Waschmaschine

© Markus Wieser / pixelio.de
© Markus Wieser  / pixelio.de
© Markus Wieser / pixelio.de

Mal wieder Lust auf einen kleinen Konflikt im Alltag?

Dann schreib doch mal eine Szene aus der Sicht von Kristin. Diesmal wird es wahrlich nicht leicht, denn Kristin ist die einzige Figur, die in der Szene vorkommen darf. Und du sollst streng personal aus ihrer Sicht schreiben. Einen Gegenpart hat Kristin allerdings schon, nämlich ihre Waschmaschine. Eine ganz normale Waschmaschine wohlgemerkt. Keine, wie sie auch bei Harry Potter auftauchen könnte.

Diese Waschmaschine hindert Kristin daran, die Wohnung zu verlassen, denn Kristin verlässt nie die Wohnung, wenn die Waschmaschine noch läuft. Was könnte da alles passieren! Den Waschgang zu unterbrechen, kommt für sie aber auch nicht infrage.

Blöd, dass Kristin es sehr, sehr eilig hat. Noch könnte sie es schaffen, aber wann genau die Maschine ihre Arbeit getan hat, kann sie nicht abschätzen. Der Termin, der sie drängt, ist ihr aber äußerst wichtig, sodass sie mit jeder Minute nervöser wird. Was wird sie tun, wenn absehbar ist, dass die Maschine ihr den Termin vermasseln könnte?

Lass den Leser spüren, wie essenziell es für Kristin ist, endlich aus dem Haus gehen zu können, welche Zerreißprobe die Situation für sie darstellt. Dabei soll der Leser erst ganz am Ende erfahren, wo Kristin so dringend hinmuss. Und wenn du es schaffst, dieses Ziel für dich auch beim Schreiben offenzulassen, hast du nachher sicher noch mehr Spaß an der Auflösung. Gibt es eine Pointe?

Du kannst dich im stillen Kämmerlein an der Übung versuchen, das Ergebnis aber auch gern hier in den Kommentaren posten oder anderswo veröffentlichen (vielleicht mit einem kleinen Link hierher).

Viel Spaß!

Weitere Schreibübungen

Autokauf

Autokauf, Foto: Catalin Petolea
Autokauf, Foto: Catalin Petolea
© Catalin Petolea

Mal wieder Lust auf eine kleine Schreibübung?

Dann schreibt doch mal eine Szene aus der Sicht von Peter. Und zwar streng und ausschließlich aus seiner Sicht. Nicht aus der eines allwissenden Erzählers und nicht aus der seines (Peters) Gegenübers.

Dieses Gegenüber ist die Verkäuferin in dem Gebrauchtwagenmarkt, in dem Peter ein Auto erstehen will. Leider hat er gar keine Ahnung von Autos. Und noch leiderer nutzt die Verkäuferin das schamlos aus. Sie dreht ihm eine Schrottkarre zu einem Preis an, der geradezu eine Frechheit ist.

Das Problem ist: Peter (ich erinnere, aus seiner Sicht wird erzählt) fällt absolut auf sie rein, glaubt er kaufe tatsächlich dieses großartige Schnäppchen, von dem sie da erzählt.

Die Herausforderung: Obwohl der Leser auf Peters Sicht angewiesen ist, soll er merken, dass die Verkäuferin ihm Scheiße als Gold verkauft.

Ihr könnt euch im stillen Kämmerlein an der Übung versuchen, das Ergebnis aber auch gern hier in den Kommentaren posten oder anderswo veröffentlichen (vielleicht mit einem kleinen Link hierher).

Viel Spaß!

Weitere Schreibübungen

Rund um Opfer und Täter

Ich schreibe ja für die Newsredaktion des Onlineportals des Spion. Die News machen hier nur einen kleinen Teil des Portals aus, die Redaktion ist winzig und muss ohne Außenreporter auskommen. Der größte Teil der News beruht daher ausschließlich auf Onlinerecherchen.

Dennoch haben gerade lokale und regionale News für mich einen besonderen Reiz. Die hoch frequentierte Plattform wird aufgrund ihrer Herkunft hauptsächlich von Usern aus Mecklenburg-Vorpommern genutzt. Die kommen aus allen sozialen Schichten. Immer wieder erlebt man es, dass sich in den (nicht immer niveauvollen) Newskommentaren Nutzer äußern, die einen direkten Bezug zu denjenigen haben, die Anlass für die Nachricht sind.

