Die Metamorphosen gehen in die zweite Runde

Der Erfolg gibt ihnen recht: Das Team, das bereits die erste Geschichtenweberanthologie „Metamorphosen“ auf den Weg gebracht hat, schreibt nun eine zweite Anthologie aus. Und bei bis zu 50.000 Zeichen dürft ihr euch ordentlich austoben! Es folgt der Original-Ausschreibungstext:

Sie finden das Grauen (Arbeitstitel)
Auf den Spuren H. P. Lovecrafts – Band 2

Mit „Metamorphosen“ ist es den Geschichtenwebern gelungen, den Lovecraftschen Kosmos um einige Facetten zu bereichern. Dennoch lauern noch viele Geheimnisse der Großen Alten verborgen in der Vergessenheit und warten darauf, von unbedarften Autoren erweckt zu werden. Grund genug, noch einmal „Auf den Spuren H.P. Lovecrafts“ zu wandeln:

„Sie finden das Grauen“ (Arbeitstitel)

Archäologen graben sich durch uralte Ruinen in den Wüsten dieser Welt, sie durchforsten die tiefsten Dschungel und die blasphemischsten Tempel. Eine Putzfrau zerstört eine antike Statue und findet darin eine alte Karte. Ein Lehrer oder ein Bibliothekar entdeckt in einem alten Buch einen Hinweis, dem er einfach nachgehen muss. Ein Polizist oder ein Detektiv stößt bei seinen Ermittlungen auf Spuren, die unglaublich sind …
Sie alle begeben sich auf die Suche nach Reichtum, Wissen, oder gar sich selbst, aber sie finden … das Grauen!

Alle Geschichten müssen in Lovecraft’s Cthulhu-Universum spielen, es müssen aber keine Großen Alten direkt darin vorkommen (Es reichen auch Diener-Wesen, verbotene Bücher, Kultisten, etc.).
Wir wollen keine Fan-Fiction wie „Der Hexer“ oder „Indiana Jones“, erfindet Eure eigenen Helden (oder Antihelden)! Je Origineller Eure Geschichte ist, desto eher wird sie uns begeistern!“

Jeder Autor darf bis zu 3 Geschichten einreichen. Sie sollen einen Umfang von 5.000 bis 50.000 Zeichen haben, RTF-Format, Times New Roman, Schriftgröße 12, 1,5facher Zeilenabstand.
Bei technischen Verstößen werden wir die Geschichten nicht annehmen.
Bitte schickt die Geschichten an: Siefindendasgrauen@web.de

Einsendeschluss ist: 31. Dezember 2010

Das Buch wird wie Band 1 im Torsten Low Verlag veröffentlicht werden. Jeder Autor erhält 1 Belegexemplar, 30 % Autorenrabatt und 10 % Autorenhonorar (nach Seitenschlüssel auf die Autoren verteilt).

Zur Originalausschreibung im Forum

Torsten Low unterwegs

Bei Feenfeuer habe ich es gefunden:

Der Verlag Torsten Low, ein kleiner, aber feiner Verlag für phantastische Literatur, geht auf Lesereise. Mit dabei hat er unter anderem die Anthologie der Geschichtenweber „Metamorphosen“ . Aber natürlich auch den Band „Geisterhafte Grotesken“ , in dem unter anderem Oliver Plaschka, Christoph Hardebusch, Christoph Marzi und Tanya Carpenter vertreten sind.

Die Termine:

22. Mai 2010, 18-19 Uhr:
WGT in Leipzig in der Absintherie la petite
Lesung aus Metamorphosen und Geisterhafte Grotesken

24. Mai 2010:
WGT in Leipzig in der Absintherie Sixtina
Lesung aus Metamorphosen und / oder Geisterhafte Grotesken

29. Mai 2010:
DreRoCo (Dresdner Rollenspiel Con)
Lesung aus Lichtbringer, Metamorphosen, Weltenbaum, Geisterhafte Grotesken

05/06.Juni 2010:
NordCon Hamburg
(Stand und Buchbindevorführung bestätigt, Lesung bisher unbestätigt)

12/13. Juni 2010, 14-15 Uhr:
Litfest Meißen
Lesung aus Lichtbringer, Metamorphosen, Weltenbaum, Geisterhafte Grotesken

Auf der KulturHöhe bis 15.04.10

KulturHöhe Nidderau – Hof Buchwald (www.kulturhoehe-nidderau.de)

Die KulturHöhe sucht kreative Autoren und Autorinnen mit Sinn fürs „Kriminelle“.

