreichung zulässig. Mehrfachbewerbungen werden ausgeschieden.
  • Bisherige PreisträgerInnen sind von erneuten Bewerbungen ausgeschlossen.
  • Auf Grund der Vielzahl der Einsendungen können nur die GewinnerInnen über das Ergebnis schriftlich verständigt werden. Wir freuen uns jedoch sehr, wenn Sie als TeilnehmerInnen des Lyrikpreises mit Ihren FreundInnen, Bekannten und Verwandten am Samstag, dem 26. November 2011 um 20.15 Uhr, die Preisverleihung & Lyriklesung besuchen und laden Sie schon heute herzlich zu dieser Feier mit Buffet ein!

Beachten Sie das diesbezügliche Rahmenprogramm anläßlich des Feldkircher Lyrikpreises auf www.saumarkt.at

Rücksendung der Manuskripte: Die eingesandten Texte von unberücksichtigten Bewerbungen können aufgrund der auch heuer wieder zu erwartenden hohen TeilnehmerInnenzahl und des damit verbundenen Arbeitsaufwandes nicht zurückgestellt werden.

Wichtige Hinweise für die Lyrikpreis-BewerberInnen

  • Gedruckte oder sonst veröffentlichte Manuskripte sowie Manuskripte, die bereits in früheren Jahren vorgelegt wurden, finden keine Berücksichtigung.
  • Es ist vorgesehen, die Manuskripte von LyrikpreisträgerInnen zu Dokumentationszwecken dem Franz-Michael-Felder- und Vorarlberger Literaturarchiv zu übermitteln.
  • Die TeilnehmerInnen erklären sich bereit, daß die Gedichte in einer Publikation zum Feldkircher Lyrikpreis abgedruckt werden.

Die Texte sind 5-fach zu senden an:

Theater am Saumarkt
Kennwort „Feldkircher Lyrikpreis“
Mühletorplatz 1
6800 Feldkirch
Österreich

Info: www.saumarkt.at

Quelle: Uschtrin

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Nicht vergessen! Ebenfalls zum 15.03. ist der Annaliese-Wagner-Preis ausgeschrieben.

Federweltliches Münchenmenü bis 05.03.11

15. Münchner Menüwettbewerb + Federwelt-Jurypreis

Schon Rilke, in seinen „Herbsttag“-Zeilen, wusste: „… wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben“ – oder eben Kurzgeschichten.
Aber bitte nicht an Stille, Besinnlichkeit und Harmonie denken!
Wir wollen Gegensätze: „Katz und Maus“ ist das disharmonische Thema unseres nächsten Kurzgeschichtenwettbewerbs.
Das kann, muss man aber nicht zoologisch verstehen. Paare, Kinder, du und ich – alle mal Katze, alle mal Maus, von Zeit zu Zeit und von Ort zu Ort.
Wie ist das mit den Gegensätzen? Sind sie anziehend wie magnetische Pole? Abstoßend wie Wasser und Öl? Sagt es uns, Satz für Satz, Gegensatz für Gegensatz … und wer sich inspirieren lassen will, kann bei Grass nachschlagen.

Die Texte sollen bis 5. März 2011 elektronisch an lesung@hs-veranstaltungen.de eingesandt werden.

Unsere renommierte Jury wählt aus den Geschichten vier aus. Die Lesung der vier Siegergeschichten findet Mitte oder Ende März in München statt, genaues Datum und Ort werden noch bekannt gegeben.
Jeder Text wird erst musikalisch (live) eingeführt, dann von unseren Schauspielern gelesen, darauf von unserem Koch in einem Menügang interpretiert. Vier solcher Gänge gibt es. Das Publikum wählt zum Schluss den Sieger/die Siegerin, der /die das Preisgeld (1000 Euro) und ein Stipendium im Tophotel gewinnt sowie auflagenstark veröffentlicht wird.

Zusätzlich zum Menü-Preis wird der Federwelt-Jurypreis (250 Euro) vergeben. Die Siegergeschichte des Federwelt-Jurypreises wird in der „Federwelt – Zeitschrift für Autorinnen und Autoren“ veröffentlicht.

Die Autorinnen und Autoren der Schlussrunde werden zum Lesungsabend nach München eingeladen.

Als Bewerber/Bewerberin um den Preis erklärt ihr euch mit der Einsendung bereit, dass euer Text bei Auswahl vorgetragen und in einer Anthologie zur Lesung, in verschiedenen Zeitungen sowie auf unserer Homepage (www.hs-veranstaltungen.de, Menüpunkt „Lesungen“) veröffentlicht wird.

Die Texte müssen zwischen 11.000 und 13.000 Zeichen lang sein (ohne Leerzeichen) und sollen als Worddokument eingereicht werden. Pro TeilnehmerIn kann nur ein Text eingereicht werden. Informationen über bisher stattgefundene Lesungen und die Veranstalter unter www.hs-veranstaltungen.de/lesungen

Viel Erfog beim Schreiben und Grüße,

Otger Holleschek und Matthias Schlick

Einsendeschluss ist der 5. März 2011.

Otger Holleschek
h+s veranstaltungen gmbh
Martin-Luther-Straße 2
81539 München
Telefon: 089/890686-66, Mobil 0172-2390398
fax: 089/8906868-88
www.hs-veranstaltungen.de

Quelle: Uschtrin

Geschichten vom Wandel bis 15.02.11

Literaturpreis Prenzlauer Berg 2011

Originaltext, siehe: http://www.literaturortprenzlauerberg.de/content/view/14/68/

Wettbewerb 2011

Ein Schwerpunkt unseres Vereins ist die Ausschreibung und Verleihung des Literaturpreises Prenzlauer Berg an junge, deutschsprachige Autorinnen und Autoren. Ziel des Preises ist es, literarische Talente zu entdecken, zu unterstützen und ihnen zu Buchveröffentlichungen zu verhelfen.

Teilnehmer: Alter 16 bis 35 Jahre

Texte
Unveröffentlichte Prosatexte in deutscher Sprache.
Thema 2011: Nichts bleibt, wie es ist: Geschichten vom Wandel

Die Texte müssen in dreifacher Ausfertigung auf normalen DIN-A4-Seiten eingereicht werden, hinzu kommen auf einem Extrablatt kurze Angaben zur Person und zum bisherigen Lebenslauf.

