Philvent – die fünfte Tür

© Ramona Heim
© Ramona Heim
© Ramona Heim

Ich wünsche euch eine frohe Philventszeit! Hä? Ja, richtig gehört. Das ist die Zeit der 24 kleinen Geschichten. Jeden Tag eine neue. Und jede neue übertrifft die vorige um einen Satz. Bis zum 24. Dezember, Philnachten, geht das so.

Jedes Jahr dasselbe. Die ganze Nacht war er fort gewesen. Und nun kam er heim, die Nase ganz rot, der Bart zerzaust, das Gesicht verschmutzt und die Klamotten dreckig. „Lernst du es nie?“, fragte sie und riss ihm den leeren Sack aus der Hand. Sie stülpte ihn ihm über und verdrosch ihn mit seiner Rute.

LesBar: Keiner da!

LesBar, Foto: Anneka
LesBar, Foto: Anneka
© Anneka

Heute war es anders.
Timo war selbst überrascht, hatte er doch geglaubt, sich längst an die Dunkelheit gewöhnt zu haben. Einen Moment lauschte er zu der Stahltür des kleinen Tankstellenhäuschens. Stille.
Eigentlich sollte er sich auf den Feierabend freuen. So gelegen ihm der Nebenjob in der kleinen Billigtanke gekommen war … ein Job ist ein Job.
Aber jetzt war er versucht, den Schlüssel zurückzudrehen, um die Lichtanlage wieder einzuschalten.

„Reiß dich zusammen! Es ist nichts. Nur ein blödes Gefühl.”
Timo zwang sich zu den zwei Schritten bis zur Tür. Er öffnete sie einen Spalt. Sofort wurde er etwas ruhiger. Nichts. Keiner da. Keiner wartete mit einer Sense oder einem Fleischerhaken auf ihn. Und bis zum noch immer hell beleuchteten Einkaufszentrum waren es nur ein paar Hundert Meter.
Eigentlich war Timo rundum versorgt. Aber vielleicht sollte er noch eben einen kleinen Abstecher machen, ein bisschen durch die Läden schlendern und sich endgültig beruhigen.
Er schloss die Tür hinter sich ab, steckte den Schlüssel in die Jackentasche, kramte nach dem Fahrradschlüssel und ging zur Hinterseite des Kassenhäuschens.

Nichts! Keiner da! Auch sein Fahrrad nicht! Das dicke Sicherheitsschloss … in Fetzen!
Timos Herz brachte seinen gesamten Körper zum Zittern, pochte in Brust, Hals und Schläfen gleichzeitig. Er drehte sich um sich selbst, ratlos, was er nun tun sollte. Erstmal zurück ins Häuschen. Seine Hand fand den Weg in die Jackentasche nicht.
„Konzentrier dich!”
Die Schlüssel klimperten, als er sie endlich aus der Tasche zog. Er suchte nach dem für die Tür. Das Bund fiel ihm aus der Hand. Timo fluchte.
Endlich! Er bekam die Tür auf. Einen Schritt noch …

Etwas packte nach ihm, riss ihn zurück! Ein letzter Blick zum Einkaufszentrum, dann war auch dieses Licht verschwunden.

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© Ben Philipp

LesBar: Mon(d)tag

LesBar, Foto: Anneka
LesBar, Foto: Anneka
© Anneka

Montag, doch der Mond versteckt sich. So sehr ich auch schaue, so sehr ich mich bemühe, an der Sonne vorbeizuschielen, ich kann ihn nicht entdecken. Ist er endgültig untergegangen? Beginnt mit der neuen Woche auch ein neuer Tag? Ist die Nacht nun vorbei?
Ich weiß nicht, ob ich mich freuen soll, denn eine Stimme flüstert mir, schon heute Abend überrasche mich die Nacht von Neuem. Dann strahlt ein neuer Mond, Hoffnung verbreitend auf den nächsten Tag. Oder ist es der alte?

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© BennoP

LesBar: Blutweg

LesBar, Foto: Anneka
LesBar, Foto: Anneka
© Anneka

Jacky schaute ihn herausfordernd an. “Na, immer noch die große Klappe?”
Martin blickte sich um. “Ist doch schön hier.”
“Warte, gleich geht die Sonne unter.” Sie setzte sich auf einen großen Baumstumpf.

