Herr Löffler liefert Inhalt

Befreundete Autoren, Foto: Hasloo Group Production Studio
Befreundete Autoren, Foto: Hasloo Group Production Studio
Befreundete Autoren
(Foto: © Hasloo Group Production Studio)

Falko Löffler veröffentlicht ein E-Book. Selbst. Also als Selfpublisher. Gut, das tun viele, ist also im Einzelfall bestenfalls bemerkenswert, wenn man den Autor kennt und sich etwas Gutes erwartet. Was für mich zutrifft, aber vielleicht nicht für dich.

Erwähnenswerter wird es möglicherweise, wenn man dazusagt, dass es sich bei Falko Löffler um einen Autor handelt, der bereits in Verlagen veröffentlicht hat. Na ja, der Erste ist er damit auch nicht. Selbst dann nicht, wenn man noch ergänzt, dass er das auch weiterhin tun will, er Selfpublishing also als Ergänzung, nicht als Alternative ansieht.

Immerhin, auch wenn diesen Schritt, die verschiedenen Publikationsmöglichkeiten zu verbinden, schon einige Autoren gegangen sind, gibt es wahrscheinlich derzeit viele, viele weitere, die sich noch unschlüssig sind, welche Möglichkeiten, Vorteile und Nachteile das (zusätzliche oder vielleicht auch ausschließliche) Selfpublishing ihnen bringen könnte. Für diese dürfte es dann schon interessant sein, welche Gedanken Falko sich dazu so macht. Auch ganz praktische, nämlich über den Preis eines solchen Angebots.

Tja, und schließlich ist das Interessante daran, wenn Herr Löffler ein E-Book veröffentlicht, schlicht und ergreifend der Inhalt desselben. Und der spricht ja wohl für sich!

Murder Train

Murder Train

Murder TrainWenn das nicht mal ein ganz besonders mörderisch tolles Erlebnis verspricht:

18. Oktober 2013 – 1 Event, 2 Lesungen, 3 Jahre Vorbereitungszeit, 5 Waggons, 7 Autoren

Endlich rollt der Murder Train!

Details gibt es dazu in Kürze auf den Seiten der dreimann Buchhandlung. Aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Herr Wulf Dorn mit auf die Reise geht.

Literarisches Steampunk-Picknick

© Claudia Toman

© Claudia TomanFolgende Einladung Claudia Tomans darf ich einfach mal zitieren:

Am 7.7. werden Automaten unter uns sein. Man wird sie nur nicht von echten Menschen unterscheiden können. Und die Eiszeit kündigt sich an. Außerdem erwarten wir den Start eines Luftschiffes, ein Kesselchen-Rennen, ein waschechtes Dampftaxi und eine Zeitreise!

Don’t miss it! Das literarische Steampunk-Picknick im malerischen Park vom Geymüller-Schlössel, dem Biedermeier-Schlösschen mit der Altwiener Uhrensammlung! Die Lesung ist frei, gegen eine noch freiere Spende bekommt ihr einen kleinen Snack und 5 Autoren. Good Deal, oder? ;-)

Es lesen: Philipp Bobrowski (und Claudia Toman), Stefan Cernohuby, Andreas Gruber (“Von Feuer und Dampf”, Arcanum Fantasy), Nina Horvath (“Uriel. Story Center 2011.2″, P.Machinery M. Haitel) und Victoria Schlederer (“Fortunas Flug”, Heyne)

Außerdem vergeben wir einen Preis für das beste Steampunk-Outfit, zu gewinnen ein spezielles Steampunk-Paket!

Wir würden uns freuen, viele Steampunk-Begeisterte, Picknick-Begeisterte, Luftschiff-Reisende, Lesebegeisterte, Freunde, Verwandte und Automaten begrüßen zu dürfen. Bei Schlechtwetter machen wir eine gemeinsame Schlösselbesichtigung, um die alten Uhren zu bestaunen. :-)

Voranmeldung (garantiert einen Snack!): olivia.kg@gmail.com!

Das Ganze findet am 7. Juli 2013, 11.30 Uhr, im Geymüller-Schlössel, Khevenhüllerstraße 2, 1180 Wien, Österreich, statt.

Die verkannte Novelle

Hartnäckig hat sich die Auffassung durchgesetzt, eine Novelle sei eine Erzählform, die im wesentlichen durch ihre Länge bestimmt wird. Sie sei eben ein Zwischending, das zwischen Roman und Kurzgeschichte angesiedelt ist.