Einsendungen an:

LiteraturOrt Prenzlauer Berg
Stichwort: Literaturpreis 2011
Wörther Str.16
10405 Berlin

Einsendeschluss: 15. Februar 2011 (Datum des Poststempels)

Die zehn Nominierten lesen zur Eröffnung der 14. Literaturwoche 2011 am 28. Mai 2011 vor Publikum und Jury ihre Texte. Pro AutorIn sind maximal zehn Minuten vorgesehen. Anschließend verkündet die Jury die drei Preisträger.

Jurymitglieder
Werden noch bekannt gegeben.

Preise
1. Preis: 500 Euro
2. Preis: 250 Euro
3. Preis: 250 Euro

Weitere Informationen auf der Homepage: http://www.literaturortprenzlauerberg.de/content/view/14/68/

Quelle: Uschtrin

AUTORitätEN in Oberursel

Es war wieder spannend, inspierierend, lustig, informativ und einfach großartig. Das Treffen der Montségur-Autoren in Oberursel. Vergangenes Wochenende fand es zum vierten Mal statt und ich möchte es nicht mehr missen.

Oberursel bedeutet für mich natürlich einen weiten Anfahrtsweg und zwar einen, der an einem Freitag mit jeder Menge Verkehr aufwartet. So setzte ich mich bereits frühzeitig hinters Steuer, denn das Abendessen im Parkhotel wollte ich keinesfalls verpassen. Noch weniger den anschließenden großen Leseabend.

Gegen 16.30 Uhr hatte ich die knapp 700 Kilometer hinter mich gebracht und parkte vor dem Veranstaltungsort. Geplant war, mich als erstes etwas frisch zu machen und die Reisebekleidung gegen halbwegs Vorzeigbares auszutauschen, aber dann siegte doch die Neugier und ich warf einen ersten Blick in das Hotelrestaurant, wo sich im Vorraum traditionell die Ankunftlinge sammelten.

Die Ankunftlinge
Die Ankunftlinge

Das war ein Fehler! Es waren nämlich wirklich schon viele da und das Begrüßen, Herzen und Drücken wollte gar kein Ende nehmen. Schon wurden die ersten Neuigkeiten ausgetauscht und ich musste mich schließlich zwingen, mich noch einmal zurückzuziehen.

Das kalte und warme Abendbüfett war gewohnt umfangreich und schmackhaft, die großen Tische taten ihr Übriges, dass man sich unter den über 70 Autoren aus ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz und darüber hinaus sofort wieder heimisch fühlte.

Im Bann der großen Fünf

Nach dem Abendbrot und einer kleinen (Raucher-) Pause hieß es, sich einen guten Platz für die öffentliche Lesung zu organiesieren, bei der ein interessiertes Publikum aus der Umgebung die angereisten Autoren ergänzte.

Ursula Poznanski
Ursula Poznanski

Leider hatte Nina Blazon ihre Lesung aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen. Für sie eingesprungen war Ursula Poznanski, die aus ihrem Überaschungserfolg „Erebos„, einem phantastischen Thriller für Jugendliche, las. Mit nur wenigen Sätzen zog die Wiener Autorin ihre (meist eher gefühlt jugendlichen) Zuhörer in den Bann. Ich bin sicher, nach der Lesung war es für niemanden mehr eine Überraschung, dass dieses Buch nicht nur eine Unmenge an Lesern um den Schlaf gebracht hat, sondern auch in den Feuilletons großer Zeitungen wie der Süddeutschen oder der Neuen Züricher bestens besprochen wurde.

Kai Meyer hat sich längst eingerichtet in den Phantastik-Bestsellerlisten und einer riesigen Fangemeinde. Obwohl das sicherlich auch dem Gros des Publikums bekannt war, ging ein ehrfürchtiges Raunen durch den Saal, als Moderatorin Eva Völler, selbst Bestsellerautorin, von den weit über vierzig Romanen sprach, die der 41-Jährige inzwischen veröffentlicht hat, die weltweit in 27 Sprachen erschienen sind und teilweise Vorlage für Hörbücher, Hörspiele, Comics und Filme wurden.
Wir kamen an diesem Abend nicht nur in den Genuss einer sehr humorvollen Hörprobe aus dem im letzten Jahr erschienenen Roman „Arkadien erwacht„, sondern durften auch einer spannenden Szene aus dem frisch erschienen zweiten Band „Arkadien brennt“ lauschen.

Vor der Pause freute ich mich dann auf Wulf Dorn, dessen Romandebüt „Trigger“ ich ja schon mit Begeisterung gelesen und rezensiert habe. Nach dem durchaus nicht unerwarteten Erfolg des Erstlings, war ich nun sehr gespannt auf den zweiten Roman von Wulf, den ich hier ja ebenfalls schon vorgestellt habe. Der Nervenkitzel, den Wulf mit seiner herausragenden Lesestimme hervorrief, machte mir zweierlei klar: Zum einen wird „Kalte Stille“ seinem Vorgänger hinsichtlich des Erfolgs sicher in nichts nachstehen, zum anderen musste ich nach den Lesungen unbedingt an den Büchertisch.

Kai Meyer
Kai Meyer

Nach der Pause konnte ich mir dann endlich einen Eindruck verschaffen von Eva BaronskysHerr Mozart wacht auf„, das ich meinen Bloglesern bereits letztes Jahr allein aufgrund der göttlichen Idee vorgestellt habe. Der Roman, in dem Mozart im Jahre 2006 erwacht und sich von der Idee, sein Requiem zu beenden, getrieben in der neuen Zeit zurechtfinden muss, wird ganz offensichtlich zu recht hoch gelobt. Es war ein großartiges Erlebnis, mitzuerleben, wie Wolfgang beispielsweise die Bedeutung der Buchstabenkombination AC/DC zu ergründen sucht. Ein Erlebnis, das ich auch ohne die wunderbare musikalische Untermalung während der Lesung demnächst vertiefen werde.

