Mal mit, mal ohne Theater zum 31.07.11

Man könnte auf den ersten Blick denken, bei den Ausschreibungen zum Ende des Monats sei für jeden etwas dabei. Doch die Einschränkungen sind erheblich.

Gut, wenn man noch recht jung ist. Im Einzelfall darf es auch über 50 sein. Im letzten Fall sollte man sich nicht täuschen lassen: Es dürfen nicht nur die (jungen) Mitarbeiter der Buchhandlung teilnehmen.

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Holzhäuser Heckethaler 2011

Wir feiern das 10. Jubiläum! Deswegen zwei Wettbewerbe: „bis 30“ und „ab 50“!

Kategorie: Prosatext, diesmal: KEIN Thema

Holzhausen am Reinhardswald ist Stadtteil der nordhessischen Stadt Immenhausen. Das Ziel des vom Holzhäuser Schriftsteller-Ehepaar Dagmar und Burckhard Garbe vorgeschlagenen Literatur-Nachwuchs-Preises „Holzhäuser Heckethaler“ ist es, literarische Talente aufzuspüren und zu fördern.

Teilnahmebedingungen
Teilnahmeberechtigt sind junge Schreibende aus dem ganzen deutschsprachigen Raum zwischen 14 und 30 Jahren. Eingereicht werden können pro Autorin bzw. Autor bis zu drei Prosatexte in deutscher Sprache von höchstens jeweils 5 Normseiten Länge (30 Zeilen à 60 Zeichen, bitte korrekt beachten) in achtfacher (!) Ausfertigung zu einem bisher jährlich wechselnden Thema.
In diesem Jubiläums-Jahr 2011 („10. Holzhäuser Heckethaler“) stellt die Jury ausnahmsweise KEIN Thema. – Dabei sind Prosatexte aus dem Alltag genauso erwünscht wie fiktive Geschichten. Bitte, keine Lyrik! Keine Theaterstücke!
Jeder Beitrag ist anonym einzureichen, also mit einem Kennwort auf den Textseiten und mit persönlichen Angaben (Kennwort, Titel der Geschichte, Name, Geburtsdatum, vollständige Adresse, Telefonnummer, E-mail-Adresse, Kurzbiografie, Kurzbibliografie sowie eine Information darüber, wie Sie auf den Wettbewerb aufmerksam geworden sind) in einem verschlossenen Briefumschlag, der ebenfalls dieses Kennwort trägt.

Als Besonderheit im 10. Jubiläumsjahr 2011: zusätzlich „Holzhäuser Heckethaler ab 50“
Ausnahmsweise möchte die Jury im 10. Wettbewerbsjahr das Alterspendel auch zur anderen Seite ausschlagen lassen: unter exakt den selben Teilnahmebedingungen wie beim Nachwuchs-Preis (s. o.) gibt es zusätzlich den „Holzhäuser Heckethaler ab 50“ für alle deutschsprachigen Autoren und Autorinnen vom fünfzigsten Lebensjahr an.

Zum Namen des Preises
Unter den Sagen Nordhessens heißt eine: „Der Heckethaler“. Im Volke ist ja seit alters bekannt, dass eine „Heckemünze“ oder ein „Heckethaler“ zusammen mit anderen Talern neue Taler „heckt“ und dadurch seinem Besitzer wachsenden Reichtum verschafft. Ähnliches erklären auch Jacob Grimm und Wilhelm Grimm in ihrem „Deutschen Wörterbuch“, Band 10.

Einsendeschluss ist der 31. Juli 2011

Die Einsendungen sind ab sofort zu schicken an:

Glasmuseum
Frau Monika Rudolph
Kennwort „Holzhäuser Heckethaler bis 30“ oder „Holzhäuser Heckethaler ab 50“
Am Bahnhof 3
34376 Immenhausen

Die eingereichten Arbeiten werden nicht zurückgeschickt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Preise
Der von der Stadtsparkasse Grebenstein gestiftete Literatur-Nachwuchs-Preis beträgt 1000 Euro, aufzuteilen wie folgt: 1. Preis 500 Euro, 2. Preis 300 Euro und 3. Preis 200 Euro. Die Jury behält sich vor, die Aufteilung evtl. auch anders vorzunehmen. – Gleiches gilt für den  Preis „Holzhäuser Heckethaler ab 50“.

Jury
Die Jury besteht aus den in Immenhausen-Holzhausen lebenden und arbeitenden Schriftstellern Dagmar Garbe und Dr. Burckhard Garbe, dem früheren Preisträger und jetzigen Kulturredakteur der Regionalzeitung HNA Matthias Lohr, Kassel, sowie je zwei Vertretern der Stadtsparkasse Grebenstein und der Stadt Immenhausen sowie Hotelier Helmut Wenzel, Waldhotel-Schäferberg in Espenau, als Stifter des Publikums-Preises.

Preisverleihung
Die feierliche Verleihung der Jury-Preise und Urkunden liegt in der Hand der Stadt Immenhausen und wird am Samstag, dem 29. Oktober 2011, 14.30 Uhr, im Bürgerhaus von Immenhausen-Holzhausen stattfinden. Die Preisträger und Preisträgerinnen beider Wettbewerbe werden ihre Texte lesen. Natürlich gibt es auch dieses Jahr zusätzlich den Publikums-Preis, und zwar in beiden Altersgruppen.

Publikation
Die besten eingereichten Texte wurden in einer Anthologie-Publikation „Holzhäuser Heckethaler – Die besten Geschichten“ veröffentlicht, deren erster Band 2004 erschienen ist (Prolibris Verlag / Kassel, ISBN 3-935263-21-X); ein zweiter Band erschien 2007 (dito, ISBN 978-3-935263-52-8).

Quelle: Uschtrin

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Literaturwettbewerb des BDAT

4. Autorenwettbewerb – 4.000 Euro Preisgeld

In dem Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“ aus dem Jahr 1979 ermittelt ein Computer die Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“. Nach einer Rechenzeit von 7,5 Millionen Jahren erbringt er dann die Antwort, sie lautet „Zweiundvierzig“.

Der 4. Literaturwettbewerb des BDAT lädt junge Autorinnen und Autoren bis 26 Jahre dazu ein, sich auf die Sinn-Suche zu begeben. Die Sinn-Suche ist etwas Elementares – etwas, das Menschen seit jeher beschäftigt. „Warum leben wir, wer sind wir, woher kommen wir, wo gehen wir hin, was ist bedeutsam – und welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang z. B. Themen wie Religion, Freundschaft, Liebe, Umwelt oder Politik?“

Gesucht werden Theaterstücke, spielbare Szenen und „bühnenreife“ dramatische Texte.

Kooperationspartner: Verlagsgruppe Ahn & Simrock Bühnen- und Musikverlag GmbH, Hamburg und „Interplay Europe“ e.V. (Verein zur Förderung junger Dramatikerinnen und Dramatiker), Frankfurt am Main

Preise: 1. Preis: 1.800 Euro, 2. Preis: 1.200 Euro, 3. Preis: 1.000 Euro

Die PreisträgerInnen werden außerdem zur Preisverleihung (Dezember 2011) nach Berlin eingeladen.

Jury: Die PreisträgerInnen werden von einer verbandsunabhängigen Fachjury ermittelt.

Die Preisträger werden mit weiteren Maßnahmen durch den BDAT und die Kooperationspartner unterstützt. Die verlegerische Betreuung erfolgt durch die Verlagsgruppe Ahn & Simrock Bühnen- und Musikverlag GmbH, Hamburg, die zugleich ein Recht auf Inverlagnahme der prämierten Werke erhält.