Im Rahmen des KunstMais 2010 der KulturHöhe Hof Buchwald in Nidderau suchen wir spannende, sinnlich prickelnde, originelle und außergewöhnliche Krimigeschichten oder Krimi-Gedichte, die das Motto LEBENSRÄUME UND METAMORPHOSEN beinhalten.

Das Thema des Literaturwettbewerbs lautet: Lebensräume und Metamorphosen. Die beiden Begriffe können im Zusammenhang oder auch einzeln als Inspiration dienen. Es ist auch möglich, sich durch das Bild des Labyrinthes im Mais oder durch die dazu gehörenden Sagen und Mythen inspirieren zu lassen. Schicken Sie uns einen Kurzkrimi oder ein Krimi-Gedicht, in dem die Umsetzung dieses Themas so erfinderisch und abwegig wie möglich umgesetzt wird!

Beiträge mit rein brutalen, Gewalt verherrlichenden Inhalten oder pornographische Texte sind unerwünscht und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Sinnlich hingegen dürfen sie sein, witzig dürfen sie sein … und möglichst kriminell und mordsmäßig gut.

Der Beitrag darf  2-3 Normseiten (30 Zeilen à 60 Zeichen) umfassen. Pro Person ist lediglich die Einsendung eines Beitrages zulässig. Wird die Form des Krimi-Gedichts gewählt, können zwei Krimi-Gedichte eingereicht werden. Alle Beiträge müssen in deutscher Sprache und per E-Mail eingereicht werden.

Wer ist teilnahmeberechtigt?

Alle Menschen, die Freude am Schreiben haben, sind eingeladen. Wir freuen uns auch auf Beiträge junger Menschen. Wir haben einen Jugendpreis für den 1. Platz in Höhe von 200,- Euro ausgelobt.

Einsendeschluss ist der 15. April 2010 (Datum des Poststempels).

Eine unabhängige Jury wählt  aus allen Einsendungen aus.

Die Jury wird bei der Auswahl folgende Kriterien berücksichtigen:

Der Beitrag soll deutschsprachig sein.
Der Beitrag soll eine Neuerscheinung sein, bereits publizierte Veröffentlichungen sind vom Wettbewerb ausgeschlossen.
Es sind Kurzgeschichten oder Gedichte einzusenden.
Bei Gedichten können maximal zwei Beiträge eingereicht werden. Bei Kurzgeschichten nur eine.
Das Manuskript sollte nicht mehr als drei getippte DIN-A4-Seiten umfassen.
Handschriftliche Manuskripte werden nicht entgegengenommen.
Dem Manuskript ist eine Kurzbiographie von maximal 5 Zeilen beizufügen.

Es besteht keine Altersbegrenzung.
Die Altersgrenze für den Jugendpreis ist mit der Vollendung des 18. Lebensjahres festgelegt.

Das Manuskript soll per Mail mit Kurzbiographie als Doc- oder pdf-Datei an folgende Adresse gesendet werden:
Anja F. Drescher-Parré, anjafriedadrescher@web.de
oder: Heike Lasch, familie.lasch@t-online.de

Mit der Einsendung der Beiträge akzeptiert der Autor/die Autorin automatisch die Teilnahmebedingungen und erklärt sich mit einer unentgeltlichen Veröffentlichung des Beitrags unter Nennung des Verfassers/der Verfasserin während KunstMais einverstanden. Davon, dass alle darüber hinaus gehenden Rechte beim Autor liegen, gehen wir aus.