Den Abschluss dieses unvergesslichen Leseabends bildete schließlich der Großmeister der deutschen Fantasy, Markus Heitz, womit der neben Kai Meyer und Wolfgang Hohlbein wohl bekannteste Vertreter seiner Zunft die Bühne betrat, um aus seinem im Frühjahr erschienenen Vampirthriller „Judassohn“ zu lesen, dessen Personal so gar nichts mit den weichgespülten Teenie-Idolen unserer Zeit zu tun hat. Die düstere Spannung, die sein Text hervorrufen wollte, wusste der Starautor mit dem ihm eigenen Humor trefflich aufzulockern.

Wulf Dorn
Wulf Dorn

Aufgelockert ging es nach den Lesungen dann in die Hotelbar, denn natürlich ist so ein Wochenende zu kurz, um es schlafend zu verbringen. In lustiger Runde, mehr oder weniger nach Rauchern und Nichtrauchern getrennt, schwatzte man sich so noch vergnüglich in den frühen Morgen.

Psychologie, All Age und Helferlein – rundum gut versichert

Ich hatte es leider im Vorfeld versäumt, mich für einen Workshop anzumelden, was allerdings angesichts der Tatsache, dass zur gleichen Zeit viele interessant Vorträge angeboten wurden, zu verschmerzen war.

Podiumsdiskussion, v.l.: Heike Brillmann-Ede, Jürgen Bräunlein, Ursula Poznanski, Brigitte Melzer
Podiumsdiskussion, v.l.: Heike Brillmann-Ede, Jürgen Bräunlein, Ursula Poznanski, Brigitte Melzer

Der Samstag begann also für mich mit dem Vortrag von Geschichtenweberin Melanie Metzenthin, die als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie arbeitet und uns daher über das Thema „Figurenentwicklung: Wie entstehen Persönlichkeiten“ aufklären konnte. Besonders amüsant fiel dabei die abschließende Typisierung von Persönlichkeiten wie Superman oder den Blutsbrüdern Winnetou und Old Shatterhand aus.

In der anschließenden Podiumsdiskussion „Was liest du? – Ein kritischer Blick auf den All-Age-Rummel und die Bedürfnisse junger Leser“ führte Jürgen Bräunlein durch ein interessantes Gespräch über den Jugendroman und den Trend, dass auch Erwachsene vermehrt zum Jugendbuch greifen, den Verlage wiederrum mit dem Label „All Age“ beantworten. Mit von der Partie waren Heike Brillmann-Ede, die als Lektorin im Jugenbuchbereich bei Thienemann arbeitet, die Autorin Brigitte Melzer, Ursula Poznanski (s.o.) und Ole Johan Christiansen in seiner Funktion als Literaturwissenschaftler (ansonsten auch der Co-Autor von Thomas Plischke).

Nach dem Mittagessen beantwortete Fred Janssen von der Künstlersozialkasse in seinem Vortrag Fragen zur Künstlersozialversicherung. Das war sehr informativ und erfreulicherweise auch sehr persönlich.

Mit der Diplom-Pychologin Andrea Lionne Hinz ging es im Anschluss um „Die Psychologie des Schreibprozesses: Von Ideen auf der Straße, komplexem Problemlösen und höchstem Glücksgefühl“. Es ging also um Metastrategien in der Arbeit des Schtiftstellers.

Eva Baronsky
Eva Baronsky

Schließlich wartete Falko Löffler noch mit einem kleinen Schmankerl auf: „Digitale Helfer: Schreibsoftware für Autoren am Beispiel von ‚Scrivener'“. Wie meine Blogleser ja wissen, bin ich sehr interessiert an jeder Art von Autorensoftware und Falko, der auch im Bereich Computerspiele als Autor und Texter sehr erfahren ist, überzeugte mich sofort von „Scrivener„. Da die Software bisher nur für den Mac zu haben ist, hatte ich ihr noch keine Aufmerksamkeit geschenkt. Doch die Aussicht, dass das Programm im nächsten Jahr auch für Windows zu haben sein soll, ließ mich aufhorchen. Und was Falko uns damit alles vorführte, lässt yWriter, mit dem ich bis dato sehr zufrieden war, blass aussehen. Nun beginnt also die ungeduldige Wartezeit (eine Beta-Version soll schon im Oktober zu haben sein).

Nach diesem letzten Vortrag am Samstag ging es zum Abendessen. Derart gestärkt räumten die Autoren ihre Kofferräume leer und schleppten ihre Bücherkisten zur dafür eingerichteten Tauschbörse. Auch ich wurde noch einige Exemplare der Kriegerin los und muss mir dafür wohl wieder mal ein neues Bücherregal kaufen. Gefreut habe ich mich, bei dieser Gelegenheit Sandra Uschtrin endlich einmal persönlich kennenzulernen. Schließlich hat man ja von ihrer Arbeit schon lange profitiert.

Markus Heitz
Markus Heitz

Inzwischen verteilten sich die Teilnehmer ein wenig, um sich schließlich nach und nach wieder in der Hotelbar einzufinden. Ich möchte behaupten, der Abend wurde noch fröhlicher als der davor, zumal sich im Raucherraum bald eine Runde zusammenfand, die fleißig Ideen für ein hochgeheimes, dafür aber umso skurrileres Gemeinschaftsprojekt austauschte. Ein hochgradiger Spaß, dessen Ernst man aber keinesfalls unterschätzen sollte.

Schauspiel, Fernsehen und Grammatik

Am Sonntag habe ich daraufhin verschlafen. Glücklicherweise nur ein bisschen, sodass ich mit nur einer kleinen Verspätung zu Lisa-Marie Dickreiters Vortrag „Figuren zum Leben erwecken – wie sich AutorInnen mit Hilfe von Schauspiel-Techniken besser in Figuren und Szenen hineinversetzen können“ kam. Ein Vortrag, der viel Spaß bereitet hat. Und der mir  ein Mittel an die Hand gegeben hat, mit dem es mir eindringlicher als bisher gelingen sollte, Autoren zu vermitteln, wie sie tatsächlich ihre Figuren zum Leben erwecken können. Was ich oft umständlich zu erklären versuche, wurde in diesem Vortrag auf eine ebenso einfache wie treffende Formel gebracht, die ich mit Lisas Erlaubnis demnächst auf meinem Lektorenblog preisgeben will.

