Damit euch der Lesestoff nicht ausgeht

Lesestoff
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Ihr habt nichts mehr zu lesen? Das letzte Buch war langweilig? Ihr seid schon auf der Suche nach den ultimativen Weihnachtsgeschenken?

Dann möchte ich an dieser Stelle mal ganz dezent auf die Kollegen aus dem Montségur- und dem Geschichtenweberforum hinweisen. Schon jetzt reichen die beiden Publikationslisten, um sich die nächsten Jahre kompletten Leseurlaub zu nehmen. Und nahezu täglich kommen neue Bücher dazu.

Ob Roman oder Anthologie, Bestseller oder Nische, Groß- oder Kleinverlag, Genre-, Gegenwarts-, Jugend- oder Kinderliteratur – jeder sollte fündig werden.

Tut euch und mir den Gefallen, denn ich schaffe es niemals, das alles zu lesen. Vielleicht empfehlt ja schließlich ihr mir die Kollegen.

Veröffentlichungen Montségur

Veröffentlichungen Geschichtenweber

Vom Jungautor zum Illustrator bis 31.10.11

Bis Ende Oktober gibt es noch ein paar tolle Wettbewerbe. Die Teilnahme lohnt sich mal für Lyriker, mal für junge Autoren, mal für Illustratoren.

Landwirtschaft zum 30.08.11

Ein Literaturpreis nicht nur für junge Landwirte.

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Jugendliteraturpreis der deutschen Landwirtschaft

Originalausschreibung: http://www.jugend-literaturpreis.de/index.html

Jugendliteraturpreis der deutschen Landwirtschaft

Nur noch 3% der Bundesbürger kümmern sich um die Produktion heimischer Lebensmittel und bewirtschaften die Wiesen, Äcker und Wälder unseres Landes. 97% dagegen leben ohne großes Nachdenken von diesen Nahrungsmitteln und in dieser Landschaft.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass insbesondere junge Menschen immer mehr den Bezug zu den Lebensgrundlagen verlieren. Um diesem Trend entgegen zu wirken und wieder zu einer stärkeren Auseinandersetzung mit den Menschen auf dem Land beizutragen, wurde der Jugendliteraturpreis der Deutschen Landwirtschaft ausgelobt.

Er wird in wechselnden Kategorien vergeben und ist mit insgesamt 5.000 EUR dotiert. 2007 wurde zum ersten Mal ein Kurzgeschichtenwettbewerb „Zwischen Ackerbau und Viehzucht – Geschichten vom land“ ausgeschrieben.
2009 führte die i.m.a den zweiten Wettbewerb zum Thema „Bauer hat Zukunft – Geschichten vom Land“ durch.
2011 wird der Wettbewerb zum Thema „2084 – schönes, neues Landleben“ durchgeführt.

Vorsitz der Jury: Prof. Dr. Hermann Schlagheck
Auslober: Deutscher Bauernverband e.V.
Geschäftsstelle: information.medien.agrar e.V.

Ausschreibung 2011

Thema: „2084 – SCHÖNES, NEUES LANDLEBEN“

Ziel:
Der Deutsche Bauernverband und der Verein information.medien.agrar veranstalten im Jahr 2011 den dritten Jugendliteraturpreis der Deutschen Landwirtschaft. Autorinnen und Autoren werden gebeten, Kurzgeschichten für die Zielgruppe der Jugendlichen zu verfassen, die ihnen moderne und visionäre Landwirtschaft, Erlebnisse und Leben auf dem Lande spannend und anschaulich vermitteln.

Richtlinien:

  • Zeichenzahl max. 14.000 Zeichen incl. Leerzeichen
  • Schriftgröße 12
  • 1,5-zeilig
  • Keine Randbeschränkungen

Einsendeschluss: 30.08. 2011

Bewertung:
Eine fachkundige Jury wird die eingereichten Kurzgeschichten bewerten. Die Entscheidung der Jury ist unwiderruflich und erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Zu nicht ausgezeichneten Kurzgeschichten werden keine Stellungnahmen abgegeben. Die Gewinner werden unter http://www.ima-agrar.de und http://www.jugend-literaturpreis.de bekannt gemacht.