Was passiert, wenn die Auswahl getroffen wurde?

Wir informieren alle Gewinnerinnen und Gewinner Mitte Juni 2010 umgehend über das Ergebnis der Jurysitzung. Außerdem werden die Namen und Beiträge auf der Internetseite der KulturHöhe ab Mitte 2010 veröffentlicht. (www.kulturhoehe-nidderau.de)

Die ersten zehn Plätze werden mit Geld- und Sachpreisen prämiert. (1. Preis: 150,- Euro / 2. Preis: 100,- Euro / 3. Preis: 50,- Euro / 4. bis 10. Preis je eine Eintrittskarte für die Nacht im Labyrinth und ein Buch). Für den ersten Jugendpreis gibt es 200,- Euro, für den 2. Jugendpreis 50 Euro, für den 3. Jugendpreis 25 Euro für weitere Jugendpreise eine Eintrittskarte für die Nacht im Labyrinth und ein Buch. Jeder der ausgewählten Beiträge soll während KunstMais 2010 im Rahmen einer Veranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Die Form der Veranstaltung, mit der wir die Beiträge feiern wollen, wird derzeit detailliert geplant. Geplant sind eine Preisverleihung und verschiedene Begleitveranstaltungen.

Für die Dauer von KunstMais 2010 (17.07. bis 28.08.) werden die Beiträge im Maislabyrinth unter Nennung des Namens aufgestellt werden. Es werden in den KunstMais-Wochen wieder ca. 4.000 Besucher erwartet.

Gibt es noch Fragen?

Weitere Informationen zum „2. KulturHöhe. Nidderau – Literaturwettbewerb“ erteilt Ihnen per E-Mail:

Anja F. Drescher-Parré
Sancto Petrolio
anjafriedadrescher@web.de
www.sanctopetrolio.de

Freundeskreis Hof Buchwald e.V. Kontakt und V.i.S.d.P.:
familie.lasch@t-online.de
www.kulturhoehe-nidderau.de

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Zusatzinformationen

Der Freundeskreis Hof Buchwald e.V. und sein Projekt KulturHöhe Nidderau

Das Projekt KulturHöhe Nidderau nutzt den bewirtschafteten Hof Buchwald als Ort, an dem sich Menschen, Dinge und Aktionen treffen, um Kultur zu erleben und zu schaffen.

Hier können Neubürger kulturelle und nachbarschaftliche Kontakte knüpfen und Alteingesessene sich treffen und austauschen.

Kontinuierlich finden pädagogische und ökologische Angebote statt, z.B. Lernort Bauernhof oder die öffentliche Gemarkungswanderung.

Kulturelles Glanzlicht ist alle zwei Jahre die regionale Sommerkunstwerkstatt SoKuWe mit dem Maislabyrinth „KunstMais“ und Auftritten des Feuertheaters Sancto Petrolio, das hier seine Heimat hat.

Die KulturHöhe bietet ein Forum für Diskussionen und Workshops, für Spiele und ökumenische Gottesdienste, für Genuss und Engagement. Dieses Forum für alle zu öffnen und zu gestalten ist Aufgabe des Vereins.

KunstMais und andere Genüsse

Alle zwei Jahre entsteht auf der KulturHöhe ein Maislabyrinth der besonderen ART: der KunstMais.

Auf seinem Weg durch das Pflanzendickicht trifft der Besucher auf verborgene Kunststationen mit Werken Kunstschaffender, die überwiegend in unserer Region leben und arbeiten. Der KunstMais lädt Familien, Gruppen und Einzelpersonen zu neuen sinnlichen Erlebnissen ein – und das zu erschwinglichen Preisen. Es gibt Führungen und Künstlergespräche, einen Kunstmarktplatz und Workshops in der SommerKunstWerkstatt: Malen, Töpfern, Lehmofenbau, Schreiben usw.

Das weit über die Grenzen der Region hinaus bekannte Feuertheater Sancto Petrolio hat hier seine Wurzeln. Alle Premieren von Sancto Petrolio finden auf der KulturHöhe statt, bevor die Artisten aus Nidderau und Gründau auf Tournee gehen.

