Damit euch der Lesestoff nicht ausgeht

Lesestoff
© StockLite

Ihr habt nichts mehr zu lesen? Das letzte Buch war langweilig? Ihr seid schon auf der Suche nach den ultimativen Weihnachtsgeschenken?

Dann möchte ich an dieser Stelle mal ganz dezent auf die Kollegen aus dem Montségur- und dem Geschichtenweberforum hinweisen. Schon jetzt reichen die beiden Publikationslisten, um sich die nächsten Jahre kompletten Leseurlaub zu nehmen. Und nahezu täglich kommen neue Bücher dazu.

Ob Roman oder Anthologie, Bestseller oder Nische, Groß- oder Kleinverlag, Genre-, Gegenwarts-, Jugend- oder Kinderliteratur – jeder sollte fündig werden.

Tut euch und mir den Gefallen, denn ich schaffe es niemals, das alles zu lesen. Vielleicht empfehlt ja schließlich ihr mir die Kollegen.

Veröffentlichungen Montségur

Veröffentlichungen Geschichtenweber

Im Sog von „Erebos“

Ursula Poznanski: Erebos
Ursula Poznanski: Erebos

Ursula Poznanski erhielt auf der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt für ihren Debütroman „Erebos“ den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 der Jugendjury. Und das, wie ich finde, vollkommen zu Recht.

Das Buch erzählt die Geschichte des sechzehnjährigen Nick, der in den Sog eines Computerspiels gerät, das an seiner Londoner Schule mit viel Geheimniskrämerei herumgereicht wird. Erebos aber ist kein Spiel wie jedes andere. Die Regeln sind streng, die Aufgaben schwer und sie finden zum Teil in der Realität statt. Was Nick noch nicht weiß: Das Spiel verfolgt ein Ziel. Ein böses Ziel!

Der Leser und Nick

Dem Leser, ja, ich bin sicher, nahezu jedem, der das Buch zu lesen beginnt, geht es nicht anders als Nick: Er gerät in einen unnachgiebigen Sog. „Erebos“ entwickelt als Buch dasselbe Suchtpotential wie das Spiel, von dem es erzählt. Das gelingt Ursula Poznanski durch einen ebenso einfachen wie genialen Trick: Sie lässt den Leser ganz und ausschließlich mit Nick miterleben.

Dabei ist Nick ein ganz gewöhnlicher Junge. Er wird uns weder als in irgendeiner Weise besonders heldenhaft vorgestellt noch braucht er unser Mitleid. Er ist bei weitem kein Heiliger. Wenn da auch hin und wieder ein Gespür für Ungerechtigkeiten aufblitzt, ein aktiver „Gutmensch“ ist Nick nicht. Auch leidet er nicht, kann mit seinem Leben im Großen und Ganzen zufrieden sein, ist in keinster Weise einer der Außenseiter, die dem Leser schon allein deshalb ans Herz gehen, weil er ihnen wünscht, sich im Laufe der Geschichte aus dieser unterprivilegierten Rolle herauszukämpfen. Nein, Nick ist sicherlich ganz sympathisch, aber auch nicht mehr.

Rätsel und Bedrohung

Dass dieser Protagonist den Leser dennoch sofort ganz bei sich hat, liegt an dem Unwissen, das beide, Nick und der Leser, gleich zu Beginn der Geschichte teilen. Irgendetwas stimmt nicht. Vor allem mit Colin, einem guten Freund Nicks, der sich seltsam verhält, was offenbar mit merkwürdigen Päckchen zu tun hat, die an der Schule verteilt werden, über die aber niemand etwas verraten will. Und Nick hat noch keines dieser Päckchen, womit er in dieser Hinsicht doch zu einem Ausgeschlossenen wird, der das Rätsel um seine eingeweihten Mitschüler unbedingt lösen will.