Preis:
Zur Prämierung stehen 5.000 Euro zur Verfügung. Es ist geplant, die besten Kurzgeschichten sowie eine Auswahl weiterer lesenswerter Geschichten aus dem Wettbewerb in einem Sammelband zu veröffentlichen.
Der Titel wird zeitlich zur Preisverleihung erscheinen, im Buchhandel und im Agrarbereich beworben und in allen Buchhandlungen Deutschlands beziehbar sein. Zeitgleich wird das Buch auch elektronisch, in Form einer App, zugänglich gemacht.
Neuigkeiten und Informationen rund um den Wettbewerb und die Geschichten werden voraussichtlich über Facebook und Twitter kommuniziert. Mit der Teilnahme an dem Wettbewerb erklären sich die Autorinnen und Autoren damit einverstanden.

Die Preisverleihung ist für den Januar 2012 im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin vorgesehen.

Angaben des Autors/der Autorin:

  • Titel der Kurzgeschichte
  • Zeichenzahl
  • Name und Adresse des Autors (ggf. Pseudonym)
  • E-Mail
  • Telefonnummer

Veranstalter: Ihre Kurzgeschichte(n) zum oben genannten Thema schicken Sie bitte per E-Mail an folgende Adresse: ewa.bursch@ima-agrar.de

Die Eingangsbestätigung erfolgt über die angegebene E-Mail-Adresse.
Ansprechpartnerin für weitere Fragen ist Ewa Bursch, information.medien.agrar e.V., Wilhelmsaue 37, 10713 Berlin, Tel. 030 / 81 05 602-0, www.ima-agrar.de

Quelle: Uschtrin

Barnimer Wildwuchs zum 20.08.11

Eberhard sollte Kinder- und Jugendbuchautoren längst bekannt sein. Schließlich wird der Preis dieses Namens bereits zum 16. Mal ausgeschrieben.

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„Eberhard“ – Barnimer Preis für Texte der Kinder- und Jugendliteratur mit Umweltthematik

Zur Förderung der Lesefreude von Kindern und Jugendlichen schreibt der Brandenburger Landkreis Barnim zum 16. Mal einen Preis aus:
„Eberhard“ – Barnimer Preis für Texte der Kinder- und Jugendliteratur mit Umweltthematik

Der Manuskriptpreis steht in den Traditionen der Waldstadt Eberswalde und des Tages der der Kinder- und Jugendliteratur im Landkreis Barnim. Er ist mit 2.500 Euro dotiert.

Zur Teilnahme an der Ausschreibung sind alle (erwachsenen) deutschsprachigen Autoren/innen der Kinder- und Jugendliteratur aufgefordert.

Das Motto 2011 lautet: Wildwuchs

Je Einsender/in kann eine bisher nicht veröffentlichte Arbeit aller literarischen Gattungen und Genres eingereicht werden. (Texte der Sachliteratur sind ausgeschlossen).

Der Maximalumfang darf 7 DIN-A4-Seiten in der Schriftart Arial der Schriftgröße 12 Punkte mit einem Zeilenabstand von 1,5 nicht überschreiten (Manuskripte in anderer Form werden nicht berücksichtigt.).

Die Einsendung nimmt entgegen:
Landkreis Barnim
Strukturentwicklungsamt
Am Markt 1
16225 Eberswalde

Das Manuskript ist – ohne Namen! – in 7-facher Ausfertigung zu schicken. Auf einem beigefügten, gesonderten Personalblatt in 2-facher Ausfertigung sind Name, Kurzbiographie, Anschrift und Telefonnummer anzugeben. Außerdem erwünscht ist die Mitteilung, auf welchem Weg (Fachzeitschrift, Internet, Bekannte etc.) Sie von der Ausschreibung erfahren haben.

