Sie lesen wieder

Montségur 2010

Montségur 2010Es ist gar nicht mehr so lange hin, dann treffen sich wieder viele, viele Autoren in Oberursel zu Vorträgen, Workshops und gemütlich lustigem Beisammensein. Sie kommen aus ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz, ja teilweise aus noch weiter entfernten Ländern zu Montségur 2012. Zum ersten Mal bin ich sogar nicht der einzige, der aus Mecklenburg-Vorpommern anreist (ja, auch wir werden langsam mehr).

Für die meisten der Autoren zählt dieses Treffen zu den jährlichen Highlights. Doch nicht nur die schreibende Zunft selbst kommt auf ihre Kosten. Denn das Wochenende wird traditionell mit einer öffentlichen Lesung eingeleitet, die ihr euch auch dieses Jahr vormerken solltet. Denn wann sonst bekommt man schon einmal fünf großartige Autoren gleichzeitig geboten?

Und so sieht das Programm aus:

28.09.2012, Einlass ab 19.30 Uhr, Parkhotel am Taunus, Hohemarkstr. 168, 61440 Oberursel/Taunus, Tel.: 06171-9200

20:00 – 20:30: Alf Leue & Heike Koschyk aus „Die vierte Zeugin
20:30 – 21:00: Ole Kristiansen aus „Der Wind bringt den Tod
21:00 – 21:30: Siegfried Langer aus „Sterbenswort

PAUSE

22:00 – 22:30: Sylvia Stuckmann aus „Pestmarie
22:30 – 23:00: Claudia Brendler aus „Eiertanz

 

 

 

Leipzig, ich komme!

Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
© Marko Tomicic

Am Donnerstag früh ist es soweit. Ich fahre wieder gen Leipzig zur Buchmesse. Dieses Jahr kann ich dieses Event von Anfang bis Ende genießen, bin also alle vier Tage auf der Messe und fahre erst am Montag wieder zurück.

Es warten viele schöne Begegnungen und Lesungen auf mich. So freue ich mich darauf, am Donnerstag (oder Freitag) meine Berliner Kollegin Zoë Beck („Der frühe Tod“) kennenzulernen und später auf der Leseinsel Fantasy Autoren wie Nina Blazon („Wolfszeit“), Chris Schlicht („Maschinengeist“) und Oliver Plaschka („Der Kristallpalast“) zu lauschen.

Am Freitag will ich keinesfalls meine hochgeschätzte Wiener Kollegin Ursula Poznanski verpassen, die aus „Saeculum“ vorträgt. Später wird es nicht leicht, nach Christiane Spies, die aus ihrem Romandebüt „Mondherz“ liest, Mara Lang („Masken – Unter magischer Herrschaft“) allein meiner Claudia zu überlassen (auf die ich mich nebenbei gesagt am allerallermeisten freue). Allerdings liest zur gleichen Zeit Wulf Dorn aus seinem neuen Jugendroman „Mein böses Herz“. Und nachdem ich den Herrn Thriller schon so lange nicht mehr treffen durfte, muss das einfach sein.

Der Rest des Tages bietet noch viele weitere Möglichkeiten. Festgelegt habe ich mich da noch nicht. So schaffe ich es nach Herrn Dorn hoffentlich noch rechtzeitig zu Jonas Wolf („Heldenwinter“). Dort treffe ich dann Claudia wieder, mit der später noch Ulrike Rylance („Todesblüten“) und Kerstin Gier („Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“) auf dem Programm steht.

Der Samstag ist wahrlich vollgestopft. Wiederum freue ich mich, eine Kollegin kennenzulernen, mit der der Kontakt bisher nur virtuell vonstatten ging: Jutta Wilke („Wie ein Flügelschlag“). Getroffen (und geknutscht) habe ich bis dahin hoffentlich schon längst Stephan R. Bellem, der aus seinem jüngsten Streich „Welt aus Staub“ liest.

Abends kommt es dann ganz dicke! Erst der große Heyne-Fantasy-Abend mit Bernhard Hennen („Drachenelfen“), Christoph Hardebusch („Smart Magic“), Boris Koch („Sabotage – Justifiers-Roman“), Victoria Schlederer („Fortunas Fluch“) und Jeanine Krock („Himmelsschwingen“), anschließend das gemütliche Treffen mit vielen Montségur-Kollegen.