Auch im Fortgang der Handlung trägt das Rätselhafte rund um Erebos ganz entscheidend zum rasanten Spannungsbogen bei. Denn Erebos zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Interaktion mit dem Spieler aus, kann wahrlich als intelligentes Spiel bezeichnet werden, weiß alles und lässt sich nicht täuschen, weder im Spiel noch in der Realität. So kommt zum Rätselhaften noch die stets präsente Bedrohung, die den Leser durch die Seiten preschen lässt, um zu einem originellen und überraschenden Ende zu gelangen.

Ein Buch für jeden

Nicht nur versierte Computerspieler werden mit Nick mitfiebern, froh darüber, dass die Autorin zu keiner Zeit einen moralischen Zeigefinger in die Höhe hebt, „Erebos“ kann Leser weit über die anvisierte Zielgruppe hinaus in seinen Bann ziehen. Das gilt auch für das Alter. Dieser Jugendthriller ist im besten Sinne des Wortes all age.

Viel Lob für ein Buch, das mir die Luft für Detailkritik genommen hat. Sie wäre ohnehin nur Erbsenzählerei.

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Ursula Poznanski
Erebos
Jugendthriller

Taschenbuch
Loewe 2010
ISBN: 978-3-7855-7361-7

Klappentext:

In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Wer es startet, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Regeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und wer gegen die Regeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann Erebos auch nicht mehr starten.

Erebos lässt Fiktion und Wirklichkeit auf irritierende Weise verschwimmen: Die Aufgaben, die das Spiel stellt, müssen in der realen Welt ausgeführt werden.

Auch Nick ist süchtig nach Erebos – bis es ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen …

Auszeichnungen:

  • Deutscher Jugendliteraturpreis 2011 (Jugendjury)
  • Ulmer Unke 2010
  • Buch des Monats März 2010 (Jubu-Crew Göttingen)

Verlagsseite
Leseprobe
Pressestimmen
Homepage der Autorin

Bücher retten

Nächste Woche gibt es von mir voraussichtlich weniger zu lesen, da ich, wie bereits angekündigt, zum Montsegúr-Autorentreffen fahre. Bei Montsegúr stieß ich auch auf den Hinweis für eine, wie ich glaube, recht außergewöhnliche Aktion, die ich euch unbedingt ans Herz legen will:

Rettet die Gaius Cinna Trilogie

Eine Aktion, die Schule machen könnte. Denn ärgern wir uns als Leser nicht alle, wenn Bücher, die wir gern lasen oder, schlimmer noch, gern lesen würden, nicht mehr neu aufgelegt werden?

So ergeht es jetzt der historischen Roman-Trilogie von Iris Kammerer, deren zweiter Band bereits aus dem Programm genommen wurde. Ich selbst hatte mir den Genuss dieser Bücher, die mir vielfach empfohlen wurden, bisher nur vorgenommen, weshalb ich es besonders schade finde, dass sie schon jetzt nicht mehr komplett zu haben sein sollen. Und ich bin überzeugt davon, dass diejenigen, die von Iris’ Romanen behaupten, sie stellten Perlen im Genre der Historischen Romane dar, im Recht sind.

Wenn ihr also Fans der Trilogie seid oder gern welche geworden wäret, auch dann, wenn ihr einfach der Ansicht seid, dass gute Bücher ein langes Leben verdient haben, dann rettet die Gaius Cinna Trilogie!

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag und eine ebenso schöne nächste Woche. Ich melde mich.

Beruf Erzähler: Die Verträge

Wie jeder Berufstätige geht auch der Erzähler Verträge ein. Und zwar für jeden Job gleich mehrere. Drei, um genau zu sein.

Zunächst natürlich den mit seinem Arbeitgeber, dem Autor. Ein zugegebenermaßen etwas ungewöhnlicher Vertrag, denn es gibt naturgemäß nur einen, der auf die Einhaltung dieses Vertrages achten kann und muss. Diese Verantwortung lässt sich dem Erzähler leider nicht aufbürden.

