Hilfe zur Selbsterkenntnis

Möglicherweise habt ihr es in den RSS-Feeds in der rechten Spalte schon gefunden: Autor Tom Liehr schreibt für das Literatur-Café eine fünfteilige Serie zum Thema „Warum werde ich nicht veröffentlicht? Oder: Die Große Manuskriptverschickung“ .

Jeden Freitag erscheint ein neuer Teil. Mit viel Ironie und schwarzem Humor ist es sehr unterhaltsam, seinen Worten zu folgen. Und wenn bei manchem noch ein bisschen Selbsterkennen reift, ist das sicher nicht das Schlechteste.

Den Joker ziehen bis zum 31.03.10

Jokers-Lyrik-Preis

Originaltext auf: http://www.jokers.de/lyrikpreis

1.000 Euro für das beste Gedicht

Hobby-Poeten, aufgepasst!

Im März 2010 schreibt der Buchversender Jokers zum achten Mal seinen Lyrik-Wettbewerb aus. Der Preis ist mit über tausend Euro dotiert.
Die besten Einsendungen veröffentlicht Jokers, der Spezialist für Restauflagen und Sonderausgaben, in einer Anthologie und in einem Wochenkalender. Teilnehmen können alle deutschsprachigen Hobby-Autorinnen und -Autoren.

Zwischen dem 1. und 31. März 2010 können die Texte auf der Jokers-Website (www.jokers.de/lyrikpreis) eingereicht werden. Eine fachkundige Jury wählt die drei besten Gedichte aus und prämiert sie (1. Preis: 1.000 Euro; 2. Preis: 500 Euro; 3. Preis: 250 Euro). Zudem gibt es attraktive Sonderpreise. Die Preisträger werden im Juni 2010 bekannt gegeben. Viele der eingesandten Texte werden außerdem in die Jokers Gedichte-Datenbank aufgenommen, die zu den größten im Internet zählt: www.jokers.de/gratis-gedichte.

Näheres zu dem Wettbewerb und Tipps für ein gutes Gelingen finden Interessierte unter www.jokers.de/lyrikpreis.

Partner des Lyrik-Wettbewerbs sind „Das Literatur-Café“, „Das Gedicht“, „Die Berliner Literaturkritik“, „Hoerothek“, der Autorenhaus Verlag, „TextArt“ und der Uschtrin Verlag.

Sonderpreise:
a) AUTORENHAUS: Zehn Freiexemplare des Creative-Writing-Bestsellers „Schreiben in Cafés“ von Natalie Goldberg im Gesamtwert von ca. 170 Euro.
b) DAS GEDICHT: Zwei analysierende Gutachten der Redaktion DAS GEDICHT (Lektorats-Service) für jeweils 10 Gedichte eines Hobby-Autors im Gesamtwert von 220 Euro.
c) DAS LITERATUR-CAFE: Zwei Gedicht-Vertonungen, die auch im Podcast des Literatur-Cafés „gesendet“ werden, dazu je eine Literatur-Café-Tasse.
d) BERLINER LITERATURKRITIK: Drei Jahres-Abos der Druckausgabe und ein Buchpaket im Wert von 100 Euro.
e) HOEROTHEK.DE: Zehn Gedicht-Vertonungen (die Audio-Dateien können bei Jokers heruntergeladen werden). Außerdem zehn Hörbuchpakete im Wert von insgesamt 1.000 Euro.
f) TEXTART – Fünf Jahres-Abonnements von „TextArt – Magazin für Kreatives Schreiben“ im Gesamtwert von ca. 90 Euro.
g) USCHTRIN VERLAG: Fünf Jahres-Abonnements der „Federwelt – Zeitschrift für Autorinnen und Autoren“ im Gesamtwert von ca. 170 Euro.

Weitere Informationen auf der Website: http://www.jokers.de/lyrikpreis

Der Beste kaum verbessert

Das Literatur-Café hat die neue Version 6 des Duden-Korrektors getestet. Demnach habe das Programm bis auf den vergrößerten Wortschatz und ein bisschen Kosmetik nichts Neues zu bieten, stattdessen aber die nicht unerheblichen Nachteile und Fehler der Vorgängerversion vollständig erhalten.

Fazit des Berichts:

„Offenbar führt nur der erweiterte Inhalt und Wortschatz der 25. Duden-Auflage zum Versionssprung des Korrektors von 5 auf 6. An der Software selbst lassen sich – abgesehen von der leicht veränderten Optik – keine Veränderungen feststellen. Immer noch verlangsamt der Korrektor 6 das System und gravierende Fehler wurden ebenfalls nicht behoben.“

Quelle: Literatur-Café

Spiel mit dem Börsenblatt?

Der Fall „Elke Heidenreich und die Deutsche Literaturgesellschaft“, der auf diesem Blog hier und hier dokumentiert ist, scheint in die letzte Runde zu gehen.
Offenbar hat die Gesellschaft dem Druck nachgegeben und angekündigt, den besagten Titel aus dem Programm zu nehmen.
Im aktuellen Artikel des Literatur-Cafés ist nun zu lesen, dass die Verantwortlichen sich auch dabei nicht zu schade sind, in einer Pressemitteilung werbeweirksam die Tatsachen zu verdrehen, sodass sie indirekt damit selbst die Online-Ausgabe des Börsenblatts für sich instrumentalisieren.

