Skriptkieker: Sorgen

Skriptkieker: Foto: pixelparticle
Skriptkieker: Foto: pixelparticle
Skriptkieker
(Foto: © pixelparticle)

Aus einem Romanmanuskript:

Er hörte sie hereinkommen, und sein Lächeln kehrte zurück. Er blieb an seinem Platz, wartete, bis sich ihre Arme um seine Taille legten und ihr warmer Körper sich an seinen Rücken schmiegte.
„Du sorgst dich.“

LesBar: Dem Tod verfallen

LesBar, Foto: Anneka
LesBar, Foto: Anneka
LesBar
(Foto: © Anneka)

War es nicht gerade das Geheimnisvolle, das mich angezogen hatte? Dieser Blick aus den Augen einer Leopardin?
Vom ersten Moment an hatte ich mir gewünscht, ihr zum Opfer zu fallen. War ich nun, nachdem ich schon fast verzweifelt aufgegeben hatte, endlich dem Ziel dieser Wünsche näher gekommen?

Ohne Zweifel. Denn ich befand mich allein mit ihr in einem abgedunkelten Zimmer. Ihrem Zimmer. Nur das Licht einer Kerze ließ ihre Augen funkeln.
Ihr Blick verriet mir, dass ich hoffnungslos verloren war. Sie musste nicht heucheln. Ich hatte begriffen, was unbegreiflich war. Und ich sah keinen Grund, mich dagegen zu wehren.

Ihre Kleidung und was ich im Schein der Kerze von der Einrichtung erkennen konnte, versetzte mich in eine andere Zeit. Eine andere Welt, die nun betreten wurde von einem weiteren Wesen, nicht weniger fesselnd als meine Leopardin, doch das Haupt schwarz behaart. Ein Panther!

Stumm saß ich ihnen gegenüber, still maßen mich ihre Blicke.
Dann, ein Schnurren! Auf leisen Sohlen näherten sie sich, zum Sprung bereit.
Sie spielten ein Spiel, spielten mit ihrer Beute. Sanft strichen ihre Pfoten über meinen Leib, die Krallen verborgen. Verräterisch kitzelte das Haar der einen meine Brust, liebkoste die Nase der anderen meinen Bauchnabel.

Es war kein Sträuben, das alle Härchen an meinem Körper aufrichtete. Die Erregung schickte mir heiße und kalte Schauer. Und als meine Männlichkeit auferstand, fühlte ich den Betrug, den dieses Wort der Stärke in sich barg. Doch ich lächelte.

Lächelte noch, als sie die Zähne bleckten, die Krallen aus den Tatzen fuhren, aus dem Schnurren ein Fauchen wurde und ich, in diesem Moment höchsten Glücks, dem Tod entgegensah.

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© Ben Philipp

Elektrisiert

Cover: Das Lächeln der Kriegerin

Cover: Das Lächeln der KriegerinZwar schon nicht mehr ganz frisch, aber natürlich gehört diese Information auf mein Blog:

Meinen Roman „Das Lächeln der Kriegerin“, lange Zeit nur als Hardcover erhältlich, gibt es nun endlich auch als E-Book, womit die Geschichte um die naive Lothiel, die nicht ganz freiwillig zur gefürchteten Kriegerin wird, deutlich erschwinglicher zu haben ist. Würde mich freuen, wenn mein Debütroman auf diese Weise ein kleines Comeback erlebt.

Hier noch mal der Verlagstext:

In seinem Fantasy-Roman „Das Lächeln der Kriegerin“ erzählt Phillip Bobrowski die spannende Geschichte des Mädchens Lothiel, das in einer Welt der Mythen und Sagen, in der Übernatürliches, Märchenhaftes und Magisches zu Hause sind, aufwächst, zur Kriegerin wird und mit ihrem selbst bestimmten Handeln dazu beiträgt, die von negativen Kräften bedrohte Welt zu retten. Lothiel ist ein neugieriges, staunendes Mädchen, schutzlos und immer gefährdet in schwierigen Zeiten. Dem Vater will sie beweisen, was in ihr steckt, dass sie ebenso stark sein kann, wie ein kraftvoller Sohn es wäre. Noch ohne Lebenserfahrung missachtet sie den Willen ihres Vaters – dann auch den der Königin. In einer unverbraucht sinnlichen und bildhaften Sprache erleben wir eine junge Frau, die so viele Facetten hat wie das Leben selbst: Sie ist tapfer. Und voller Zweifel. Sie muss Entscheidungen treffen – und fragt sich oft, ob sie recht entschieden hat. Sie findet Weggefährten und Berater – und geht dennoch immer ihren eigenen Weg. Und bald erzählt man sich an allen Lagerfeuern von diesem mutigen Mädchen.