Bewerbungsschluss: 31. Juli 2011

Teilnahmebedingungen:

  • Bewerben können sich Autorinnen und Autoren bis 26 Jahre aus Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland
  • Pro AutorIn bzw. Autorenkollektiv kann nur ein Werk eingereicht werden
  • Das Stück darf nicht aufgeführt, der Text nicht veröffentlicht sein
  • Informationen zur Autorin / zum Autoren: Anschrift, Kurzbiografie mit Angabe des Geburtsdatums
  • Kurze Inhaltsangabe des Stückes
  • Die Texte sind per Mail und in 4-facher Ausfertigung einzusenden
  • Eingereichte Manuskripte werden nicht zurückgesandt
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Einsendungen bitte an:
BDAT Bundesgeschäftsstelle
Rut Ferner
Lützowplatz 9
10785 Berlin

Fon 030 2639859-11
Fax 030 2639859-19
ferner@bdat.info

Bei Fragen wendet Euch gern an:
BDAT, Geschäftsstelle Lingen, Katrin Kellermann, Fon 0591 9665755, kellermann@bdat.info

Quelle: Uschtrin

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„poet / bewegt“ – Literaturwettbewerb 2011

Originalausschreibung: www.poetbewegt.de

poet | bewegt Wettbewerb für junge Literatur

poet | bewegt ist eine Idee, die junge und angehende Poeten aufmuntern will, im Schreiben mehr als eine brotlose Kunst zu sehen, ein Wettbewerb, der jährlich dazu aufruft, kreativ aktiv zu werden – themenoffen und in aller Freiheit künstlerischen Gedankens.

„Schreibt, was euch bewegt“ ist daher seit 2007 das übergreifende Motto – ob in Lyrik, Prosa oder Kurzdrama verdichtet, ist jedem selbst überlassen.

So wie Poesie – im antiken Ursprung „Erschaffung“ – entsteht, indem sich etwas, eine Person, eine Beziehung oder eine Situation, über alles hinwegsetzt, ist auch „der Autor“ etwas, das sich ständig selbst neu erfindet.

Der Wettbewerb fordert auf, dieses Wagnis einzugehen. Er richtet sich an Autorinnen und Autoren, an StudentInnen, die vielleicht gerade auf dem Weg sind, AutorIn zu werden und an der Literatur in ihrem weitesten Sinne Gewogene – Vielleser, Theatergänger, Kopfcineasten, die sich vielleicht einmal selbst schreibend (ver)suchen wollen, an Denkende, die etwas zu sagen haben oder die auf der Suche sind, die sich auf Wortes Flügel begeben wollen, um zu bewegen, sich selbst schreibend zu finden oder um gemeinsam auf Spurensuche zu gehen.
Kurz an Menschen, die etwas bewegt und den inneren Drang verspüren, ihrem vielleicht künftigen Freund und Partner, „dem Leser“ ein unerwartetes Angebot zu unterbreiten.

Allen, denen das Schreiben mehr ist, als pure Zeitverschwendung, gilt daher auch in diesem Jahr wieder unser Aufruf: Schreibt, was euch bewegt!

ABLAUF

Jede Einsendung wird, bevor sie zu den Juroren gelangt, anonymisiert;
Text und Autor werden, um später wieder zuordenbar zu sein, automatisch mit einer ID-Nummer versehen.
Daher bitte unbedingt darauf achten, Text und Autorenangaben getrennt in das Einsendeformular einzufügen.
Jeder Teilnehmer erhält eine Eingangsbestätigung per Mail.
Eine Jury aus Literaturkennern, Autoren und namhaften Vertretern der Literaturszene wählt aus den eingereichten Texten (die jedem Juroren in Form eines Readers vorgelegt werden, der alle Texte ohne Autorennamen enthält) zunächst seine Favoriten und dann, im Rahmen eines Jurorenstreits, 10 Finalisten, die daraufhin eine Einladung zur öffentlichen Preisverleihung/Finalrunde erhalten.

Im Rahmen der öffentlichen Finalrunde, der Literatur Arena im November, werden die PreisträgerInnen ermittelt:

  • Preis der Jury, Kategorie Lyrik
  • Preis der Jury, Kategorie Prosa / Kurzdrama
  • Preis des Buchhandels, gestiftet von Buchdienst Chemnitz
  • sowie 1 Publikumspreis

Auf die poetbewegt-Ersten wartet der schnöde Mammon in Form eines dreistelligen Betrages, ferner Buch- und Sachpreise (u.a. die aktuelle Ausgabe des begehrten Handbuchs für Autorinnen und Autoren); über den Publikumspreis entscheidet, wie der Name schon sagt, die Gunst des Publikums.

Darüber hinaus wird am Ende der Finalrunde jeder der 10 Wettbewerber mit Preisen (Gutscheine oder Sachpreise, aktuelle Bücher, Hörbücher, DVD) nach Hause gehen. Manche mehr, die mit dem ruhigen Gewissen einschlafen, ein wenig bekannter geworden zu sein, einige davon (zusätzlich zu den 10 Finalisten), deren Text einer Veröffentlichung (Anthologie und/oder Höranthologie) entgegensieht.

Einsendeschluss ist der 31. Juli 2011.

Alle Einsendungen werden anonymisiert an die Jurymitglieder weitergegeben, diese wählen aus den eingesendeten Texten ihre persönlichen Favoriten. Aus einem nichtöffentlichen Juroren-Streit (mit anschließender Pressekonferenz) werden dann die 10 Finalisten hervorgehen.

Der kürzeste Weg zur Veröffentlichung: eine Bühne.

Die 10 Nominierten erhalten die Einladung, ihre Texte zur Preisveranstaltung im November vorzustellen (Literatur Arena: Die Finalrunde zum poet | bewegt).
Wer diesen Termin nicht wahrnehmen kann, darf auch einen Freund/Freundin ins Rennen schicken, (sollte aber bedenken: Wechsle niemals vorm Ziel die Pferde, wenn du selbst im Rampenlicht stehen könntest!) Lampenfieber? Um sich angst- und stressfrei auf den bevorstehenden Auftritt einzustimmen, steht jedem Nominierten am Veranstaltungstag ein persönlicher Bühnencoach zur Seite.

Allen Teilnehmern viel Spaß beim Schreiben und auf dem Weg zum Erfolg!

TEILNAHMEBEDINGUNGEN

AutorInnen und ErstautorInnen im Alter von 15-27 Jahren mit Wohnsitz in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thürigen, Berlin oder Brandenburg sind aufgerufen, eigene Texte (Lyrik, Prosa oder Kurzdrama) zum Wettbewerb um den poet | bewegt einzureichen. (Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Mitglieder des Organisationsteams, der Jugendinitiative in.bewegung und des Schreibworkshops poetenpub; ebenso gewaltverherrlichende, rassistische, die Menschenwürde verletzende oder gegen geltendes Recht verstoßende Texte)

Einreichungen sind möglich via Online-Formular: www.poetbewegt.de/einsenden_1.php

Einsendefrist ist der 31. Juli 2011.

Jeder Einsender sollte ein Original seines Textes speichern; der Veranstalter übernimmt keine Haftung für einen etwaigen Datenverlust.

Wichtig:

  • Bitte nicht vergessen, Name und Anschrift anzugeben. Achtung: Daten wie Name des Autors, kurze biografische Angaben oder Kurzvita gehören NICHT in das Textfeld.
  • Dafür gibt es ein Extrafeld (die Zuordnung Text-Autor erfolgt automatisch über ein ID-System)
  • Der Versuch, den Namen des Autors in den Text zu mogeln, erschwert nur die Arbeit und könnte zum Wettbewerbsausschluss der Einsendung führen.
  • Die Manuskriptlänge (Kategorie Prosa / Kurzdrama) ist auf maximal 11.000 Zeichen
    (mit Leerzeichen) begrenzt. (das entspricht etwa 5–6 Manuskriptseiten Times New Roman 12 pt / Zeilenabstand 1,5.)
    In der Kategorie Lyrik können maximal 3 Gedichte eingereicht werden.
  • Jeder Teilnehmer/Jede Teilnehmerin erhält nach Eingang seines/ihres Textes eine Bestätigung per Email.
    Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben.

