Gepitcht: Links vor rechts

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Schreibübungen der Kategorie „Gepitcht“ sollen dir Anregungen für eine (kleine) Geschichte geben. Ersetze Prota* durch eine Figur deiner Wahl, lass deine Fantasie spielen und schreibe eine spannende, lustige traurige, … Story über die gepitchte Begebenheit:

Prota glaubt, er hat endlich Mrs Right gefunden. Alles läuft richtig gut an. Doch dann stellt er mit Erschrecken fest, sie ist Linkshänderin. Und so seltsam es scheint … das stellt alles auf den Kopf.

*Der Übersichtlichkeit wegen verwende ich im Pitch immer nur eine Form, mal die männliche, mal die weibliche. Ob du dich an diese Vorgabe halten willst oder sie ignorierst, ist ganz dir überlassen.

Natürlich freue ich mich, wenn das eine oder andere Ergebnis dieser Übung in den Kommentaren landet oder hier verlinkt wird. 🙂

Weitere Schreibübungen

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Vertrag dich: Der Normvertrag

© Franck Boston
© Franck Boston

Weiter geht es im Vertragspoker. Vorweg sei gesagt, dass die Artikel von mir nach bestem Wissen und Gewissen verfasst werden. Aber ich bin kein Jurist. Im Streitfall könnt ihr euch also weder auf mich noch auf meine Ausführungen hier berufen.

Heute geht es um den Normvertrag an sich. Dieser wurde in einem Rahmenvertrag zwischen „dem Verband deutscher Schriftsteller (VS) in der IG Medien und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. – Verleger-Ausschuß“ vereinbart. Er liegt seit dem 1. April 1999 in unveränderter Form vor.

Dieser Normvertrag ist eine Empfehlung, wie ein Werkvertrag zwischen Autor und Verleger aussehen sollte. Empfehlung bedeutet, dass der Normvertrag nicht bindend ist. Dabei ist aber weniger daran gedacht, dass Verleger, sofern sie Mitglieder des Börsenvereins sind, ihre ganz eigenen Verträge aufsetzen sollen. Vielmehr geht es um individuelle Abweichungen vom Normvertrag, die, falls sie zu Lasten des Autors gehen, sachlich begründet sein müssen. Dazu heißt es im Rahmenvertrag zwischen VS und Börsenverein:

Die Vertragschließenden verpflichten sich, darauf hinzuwirken, daß ihre Mitglieder nicht ohne sachlich gerechtfertigten Grund zu Lasten des Autors von diesem Normvertrag abweichen.

Auch kann der Normvertrag im Regelfall nicht für alle Arten von Publikationen gelten, etwa für fachwissenschaftliche Werke oder Schulbücher. Auch Anthologien benötigen besondere Regelungen. Für letztere gibt es entsprechende Musterverträge, die die Besonderheiten für Autoren und Herausgeber berücksichtigen.

Für den Autor bedeutet der Normvertrag also vor allem Orientierung. Er kann den angebotenen Verlagsvertrag mit dem Normvertrag vergleichen und sollte hellhörig werden, wo sich Abweichungen zeigen. Diese sollte er in Ruhe prüfen und sich gegebenenfalls beraten lassen. Sie können natürlich auch zu seinem Vorteil sein.

Die Norm- und Musterverträge lassen sich auf den Internetseiten vom VS herunterladen. Wer sich über darüber hinausgehende Verträge und Honorare (Lektoren, bildende Künstler, Musikunterricht, …) informieren will, ist bei mediafon an der richtigen Adresse. Für die Schweiz hat der AdS einen eigenen, an den Normvertrag angelehnten Mustervertrag entwickelt.

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Neobooks: Droemer Knaur geht neue Wege

Über eine Diskussion bei Montségur bin ich bei einem Artikel der geschätzten Kollegin Nicole Rensmann gelandet, der sich mit Neobooks auseinandersetzt.

Neobooks ist eine neue Plattform des Droemer Knaur Verlags, die sich noch im Beta-Stadium befindet, und mit der man offenbar Autoren einen neuen Weg ins Verlagslektorat bieten will. Autoren können hier ihre unveröffentlichen Manuskripte hochladen und dort von Lesern bewerten und empfehlen lassen. Zu einem Stichtag gehen die zehn Bestbewerteten den direkten Weg auf den Schreibtisch des Lektors.

Nicole Rensamann äußerte auf ihrem Blog und in einem Feedback an Neobooks zu Recht ihre Bedenken vor allem hinsichtlich der zu übertragenden Veröffentlichungsrechte und bekam umgehend Antwort per Mail und auch in der Kommentardiskussion unter ihrem Artikel, in der Ina Fuchshuber von Neobooks freundlich und umfassend zu den Bedenken Stellung bezog. Also einfach mal nachlesen gehen.