Unter anderem hier gibt es das E-Book:

Amazon
Bol.de
Bücher.de
Hugendubel
Thalia

Philvent – die zehnte Tür

© Ramona Heim
© Ramona Heim
© Ramona Heim

Ich wünsche euch eine frohe Philventszeit! Hä? Ja, richtig gehört. Das ist die Zeit der 24 kleinen Geschichten. Jeden Tag eine neue. Und jede neue übertrifft die vorige um einen Satz. Bis zum 24. Dezember, Philnachten, geht das so.

Sie verschluckte die Sterne. Einen nach dem anderen. So dunkel war die Wolke, die sich auf sein Gemüt gelegt hatte. Er sah auf zum Mond, der einen Trauerschleier trug. Dann schaute er hinunter. In den Schnee, der seine letzte Hoffnung verbarg. Er öffnete das Fenster. Die eisige Nachtluft kühlte seinen Schmerz nicht. Er breitete die Arme aus. Flog mit ihnen auf den Augenblick zu, in dem sie einen lächelnden Engel in das kristallene Weiß zeichneten.

Philvent – die dritte Tür

© Ramona Heim
© Ramona Heim
© Ramona Heim

Ich wünsche euch eine frohe Philventszeit! Hä? Ja, richtig gehört. Das ist die Zeit der 24 kleinen Geschichten. Jeden Tag eine neue. Und jede neue übertrifft die vorige um einen Satz. Bis zum 24. Dezember, Philnachten, geht das so.

Einen Tag nach dem 1. Advent war das Staunen in den Augen Jonathans einer kühnen Entschlossenheit gewichen. Er stand auf, um einer älten Frau seinen Platz in der Straßenbahn anzubieten, während er lächelnd an die Worte des Engels zurückdachte, der Jonathan versprochen hatte, würde er nur endlich in den verbliebenen zwei Tagen bis zu seinem 21. Geburtstag einmal etwas Gutes und Selbstloses tun, solle ihm die lang ersehnte große Liebe zuteil werden. Schon suchte sein Blick nach Schönheiten in der näheren Umgebung, als Jonathan eine Hand am Knie spürte, deren Besitzerin die Alte war, die nun auf seinem Platz saß und ihm lächelnd zuzwinkerte.

oder

Dieses Gedicht wurde zuerst in der Anthologie „Liebe in all ihren Facetten“ im Lichtstrahlverlag abgedruckt:

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oder

worte versprechen ungesagt
sinnlich die lippen oder
nicht ein lächeln verrät den augen
blick den erwünschten oder

nicht wissen nicht ahnen
lässt dein schauen oder
doch soll ich folgen der geste
verwirrenden wollens oder

doch eindeutelnd die situation
fraglos antwortsuchtspiel ja
ich will du willst oder

nicht gehen nicht bleiben
fürchtend die frage oder
doch die antwort ist flucht
vor dir vor mir oder

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Liebe in all ihren FacettenLiebe in all ihren Facetten

Großformat, gebunden, 144 Seiten
Lichtstrahlverlag, 2007
ISBN: 978-3-9808777-3-2

Die Anthologie Liebe in all ihren Facetten steht unter dem Stern der Liebe.

Von der ersten Liebestrauer eines jungen Mädchens bis zum nicht enden wollenden Liebesglück eines weisen Mittachtzigers sind viele fantastische Facetten der wohl grundsätzlichsten menschlichen Emotion vertreten.

Nach monatelanger Juryarbeit ist es nun an Ihnen, in den ausgewählten Gedichten nach der anregensten und interessantesten Sicht auf die Liebe zu stöbern.

Lassen Sie sich unterhalten und forttragen, hin zur ersten Liebe, zu Schmerz und Glück.

Bestimmt finden Sie in dem einen oder anderen Gedicht ein kleines Stück selbst Erlebtes, selbst Gefühltes wieder.

Wir danken allen Teilnehmern für Ihr kreatives Engagement, denn dies ist das schlagende Herz unsres Gedichtbandes.

Viel Freude beim Lesen!

Ihr Lichtstrahlverlag

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