Schließlich die Feldkapelle FundOrt. Die Anlage versammelt alte Steine aus allen fünf Nidderauer Ortsteilen. Hier können Menschen innehalten, zur Mitte finden, Gottesdienst feiern.

Lernort Bauernhof

Kinder „wissen“ heutzutage: Die Milch kommt aus dem Tetrapack, Fleisch von McDonald’s, aus dem Döner oder von Bifi – und Gemüse schmeckt sowieso nicht.

Gemeinsam mit der Evangelischen Tageseinrichtung für Kinder Heldenbergen unterstützt die KulturHöhe den Bauernhof-Kindergarten, der die Kinder mit den Wachstumsprozessen in der Natur, mit Kulturtechniken und nicht zuletzt mit dem Wetter vertraut macht. Kindergruppen und Schulklassen aus Nidderau und dem Umland  können gegen geringe Gebühr ebenfalls an dem Projekt teilnehmen.
Weitere Angebote wie Lehrerfortbildungen werden entwickelt.

Natur erfahren und erhalten

Alle Projekte der KulturHöhe beziehen sich zentral auf das Verständnis und den Schutz unserer Umwelt. Um ökologisches Bewusstsein zu schärfen und insbesondere junge Menschen an die Natur heranzuführen, arbeitet die KulturHöhe an konkreten Projekten (mit) wie:
„Offenland-Programm“, Bioenergie, Wasserpfad, Erhalt bedrohter Haustierrassen und einer Pflanzenkläranlage auf Hof Buchwald.
Kulturland ist Kultur-Land. Aber hallo!

Heimat als Schnittpunkt

Wir leben in einer einzigartigen, Jahrtausende alten Kulturlandschaft, geschaffen von zahllosen Generationen. Heute leben hier so viele Menschen wie nie zuvor – Alteingesessene und Neubürger, Landwirte und Banker, Junge und Alte. Gemeinsam ist uns das Erleben dieser gestalteten Landschaft. Wir spüren, dass sich hier Lebensräume und Lebenslinien treffen und wichtig werden können.

Nicht nur die Landschaft hat sich verändert. Mit der Industrialisierung der Landwirtschaft ist die Beziehung von Natur und Kultur brüchig geworden. Die Zersiedelung bedroht nicht nur unsere Ortschaften, sondern auch unser Selbstempfinden und unsere regionale Identität. Die KulturHöhe Nidderau  will ein Gegenort sein – ein lebendiges kommunikatives Zentrum, an dem aktuelle Themen diskutiert und neue Erfahrungen gemacht werden können. Hier kommen Menschen ins Gespräch: Bürger/innen, Kommunen und die in der Landwirtschaft Tätigen. Und Künstler/innen. „Agri-Kultur“ bekommt auf Hof Buchwald einen neuen Sinn.

Zur Kultur gehören Riten und Feste. Über die Jahrtausende hinweg haben hier Menschen ihren je eigenen Gottesglauben entwickelt und gelebt; der Keltenfürst von Glauburg wohnte um die Ecke, und  Bonifatius‘ letzter Weg berührte den Hof Buchwald. Projekte wie Aufführungen des Feuertheaters Sancto Petrolio und die ökumenischen Gottesdienste in der Feldkapelle FundOrt sehen sich in dieser Tradition.

Der BuCon war zu kurz

Mit etwas Verspätung will ich nun noch vom Samstag in Frankfurt, genauer in Dreieich, berichten.
Im dortigen Bürgerhaus findet alljährlich parallel zur Buchmesse der / die Buchmesse Con statt. Das ist sozusagen eine (stark) verkleinerte Ausgabe der Buchmesse, die sich speziell an Freunde der phantastischen Literatur richtet. Und es ist der jährliche Haupttreffpunkt der Geschichtenweber geworden.