Martin blickte sich um. Schon jetzt war er sich nicht mehr ganz sicher, ob an den Gruselgeschichten, die Jacky ihm erzählt hatte, nicht doch etwas dran war. Der Monsterwald! Er hatte Jacky ausgelacht, als sie behauptete, das sei nicht nur so ein Name. Gab es hier vielleicht wirklich unheimliche Wesen? So ein Quatsch! Immerhin wies ein Weg darauf hin, dass sehr wohl Menschen unter den Bäumen spazierten. Und er sah aus wie jeder andere Weg auch. Der Blutweg! Von wegen.
Er bemerkte das Lächeln Jackys, mit dem sie ihn beobachtete. Mit einem Schulterzucken setzte er sich neben sie. “Ich kann nichts Besonderes entdecken.” Er gab seiner Stimme einen betont gelangweilten Ausdruck. Dabei sorgte allein die Tatsache, dass er hier neben Jacky saß, für ein Kribbeln in der Bauchgegend.
“Schau!”, sagte sie nur und zeigte nach oben.
Es war ein großartiges Schauspiel. Wie in Zeitlupe entflammte der Himmel und die Wolken sogen sich mit roter Farbe voll.
“Schau!”, sagte Jacky wieder, doch dieses Mal zeigte sie direkt vor sich. “Der Blutweg!”
Jetzt verstand Martin. Von einem Moment zum anderen hatte sich alles verwandelt. Die Bäume hüllten sich in eine Dunkelheit, als sei die Sonne bereits vollständig untergegangen. In den Kronen rauschte ein Wind, der hier unten nicht zu spüren war. Der Weg aber schimmerte in einem dunklen Rot. Und als wolle er den Wanderer über sein Ziel verunsichern, verschwand er nach nur wenigen Metern zwischen den Bäumen. Keine zehn Pferde würden Martin dazu bringen, diesem Weg zu folgen.

“Habe ich es doch gewusst. Du bist ein Schisser wie alle anderen.” Jacky musste seine Gedanken gelesen haben.
“Nein, bin ich nicht.” Es überzeugte ihn selbst nicht. Gab es keine Möglichkeit, aus dieser Situation heil rauszukommen? Er war so froh gewesen, als Jacky endlich ein bisschen Interesse für ihn gezeigt hatte. Endlich bekam der Umzug in dieses Kaff einen Sinn. Doch jetzt stellte sie ihn auf eine harte Probe. Er war sich sicher, würde er jetzt kneifen, hätte er alle Chancen bei ihr verspielt. “Lass uns gehen!”

Mit jedem Schritt bereute er seine Entscheidung mehr. Und mit jedem Schritt stieg seine Bewunderung für Jacky. Wenn sie von derselben Angst heimgesucht wurde wie er, ließ sie es sich nicht anmerken. Trotzdem. Mit diesem Wald stimmte irgendetwas nicht. Unter den Bäumen war es kühl. Und obwohl die Sonne längst untergegangen war, warfen die Bäume lange Schatten. Dass es nicht völlig dunkel war, lag einzig an dem merkwürdigen Weg, der auch jetzt noch rot schimmerte, als habe die verschwundene Sonne seinen Akku für die gesamte Nacht aufgeladen. Und je weiter sie kamen, desto sicherer war Martin, dass er sich den Geruch von Blut nicht nur einbildete.
Wenn er sich wenigstens durch ein Gespräch mit seiner hübschen Begleiterin ablenken könnte. Doch er wusste nicht, was er sagen sollte, und fürchtete, seine Stimme nicht kontrollieren zu können. Sein Mund war trocken, seine Kehle rau. Um sich die Lippen zu befeuchten, musste er seine Zunge vom Gaumen losreißen. Es war sowieso nur ein Reflex, denn die Zunge war selbst nicht wirklich feucht.
Jacky wirkte dagegen wie Alice im Wunderland. Mit ihren großen Augen sog sie die verzerrten Bilder auf, die die Lichtkegel der Taschenlampen erzeugten, als ginge sie durch einen Freizeitpark. Martin hätte die ewig gleichen Eindrücke wahrscheinlich als gähnend langweilig empfunden, wäre da nicht dieser eine, der alles dominierte: Der Wald wurde immer feindseliger, die Nacht immer dunkler und die Stille immer drückender.

Nach etwa einer Stunde hielt er es nicht mehr aus. “Hattest du nicht gesagt, der Wald sei klein?” Es war nur ein Flüstern, aber er hatte plötzlich das Gefühl, er habe den Monsterwald jetzt erst richtig auf sich aufmerksam gemacht.
“Ist er ja auch. Vielleicht noch eine viertel Stunde, dann hast du es hinter dir, du Schisser.”
“Ich bin kein …” Ein Knacken brachte ihn zum Schweigen.
Auch Jacky blieb stehen. Mit der Taschenlampe suchte sie ein dichtes Gebüsch ab, während das Licht aus Martins Stablampe zwischen den Stämmen hin und her zitterte.
“Was war das?”, keuchte er.
“Psssst!”
Es raschelte genau dort, wo Jacky hinleuchtete. Mit einem kräftigen Klopfer, setzte Martins Herzschlag aus. Wieder krachte es im Unterholz, dann brach sich etwas einen Weg durch die Zweige.

Martin rannte! Sein Herz schien die Sekunden, die es sich frei genommen hatte, doppelt und dreifach nachholen zu wollen. Und es verstopfte ihm die Kehle. Doch er rannte immer weiter. Das Monster war direkt hinter ihm. Er konnte seinen keuchenden Atem hören.