Der Inhalt des Vertrages ist wenig kompliziert: Der Autor erteilt dem Erzähler den Auftrag, wie dieser die Geschichte zu erzählen hat, wobei vor allem auf die Einhaltung der Rahmenbedingungen der ebenfalls vom Autor vorgegebenen Erzählsituation zu achten ist. Die Führungsverantwortung liegt beim Autor, er ist es, der für Fehler des Erzählers zur Rechenschaft gezogen wird.

Damit berühren wir bereits den zweiten Vertrag, in dem der Erzähler lediglich das Bindeglied zwischen den Vertragspartnern Autor und Leser ist. Der Inhalt entspricht weitgehend dem ersten Vertrag: Auch hier steht der Erzähler in der Pflicht, die Rahmenbedingungen der Erzählsituation einzuhalten, sodass der Leser sich auf diese verlassen kann. Obendrein obliegt ihm die Verpflichtung, dem Leser von Beginn an Klarheit über diese Bedingungen zu verschaffen. Haften muss auch hier wieder der Autor.

Der Vertrag mit dem Leser

Im dritten Vertrag allerdings spielt der Autor kaum eine Rolle. Der wird zwischen Erzähler und Leser geschlossen. Voraussetzung ist, dass Ersterer die anderen Verträge einhält. Das Interessante: Unter dieser Voraussetzung ist entsprechend der literarischen Konventionen der Leser der Einzige, der diesen Vertrag brechen kann. Und er wird dafür mit ausbleibendem Lesegenuss bestraft!

Der Leser schließt diesen Vertrag in der Regel vollkommen unbewusst. Er erkennt darin an, dass der Erzähler in den Grenzen seiner jeweiligen Erzählsituation übernatürliche Fähigkeiten besitzt. Etwa die, das Innenleben einer Figur zu kennen, als sei es sein eigenes. Oder gar sich derart in diese Figur zu versenken, dass er die Welt mit deren Sinnen wahrnimmt. Er akzeptiert, dass mancher Erzähler ein Gedächtnis besitzt, das dasjenige eines Elefanten lächerlich erscheinen lässt, während ein anderer gar von sich behauptet, gottgleiches Wissen über alles, was in der Welt vor sich geht, zu besitzen. Und er wundert sich nicht darüber, wenn ein Erzähler, der seine eigene Geschichte erzählt (oder so tut, als würde er das tun), dies offenbar im gleichen Atemzug tut, in dem die Ereignisse stattfinden.

Ja, es ist verrückt! All diese Dinge blendet der vertragskonforme Leser aus, damit er auf dieser Basis von einem glaubwürdigen Erzähler und seiner ebenso glaubwürdigen Erzählung ausgehen kann.

Diese drei Verträge bilden eine Art Kreis. Sie bedingen sich gegenseitig. Der eine braucht den anderen als Grundlage, während er gleichermaßen seine Voraussetzung darstellt. Wird einer der drei gebrochen, funktionieren auch die anderen nicht mehr.

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Wenn Lesen Schule macht

5. Lesetag Mecklenburg-Vorpommern

Lesekompetenz stärken
Vom Hausmeister zum Schuldirektor – ein Tag im Zeichen des Lesens

Anlässlich des Welttags des Buches (23. April) initiiert das Literaturhaus Rostock bereits zum fünften Mal einen Lesetag an Schulen in Mecklenburg-Vorpommern. Schülerinnen und Schüler, auch Lehrer, die Schuldirektoren und Hausmeister können einen Tag lang lesen, was ihnen beliebt. Alle Schulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern sind eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen, um die Lesekompetenz und die Lesemotivation der Schülerinnen und Schüler zu stärken.

Lesen gilt als eine der wichtigsten Voraussetzungen für das Verstehen von „Welt“. Lesekompetenz ist nicht nur eine notwendige Fähigkeit für das Aneignen von Wissen, sie ist fächerübergreifend die Schlüsselqualifikationen für eine erfolgreiche Bildung. Je besser das Lesen beherrscht wird, desto leichter fällt dem Kind die Aufnahme und Verarbeitung fachlichen Wissens. Nicht zuletzt fördert das Lesen die Phantasie, die Kreativität und das Einfühlungsvermögen. Damit Neugier auf Bücher geschaffen wird und das Lesen Spaß machen kann, soll im schulischen Alltag ausreichend Zeit und Raum für das Lesen selbst ausgewählter Lektüre zur Verfügung gestellt werden.