Der Einsender versichert mit der Einsendung, dass er der alleinige Urheber der eingereichten Texte ist, dass er über diese und die daran bestehenden Nutzungsrechte frei verfügen kann und dass die zum Wettbewerb eingereichten Texte frei von Rechten Dritter sind.
Texte, die ein Autor bereits bei einem Verlag in einem eigenen Buch veröffentlicht hat, sind daher ungeeignet, da er dies mit seinem Verlag absprechen müsste.
Mit der Einsendung des Textes wird dem Veranstalter das Recht eingeräumt, die Lesung der Texte (Finalrunde) live im Radio zu senden. Der Veranstalter erwirbt das Recht, prämierte Texte und eine Auswahl weiterer Texte auf der poetbewegt-Website, im Literaturmagazin „poet“ des poetenladen oder online, und in einer Jahresanthologie zu veröffentlichen, einzelne Texte darüber hinaus in einer Höranthologie, geeignete dramatische Texte in Form von Theateraufführung oder Hörspielproduktion, ferner für den Wettbewerb und seine publizistische Auswertung, etwa in Zusammenhang mit Berichten über den Wettbewerb in Zeitschriften, Zeitungen und anderen Publikationen zu nutzen und im Online-Archiv des Literaturwettbewerbs zu präsentieren. Die Urheberrechte verbleiben natürlich beim Autor.

Durch die Anmeldung erklären sich die TeilnehmerInnen mit den vorstehenden Teilnahmebedingungen einverstanden.

So geht’s: Einfach Einsendeformular ausfüllen und den Beitragstext in das dafür vorgesehene Feld kopieren.

Zum Einsendeformular: www.poetbewegt.de/einsenden_1.php

Fragen oder Hinweise? E-Mail an: post@poetbewegt.de

Unter Kontakt stehen Teilnehmerbetreuer und weitere Ansprechpartner des Orgateams.

Orgateam poet | bewegt:
Tom Schilling
Beethovenstraße 61
09130 Chemnitz

Telefon: 0172 / 7 94 94 66

Quelle: Uschtrin

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8. Schreibwettbewerb für junge Menschen der Tübinger Buch- und Kunsthandlung Wekenmann

Originaltext, siehe: www.wekenmann-buch.de

8. Schreibwettbewerb für junge Menschen 2011
Schirmherr ist Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer

„Fremd in der Heimat – zuhause in der Fremde?“

Zu diesem Thema erwarten wir eure Prosatexte.
Ihr könnt Preise im Gesamtwert von 2.000 EURO gewinnen!

Integration – ein Wort, das noch immer kontroverse Diskussionen auslöst. Die Realität sieht jedoch so aus: Deutschland ist ein Einwanderungsland, und das schon seit langer Zeit. Nicht wenige haben bei diesem Gedanken Angst vor der Überfremdung.
Doch hinter dem Schlagwort „Integration“ stehen Menschen mit ihrer ganz persönlichen Geschichte, ihrem ganz persönlichen Schicksal. Und inzwischen ist es eine Tatsache, dass ein großer Anteil aller Jugendlichen in Deutschland aus Familien mit Migrationshintergrund kommt. Tagtäglich begegnen wir uns in der Schule, beim Studium oder der Arbeit. Wie können wir den „Anderen“ als Mensch, als Nachbarn kennenlernen, um so die Herausforderungen des Zusammenlebens gemeinsam zu bewältigen? Wie können wir lernen, mit der langwierigen und schwierigen Aufgabe der kulturellen, sozialen und religiösen Vielfalt umzugehen? Denn klar ist: Die Zukunft zählt, nicht die Herkunft!

Dies ist das Thema des 8. Schreibwettbewerbs für junge Menschen, und wir wollen von euch erfahren, was ihr dazu zu sagen habt.

Also: Schreibt uns eure Kurzgeschichte zu dem Thema: „Fremd in der Heimat – zuhause in der Fremde?“

Egal, ob nachdenklich, optimistisch, provokativ, pfiffig, unterhaltend, witzig, kritisch oder poetisch – es sind Eure Geschichten, die gefragt sind.

Erwartet werden erzählende Prosatexte (keine Essays, Abhandlungen, Gedichte oder Szenen), die sich kreativ mit dem Thema auseinandersetzten. Beurteilt wird alleinig die literarische Qualität der Texte. Dazu gehören Sprache (Stil, der gezielte Einsatz mehrerer Sprachebenen, grammatikalische Korrektheit etc.), Konzeption (Aufbau, Durchführung, Ökonomie der Handlung etc.) und Inhalt (Grundidee, Originalität, Qualität der Auseinandersetzung mit dem Thema etc.). Die Texte können in alter oder neuer Rechtschreibung eingesandt werden, sollten aber zumindest einer folgen.

Einsendeschluss ist der 31. Juli 2011.

Der Schreibwettbewerb für junge Menschen wird von der Tübinger Buch- und Kunsthandlung WEKENMANN – Bücher, Licht & mehr ausgeschrieben und von der Caritas und der Diakonie unterstützt.

Mehr Informationen erhaltet Ihr unter www.wekenmann-buch.de

Teilnahmebedingungen zum 8. Schreibwettbewerb für junge Menschen:

• Du bist zwischen August 1985 und Juli 1995 geboren.
• Du wohnst, arbeitest oder studierst in Baden-Württemberg.
• Dein Manuskript darf bisher nicht veröffentlicht oder zu einem anderen Wettbewerb eingesandt worden sein.

Einsendeschluss:
Schicke deine Arbeit in sechsfacher Ausfertigung bis spätestens 31. Juli 2011 (Datum des Poststempels) an folgende Anschrift:

WEKENMANN – Bücher, Licht & mehr
„Schreibwettbewerb“
Lange Gasse 5
72070 Tübingen

Bitte habt Verständnis, daß die eingereichten Manuskripte nicht zurückgeschickt werden können. Aber die Buch- und Kunsthandlung WEKENMANN – Bücher, Licht & mehr verbürgt sich dafür, daß eure Manuskripte nicht in fremde Hände gelangen.

Jury & Preise:
Aus allen fristgerechten Einsendungen wählt die unabhängige und fachkundige Jury die besten Arbeiten aus und vergibt auch die Auszeichnungen in zwei Altersgruppen.

Jurymitglieder:
– Pia Fruth – Kulturredaktion SWR
– Silvia Hall – Caritas
– Wolfgang Hinz-Rommel – Diakonie
– Dieter de Lazzer – Schriftsteller, Theologe und Rechtsanwalt
– Eva Christina Zeller – Lyrikerin, freie Autorin und Rundfunkjournalistin

Preise:
In jeder Altersgruppe gibt es 3 Preise im Wert von 500, 300 und 200 Euro zu gewinnen
– Altersgruppe I: 01.08.1991 und dem 31.07.1995
– Altersgruppe II: 01.08.1985 und dem 31.07.1991

Manuskripte, die nicht den Teilnahmebedingungen entsprechen, können für die Preisvergabe nicht berücksichtigt werden. Die Entscheidung der Jury ist auf dem Rechtsweg nicht anfechtbar.

Preisverleinung:
Die Preisverleihung findet am 12.11.2011 statt. Die Preisträger haben die Möglichkeit, ihre Beiträge selbst vorzulesen.

Veröffentlichung:
Es ist auch eine Veröffentlichung der eingesandten Texte geplant. Hierzu ist es erforderlich, dass die Erstrechte bei der Buch- und Kunsthandlung WEKENMANN – Bücher, Licht & mehr liegen.

Form der Einsendung:
PC-geschriebenes Manuskript, maximal 5 Seiten DIN A4 (Schriftart Arial 14), rechter Rand 3 cm, in sechsfacher Ausfertigung. Einsendungen per Datenträger oder per E-Mail können nicht berücksichtigt werden.

Nicht vergessen, bevor du deine Kurzgeschichte versendest!!!
Beiblatt 1 (siehe unten) mit deinen persönlichen Daten ausfüllen und in einem verschlossenen Kuvert mit Kennwort beilegen.
– Beiblatt 2 (siehe unten) mit deinen anonymen Daten und Kennwort als Deckblatt für die Kurzgeschichte ausfüllen.