Martin schaute nicht zurück, sah kaum den schimmernden Weg vor sich. Er bemerkte nicht einmal, wie er die Bäume hinter sich ließ, und es dauerte noch mal eine Weile, bis ihm klar wurde, dass ihn niemand mehr verfolgte. Er blieb stehen, stützte die Hände auf die Knie und versuchte, seine Atmung in den Griff zu bekommen. Dabei lauschte er angestrengt auf etwaige Geräusche.

Der Mond tauchte die Felder in fahles Licht und den Weg in ein silbriges Blau. Langsam drehte Martin sich um. Noch immer wirkte der Wald bedrohlich. Martin richtete sich kerzengerade auf, als er eine Bewegung wahrnahm. Täuschte er sich? Nein, da kam eine Gestalt den Weg herauf. Martin spannte die Muskeln an. Ein Licht flammte auf. Das Licht einer Taschenlampe. Es war Jacky, die ihm zuwinkte.

Als sie bei ihm war, gab sie ihm seine Stablampe. “Hier, die hast du fallenlassen.”
“Danke”, flüsterte er.
“Schisser!”
“Ich bin …”
“Läuft vor einem Vogel davon!” Sie schüttelte den Kopf.
“Ein Vogel?”
“Aber schnell und ausdauernd bist du, das muss man dir lassen. Ich bin die Schnellste in der Klasse. Aber am Waldrand hab ich aufgegeben.”
“Du?”
Sie nickte.
“Meinetwegen, bin ich eben ein Schisser. Mir egal, wenn du jetzt nichts mehr mit mir zu tun haben willst. Aber ich geh nicht wieder durch diesen Wald. Wenn du auf demselben Weg zurückgehen möchtest, dann ohne mich!”
Jacky lachte. “Komm, da drüben ist gleich die Straße. Meine Güte, mit dir erlebt man Abenteuer.” Sie klopfte ihm auf die Schulter.

Martin ärgerte sich über sich selbst. Ein Vogel! Konnte das wahr sein? Er betrachtete Jacky verstohlen von der Seite, als sie das Dorf erreichten. Und im Licht einer Straßenlaterne sah er die Tränen, die ihr über die schönen Wangen liefen.

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© Ben Philipp

LesBar: Küstrinchen bei Nacht

Durch dunkle Stille kräuselt leise
und schimmerlos der seichte Bach,
geheimnisvoll auf diese Weise
steigt Nebel in das Blätterdach.

So undurchdringlich, schwarz und finster
erschien mir nirgends sonst die Nacht,
schon spinnt das Dunkel mir Gespinster
und ungesehn ein Steinkauz lacht.

„Kuwitt, komm mit, auf dunst’gen Wegen!“
Küstrinchens Bach, der lädt mich ein,
zu folgen seinem Lauf entlegen,
die Düsternis schluckt Mondes Schein.

Und doch, ich hör das Blesshuhn bellen
und schreie schweigend es hinaus:
die Dunkelheit kann nur erhellen,
solch Zauber fehlt der Stadt zu Haus.

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Lust auf mehr Gedichte?

LesBar: dunkel

du suchst nun die ruhe
dunkel wohnt die nacht
aus schließt mich die truhe
du hast ausgelacht

war’n gestern noch auf schwingen
des tanzes lieder singen
der fröhlich stimmen höhe
war uns des windes böe

sturmeslust vergangen
freude nicht noch wut
bist von mir gegangen
dunkelt mir den mut

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© Ben Philipp

Feldkircher Lyrik bis 15.03.11

Das Theater am Saumarkt veranstaltet den 9. Feldkircher Lyrikpreis.

Mittels einer Jury ausgewählte Texte werden anlässlich einer langen Nacht der Lyrik voraussichtlich am Samstag, dem 26. November 2011 im Theater am Saumarkt, Feldkirch, präsentiert bzw. von den Autorinnen und Autoren selbst dem Publikum vorgestellt.

Bewerbungsvoraussetzungen

Bewerbungsunterlagen

  • 1. Blatt:
    • Name, Kontaktadresse, Mail-Adresse, Telefonnummer und Bank, Bankleitzahl und Kontonummer der Autorin/des Autors
    • Titel aller eingereichten Gedichte (höchstens 5!)
    • Oben rechts ist eine 5stellige Zahl (z.b. 13572) zu schreiben, die sich auch auf den Textproben oben rechts wieder findet!
  • 2. Blatt: kurzer Lebenslauf, bisherige literarische Tätigkeit, Publikationen
  • Textproben aus bisher unveröffentlichter, deutschsprachiger Lyrik: Mindestens 3 bis max. 5 Gedichte bzw. 1 Gedicht mit maximal 5 Seiten á 35 Zeilen (eineinhalbfacher Zeilenabstand). Werden mehr als fünf Seiten bzw. mehr als 5 Gedichte abgegeben, kann die Einreichung nicht berücksichtigt werden.
  • Die Abgabe der Gedichte muss als Schreibmaschinenniederschrift oder als Computerausdruck erfolgen. Die Gedichte sind fünffach vorzulegen und sind für jedes Jurymitglied (z.B. mittels Büroklammer) zusammenzuheften. Werden die Gedichte nur 1-fach abgegeben, kann die Einreichung nicht berücksichtigt werden.
  • Jede Kopie muss oben rechts mit einer 5stelligen Zahl versehen sein.
  • Keine Originale! – Die Einsendungen können aus arbeitstechnischen Gründen nicht zurückgesendet werden.
  • Textexemplare, welche die Anonymität nicht gewährleisten, finden keine Berücksichtigung.