Die Idee zu diesem Lesetag hatten die Leseförderer vom Literaturhaus Rostock nach einem Vortrag der finnischen Diplom-Pädagogin Kati Jauhiainen, die berichten konnte, dass an finnischen Schulen an einem Tag in der Woche über mehrere Stunden jedes Kind selbst ausgewählte Bücher lesen kann. Diese Lesezeit gilt dann für alle: vom Schuldirektor bis zum Hausmeister lesen alle das, was sie mögen – ob anspruchsvolle Literatur, ein Sachbuch oder einen Comic.

In Anlehnung an diese Praxis aus Finnland ist der Lesetag in Mecklenburg-Vorpommern zur festen Institution um den Welttag des Buches geworden. Die Lehrerinnen und Lehrer realisieren für sich und ihre Klassen einen Lesetag. Möglich ist auch die Ausgestaltung des Lesetages zu einem Lesefest mit begleitenden Programmen wie Lesungen, einer Buchtauschbörse, der Präsentation der Lieblingsbücher, der Einrichtung einer Klassenbibliothek, einer Buchwerkstatt und vieles mehr.

Termin:
29. April 2011
Ort: alle Schulen in Mecklenburg-Vorpommern

Link http://www.literaturhaus-rostock.de

Die heimlichen Stars der Buchmesse

Foto: H.H.
Foto: H.H.

Anders als Frankfurt ähnelt die Leipziger Buchmesse eher einer großen Party. Hier steht der Besucher im Mittelpunkt. Für den gibt es Stars und Sternchen der Literaturbranche zum Anfassen. Solche, die ihren mehr oder weniger großen Ruhm dem Buch verdanken und solche, die ihr Buch ihrem mehr oder weniger großen Ruhm verdanken.

Man begegnet ihnen überall auf dem Messegelände an den Verlagsständen, in Foren, in Lesebuden, auf Leseinseln, in Literaturcafés, auf Bühnen, in Textboxen sowie auf schwarzen, blauen und andersfarbigen Sofas, signierend, antwortend und lesend.

Olga Krouk, Foto: BennoP
Olga Krouk, Foto: BennoP

Denn in Leipzig wird noch weit mehr gelesen als in Frankfurt. Leipzig liest. Nicht nur auf dem Messegelände, sondern in der ganzen Stadt. Um das Programm zu studieren braucht man Geduld. Um in den überfüllten Gängen von einem Event zum anderen zu gelangen noch viel mehr.

Doch eben diese Gänge sind es, dazu sämtliche Winkel und Ecken, die die Bühne für die heimlichen Stars der Messe darstellen: die Cosplayer. Stets im Fokus der Fotografen posieren sie in den phantasievollsten Kostümen und sorgen für eine Veranstaltung, wie sie bunter nicht sein könnte. Und den meisten sieht man an, dass sie die Aufmerksamkeit genießen und sich ihrer Wirkung sehr bewusst sind. Immerhin finden in Leipzig gleich zwei Cosplay-Wettbewerbe statt: der Vorentscheid zum European Cosplay Gathering und der Leipziger Cosplay Wettbewerb.

Foto: H.H.
Foto: H.H.

Buchmesse Leipzig – Impressionen by Paradalis

Lesen in der Box

Ich bekam eine Anfrage von der Rostocker Kunstschule. Ende Mai soll Kunst unterschiedlichster Form bei einer Veranstaltung unter dem Motto „Wechsel!“ über 24 Stunden im Wechsel in vier begehbaren Boxen präsentiert werden.

Ich bin schon sehr gespannt, wie genau das umsetzt wird.

