Philvent – die vierundzwanzigste Tür

© Ramona Heim
© Ramona Heim
© Ramona Heim

Ich wünsche euch eine frohe Philventszeit! Hä? Ja, richtig gehört. Das ist die Zeit der 24 kleinen Geschichten. Jeden Tag eine neue. Und jede neue übertrifft die vorige um einen Satz. Bis zum 24. Dezember, Philnachten, geht das so.

Es war einmal der Prinz. Der kam auf den Hof und rief: „Wo ist die Prinzessin?“
„Welche Prinzessin?“, wollten die Leute wissen.
„Ich bin ihr vom Ball gefolgt, und sie ist hier auf den Hof geritten“, erklärte der Prinz.
Die Leute lachten. „Hier gibt es keine Prinzessinnen!“
Der Prinz überlegte lange. Doch er hatte sie durch das Tor reiten sehen. „Vielleicht ist sie keine Prinzessin. Führt mir alle jungen Frauen vor, die hier auf dem Hof leben!“
Man tat, wie er verlangte. Bald schon sah er sich viel (mehr oder weniger) holder Weiblichkeit gegenüber. Doch konnte er sich nicht entscheiden, welche diejenige war, die er suchte. Er zog den Schuh hervor und rief: „Ich werde sie an ihrem schlanken Fuß erkennen! Diejenige, der dieser Schuh passt, soll meine Frau werden.“
„Welche Größe?“, rief ein vorlautes Mädchen.
Der Prinz schaute nach. „36.“
Doch gleich mehrere der anwesenden Damen behaupteten, sie trügen Schuhe in genau dieser Größe. Und tatsächlich passte der Schuh jeder von ihnen (abgesehen von einer, die wohl geschummelt hatte, und die trotz abgehackter Zehen mit ihre haarigen Hinterpranken nicht in das Tanzschühchen hineinkam).
„Füße werden ohnehin überbewertet“, sagte der Prinz, wählte einfach das Mädchen, das ihm am besten gefiel und fragte: „Willst du meine Frau werden, Prinzessin an meiner Seite und zukünftige Königin?“
Die Erwählte schaute ihn an und antwortete: „Lieber brödel ich mein Leben lang in der Asche!“
Schöne Bescherung!
„Schöne Bescheeeeerung!“, riefen die Leute.

Rattenfänger und mehr bis 15.01.12

Dreimal Mitte Januar:

Bridget Jones und der böse Wolf

Cover JagdzeitGut möglich, dass dir dieses Buch nicht gefällt. Vielleicht ist es ja sowieso nichts für dich. Für wen genau ist Claudia Tomans Roman „Jagdzeit“ denn etwas?

Für Frauen, das scheint ziemlich sicher. Aber nicht nur, davon bin ich überzeugt! Für diejenigen, die es humorvoll mögen. Aber auch für jene, die es spannend lieben. Für Krimifreunde, Thrillerleser und Märchenliebhaber. Für Leser, die sich zu mysteriösen Fantasywesen hingezogen fühlen, aber auch solche, die von modernen Großstadtmenschen lesen wollen.

Begrenzende Vielfalt

Na, da sollte doch was passen! Ist doch für jeden etwas dabei. Tja, wenn es mal so einfach wäre. Aber leider – ja, das ist wirklich schade – lassen sich Zielgruppen nicht so einfach addieren. Ganz im Gegenteil. Ein Crossover wie dieses braucht Leser, die bereit sind, Grenzen zu überschreiten. Einen Krimileser, den der Sprung aus dem Realistischen nicht schreckt, einen Märchenfreund, der sich auch von spannender Ermittlungsarbeit verzaubern lässt, einen Thrillerfan, der sich für die herzig-humorvolle Chick-lit-Protagonistin erwärmen kann.

Hat ein solcher Leser zu „Jagdzeit“ gefunden, wird es sich prächtig amüsieren, voll Spannung die jeweils nächste Seite umblättern und sich sogar ein bisschen gruseln. Denn die Autorin macht alles richtig. Geradezu spielerisch verbindet sie Chick lit, Mystery, Krimi, Thriller und Märchen. Auf sprachlich hohem Niveau vollführt sie einen ebenso lockeren wie souveränen Tanz zwischen den Genres, verschiedenen Handlungssträngen und Zeitebenen.

Olivia zwischen Liebesentzug, Abgabetermin und anderen Bedrohlichkeiten

Wie die Autorin überschreitet auch Protagonistin Olivia Grenzen. Oft die der Vernunft, des Anstands oder der Höflichkeit, vor allem aber ihre eigenen. Auf der schon etwas verzweifelt anmutenden Suche nach einem Liebesabenteuer erreicht die naturhassende und Sex-and-the-City-verrückte Großstädterin das abgelegene Bergdorf W. wie seinerzeit die Hobbits aus dem Auenland Bree. Wen wundert es da, dass sie im absonderlichen Dorfwirtshaus „Gifthütte“ auf Aragorn – Verzeihung, Streicher – Entschuldigung, Schnüffler trifft, der sie ausgerechnet an Brie, den Käseautor erinnert.

Von Schnüffler, den schrulligen Dorfbewohnern und nicht zuletzt dem vorzeitig gescheiterten Liebesabenteuer mehr oder weniger aus der Fassung gebracht begibt sich Rotjäckchen Olivia, ihres Zeichens Schriftstellerin auf der Suche nach der Inspiration für ihren zweiten Roman, mit neuem Ziel in eine Welt, genauer gesagt einen Wald der Märchen und Sagen. Nun hofft sie, statt des stets verhinderten Blind Dates eine magische Quelle zu finden, die ihr den Wunsch nach ewig fließender Inspiration erfüllen soll, und ganz nebenbei das Material zu sammeln, das sie vor dem Überschreiten des drohenden Manuskript-Abgabetermins bewahren kann.