Einsendeschluss ist der 20. August 2011 (Poststempel).

Eine vom Landkreis berufene unabhängige Jury bewertet die Einsendungen; über die beste Arbeit wird mit einfacher Stimmenmehrheit entschieden. Die Entscheidung ist auf dem Rechtsweg nicht anfechtbar. Der Landkreis Barnim behält sich das Recht vor, den Siegerbeitrag zu veröffentlichen. Alle Originaleinsendungen verbleiben in der Akte.

Nachfragen unter Tel.-Nr. 03334/214-1255, E-Mail: kulturverwaltung@kvbarnim.de.

Der Preis wird anlässlich des 23. Tages der Kinder- und Jugendliteratur, am 20. Oktober 2011, in Eberswalde verliehen.

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Barnim, der Stadt Eberswalde und des Friedrich-Bödecker-Kreises im Land Brandenburg e.V.

Quelle: Uschtrin

AUTORitätEN in Oberursel

Es war wieder spannend, inspierierend, lustig, informativ und einfach großartig. Das Treffen der Montségur-Autoren in Oberursel. Vergangenes Wochenende fand es zum vierten Mal statt und ich möchte es nicht mehr missen.

Oberursel bedeutet für mich natürlich einen weiten Anfahrtsweg und zwar einen, der an einem Freitag mit jeder Menge Verkehr aufwartet. So setzte ich mich bereits frühzeitig hinters Steuer, denn das Abendessen im Parkhotel wollte ich keinesfalls verpassen. Noch weniger den anschließenden großen Leseabend.

Gegen 16.30 Uhr hatte ich die knapp 700 Kilometer hinter mich gebracht und parkte vor dem Veranstaltungsort. Geplant war, mich als erstes etwas frisch zu machen und die Reisebekleidung gegen halbwegs Vorzeigbares auszutauschen, aber dann siegte doch die Neugier und ich warf einen ersten Blick in das Hotelrestaurant, wo sich im Vorraum traditionell die Ankunftlinge sammelten.

Die Ankunftlinge
Die Ankunftlinge

Das war ein Fehler! Es waren nämlich wirklich schon viele da und das Begrüßen, Herzen und Drücken wollte gar kein Ende nehmen. Schon wurden die ersten Neuigkeiten ausgetauscht und ich musste mich schließlich zwingen, mich noch einmal zurückzuziehen.

Das kalte und warme Abendbüfett war gewohnt umfangreich und schmackhaft, die großen Tische taten ihr Übriges, dass man sich unter den über 70 Autoren aus ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz und darüber hinaus sofort wieder heimisch fühlte.

Im Bann der großen Fünf

Nach dem Abendbrot und einer kleinen (Raucher-) Pause hieß es, sich einen guten Platz für die öffentliche Lesung zu organiesieren, bei der ein interessiertes Publikum aus der Umgebung die angereisten Autoren ergänzte.

Ursula Poznanski
Ursula Poznanski

Leider hatte Nina Blazon ihre Lesung aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen. Für sie eingesprungen war Ursula Poznanski, die aus ihrem Überaschungserfolg „Erebos„, einem phantastischen Thriller für Jugendliche, las. Mit nur wenigen Sätzen zog die Wiener Autorin ihre (meist eher gefühlt jugendlichen) Zuhörer in den Bann. Ich bin sicher, nach der Lesung war es für niemanden mehr eine Überraschung, dass dieses Buch nicht nur eine Unmenge an Lesern um den Schlaf gebracht hat, sondern auch in den Feuilletons großer Zeitungen wie der Süddeutschen oder der Neuen Züricher bestens besprochen wurde.