Flaschenpost für Hamburger bis 28.02.11

AstroArt-Literaturwettbewerb: »Flaschenpost«

Sonnige Berichte von exotischen Inseln, Hilferufe aus verlorenen Welten, romantische Liebesgrüße, Zahlungsanweisungen aus Übersee oder lustige Kinderstreiche – es gibt viele gute Gründe, eine Flaschenpost ins Wasser zu werfen. Ebenso unterschiedlich kann die Auswahl des Gewässers sein: Vom weiten Ozean über den Gebirgsbach bis zur Badewanne. Und wo findet man diese Botschaften? Am Sandstrand, im Ententeich oder gar im Altglascontainer? Finden sich alte Freunde  oder neue Lieben? Oder erhält man nervige Post von einer altbekannten „Flasche“?  Kleine Botschaften können ein Leben verändern.

Schicken Sie Ihre Fantasie auf Reisen und uns Ihre schönste Geschichte zum Thema „Flaschenpost“.

Zu gewinnen gibt es:

1. Platz: 1200,- Euro
2. Platz:  600,- Euro
3. Platz:  400,- Euro

Der oder die Erstplatzierte erhält den AstroArt-Literatur-Wanderpokal (gestaltet von Angelika Pöter);
alle drei SiegerInnen werden im „Hamburger Abendblatt“ veröffentlicht.

Teilnahmebedingungen:

Jeder Interessierte mit Erstwohnsitz im Großraum Hamburg (HVV-Einzugsgebiet) kann mit einem bisher unveröffentlichten Prosatext, der eine Länge von 5 Normseiten (30 Zeilen à 60 Anschläge) nicht überschreitet (längere Texte werden nicht berücksichtigt!), am Wettbewerb teilnehmen.

Das Motto lautet: „Flaschenpost“ und darf im Titel der Geschichte enthalten, jedoch nicht (!) alleiniger Titel des eingereichten Prosatextes sein.
Der Wettbewerbsbeitrag muss in dreifacher Ausfertigung, gerne auf Recyclingpapier, per Post eingereicht werden (per Mail eingereichte Beiträge sind nicht zulässig und werden ungelesen gelöscht).
Den drei Exemplaren des Teilnahmebeitrags, auf dem nur der Titel der Geschichte, jedoch nicht der Name des Verfassers stehen darf, liegt ein Bogen mit Titel der Geschichte, Name und Kontaktdaten des Autors bei.

Einsendeschluss ist der 28.02.2011

Die GewinnerInnen werden bis zum 31.05.2011 benachrichtigt, die Preisverleihung findet am 4. oder 5. Juni (exakter Termin wird rechtzeitig mitgeteilt) auf dem Harburger Binnenhafenfest statt.

Mit der Teilnahme am Wettbewerb versichert jede/r Autor/in ausdrücklich, dass er/sie den Beitrag selbst verfasst hat und keine Rechte Dritter verletzt. Zudem erklärt sich jede/r Teilnehmer/in grundsätzlich bereit, auf der Preisverleihungsveranstaltung ihren/seinen Beitrag öffentlich zu lesen.

Einsendungen an: für Fragen: Literaturwettbewerb@schreibfreiheit.de

Kulturwerkstatt Harburg
– Kennwort: Literaturwettbewerb –
Kanalplatz 6
21079 Hamburg

Jury:

  • Rüdiger Käßner (Autor, Veranstalter, Literaturwissenschaftler)
  • Dr. Stefanie Charlotte Maeck (Journalistin, Literaturwissenschaftlerin)
  • Huug van’t Hoff (Autor, Kultursoziologe)
  • Ella Marouche (Autorin, Veranstalterin)

Quelle: Uschtrin

Wie der Schatz in Texte fließt

In einem Schreibforum bin ich über die Frage gestolpert, wie man denn seinen Wortschatz erweitern könne, um etwa ständige Wortwiederholungen zu vermeiden.

Die Antwort, dass häufiges Lesen verschiedener Texte verschiedener Autoren helfen kann, ist so naheliegend, dass sie hier nicht Thema sein soll.

