Entern: In Szene setzen

Entern, Foto: Patryk Kosmider
Entern, Foto: Patryk Kosmider
© Patryk Kosmider

Ob wir unsere Geschichte nun in Kapitel unterteilt haben oder nicht, der nächstbeste Grund, die Entertaste zu betätigen, ist das Ende einer Szene. Denn in einem gut strukturierten Text werden Szenenwechsel der Übersicht wegen häufig mindestens durch eine Leerzeile sichtbar gemacht. Da ich zu Szenen unter anderm hier schon Artikel verfasst habe, versuche ich mich in diesem Blogbeitrag auf das Wesentliche zu beschränken (was nicht unbedingt meine Stärke ist).

Spricht man von einer Szene, kann man Verschiedenes meinen. Da dieser Beitrag vor allem die Frage behandelt, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, eine Szene mithilfe der Entertaste abzuschließen und eine neue zu beginnen, steht nicht nur die Szene im (str)engeren Sinne zur Debatte. Den Aspekt des szenischen Erzählens klammern wir hier demnach aus, betrachten stattdessen Textpassagen hinsichtlich der Merkmale, die sie zu einer in sich geschlossenen Einheit werden lassen.

Klassischerweise sind das vor allem drei:

  • Handlungsort
  • Handlungszeitraum
  • handelndes Personal

Diese drei Kriterien werden auch heute noch gern herangezogen, um einen Szenenwechsel zu identifizieren. Und in der Regel klappt das auch ganz gut. Vor allem Ort und Zeit sind sehr hilfreich, denn praktisch immer, wenn die Handlung von einem Ort zu einem anderen wechselt oder in der Zeit springt, kann man davon ausgehen, dass auch von einer in die andere Szene (hier ganz eindeutig auch im Sinne von Szenerie) gesprungen wird.

Stellen wir uns vor, wir wollen die Geschichte des Hobbits Bilbo Beutlin erzählen, der mit dem Zauberer Gandalf und 13 Zwergen aufbricht, den Drachen Smaug zu besiegen. Wir beginnen die Geschichte damit, dass Bilbo vor seiner Hobbithöhle von Gandalf in ein Gespräch verwickelt wird.

1. Szene:

  • Ort: Vor der Hobbithöhle
  • Zeit: Dienstagmorgen
  • Personal: Bilbo, Gandalf

Wenn die beiden ihr Gespräch abgeschlossen haben, geht Bilbo in seine Höhle (oder genauer: Bilbo beendet das Gespräch, indem er sich in die Höhle zurückzieht). Die nächste Szene könnte also direkt im Anschluss in der Höhle spielen.

2. Szene:

  • Ort: In der Hobbithöhle
  • Zeit: Dienstagmorgen
  • Personal: Bilbo

Tatsächlich passiert aber für unsere Geschichte am Dienstagmorgen nichts wirklich Wichtiges mehr. Wir lassen daher Bilbo lieber den Rest des Tages und die Nacht über allein und schauen erst am nächsten Tag wieder bei ihm vorbei, wenn etwas geschieht, das unsere Geschichte voranbringt, die Ankunft der 13 Zwerge nämlich.

2. Szene:

  • Ort: In der Hobbithöhle
  • Zeit: Mittwochnachmittag (zum Tee)
  • Personal: Bilbo, 13 Zwerge, Gandalf

Der Wechsel von der ersten zur zweiten Szene ist also gekennzeichnet durch Orts-, Zeit- und Personalwechsel. Die Szenerie ändert sich nun für eine ganze Weile nicht, denn die ganze große Gemeinschaft bleibt bis zum Abend in Bilbos Höhle. Natürlich läuft die Zeit weiter, aber einen Zeitsprung gibt es nicht. Den markiert dann erst die Nachtruhe, wenn sich alle zu Bett begeben, und die Geschichte erst wieder am folgenden Vormittag aufgegriffen wird. Zwar bleiben wir vorerst in der Hobbithöhle, aber neben der Zeit hat sich auch die Personalsituation geändert.

