Papyrus

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Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch
(Foto: © Marko Tomicic)

Eigentlich Zufall, aber sicherlich nicht die schlechteste Idee: Um mich nach längerer Pause ein bisschen warmzuschreiben, werde ich mich mal versuchen, mich in Papyrus Autor einarbeiten. Langfristig sicher nur als Ergänzung zu Scrivener, aber wer weiß.

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Schon überarbeitet? Pausen machen

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Foto: © grafvision
Schon überarbeitet?
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Tippi, die ihr vielleicht noch aus früheren „Schon überarbeitet?“-Artikeln kennt, hat im Unterschied zu mir keine Zeit vergehen lassen. Als der ebenfalls bekannte Herr Schultertipper ihr von den möglichen drei Überarbeitungsschritten erzählt hatte, in denen sie sich nacheinander um Inhaltliches, Stilistisches und Grammatikalisches kümmern könnte, wollte sie sich sofort an die Arbeit machen.

„Stopp!“, rief da der Schultertipper. „Warum so eilig?“
Tippi aber wunderte sich, was der Kerl gegen ihren Arbeitseifer haben könnte. Der wiederum erklärte ihr, sie müsse zunächst einmal eine Pause einlegen, den Text, den sie doch gerade erst geschrieben habe, ruhen lassen, Abstand gewinnen. So viel wie möglich (wenigstens ein paar Tage, besser ein paar Monate), falls nicht viel Zwingenderes als die eigene Ungeduld dem im Wege stünde.

Es ginge darum, dem Text mit so fremdem Blick wie nur möglich wiederzubegegnen, damit sie nicht mehr lese, was sie schreibend gemeint habe, sondern nur, was dort tatsächlich stehe. Dieser Schritt, die Pause für den Text, sei wichtiger Bestandteil der Überarbeitung und auf keinen Fall zu vernachlässigen. Tatsächlich könne man ihn im weiteren Verlauf gern noch einige Male wiederholen, etwa vor jedem weiteren Überarbeitungsschritt.

Ihre Ungeduld, sagte er Tippi, als er die Enttäuschung in ihren Augen sah, könne sie am besten dadurch zügeln, indem sie sich inzwischen einem anderen Text widme: einem, der noch geplant, geschrieben oder nach seiner Pause nun überarbeitet werden müsse.

Übersicht

LesBar: fuß

LesBar, Foto: Anneka
LesBar, Foto: Anneka
LesBar
(Foto: © Anneka)

du lebst nicht
auf großem fuß

selbst der zeh
klein und zart

du lebst nicht
in der spur

auch dein schuh
tritt mal fehl

du lebst nicht
auf dem sprung

sogar deine ferse
genießt die pause

__________

© BennoP

Vorweihnachts“zeit“

Weihnachten rückt immer näher und es wird immer deutlicher, dass ich dieses Jahr die Feierlichkeiten nur so dazwischenschieben kann. Dafür rückt damit auch der Zeitpunkt näher, wo ich mal ein bisschen durchschnaufen kann. Wenn das auch erst im nächsten Jahr ist.

Vorausschau

Im Moment sieht es so aus, dass ich etwa ab Mitte Januar ein bisschen durchschnaufen kann, was bedeutet, dass ein Abgabetermin weniger drängt. Dann rückt das Ratgeberprojekt in den Vordergrund und ich hoffe, mit dem Nachfolger von der Kriegerin voranzukommen.

Mein Pseudonym Ben Philipp macht dann ein bisschen Pause. Es könnte also ein versöhnlicher Jahresbeginn werden.

PB-Plotten: 20 – Recherche 3

Wenn das Rohmanuskript steht, sollte man vor der Überarbeitung ohnehin eine kleine Pause einfügen. Wer nicht schon beim Schreiben all das, was noch nachzurecherchieren war, erledigt hat,  sollte jetzt die Zeit dafür nutzen, damit auch die letzten Erkenntnisse in die erste Überarbeitung einfließen können.