Die Frage erinnerte mich allerdings an ein Problem, das ich beim Lektorieren schon öfter bemerkt habe. Nämlich die persönliche Wortschatzerweiterung im Zuge der Manuskripterstellung. Die wird dem Leser gern mal auf dem Silbertablett serviert.

Da taucht plötzlich auf Seite einhundertsiebenunddreißig ein neu gelerntes Wort auf. Natürlich weiß der Leser noch nicht, dass der Autor an eben jener Stelle seinen Wortschatz erweitert hat. Im besten Fall fällt dem Aufmerksamen schon bei der ersten Verwendung des Wortes auf, dass der Autor bisher im Text noch nie Gebrauch davon gemacht hat. Der Autor hingegen setzt nun all seine Kraft ein, um seinen Fortschritt auch dem Letzten präsent zu machen, indem er das neue Wort fortan für eine Weile mindestens in jedem dritten Satz verwendet.

Ich denke allerdings, ein bisschen Täuschung kann hier nicht schaden. Wer, statt sich gehäuft und an einer Stelle im Manuskript konzentriert über das neue Wort zu freuen, in der Überarbeitung dafür sorgt, dass auch dieses Wort sparsam und angemessen über den gesamten Text gestreut wird, gaukelt damit zwar vor, er habe das Wort schon gekannt, bevor er mit der Arbeit an seinem Werk begonnen hat, sorgt damit aber gleichzeitig für ein mögliches Lesevergnügen, das sich aus dem Text selbst nährt, nicht aus dem Wissenszuwachs des Autors.

Natürlich wäre es nebenbei gesagt außerdem wünschenswert, wenn der Autor vor Gebrauch die Verwendungsmöglichkeiten des neuen Wortes genauestens prüft. Falls nämlich der Leser das Wort ebenfalls kennt, fällt ihm möglicherweise auf, wenn der Autor es auch oder ausschließlich in unmöglichen Zusammanhängen und Verbindungen nutzt.

Das Besondere kommt 2011

Nun ist sie also da, die Bestätigung. 2011 wird ein Buch erscheinen, dass für mich persönlich in gewisser Hinsicht etwas ganz Besonderes ist. Es wird das erste Buch sein, in dem ich quasi Seite an Seite mit meiner lieben Freundin veröffentlicht werde:

Das Anthologieprojekt „Das Haus am Zeilenweise-Platz“ des Autorenforums ZeilenWeise hat einen Partner gefunden: Der Münchner WortKuss Verlag hat sich nach der Sichtung erster Leseproben entschieden, die Anthologie im Jahr 2011 zu verlegen. Momentan werden Texte und Zeitplan abgestimmt, der Erscheinungstermin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Die Anthologie erscheint im Programm „read + care“ innerhalb der Reihe AnthoKuss des WortKuss Verlages, denn das Projekt unterstützt ein Kinderheim in Istrien/Kroatien. In der Anthologie wird ein Mehrfamilienhaus, wie es überall in der Nachbarschaft zu finden ist, durch fantastische, dramatische, spannende und skurrile Texte zum Leben erweckt – ein Lesevergnügen für kurzweilige und anhaltende Unterhaltung.

Schreibe, lese, genieße bis 03.10.10

JunDesk-Schreibwettbewerb

Originaltext, siehe: http://www.jundesk.de/de/informationen/teilnahmebedingungen

JunDesk-Schreibwettbewerb: Schreibe, lese und genieße mit!

Jährlich führt der JunDesk seinen Schreibwettbewerb für Jungautoren im Alter von elf bis einschließlich 22 Jahren durch. Es geht um die Förderung junger Autoren sowie um die Leselust im Internet. Daneben erhalten die Bestplatzierten Büchergutscheine im Gesamtwert von 210 Euro und viele weitere kleinere Preise, die von den Partnern zur Verfügung gestellt werden.

Bis zum 3. Oktober 2010 könnt ihr noch eines eurer besten Werke über die Homepage des JunDesk einreichen. Gesucht werden Kurzgeschichten und Gedichte bis zu 1.500 Wörtern. Dabei gilt zu beachten, dass diese Texte noch nicht zuvor anderweitig veröffentlicht worden sein dürfen.