Ende der Einreichungsfrist: 15. März 2011 (Datum des Poststempels)

Höhe des Lyrikpreises: 1. Preis 1.000 Euro, weiterer 2. und 3. Preis (Höhe noch nicht bekannt).

Es ist vorgesehen, die PreisträgerInnen-Gedichte und eine weitere von der Jury festgelegte Auswahl von Gedichten in einer Lyrik-Anthologie zum Feldkircher Lyrikpreis bei der Edition Art Science zu publizieren. AutorInnen, deren Gedichte in der Anthologie publiziert werden, erhalten ein Belegexemplar.

Die Anthologie wird bei der Verleihung des Feldkircher Lyrikpreises präsentiert.

Vergabe und Information

  • Die Zuerkennung des Lyrikpreises erfolgt auf Vorschlag einer 4köpfigen Jury.
  • Pro Person ist nur eine Einreichung zulässig. Mehrfachbewerbungen werden ausgeschieden.
  • Bisherige PreisträgerInnen sind von erneuten Bewerbungen ausgeschlossen.
  • Auf Grund der Vielzahl der Einsendungen können nur die GewinnerInnen über das Ergebnis schriftlich verständigt werden. Wir freuen uns jedoch sehr, wenn Sie als TeilnehmerInnen des Lyrikpreises mit Ihren FreundInnen, Bekannten und Verwandten am Samstag, dem 26. November 2011 um 20.15 Uhr, die Preisverleihung & Lyriklesung besuchen und laden Sie schon heute herzlich zu dieser Feier mit Buffet ein!

Beachten Sie das diesbezügliche Rahmenprogramm anläßlich des Feldkircher Lyrikpreises auf www.saumarkt.at

Rücksendung der Manuskripte: Die eingesandten Texte von unberücksichtigten Bewerbungen können aufgrund der auch heuer wieder zu erwartenden hohen TeilnehmerInnenzahl und des damit verbundenen Arbeitsaufwandes nicht zurückgestellt werden.

Wichtige Hinweise für die Lyrikpreis-BewerberInnen

  • Gedruckte oder sonst veröffentlichte Manuskripte sowie Manuskripte, die bereits in früheren Jahren vorgelegt wurden, finden keine Berücksichtigung.
  • Es ist vorgesehen, die Manuskripte von LyrikpreisträgerInnen zu Dokumentationszwecken dem Franz-Michael-Felder- und Vorarlberger Literaturarchiv zu übermitteln.
  • Die TeilnehmerInnen erklären sich bereit, daß die Gedichte in einer Publikation zum Feldkircher Lyrikpreis abgedruckt werden.

Die Texte sind 5-fach zu senden an:

Theater am Saumarkt
Kennwort „Feldkircher Lyrikpreis“
Mühletorplatz 1
6800 Feldkirch
Österreich

Info: www.saumarkt.at

Quelle: Uschtrin

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Nicht vergessen! Ebenfalls zum 15.03. ist der Annaliese-Wagner-Preis ausgeschrieben.

Käuze am Küstrinchen

Eine Leseprobe aus meiner Gerschichte “Käuze am Küstrinchen”, die in der Geschichtenweber-Anthologie “Schatten des Jenseits” im Web-Site-Verlag erschienen ist.

Es spricht nicht viel dafür, dass zwei Paddler sich richtig entschieden haben, als sie sich vornehmen, den Küstriner Bach des Nachts zu befahren. Bald schon sieht man die Hand vor Augen nicht mehr. Doch das ist bei Weitem nicht das Schlimmste.