Zu guter Letzt:
Habt bitte Verständnis dafür, dass wir während der Preisfindung keine Auskünfte geben können und seht deshalb auch von Nachfragen ab. Die Preisträger werden von uns auf jeden Fall rechtzeitig informiert.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Schreiben und sind auf eure eingereichten Texte gespannt.

Nähere Angaben und auch die beiden Beiblätter

http://www.wekenmann-buch.de/files/as-3-beiblatt-01-2011.pdf
http://www.wekenmann-buch.de/files/as-4-beiblatt-02-anonym-2011.pdf

findet ihr im Internet unter www.wekenmann-buch.de

Quelle: Uschtrin

Ein Rad bis morgen

Jetzt wird es aber Zeit! Nur noch bis morgen kann man bei Audible „Drohende Schatten“, die erste Folge des Hörbuchs „Das Rad der Zeit“ von Robert Jordan, gelesen von Helmut Krauss, der Synchronstimme von Marlon Brando und Samuel L. Jackson, gratis herunterladen.

Warum? Weil das Hörbuch sein einjähriges Jubiläum feiert.

Vielen Dank für diese tolle Info an Feenfeuer, wo man noch weitere Informationen zu dieser Aktion und dem Hörbuch findet.

Tod in der Commerzbibliothek bis 02.08.10

Kurzgeschichten-Wettbewerb zum 275. Jubiläum der Commerzbibliothek

Wirtschaft und Verbrechen sind für AutorInnen seit jeher ein interessantes Feld für ihre Geschichten. Und genau darum geht es auch beim Commerzkrimi-Wettbewerb: Spannende Kurz-Krimis. Die älteste Wirtschaftsbibliothek der Welt wünscht sich zum 275. Jahrestag von Hamburger AutorInnen Neues zum Thema „Tod in der Commerzbibliothek“. Dabei ist den Verfassern überlassen, ob sie ihren Kurzkrimi im Gründungsjahr der Bibliothek, in der Gegenwart oder irgendwann dazwischen ansiedeln. Der Tatort allerdings soll die Commerzbibliothek sein und die Geschichte muss einen Bezug zum Jahr 1735 haben.

Hat das Opfer vorher eine Seereise unternommen, Freunde im eleganten Kontorhaus getroffen oder im Büchermagazin etwas gesucht? Ist eine Zeitungsanzeige aus dem Jahr 1735 der Auslöser für das Verbrechen? Verbirgt sich ein dunkles Geheimnis hinter den im Jahr 1755 verschwundenen Büchern? Oder spielt ein Bücherschädling mit dem Namen „Totenuhr“ eine unheilvolle Rolle?

Die AutorInnen suchen sich fünf Begriffe aus folgender Liste aus, die in ihrer Kurzgeschichte in loser Reihenfolge auftauchen müssen: Atlas, Buchbinder, Bibliothekarin, Commerzdeputation, Lesesaal, Oktant, Ratsweinkeller, Convoyschiff, Kontor, Kaufmann Bartholomäus Wieck.

Für alle, die die Bibliothek vor Ort erleben und sich hier Inspirationen holen wollen, richten wir eine „Inspirationsstation“ ein. Ab Mai finden Sie dort die Baupläne der „Alten Commerzbibliothek“, verschiedene Zeitungsartikel aus dem Jahr 1735, Auszüge aus historischen Hamburger Adressbüchern, Fotos, eine Flasche Rotspon und noch vieles mehr.

Lassen Sie sich inspirieren und Ihrer Fantasie gruseligen, freien Lauf.

Teilnahmebedingungen:

1. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen aus dem norddeutschen Raum ab 16 Jahren.

2. Der Umfang sollte 5 Normseiten nicht überschreiten, darf aber gerne kürzer sein. Eine »Normseite« umfasst 1.800 Zeichen, also 30 Zeilen zu je 60 Anschlägen.

3. Angenommen werden nur ausgedruckte Manuskripte in dreifacher Ausfertigung. E-Mail-Einsendungen werden nicht berücksichtigt. Es werden keine Eingangsbestätigungen versandt.

4. Einzureichen ist ein Kurzkrimi, der bisher unveröffentlicht und frei von Rechten Dritter ist.

Anonymität bei der Beurteilung: Ihr Name darf nicht auf den Manuskriptseiten erscheinen. Versehen Sie daher bitte die erste Seite des Manuskripts mit einem Codewort, das Sie im Anschreiben erwähnen, damit die Zuordnung erfolgen kann.

5. Pro Bewerber darf nur eine Kurzgeschichte eingereicht werden.

6. Einsendeschluss ist Montag, der 2. August 2010. Es gilt das Datum des Poststempels. Bitte senden Sie Ihren Krimi an:

HANDELSKAMMER HAMBURG, Commerzbibliothek, Frau Dagmar Groothuis, Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg

7. Die Einsender/innen erklären sich damit einverstanden, dass ausgewählte Kurzkrimis ggf. veröffentlicht werden. Eine Rücksendung der Einsendungen kann nicht erfolgen.

8. Die Einsender/innen erklären sich damit einverstanden, dass sie im Falle des Wettbewerbsgewinn auf einer öffentlichen Lesung (am Tag der offenen Tür der Commerzbibliothek) ihren Gewinnerbeitrag vortragen oder von einem Dritten vortragen lassen.

9. Texte, die den Anforderungen und der Form nicht entsprechen, werden nicht berücksichtigt.

10. Unerwünscht sind brutale, gewaltverherrlichende oder pornographische Texte.

11. Mitarbeiter der Handelskammer Hamburg können nur an dem internen Paralell-Wettbewerb teilnehmen. Das heißt, dass ihre Beiträge in einem separaten Durchlauf von der Jury bewertet werden. Der Gewinner des Mitarbeiter-Krimipreises erhält einen Gutschein der Buchhandlung boysen + mauke.

Preise: Der Gewinner des Wettbewerbes erhält passend zum Jubiläum der Commerzbibliothek 275 Euro. Für den Zweit- und Drittplatzierten gibt es je einen Buchgutschein der Buchhandlung Boysen & Mauke. Die Geschichten der ersten drei Plätze werden für zwei Monate auf der Homepage der Handelskammer Hamburg veröffentlicht.

Jury: Eine dreiköpfige Jury aus dem Präses der Handelskammer, Frank Horch, der Bestsellerautorin Petra Oelker und der Bibliothekleiterin Dagmar Groothuis entscheidet über die Gewinner. Die Gewinner werden bis Ende Oktober 2010 benachrichtigt. Außerdem werden die Resultate (Teilnehmerzahl, Namen der Gewinner etc.) auf der Homepage der Commerzbibliothek veröffentlicht.Die Entscheidung der Jury ist nicht anfechtbar, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Preisverleihung: Die Preisverleihung zum Commerzkrimi  findet im Rahmen des Tags der offenen Tür der Commerzbibliothek am Donnerstag den 4. November 2010 in der Handelskammer Hamburg statt.

Rückfragen unter info@commerzbibliothek.de

Wir freuen uns auf Ihre spannenden Kurzkrimis und wünschen viel Vergnügen bei der Reise in die Vergangenheit und viel Erfolg beim Schreiben!

Gut und teuer

Cover Handbuch für Autorinnen und AutorenSie ist da, die siebte Auflage des Handbuchs für Autorinnen und Autoren aus dem Uschtrin Verlag.

Gewohnt informativ und umfassend ist dieses Standardwerk, in der Jubiläumsausgabe „25 Jahre Handbuch“ , wohl jedem ans Herz zu legen, der sich mit den Themen rund um das Schreiben und Veröffentlichen auseinandersetzen will.

Enthalten sind unter anderem fünfzehn Beispielexposés mit Kommentaren der betreffenden Agenturen, LektorInnen und AutorInnen, viele exklusive Beiträge von Brancheninsidern, Musterverträge, Verlagsadressen und vieles mehr. Mehr Informationen gibt es hier. Spätestens ein Blick ins Inhaltsverzeichnis dürfte das Begehren wecken.