Ein Buch von dreien

„Jagdzeit“ ist nicht nur der zweite Roman der Autorin, sondern auch die zweite Geschichte um Olivia, die mit „Hexendreimaldrei“ ihren Anfang nahm und in „Goldprinz“ ihren Fortgang findet. Der Mittelteil der Trilogie lässt sich allerdings problemlos ohne die Kenntnis des Vorgängers lesen. „Jagdzeit“ funktioniert bestens als alleinstehender Roman, der für den, der es nicht weiß, gar nicht die Idee aufkommen lässt, es gäbe bereits ein Abenteuer von Olivia.

Claudia Toman ist ein wundervoller Roman gelungen, ein vielseitiger Roman für vielseitige Leser.

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Claudia Toman
Jagdzeit
Roman

Taschenbuch
Diana 2010
ISBN: 978-3-453-35399-2

Klappentext:

„Tief im Wald wirst Du finden, was Du suchst!“

Wünschen kostet nichts? Je weiter Olivia in den Wald vordringt auf der Suche nach jener magischen Quelle, die angeblich jeden Wunsch erfüllt, desto größer wird ihre Angst. Denn der Wald birgt dunkle Geheimnisse. Etwas lauert zwischen den Bäumen, verfolgt ihre Spur, nimmt ihre Fährte auf. Ein gefährliches Spiel um Leben und Tod beginnt. Doch ein Zurück gibt es nicht. Denn Magie hat nicht nur ihren Preis – sie ist auch unwiderstehlich!

Neu und fantastisch: märchenhafte Mystery mit Magie, Witz und dunkler Spannung.

Verlagsseite
Leseprobe
Blog der Autorin

Lisas erster Roman – Ein Märchen

© Chepko Danil Vitalevich
© Chepko Danil Vitalevich

Lisa Klug hat es endlich getan! Sie hat sich vor ihren PC geklemmt und begonnen, die genialen Ideen in ihrem Kopf zu einem Roman zu machen. Eine tolle Sache, die einfach ein super Buch werden muss. Schon weil sie mit so viel Herzblut bei der Sache ist.

Sie kommt gut voran. Sie schreibt und schreibt. Die ersten 50 Seiten sind schon fertig. Und Lisa stellt sich vor, wie Tausende von Lesern an ihren Worten kleben. Wenn sie nicht am PC sitzen kann, zeichnet sie schon mal das Cover für den künftigen Bestseller. Am liebsten würde sie schon jetzt der ganzen Welt von ihrem Roman erzählen.

So kommt es, dass sie bei studiVZ und Facebook über ihr Tun plaudert. Und nun passiert das Unglaubliche: Eine Online-Freundin offenbart ihr, dass auch sie gerade an ihrem ersten Roman schreibt. Und dass es viele mehr gibt wie sie. Tina erfährt auf diese Weise von einem Schreibforum, meldet sich an und stolpert als Erstes über die folgende Diskussion:

Warum gleich ans Veröffentlichen denken?*

Lisa ist erst einmal geschockt! Doch das Wunderbare ist, sie denkt darüber nach. Ja, sie bekommt sogar ein bisschen Angst. Was passiert mit meinen tollen Figuren und den schönen Ideen, wenn ich dieselben Fehler mache, von denen ich dort lesen konnte? Wie wichtig ist mir diese Geschichte?

Nein, aufgeben will sie sie nicht. Doch Lisa versteht. Sie legt sie sorgsam beiseite und beschließt, zunächst einmal zu üben und zu lernen, wie das mit dem Schreiben eigentlich funktioniert. An kürzeren Texten vielleicht, bei denen es ihr weniger schwerfällt, Misslungenes anzuerkenen und es neu anzugehen. Sie will sich vorbereiten auf ihr Meisterstück. Denn genau das soll er werden, ihr erster Roman! Der, an dem ihr Herz so sehr hängt.

*Der Link führt leider nicht in den öffentlichen Bereich des Forums, wie ich zunächst dachte. Ich habe mich dennoch entschieden, Artikel und Link so beizubehalten, weil es denjenigen, denen es ähnlich geht wie Lisa, sicher nicht schaden kann, sich in der Schreibwerkstatt (kostenlos) anzumelden. Allein die Beiträge der verlinkten Diskussion sind absolut lohnenswert!

Essen im Kalender bis 01.07.10

Originalausschreibung: http://www.bioverlag.de/naturkostkalender.html

„Kalendergeschichten“ zum Thema Essen, Konsum und/oder Natur gesucht

Die bio verlag gmbh in Aschaffenburg, u. a. Herausgeberin des Naturkostmagazins „Schrot&Korn“, sucht für ihren jährlich erscheinenden Taschenkalender wieder Kurzgeschichten, die sich mit den Themen Essen, Konsum, Natur und/oder Umwelt befassen.

Einsendeschluss ist der 1. Juli 2010.

Wir wünschen uns vor allem amüsante bis nachdenkliche „Kalendergeschichten“ nach klassischer Tradition (von Hebbel bis Brecht), aber auch Satiren, Glossen, moderne Märchen, Science Fiction, Cosy-Krimis und Storys mit phantastischen Elementen sind willkommen.

Eine verlagsinterne Jury wird aus allen Einsendungen zwölf Texte auswählen, die Ende 2010 im „Naturkostkalender 2011“ zusammen mit Kalendarium, Rezepten, Aphorismen und einem Daumenkino veröffentlicht werden.

Die Autorinnen und Autoren der „Siegergeschichten“ erhalten ein Paket mit Bio-Lebensmitteln im Wert von rund 50,- Euro sowie 5 Gratisexemplare des Kalenders.