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„Es muss bewölkt sein“, sagte mein Begleiter.
„Oder der Mond hat sich heute Zeit gelassen, über die Baumkronen zu klettern“, antwortete ich.
„Kannst du herausfinden, wie spät es ist? Mein Feuerzeug ist nass geworden. Ich kann die Uhr immer noch nicht erkennen.“
„Klar“, antwortete ich, fingerte mein Feuerzeug aus der Tasche und schaute auf meine Uhr. „Gleich Mitternacht.“
„Kuuuuuhhhwiiiit!“
Mir fuhr der Schreck in die Glieder.
„Kuuuuuhhhwiiiit!“
Jetzt wollte ich es einfach so schnell wie möglich hinter mich bringen. Ich zog mich bis auf die Badehose aus, schaffte es dabei mit ein wenig Geschick, dass die Jeans wenigstens teilweise trocken blieb, und tastete mich wieder bis zum Wehr vor. Das Wasser dahinter war noch immer dunkel, vom Grund nichts zu sehen. In dem Rauschen glaubte ich, ein glucksendes Geräusch zu hören, das mir vorher nicht aufgefallen war. Ich stockte einen Moment und lauschte.
Nichts.
Ich drehte mich vorsichtig um, suchte mit den Händen Halt an der Wehrkante, stemmte mich ein wenig hoch und ließ mich langsam herunter. Meine Füße tauchten ins Wasser ein, die Unterschenkel, die Knie, die Oberschenkel – kein Grund.
Etwas streifte mich am Bein. Mit einem Aufschrei stemmte ich mich wieder hoch, zog die Beine aus dem Wasser.
„Was ist?“, fragte Thomas. Seine Stimme klang besorgt.
„Da ist irgendwas!“
„Was?“
„Ich weiß es doch auch nicht!“, brüllte ich meinen Schreck heraus. Es mochte ein Fisch gewesen sein, eine Wasserpflanze – oder eben ein Untier. Ich musste an die Hand denken. War sie nicht kalt, feucht und glitschig gewesen?
„Kuuuuuhhhwiiiit!“
Der Kauz, von dem ich mir jetzt sicher war, dass er keiner war, wollte mir den Verstand rauben.
„Willst du da jetzt hängen bleiben?“
Thomas hatte gut reden. Er stand auf der sicheren Seite. Doch waren wir hier überhaupt irgendwo in Sicherheit? Ich zitterte am ganzen Körper. Das Zittern in meinen Armen ließ sich aber wenigstens teilweise auf meine schwindenden Kraftreserven zurückführen. Lange könnte ich mich nicht mehr an der Wehrkante halten. Also, entweder zurück oder …
„Ich versuch’s nochmal.“
Egal was da unten war, wenn es mich haben wollte, würde es mich vermutlich sowieso bekommen. Wieder tauchten meine Füße ein. Unterschenkel, Knie, Ober… Meine Füße fanden Halt. Sie setzten einfach auf dem Grund auf. Wie konnte das sein? Eben noch war in dieser Höhe nichts gewesen. Ich versuchte mit meinen Füßen nach links und rechts zu tasten, aber der Boden, auf dem sie standen, ließ es nicht zu. Er bewegte sich mit, krallte sich fest. Er fühlte sich kalt an, tot, fleischig, so wie …
„Kuuuuuhhhwiiiit!“
… Handflächen.
„Was ist das hier bloß für eine Scheiße?“ Meine Stimme überschlug sich. Ich begann wild zu strampeln, kam frei, wurde an der Wade gepackt, stemmte mich nach oben. Es zerrte an meinem Bein! Ich spürte seine Umklammerung. Seinen Atem im Nacken.
„Kuuuuuhhhwiiiit!“
Ich hörte ein Rauschen von allen Seiten, als näherten sich gierige Schwimmer, die ihr Opfer in der Falle wussten. Ich trat um mich, traf etwas, meine Arme knickten ein, das Kinn prallte auf die Wehrkante und ich spürte augenblicklich eine schmerzliche Wärme im Mund. Dann ein lautes Platschen, bevor mein Kopf unter Wasser tauchte. Erneut wurde nach mir gegriffen, etwas versuchte mich zu packen. Ich bäumte mich ein letztes Mal auf. Doch es hatte mich, drehte mich zu sich um.

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Maike Schneider (Hrsg.)
Edition Geschichtenweber: Schatten des Jenseits
Paperback, 180 Seiten
Web-Site-Verlag, 2005
ISBN: 3-935982-06-2

Klappentext:

„Geschichten, wie aus dem Leben gegriffen. Situationen, die jeder von uns erlebt: Eine Einladung zu einem Fest, man hat ein neues Tattoo, ist Nachts auf der Landstraße unterwegs oder geht mit einem Freund aus. Plötzlich ist alles anders – die Grenzen zwischen dem Hier und dem Drüben verschieben sich …“

13 mal Gruselschauer von 13 Autoren der „Edition Geschichtenweber“.

