Multiple Persönlichkeit zwischen Berg, Goethe und Kafka

Nicht, dass ich glaubte, ihr würdet euch langweilen, nur weil ich mal eine Woche nicht da bin (Buchmesse). Zumal ich ja möglicherweise den ein oder anderen Blogeintrag vom Netbook aus beisteuern werde.

Dennoch will ich euch eine lustige Spielerei offenbaren, auf die ich meinerseits durch einen Eintrag im Forum von Literatopia gestoßen bin (danke, Lars!). Na ja, wenn ich es recht bedenke, ist es keine Spielerei, sondern für jeden Autor die Antwort auf die lang ersehnte Frage (oder umgekehrt): „Von wem habe ich eigentlich meinen Schreibstil geklaut?“

Wenn das mal keine ernste Sache ist! Bevor ihr nun sofort auf einen Link klicken wollt, um zu erfahren, welche(n) bekannten Autor(en) ihr mehr oder weniger erfolgreich kopiert, will ich euch noch offenbaren, was der digitale Experte der FAZ zu einigen meiner Werke sagt:

Nun seid ihr sicher schon ganz aufgeregt, daher nun endlich euer Weg zur Lösung oder zum Beginn all eurer Probleme:

FAZ.NET: Ich schreibe wie …

Ärger mit dem Eigenverlag

Jeder soll auf seine Art glücklich werden, ist ein Motto, das auch beim Veröffentlichen gilt. Es kann gute Gründe geben, warum jemand einen Verlag gründet, um sein eigenes Buch zu vermarkten, und es steht mir nicht an, diese im Einzelfall zu bewerten. Darum soll es also auch gar nicht gehen.

Es scheint dennoch hier und da seltsame Blüten treiben. So scheint sich bei einem dieser Eigenverleger die eigene Persönlichkeit sehr gründlich in Autor und Verleger gespalten zu haben.

Nachdem er nämlich in einem Forumsgespräch geklagt hatte, welche Schwierigkeiten er als Verleger hätte, antwortete ich aufmunternd, wenn auch leicht ironisch, er würde wenigstens mit ziemlicher Sicherheit noch weitere seiner Manuskripte in seinem eigenen Verlag unterbringen können.

Seine Antwort überraschte mich dann doch:

Das ist nicht das entscheidende, Philipp. Viel wichtiger ist, das mein Verlag endlich etwas mehr für die Vermakrtung tut, um den Verkauf anzukurbeln.

Man hat es heutzutage als Autor wirklich nicht leicht mit den Verlagen. Da hilft es offenbar auch nicht, wenn es der eigene ist. Aber ich kann da nur raten: Mut zur Selbstbeschwerde!

Frostiges Klima im Netz

Draußen ist es kalt. Das mag manchen dazu bewegen, sich noch mehr im Internet aufzuhalten, als an Tagen, die auch im sogenannten Real Life Alternativen bieten.

Darüber scheint mancher zu vergessen, dass Internet eben Internet bleibt. Der Typ, mit dessen Nick man sich in einem Forum streitet, ist weiterhin Kilometer von einem entfernt, selbst dann, wenn er zufälligerweise im Nachbarhaus wohnen sollte.

Der Kampf, den wir mit einem ignoranten Forenbetreiber um unsere Persönlichkeitsrechte ausfechten, interessiert und verändert die Welt nicht. Nicht einmal die kleine, in der wir tatsächlich leben.

Gerade diejenigen, die kreativ tätig sind, sollten bei der realen Wetterlage doch bessere Betätigungsfelder finden, als der Persönlichkeit ihres kleinen Forendoubles Gehör zu verschaffen.