Formale Vorgaben:

  • Jede(r)Teilnehmer(in) kann maximal drei Geschichten einreichen.
  • Die Geschichten sollen 5500 bis 6000 Zeichen inkl. Leerzeichen umfassen. (Bitte nicht mehr, aber auch nicht viel weniger, denn das Layout der Publikation lässt wenig Spielraum).
  • Begriffe wie „Natur“, „naturnah“ oder „natürlich“ sollten zumindest einmal im Text vorkommen (unberücksichtigt bleiben dabei die Bedeutungsvarianten von „Naturell“ oder „selbstverständlich“).
  • Die Texte sollen ausschließlich per E-Mail als unformatierte (!) Word-Dateien in üblicher literarischer Manuskriptform (pro Seite 30 Zeilen à 60 Anschläge mit 1,5-fachem Zeilenabstand) eingereicht werden.
  • Auf einer gesonderten Seite bitten wir um eine Kurzbiographie des Autors /der Autorin (höchstens 10 Zeilen, keine Fotos!) nebst E-Mail-Adresse, Anschrift und Telefonnummer.

Einsendungen (und Rückfragen) bitte ausschließlich an: kalender@bioverlag.de

Rechtliche Konditionen:
Mit der Teilnahme erklärt jede(r) Autor(in), dass die Geschichte von ihr/ihm selbst verfasst ist und dass sie/er über das alleinige Urheber- und Vervielfältigungsrecht verfügt. Geschichten, die so oder ähnlich bereits im Buchhandel erschienen sind, dürfen nicht eingereicht werden! Veröffentlichungen im Internet, in Literaturzeitschriften oder im Selbstverlag sind kein Hindernis für die Teilnahme, sofern keine Rechte Dritter einer Neuveröffentlichung entgegen stehen.

Die bio verlag gmbh erwirbt das Recht zur einmaligen Veröffentlichung im „Naturkostkalender 2011“. Alle Rechte darüber hinaus verbleiben beim Autor/ bei der Autorin.

Die Entscheidung der Jury der bio verlag gmbh ist unanfechtbar, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ansprüche, die über die oben beschriebenen Sachpreise für die zwölf ausgewählten Geschichten hinaus gehen, bestehen nicht. Die Gewinner werden spätestens Ende September benachrichtigt.

Der Feuerstern

Eine Leseprobe aus meiner Gerschichte „Der Feuerstern“, die in der Geschichtenweber-Anthologie „Wildes Land“ im Web-Site-Verlag erschienen ist.

Thoron möchte gern ein Held werden, um seine Doriel zu beeindrucken, ein Held wie Eodor, der Sohn des Fürsten. Und schneller, als er denkt, bekommt er die Gelegenheit dazu. Denn auf einem gemeinsamen Ausritt wird Doriel entführt. Nun begiebt sich der Möchtegern allein auf die Suche, die durch tückische Wälder und Sümpfe führt.

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Weit war er nicht gekommen. Er quälte sich bestimmt schon seit einer halben Stunde durch diesen Urwald, ohne wirklich voranzukommen. Nichts deutete auf einen Weg hin und die Füße sanken tief in den Morast. Die Gegend wirkte bedrohlich. Vielleicht entsprachen die Gerüchte über das Westufer des Rim ja doch der Wahrheit.

Er fühlte sich beobachtet. War da nicht ein Rascheln? Hörte er nicht Schritte hinter sich? Sah er dort nicht eine Gestalt hinter dem Gebüsch? Es wurde erstaunlich schnell dunkel, denn die Bäume waren hoch und das Licht der untergehenden Sonne erreichte den Waldboden kaum noch. Es war nicht mehr möglich, einen Weg zwischen Stämmen und Unterholz zu finden, geschweige denn, die Spuren weiterzuverfolgen, die nun erneut flussabwärts führten. Und wieder stand er vor einem der zahlreichen Bäche, die den Rim speisten. Hoffentlich kamen die Entführer auch nicht schneller voran.

Thoron war müde. Müde und hungrig. Und er fror. Getrockneter und nasser Schlamm verkrustete in dicken Schichten seine Stiefel und Unterschenkel. Aber nur gegen die Müdigkeit konnte er etwas unternehmen. Tastend suchte er sich eine dicke Baumwurzel, auf der er – halbwegs vor dem Morast geschützt – die Nacht verbringen wollte.

Trotzdem konnte er zunächst nicht einschlafen. Die Aufregungen des Tages hielten ihn wach. Und er hörte Geräusche: klagende Rufe und spitze Schreie, die er keinem ihm bekannten Tier oder anderen Wesen zuordnen konnte. Sicher hatte selbst Eodor bei seinen Taten nie solche Qualen durchleben müssen. Nein, der ging los und stach seinen Feinden das Schwert in die Brust. Oder er erlegte damit Drachen und befreite holde Jungfrauen. Was allerdings ihm hier zugemutet wurde …

Nun dachte er an seine Dor. Wieder sah er sie mit dem Feuerstern im Haar. Was würde er darum geben, sie schon jetzt wohlbehalten bei sich zu wissen?

Er zog die Beine an und kauerte sich dichter an den Stamm, an dem er lehnte. Dann holte er sein Schwert aus der Scheide und legte es griffbereit über seine Knie. Er versuchte sich auf die Entführer zu konzentrieren, wie immer sie auch aussahen, stellte sich vor, wie er unter ihnen wüten würde, um endlich Doriel wieder in seinen Armen zu halten, ihrer bewundernden Blicke und der Dankbarkeit ihres Vaters gewiss. Mit diesen Gedanken sank er schließlich in einen unruhigen Schlaf.