Kai Meyer hat sich längst eingerichtet in den Phantastik-Bestsellerlisten und einer riesigen Fangemeinde. Obwohl das sicherlich auch dem Gros des Publikums bekannt war, ging ein ehrfürchtiges Raunen durch den Saal, als Moderatorin Eva Völler, selbst Bestsellerautorin, von den weit über vierzig Romanen sprach, die der 41-Jährige inzwischen veröffentlicht hat, die weltweit in 27 Sprachen erschienen sind und teilweise Vorlage für Hörbücher, Hörspiele, Comics und Filme wurden.
Wir kamen an diesem Abend nicht nur in den Genuss einer sehr humorvollen Hörprobe aus dem im letzten Jahr erschienenen Roman „Arkadien erwacht„, sondern durften auch einer spannenden Szene aus dem frisch erschienen zweiten Band „Arkadien brennt“ lauschen.

Vor der Pause freute ich mich dann auf Wulf Dorn, dessen Romandebüt „Trigger“ ich ja schon mit Begeisterung gelesen und rezensiert habe. Nach dem durchaus nicht unerwarteten Erfolg des Erstlings, war ich nun sehr gespannt auf den zweiten Roman von Wulf, den ich hier ja ebenfalls schon vorgestellt habe. Der Nervenkitzel, den Wulf mit seiner herausragenden Lesestimme hervorrief, machte mir zweierlei klar: Zum einen wird „Kalte Stille“ seinem Vorgänger hinsichtlich des Erfolgs sicher in nichts nachstehen, zum anderen musste ich nach den Lesungen unbedingt an den Büchertisch.

Kai Meyer
Kai Meyer

Nach der Pause konnte ich mir dann endlich einen Eindruck verschaffen von Eva BaronskysHerr Mozart wacht auf„, das ich meinen Bloglesern bereits letztes Jahr allein aufgrund der göttlichen Idee vorgestellt habe. Der Roman, in dem Mozart im Jahre 2006 erwacht und sich von der Idee, sein Requiem zu beenden, getrieben in der neuen Zeit zurechtfinden muss, wird ganz offensichtlich zu recht hoch gelobt. Es war ein großartiges Erlebnis, mitzuerleben, wie Wolfgang beispielsweise die Bedeutung der Buchstabenkombination AC/DC zu ergründen sucht. Ein Erlebnis, das ich auch ohne die wunderbare musikalische Untermalung während der Lesung demnächst vertiefen werde.

Den Abschluss dieses unvergesslichen Leseabends bildete schließlich der Großmeister der deutschen Fantasy, Markus Heitz, womit der neben Kai Meyer und Wolfgang Hohlbein wohl bekannteste Vertreter seiner Zunft die Bühne betrat, um aus seinem im Frühjahr erschienenen Vampirthriller „Judassohn“ zu lesen, dessen Personal so gar nichts mit den weichgespülten Teenie-Idolen unserer Zeit zu tun hat. Die düstere Spannung, die sein Text hervorrufen wollte, wusste der Starautor mit dem ihm eigenen Humor trefflich aufzulockern.

Wulf Dorn
Wulf Dorn

Aufgelockert ging es nach den Lesungen dann in die Hotelbar, denn natürlich ist so ein Wochenende zu kurz, um es schlafend zu verbringen. In lustiger Runde, mehr oder weniger nach Rauchern und Nichtrauchern getrennt, schwatzte man sich so noch vergnüglich in den frühen Morgen.

Psychologie, All Age und Helferlein – rundum gut versichert

Ich hatte es leider im Vorfeld versäumt, mich für einen Workshop anzumelden, was allerdings angesichts der Tatsache, dass zur gleichen Zeit viele interessant Vorträge angeboten wurden, zu verschmerzen war.