Victoria weckt sicher die Lust, sie auch am Sonntagnachmittag noch einmal zu hören, der sich ansonsten hoffentlich als gemütlicher Messeausklang gestalten lässt. Unbedingt treffen möchte ich zu seiner Signierstunde Rainer Wekwerth („Damian“), den ich noch länger nicht gesehen habe als Wulf. Und natürlich werde ich zwischendurch immer mal bei meinem Verlag vorbeischauen. Und vor allem eine schöne Zeit mit Claudia haben.

Es wird ein Fest!

Vertrag dich: Hauptsache netto

© Franck Boston
© Franck Boston

Weiter geht es im Vertragspoker. Vorweg sei gesagt, dass die Artikel von mir nach bestem Wissen und Gewissen verfasst werden. Aber ich bin kein Jurist. Im Streitfall könnt ihr euch also weder auf mich noch auf meine Ausführungen hier berufen.

In §4 des Normvertrags wird das Absatzhonorar für Verlagsausgaben verhandelt. Es geht also um die Hauptvergütung, das Honorar, das der Autor für die vom Verlag verkauften Ausgaben seines Werkes erhält.

Es sind drei Vergütungsmodelle vorgesehen, die alle auf der Auszahlung von Tantiemen beruhen. Nicht vorgesehen ist dagegen eine Pauschalvergütung, die nicht zu Unrecht unüblich ist.

Tatsächlich ist ein einmaliges pauschales Honorar für den Autor natürlich nur dann sinnvoll, wenn es mindestens annähernd dem entspricht, was er mittels Tantiemen an den verkauften Büchern hätte verdienen können, während für den Verleger das umgekehrte Interesse gilt, er also darauf spekulieren muss, dass der Bücherverkauf das Honorar mehr als deckt. Dem Autor, der sich dennoch Vorteile durch ein Pauschalhonorar verspricht, kann man daher nur raten, sich vertraglich derart abzusichern, dass bei einem Verkauf, der die Erwartungen übertrifft, nachverhandelt wird. Möglich ist natürlich auch, entsprechende Regelungen von vornherein im Ausgangsvertrag festzuhalten.

Drei Modelle

Die drei Modelle, die dem Normvertrag entsprechen, sehen alle eine prozentuale Beteiligung des Autors vor. Und zwar am:

  1. Nettoladenpreis:
    Der Nettoladenpreis ist der Preis, zu dem das Buch im Buchhandel angeboten wird abzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer (derzeit sieben Prozent).
    Kostet ein Taschenbuch im Handel 10 Euro, beträgt der Nettoladenpreis 9,30 Euro. Der Autor verdient also bei einer prozentualen Beteiligung von fünf Prozent an jedem verkauften Exemplar knapp 0,47 Euro.
    Meiner Meinung nach sollte der Autor dieses Vergütungsmodell allen anderen vorziehen. Nicht nur, weil er bei den anderen sehr darauf achten muss, dass er nicht übervorteilt wird. Geht alles sauber zu, kann er am Ende gleich gut oder schlecht verdienen wie beim Nettoladenpreis-Modell. Allerdings ist dieses eben für ihn das nachvollziehbarste. Der Nettoladenpreis bleibt immer der gleiche und ist von keinen weiteren Faktoren abhängig, egal bei welchem Händler das einzelne Exemplar verkauft wird, egal ob online oder im stationären Buchhandel.
  2. Nettoverlagsabgabepreis:
    In diesem Fall dient als Berechnungsgrundlage nicht der Ladenpreis, sondern der Preis, zu dem der Verlag das Buch an den Buchhandel abgibt. Vom Ladenpreis wird also der Händlerrabatt abgezogen. Da der durchaus bei rund 40 bis 50 Prozent (manchmal mehr) liegen kann, fällt der Betrag, an dem der Autor beteiligt wird, entsprechend geringer aus.
    Ergo muss der darauf achten, dass dies durch eine höhere prozentuale Beteiligung ausgeglichen wird.
  3. Nettoumsatzbeteiligung:
    Dieses Vergütungsmodell entspricht letztendlich weitgehend dem Nettoverlagsabgabepreis. Der Autor wird am um die gesetzliche Mehrwertsteuer verminderten Umsatz beteiligt, den der Verlag im Abrechnungszeitraum mit dem Werk des Autors macht.
    Auch hier gilt es zu beachten, dass die geringere Bemessungsgrundlage durch eine höhere prozentuale Beteiligung ausgeglichen wird.

Ich wiederhole es noch einmal: Das Bestreben des Autors sollte dahingehen, einen Vertrag mit dem Vergütungsmodell 1 abzuschließen. Beide Alternativen entsprechen letztlich dem Versuch, die Rabattschlachten im Buchhandel auf den Autor abzuwälzen. Eine interessante Diskussion zu eben diesem Thema findet man auch im Montségurforum.