Eine Jury wählt 20 Texte aus, die den Lesern ab dem 25. Oktober zum Kommentieren und Bewerten vorgelegt werden. In der Jury sitzt Karla von Lovelybooks, die Autorin Maryanne Becker sowie Christian Albrecht und Florian Körner von der AutorenCommunity. Anhand der durchschnittlichen Bewertungen der Leser werden die Platzierungen der Beiträge ausgemacht.

Weiterführendes
Homepage: http://www.jundesk.de/de/
YouTube: http://www.youtube.com/jundesk/
Twitter: http://www.twitter.com/jundesk/

Wir wünschen viel Freude und Erfolg,
Christian und Florian

Teilnahmebedingungen

Zugelassen sind alle Autorinnen und Autoren nach folgenden Ausschreibungsbedingungen:

1. Die Teilnehmer sind zwischen elf bis einschließlich 22 Jahre und Urheber des eingereichten Beitrages.
2. Der Beitrag wurde noch nicht anderweitig veröffentlicht.
3. Der Organisator darf den Beitrag unentgeltlich veröffentlichen.
4. Jeder Teilnehmer nimmt nur mit einem Beitrag teil.
5. Der Beitrag darf nicht mehr als 1.500 Wörter umfassen.
6. Es kann nur über das Anmeldeformular auf jundesk.de teilgenommen werden.
7. Der Organisator behält sich das Recht vor, Beiträge kommentarlos zurückzuweisen.
8. Eine Gewährleistung oder Verwantwortung für verloren gegangene oder unvollständige Beiträge übernimmt der Organisator nicht.
9. Eine Fachjury wählt 20 Beiträge aus. Anschließend können alle Leser die Beiträge bewerten. Daraus werden die Platzierungen ermittelt.
10. Die Teilnehmer erklären sich damit einverstanden, das Wettbewerbsergebnis zu akteptieren.
11. Die Platzierungen eins bis drei erhalten einen Büchergutschein für eine Buchhandlung ihrer Wahl nach folgenden Staffelungen:
1. Platzierung: 100 Euro Büchergutschein
2. Platzierung: 70 Euro Büchergutschein
3. Platzierung: 40 Euro Büchergutschein
12. Die Wahl der Buchhandlung kann eingeschränkt werden, sofern die gewünschte Buchhandlung keine Büchergutscheine ausstellt.
13. Die Preisgelder sind nicht übertragbar und können nicht bar ausgezahlt werden, sowie durch andere Gewinne ersetzt werden.
14. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
15. Versuchter Betrug hat eine Disqualifizierung zur Folge.
16. Der Organisator des Wettbewerbes ist: Florian Körner, Falkenburger Str. 34b, 23795 Bad Segeberg

Quelle: Uschtrin

Wartholz bis 26.09.10

Literaturwettbewerb Wartholz

4. Literaturwettbewerb von 18. – 20. Februar 2011

Ausschreibung:

1. Rahmenbedingungen
Aus den eingesendeten Texten suchen die Vorjury und die Hauptjury 12 Texte aus, die beim Wettbewerb von vier namhaften Fachleuten bewertet werden. Vergeben werden der Literaturpreis Wartholz (Euro 10.000), der Publikumspreis sowie eine Veröffentlichung im Braumüller Verlag.

Das öffentliche Wettbewerbslesen der AutorInnen findet von 18.-20. Februar 2011 in der Schlossgärtnerei Wartholz in Reichenau a.d. Rax statt. Die Kosten für Quartier, Verpflegung (Taggeld) sowie die Reisekosten (im Wert eines Zugtickets 2. Klasse) der teilnehmenden AutorInnen übernimmt der Veranstalter.
Der Veranstalter hat das Recht, alle 12 Texte in Buchform zum Wettbewerb zu veröffentlichen. Alle anderen eingereichten Texte werden nicht veröffentlicht und nach 5 Jahren vernichtet. Aus organisatorischen Gründen ist es nicht möglich, sie an die BewerberInnen zu retournieren.