Nun liegt man ja so falsch damit nicht, denn tatsächlich ist die Novelle in der Regel weniger umfangreich als ein Roman, doch eben auch länger als die durchschnittliche Kurzgeschichte. Damit überschneidet sie sich mit der Erzählung im engeren Sinn (also nicht als übergeordneter Begriff).

Im ursprünglichen Sinn zeichnet sich die Novelle aber durch eben die namensgebende Neuigkeit aus, die nicht besonders dramatisch sein muss, aber den Protagonisten aus seinem gewohnten Lebensumfeld zieht und eine Reihe von Ereignissen in Gang setzt.

Während Kurzgeschichten und Romane auf einem zentralen Konflikt basieren und dem Ziel, diesen Konflikt zu lösen, ist die Neuigkeit in der Novelle eher ein Aufhänger, der Anlass für den Prota, an seinem bisherigen Leben etwas zu ändern. Einen echten zentralen Konflikt muss es nicht geben, die Novelle strebt nicht auf eine Lösung zu, sondern von einem Ausgangspunkt weg.

So könnte ein Gespräch mit einem Weltenbummler einen eher sesshaft veranlagten Protagonisten zum Träumen bringen. Immer deutlicher fühlt er in seiner Heimat ein Unwohlsein, bis er schließliche einfach seine Koffer packt, um eine Weltreise zu unternehmen.

Für die Novelle ist also wichtiger, wie das auslösende Ereignis auf den Prota wirkt und welche Folgen es nach sich zieht, als die Frage, ob und wie er ein essentielles Ziel erreicht.

Wenn Peter von seiner Frau verlassen wird, kann das einen Konflikt in ihm auslösen. Er will nicht einsam sein und sie zurückerobern. Die Kurzgeschichte oder der Roman erzählen, wie Peter versucht, diesen Konflikt zu lösen, wie er also seine Frau zurückgewinnen will und ob und wie das funktioniert. Am Ende hat Peter seine Frau entweder zurückerobert oder hat sie endgültig verloren.

In der Novelle aber würde diese Neuigkeit in Peters Leben ihn zum Nachdenken über sein bisheriges Leben anregen und Konsequenzen nach sich ziehen. Er würde sich kein Ziel stellen, sondern einfach etwas verändern. Zum Beispiel all die Träume verwirklichen wollen, die er bisher zugunsten der Ehe nie in Erwägung gezogen hat. Vielleicht kauft er sich endlich das Modellflugzeug, das er immer nur im Geschäft bewundert hat. Je häufiger er damit spielt, desto mehr wünscht er sich, einen echten Flieger zu pilotieren. Er nimmt Flugstunden …

Eine typische Ausgangslage für eine Novelle finden wir recht häufig in Filmen: Der Protagonist erfährt von heute auf morgen, dass er unheilbar an einer tödlichen Krankheit erkrankt ist. Natürlich ist das an sich ein dramatischer Konflikt, aber keiner, der sich als zentraler Konflikt, den es zu lösen gilt, anbietet. Der Tod des Protas ist vorgezeichnet. Die Nachricht davon eignet sich also gerade deshalb sehr gut für eine Novelle.

Besonders fein gesponnen sind meiner Meinung nach aber die Novellen, deren Neuigkeit eine scheinbar unbedeutende ist und bei der die Veränderungen, die sie bewirkt, sich schleichend einstellen.

Mit Iny und Elmar auf Du und Du

Es wird wenige Leser in Deutschland geben, die nicht wenigstens mal einen ihrer Romane in der Hand gehalten oder davon gehört haben: Iny und Elmar Lorentz bereichern mit ihren gemeinsam geschriebenen Werken die Buchläden unter vielen Namen.

Von den Bestsellerlisten gar nicht mehr wegzudenken sind die Romane von Iny Lorentz („Die Wanderhure“, „Das Vermächtnis der Wanderhure“, „Die Kastellanin“, …). Aber auch als Diana Wolrath, Nicola Marni, Mara Volkers, Eric Maron, Anni Lechner sowie Iny Klocke und Elmar Wolrath erreichen sie Scharen von Lesern.

Neben der offiziellen Homepage von Knaur zu Iny Lorentz betreiben die beiden seit einiger Zeit auch eine private Homepage, auf der es viele interessante Informationen  und Geschichten zu allen Aktivitäten des literarisch äußerst umtriebiegen Paares gibt.

Neben umfangreichen Neuigkeiten, auch zur aktuellen Verfilmung der Wanderhure mit Alexandra Neldel, den Büchern aller Pseudonyme, einer sehr informativen Biographie der beiden und einer sehr schönen Galerie findet man dort auch Reiseberichte und ein Tagebuch.

Einfach mal hinklicken, es lohnt sich!