3. Szene:

  • Ort: In der Hobbithöhle
  • Zeit: Donnerstagmorgen
  • Personal: Bilbo

Ich denke, das Prinzip ist klar. Mindestens eines der genannten Kriterien ändert sich (wobei in der Regel nur deutliche Veränderungen von Bedeutung sind) und wir erkennen einen Szenenwechsel.

Wer die Geschichte kennt, merkt aber vielleicht schon, dass zumindest die Personalsituation nicht immer so deutlich ist. Wären wir streng, müssten wir die zweite Szene in viele bedeutend kürzere aufteilen, denn Bilbos Besucher kommen nicht alle auf einmal, sondern in kleinen Grüppchen. Auch beginnt die Szene natürlich nicht unmittelbar mit dem Eintreffen der Zwerge. Und wer Bilbos Geschichte nicht nur aus dem Kino kennt, weiß außerdem, dass sich in der Buchvorlage die Personalsituation in der von mir so benannten 3. Szene schnell ändert, weil Gandalf den Hobbit schon nach weniger als einer Buchseite wieder aufsucht. Ganz abgesehen von den einleitenden Worten, die unserer 1. Szene vorangehen. Ganz so einfach ist es also doch nicht.

Halten wir erst einmal fest, dass Orts-, Zeit- und Personalwechsel eher eine grobe Orientierung darstellen. Zum einen, weil es Ein- und Überleitungen gibt, die Szenen in einen Kontext stellen, also dafür sorgen, dass es keine Brüche vor, nach und zwischen den Szenen gibt, die den Leser möglicherweise verwirren könnten. Zum anderen, weil diese Szeneriemerkmale eher als Hilfsmittel anzusehen sind.

Wir könnten uns eine – zugegebenermaßen ungewöhnliche – Geschichte vorstellen, in der immer dieselben Figuren anwesend sind, in der es keine Zeitsprünge gibt und der Handlungsort nicht wechselt. Etwa eine Art Kammerspiel mit einem Ehepaar, das ausschließlich in der Küche der beiden spielt und in einem Zeitrahmen von drei Stunden abläuft. Besteht die Geschichte dann nur aus einer Szene? Oder werden dann einfach beispielsweise sehr kurze Zeitsprünge bedeutsam? Sie lassen sich sicher finden und können Anhaltspunkte sein. Vor allem wird aber nun deutlich, wie sich Szenen tatsächlich voneinander abgrenzen.

Schauen wir uns noch einmal Bilbos Geschichte an. Was passiert da eigentlich inhaltlich, also auf der Handlungsebene? In der ersten Szene wird Bilbo von Gandalf in ein Gespräch verwickelt, in dem der Zauberer ihm erklärt, er wolle zu einem Abenteuer aufbrechen und den Hobbit mitnehmen. Bilbo wird von Gandalf in seiner Ruhe gestört und sogar dazu aufgefordert, diese Ruhe für lange Zeit, vielleicht für immer aufzugeben. Bilbo will davon nichts wissen und den Zauberer loswerden. Er ficht einen Konflikt aus, den er schließlich beendet, indem er in seine Höhle verschwindet, so schnell es die Höflichkeit eben erlaubt. Damit ist auch die Szene zu Ende.

Die Szene beginnt also mit einer Ausganssituation, in die ein Ereignis hereinbricht (Gandalf taucht auf und quatscht den Hobbit zu), das einen Konflikt auslöst. Und die Szene endet, wenn der Konflikt zumindest vorläufig gelöst wird (nicht selten wird hier ein Konflikt zum Schwelen beiseite geschoben). Das bedeutet, die Szene besitzt einen Spannungsbogen. Das wiederum bedeutet, die Szene stellt einen in sich geschlossenen Handlungsabschnitt dar.