Ob man diesem Begehren nachkommt, wird stark davon abhängen, ob einem das Handbuch 49,90 Euro wert ist. Für das Geld wird eindeutig viel geboten in einem Werk, das den Autor lange Zeit begleiten kann. Allerdings kostet das vergleichbare Jahrbuch für Autoren und Autorinnen vom Autorenhaus-Verlag ganze 20,- Euro weniger. Auch hier kann man sich vorab das Inhaltsverzeichnis ansehen.

Neues von den Geschichtenwebern

Das aus meiner Sicht Wichtigste zuerst:

Die Anthologie mit dem Arbeitstitel Steampunk, in der ich auch mit einer Geschichte vertreten bin, wird nächstes Jahr im Arcanum Fantasy Verlag erscheinen. Soll heißen: Herausgeber und Verlag haben die Verhandlungen abgeschlossen. Geplanter Erscheinungstermin ist Juni 2010. Der Titel des Buches steht noch nicht fest, wird aber sicher bald bekanntgegeben.

Die Saga der Drachenschwerter
Die Saga der Drachenschwerter

Besonders freue ich mich allerdings auch auf die „Saga der Drachenschwerter“, die auf Mythen aufbaut, mit denen ich selbst weniger vertraut bin. Schon das Cover macht allerdings Lust auf mehr.
Mit dem Wunderwaldverlag hat auch diese Anthologie eine schöne Heimat gefunden. Während sich das Manuskript aktuell im Verlagslektorat befindet, empfehlen die Herausgeber Janine Höcker und Gerd Scherm, sich einmal auf den schön gestalteten und informativen Blogseiten zur Saga umzuschauen.

Das „Spukhaus“ hatte ich euch ja schon vorgestellt. Hier warten die Herausgeber und Autoren  jeden Tag auf die druckfrischen Exemplare, damit es endlich, wie der Buchtitel sagt, „zu verkaufen“ ist! Solange vertreiben sie sich die Zeit mit dem Planen der Lesungstermine. Im neuen Jahr wird es deutschlandweit richtig rund gehen, damit das „Spukhaus“ bald in aller Munde ist.

Inzwischen ist auch das Lektorat für die zweite Kurzkrimi-Sammlung der S.E.K. Mordlust abgeschlossen. Die Antho wird diesmal starke regionale Bezüge beinhalten. Der Wurdack-Verlag ist derzeit dabei, die Texte zur Druckreife zu bringen. Titel und Erscheinungstermin stehen aber noch nicht fest.

Eng mit dem Wurdack-Verlag zusammen hängt auch die Anthologie „Das ist unser Ernst“. Aufgrund strenger Geheimhaltung haben bisher sicher nur sehr wenige von diesem interessanten Projekt erfahren, daher im Folgenden ein bisschen Aufklärung:

Dieses als Überraschung, Dankeschön und zum Jubiläum im Geschichtenweberuntergrund gestartete Projekt ist seit dem BuCon 2009 fertiggestellt und wird gerade gedruckt.
Zweiundzwanzig Autoren, darunter Preisträger und Nominierte des Deutschen Phantastikpreis und des Deutschen SF-Preis, haben sich an diesem außergewöhnlichen Buch beteiligt.
In amüsanten und mit Insiderwissen garnierten Geschichten lassen die Autoren ihren Lieblingsverleger Ernst Wurdack nun einmal persönlich in ihren geschaffenen Welten agieren und beleuchten dabei auch bisher Ungeschriebenes. Eine geschickt gewobene Rahmenhandlung komplettiert die phantastische Geschichtenkette der besonderen Art.
Ein Lesespaß insbesondere für alle Geschichtenweber, Storyolympioniken, Autoren, Herausgeber, Verleger und neugierige Leser.

Ich danke den Herausgebern der Edition Geschichtenweber für ihre umfangreichen Informationen.

Harte Woche

Das alljährliche Jubiläum des Studentenkellers hat mir eine erwartungsgemäß harte Woche beschert, in der ich verhältnismäßig wenig zum Schreiben gekommen bin. Allerdings ist eben alles relativ, denn im Vergleich zu den vergangenen Jahren bin ich doch ziemlich gut vorangekommen.

Was den Krimi betrifft, hatte ich ein paar gute Ideen zu meinen Figuren, habe ein bisschen weitergeschrieben, ein bisschen den Plot verfeinert und ein bisschen überarbeitet.

Ansonsten kam letzte Woche das Märchenbuch „Zauberhafte Herzen“ vom Sperling-Verlag und eine Absage für das Rostock-Stipendium.

Die neue Woche begann mit der freudigen Botschaft, dass der Debütroman meines Pseudonyms Ben Philipp, „Die Magiera“, seit heute bestellbar ist (mehr dazu). Das motiviert doch und hilft über die kleine (ebenso erwartungsgemäße) Erkältung.

Der BuCon war zu kurz

Mit etwas Verspätung will ich nun noch vom Samstag in Frankfurt, genauer in Dreieich, berichten.
Im dortigen Bürgerhaus findet alljährlich parallel zur Buchmesse der / die Buchmesse Con statt. Das ist sozusagen eine (stark) verkleinerte Ausgabe der Buchmesse, die sich speziell an Freunde der phantastischen Literatur richtet. Und es ist der jährliche Haupttreffpunkt der Geschichtenweber geworden.

Kurz nach 11.00 Uhr lenkte ich meine brave Karre auf den Parkplatz des Bürgerhauses. Nachdem ich mir am Einlass das übliche Tütchen mit kleinen Präsenten und Werbeprospekten abgeholt hatte, fand ich mich unter den ersten Frühconventlern, zu denen leider weder ein Geschichtenweber noch eine mir sonst irgendwie bekannte Person gehörte.

Also nach einer kleinen Inforunde erst einmal zurück an die frische Luft und rauchenderweise auf bekannte Ankömmlinge warten. Als erstes tauchte Nina Horvath auf, quasi direkt aus dem Liegewagen des Zugs aus Wien. Wir gingen gemeinsam wieder in den großen Saal, setzten uns mit zwei Käffchen an einen freien Tisch und harrten der Geschichtenweber, die da noch kommen sollten.

Jörg Olbrich: Das Erbe des Antipatros
Jörg Olbrich: Das Erbe des Antipatros

Das wurden schließlich eine ganze Menge. Rund 40 Forenkollegen und -kolleginnen trudelten im Laufe des Tages ein. Unser Stand wurde direkt neben dem des Scratch-Verlags mit Büchern und Naschereien drapiert. Natürlich musste ich mir beim Nachbarn gleich den Debütroman von Geschichtenweberadmin Jörg Olbrich anschauen, „Das Erbe des Antipatros„, von dem ich mir später auch ein signiertes Exemplar mitnehmen durfte.

Sehnsüchtig erwartet wurde Timo Bader, nicht zuletzt, weil er die neuen Geschichtenweber-T-Shirts mit sich führte. Bald darauf wurde es viel leichter, Geschichtenweber von Nicht-Geschichtenweber zu unterscheiden. Dennoch gab es Geschichtenweber in allen Farben zu sehen, ein recht butes Treiben.

Die GW-Shirts (Foto: Nina Horvath)
Die GW-Shirts (Foto: Nina Horvath)

Natürlich gab es nicht nur Geschichtenweber auf der Con. Einige der Conbesucher hatte ich schon am Vortag auf der Buchmesse oder beim Galaktischen Forum getroffen, mit anderen gab es ein exclusives Wiedersehen in Dreieich.

Und natürlich fiel es wieder schwer, sich einerseits zwischen den vielfältigen Programmpunkten, andererseits zwischen Programm und Gesprächen zu entscheiden. Ich besuchte schließlich die Lesungen von Christoph Hardebusch und Thomas Finn und konnte mich freuen, dass ich Markus Heitz stattdessen am gestrigen Mittwoch bei seiner Lesung in Rostock besuchen durfte (dazu mehr an anderer Stelle).
Sehr interessant auch die Podiumsdiskussion zum Thema, ob sich in der Zukunft der Fantasyliteratur die angeblich guten Autoren endgültig gegen den angeblichen Trash des Genres durchsetzen werden.