Kurz nach 11.00 Uhr lenkte ich meine brave Karre auf den Parkplatz des Bürgerhauses. Nachdem ich mir am Einlass das übliche Tütchen mit kleinen Präsenten und Werbeprospekten abgeholt hatte, fand ich mich unter den ersten Frühconventlern, zu denen leider weder ein Geschichtenweber noch eine mir sonst irgendwie bekannte Person gehörte.

Also nach einer kleinen Inforunde erst einmal zurück an die frische Luft und rauchenderweise auf bekannte Ankömmlinge warten. Als erstes tauchte Nina Horvath auf, quasi direkt aus dem Liegewagen des Zugs aus Wien. Wir gingen gemeinsam wieder in den großen Saal, setzten uns mit zwei Käffchen an einen freien Tisch und harrten der Geschichtenweber, die da noch kommen sollten.

Jörg Olbrich: Das Erbe des Antipatros
Jörg Olbrich: Das Erbe des Antipatros

Das wurden schließlich eine ganze Menge. Rund 40 Forenkollegen und -kolleginnen trudelten im Laufe des Tages ein. Unser Stand wurde direkt neben dem des Scratch-Verlags mit Büchern und Naschereien drapiert. Natürlich musste ich mir beim Nachbarn gleich den Debütroman von Geschichtenweberadmin Jörg Olbrich anschauen, „Das Erbe des Antipatros„, von dem ich mir später auch ein signiertes Exemplar mitnehmen durfte.

Sehnsüchtig erwartet wurde Timo Bader, nicht zuletzt, weil er die neuen Geschichtenweber-T-Shirts mit sich führte. Bald darauf wurde es viel leichter, Geschichtenweber von Nicht-Geschichtenweber zu unterscheiden. Dennoch gab es Geschichtenweber in allen Farben zu sehen, ein recht butes Treiben.

Die GW-Shirts (Foto: Nina Horvath)
Die GW-Shirts (Foto: Nina Horvath)

Natürlich gab es nicht nur Geschichtenweber auf der Con. Einige der Conbesucher hatte ich schon am Vortag auf der Buchmesse oder beim Galaktischen Forum getroffen, mit anderen gab es ein exclusives Wiedersehen in Dreieich.

Und natürlich fiel es wieder schwer, sich einerseits zwischen den vielfältigen Programmpunkten, andererseits zwischen Programm und Gesprächen zu entscheiden. Ich besuchte schließlich die Lesungen von Christoph Hardebusch und Thomas Finn und konnte mich freuen, dass ich Markus Heitz stattdessen am gestrigen Mittwoch bei seiner Lesung in Rostock besuchen durfte (dazu mehr an anderer Stelle).
Sehr interessant auch die Podiumsdiskussion zum Thema, ob sich in der Zukunft der Fantasyliteratur die angeblich guten Autoren endgültig gegen den angeblichen Trash des Genres durchsetzen werden.

Schließlich stand noch die Verleihung des Deutschen Phantastikpreises an, der in diversen Kategorien vergeben wurde. Während Markus Heitz in der Kategorie Bester deutschsprachiger Roman gleich mal den zweiten und den ersten Platz belegte, wurde die Anthologie „Die Unterirdischen“ der Geschichtenweber auf Platz 2 in der Kategorie Beste deutschsprachige Anthologie gewebt. Auch in der Anthologie, die es auf Platz 3 schaffte, Drachenkinder: „Geschichten eines Krieges“, bin ich mit einer Geschichte vertreten.

Die beiden Höhepunkte des Tages (jedenmfalls für mich) sollten jedoch erst noch folgen.
Zunächst gleich im Anschluss an die Preisverleihung die Lesung der Geschichtenweber! Trotz vorgerückter Stunde füllte sich das sogenannte Hangardeck, in dem sechs Geschichtenweber von vorn und einer aus dem Publikum die aktuellen Veröffentlichungen vorstellten sowie einen Ausblick auf die Zukunft gaben. Das Alles im fünften Bestehensjahr der Autorengruppe.