Wie hoch sollten die Prozente sein?

Die prozentuale Beteiligung des Autors wird im Normvertrag nicht geregelt. Es gibt allerdings Vergütungsempfehlungen des VS. Demnach liegt der Richtwert bei zehn Prozent bei Hardcovern und fünf Prozent bei Taschenbüchern, jeweils mit einer Staffelung nach oben bei hohen Verkaufszahlen.

In der Praxis darf die Beteiligung gern höher ausfallen, fällt sie niedriger aus, sollte dies von Verlagsseite etwa durch einen erhöhten Marketingaufwand (z.B. bei Debütanten) gerechtfertigt werden. Einzelheiten dazu findet man in den oben verlinkten Empfehlungen des VS.

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Damit euch der Lesestoff nicht ausgeht

Lesestoff
© StockLite

Ihr habt nichts mehr zu lesen? Das letzte Buch war langweilig? Ihr seid schon auf der Suche nach den ultimativen Weihnachtsgeschenken?

Dann möchte ich an dieser Stelle mal ganz dezent auf die Kollegen aus dem Montségur- und dem Geschichtenweberforum hinweisen. Schon jetzt reichen die beiden Publikationslisten, um sich die nächsten Jahre kompletten Leseurlaub zu nehmen. Und nahezu täglich kommen neue Bücher dazu.

Ob Roman oder Anthologie, Bestseller oder Nische, Groß- oder Kleinverlag, Genre-, Gegenwarts-, Jugend- oder Kinderliteratur – jeder sollte fündig werden.

Tut euch und mir den Gefallen, denn ich schaffe es niemals, das alles zu lesen. Vielleicht empfehlt ja schließlich ihr mir die Kollegen.

Veröffentlichungen Montségur

Veröffentlichungen Geschichtenweber

Heiß

Wenn alles so klappt, wie ich mir das vorstelle, sollte ich diese Woche die Zeit finden, nebenbei in die Planung meines nächsten Romanprojekts einzusteigen. Die umfangreiche Geschichte spielt in Laindor, der Welt meines Debütromans. Da bin ich nämlich schon ganz heiß drauf. Montsegúr-Treffen und Buchmesse haben ihren Teil dazu beigetragen.

Ich freue mich außerdem auf einen Workshop für Hobby-Romanautoren, den ich am 3. November mit Axel S. Meyer für die Ostsee-Zeitung halten darf.

Und natürlich habe ich mich auch über den 4. Platz beim 1. Deutschen E-Book-Preis für meine, genauer gesagt Ben Philipps kleine Story „Auf dem Weg zum Örtchen“ gefreut.

Bücher retten

Nächste Woche gibt es von mir voraussichtlich weniger zu lesen, da ich, wie bereits angekündigt, zum Montsegúr-Autorentreffen fahre. Bei Montsegúr stieß ich auch auf den Hinweis für eine, wie ich glaube, recht außergewöhnliche Aktion, die ich euch unbedingt ans Herz legen will:

Rettet die Gaius Cinna Trilogie

Eine Aktion, die Schule machen könnte. Denn ärgern wir uns als Leser nicht alle, wenn Bücher, die wir gern lasen oder, schlimmer noch, gern lesen würden, nicht mehr neu aufgelegt werden?

So ergeht es jetzt der historischen Roman-Trilogie von Iris Kammerer, deren zweiter Band bereits aus dem Programm genommen wurde. Ich selbst hatte mir den Genuss dieser Bücher, die mir vielfach empfohlen wurden, bisher nur vorgenommen, weshalb ich es besonders schade finde, dass sie schon jetzt nicht mehr komplett zu haben sein sollen. Und ich bin überzeugt davon, dass diejenigen, die von Iris’ Romanen behaupten, sie stellten Perlen im Genre der Historischen Romane dar, im Recht sind.

Wenn ihr also Fans der Trilogie seid oder gern welche geworden wäret, auch dann, wenn ihr einfach der Ansicht seid, dass gute Bücher ein langes Leben verdient haben, dann rettet die Gaius Cinna Trilogie!

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag und eine ebenso schöne nächste Woche. Ich melde mich.

Schon wieder ein Jahr vergangen

Wie die Zeit vergeht. Wieder nähert sich das Jahr einem seiner absoluten Höhepunkte. Ende des Monats geht es zum alljährlichen Autorentreffen von Montsegúr in Oberursel, auf dem ich diesmal sogar einer Verpflichtung nachkommen und einen Workshop halten muss darf.