Peter Wohlleben ließ uns anschließend in seinem Vortrag „Hilfe, das Fernsehen kommt! – Erfahrungen, Tipps und Tricks im Umgang mit Medien“ an seinen umfangreichen Erfahrungen mit dem Thema teilhaben. Möglicherweise kommt man ja irgendwann einmal in den Genuss, davon zu profitieren.

Den Abschluss des Vortragswochenendes bildete „Selbst wenn sich der Autor ins Hinterteil bisse – Vom Reflexivpronomen bis zum Konjunktiv: Antworten auf die meist gestellten Fragen zur Grammatik bei Montségur“. Angelika Jodl, Sprachdozentin für die ausländischen Studenten der Uni München, verstand es dabei mit jeder Menge Humor auch die kniffligen Fälle der deutschen Sprache federleicht wirken zu lassen. Ihre Studenten sind jedenfalls zu beneiden.

v.l.: Andreas Wilhelm, Kay Meyer, Eva Baronsky, Wulf Dorn, Ursula Poznanski, Markus Heitz
v.l.: Andreas Wilhelm, Kay Meyer, Eva Baronsky, Wulf Dorn, Ursula Poznanski, Markus Heitz

Schließlich traf man sich zum letzten gemeinsamen Mittagessen, um sich dann nach und nach in alle Winde zu zerstreuen.

Wieder einmal nahm ich viel mit auf dem Heimweg: Bücher, Ideen, Inspiration, neue Erkentnisse und jede Menge toller Erfahrungen. Im Namen aller darf ich mich noch einmal ganz herzlich für die Organisation dieses großartigen Treffens besanken, ganz besonders natürlich bei Montségur-Chef Andreas Wilhelm, Programmleiterin Martina Sahler und Kameramann André Wiesler (es wird wieder eine DVD zu dem Treffen geben).

Heiße Indie-Abstimmung

Die Hotlist 2010 steht an, der Preis der Independent Verlage. Bis zum 10. August könnt ihr an der Publikumsabstimmung teilnehmen und so bestimmen, welche sieben Titel auf die Hotlist kommen, die durch eine Jury um weitere acht Titel ergänzt wird. Der von der Jury aus dieser Hotlist erwählte Gewinner wird dann auf der Frankfurter Buchmesse bekanntgegeben.

Hier geht es zur Abstimmung.

Nachwuchs in SMS, Netzliteratur, Blog und Slam bis 11.06.10

Wenn ich doch noch einmal 25 wäre! Auch Nur-Leser (jeden Alters) sollten aber auf jeden Fall den Hinweis am Ende des Artikels lesen!

Zur Originalausschreibungen mit Details und Beispieltexten

Compete 20.10 – Internationales Jugendautorentreffen NRW

Vor 30 Jahren fand das erste Autorentreffen NRW statt, ein Wettbewerb für den literarischen Nachwuchs, bei dem Preise in den drei Disziplinen Prosa, Lyrik und Dramatik ausgelobt wurden. Anfang der Neunziger Jahre wurde dieser literarische Wettbewerb eingestellt, jetzt soll das Autorentreffen NRW in anderer Form zu neuem Leben erweckt werden.
Aufgerufen sind Jugendliche aus aller Welt (bis 25), sich daran zu beteiligen, sich zu treffen im Spiegelzelt beim Düsseldorfer Bücherbummel, aber auch im virtuellen Raum, dem World Wide Web.

Analog zu den klassischen Literatursparten von damals werden auch beim Jugendautorentreffen „Compete 20.10“ in verschiedenen Disziplinen Preise vergeben, jedoch für ganz neue und zeitgenössische Textsorten:
Je 500 Euro winken den Gewinnern in der Kategorie Kurztext (160 Zeichen, eingesandt per SMS oder Mail), in der Kategorie Netzliteratur, als Link hinterlegt, sowie dem besten Blog-Beitrag, der im offiziellen Portal von „Compete 20.10“ hochgeladen wird.

Last, but not least wird als vierte Kategorie der Live-Award verliehen, und zwar wird dieser ab ca. 15.30 h bei einem Poetry Slam vergeben.

Am dem 15. April 2010 wird das Portal www.compete2010.net online sein. TeilnehmerInnen aus aller Welt haben dann Zeit, bis zum Freitag, dem 11. Juni um 11 Uhr, Beiträge für die vier Kategorien (in Deutsch oder Englisch) einzureichen. Je zehn Beiträge in den vier Kategorien werden vom „Compete 20.10“-Team selektiert.
In einer Live-Veranstaltung am 11. Juni (ab 14 Uhr) werden diese ausgewählten Beiträge einer Fachjury und dem Publikum vorgestellt, die dann die Preisträger bestimmen (fünf Stimmen der Fachjury, zwei Stimmen Publikumsmehrheit). Beim Poetry Slam, mit dem die Veranstaltung beschlossen wird, kürt allein das Publikum den Gewinner!

Moderation: Pamela Granderath und Enno Stahl

Jury: Dr. Sabine Brenner-Wilczek (Heine-Institut), Franz Dobler (Autor), Philipp Holstein (Rheinische Post), Maren Jungclaus (Literaturbüro NRW), Ulrike Merten (NRZ)

Kurator: Enno Stahl (Autor), Mitarbeit: Christine Brinkmann (ZAKK), Jan-Birger von Holtum

Redaktionsadresse:

Heinrich-Heine-Institut, c/o Dr. Enno Stahl, Bilker Str. 12-14, D – 40213 Düsseldorf
Tel.: +49/211/8995986 – Email: heineinstitut@duesseldorf.de

Zakk, c/o Christine Brinkmann, Fichtenstr. 40, 40233 Düsseldorf
Tel.: +49/211/ 97300-34 – Email: christine.brinkmann@zakk.de

Kooperationspartner:

Arbeitsgemeinschaft Bücherbummel auf der Kö * Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf * Stadtbüchereien * Triggerfish * ZAKK, Düsseldorf

Achtung!!! Ob du teilnehmen willst oder nicht, es lohnt sich dennoch auf dem Portal vorbeizuschauen, denn dort kann man alle bereits eingereichten Beiträge lesen, bewerten und kommentieren. Dieses Voting fließt auch in die Entscheidung der Jury mit ein!