Lesung der Geschichtenweber (Foto: Simone Edelberg)
Lesung der Geschichtenweber (Foto: Simone Edelberg)

Den Anfang machte Timo Bader, der nach der Vorstellung ein paar Worte zu „Darwins Schildkröte“ verlor, um dann einen Ausschnitt  seiner Geschichte daraus vorzutragen. Zur Verstärkung hatte er sich einen zweiten Leser auf die Bühne geholt: mich! Warum er mir den Text nicht vorher schon in die Hand gedrückt hatte, wurde mir allerdings erst jetzt klar: Ich las die Rolle eines überaus hässlichen, haarigen 200-Kilo-Außerirdischen!
Nachdem das sowohl im Publikum als auch am Lesetisch für viel Belustigung gesorgt hatte, stellte Wolfgang Schroeder quasi inkokgnito aus den Reihen der Zuschauer die Krimianthologie „Mord in jeder Beziehung“ vor, aus der Berta Berger (wieder von vorne) mit einer Probe ihres Beitrags sicher auch den ein oder anderen eingefleischten Phantastik-Freak neugierig machen konnte.
Nina Horvaths Begeisterung allein sollte Überzeugung genug gewesen sein, als sie mit strahlendem Lächeln die druckfrischen „Metamorphosen“ präsentierte und mit noch strahlenderem aus ihrer Geschichte las.
Schließlich erfuhren die Anwesenden von Tatjana Stöckler noch alles Wissenswerte zur fast schon erschienenen Anthologie „Spukhaus zu vermieten“ und Maike Schneider bot mit ihrer Geschichte einen eindrucksvollen Vorgeschmack.

Geschmack war auch das Stichwort für den zweiten persönlichen Höhepunkt, das alljährliche gemeinsame Abendessen der Geschichtenweber nach der Con. Das Restaurant Alt Sprendlingen bot beim „Lendchenabend“ auch diesmal wieder leckeres Essen und gemütliche Atmosphäre für einen gelungenen Abschluss der viel zu kurzen Veranstaltung.

Weitere Bilder und Berichte gibt es unter anderem von der großartigen Simone Edelberg hier und hier sowie vom Freund eines Freundes hier.

Schnell noch eine Metamorphose!

Edition Geschichtenweber: Metamorphosen
Edition Geschichtenweber: Metamorphosen

Die Geschichtenweber wandeln mit ihrem neuesten Wurf auf den Spuren H. P. Lovecrafts.

„Geschichten über Menschen, die aus ihrem Alltag gerissen werden und sich einem Schicksal stellen müssen, das an Ekel und Bizarrerie ihre Vorstellungen übersteigt. Sie sind die Auserwählten, die Wiedergeburt einer Rasse, die sich anschickt, den Planeten ein weiteres Mal zu erobern.“

Zusätzlich zu jedem Buch gibt es einen exklusiven Musikdownload der Band Sorrowfield.
Das Buch erscheint am 12.10. und wer bis zum 11.10. bestellt erhält es zum Subskriptionspreis von 10,90 Euro.

Sabrina Eberl, Manuel Bianchi und Nina Horvath (Hrsg.)
Metamorphosen – Auf den Spuren H. P. Lovecrafts
ISBN 978-3-940036-03-2
11,90 Euro

Titelbild: Chris Schlicht

Autoren / Geschichten:

Sascha Erni – Der Journalist
Thomas Backus – Die versunkene Stadt
Timo Bader – Der Veränderte
Markus Niebios – Die Anstalt
Nina Horvath – Zombies für einen Tag
Sabrina Eberl – Die Ausstellung
Samuel White – 3,5
Marco Bianchi – Der Kenotaph des Kagemni
Chris Schlicht – Symbiose
J.C. Prüfer – Die Schokolade des Herrn Bost
Carsten Steenbergen – Der Fluch des Zulu
Christian Stobbe – Portrait eines sterbenden Mannes
Robin Haseler – Das Erbe
Christian Damerow – Der gute Gott

Jedes Exemplar ist nummeriert und enthält einen Downloadcode für die CD Devourer der Band Sorrowfield.
Erscheint voraussichtlich am 11.10.2009.

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