Voraussichtlich Anfang nächster Woche fahre ich bereits nach Frankfurt, um das Treffen wie üblich mit einem Verwandtenbesuch zu koppeln. Und ist das Treffen erst vorbei, steht schon fast die Buchmesse ins Haus.

Danach ist das Jahr im Wesentlichen gelaufen.

Was nicht passt …

Wie passend! Meine kleine Reihe zum Erzähler hat gerade in dieser Woche ihren Schlusspunkt erreicht und nächste Woche will ich mich in die Tiefen der Verlagsverträge begeben. Eine Definition, was ein Verlag überhaupt ist, war eigentlich nicht geplant.

Eine Diskussion, die sich über die entsprechenden Seiten bei Facebook verteilt, hat mich nun umgestimmt. Anlass sind die grundsätzlich verständlichen Anstrengungen des Aavaa Verlags, von der „Schwarzen Liste“ des Montsegúr Autorenforums genommen zu werden, auf der sie dank alphabetischer Reihenfolge dummerweise auch noch gleich an zweiter Stelle auftauchen.

Es geht letztlich darum, ob der Aavaa Verlag ein Druckkostenzuschuss- bzw. ein Dienstleisterverlag ist oder ob sein Geschäftsmodell dem eines klassischen (Publikums-) Verlags entspricht. Vielleicht ist er ja auch irgendetwas dazwischen.

Voraussichtlich am Mittwoch werde ich also mit einem Artikel beginnen, der noch an der Oberfläche des Vertraglichen kratzt und die Frage klären soll, welche Kriterien ein Verlag erfüllen muss, um ganz sicher nicht in die Bredouille des Aavaa Verlags zu geraten. Oder anders gefragt: Wann kann ich sicher sein, dass mein Verlagsvertrag überhaupt ein Vertrag mit einem Verlag ist?

Rezensenten gesucht

Barbara Schinko: Die FeengabeDer nächste Roman einer Geschichtenweberin und Montsegúr-Autorin steht in den Startlöchern. Am 24. September kommt Barbara Schinkos Roman „Die Feengabe“ in die Buchläden. Erschienen bei Mondwolf, dem noch jungen Verlag für deutsche Fantasy.

Und der bietet in einer besonderen Aktion zehn sogenannten Frühlesern die Chance, sich das Lesevergnügen schon jetzt als Gegenleistung für eine Rezension kostenlos zu sichern.

Hier kannst du dich dafür bewerben. Bis zum 4. September geht das noch.

Und davon handelt der  Roman (Klappentext):

Mitternacht und ein Jahr! Der Feenbann wird dünner und noch ehe der Geisterer ihn erneuern kann, verschwindet das erste Mädel. Zusammen mit ihrem Freund Sorley macht sich Mavie auf, um ihr Schwesterherz zu befreien. Doch wer den Feen verfallen ist, den kann nur wahre Liebe retten.

Die Sündenheilerin vergessen

Melanie Metzenthin: Die Sündenheilerin
Melanie Metzenthin: Die Sündenheilerin

Mensch, da ist der Juli längst vorbei, und ich habe ganz vergessen, euch mitzuteilen, dass Melanies Roman inzwischen käuflich zu erwerben ist. Zum Ausgleich gibt es heute das schöne Cover in ganz groß (noch größer wird es, wenn ihr es anklickt).

Angekündigt hatte ich euch „Die Sündenheilerin“ ja bereits hier. Da gibt es neben dem Trailer auch weitere Informationen zu dem Historischen Roman meiner Geschichtenweber- und Montsegúr-Kollegin.

Rezensionen gibt es auch schon, u.a. folgende:

Ich denke, nach diesen Rezis dürfte sich die Frage, ob man das Buch lesen sollte, nicht mehr stellen.

Du schreibst so weiblich!

Immer wieder wird sie gestellt, die Frage, ob Frauen anders schreiben als Männer. Abgesehen davon, ob das eine interessante oder gar relevante Frage ist, möchte ich sie hier und heute ein für allemal beantworten. Und zwar mit dem berühmt-berüchtigten klaren Jein.

Nein, denn weder Frauen noch Männer schreiben in der Regel als Gruppe an einem Text, sodass das jeweilige Produkt, der fertige Text, mindestens so individuell ist wie sein Produzent, der jeweilige Autor oder die jeweilige Autorin. Da ein Autor/eine Autorin außerdem gut daran tut, seine/ihre schreiberische Gestaltung durch Auswahl der passenden Stilmittel dem jeweiligen Text und seiner Intention anzupassen, schreibt eine Autorin also nicht einmal immer wie sie selbst, was in gleichem Maße für ihre männlichen Kollegen gilt.