Bernhard Weissbecker: Ein Opfer für die Geister
Birgit Käker: Drei aus der Hand
Dorothea Rake: Erinnerung
Gerti Platzer: Das letzte Tattoo
Jochen Brockmann: Das alte Gasthaus
Jörg Olbrich: Gefährliche Träume
Jürgen K. Brandner: Das Grab der Alten
Maike Schneider: Charlys Nacht
Marion Charlotte Mainka: Das Haus in den Marschen
Martin Skerhut: Mein Vater
Manuela P. Forst: Isabella
Philipp Bobrowski: Käuze am Küstrinchen
Timo Bader: Die Rache der Kellergeister

Weitere Informationen, Leseproben und Rezensionen bei den Geschichtenwebern.
Bestellen beim Verlag
Bestellen bei Amazon

Bernhard Weissbecker Ein Opfer für die Geister
Birgit Käker Drei aus der Hand
Dorothea Rake Erinnerung
Gerti Platzer Das letzte Tattoo
Jochen Brockmann Das alte Gasthaus
Jörg Olbrich Gefährliche Träume
Jürgen K. Brandner Das Grab der Alten
Maike Schneider Charlys Nacht
Marion Charlotte Mainka Das Haus in den Marschen
Martin Skerhut Mein Vater
Manuela P. Forst Isabella
Philipp Bobrowski Käuze am Küstrinchen
Timo Bader Die Rache der Kellergeister

Die Zombies – Wir haben sie vermisst!

Cover "Die Zombies"
Thomas Plischke: Die Zombies

Der neue Roman von Thomas Plischke ist da!

Im Klappentext heißt es:

„Endlich das große Epos um die geheimnisvollsten Geschöpfe der Nacht – die Zombies!

Zombies gelten als grausam, feindselig und dumm. Doch Lily fasziniert der Zombie-Mythos um die lebenden Toten. Sie ist fest davon überzeugt, dass mehr hinter diesen Geschöpfen steckt. Als sie eines Tages den gut ausssehenden Victor kennenlernt, zeigt er ihr eine Welt, wie Lily sie nicht für möglich gehalten hätte: Sie muss am eigenen Leib erfahren, dass Zombies wirklich existieren und dieses Geheimnis um jeden Preis wahren. Denn ein unberechenbarer Feind ist ihr dicht auf den Fersen …“

Thomas Plischke
Die Zombies
Roman
Kartoniert, 480 Seiten
Piper, 2010
ISBN: 9783492267465

Verlagsseite
Leseprobe
Der Autor beim Verlag
Homepage des Autors

Amazon

Endlich das große Epos um die geheimnisvollsten Geschöpfe der Nacht – die Zombies!

Zombies gelten als grausam, feindselig und dumm. Doch Lily fasziniert der Zombie-Mythos um die lebenden Toten. Sie ist fest davon überzeugt, dass mehr hinter diesen Geschöpfen steckt. Als sie eines Tages den gut ausssehenden Victor kennenlernt, zeigt er ihr eine Welt, wie Lily sie nicht für möglich gehalten hätte: Sie muss am eigenen Leib erfahren, dass Zombies wirklich existieren und dieses Geheimnis um jeden Preis wahren. Denn ein unberechenbarer Feind ist ihr dicht auf den Fersen …

Der März geht zu Ende

Und damit auch der Nebenjob, der mich fast 20 Jahre (seit dem Beginn meines Studiums) begleitet und über lange Jahre hauptsächlich ernährt hat.

Am Dienstagabend bestreite ich meinen letzten Dienst als aktives Mitglied im Studentenkeller Rostock. Keine langen Nächte mehr hinter dem Tresen, am Grill oder der Garderobe. Ein bisschen Wehmut ist dabei, aber auch die Freude auf mehr Zeit zum Schreiben.

Und glücklicherweise werde ich dem Klub in meiner Tätigkeit als DJ weiter die Stange halten.

Die erste Nacht

Eine Leseprobe aus meiner Geschichte „Die erste Nacht“, die in der Zeitschrift „Elfenschrift – Das kleine phantastische Literaturheftchen“, Ausgabe 15 von Herausgeberin Ulrike Stegemann erschienen ist.

Was, wenn man panische Angst vor der Dunkelheit hat und nur noch nicht ahnt, dass man nun ein neues Leben beginnen wird, eines in dem die heutige Nacht nur die erste von unzähligen dunklen Nächten sein wird?

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Ich hob den Kopf nur langsam, um den Bassisten nicht zu stören, der mir hinter meiner Stirn ein exklusives Konzert zelebrierte. Sollte ich die Augen öffnen? „Besser nicht“, wollte ich mir antworten. Aber mir war bewusst, dass der harte Untergrund, auf den ich mich bettete, und die unangenehm erfrischende Kühle, die meinen Körper zwickte, noch eine Überraschung für mich bereithielten. Also, Augen auf und durch. Dunkelheit. Und kein Lichtschalter. Ein Frösteln. Ich war nicht zu Hause. Ich lag auf einer Bank. Voll bekleidet, Schuhe und Jacke inklusive. Ich richtete mich auf, fingerte in der Jackentasche nach dem Handy. Ein Licht in der Finsternis. 23.35 Uhr.