Er sah Doriel vor sich. Sie stand nicht weit von ihm entfernt. Thoron ließ den Wald hinter sich und lief auf sie zu. Der weiche Boden versuchte ihn aufzuhalten, gab mehr und mehr nach. Immer tiefer versanken die Füße, immer schwerer wurde es, sie aus dem Sumpf zu befreien. Jetzt steckte sein linkes Bein bis zur Hüfte im Morast. Thoron verlagerte sein Gewicht, stützte sich auf das andere Bein, doch auch hier gab der Boden nach. Schon spürte er die Feuchtigkeit sein Hemd aufweichen, der modrige Geruch kroch ihm in die Nase. Er rief Doriel um Hilfe an, aber er bekam nur Gelächter zur Antwort.

Denn es war nicht sein geliebtes Mädchen, das dort stand. Gelbe verfaulte Zähne steckten vereinzelt in einem breit grinsenden Mund ohne Lippen. Eine schiefe, verbeulte Nase bildete – einer knorrigen Wurzel gleich – nur annähernd die Mitte des vernarbten, ledrigen Gesichts. Zwei kleine, schmale Augen versteckten sich hinter den vollen Wangen und den buschigen Brauen, um sich dort über seine verzweifelte Lage zu belustigen. Dünne graubraune Haarsträhnen flüchteten aus dem viel zu großen Kopf, der auf einem schmächtigen, gekrümmten Körper mit kurzen Beinen saß, dessen hervorstechendstes Merkmal ein mächtiger Buckel war.

Thoron erschrak beim Anblick dieses merkwürdigen Wesens, und unter dessen höhnischem Gelächter versuchte er sich freizukämpfen. Doch da war noch etwas anderes. Er sah ein riesiges Maul auf sich zukommen und …

Er erwachte schreiend und sprang auf die Füße. Gerade rechtzeitig, bevor das Maul zuschnappen konnte. Im ersten Dämmerlicht des neuen Tages erblickte er die furchtbare Bestie, die sich in seinen Traum geschlichen hatte. Sie kroch langsam auf ihn zu und er musste rückwärts ausweichen. Der lang gestreckte Körper – Thoron schätzte ihn auf mindestens fünfzehn Fuß – war bis zur Schwanzspitze mit dicken Panzerplatten bedeckt und endete auf der ihm zugewandten Seite in diesem riesigen Maul, das mit unzähligen dolchartigen Zähnen bewaffnet war. Jetzt schob der Drache seinen mächtigen Leib über Thorons Klinge, die bei seinem Aufspringen im Schlamm gelandet war.

Wie oft hatte er davon geträumt, eines Tages einen Drachen zu töten und als Held in Doriels Arme heimzukehren oder seine Geliebte gar aus den Klauen einer solchen Bestie zu befreien. Aber die Wirklichkeit übertraf seine Vorstellungen bei weitem. Sicher, die Untiere seiner Träume waren viel größer gewesen. Schreckliche Gegner, aus deren Mäulern feuriger Atem und donnerndes Brüllen gekommen war. Doch obwohl das Tier, dem er sich jetzt gegenüber sah, keinen Ton von sich gab und keinerlei Anstalten machte, ihn mit brennendem Odem zu überziehen, war er sich sicher, seinem Ende entgegenzusehen. Die kalte Ruhe, mit der sich das Biest auf ihn zu bewegte, brachte eine tödliche Gewissheit mit sich.

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Wildes LandTimo Bader und Jürgen K. Brandner (Hrsg.)
Edition Geschichtenweber: Wildes Land

Paperback, 240 Seiten
Web-Site-Verlag, 2005

Klappentext:

Ein Krieger aus vergessenen Tagen zieht aus, um sich in den Wäldern seiner größten Herausforderung zu stellen … Auf Rügen droht ein Mädchen in einem Sumpfloch zu versinken, als ein Troll zu ihrer Rettung eilt … Eine Elfin muss in den Bergen eine schwere Prüfung bestehen und wagt sich in die Höhle des Drachen … Beim Meditieren auf einer Lichtung im Wald wird ein junger Mann von Nachtelfen in ihr dunkles Reich entführt … In einer Höhle im Sumpf lebt eine verstörte Frau, bis eines Tages ihr ein Spaziergänger begegnet …

Sümpfe, Höhlen, dunkle Wälder – an diesen drei geheimnisvollen Orten spielen die Geschichten der 14 Autorinnen und Autoren der Edition Geschichtenweber. Die Anthologie bietet eine bunte Vielfalt an verschiedenen Genres der Phantastik: von Fantasy bis Dark Fantasy, leichtem Grusel bis Horror, schillernde Geschichten der High- und Epic-Fantasy, düstere Thriller- und Mystery-Tales, romantischen Liebes-Geschichten bis hin zu knisternden Erotik-Storys – und vieles, vieles mehr!

Um die mystischen und märchenhaften Schauplätze der Geschichten auch noch für unsere Nachkommen zu erhalten, spenden die Autoren und Künstler aus dem Erlös der Anthologie 2 EURO pro verkauftem Exemplar an den World Wide Fund For Nature (WWF). Der Schutz der letzten natürlichen Wälder ist eines der Hauptanliegen des WWF.

J.R. Kron: Der Wolf und der Geist
Irmgard Fliedner-Grandke: Albenkind
Jörg Olbrich: Ein Troll auf Rügen
Maike Schneider: Eine Herzenssache
Jürgen K. Brandner: Moordämonennacht
Mandy Schmidt: Das Lied der Weberin
Christine R. Förster: Die Prüfung
Martin Skerhut: Entführt in eine fremde Welt
Timo Bader: Der Fall der Jane J.
Sabrina Eberl: Das Geheimnis der Höhle
Philipp Bobrowski: Der Feuerstern
Nina Horvath: Das Ding in der Höhle
Birgit Käker: Jäger in der Dämmerung
Marion Charlotte Mainka: Das grüne Leuchten

Weitere Informationen, Leseproben und Rezensionen bei den Geschichtenwebern.
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Gnak und die Elfenprinzessin

Eine Leseprobe aus meiner Geschichte „Gnak und die Elfenprinzessin“, die in der Anthologie „Märchenbasar Vol. 2“ im MG-Verlag erschienen ist.