Hartmut und Du bis zum 31.05.10

Originalausschreibung: www.hartmut-und-ich.de

Seit 2005 erzählt die Romanreihe „Hartmut und ich“ von der skurrilsten Wohngemeinschaft der deutschen Literatur. Die Erzählungen um den kreativen und hysterischen Philosophen Hartmut und seinen stoischen, proletarischen Mitbewohner umfassen fünf Romane, vier Hörbücher, zwei Webseiten und zahllose in Netz, Magazinen und Anthologien verstreute Geschichten, in denen alles miteinander zu einer großen „Hui-Welt“ verknüpft wird.

Diese Welt wird vom 20.05. – 01.08.2010 auf dem Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde Wirklichkeit! Begleitet von zahlreichen Events können sich die Besucher in den Originalkulissen der Romane bewegen, auf der Wunschwand Vorschläge für künftige Handlungen hinterlassen und die Macher der erfolgreichen Reihe treffen.

Anlässlich dieser Ausstellung schreiben das Haus der Künste (Ascheberg) und das Kulturgut Haus Nottbeck (Oelde) den Short-Story-Wettbewerb „Hartmut und Du“ aus.

Gesucht sind Erzählungen von bis zu zehn Standardseiten Länge (insgesamt ca. 18.000 Zeichen), die im Geiste der „Hartmut und ich“-Romane verfasst sind.

– Die Story wirft einen humorvollen, bissigen und satirischen Blick auf die Welt.
– Die Story zeigt einen originellen, skurrilen Alltagshelden.
– Die Story hat einen konsequenten Ich-Erzähler, der von diesem Helden erzählt.
– Die Story ist im Präsens verfasst.

Die Beiträge dürfen noch nicht veröffentlicht worden sein und müssen bis Montag, den 31. Mai 2010 ausgedruckt sowie als Word-Dokument auf CD an folgende Adresse gesendet werden:

Haus der Künste
Sylvia Witt & Oliver Uschmann
„Short Story Wettbewerb“
Hombrede 11
59387 Ascheberg

Jeder Text muss mit einem Kennwort versehen werden. Name, Kurzvita und Kontaktdaten der Autorin/des Autors liegen in einem verschlossenen Umschlag bei, der außen mit dem Kennwort beschriftet ist, so dass die Jury nicht von durch Namen beeinflusst werden kann.

Die Jury besteht aus den Machern der „Hui-Welt“ Sylvia Witt und Oliver Uschmann, dem Literaturprofessor und Museumsleiter Walter Gödden, dem Kulturmanager Dirk Bogdanski sowie der Lektorin Susanne Halbleib von S. Fischer sowie dem Literaturagenten Holger Kuntze von der Meller Agency.

Die fünf besten Texte werden am 23.07. auf dem Kulturgut Haus Nottbeck live vorgelesen. Das Publikum entscheidet über die Sieger.

Als Preise winken 500 Euro für den ersten, 300 Euro für den zweiten und 100 Euro für den dritten Platz. Die besten 20 Storys werden in einer eigenen Rubrik auf www.hartmut-und-ich.de veröffentlicht.

Nachfragen bitte an rat@hartmut-und-ich.de .
Alle Infos zur Ausstellung unter: www.kulturgut-nottbeck.de, www.trashkultur.com

Erotisches bis zum 30.04.10

Originaltext der Ausschreibung: www.menantes-wandersleben.de/litpreis.html

Ausschreibung: Menantes-Preis für erotische Dichtung 2010
Gestiftet von den Volksbanken und Raiffeisenbanken und dem Menantes-Förderkreis
Umarme doch mit wollenweichen Händen
Den heißen Leib, der sich nach Kühlung sehnt;
Erhebe dich mit deinen zarten Lenden,
Schau wie die Lust schon alle Glieder dehnt.
– Menantes (1702) –

2006 und 2008 bewarben sich jeweils über 700 Autorinnen und Autoren aus 15 Ländern um den Menantes-Preis für erotische Dichtung.

Benannt nach dem „galantesten“ Dichter des Barock, der als Christian Friedrich Hunold (1680-1721) in Wandersleben zur Welt kam, wird der Preis vom Menantes-Förderkreis der Evangelischen Kirchgemeinde Wandersleben in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift „Palmbaum“ nun zum dritten Mal ausgeschrieben.

Senden Sie uns bis zu drei Gedichte oder eine Kurzgeschichte mit maximal fünf Manuskriptseiten (je 2000 Zeichen). Die Texte müssen bislang ungedruckt sein (Veröffentlichungen auf Websites sind möglich).

Eine Jury aus fünf Kritikern, Germanisten und Schriftstellern ermittelt unter allen Einsendungen die fünf originellsten und lädt deren Verfasser zu einem Lese-Fest am 12. Juni 2010 in den Pfarrhof von Wandersleben ein, bei dem der Jury-Preis (2.000 EUR) und ein Preis des Publikums (1.000 EUR) vergeben werden.
Das Preisgeld wird von den Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie dem Menantes-Förderkreis der Evangelischen Kirchgemeinde Wandersleben gestiftet.

Die Beiträge der fünf Finalisten werden im Oktober-Heft des „Palmbaum“ 2010 veröffentlicht.
Eine Anthologie mit 33 Texten erscheint wenig später im quartus-Verlag.

Um die Anonymität zu wahren, bitten wir die Texte ohne Verfassernamen, jedoch mit einer separaten Kurzbiographie unter dem Stichwort „Menantes“ zu senden an:

Evangelische Kirchgemeinde Wandersleben
Hauptstr. 54
99869 Wandersleben

Einsendeschluss: 30. April 2010 (Poststempel)

Rücksendung nur, wenn adressierter und frankierter Umschlag beiliegt.

Schauen Sie doch einmal in die bisherigen Anthologien zum Menantes-Preis: Ich siebenhändiger Mann. Erotische Gedichte und Geschichten. 2006 Wehre dich nicht. 33 erotische Gedichte und Geschichten. 2008
Beide erschienen im quartus-Verlag Bucha bei Jena:

www.palmbaum.org
www.quartus-verlag.de
www.menantes-wandersleben.de


Bildpause zum 20.03.10

Originalausschreibung: http://bildpause.wordpress.com/

Was ist BILDPAUSE

… ein Hörstückwettbewerb ausgeschrieben durch und für das zeitKINO der Leipziger Schaubühne und das 2. Potsdamer OH!-Ton Festival!