Podiumsdiskussion, v.l.: Heike Brillmann-Ede, Jürgen Bräunlein, Ursula Poznanski, Brigitte Melzer
Podiumsdiskussion, v.l.: Heike Brillmann-Ede, Jürgen Bräunlein, Ursula Poznanski, Brigitte Melzer

Der Samstag begann also für mich mit dem Vortrag von Geschichtenweberin Melanie Metzenthin, die als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie arbeitet und uns daher über das Thema „Figurenentwicklung: Wie entstehen Persönlichkeiten“ aufklären konnte. Besonders amüsant fiel dabei die abschließende Typisierung von Persönlichkeiten wie Superman oder den Blutsbrüdern Winnetou und Old Shatterhand aus.

In der anschließenden Podiumsdiskussion „Was liest du? – Ein kritischer Blick auf den All-Age-Rummel und die Bedürfnisse junger Leser“ führte Jürgen Bräunlein durch ein interessantes Gespräch über den Jugendroman und den Trend, dass auch Erwachsene vermehrt zum Jugendbuch greifen, den Verlage wiederrum mit dem Label „All Age“ beantworten. Mit von der Partie waren Heike Brillmann-Ede, die als Lektorin im Jugenbuchbereich bei Thienemann arbeitet, die Autorin Brigitte Melzer, Ursula Poznanski (s.o.) und Ole Johan Christiansen in seiner Funktion als Literaturwissenschaftler (ansonsten auch der Co-Autor von Thomas Plischke).

Nach dem Mittagessen beantwortete Fred Janssen von der Künstlersozialkasse in seinem Vortrag Fragen zur Künstlersozialversicherung. Das war sehr informativ und erfreulicherweise auch sehr persönlich.

Mit der Diplom-Pychologin Andrea Lionne Hinz ging es im Anschluss um „Die Psychologie des Schreibprozesses: Von Ideen auf der Straße, komplexem Problemlösen und höchstem Glücksgefühl“. Es ging also um Metastrategien in der Arbeit des Schtiftstellers.

Eva Baronsky
Eva Baronsky

Schließlich wartete Falko Löffler noch mit einem kleinen Schmankerl auf: „Digitale Helfer: Schreibsoftware für Autoren am Beispiel von ‚Scrivener'“. Wie meine Blogleser ja wissen, bin ich sehr interessiert an jeder Art von Autorensoftware und Falko, der auch im Bereich Computerspiele als Autor und Texter sehr erfahren ist, überzeugte mich sofort von „Scrivener„. Da die Software bisher nur für den Mac zu haben ist, hatte ich ihr noch keine Aufmerksamkeit geschenkt. Doch die Aussicht, dass das Programm im nächsten Jahr auch für Windows zu haben sein soll, ließ mich aufhorchen. Und was Falko uns damit alles vorführte, lässt yWriter, mit dem ich bis dato sehr zufrieden war, blass aussehen. Nun beginnt also die ungeduldige Wartezeit (eine Beta-Version soll schon im Oktober zu haben sein).

Nach diesem letzten Vortrag am Samstag ging es zum Abendessen. Derart gestärkt räumten die Autoren ihre Kofferräume leer und schleppten ihre Bücherkisten zur dafür eingerichteten Tauschbörse. Auch ich wurde noch einige Exemplare der Kriegerin los und muss mir dafür wohl wieder mal ein neues Bücherregal kaufen. Gefreut habe ich mich, bei dieser Gelegenheit Sandra Uschtrin endlich einmal persönlich kennenzulernen. Schließlich hat man ja von ihrer Arbeit schon lange profitiert.

Markus Heitz
Markus Heitz

Inzwischen verteilten sich die Teilnehmer ein wenig, um sich schließlich nach und nach wieder in der Hotelbar einzufinden. Ich möchte behaupten, der Abend wurde noch fröhlicher als der davor, zumal sich im Raucherraum bald eine Runde zusammenfand, die fleißig Ideen für ein hochgeheimes, dafür aber umso skurrileres Gemeinschaftsprojekt austauschte. Ein hochgradiger Spaß, dessen Ernst man aber keinesfalls unterschätzen sollte.