Gnak ist ein aufgeweckter Kobold, der leider die Ratschläge seiner Eltern in den Wind schlägt, als er die Elfenprinzessin auf einer Lichtung tanzen sieht.

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Die abendliche Sonne schickte ihre letzten Strahlen durch das Grün des Blätterdachs und tauchte die kleine, kreisrunde Lichtung in ein rotgoldenes Farbenspiel. Gnak spähte fasziniert zwischen den Büschen hervor. Es waren nicht die vielen bunten Schmetterlinge, die die Blicke des Kobolds auf sich zogen. Seine kleinen schwarzen Knopfaugen waren nur auf ein einziges Wesen gerichtet. Filigran bewegte es sich zwischen den duftenden Blüten hin und her und auf und ab. Goldenes Haar schimmerte im Abendrot, vielfarbige Stoffe schwangen durch die Luft und glänzende, zarte Flügel surrten leise zu der zauberhaften Musik.

Es war die Elfenprinzessin, die Gnak aus seinem Versteck heraus beobachtete und die allabendlich mit einem kleinen Gefolge die Lichtung besuchte, um zur Musik der Harfe zu tanzen. Oft erfreute sie ihn auch mit ihrem Gesang, der ihre glockenhelle Stimme offenbarte, wenn auch der Kobold die Worte nicht verstand. Vor sieben Tagen erst hatte er die Lichtung entdeckt und das zufällig zu der Stunde, zu der die Prinzessin erschienen war. Seitdem fühlte sich Gnak wie verzaubert. Jeden Abend trieb es ihn nun zu der Lichtung. Die Ermahnungen, die er von seinen Eltern von klein auf erhalten hatte, schienen sich also wenigstens zum Teil zu bestätigen. „Elfen ham g’heime Zauberkraft. Hüt’ dich!“, bekam er immer wieder von der Mutter zu hören.

Aber nun konnte Gnak nicht mehr anders. Wenn er diesem anmutigen und lieblichen Wesen beim Tanz zuschaute, den süßen Klang ihrer Stimme in den haarigen Ohren, dann konnten ihn auch die Warnungen seines Vaters, Elfen seien eingebildet und hochnäsig, nicht schrecken. Sollte es tatsächlich so sein, diese Perle ihres schönen Volkes hätte ein Recht darauf.

Wie in Trance wiegte er sich zur Musik, alle Sinne auf die Tänzerin gerichtet, als eine Maus, vermutlich ihrer Nase folgend, an seinem großen Zeh zu knabbern begann. Mit einem Schrei des Entsetzens sprang Gnak auf und purzelte vornüber auf die Lichtung. Erschreckt stoben die Elfen auseinander, doch als sie sahen, was da aus dem Gebüsch kullerte, brachen sie in lautes Gelächter aus und sammelten sich, leicht auf und ab schwebend, über der kleinen Gestalt.

„Walan daren Knurz?“, fragte einer der Elfen, nachdem sich die meisten weitgehend beruhigt hatten und nur noch leise kicherten.
Ihm antwortete eine ältere Elfe in Allmund: „Ja, Freunde, dies ist ein Männchen aus dem Volk der Kobolde. Es ist wahrlich lange her, seit ich zuletzt eines zu Gesicht bekam. Und nun werdet ihr mir glauben, dass es mir darum nicht Leid tat!“
Die anderen Elfen nickten verständnisvoll. Nun sprachen sie alle durcheinander und Gnak hatte Mühe ihnen zu folgen.
„Wie kann ein Lebewesen so dick sein?“
„Seht nur seine Knollnase! Wie eine Kartoffel sieht sie aus.“
„Und die riesigen Ohren! Und so behaart!“
„Er stinkt!“
So ging es fort und fort. Der Kobold schaute nur mit großen Augen in die Runde. Nach dem ersten Schrecken schüchterten ihn nun die edlen Gesichter und harten Worte der Elfen ein.

„Ich finde, es sieht lustig aus!“ Das war die Prinzessin. „Fragen wir es, was es hier zu suchen hat!“ Doch sie wandte sich von Gnak ab und nickte einem älteren Elfen zu, der strenger gekleidet war als die anderen und sogleich zu sprechen begann: „Wer bist du und warum wagst du es, das Spiel der Prinzessin zu stören?“
Gnak brauchte eine Weile, bis er realisiert hatte, dass man ihn nun direkt ansprach. Dann suchte er so lange nach den richtigen Worten, bis der Elf seine Frage ganz langsam wiederholte.
„Es tut mir Leid, Hochheit“, wendete er sich an die Prinzessin. „Ich wollt’ nich’ stör’n. Ihr seht so wunde’schön aus. Ich konnt’ nich’ ande’s.“
„Soso, ich sehe also wunderschön aus“, lächelte die Prinzessin wenig überrascht. „Du kannst dir vielleicht denken, dass du nicht der erste bist, der mir solches sagt. Und wahrscheinlich bin ich nicht die erste, von der du hörst, wie unsagbar hässlich du bist. Du bist eine Beleidigung für meine Augen. Daher kann ich dich hier auf meiner Lichtung nicht länger dulden!“ Und wieder gab die Elfe einen kurzen Wink, diesmal an eine kleine Gruppe bewaffneter Elfen, und mit ihren Speeren trieben sie Gnak vor sich her, weit von der Lichtung weg.

Der Kobold war noch lange im Bann des äußeren Liebreizes der Prinzessin, bis ihm bewusst wurde, wie man ihn behandelt hatte. Jetzt erst wurde er zornig und mehr noch schämte er sich. So erzählte er niemandem von seinen Erlebnissen, allein um nicht hören zu müssen, man habe es ihm ja schon immer gesagt.