Schließlich stand noch die Verleihung des Deutschen Phantastikpreises an, der in diversen Kategorien vergeben wurde. Während Markus Heitz in der Kategorie Bester deutschsprachiger Roman gleich mal den zweiten und den ersten Platz belegte, wurde die Anthologie „Die Unterirdischen“ der Geschichtenweber auf Platz 2 in der Kategorie Beste deutschsprachige Anthologie gewebt. Auch in der Anthologie, die es auf Platz 3 schaffte, Drachenkinder: „Geschichten eines Krieges“, bin ich mit einer Geschichte vertreten.

Die beiden Höhepunkte des Tages (jedenmfalls für mich) sollten jedoch erst noch folgen.
Zunächst gleich im Anschluss an die Preisverleihung die Lesung der Geschichtenweber! Trotz vorgerückter Stunde füllte sich das sogenannte Hangardeck, in dem sechs Geschichtenweber von vorn und einer aus dem Publikum die aktuellen Veröffentlichungen vorstellten sowie einen Ausblick auf die Zukunft gaben. Das Alles im fünften Bestehensjahr der Autorengruppe.

Lesung der Geschichtenweber (Foto: Simone Edelberg)
Lesung der Geschichtenweber (Foto: Simone Edelberg)

Den Anfang machte Timo Bader, der nach der Vorstellung ein paar Worte zu „Darwins Schildkröte“ verlor, um dann einen Ausschnitt  seiner Geschichte daraus vorzutragen. Zur Verstärkung hatte er sich einen zweiten Leser auf die Bühne geholt: mich! Warum er mir den Text nicht vorher schon in die Hand gedrückt hatte, wurde mir allerdings erst jetzt klar: Ich las die Rolle eines überaus hässlichen, haarigen 200-Kilo-Außerirdischen!
Nachdem das sowohl im Publikum als auch am Lesetisch für viel Belustigung gesorgt hatte, stellte Wolfgang Schroeder quasi inkokgnito aus den Reihen der Zuschauer die Krimianthologie „Mord in jeder Beziehung“ vor, aus der Berta Berger (wieder von vorne) mit einer Probe ihres Beitrags sicher auch den ein oder anderen eingefleischten Phantastik-Freak neugierig machen konnte.
Nina Horvaths Begeisterung allein sollte Überzeugung genug gewesen sein, als sie mit strahlendem Lächeln die druckfrischen „Metamorphosen“ präsentierte und mit noch strahlenderem aus ihrer Geschichte las.
Schließlich erfuhren die Anwesenden von Tatjana Stöckler noch alles Wissenswerte zur fast schon erschienenen Anthologie „Spukhaus zu vermieten“ und Maike Schneider bot mit ihrer Geschichte einen eindrucksvollen Vorgeschmack.

Geschmack war auch das Stichwort für den zweiten persönlichen Höhepunkt, das alljährliche gemeinsame Abendessen der Geschichtenweber nach der Con. Das Restaurant Alt Sprendlingen bot beim „Lendchenabend“ auch diesmal wieder leckeres Essen und gemütliche Atmosphäre für einen gelungenen Abschluss der viel zu kurzen Veranstaltung.

Weitere Bilder und Berichte gibt es unter anderem von der großartigen Simone Edelberg hier und hier sowie vom Freund eines Freundes hier.

Die Geschichtenwebergeschichte: Teil 5

TEIL 5: 23. August 2008 – 23. August 2009

Fünf Jahre „Edition Geschichtenweber“. Fünf Jahre, in denen Kurzgeschichten von über hundert deutschsprachigen Autoren (aus drei Ländern), bestehend aus professionellen Schreibern und vielversprechenden Nachwuchstalenten, in elf Anthologien bei fünf Verlagen untergebracht wurden. Die bisher veröffentlichten elf Sammlungen, zusammengerechnet knapp 3000 Seiten, haben 15 verschiedene Herausgeber betreut.
Im Herbst 2009 erscheinen zwei neue Anthologien („Metamorphosen“ und „Spukhaus zu vermieten“) bei zwei neuen Verlagen (Verlag Torsten Low und Wortkuss-Verlag).
Für nächstes Jahr ist eine historische Roman-Trilogie beim Wurdack-Verlag angekündigt, eine Anthologie beim Wunderwald-Verlag und der Fortsetzungsband der Krimi-Reihe der S.E.K. Mordlust. Drei weitere Sammlungen sind im Entstehen. Eine beachtliche Leistung und ein Anlass, um zurückzublicken.

Wie jedes Jahr gehört der BuchmesseCon auch 2008 zu den wichtigsten Treffpunkten der Geschichtenweber. Über 30 Mitglieder des Forums kommen nach Dreieich. Die Lesung der Geschichtenweber ist sehr gut besucht und die Zuhörer bekommen einen Überblick über die bisher veröffentlichten Werke.
Es wird bekannt gegeben, dass das Forum mit Philipp Bobrowski (Thorongil) ab sofort zum ersten Mal einen vierten Admin hat.
Zu den Höhepunkten der Veranstaltung gehört die Vorstellung der Anthologie „Die Unterirdischen“. Die von Timo Bader und Jörg Olbrich herausgegebene Sammlung erscheint im Wurdack-Verlag. Gemeinsam mit Bestsellerautor Christoph Hardebusch, der das Projekt mit einem Beitrag unterstützte, halten die Autoren eine Signierstunde ab. Das Buch verkauft sich noch auf der Veranstaltung über alle Maßen gut und ist bald darauf vergriffen.

Ebenfalls pünktlich zum BuCon erscheint mit „Darwins Schildkröte“ die erste SF-Anthologie der Geschichtenweber. Die Herausgeber – Nina Horvath, Timo Bader und Bernhard Weißbecker – setzen bei diesem Projekt auf eine Kombination aus Science Fiction und Humor und realisieren das Buch mit dem Fabylon-Verlag.

Bei der Verleihung des Deutschen Phantstik Preises 2008 belegt „Die Formel des Lebens“ am selben Abend den dritten Platz in der Kategorie „Beste Original-Anthologie/Kurzgeschichten-Sammlung“. Die Shortstory „Herz aus Stein“ von Jörg Olbrich gewinnt den Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie „Beste Kurzgeschichte“.

Ende des Jahres 2008 veröffentlicht die innerhalb des Forums neu gegründete S.E.K. Mordlust im Wurdack Verlag die Anthologie „Mord in jeder Beziehung“ als Auftakt einer neuen Krimi-Reihe. Damit gehören die Zeiten, in denen sich die Geschichtenweber auf die Genres Phantastik und Fantasy beschränkten, endgültig der Vergangenheit an. Verantwortlich für das Projekt sind Berta Berger, Bente Klindt, Wolfgang Schröder und Jürgen Brandner.

Als der Gründer der Storyolympiade Ernst Wurdack nach 10 Jahren auf eigenen Wunsch aus dem Team ausscheidet, übernehmen die Geschichtenweber im Juni 2008 die Organisation der beliebten und bekannten „Storyolympiade“. Die Jury bleibt zum Großteil bestehen. Wie bisher werden die Siegergeschichten in einer Anthologie zusammengefasst, die im Wurdack-Verlag erscheint.

Im Frühjahr 2009 der Schock: Rapidforum kündigt an, dass es seine Foren schließt. Die Geschichtenwerber bangen, ob es gelingen wird, den Forenumzug so zu gestalten, dass die bisherigen Beiträge übernommen werden, oder ob im schlimmsten Fall die bisherige Arbeit verloren geht. Schnell wird klar, dass man nicht warten kann, bis Rapidforum eine Lösung bietet. Dank des unermüdlichen Einsatzes von Rio (Florian Bader) entsteht innerhalb kürzester Zeit ein neues Forum, in das die Geschichtenweber mitsamt aller Threads und Inhalte umziehen. Im August 2009, kurz vor dem 5. Geburtstag der „Geschichtenweber“, zählt die Gemeinschaft 613 Mitglieder.