Schauspiel, Fernsehen und Grammatik

Am Sonntag habe ich daraufhin verschlafen. Glücklicherweise nur ein bisschen, sodass ich mit nur einer kleinen Verspätung zu Lisa-Marie Dickreiters Vortrag „Figuren zum Leben erwecken – wie sich AutorInnen mit Hilfe von Schauspiel-Techniken besser in Figuren und Szenen hineinversetzen können“ kam. Ein Vortrag, der viel Spaß bereitet hat. Und der mir  ein Mittel an die Hand gegeben hat, mit dem es mir eindringlicher als bisher gelingen sollte, Autoren zu vermitteln, wie sie tatsächlich ihre Figuren zum Leben erwecken können. Was ich oft umständlich zu erklären versuche, wurde in diesem Vortrag auf eine ebenso einfache wie treffende Formel gebracht, die ich mit Lisas Erlaubnis demnächst auf meinem Lektorenblog preisgeben will.

Peter Wohlleben ließ uns anschließend in seinem Vortrag „Hilfe, das Fernsehen kommt! – Erfahrungen, Tipps und Tricks im Umgang mit Medien“ an seinen umfangreichen Erfahrungen mit dem Thema teilhaben. Möglicherweise kommt man ja irgendwann einmal in den Genuss, davon zu profitieren.

Den Abschluss des Vortragswochenendes bildete „Selbst wenn sich der Autor ins Hinterteil bisse – Vom Reflexivpronomen bis zum Konjunktiv: Antworten auf die meist gestellten Fragen zur Grammatik bei Montségur“. Angelika Jodl, Sprachdozentin für die ausländischen Studenten der Uni München, verstand es dabei mit jeder Menge Humor auch die kniffligen Fälle der deutschen Sprache federleicht wirken zu lassen. Ihre Studenten sind jedenfalls zu beneiden.

v.l.: Andreas Wilhelm, Kay Meyer, Eva Baronsky, Wulf Dorn, Ursula Poznanski, Markus Heitz
v.l.: Andreas Wilhelm, Kay Meyer, Eva Baronsky, Wulf Dorn, Ursula Poznanski, Markus Heitz

Schließlich traf man sich zum letzten gemeinsamen Mittagessen, um sich dann nach und nach in alle Winde zu zerstreuen.

Wieder einmal nahm ich viel mit auf dem Heimweg: Bücher, Ideen, Inspiration, neue Erkentnisse und jede Menge toller Erfahrungen. Im Namen aller darf ich mich noch einmal ganz herzlich für die Organisation dieses großartigen Treffens besanken, ganz besonders natürlich bei Montségur-Chef Andreas Wilhelm, Programmleiterin Martina Sahler und Kameramann André Wiesler (es wird wieder eine DVD zu dem Treffen geben).

Kinder und Jugend bis 06.07.10

Peter-Härtling-Preis für Kinder- und Jugendliteratur der Stadt Weinheim

Originaltext, siehe: www.beltz.de/haertling

Ausschreibung zum 15. Peter-Härtling-Preis

Der Verlag BELTZ & Gelberg und die Stadt Weinheim laden auch in diesem Jahr wieder Autorinnen und Autoren ein, sich mit einem bisher unveröffentlichten Text um den Peter-Härtling-Preis 2011 zu bewerben.

Gesucht werden Manuskripte für ein Kinder- oder Jugendbuch in deutscher Sprache für LeserInnen im Alter von 10 bis 15 Jahren. Eingereicht werden können Prosatexte, die sich erzählend, unterhaltend, poetisch und phantasievoll an der Wirklichkeit der Kinder oder Jugendlichen orientieren. Bilderbuchtexte, Gedichte und ähnliche Kurztexte können nicht berücksichtigt werden.

Die seit 1984 alle zwei Jahre vergebene Auszeichnung wird von der Stadt Weinheim gestiftet und gemeinsam mit BELTZ & Gelberg verliehen.