Am nächsten Abend aber konnte er, obwohl er es sich fest vorgenommen hatte, nicht zu Hause bleiben. Zunächst redete er sich ein, er werde nur ein bisschen herumwandern, um seinen Ärger zu vergessen, doch bald schon fand er sich bei der Lichtung wieder.

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Cover Märchenbasar 2Märchenbasar
Vol. 2 – Tritt ein und lass dich verzaubern

MG-Verlag
220 Seiten
ISBN: 978-3-931164-25-6

„Kutscher, fahre er los!“ Dieser schwang fröhlich die Peitsche in der Luft und ließ sie geräuschvoll knallen. Die beiden Rappen setzten sich kraftvoll in Bewegung und mit einem leichten Ruck fuhr die Droschke an.
„Wohin geht denn unser Ausflug, Papa?“, fragte Prinzessin Mirabelle ihren Vater, den König vom Wunderwunschland. „Jetzt kannst du es mir doch endlich verraten.“
„Mein liebes Kind, du hast recht. Ich habe dich wohl lange genug im unklaren gelassen. Wie du weißt, lasse ich in jedem Jahr an einem bestimmten Tag alle dringlichen Staatsgeschäfte liegen. Dann steige ich in meine Kutsche und begebe mich an einen geheimnisvollen Ort. Dieses Mal bist du endlich alt genug, um mich begleiten zu dürfen. Darüber freue ich mich ungemein.“
„Vater, nun sag schon. Wohin geht es denn jetzt?“ Prinzessin Mirabelle rutschte voller Ungeduld auf ihrem Sitz hin und her.
„Wir fahren zum Märchenbasar, ein Platz voller Zauber und Magie. Denn dort werden all die Märchen und wundervollen Geschichten zusammengetragen, die es auf der Welt gibt, und an die Menschen weitergegeben. Als König des Wunderwunschlandes ist es meine Aufgabe, den Märchenbasar zu eröffnen und zwar immer an diesem, einen Tag im Jahr. Ich bin mir sicher, es wird dir dort gut gefallen…“

Es erwarten Euch 22 phantastische Märchen

Das Buch beim Märchenbasar
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Gedanken-Übertragung

„Gedanken-Übertragung“ – Aphorismen-Wettbewerb 2010

Veranstalter: Förderverein des Deutschen Aphorismus-Archivs e. V. (www.dapha.de)  und Stadtmuseum Hattingen in Zusammenarbeit mit dem Stadtspiegel Hattingen

Lassen Sie sich anstecken! Keine Angst. Das ist trotz der aktuellen Bezüge hier ganz ungefährlich, zumal die Ansteckung metaphorisch bleibt. Beim Aphorismus werden ja paradoxerweise nicht Krankheitserreger, sondern Gesundheitserreger übertragen. Reden wir also besser von einer Denk-Anzettelung oder Denk-Anstiftung im Vorfeld des 4. Aphoristikertreffens im November 2010 in Hattingen unter dem Motto „Gedanken-Übertragung“.

Was ist beim Aphorismus nicht alles Gedanken-Übertragung! Schon der polnische Aphoristiker Lec sprach davon, dass „die Gedanken die Köpf wechseln und deren Form annehmen“ oder nehmen wir z.B. Piccabia: „Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung ändern können.“ Die Teilnehmer/innen des 4. Aphoristikertreffens werden sich 2010 intensiv mit folgenden Fragen beschäftigen: Wie kommt der Aphorismus von einer Sprache in die andere? (Was) verliert er nach innen? Was gewinnt er nach außen?  Aber auch: Wie und warum kommt der Gedanke zu (s)einem Bild? Wie kommt er von einer „großen“ in die kleine Gattung und umgekehrt? Wie und warum werden alle möglichen Materialien aus Zitat, Sprichwort, Redensart oder Märchen in den Aphorismus übertragen?

Über solche Fragen werden die Literaturexperten auf der Tagung lange reden. Liefern Sie in der gattungsgebotenen Kürze das Ihrige dazu! Denken Sie an Jean Pauls Devise: „Sprachkürze gibt Denkweite.“ Oder bürsten Sie das Thema kreativ gegen den Strich! Wo sollte das mehr erlaubt sein (oder sogar geboten?) als beim Aphorismus?

„Hattingen“ ist inzwischen mit den drei Aphoristikertreffen 2004, 2006 und 2008, dem Aphorismus-Archiv und seinen zahlreichen Veranstaltungen das Jahr hindurch zu einer Institution geworden, zur „Heimstadt des Aphorismus“. Der erste Wettbewerb 2008 war ein großer Erfolg und auf Grund dieser Resonanz soll auch jetztein Wettbewerb das Treffen im kommenden Jahr der Kulturhauptstadt RUHR 2010 begleiten.

Senden Sie max. 5 Aphorismen zum Thema „Gedanken-Übertragung“ bis zum 26. Februar 2010 an stadtmuseum@hattingen.de. Weitere Informationen unter www.aphoristikertreffen.de

Zu gewinnen gibt es einen 1 DVD-Player und Bücher. Außerdem wird es eine Anthologie mit den Gewinneraphorismen geben.

Von Arsen bis Zielfahndung

So heißt „Das aktuelle Handbuch für Krimiautorinnen und Neugierige“ (Untertitel) von Manfred Büttner und Christine Lehmann, das im Argument Verlag erschienen ist. Mit dem Untetitel ist die Zielgruppe dieses Buchs auch ebensogut umrissen, wie sie sich begeistert zeigen dürfte.

Begeistert, weil sich dieser Leitfaden durch das literarische, filmische und natürlich reale Verbrechen spannend liest und dabei überaus informativ ist. Ob man einfach mal prüfen will, wieviel Realitätsnähe der letzte gelesene oder gesehene Krimi mit sich brachte, oder ob man die Rechercheanforderungen für das eigene Werk bündeln will, mit diesem Handbuch ist man gut beraten.