In mir wuchs die Erkenntnis, dass etwas nicht stimmte. Gegen 3.00 Uhr hatte ich den „Keller“ verlassen. Das wusste ich noch, denn es war ungewöhnlich früh für mich. Allerdings weit später als 23.35 Uhr. Hatte ich einen ganzen Tag verschlafen? Ich war einen Moment ratlos, bis mir einfiel, wie leicht sich auch das mit dem Handy überprüfen ließ. Tatsächlich: Am Samstagabend war ich in die Disko gegangen, jetzt ging es stramm auf den Montag zu.

Ich schob diese Merkwürdigkeiten beiseite. Mein Verstand arbeitete sowieso noch viel zu langsam. Jetzt hatte ich einen ganz anderen Kampf zu bestehen. Einen, der schlimmer war, als alles, was ich über das schwarze Loch in meinem Gedächtnis noch herausfinden mochte. Ich musste durch die Schwärze der Nacht nach Hause finden.

Mein Körper strafte den Versuch, aufzustehen, mit Schmerzen. Ich versuchte sie zu ignorieren. Konnte ein Kater so lange anhalten? Oh ja, er konnte.

Wo war ich?

Ich konnte kaum die Hand vor Augen sehen. Ruckartig stellte ich mich auf die Beine. Ihr Zittern griff auf den ganzen Körper über, mir brach der Schweiß aus allen Poren. Oh nein, das war nicht nur der Kater. Ich schaute mich nach allen Seiten um, lauschte in die Dunkelheit. Es war so still. Zu still.

Die ersten Schritte waren zaghaft, tastend. Trotzdem gesellte sich zu dem Bassisten ein Trommler, der von innen meine Brust bearbeitete. Meine Füße passten sich dem Takt an, bewegten sich immer schneller, rissen mich förmlich mit sich, bis ich, die Arme weit vorgestreckt, durch die Nacht stürmte, ein Ohr zur Orientierung auf das Knirschen des Weges unter meinen Füßen gerichtet, das andere gemeinsam mit den angestrengten, aber sinnentleerten Augen zur Kontrolle der Umgebung abgestellt.

So wäre ich beinahe dem unvermeidlichen Ende entgegengerannt. Im letzten Moment erkannte ich die Mauer. Wenigstens wusste ich jetzt, wo ich war: der Park der Wallanlagen an der historischen Stadtmauer. Keine fünf Minuten vom „Keller“ entfernt. Der wahrscheinlich dunkelste Ort der Stadt. Kein Licht der weit entfernten Straßenlaternen reichte hierher. Aber auch nur ein Katzensprung bis zu mir nach Hause. Ich war allerdings keine Katze. Also weiter!

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Ulrike Stegemann (Hrsg.)
Elfenschrift – Das kleine phantastische Literaturheftchen
Ausgabe 15, September 2007

ISSN: 1613-3293

Cover-Bild: Rosi Dombach
Schwerpunkt: Endlose Nacht

Aus dem Inhalt:

  • Nachbericht über den Marburg Con 2007 inkl. Interview mit Uwe Vöhl
  • Textbeiträge von Maike Schneider, Christiane Gref, Philipp Bobrowski, Manuela P. Forst, Oliver Hohlstein, Tanja Thomsen und Christel Scheja
  • Grafiken/Illustrationen von Rosi Dombach, Shaggy Buttler, Tina Müllner, Manfred Lafrentz, Christel Scheja, Manuela P. Forst und Michael Stegemann
  • Bücher-Ecke: „Wolfgang Hohlbeins Schattenchronik“, Vampire und mehr. Weitere Infos, Ausschreibungstipps und mehr …

Rezensionen:
Terracom 103
Phantastischer Bücherbrief

Zur Elfenschrift

Lyrik in Feldkirch bis 15.03.10

Das Theater am Saumarkt veranstaltet den 8. Feldkircher Lyrikpreis.

Mittels einer Jury ausgewählte Texte werden anlässlich einer langen Nacht der Lyrik voraussichtlich am Samstag, dem 27. November 2010 im Theater am Saumarkt, Feldkirch, präsentiert bzw. von den Autorinnen und Autoren selbst dem Publikum vorgestellt.

Bewerbungsvoraussetzungen

Bewerbungsunterlagen

1. Blatt:

Name, Kontaktadresse, Mail-Adresse, Telefonnummer und Bank, Bankleitzahl und Kontonummer der Autorin/des Autors
Titel aller eingereichten Gedichte (höchstens 5!)
Oben rechts ist eine 5stellige Zahl (z.b. 13572) zu schreiben, die sich auch auf den Textproben oben rechts wieder findet!