Alle sind sich einig, dass die „Edition Geschichtenweber“ und ihr neues Forum noch lange bestehen werden. Lassen wir uns also überraschen, was die nächsten Jahre bringen werden.
Mit dem BuchmesseCon 2009 steht ein weiterer Meilenstein für die Geschichtenweber an. Erstmals werden sie dort ihre eigenen T-Shirts präsentieren.
„Die Unterirdischen“, herausgegeben von Timo Bader und Jörg Olbrich, sind 2009 in der Kategorie „Beste Original-Anthologie/Kurzgeschichten-Sammlung“ für den Deutschen Phantastik Preis nominiert.

Und die Geschichtenweber haben nicht nur gezeigt, dass sie in Eigenregie interessante und ansprechende Buchprojekte realisieren können, sie haben vielfach bewiesen, dass sie Autoren eine beinahe familiäre Heimat bieten können, aus der heraus es sich auch hervorragend an der eigenen Karriere basteln lässt.
Diverse Geschichtenweber präsentieren regelmäßig ihre neuen Veröffentlichungen im Forum, berichten von ihren abgeschlossenen Verträgen mit Agenturen und Verlagen oder laden zu Lesungen und ähnlichen Veranstaltungen ein. Nicht wenige Forenkollegen durften die Geschichtenweber nahezu von ihren ersten Schreibversuchen bis hin zur Veröffentlichung ihres ersten Einzeltitels begleiten, sei es im Kleinverlag oder in einem der Großen der Branche. Und auch für manchen, der längst mit erfolgreichen Werken seine Fans begeistert, ist das Forum ein Anlaufpunkt geworden.
Ein Forum, in dem aber noch immer auch der Schreibanfänger Rat und Unterstützung erfährt. Und die Möglichkeit, die eigenen Ideen in Projekte fließen zu lassen, seien es selbst erdachte oder die der Forenkollegen.

Beste Voraussetzungen also für einen langen Fortbestand der Geschichtenweber und ihrer Edition.

Die Geschichtenwebergeschichte: Teil 4

TEIL 4: 23. August 2007 – 23. August 2008

Fünf Jahre „Edition Geschichtenweber“. Fünf Jahre, in denen Kurzgeschichten von über hundert deutschsprachigen Autoren (aus drei Ländern), bestehend aus professionellen Schreibern und vielversprechenden Nachwuchstalenten, in elf Anthologien bei fünf Verlagen untergebracht wurden. Die bisher veröffentlichten elf Sammlungen, zusammengerechnet knapp 3000 Seiten, haben 15 verschiedene Herausgeber betreut.
Im Herbst 2009 erscheinen zwei neue Anthologien („Metamorphosen“ und „Spukhaus zu vermieten“) bei zwei neuen Verlagen (Verlag Torsten Low und Wortkuss-Verlag).
Für nächstes Jahr ist eine historische Roman-Trilogie beim Wurdack-Verlag angekündigt, eine Anthologie beim Wunderwald-Verlag und der Fortsetzungsband der Krimi-Reihe der S.E.K. Mordlust. Drei weitere Sammlungen sind im Entstehen. Eine beachtliche Leistung und ein Anlass, um zurückzublicken.

Im Jahr 2007 beteiligen sich die Geschichtenweber mit einer Idee von Nina Horvath an einer Ausschreibung des Wurdack-Verlags. Gesucht werden besondere Buch-Projekte von kreativen Schreibgruppen. Die Geschichtenweber erhalten den Zuschlag für die Sammlung „Die Formel des Lebens“ und arbeiten das Konzept um die Erschaffung künstlicher Existenzen in einem geschlossenen Bereich des Forums weiter aus. Der Leser verfolgt die Saga der Familie Draganov über Generationen hinweg bis in die Gegenwart und begibt sich gleichzeitig auf einen Streifzug durch die europäische Geschichte der letzten Jahrhunderte. Die Kurzgeschichte „Die geteilte Seele“ von Nina Horvath wird für den Vincent Preis 2007 nominiert.

Am Ende des Jahres 2007 kommt es zu einer unangenehmen Überraschung: Von einem Tag auf den anderen ist die Webseite der „Geschichtenweber“ nicht mehr erreichbar. Der Verantwortliche hat sich still und heimlich aus der Foren-Gemeinschaft zurückgezogen und den Vertrag für Domain und Webspace nicht verlängert. Auch nach umfangreichen Nachforschungen bleibt die Person unauffindbar. Bis heute sind die genauen Hintergründe unbekannt. Abhilfe ist schnell geschaffen, denn die alte Webseite (geschichtenweber.de) bekommt einen neuen Hafen http://www.edition-geschichtenweber.de.

Bis zum 23. August 2008, dem vierten Jahrestag der „Edition Geschichtenweber“, erhöht sich die Mitgliederzahl um weitere 150. Der erfreuliche Trend des Vorjahres setzt sich damit fort, sodass sich inzwischen 500 Geschichtenweber im Forum tummeln, von denen sich viele täglich an den Diskussionen beteiligen, Informationen austauschen oder in den Projektgruppen arbeiten.

Die Geschichtenwebergeschichte: Teil 3

TEIL 3: 23. August 2006 – 23. August 2007

Fünf Jahre „Edition Geschichtenweber“. Fünf Jahre, in denen Kurzgeschichten von über hundert deutschsprachigen Autoren (aus drei Ländern), bestehend aus professionellen Schreibern und vielversprechenden Nachwuchstalenten, in elf Anthologien bei fünf Verlagen untergebracht wurden. Die bisher veröffentlichten elf Sammlungen, zusammengerechnet knapp 3000 Seiten, haben 15 verschiedene Herausgeber betreut.
Im Herbst 2009 erscheinen zwei neue Anthologien („Metamorphosen“ und „Spukhaus zu vermieten“) bei zwei neuen Verlagen (Verlag Torsten Low und Wortkuss-Verlag).
Für nächstes Jahr ist eine historische Roman-Trilogie beim Wurdack-Verlag angekündigt, eine Anthologie beim Wunderwald-Verlag und der Fortsetzungsband der Krimi-Reihe der S.E.K. Mordlust. Drei weitere Sammlungen sind im Entstehen. Eine beachtliche Leistung und ein Anlass, um zurückzublicken.

Nachdem im Jahr 2005 drei Bände der „Edition-Geschichtenweber“ erschienen sind, müssen die Leser im Folgejahr warten, bis im November mit „ALEA³ – Ein Jahr danach“ erstmals die Fortsetzung einer Kurzgeschichtensammlung der Geschichtenweber erscheint. Fünf Geschichten aus dem ersten Buch werden von den jeweiligen Autoren fortgesetzt, während in fünf neuen Geschichten neue Helden durch den Würfel akquiriert werden. Wie auch bei Band 1 zeichnen sich Birgit Käker und Jörg Olbrich als Herausgeber verantwortlich. Erstmals erscheint eine Anthologie der Geschichtenweber sowohl als Hardcover als auch als Taschenbuch. Leider ist dies gleichzeitig das vorerst letzte Projekt, das die Geschichtenweber gemeinsam mit dem Web-Site-Verlag realisieren.

Ohne den Web-Site-Verlag, der sich aus dem Anthologie-Geschäft zurückgezogen hat, müssen die Geschichtenweber beweisen, dass sie auch andere Verlage zur Zusammenarbeit gewinnen können. Der Beweis wird schon kurz darauf erbracht. Während sich die Herausgeber von „Burgturm im Nebel“ schon unabhängig vom Rückzug des Web-Site-Verlags nach anderen Verlagen umgesehen haben, gelingt auch mit der Anthologie „Herzblut“ der Wechsel.