Im Dezember 2009 startet die Ausschreibung für BILDPAUSE. In insgesamt 5 Staffeln werden die Jurymitglieder von BILDPAUSE 15 Gewinnerinnen und Gewinner ermitteln. Die 15 Hörstücke werden sowohl während des zeitKINOs in der Schaubühne im Lindenfels Leipzig aufgeführt (ab März 2010 bis Juni 2011), als auch gesammelt dem Festivalpublikum des im Juni 2011 zum zweiten Mal stattfindenden Potsdamer OH!-Ton Festivals für radiophone Dokumentationen vorgestellt. Dort wird dann unter den 15 Stücken ein Publikumspreis verliehen. Alle Gewinnerstücke sind mit Technikgutscheinen in Höhe von 200 Euro dotiert!

Außerdem ist geplant, Programmkinos der gesamten Republik zu gewinnen, die das Prinzip BILDPAUSE für ihr Programm mit übernehmen und die Gewinnerstücke in ihren Häusern zu Gehör bringen werden.

Was ist zeitKINO:
Wie in vielen anderen deutschen Städten gab es auch im Leipziger Hauptbahnhof ein Zeitkino, das Reisenden die Wartezeit zwischen zwei Zügen verkürzen sollte. 1950 gegründet verfügte das Kino über 204 Sitzplätze und zeigte täglich zwischen 10.00 und 18.30 eine ca. einstündige Filmrolle in Dauerschleife bei laufendem Einlass. Jede Woche wechselte das aus Kurzfilmen und Nachrichten bestehende Programm. Das Zeitkino im Hauptbahnhof wurde 1992 wegen baulicher Mängel geschlossen. Die Schaubühne Lindenfels greift dieses historische Vorbild der Kinogeschichte auf und entwickelt daraus ein eigenes Kinoformat, in dem Kurzfilme unterschiedlichster Genres zu Themenschwerpunkten gebündelt und in Schleife gezeigt werden. Dem Zuschauer wird damit ermöglicht, seinen eigenen Rezeptionsrhythmus zu finden und zu entscheiden, wie lange und wann er sich mit den gezeigten Filmen auseinandersetzen möchte. Die BILDPAUSE wird in den 10 Minuten hörbar werden, die der Filmvorführer benötigt, um die Filmrolle neu einzulegen.

Was ist OH!-Ton:
Das OH!-Ton-Festival für radiophone Dokumentationen fand erstmals im Sommer 2009 statt. Gewidmet ist es dem eher unterbeachteten dokumentarisch-künstlerischen Genre Radio-Feature. Auf Hörbooten treibend auf der Havel, im Offenen Gelände am Havelufer und im Saal der fabrik Potsdam konnte das Publikum 3 Tage lang lauschen, was das Format der radiophonen Dokumenation alles sein kann.
Der Hörstückwettbewerb die OH!-Ton-Jagd bildete den Abschluss des Festivals. Die eingesendeten Hörstücke waren trotz strenger Vorgaben so vielfältig und aufwendig gestaltet, dass sie ein Liebling der Organisatoren und des Publikums waren!!! Mit dem neu initierten Wettbewerb BILDPAUSE hoffen wir, wieder einen Anreiz für ebenso kreative Hörstücke geboten zu haben.

Wettbewerb

Wettbewerbsbedingungen allgemein:

Das BILDPAUSE-Hörstück darf nicht länger als 3.30 min sein.
Es darf keine GEMA-pflichtige Musik enthalten, aber natürlich ist Selbersingen- und spielen erlaubt, sowie Musik aus GEMAfreien Datenbanken.
Es muss das vorgegebenen Filmzitat enthalten, welches für jede Staffel neu gewählt wird.
Alle Gestaltungsweisen sind erwünscht und erlaubt, ob dokumentarische O-Töne oder fiktionale Stimmen, ob künstliche oder echte Geräusche…
Und das Hörstück sollte einen Titel haben, damit wir es angemessen ankündigen können!

EINSENDESCHLUSS ist der 20. MÄRZ 2010.

Die Hörstücke dann bitte als .wav-Format an:

TETRAEDER e.V.
BILDPAUSE Staffel 1
Erich-Weinert-Str.5
10439 Berlin

Zu gewinnen sind Technikgutscheine in der Höhe von 200 Euro; pro Staffel werden drei Gewinnerinnen und Gewinner ermittelt! siehe dazu JURY. Alle Gewinnerstücke werden auf einer BILDPAUSE DVD und im Internet präsentiert.

Gibt es Fragen? Dann bitte an: info@ohton-festival.de

Staffeln

1. BILDPAUSE Staffel: Ausschreibung Anfang Dezember 2009, Einsendeschluss 20. März 2010 – 3 Gewinnerhörstücke werden ermittelt und laufen dann in den zeitKINO Schlaufen und bei den Partnern ab April, Mai, Juni 2010

Vorgegebenes Filmzitat:
„… I thought I recognized your voice for a minute …“
„… Für einen Moment dachte ich, ich hätte Ihre Stimme erkannt …“

2. BILDPAUSE Staffel: Ausschreibung 20. März 2010, Einsendeschluss 20. Juni 2010 – 3 Gewinnerhörstücke werden ermittelt und laufen dann in den zeitKINO Schlaufen und bei den Partnern Juli, August, September 2010

3. BILDPAUSE Staffel: Ausschreibung 20. Juni 2010, Einsendeschluss 20. September 2010 – 3 Gewinnerhörstücke werden ermittelt und laufen dann in den zeitKINO Schlaufen und bei den Partnern Oktober, November, Dezember 2010

4. BILDPAUSE Staffel: Ausschreibung 20. September 2010, Einsendeschluss 20. Dezember 2010 – 3 Gewinnerhörstücke werden ermittelt und laufen dann in den zeitKINO Schlaufen und bei den Partnern Januar, Februar, März 2011

5. BILDPAUSE Staffel: Ausschreibung 20. Dezember 2010, Einsendeschluss 20. März 2011 – 3 Gewinnerhörstücke werden ermittelt und laufen dann in den zeitKINO Schlaufen und bei den Partnern April, Mai, Juni 2011

Abschluss und Präsentation während des 2.OH!-Ton Festivals Mitte JUNI 2011 in Potsdam!