So nun auch zu der Nachricht, die (wieder einmal) weit über die Grenzen M-Vs für Aufmerksamkeit sorgte: Tod in Rostock wegen Streit um Bollerwagen.

Am Himmelsfahrtstag wurde ein 45-Jähriger am S-Bahnhof Rostock-Warnemünde totgeschlagen. Hintergrund war der Streit zwischen zwei „Herrentagsgruppen“ um einen Bollerwagen.

Aktuell hat die Nachricht 142 Kommentare. Die meisten, die sich äußern, sind entrüstet und/oder zeigen Mitgefühl mit dem Opfer und seinen Angehörigen, fordern Höchststrafen (natürlich bis hin zur Todesstrafe) für den Täter. Darunter sind einige, die einen Bezug zur Familie des Opfers haben.

Auf Kommentarseite 14 meldet sich dann erstmals ein User namens Ku K zu Wort. Seine Äußerungen lassen eindeutig den Schluss zu, dass er am Tattag selbst anwesend war, es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass er zu der Gruppe gehörte, aus der der Täter stammt. Er betont, dass die Tat ein Unfall war.

Ohne seine (oder irgendeine andere) Aussage inhaltlich zu bewerten, finde ich es einfach intererssant, wenn so etwas zustande kommt. Noch interessanter übrigens, dass (bisher) keiner der weiteren Kommentatoren diesen Zusammenhang gesehen hat.

Ähnliches geschah vor einigen Tagen bei dieser News: Fan von St. Pauli ins Krankenhaus geprügelt.

Unter den aktuell 430 (!!!) Kommentaren findet sich einer, der nach meiner Einschätzung vom Opfer selbst stammt. Auch der fand keine weitere Beachtung.

Christoph Hardebusch und Tom brauchen deine Hilfe!

Wie ich auf Feenfeuer erfahren durfte, brauchen Christoph und Tom eure Hilfe.

Christoph, der Bestsellerautor der Reihen rund um „Die Trolle“ und  die „Sturmwelten“ sowie des Romans „Die Werwölfe“, schreibt dazu:

„Lasst mich Euch eine Geschichte erzählen, die anders ist – denn diesmal kann ich sie nicht allein erzählen, sondern ich brauche dazu Eure Hilfe. Es ist die Geschichte von Tom, dem Rabenjungen.

Unsere Welt und die Welt der Magie wurden dereinst voneinander getrennt – und nur noch wenige Orte künden von der Zeit, als ein bloßes Wort die Realität verändern konnte. Orte, an denen das Schicksal eines einzigen Jungen über die Zukunft zweier Welten entscheidet.

Folgt mir in die Welt von Tom und helft ihm, einen solchen Ort zu finden!“ Christoph Hardebusch

Sei live dabei und schreibe die Geschichte mit!

SO GEHT’S: Auf www.smart-magic.de könnt Ihr die Abenteuer von Tom live mitverfolgen und ihm bei der Suche nach der verschollenen Welt der Magie helfen.

DER GEWINN: Eure besten Tipps und Kommentare auf Facebook & Twitter werden von Christoph Hardebusch in die Geschichte hineingeschrieben – und Ihr gewinnt eine namentliche Erwähnung im Buch!

(http://www.smart-magic.de/erschaffe-eine-welt.php)

Schon der Beginn von Toms Abenteuer, das sicher nicht ganz ungewollt ein bisschen an einen modernen Oliver Twist erinnert, mit dem Versprechen, bald in fantastische Welten zu streifen, macht viel Spaß!

Prosa in Versen

Es ist ärgerlich, wenn man in einer Lesung nur durch die Kommentare weiß, dass es sich bei den gelesenen Texten um Lyrik handeln soll. So geschehen bei der Präsentation einer Gedichteanthologie aus Sachsen auf der Leipziger Buchmesse.

Mir jedenfalls genügt es nicht, die Unterscheidung von Prosa und Lyrik nur am Schriftbild festzumachen. Daher hätte ich die Präsentatoren gern gefragt, ob sich in ihrer Gedichtesammlung auch Gedichte finden lassen. Allerdings fragt man üblicherweise am Ende der Lesung. Und so lange wollte ich nicht bleiben.

Kreatives Schreiben in Schreibschrift

Ich bin mal wieder auf ein Blog gestoßen, das ich euch nicht vorenthalten will. schreibschrift beschäftigt sich offenbar in vielfältiger Weise mit dem Thema Kreatives Schreiben.