Ansonsten unterscheidet sich der dritte Recherchedurchgang natürlich nicht von den vorherigen.

(PB-Plotten: Die Liste)

Karten gewinnen für die Lesung des Jahres!

Montsegur-Lesung 2010
Zum Vergrößern anklicken

Nina Blazon, Kai Meyer, Wulf Dorn, Eva Baronsky, Markus Heitz – wann bekommt man schon einmal die Möglichkeit, so viele hochkarätige Autoren auf einen Schlag aus ihren Werken vortragen zu hören? Richtig, bestenfalls einmal in Jahr. Dann nämlich, wenn das Montségur-Forum seine Mitglieder zum jährlichen Treffen nach Oberursel ruft und als Auftaktveranstaltung am Freitagabend zur öffentlichen Lesung einlädt.

Dieses Jahr ist das der 24. September ab 20.00 Uhr. Die Lesung findet im Parkhotel am Taunus in der Hohemarkstraße 168, 61440 Oberursel/Taunus statt.

In der Pause und nach der Lesung besteht die Möglichkeit, am Büchertisch einen Blick in die Bücher zu werfen, sie zu erwerben und signieren zu lassen. Außerdem kann man mit den lesenden Autoren ins Gespräch kommen oder die vielen weiteren anwesenden Autoren des Montségur-Forums kennenlernen.

Der Eintritt kostet 10,- Euro. Bis zum 9. September kann man allerdings mit der Oberuseler Woche zwei mal zwei Karten für die Lesung gewinnen!

Es lesen:

Nina Blazon aus „Schattenauge“ (Ravensburger)
Kai Meyer aus „Arkadien erwacht“ (Carlsen)
Wulf Dorn aus „Kalte Stille“ (Heyne)
Eva Baronsky aus „Herr Mozart wacht auf“ (Aufbau)
Markus Heitz aus „Judassohn“ (Knaur)

Karten im Vorverkauf in der Buchhandlung Bollinger (Tel. 06171 / 28 46 64) und an der Abendkasse im Hotel.

Immer diese ersten Seiten

Hans-Peter Roentgen hat seinen Schreibratgeber entsprechend aufgebaut: „Vier Seiten für ein Halleluja“. Er bewertet die ersten Seiten von Manuskripten, die Autoren ihm zugesandt haben, und gibt an diesen Beispielen Tipps, wie man es besser machen kann. Immer wieder heißt es, gerade die ersten Seiten zählen, will man sich um einen Programmplatz in einem Verlag bewerben. Dem kann ich mich nur anschließen.

Andererseits beklagen abgelehnte Autoren häufig, die wenigen Seiten Leseprobe, die sie dem Verlag vorlegen durften, seien möglicherweise nicht aussagekräftig gewesen, um das gesamte Manuskript zu repräsentieren. Dem entgegnet Joachim Jessen, Literaturagent bei der Agentur Schlück (bei einem Vortrag zum Montsegur-Treffen 2009), dass man kaum erwarten könne, wenn die ersten 50 Seiten nicht wirklich gut gewesen seien, es würde danach plötzlich merklich besser werden.

Nach meiner Erfahrung mit Manuskripten noch unerfahrener Autoren ist häufig sogar das Gegenteil der Fall. Seltsamerweise geht es mir oft so, dass ich die ersten Seiten noch mit verhältnismäßigem Vergnügen lesen kann, dann geht es plötzlich steil bergab. Das betrifft vor allem die sprachliche Gestaltung.

Warum das so ist, kann ich nur vermuten. Wahrscheinlich ist sich der Schreiber während der ersten Seiten (manchmal Sätze) noch besonders bewusst, was er da eigentlich vollbringen will. Er wählt seine Worte mit Bedacht. Irgendwann reißt ihn dann die eigene Geschichte mit sich und er schreibt, „wie ihm der Schnabel gewachsen ist“.