Jury und mehr: http://bildpause.wordpress.com/

Lyrik in Feldkirch bis 15.03.10

Das Theater am Saumarkt veranstaltet den 8. Feldkircher Lyrikpreis.

Mittels einer Jury ausgewählte Texte werden anlässlich einer langen Nacht der Lyrik voraussichtlich am Samstag, dem 27. November 2010 im Theater am Saumarkt, Feldkirch, präsentiert bzw. von den Autorinnen und Autoren selbst dem Publikum vorgestellt.

Bewerbungsvoraussetzungen

Bewerbungsunterlagen

1. Blatt:

Name, Kontaktadresse, Mail-Adresse, Telefonnummer und Bank, Bankleitzahl und Kontonummer der Autorin/des Autors
Titel aller eingereichten Gedichte (höchstens 5!)
Oben rechts ist eine 5stellige Zahl (z.b. 13572) zu schreiben, die sich auch auf den Textproben oben rechts wieder findet!

2. Blatt: kurzer Lebenslauf, bisherige literarische Tätigkeit, Publikationen
Textproben aus bisher unveröffentlichter, deutschsprachiger Lyrik: Mindestens 3 bis max. 5 Gedichte bzw. 1 Gedicht mit maximal 5 Seiten á 35 Zeilen (eineinhalbfacher Zeilenabstand). Werden mehr als fünf Seiten bzw. mehr als 5 Gedichte abgegeben, kann die Einreichung nicht berücksichtigt werden.
Die Abgabe der Gedichte muss als Schreibmaschinenniederschrift oder als Computerausdruck erfolgen. Die Gedichte sind fünffach vorzulegen und sind für jedes Jurymitglied (z.B. mittels Büroklammer) zusammenzuheften. Werden die Gedichte nur 1-fach abgegeben, kann die Einreichung nicht berücksichtigt werden.
Jede Kopie muss oben rechts mit einer 5stelligen Zahl versehen sein.
Keine Originale! – Die Einsendungen können aus arbeitstechnischen Gründen nicht zurückgesendet werden.
Textexemplare, welche die Anonymität nicht gewährleisten, finden keine Berücksichtigung.

Ende der Einreichungsfrist: 15. März 2010 (Datum des Poststempels)

Höhe des Lyrikpreises: 1. Preis 1.000 Euro, weiterer 2. und 3. Preis (Höhe noch nicht bekannt).

Es ist vorgesehen, die PreisträgerInnen-Gedichte und eine weitere von der Jury festgelegte Auswahl von Gedichten in einer Lyrik-Anthologie zum Feldkircher Lyrikpreis bei der Edition Art Science zu publizieren. AutorInnen, deren Gedichte in der Anthologie publiziert werden, erhalten ein Belegexemplar.

Die Anthologie wird bei der Verleihung des Feldkircher Lyrikpreises, die voraussichtlich am 27. November 2010 durchgeführt wird, erscheinen.

Vergabe und Information

Die Zuerkennung des Lyrikpreises erfolgt auf Vorschlag einer 4köpfigen Jury.
Pro Person ist nur eine Einreichung zulässig. Mehrfachbewerbungen werden ausgeschieden.
Literaturschaffende, die unter den PreisträgerInnen waren, können sich nach Ablauf von 5 Jahren erneut bewerben.
Auf Grund der Vielzahl der Einsendungen können nur die GewinnerInnen über das Ergebnis schriftlich verständigt werden. Wir freuen uns jedoch sehr, wenn Sie als TeilnehmerInnen des Lyrikpreises mit Ihren FreundInnen, Bekannten und Verwandten am Samstag, dem 27. November 2010 um 20.15 Uhr, die Preisverleihung & Lyriklesung besuchen und laden Sie schon heute herzlich zu dieser Feier mit Buffet ein!

Beachten Sie das diesbezügliche Rahmenprogramm anläßlich des Feldkircher Lyrikpreises auf www.saumarkt.at

Rücksendung der Manuskripte: Die eingesandten Texte von unberücksichtigten Bewerbungen können aufgrund der auch heuer wieder zu erwartenden hohen TeilnehmerInnenzahl und des damit verbundenen Arbeitsaufwandes nicht zurückgestellt werden.

Wichtige Hinweise für die Lyrikpreis-BewerberInnen

Gedruckte oder sonst veröffentlichte Manuskripte sowie Manuskripte, die bereits in früheren Jahren vorgelegt wurden, finden keine Berücksichtigung.
Es ist vorgesehen, die Manuskripte von LyrikpreisträgerInnen zu Dokumentationszwecken dem Franz-Michael-Felder- und Vorarlberger Literaturarchiv zu übermitteln.
Die TeilnehmerInnen erklären sich bereit, daß die Gedichte in einer Publikation zum Feldkircher Lyrikpreis abgedruckt werden.

Die Texte sind 5-fach zu senden an:

Theater am Saumarkt
Kennwort „Feldkircher Lyrikpreis“
Mühletorplatz 1
6800 Feldkirch
Österreich

Info: www.saumarkt.at

Federwelt lädt zum Münchner Menü bis 01.03.10

Ausschreibung Münchner-Menü-Wettbewerb + Federwelt-Jurypreis:

Liebe Gäste, liebe Autorinnen und Autoren,

diesmal nehmen wir eine Stadt als Sujet: München. Und wieder sehen wir das Thema sehr frei und freuen uns auf alles, was Euch zu München einfällt: Was für Liebesgeschichten können hier passieren, welche nur hier, wen kann man hassen? Was ist schön, was ist schlimm? Wir freuen uns auf Ausführungen übers Schnösel-München genauso wie über Dramen und Komödien aus dem Hasenbergl. Vielleicht erfahren wir endlich, warum München schlechter ist als Berlin – oder besser. Schickt uns Junkiegeschichten, eine Familiensaga oder was unter den Tischen am Debütantinnenball im Bayrischen Hof passiert. Erzählt uns vom Gasteig, vom P1, aus dem Schellingsalon oder dem Cafe King. Wir werden ein Buch draus machen, eine Bestandsaufnahme von München am Anfang des 21. Jahrhunderts.