Gleich vorweg: Ich kann und will schreibschrift nicht abschließend hinsichtlich seiner Nützlichkeit oder sonst irgendeiner Qualität beurteilen. Ich habe bestenfalls ein bisschen quergelesen, was einerseits an der mir fehlenden Zeit liegt, andererseits einfach daran, dass meine ganz persönliche Motivation zu schreiben sicherlich ein wenig von der Intention dieses Blogs abweicht.

Generell halte ich aber alle Blogs, die Schreibenden Anregungen geben, wie man sich auf unterschiedliche (kreative) Weise mit seinem Schreiben auseinandersetzen kann, für eine Bereicherung.

Ein wenig verwundert war ich bei einem Blog mit diesem Thema über die konsequente Abkehr von der Großschreibung, die möglicherweise eine kreative Interpretation des Blogtitels darstellt.

Gewundert habe ich mich auch über den Artikel schreibidee (203), der mich überhaupt zu dem Blog geführt hat. Ich habe den Ansatz einfach nicht verstanden, was aber an meiner beschränkten Auffassungsgabe liegen mag. Besonders schwer fiel es mir, die Bedeutung von „nachsetzen“ im Sinne von jagen,  verfolgen, mit der Bedeutung desselben Wortes im Sinne von (in einer Diskussion) noch einen draufsetzen, das letzte Wort haben in Gleichklang zu bringen, wie es der Artikel offenbar versucht. Aber für die Schreibübung ist das sicher nicht nötig.

Ohnehin halte ich die zwei Schreibaufgaben, die ich überflogen habe, für wichtig und gut ausgewählt. Eine hatte zum Inhalt, Tempo in das Geschriebene zu bringen, die andere beschäftigte sich mit den so wichtigen ersten Sätzen.

Daher kann ich Interessierten nur empfehlen, sich selbst ein Bild zu machen. Vielleicht tauchen ja hier in den Kommentaren ein paar Erfahrungsberichte oder Hinweise auf ähnliche Seiten auf.

Neobooks macht weiter von sich reden

Am 4. und am 26. August berichtete ich eher skeptisch von Neobooks (hier und hier). Erwartungsgemäß lassen die Diskussionen über die Plattform von Droemer Knaur nicht nach.

Besonders witzig: Im stetig wachsenden Kommentarstrang bei Nicole demonstrieren zwei Autoren der Community in den aktuell letzten Kommentaren sehr ansehnlich, wo die grundlegendsten Probleme der Plattform liegen dürften.

Auch die Montségur-Diskussion hält an und ist aufgrund der Professionalität der Teilnehmer sicher weit interessanter als das eitle Geplänkel der zwei verkannten Genies.

Für diejenigen, die sie noch nicht kennen, möchte ich noch auf die Artikel von Cornelia Lotter im Literturcafé nebst den dazugehörigen Kommentaren sowie einen Artikel von buchreport.de hinweisen.

Ein Interview von der Frankfurter Buchmesse mit der Projektleiterin von Neobooks, Ina Fuchshuber, gibt es in diesem Podcast.

Heiße Diskussionen

Manche Themen sorgen vorhersehbar für heiße Diskussionen im Netz. So schickt sich die heutige Nachricht auf dem Spion über einen neuen Erlass in Mecklenburg-Vorpommern, der es Rechtsextremen erschweren soll, Kitas zu unterwandern, schon jetzt an, der noch jungen Kommentarfunktion einen neuen Rekord zu bescheren. Dabei lässt sie selbst die Artikel zur Fußball-WM weit hinter sich. Einzig ein thematisch ähnlich gelagerter Artikel (Hotels dürfen sich ihre Gäste aussuchen) bot bisher ähnlichen Zündstoff.

Ich meinerseits möchte mich an dieser Stelle eines Kommentars zur vorgefundenen Diskussionskultur oder gar zu den Inhalten enthalten.

Gut und teuer

Cover Handbuch für Autorinnen und AutorenSie ist da, die siebte Auflage des Handbuchs für Autorinnen und Autoren aus dem Uschtrin Verlag.

Gewohnt informativ und umfassend ist dieses Standardwerk, in der Jubiläumsausgabe „25 Jahre Handbuch“ , wohl jedem ans Herz zu legen, der sich mit den Themen rund um das Schreiben und Veröffentlichen auseinandersetzen will.