Das bedeutet gleichzeitig ein Ja: Eine Autorin schreibt anders als ein Autor. Wie auch ein Autor anders als ein anderer Autor schreibt.

Wie auch immer. Damit ist letztlich nicht widerlegt, dass es nicht Anzeichen für weibliche Schreibe geben könnte. Ich für meinen Teil möchte nicht abstreiten, dass es auch in anderer Hinsicht Eigenschaften gibt, die bei den Damen dieser Welt mit größerer Regelmäßigkeit anzutreffen sind als bei den Herren. Genau wie umgekehrt. Was keine Ausschließlichkeit bedeutet. Und keine Wertung.

Und möglicherweise gibt es etwas wie eine weibliche Sichtweise auf die Dinge (die ebenso Männern eigen sein kann), die sich im geschriebenen Text wiederspiegeln kann.

Ich habe keine Ahnung und es spielt für mich letztlich keine Rolle. Sowohl als Leser als auch als Lektor haben mich bisher Texte beiderlei Geschlechts beeindrucken können. Am anderen Ende der vielzitierten Fahnenstange gibt es ebenfalls keinen Unterschied: Sowohl Autorinnen als auch Autoren können die gleichen Schwächen in ihre Texte schreiben.

Dennoch freue ich mich, euch ein Fundstück zu präsentieren, das Marc Oliver Bischoff den Montsegúrlern dargebracht hat:

Bei „Das Geschlecht der Literatur“ könnt ihr selbst austesten, ob ihr neun Texte jeweils einem Urheber oder einer Urheberin zuordnen könnt. Ob und welche Schlüsse ihr daraus zieht, sei natürlich ganz euch überlassen.

Die Sündenheilerin auf YouTube

Geschichtenweberin und Montsegúrlerin Melanie Metzenthin veröffentlicht nach ihrem Jugendfantasyroman „Die Kinder der Feuersäule“ im Juli bei Piper den Historischen Roman „Die Sündenheilerin“.

Mit dem neuen Trailer kann man sich schon einmal darauf einstimmen:

Mehr Infos zum Buch und die Möglichkeit, es gleich vorzubestellen, gibt es beim Verlag. Dort heißt es über das Buch:

Sie lindert das Leid der anderen. Doch kann sie auch sich selbst retten?

Nach einem schweren Schicksalsschlag lebt Lena zurückgezogen im Kloster. Als Dietmar von Birkenfeld die junge Frau auf seine Burg ruft, damit sie seiner kranken Gemahlin hilft, muss Lena ihre Zufluchtsstätte jedoch verlassen. Denn sie hat eine seltene Gabe: Sie erspürt die tiefen seelischen Leiden der Menschen und vermag sie auf wundersame Weise zu heilen. Während ihres Aufenthalts auf Burg Birkenfeld begegnet Lena noch anderen Gästen: Philip Aegypticus ist zusammen mit seinem arabischen Freund Said in den Harz gereist, um die Heimat seines Vaters kennenzulernen. Der ebenso attraktive wie kluge Philip bemerkt schon bald, dass auf der Burg manch düsteres Geheimnis gehütet wird. Und er entdeckt, dass die feinfühlige Lena sich in Gefahr befindet.

Ein Plotpourri

Der Plotratgeber, von dem ich vor nicht einmal einem halben Jahr nicht im Geringsten geahnt habe, dass ich ihn einmal schreiben werde, stellt für mich seit dieser Woche auch eine gute Vorbereitung für das Montségur-Jahrestreffen in Oberursel Ende September dar. Denn dort habe ich nun die große  Ehre, einen Workshop zu leiten. Und natürlich habe ich das Plotten zum Thema gemacht. Wenn ich schon einmal im Stoff stehe …

Genannt habe ich den Workshop: „Mit oder ohne Prämisse: Das Plotpourri der Planung“. Ich freue mich drauf (und hoffe, die renommierten Kollegen sind im Falle eines Falles nachsichtig mit mir).

Sehr gefreut habe ich mich auch, als ich durch Zufall entdeckte, dass auf Facebook über das Cover zum Roman „Kampf um jeden Meter“ meines geschätzten Pseudonyms Ben Philipp abgestimmt wurde. Das Buch soll in den nächsten Wochen (Tagen?) erscheinen. Wollt ihr es mal sehen?

Büdde: Blog von PersonalNovel