Auch die zweite Szene besitzt einen Spannungsbogen: Bilbo, schon im Glauben, er könne den Vorfall des Vortags vergessen, wird erneut überfallen. Und diesmal drängen die noch aufdringlicheren Zwerge auf eine Entscheidung. In Bilbo beginnt eine Stimme lauter zu werden, die sich doch nach einem Abenteuer sehnt. Er fällt schließlich tatsächlich eine Entscheidung (die in Film und Buch unterschiedlich ausfällt). Das Ende der Szene bestärkt dem Eindruck, diese Entscheidung sei endgültig.

Szenen sind also in sich geschlossene Handlungsabschnitte, die im Idealfall dem Prinzip eines Spannungsbogens folgen. Das gilt ganz besonders für solche Szenen, die tatsächlich auch szenisch inszeniert sind. Aber auch narrative Szenen und solche Abschnitte, die eher eine zusammenfassende Überleitung darstellen (etwa eine weitgehend ereignislose Reise von einem Handlungsort zum nächsten) haben häufig einen Spannungsbogen, wenn auch möglicherweise einen recht flachen (Konflikt: Der Protagonist muss von A nach B kommen; Lösung: Der Protagonist hat B erreicht).

Dass sich der Szenenwechsel häufig an Ort, Zeit und Personal ablesen lässt, hängt einfach damit zusammen, dass die Szenenkonflikte, die die Szenenspannungsbögen bestimmen, von jeweils ganz bestimmten Figuren ausgetragen werden, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort aufhalten. Rückt eine neue Szene einen neuen (oder wieder aufgeneommenen) Konflikt in den Fokus, ändern sich dementsprechend auch die konfliktbestimmten Parameter.

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Entern: Kapitel oder Kapitulation?

Entern, Foto: Patryk Kosmider
Entern, Foto: Patryk Kosmider
© Patryk Kosmider

Viele Autoren – und nicht nur solche, die sich noch am Anfang ihrer Schreibkarriere sehen – haben mit diesem Kapitel der Schreiberei so ihre Schwierigkeiten. Die Frage, wo man die Entertaste drückt und eventuell sogar einen Seitenumbruch einfügt, um im Anschluss ein neues Kapitel zu starten, lässt so manchen unsicher werden, einige verzweifeln und diesen oder jene sogar kapitulieren. Kein Wunder, dass in eben dieser Frage so oft Rat gesucht wird, meist in der Hoffnung, es gäbe Regeln, die die Entscheidung erleichtern oder gar abnehmen. Diese Hoffnung muss ich dem werten Leser dieses Artikels leider gleich wieder nehmen. Regeln für die Kapiteleinteilung gibt es nicht (es sei denn, ein Auftraggeber gibt sie vor). Außer einer vielleicht – aber nein, auch das geht, wenn der Autor es so möchte:

Philipp schrieb …

KAPITEL 2

… das Kapitel zu Ende. Er ließ sich durch angebliche Regeln nicht verwirren.

Dem kreativen Autor sind also letztlich keine Grenzen gesetzt, was ja nichts Schlechtes ist. Was dieser Artikel leisten kann, ist, die Furcht, Fehler zu begehen, nehmen und einige Anregungen geben. Das werde ich hier ein wenig zusammenfassend tun, denn an anderer Stelle bin ich bereits ausführlicher darauf eingegangen.

Zunächst – das lässt sich eigentlich schon ableiten – ergeben sich Kapitel in aller Regel nicht notwendigerweise aus der Entfaltung der Geschichte, des Plots bzw. des Spannungsbogens. Soll heißen, anders als etwa Szenen sind Kapitel nicht grundlegender Bestandteil der Erzählstruktur, wir benötigen sie nicht bei der Planung einer Geschichte, und die Geschichte lässt sich auch ohne Kapitel erzählen. Anders gesagt, Kapitel sind im Grunde genommen nicht wichtig, richten sich lediglich nach dem Bedürfnis des Lesers, große Textmengen weiter zu unterteilen, ihnen eine zusätzliche Strukturierung aufzuerlegen, nicht zuletzt, um Atem holen und Lesepausen einlegen zu können. So wie wir uns auch besser zurechtfinden, wenn wie unsere Bücher, Kleidungsstücke, Lebensmittel, Dokumente usw. nicht einfach in riesigen Kisten lagern, sondern sie bestimmten Ordnungsprinzipien folgend in Regale, Schränke, Kühlschränke und Schubladen sortieren.