Enthalten sind unter anderem fünfzehn Beispielexposés mit Kommentaren der betreffenden Agenturen, LektorInnen und AutorInnen, viele exklusive Beiträge von Brancheninsidern, Musterverträge, Verlagsadressen und vieles mehr. Mehr Informationen gibt es hier. Spätestens ein Blick ins Inhaltsverzeichnis dürfte das Begehren wecken.

Ob man diesem Begehren nachkommt, wird stark davon abhängen, ob einem das Handbuch 49,90 Euro wert ist. Für das Geld wird eindeutig viel geboten in einem Werk, das den Autor lange Zeit begleiten kann. Allerdings kostet das vergleichbare Jahrbuch für Autoren und Autorinnen vom Autorenhaus-Verlag ganze 20,- Euro weniger. Auch hier kann man sich vorab das Inhaltsverzeichnis ansehen.

Der Sätze-Sammler

Ich bin auf einen lustigen Sammler gestoßen. Martin Clemens sammelt Sätze. Daher nennt er sein Blog auch „Literaturprojekt SätzeSammeln“ . Auf seinem Blog schreibt er dazu:

Dieses Literaturprojekt widmet sich gefundenen Sätzen. Sätze, die uns zufällig begegnen, unerwartet einfallen und nicht aus dem Kopf gehen. Sätze, die wie Aphorismen Teile der Welt beschreiben. Sätze, die eine poetische Kraft haben wie eine rausgerissene Zeile aus einem Gedicht. Sätze, die in ihrer Widersinnigkeit philosophischen Tiefgang haben.

Wer Sätze dazu beitragen will, ist gern gesehen und kann sie in einem Kommentar hinterlassen.

Martin Clemens schreibt übrigens auch an einem Blogroman mit dem Titel „Espresso“ . Ich habe nur kurz reinschnuppern können, aber das war schon interessant.

Kommentare zum Nachdenken

Zu einer News auf Literatopia, den von vielen heiß ersehnten vierten Teil der Eragon-Saga Christopher Paolinis betreffend, fand ich folgenden Kommentar:

Thorales
Selbst das Wort Meisterwerk ist meinen Augen eine Untertreinung dessen was diese Bücher wirklich sind da diese mehr sind als nur ein gewöhnliches Meisterwerk, da sie die Fantasie der Menschen anregen und dazu führen das man sich in eine neue Welt versetzt fühlt und so zu der bisher besten Tetralogie(Vierbandreihe) geworden sind die je geschrieben wurde nur der Film hätte besser umgesetzt und besser an die Bücher angepasst werden sollen.
Ich habe bisher keines der Bücher gelesen, lediglich die Verfilmung des ersten Teils gesehen. Ein endgültiges Urteil kann und will ich mir also nicht erlauben. Darum soll es auch gar nicht gehen.
Was mich dagegen umtreibt, ist, dass es offenbar Bücher gibt, die einen Kultstatus erreichen, der sich wahrscheinlich auch von den Anhängern nicht mehr sachlich begründen lässt.
Wie sonst sollte sich erklären lassen, dass für derartige Literatur selbst der Begriff Meisterwerk nicht ausreichend erscheint, obwohl die dafür angegebenen Begründungen (und nur um diese geht es mir) das im Genre, wenn nicht gar im Großteil aller Literatur zu Erwartende nicht im Mindesten überschreiten.

Fantasy zieht ins Neue Deutschland!

Reinhard Kruska hat mithilfe eines Essays der Fantasyliteratur Zugang ins Neue Deutschland verschafft.
In einem sehr differenzierten, fundierten und umfangreichen Artikel schreibt er über die Besonderheiten und die Geschichte des Genres und macht sich über die Ursachen für die anhaltende Beliebtheit Gedanken.
Ein kluges Essay und dennoch im Detail, gerade hinsichtlich der grundlegenden Merkmale des Genres, streitbar.

Zum Essay

Ein Kommentar von Thomas Plischke
Diskussion bei Montsegur

Ist das wahr?

Fragen mit dieser Kernaussage sehen sich Autoren immer wieder gegenüber. Als sei es so unvorstellbar, dass eine Geschichte eines Autors zu einem mehr oder weniger großen Teil Fiktion ist.

Von der entgegengesetzten Richtung näherte sich das öffentliche Gespräch von Philip  Gourevitch,  Norbert Gstrein und Colum McCann im Rahmen des internationalen PEN-Festivals in New York dieser Problematik. Es ging dabei um die Frage „Kann ,nonfiction‘ Literatur sein?“

Anlass für einen Kommentar von Hannes Stein auf Welt Online, der diese interessante Frage zumindest streift.