2. Blatt: kurzer Lebenslauf, bisherige literarische Tätigkeit, Publikationen
Textproben aus bisher unveröffentlichter, deutschsprachiger Lyrik: Mindestens 3 bis max. 5 Gedichte bzw. 1 Gedicht mit maximal 5 Seiten á 35 Zeilen (eineinhalbfacher Zeilenabstand). Werden mehr als fünf Seiten bzw. mehr als 5 Gedichte abgegeben, kann die Einreichung nicht berücksichtigt werden.
Die Abgabe der Gedichte muss als Schreibmaschinenniederschrift oder als Computerausdruck erfolgen. Die Gedichte sind fünffach vorzulegen und sind für jedes Jurymitglied (z.B. mittels Büroklammer) zusammenzuheften. Werden die Gedichte nur 1-fach abgegeben, kann die Einreichung nicht berücksichtigt werden.
Jede Kopie muss oben rechts mit einer 5stelligen Zahl versehen sein.
Keine Originale! – Die Einsendungen können aus arbeitstechnischen Gründen nicht zurückgesendet werden.
Textexemplare, welche die Anonymität nicht gewährleisten, finden keine Berücksichtigung.

Ende der Einreichungsfrist: 15. März 2010 (Datum des Poststempels)

Höhe des Lyrikpreises: 1. Preis 1.000 Euro, weiterer 2. und 3. Preis (Höhe noch nicht bekannt).

Es ist vorgesehen, die PreisträgerInnen-Gedichte und eine weitere von der Jury festgelegte Auswahl von Gedichten in einer Lyrik-Anthologie zum Feldkircher Lyrikpreis bei der Edition Art Science zu publizieren. AutorInnen, deren Gedichte in der Anthologie publiziert werden, erhalten ein Belegexemplar.

Die Anthologie wird bei der Verleihung des Feldkircher Lyrikpreises, die voraussichtlich am 27. November 2010 durchgeführt wird, erscheinen.

Vergabe und Information

Die Zuerkennung des Lyrikpreises erfolgt auf Vorschlag einer 4köpfigen Jury.
Pro Person ist nur eine Einreichung zulässig. Mehrfachbewerbungen werden ausgeschieden.
Literaturschaffende, die unter den PreisträgerInnen waren, können sich nach Ablauf von 5 Jahren erneut bewerben.
Auf Grund der Vielzahl der Einsendungen können nur die GewinnerInnen über das Ergebnis schriftlich verständigt werden. Wir freuen uns jedoch sehr, wenn Sie als TeilnehmerInnen des Lyrikpreises mit Ihren FreundInnen, Bekannten und Verwandten am Samstag, dem 27. November 2010 um 20.15 Uhr, die Preisverleihung & Lyriklesung besuchen und laden Sie schon heute herzlich zu dieser Feier mit Buffet ein!

Beachten Sie das diesbezügliche Rahmenprogramm anläßlich des Feldkircher Lyrikpreises auf www.saumarkt.at

Rücksendung der Manuskripte: Die eingesandten Texte von unberücksichtigten Bewerbungen können aufgrund der auch heuer wieder zu erwartenden hohen TeilnehmerInnenzahl und des damit verbundenen Arbeitsaufwandes nicht zurückgestellt werden.

Wichtige Hinweise für die Lyrikpreis-BewerberInnen

Gedruckte oder sonst veröffentlichte Manuskripte sowie Manuskripte, die bereits in früheren Jahren vorgelegt wurden, finden keine Berücksichtigung.
Es ist vorgesehen, die Manuskripte von LyrikpreisträgerInnen zu Dokumentationszwecken dem Franz-Michael-Felder- und Vorarlberger Literaturarchiv zu übermitteln.
Die TeilnehmerInnen erklären sich bereit, daß die Gedichte in einer Publikation zum Feldkircher Lyrikpreis abgedruckt werden.

Die Texte sind 5-fach zu senden an:

Theater am Saumarkt
Kennwort „Feldkircher Lyrikpreis“
Mühletorplatz 1
6800 Feldkirch
Österreich

Info: www.saumarkt.at

Pflanzen greifen an!

Die TriffidsAls kleiner Junge war ich oft bei meinem besten Freund zu Gast. Die ganze Familie liebte Hörspiele. Viele schaurig schöne Abende verbrachte ich dort mit den „Drei ???“ und anderen Klassikern.

Aber einer dieser Abende sollte für mich zu einem Erlebnis der besonderen Art werden, denn ich konnte danach die ganze Nacht nicht mehr einschlafen. Meine Gastgeber hatten das vierteilige Hörpiel des WDR „Die Triffids“ mitgeschnitten und wir führten es uns an diesem Abend komplett zu Gemüte.

Möglicherweise war ich durch meine Eltern zu gut vor Grusel und Spannung beschützt worden, dieses Hörspiel jedenfalls raubte mir den letzten Nerv. Kaum auszuhalten, die Bedrohung in der dunklen Welt nach der Katastrophe, die von den von Menschenhand gezüchteten Pflanzenkreaturen, den Triffids, ausging.

Ob sich dieser Nervenkitzel wiederholen lässt, werde ich hoffentlich bald austesten können, habe ich doch den Roman John Wyndhams von meiner Freundin geschenkt bekommen. Es wird eine Reise zurück in eine unvergessliche Nacht des Grauens, die ich in  meiner Kindheit erlebte.