In unserem Falle der Kapitel ist es der Autor, der das Ordnungsprinzp vorgibt. Und da haben wir dann, wenn auch keine Regel, so zumindest eine Richtlinie: Wenn sich in der Wahl der Kapitelbegrenzung (wenigstens mit gutem Willen) eine absichtsvolle Struktur erkennen lässt, kann das zumindest nicht schaden.

Damit sollte auch klar sein, dass Aussagen über die Länge der Kapitel wie „etwa zwanzig Seiten, keinesfalls mehr als dreißig, mindestens aber zehn“ allesamt nicht haltbar sind. Bestimmend für die Länge jedes einzelnen Kapitels ist letztlich das vom Autor gewählte Prinzip, das der Strukturierung zugrunde liegt. Richtig ist, dass es unterschiedliche Geschmäcker gibt, was die Kapitellänge angeht und für diese kann ein Kapitel zu lang, zu kurz oder genau richtig sein. Wenn es die gewählte Struktur zulässt, kann man also darauf achten, eher ein gesundes Mittelmaß anzustreben. Ob dabei relativ gleich lange Kapitel herauskommen oder aber das eine zwei, das andere 75 Seiten hat, ist wiederum der gewählten Struktur zu verdanken.

Wie man strukturieren kann, hängt schließlich von der Geschichte ab, die man erzählt. Wie sollte es auch anders sein. Denn natürlich ist es wenig sinnvoll, eine Geschichte, deren Handlung keine oder nur wenige Ortswechsel beinhaltet, ortsgebunden zu strukturieren. Die folgenden Möglichkeiten der Kapiteleinteilung werden also jeweils nur zu bestimmten Geschichten passen, sind ohnehin nur eine naheliegende Auswahl und daher nur zur Anregung gedacht.

Vorher sei noch angemerkt: Manche dieser Einteilungen legen nahe, Kapitelüberschriften zu verwenden. Generell ist auch das Geschmackssache. Der (zumindest gefühlte) Trend zur einfachen Nummerierung dürfte vor allem dem Bestreben geschuldet sein, dem Leser auch nicht den geringsten Vorausblick auf den Kapitelinhalt zu gewähren.

  • Die Einteilung kann sich an der Dramaturgie orientieren, indem sie beispielsweise bestimmte wichtige Ereignisse in den Mittelpunkt jedes Kapitels stellt (das Kapitel, in dem der Mord geschieht, in dem der Protagonist seine alte Liebe wiedertrifft, in dem die Gefährten sich im Wald verirren, in dem das Heer des Königs in die Schlacht zieht, in dem die Konferenz stattfindet, in dem die Situation zwischen der Protagonistin und ihrem Partner eskaliert, …).
    Es geht dabei nicht darum, pro Kapitel nur ein Ereignis ablaufen zu lassen, es geht um ein zentrales Ereignis, auf das die Dramaturgie zuläuft (Kapitel 1 berichtet von allen Ereignissen, bis der Mord den Fall für den Protagonisten ins Rollen bringt, Kapitel 2 von all den Ereignissen, die folgen, bis dem Protagonisten erste Zweifel an der Schuld des bisherigen Verdächtigen kommen, …). Darin liegt nämlich häufig das Problem begründet, wenn Autoren das Gefühl bekommen, die eigene Dramaturgie gebe ihnen ausgesprochen kurze (und viele) Kapitel vor.
  • Hat man mehrere Handlungsstränge, ist eventuell eine Kapitelunterteilung möglich, die sich an diesen orientiert. Sind die Wechsel zwischen den (Haupt-) Handlungssträngen nicht zu häufig (sehr kurze Kapitel), kann jeder Wechsel ein neues Kapitel markieren. Denkbar ist aber auch, dass pro Kapitel alle Stränge einmal an der Reihe sind.
  • Spielt die Romanhandlung an mehreren verschiedenen Handlungsorten oder wechselt regelmäßig zwischen einigen Orten hin und her, kann auch das Anlass zum Kapitelwechsel sein.
  • Macht die Romanhandlung häufig Zeitsprünge oder spielt Zeit auf andere Art und Weise eine wichtige Rolle im Roman (etwa ein Countdown) kann natürlich auch die Kapiteleinteilung dieser zeitlichen Strukturierung folgen und sich etwa an Uhrzeiten, Wochentagen, Datumsangaben, Monaten, Jahreszeiten oder Jahreszahlen orientiern.