Zur Meldung auf boersenblatt.net
Zum Artikel im Literatur-Café

Ein Donnerschlag im Getwitter

Twitter ist bisher nicht so meine Welt. Es fehlt mir einfach die Zeit, auch diese Gegend zu erkunden. Kann sich ja mal ändern.

Ideen wie die des S. Fischer Verlags jedenfalls finde ich sehr ansprechend. Seit zwei Tagen twittern sie unter „Tagesfang“ jeweils einen Satz aus einem ihrer Bücher und setzen den Link zum entsprechenden Buch dazu.

Sätze wie „Ich sehne mich nach der Wahrheit. Und ich lüge“ (Tana French, „Grabesgrün“) oder „Die weibliche Scheide ist an Besucher gewöhnt“ (Mary Roach, „Bonk“) dürften bei den Followern einerseits kultigen Zitatwert erlangen, andererseits Lust auf mehr machen. Buchwerbung vom Feinsten also.

Im Literatur-Café gibt es ein Interview mit Martin Spieles vom Verlag.

Elke Heidenreich rechtens hintergangen?

Im April veröffentlichte ich hier den Artikel „Elke Heidenreich unwissentlich zur Herausgeberin gemacht“, der sich auf einen Artikel des Literatur-Cafés bezog.
Darin hieß es, der Zuschussverlag „Deutsche Literaturgesellschaft“ nutze für eine anstehende Publikation den prominenten Namen der Kritikerin ohne deren Wissen, um Autoren eine zuschusspflichtige Beteiligung an dem Werk schmackhaft zu machen.

Neueste Recherchen des Literatur-Cafés ergaben nun, dass sich die „Literaturgesellschaft“ zwar weit abseits jeder Moral, rechtlich aber zumindest teilweise auf sicherem Terrain bewege.

Wie konnte es dazu kommen?
Im Prinzip spielte sich folgendes ab:
Frau Heidenreich hat in längst vergessener Zeit die Veröffentlichungsrechte für einen Essay und ein Interview an die FAZ abgetreten. Die „Deutsche Literaturgeselschaft“ hat nun, Jahre später, diese Rechte ganz legal von der FAZ abgekauft.

Für die inzwischen lieferbare Publikation nutzt der Zuschussverlag dies nun werbetechnisch, indem er nicht nur die Texte im Buch abdruckt, sondern auch das Cover mit einem Foto der Heidenreich schmückt und sie als Herausgeberin des Werkes ausweist.

Wie Frau Heidenreich ankündigt, will sie durch ihre Verlage rechtliche Schritte gegen dieses Vorgehen einleiten lassen.

Zum Artikel im Literatur-Café
Zur Stellungnahme Elke Heidenreichs

Sie werden doch hoffentlich nicht müde?

Im aktuellen Artikel des Literatur-Cafés liest man beinahe etwas wie Resignation heraus.

„Manchmal sind wir Don Quichotte. Wir kämpfen gegen Windmühlen und wiederholen wie Gebetsmühlen …“

Natürlich geht es um die Aufklärung über die schwarzen Schafe in der Literaturbranche: Zuschussverlage.
Verständlich, dass es nicht leicht fällt, Erfolge auszumachen, wenn die Flut der potentiellen und tatsächlichen Opfer nicht abreißt.

Dennoch Hoffnung am Ende des Artikels:

„Und solange dieser Artikel wieder einmal einer Autorin oder einem Autor diese Erkenntnis bringt, solange werden wir unsere Rosinante satteln.“

Daher: Rein in den Sattel und auf ins Literatur-Café! Es lohnt sich für jeden, der im Literaturbetrieb noch nicht ganz sattelfest ist.

Elke Heidenreich unwissentlich zur Herausgeberin gemacht

Wie Literaturcafe.de berichtet, hat die Deutsche Literaturgesellschaft den Namen Elke Heidenreichs missbraucht. Mehr noch: Sie machte die bekannte Kritikerin kurzerhand und ohne deren Wissen zur Herausgeberin eines Buches des Zuschussverlags.

Tatsächlich ist auf der Homepage des Verlags für Mai 2009 eine Neuerscheinung angekündigt, bei der Elke Heidenreich neben Jörgen Hansen als Herausgeberin fungiert. Groß ist ihr Gesicht auf dem Cover zu sehen. „Bücher könnte ich lassen, Oper nie!“ heißt der Titel, der laut Elke Heidenreich ein Zitat aus einem ihrer Inteviews sei, und von der Deutschen Literaturgesellschaft unauthorisiert verwendet würde.

Auf Nachfrage des Literatur-Cafés, habe die prominente Kritikerin unmissverständlich ausgedrückt, sie kenne weder den Verlag noch das Buch.

Die Gesellschaft mit dem hochtrabenden Namen ist nach Angaben des Literatur-Cafés ein Zuschussverlag, der seinen Autoren anders als bei Publikumsverlagen horrende Summen für die Veröffentlichung ihrer Werke abknöpft.
Um diese für sich zu werben, ist dem Dienstleister wohl kein Mittel fremd.

Mehr dazu auf Literaturcafe.de.