Wenn dem so ist, kann ich nur raten: Versuche dir diese bewusste Stimmung zu bewahren. Mach öfter mal eine Pause und lies, was du gerade geschrieben hast. Schau immer mal wieder auf deinen Manuskriptanfang und vergleiche ihn mit dem, was du geschrieben hast, als die Geschichte dich in ihren Bann gezogen hat.

Rückblende: Freitag

In drei kleinen Artikeln will ich das Montsegur-Autorentreffen dieses Jahres Revue passieren lassn, das vom 28. bis 30. August im Parkhotel am Taunus in Oberursel stattfand und Anlass und Auftakt meiner kleinen Urlaubsreise war.

Wie jedes Jahr gab es auch diesmal wieder einen grandiosen Beginn: den großen Leseabend am Freitag. Und wie schon im letzten Jahr musste ich mich aus anreisetechnischen Gründen leicht verspätet in den großen Saal hineinschleichen.

So habe ich leider die allseits hochgelobte Lesung von Titus Müller verpasst, der aus seinem Roman „Das Mysterium“ gelesen hat. Und ich musste hoffen, das André Wiesler, der gerade aus seinem phantastischen Roman „Wolfsfluch“ las, sich von meinem verspäteten Eindringen nicht allzu sehr gestört fühlte. Jedenfalls hat er sich hinterher nicht bei mir beschwert, was wahrscheinlich seinem nachsichtigem Wesen anzurechnen war.

Der Zuschauerraum war voll und von der gekonnten Performance von André sichtlich angetan. Auch mir gelang es kaum einmal, den Blick abzuwenden und durch die Publikumsreihen wandern zu lassen, um erste bekannte Gesichter auszumachen. Iny und Elmar Lorentz saßen da und begrüßten mich mit einem stillen Winker. Direkt hinter ihnen entdeckte ich Susanne Ruitenberg, zwei Reihen vor ihnen wenig später Ursula Poznanski.
So mischte sich unter das Vergnügen, dem Lesenden zuzuhören, bereits die Vorfreude auf ein vielfaches Wiedersehen mit lieben Montsegurkollegen.

André reichte das Mikrofon weiter an Eva Völler, die an diesem Abend unter einem ihrer vielen erfolgreichen Pseudonymen auftrat und als Charlotte Thomas aus ihrem Historischen Roman „Die Liebenden von San Marco“ las, der im Venedig von 1510 spielt.

Die anschließende Pause nutzte ich, um weiteren Bekannten die Hände zu schütteln. Mehr als achtzig Autoren waren angereist, darunter auch viele neue Gesichter und solche, die einem in Erinnerung riefen, dass schon das Wochenende im letzten Jahr nicht ausgereicht hatte, jeden persönlich kennenzulernen.

Besonders erfreulich, auch ein paar Geschichtenweber wiederzutreffen. Melanie Metzenthin  und Claudia Hornung zum Beispiel. Auch Barbara Peters wiederzusehen war eine große Freude, kannte ich die Hamburger Kinderbuch-Autorin doch schon von diversen Lesebühnen in Rostock.

Nach der Pause dann waren alle gespannt auf Sebastian Fitzek, der die Lesung aus seinem Thriller „Splitter“ mit allerhand anekdötelnden Splittern aus seinem Leben (und dem seiner Freunde) garnierte und so ein rundum schmackhaftes Mahl mit mehr als einer Prise Witz servierte.

Den Schluss der „Leserunde“ bildete Katerina Timm mit der Lesung aus ihrem zweiten Roman „Hexenschwester“, der Endes September in die Buchhandlungen kommen soll.

Ein rundum gelungener Abend also, der seinen Ausklang im gemütlichen Beisammensein in der Hotelbar fand, wo ich die Begrüßungen fortführen und vertiefen konnte und meinem Laster folgend schließlich im Kreis der qualmenden Autoren endete.