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LesBar: Auf Nachfrage

Auf einer Party in Chemnitz fragte eine Rostockerin ihren Gesprächspartner, in welchem Ort er denn beheimatet sei. „Oederan“ antwortete dieser mit so starkem sächsischen Akzent, dass die Rostockerin noch einmal nachfragen musste. Daraufhin antwortete sie: „Klingt irgendwie norddeutsch.“

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© Ben Philipp

Auf direktem Weg zur Figur

Wer Autorensoftware benutzt, wird es wahrscheinlich unter anderem deshalb tun, weil sie die Möglichkeit bietet, Notizen übersichtlich und kompakt zu verwalten und sie bei Bedarf mit wenigen Klicks hervorzaubern zu können.

So bot yWriter bisher immer die Möglichkeit, etwa einen Figurennamen im Text anzuklicken und damit das entsprechende Figurenblatt aufzurufen. Manchmal war das auch nervig, so wenn man beispielsweise den Satzbau ändern wollte, einen Doppelklick auf den Namen ausführte und erst das Figurenblatt wegklicken musste.

Mit einem Update war diese Funktion plötzlich verschwunden, was ich als noch unangenehmer empfand, weil es nun nötig war, die Figurenblätter wieder umständlich über das Menü oder die Registerkarten aufzurufen.

Allerdings (und manch einer wird mich längst als Blindfisch bezeichnen) habe ich einfach den Fortschritt übersehen. Denn es lässt sich nun einstellen, ob man bei einem Doppelklick direkt zu den Notizen gelangt oder ob man damit einfach nur den Namen markiert.

Öffnet man ein Szenefenster, lässt sich dort im Menüpunkt „Einstellungen“ die Funktion „Bekannte Figuren markieren“ aufrufen. Hat man sie mit einem Häkchen versehen, werden im Text (nicht nur in dieser einen Szene) alle Figurennamen, die dem Programm bekannt sind (für die man also ein Figurenblatt erstellt hat) farblich hinterlegt. Mit einem Doppelklick auf den Namen öffnet sich nun wieder das Figurenblatt.

Gleiches gilt für die Funktionen „Bekannte Schauplätze markieren“ und „Bekannte Gegenstände markieren“.

Gewusst wie, sage ich nur.

It’s time to keep on Rowling

Wer die Erstausstrahlung verpasst hat, hat heute um 16.30 Uhr auf Arte noch einmal die Chance, ein Jahr mit Erfolgsautorin J.K. Rowling zu verbringen.

In der Programmvorschau des Senders heißt es:

Mit viel Fantasie und Magie wurden ihre Bücher zu Bestsellern: Was ist das Geheimnis des Erfolges von J.K. Rowling und ihrer Geschichten um den Zauberlehrling Harry Potter? James Runcie hat die Autorin der „Harry Potter“-Bücher ein Jahr lang begleitet, ihr beim Schreiben über die Schulter geschaut und wichtige Orte ihres Lebens aufgesucht. Bei dem Streifzug durch ihr Oeuvre und ihr Leben zeigt sich die Erfolgsautorin aus Großbritannien auch gegenüber sehr persönlichen Fragen überaus offen.

Wiederholungen:

  • 22.11.2010: 10.00 Uhr
  • 27.11.2010: 6.45 Uhr

NordMord bis 30.11.10

Originaltext, siehe: http://www.deich-verlag.de

NordMordAward 2011

Erstmals vergibt der Deich Verlag den NordMordAward! Den ersten Küstenkrimipreis Schleswig-Holsteins.