Einsendeschluss ist der 26. September 2010 (Poststempel).
Die 12 TeilnehmerInnen werden zwischen 16.-19. Dez. 2010 informiert. Kann eine Autorin/ein Autor in diesem Zeitraum nicht erreicht werden, wird eine andere/ein anderer nachgereiht.

2. Textkriterien und Beilagen
Das Genre betreffend gibt es keine Vorgabe. Der Umfang des Manuskripts soll auf maximal 20 Vorlese-Minuten (ca. neun Manuskriptseiten, max. 18.000 Zeichen mit Leerzeichen) begrenzt sein. Im Falle von Lyrik sollen 12 Gedichte eingereicht werden. Das Manuskript soll in 6-facher Kopie (nicht handschriftlich) im A4-Format eingesendet werden. Um die Anonymität des Bewertungsverfahrens zu garantieren, darf auf dem Manuskript kein Verfassername angegeben werden. Beizulegen ist ein verschlossenes Kuvert, in dem der Titel des Textes, Name, Anschrift und Telefonnummer der Autorin/des Autors, eine Kopie eines amtlichen Lichtbildausweises (Führerschein, Pass, etc.) und ein Lebenslauf enthalten sein müssen.

3. Teilnahmebedingungen
Der Wettbewerb ist offen für Autorinnen und Autoren, die in deutscher Sprache schreiben und bereits literarische Texte veröffentlicht haben, d.h. in den letzten fünf Jahren mindestens einen Text in einer namhaften Literaturzeitschrift, im Feuilleton bzw. in Buchform. Eigenverlag und Internetveröffentlichungen zählen nicht. Bitte dazu Kopien bzw. nachvollziehbare Unterlagen beilegen.

Jede Einsenderin/jeder Einsender darf nur einen unveröffentlichten Text für den Wettbewerb einreichen. Textänderungen können weder nachgereicht noch beim Wettbewerbslesen von der Jury berücksichtigt werden. Bei mehreren Zusendungen wird die gesamte Bewerbung nicht gewertet. Falls für einen eingereichten Text bereits ein Termin zur Veröffentlichung vorliegt, darf dieser nicht vor August 2011 sein. Wenn ein eingereichter Text bereits veröffentlicht wurde, muss der Autor/die Autorin im Falle eines Gewinns das Preisgeld zurückzahlen.
Die Ausschreibung des Wettbewerbs (Wettbewerbsbedingungen) sind als Vereinbarung unterschrieben der Einreichung beizulegen.

4. Sonstiges
Mündliche Absprachen zum Literaturwettbewerb Wartholz bestehen nicht.
Änderungen der Vereinbarung bedürfen zu ihrer Rechtswirksamkeit der Schriftform und müssen vom Veranstalter (Christian Blazek) unterschrieben werden.
Der Veranstalter behält sich das Recht auf Änderungen vor.

5. Kontakt
Der Wettbewerbstext und die erforderlichen Unterlagen sind an folgende Adresse zu senden:

Literaturwettbewerb
Schlossgärtnerei Wartholz
Hauptstraße 113
2651 Reichenau a.d. Rax
Österreich

Bei Fragen E-Mail an Norbert Mang: literatursalon@gmail.com

Siehe auch: http://www.schlosswartholz.at

Quelle: Uschtrin

Lesen

So ganz langsam komme ich wieder dazu, mehr zu lesen. Das wird auch Zeit, wartet doch unter anderem noch der zweite Band von Christoph Hardebuschs „Sturmwelten“ auf mich, während der dritte diesen Monat erschienen ist. Auch liegen da noch „Die Triffids“ von John Wyndham. Zum Hörspiel habe ich mich als Kind so sehr gegruselt wie nie zuvor und nie wieder. Und natürlich freue ich mich auf Wulf Dorns „Kalte Stille“.

Aber bis ich zu diesen reinen Lesevergnügen komme, wird schon noch ein bisschen Zeit vergehen.