Gefunden haben sich für dieses Buch mit Manfred Büttner ein Steuerfahnder, der unter anderem als Dozent an der Hochschule der Polizei des Landes Baden-Würtemberg tätig ist, und mit Christine Lehmann eine Politikredakteurin beim SWR, die neben verschiedenen Essays auch hochgelobte Kriminalromane und -hörspiele (Lisa-Nerz-Krimis) geschrieben hat.

„Keineswegs fordern wir, dass Autorinnen sich nun stets von der Wahrscheinlichkeit des Realistischen gängeln lassen und jegliche Fantastik im menschlichen Verhalten aus unseren Krimis verbannt sein muss. Wir denken nur: Die dichterische Freiheit endet dort, wo der Rechtsstaat beginnt, vor allem dann, wenn wir über Unrecht schreiben.“

In diesem Sinne ist es dem Buch wichtig, vor allem dort Unsinn zu deklarieren, wo in der Fiktion gern mal die persönlichen Freiheitsrechte des Einzelnen großzügig ausgelegt oder gar übersehen werden (z.B. in der oft fälschlich als Verhör bezeichneten Vernehmung).

Aber auch sonst lässt es kein Thema aus. Vom Mordmotiv bis zum Mord selbst, von der Leiche bis zu den Ermittlern, von den Ermittlungen bis zur Festnahme wird alles Wichtige angesprochen. Auch die obligatorische Giftkunde fehlt nicht.

Natürlich kann das Buch allein eine gründliche Recherche nicht ersetzen, aber zum einen gibt es dem Autor manchen Hinweis, worauf überhaupt zu achten ist, zum anderen ist es die optimale Basis, um sich ein Grundwissen aufzubauen, von dem man sich bestens spezialisieren kann. Dazu gibt es eine ganze Reihe von Literaturhinweisen am Ende des Buches.

Ich kann das Buch also jedem empfehlen, der sich als Einsteiger in der Kriminalliteratur versuchen will, aber auch jedem, der seine Krimis möglicherweise zukünftig realitätsnäher gestalten will. Und natürlich bleibt auch nach dem Genuss des Buches Luft für die künstlerische Freiheit.

Von Arsen bis ZielfahndungManfred Büttner und Christine Lehmann
Von Arsen bis Ziehlfahndung
Das aktuelle Handbuch für Krimiautorinnen und Neugierige
Ariadne[Leit]faden
Argument Verlag, 2009
ISBN 978-3-88619-720-0

Klappentext:

Leichen, Kripo, Asservate …

Wie genau verläuft eigentlich eine Obduktion? Wer stellt Haftbefehle aus? Wofür ist eine Staatsanwältin zuständig? Welches Gift wirkt wie?

Antworten auf solche und viele weitere Fragen liefert dieses aktuelle Handbuch für Schreibende und Wissbegierige. Es enthält unverzichtbares Arbeitsmaterial für Autorinnen und solche, die es werden wollen. Und für Fans morbider Einzelheiten ergibt sich ein spannender Streifzug durch die ermittlerische Wirklichkeit, der keine Neugier ungestillt lässt.

Lisa-Nerz-Schöpferin Christine Lehmann und Fahnder Manfred Büttner vermitteln Sachverstand im kriminalistischen Detail. Von der korrekten Art, Funksprüche abzusetzen, über eine Auflis­tung, welche Abteilung wann am Tatort eintrifft, bis zur Besoldung der einzelnen Dienstränge stellen sie ein einmaliges Arsenal an Fakten zur Verfügung, das den Sinn fürs Realistische gründlich schärft und dabei noch unterhält: Mit Witz und Verve befreien sie die Krimiwelt von Unfug, Märchen und Vorurteilen. Ihr Handbuch bietet zuverlässig recherchierte, griffig aufbereitete Fakten, übersichtlich präsentiert und garniert mit Beispielen aus Buch und Film.

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Treffen Junger Autoren

(Die folgende Ausschreibung ist eine jährliche. Im Ausschreibungstext sind zum Teil noch die Daten für die bereits abgeschlossene Ausschreibung 2009 angegeben. Im Zweifel bitte direkt auf der angegebenen Webseite informieren.)

Einsendeschluss 15. Juni (2010)

Nächstes Treffen: 12.-16. November 2009

Treffen Junger Autoren (jährlich seit 1986)

Der Bundeswettbewerb ist offen für Kinder und Jugendliche aller Schularten und Ausbildungswege ab 10 Jahren.

Zur Bewerbung zugelassen sind Gedichte, Geschichten, Dramatisches, Satire oder Parodien, Märchen, Science Fiction, Reportagen etc.

Eine unabhängige Fachjury wählt in der Regel bis zu zwanzig Jugendliche aus, die mit ihren literarischen Beiträgen zum Treffen nach Berlin eingeladen werden.
Das Auswahlverfahren ist jeweils bis Ende September abgeschlossen.

Der Preis des Wettbewerbs für die ausgewählten jungen Autorinnen und Autoren ist die Teilnahme am Treffen Junger Autoren mit öffentlicher Lesung aller Preisträgerinnen und Preisträger, Workshops und umfangreichem Rahmenprogramm.

Außerdem werden die Texte der Preisträger in einer Anthologie veröffentlicht.