Dafür suchen wir bis zum 30. November 2010 die besten Kurzgeschichten rund um die Westküste Schleswig-Holsteins.
Gerne dürfen die Geschichten hintersinnig und amüsant, meuchelnd und mörderisch gut sein.

Da unser Verlag seine Bücher immer mit Kunst garniert und so aus einem einfachen Buch etwas ganz Besonderes macht, freut es uns besonders, dass Maren Schaffner mit ihren Leuchtturm- und Maritimbildern die Illustrationen für diese Anthologie übernehmen wird.

Das Besondere an der Anthologie soll der regionale Bezug sein. Verbinden Sie also den Charakter von Mensch und Gegend mit einem intelligenten Krimiplot. Die Handlungsorte sollten in der Realität auch tatsächlich vorkommen, Örtlichkeiten müssen akkurat recherchiert sein, um einen Wiedererkennungseffekt zu haben.

Daten: max. 7 Normseiten

Dotation: 1. Preis 400 Euro, 2. Preis 200 Euro, 3. Preis 100 Euro.

Alle nominierten Geschichten erscheinen in der Anthologie „Küstenmorde“. Die Nominierten erhalten je zwei Exemplare des Buches als Preis.

Einsendeschluss: 30. November 2010
Erscheinungsdatum: Juni 2011

zu senden an: info(at)deich-verlag.de

Informationen: Deich-Verlag, Kiek ut 13, 25599 Wewelsfleth, fon: 04829/902810, info(at)deich-verlag.de, http://www.deich-verlag.de

Quelle: Uschtrin

Frechheit!

Falsch ausgeschrieben? Oder bin ich hier falsch? Das kann doch wohl nicht wahr sein!

Da sucht der engagierte Autor Otto N. nach einer Ausschreibung, bei der er Ruhm und Ehre ernten kann, und findet im Ausschreibungstext, er müsse, um teilnehmen zu können, unter 25 Jahre alt sein. Da heißt es, man suche nach jungen Autoren. Ist er etwa mit seinen 26 Jahren nicht mehr jung? Frechheit!

Aber glücklicherweise gibt es da ja noch andere Ausschreibungen. Die nächste, die ihm ins Auge fällt, wäre so ganz in seinem Sinne. Auch das Thema passt. Aber um einen Beitrag einsenden zu dürfen, müsste er in Hagenow leben oder zumindest dort geboren sein. Was soll das denn? Sind Hagenower etwa die besseren Menschen? Muss Otto aus Redefin sich da nicht diskriminiert fühlen?

Aber Otto hat die Geduld eines Zirkuselefanten. Er sucht einfach nach der nächsten Ausschreibung und schaut, um weiteren Enttäuschungen vorzubeugen, zunächst in die Teilnahmebedingungen. Volltreffer: Jeder darf mitmachen, egal wie alt er ist und wo er herkommt. Das ist doch mal Gleichberechtigung! Doch Ottos Freude währt nicht lange. Das Thema sind Vampwölfe. Die kann er gar nicht leiden, kennt sich auch kaum mit den gefräßigen Dingern aus, und Fantasy ist eh nicht so seine Schiene. Kann er nicht einfach über das schreiben, was ihm Spaß macht?

Was denken sich diese Ausschreiber eigentlich? Ist doch eine Frechheit, die Kreativität dermaßen zu beschränken und nicht selten sogar einem Teil der Kreativen des Landes ganz den Riegel vorzuschieben.

Und Otto hat noch Glück. Sein Kumpel Klaus schreibt gar nicht. Der wird also von nahezu allen Schreibwettbewerben und -ausschreibungen ausgeschlossen. Kein Wunder, dass der sich ärgert.

Das kann Otto wirklich gut nachvollziehen, denn neulich fand er eine Ausschreibung für einen Kochwettbewerb. Sind die jetzt völlig bescheuert? Otto kann gar nicht kochen. Frechheit!