Hier die entsprechenden Links:

Meiner Meinung nach ist es sehr lobenswert, wenn Publikumsverlage nach neuen Wegen suchen, die überfüllten Lektoratsschreibtische zu umgehen, wobei das natürlich auch im Interesse der Verlage selbst ist, Lektoren entlastet und im ungünstigsten Fall teilweise einspart.

Ob man es mit Neobooks versuchen will, sollte man sich genauso gut überlegen, wie jeden Schritt, den man auf dem Weg zur Veröffentlichung tun will. Im Zweifelsfall kann man die Entwicklung von Neobooks ja eine Weile beobachten.

Immerhin wird es jeder Internetplattform schwerfallen, Manipulationen völlig auszuschließen. Außerdem wird der Autor wahrscheinlich mehr Zeit investiern müssen als für die Anmeldung und das Hochladen des Manuskripts, zumindest wenn er sich die Chance bewahren will, zum Stichtag in den Top Ten zu landen. Ob es generell hilfreich ist, wenn Usermeinungen einen entscheidenden Ausschlag geben, bleibt abzuwarten.

Vor allem aber, sollte man sich nicht zurücklehnen und sich einzig auf Neobooks verlassen, denn ein guter Agent dürfte immer noch um ein Vielfaches erfolgversprechender sein. Zumal man ja bisher möglicherweise auch einen anderen Verlag als Wunschverlag hatte.

Dennoch ein sehr interessanter Ansatz, aus dem hoffentlich viel Positives entstehen kann.

Berger und Berger

Berta Berger: Der Augenschneider
Berta Berger: Der Augenschneider

Im August 2010 erscheint ihr Thriller bei Piper. Valentina Berger hat es geschafft! Nach zehn Jahren fleißiger Schreibarbeit bekam sie gleich eine Zweibuch-Vertrag für Thriller, die vermutlich das Zeug zum Bestseller haben.

Hinter dem Pseudonym verbirgt sich die Geschichtenweberin Berta Berger, die nach dem Märchenbuch „Die Prinzessin, die von der Liebe nichts wissen wollte“ 2008 und dem Kinderbuch „Kunigund Kugelrund“ in diesem Jahr (beide im Autumnus Verlag) nun also auch im Erwachsenen-Bereich beim großen Publikumsverlag debütiert.

In der Programmvorschau von Piper und seit Kurzem auch auf der Webseite des Verlags wird der Psychothriller „Der Augenschneider“ breits angekündigt. Selbst der Verlagstext hält schon, was der Titel verspricht:

Ich brauche dein Augenlicht.

Er schneidet ihnen bei lebendigem Leib die Augen heraus: jungen, schönen Frauen. Denn er braucht ihr Augenlicht…

Heinz Martin, Gerichtsmediziner in Wien, ist einem Serienkiller auf der Spur. Zwei Frauen hat er schon gefoltert und grausam verstümmelt. Beide Opfer waren attraktiv, schlank und hochgewachsen. Dann verschwindet auch Martins bildschöne Schwester spurlos, und kurz darauf schickt ihm der Killer eine Nachricht, die keinen Zweifel daran lässt, was er mit ihr vorhat …

Eva Maria Nielson hat nun zwei Interviews mit der Wienerin geführt, die ihr unter folgendne Links findet:

Im Gespräch mit der Autorin Berta Berger

Interview mit der Autorin Berta Berger

Hier geht es zur Webseite der Autorin.

Die Prinzessin, die
von der Liebe
nichts wissen wollte

Gestatten, Klavki

Am vergangenen Wochenende wurde in Kiel Abschied von Klavki genommen.
Zu diesem Anlass habe ich noch einmal ein paar Links zusammengesucht, um  den Wortakrobaten zu ehren, der am 4. April dieses Jahres verstorben ist.
Es freut mich ganz besonders, dass sich auch an meinem Blog zeigt, wie groß die Nachfrage nach Informationen zu diesem großartigen Künstler ist.

Klavkis Homepage
Klavkis Blog
Klavkis neues Blog

Erinnerung an Klavki (auf diesem Blog)
Einer, der „im Herzen barfuß“ ging (Kieler Nachrichten, sehr beeindruckender Artikel!)
per il KLAVKI (Blog von grit for fun)
Klavki im Rahmen des VI. Nordischen Poesiefestivals 2006 (Goethe-Institut Estland)