Bewerbungsunterlagen:

  • Bewerbungsbogen (Bewerbungsbogen steht jedes Jahr [erst] ab März auf der Homepage www.treffen-junger-autoren.de)
  • Text-Manuskript (in 3-facher Ausfertigung, Schriftgröße nicht unter 10 Punkt, 1,5 facher Zeilenabstand).
  • Das Manuskript darf nicht mehr als 5 Seiten umfassen (ohne Kopien); Lyrik maximal 10 Texte


Auswahl:

  • Eine Fachjury sichtet die Texte und wählt die Preisträger aus.
  • Das Auswahlverfahren ist bis Mitte September abgeschlossen.
  • Die Entscheidung der Jury ist endgültig – der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Preis:

Teilnahme am 24. Treffen Junger Autoren 2009 vom 12. bis 16. November

  • Einladung für 5 Tage nach Berlin
  • Lesung vor Publikum
  • Professionelle Workshops
  • Begegnungen und Fachgespräche
  • Veröffentlichung in der jährlichen Anthologie im Verlag „Brandes & Apsel“

Eine Auswahl der Workshops, die den ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmern angeboten werden:

  • Lektorat
  • Lyrik
  • Text und Kritik
  • genreübergreifende Schreibexperimente
  • Szenisches Schreiben

Alle Bewerberinnen und Bewerber erhalten die Anthologie der ausgewählten Texte.
Bis zu 30 Bewerberinnen und Bewerber erhalten einen Bücherscheck.
Interplay Europe e.V. vergibt ein Fortbildungsstipendium für einen szenischen Text.

Weitere Informationen unter www.treffen-junger-autoren.de

Wolf ins Märchen

Demnächst soll mein schon etwas älteres Märchen „Der Wolf und seine Frau“ neben vielen anderen in einem kleinen Märchenbuch erscheinen.

 

Das Buch mit dem Titel „Zauberhafte Herzen“ erscheint im kleinen  und jungen Sperling-Verlag und ist recht kindlich aufgemacht. Dennoch soll es auch erwachsene Märchenliebhaber ansprechen.

Wer schon mal auf den Geschmack kommen möchte, kann mein Märchen auch online lesen. Es ist die wahre Geschichte vom bösen Wolf, der eigentlich ein guter war:

Kinderzimmer im Netz

Eine bunte Welt für Kinder
Eine bunte Welt für Kinder

Gerade online gegangen ist eine neue Anlaufstelle für Kinder.

Das Kinderzimmer im Netz ist ein Blog, auf dem verschiedene Autoren und Künstler Inhalte für unsere Kleinen einstellen.

Es wird Geschichten zu lesen geben, Bilder zu sehen, Videos zu schauen und vieles mehr.

Auch Rezepte, Basteltipps, Rätsel und Kindernachrichten sind geplant. Ein Kinderzimmer, das wächst und wächst.

Die Kinder der Feuersäule

Melanie Metzenthin: Die Kinder der Feuersäule
Melanie Metzenthin: Die Kinder der Feuersäule

Heute möchte ich ein Buch vorstellen, das schon im letzten Jahr, nahezu gleichzeitig mit meinem Roman „Das Lächeln der Kriegerin“ erschienen ist.

Das Debüt der aufstrebenden Autorin Melanie Metzenthin ist ein aufregender Jugendroman um die junge Tanita, die ein Kind der großen Göttin ist.
Als solches hat sie die Fähigkeit, durch die Feuersäule zu reisen und sich in einen Drachen zu verwandeln Doch für sie ist das nicht etwa reines Vergnügen. Ganz im Gegenteil: Die Gesetze des Tempels, denen sie in ihrer Drachengestalt unterliegt, bringen sie in einen ernsthaften Gewissenskonflikt.

Dennoch muss Tanita ihre Drachengestalt annehmen, als ihr Elternhaus niedergebrannt wird. Nur so kann sie den Kampf gegen die anderen Drachen aufnehmen und sich auf die Suche nach der großen Göttin machen.

Die Geschichtenweberin Melanie Metzenthin legt ein rasantes Tempo vor, das den Leser mit sich reißt in eine abenteuerliche Welt. Fast möchte man meinen, hier und da sei ein längeres Verweilen wünschenswert gewesen.

Doch unerbittlich geht es vorwärts. Und denoch wird es nie oberflächlich. Der Leser bleibt gefangen zwischen plötzlichen Wendungen, konfliktreichen Charakteren und andauernder Spannung.
Und neben der ganz eigenen Interpretation des Drachengeschlechts darf er sich auf einen ebenso witzigen wie geheimnisvollen Gesellen freuen.

„Mit der Gestaltwandlerin Tanita erschuf Melanie Metzenthin ein gefühlsstarkes, zwölfjähriges Mädchen. Sie muss sich in einer fremden Welt durchsetzen, mit viel Verständnis der kleinen, fast rechtlosen Bauern, Reisenden und Handwerker.“ (Erik Schreiber für buchtipps.net)

„Die Intrige passt wie Puzzleteile zusammen und das Buch ist so spannend, das es schwer fällt, es wegzulegen. In einer klaren Sprache mit lebendigen, flüssig zu lesenden Dialogen geschrieben, ist es ein kurzweiliges Lesevergnügen. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet, mit teilweise skurrilen Eigenarten, die sie unverwechselbar machen.“ (Susanne Ruitenberg für schreiblust.de)

„… Melanie Metzenthins Roman ist sehr eigenständig und überzeugt mit ungewöhnlichen Ideen. Hinzu kommt, dass die Autorin gut schreibt und den Leser mitzureißen vermag.“ (Rupert Schwarz für fictionfantasy.de)

Melanie Metzenthin
Die Kinder der Feuersäule
(Jugend)Roman/Fantasy
Paperback, 189 S.
ISBN 978-3-938065-31-0

Mehr Infos

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Entfernte Märchen

Auf BookRix findet ihr nun auch den Text „Entfernt“ von mir:

Donna ist perfekt. Fast perfekt. Doch wäre sie vollkommen, würde Peter den Halt verlieren.

Wer es dagegen lieber märchenhaft mag, den möchte ich noch auf „Der Wolf und seine Frau“ hinweisen:

Die wahre Geschichte vom bösen Wolf, der eigentlich ein guter war.