Der Peter-Härtling-Preis ist mit 5.555 Euro dotiert. Der Verlag BELTZ & Gelberg hat eine Option auf die Erstveröffentlichung und bietet an, das prämierte Manuskript als Buch herauszubringen.

Die Jury setzt sich zusammen aus:

* Peter Härtling, Autor
* Barbara Gelberg, Lektorin Beltz & Gelberg
* Dr. Tilman Spreckelsen, Frankfurter Allgemeine Zeitung
* Prof. Susanne Krüger, Hochschule der Medien Stuttgart
* Dietmar Pfennigschmidt, Stadt Weinheim
* NN, BuchhändlerIn

Einsendeschluss ist der 6. Juli 2010.

Eine Jury entscheidet im Herbst 2010 über den Preisträger. Die Preisvergabe erfolgt im Mai 2011.

Teilnahmebedingungen:

  • Bewerben können sich Autorinnen und Autoren mit einem Prosamanuskript in deutscher Sprache, das sich an Leserinnen und Leser von 10-15 Jahren richtet. Der Roman/die Erzählung muss bisher unveröffentlicht sein und darf noch nicht unter Vertrag stehen.
  • Eingereicht werden können Prosatexte, die sich erzählend, unterhaltend, poetisch und phantasievoll an der Wirklichkeit der Kinder oder Jugendlichen orientieren.
  • Das Manuskript muss einen Mindestumfang von 80 DIN-A4-Normseiten (60 Anschläge x 30 Zeilen) haben und darf den Höchstumfang von 200 Seiten nicht überschreiten. Berücksichtigt werden ausschließlich ausgedruckte Seiten; Einreichungen in Form von Disketten, CDs oder als Datei per Mail sind für den Preis nicht zugelassen.
  • Wichtiger Hinweis: Um die Neutralität der Bewertung sicherzustellen, darf das Manuskript nicht mit Namen und Adresse des Autors gekennzeichnet sein, sondern nur durch ein Stichwort. Name und Absenderangabe sind in einem verschlossenen Umschlag beizufügen, der außen mit dem gleichen Stichwort versehen ist.
  • Einsendeschluss ist der 6. Juli 2010 (Datum des Poststempels)
  • Einsendungen können ab sofort an folgende Adresse geschickt werden:

Peter-Härtling-Preis für Kinder- und Jugendliteratur der Stadt Weinheim
z. Hd. Frau Susanne Härtel
Kellerstr. 9
81667 München

  • Manuskripte, die den Teilnahmebedingungen nicht entsprechen, können für den Preis nicht berücksichtigt werden. Die Benachrichtigung der Teilnehmer erfolgt in jedem Fall, voraussichtlich im Oktober/November. Bitte sehen Sie von Rückfragen ab, über den Preisverlauf können keine Auskünfte erteilt werden.
  • Die Jury entscheidet im Herbst 2010 über den Preisträger. Die Preisvergabe erfolgt im Mai 2011.
  • Die Jury behält sich vor, den Preis gegebenenfalls zu teilen oder nicht zu vergeben, wenn keines der eingereichten Manuskripte als preiswürdig anerkannt wird.
  • Die Entscheidung der Jury ist auf dem Rechtsweg nicht anfechtbar; Korrespondenz über den Wettbewerb kann nicht geführt werden. Wir bitten um Verständnis, dass eingereichte Manuskripte aus Kostengründen nicht zurück geschickt werden. Der Autor, die Autorin können jedoch, wie im Verlagswesen üblich, eine Manuskript-Kopie für sich behalten. Der Verlag trägt Sorge dafür, dass die Manuskripte nicht in falsche Hände kommen.
  • Der preisgekrönte Text erscheint als Buch im Verlagsprogramm von BELTZ & Gelberg. Mit der Einreichung gewährt der Autor dem Verlag das Recht, das Manuskript zu den üblichen Vertragsbedingungen zu veröffentlichen.
  • Mit dem Einreichen des Textes erkennt der Autor, die Autorin die hier genannten Bedingungen an.