Es werden insgesamt 1.000 Euro Preisgelder vergeben (750 Euro Publikumspreis, 250 Euro Federwelt-Jurypreis), viele der Geschichten werden in unserem Buch veröffentlicht und im RedBulletin (Auflage 1,6 Mio).
Der Sieger/die Siegerin des Publikumspreises bekommt zusätzlich ein Drei-Nächte-Wochenende in einem Tophotel spendiert.
Die Siegergeschichte des Federwelt-Jurypreises wird in der „Federwelt – Zeitschrift für Autorinnen und Autoren“ veröffentlicht.
Alle Autorinnen und Autoren aus der Endrunde werden von unserem Sponsor Carpe diem zur Menülesung am 20.3.2010 nach München eingeladen.

Die Texte sollen bis 1. März 2010 elektronisch an lesung@hs-veranstaltungen.de eingesandt werden. Unsere Jury wählt aus den Geschichten vier aus. Am Samstag, den 20. März 2010 ab 17:30 Uhr findet die Lesung in München statt – der Ort wird noch bekannt gegeben.
Jeder Text wird erst musikalisch (live) eingeführt, dann von unseren Schauspielern gelesen, darauf von unserem Koch in einem Menügang interpretiert. Vier solcher Gänge gibt es. Das Publikum wählt zum Schluß den Sieger/die Siegerin aus, der/die das Preisgeld gewinnt und weitere Siegprämien.

Als BewerberIn um den Preis erklärt ihr euch mit der Einsendung bereit, dass euer Text bei Auswahl vorgetragen und in einer Anthologie zur Lesung, im RedBulletin bzw. in der „Federwelt“ sowie auf unserer Homepage (www.hs-veranstaltungen.de, Menüpunkt Lesungen) veröffentlicht wird. Die Texte müssen zwischen 11.000 und 13.000 Zeichen lang sein (ohne Leerzeichen) und sollen als Worddokument bei uns eingereicht werden.

Einsendeschluss ist der 1. März 2010.

Pro TeilnehmerIn kann nur ein Text eingereicht werden. Informationen über bisher stattgefundene Lesungen und die Veranstalter unter http://www.hs-veranstaltungen.de/lesungen.

Reservierende für die Lesung mit Viergangmenü melden sich bitte per E-Mail unter dem Account holleschek@hs-veranstaltungen.de an. Die Anmeldung wird bestätigt. Erst nach Zahlungsaufforderung ist der Betrag fällig.
Wir freuen uns auf euch und eure Geschichten.

Otger Holleschek und Matthias Schlick

Otger Holleschek
h+s veranstaltungen gmbh
Martin-Luther-Straße 2
81539 München
Telefon: 089/890686-66, Mobil 0172-2390398
fax: 089/8906868-88
www.hs-veranstaltungen.de

Pressemeldung 27. Januar 2010:

wir freuen uns, euch die Jurymitglieder für den laufenden Menülesungswettbewerb ankündigen zu können:
Michael Krüger, Chef des Hanser Verlages und ungekrönte Größe des gesamtdeutschen Literaturbetriebes, unterstützt uns mit seiner Meinung ebenso wie Amelie Fried, die mit ihrer Literatursendung „Die Vorleser“ eine wichtige Multiplikatorin für gute Texte ist. Wer jetzt gut schreibt, kann groß rauskommen!
Daneben werden uns Natalie Buchholz, Lektorin bei Randomhouse, Literaturprofessor Manuel Braun und die Akademischen Rätin Dr. Kathrin Bleuler unterstützen.

Das Thema ist „München“, und wir suchen alles, was auch nur ansatzweise mit München zu tun hat. Liebesgeschichten, Lebensgeschichten, Leidensgeschichten.
Also auf geht’s: Texte elektronisch als Worddatei abgeben bis 1. März 2010 unter lesungen@hs-veranstaltungen.de. 11.000 bis 13.000 Zeichen ohne Leerzeichen. Informationen über die aktuelle und bisherige Lesungen unter www.hs-veranstaltungen.de/lesungen
Alle Autoren der Endrunde werden nach München eingeladen.

Mit freundlichen Grüßen,

Otger Holleschek

TV braucht kein Niveau

Fast jeder beschwert sich übers Fernsehen. Gerade der stetig wachsende Trend zum Reality-TV und Casting-Shows überall erregen die Gemüter. Doch die Quoten sprechen ihre eigene Sprache.

Auf Spiegel Online kann man die bittere Wahrheit mal wieder nachlesen: DSDS siegte am Mittwochabend in der Primetime mit über 21 Prozent Marktanteil im Rennen um die Quoten. Da konnte selbst die Erstaustrahlung des aufwendig produzierten ARD-Zweiteilers „Gier“ nicht mithalten.

Da fragt man sich doch, ob sich der finanzielle und zeitliche Aufwand, teure und unter Umständen auch hochwertige TV-Unterhaltung zu produzieren, für einen Fernsehsender überhaupt lohnt. Die Leute vor der Glotze geben sich offenbar lieber mit viel weniger zufrieden.

Bei den 14 – 49-Jährigen erreichte Bohlens RTL-Casting sogar einen Marktanteil von fast 34 Prozent. Auch andere Reality-Formate sind immer wieder erstaunlich erfolgreich, teilweise in der xten Staffel. Ist also das Fernsehen nur so gut wie seine Zuschauer?

Kritiker halten immer wieder dagegen, das Angebot bestimme die Nachfrage. Doch die Quoten scheinen das nicht zu bestätigen, denn ist man ehrlich, gäbe es zu den Rennern im Fernsehen nahezu immer auch die Alternativen, die selbst Kritiker nicht als seichte Unterhaltung abtun können.

Angewiderte Gesichter werden jedenfalls wenig helfen. Vielleicht wäre es besser, sich nicht nur verbal vom so verhassten Mainstream zu lösen, sondern auch bei der Suche nach durchaus vorhandenen Alternativprogrammen, damit diese dauerhaft ihre Überlebenschancen wahren.

Genießen kann man dann Umfrageergebnisse wie diese, die nur leider den tatsächlichen Quoten vollkommen widersprechen.