Nachdem alle bisherigen Projekte forenintern ausgeschrieben wurden, starten mit diesen beiden Büchern im Jahr 2007 erstmals öffentliche Ausschreibungen. Dies führt dazu, dass zahlreiche neue Autoren den Weg ins Forum finden und sich die Mitgliederzahl zum dritten Geburtstag im August 2007 auf 350 erhöht.

Unter der Herausgeberschaft von Maike Schneider, Christine Förster und Damian Wolfe erscheint im Juni 2007 bei 1-2-buch die Anthologie „Herzblut“. Nach längeren Diskussionen bezüglich eines geeigneten Covers findet sich schließlich ein Bild der Mitherausgeberin Maike Schneider auf dem Buch.

Mit „Burgturm im Nebel“ (Juli 2007), für das die Herausgeber Johanna Michallik und Philipp Bobrowski den Schreiblust-Verlag gewinnen können, zeigen die Geschichtenweber erstmals, dass sie nicht auf Fantasy spezialisiert sind, sondern ein breiteres Spektrum abdecken können. Die Anthologie bietet Geschichten, die nur einen lokalen Rahmen gemeinsam haben. im Genre aber von der Science Fiction bis zum Krimi reichen. Für Freunde der Edition ein Hinweis auf die zukünftig breitere Ausrichtung der Geschichtenweber-Projekte.

Die Geschichtenwebergeschichte – Teil 2

TEIL 2: 23. August 2005 – 23. August 2006

Fünf Jahre „Edition Geschichtenweber“. Fünf Jahre, in denen Kurzgeschichten von über hundert deutschsprachigen Autoren (aus drei Ländern), bestehend aus professionellen Schreibern und vielversprechenden Nachwuchstalenten, in elf Anthologien bei fünf Verlagen untergebracht wurden. Die bisher veröffentlichten elf Sammlungen, zusammengerechnet knapp 3000 Seiten, haben 15 verschiedene Herausgeber betreut.
Im Herbst 2009 erscheinen zwei neue Anthologien („Metamorphosen“ und „Spukhaus zu vermieten“) bei zwei neuen Verlagen (Verlag Torsten Low und Wortkuss-Verlag).
Für nächstes Jahr ist eine historische Roman-Trilogie beim Wurdack-Verlag angekündigt, eine Anthologie beim Wunderwald-Verlag und der Fortsetzungsband der Krimi-Reihe der S.E.K. Mordlust. Drei weitere Sammlungen sind im Entstehen. Eine beachtliche Leistung und ein Anlass, um zurückzublicken.

Im weiteren Verlauf des Jahres 2005 werden zwei neue Sammlungen vom Web-Site-Verlag veröffentlicht. Die Anthologie „Wildes Land“, herausgegeben von Timo Bader und Jürgen K. Brandner, umfasst vierzehn Geschichten, die allesamt an drei Orten spielen: in Sümpfen, Höhlen oder dunklen Wäldern. Pro verkauftem Werk werden zwei Euro vom Erlös an den „World Wide Fund for Nature“ (WWF) gespendet. Die Anthologie sowie zwei Kurzgeschichten werden für den Deutschen Phantastik Preis 2006 nominiert; Co-Herausgeber Jürgen K. Brandner gewinnt die Trophäe für die „Beste Kurzgeschichte“.
Zum ersten Mal in Eigenregie stellt Timo Bader die Beiträge für „OPTATIO ONYX – Wünsche des Verderbens“ zusammen. Das Buch, in dessen Mittelpunkt ein geheimnisvoller Armreif steht, belegt beim „Wettbewerb der Literaturplattformen“ den vierten Platz. Von Dezember 2005 bis März 2006 findet eine deutschlandweite Lese-Tour statt.

Im Juli 2005 zieht sich die Gründerin des Forums, Cassidy Rees, aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen zurück. Die Leitung des Forums wird Jörg übertragen. Als Ersatz für Cassie wird Timo (Bader) zum Admin ernannt. Kurz darauf legt auch Geli ihren Admin-Posten nieder, den im Dezember 2005 Maike Schneider (hexy) übernimmt.

Ende 2005 liegen vier Buchveröffentlichungen vor, und die Foren-Gemeinschaft umfasst rund 150 Mitglieder. In diesem Jahr gab es die ersten Nominierungen für literarische Auszeichnungen, ein gutes Abschneiden bei einem großen Wettbewerb und sogar den Deutschen Phantastik Preis für eine Kurzgeschichte aus der „Edition Geschichtenweber“.

5 Jahre: Ein Forum wächst

Und die Erfolge sind beinahe unglaublich! Lest die Geschichte der Geschichtenweber. Ein Forum, in dem ich selbst mich am 24. August 2004, 15:05 Uhr angemeldet habe.

Am Sonntag, den 23. August 2004, ist es endlich soweit. Vor genau fünf Jahren entschließt sich Cassidy Rees, die Plattform zu gründen, die wir heute als das „Geschichtenweber“-Forum kennen. Nur wenige Minuten später, um genau 13:16 Uhr, hat sie sich als das allererste Mitglied registriert.
In den nächsten fünf Tagen wollen wir die letzten fünf Jahre Revue passieren lassen. Jeden Tag fassen wir  die Entwicklungen eines Jahres zusammen:

TEIL 1: 23. August 2004 – 23. August 2005

Fünf Jahre „Edition Geschichtenweber“. Fünf Jahre, in denen Kurzgeschichten von über hundert deutschsprachigen Autoren (aus drei Ländern), bestehend aus professionellen Schreibern und vielversprechenden Nachwuchstalenten, in elf Anthologien bei fünf Verlagen untergebracht wurden. Die bisher veröffentlichten elf Sammlungen, zusammengerechnet knapp 3000 Seiten, haben 15 verschiedene Herausgeber betreut. Im Herbst 2009 erscheinen zwei neue Anthologien („Metamorphosen“ und „Spukhaus zu vermieten“) bei zwei neuen Verlagen (Verlag Torsten Low und Wortkuss-Verlag). Für nächstes Jahr ist eine historische Roman-Trilogie beim Wurdack-Verlag angekündigt, eine Anthologie beim Wunderwald-Verlag und der Fortsetzungsband der Krimi-Reihe der S.E.K. Mordlust. Drei weitere Sammlungen sind im Entstehen. Eine beachtliche Leistung und ein Anlass, um zurückzublicken.

Am 23. August 2004 finden sich einige begeisterte Schreiber in dem Forum buecherzauber.biz von Cassidy Rees, einsame Wanderer, Einzelkämpfer. Sie üben die unterschiedlichsten Berufe aus, decken nahezu alle Altersschichten ab, schreiben seit frühester Kindheit oder haben gerade erst damit begonnen und warten mit den verschiedensten Schreibstilen auf. Schnell entsteht die Idee, eine Arbeitsplattform zu entwickeln, auf der ein lockerer Zusammenschluss von Künstlern und Autoren gemeinsam Anthologien – Sammlungen von Kurzgeschichten zu bestimmten Themen – planen, erarbeiten und gestalten kann, um sie Verlagen schließlich zur Veröffentlichung anzubieten. Die ersten Admins sind Cassie (Cassidy Rees), Jörg (Olbrich) und Geli (Angelika Frey).

Die erste Anthologie – „ALEA³ – Der Weltenwürfel“ stellen Jörg Olbrich und Birgit Käker zusammen. Die Geschichten ranken sich um den Weltenwürfel, ein Relikt aus einer längst vergangener Zeit, einen Schlüssel zu fantastischen Welten. Am Ende einer jeden Geschichte zieht der Würfel weiter, und so reihen sich die Geschichten aneinander. Ein Element, das später zu einem Markenzeichen der „Edition Geschichtenweber“ wird.

Ende 2004 wird die Sammlung mit verwobenen Geschichten vom Web-Site-Verlag publiziert und auf dem WintermärchenCON vorgestellt. Es ist die erste Lesung der „Geschichtenweber“, anlässlich der sich viele Foren-Mitglieder zum ersten Mal außerhalb der virtuellen Welt und „in persona“ begegnen. Inzwischen umfasst die Foren-Gemeinschaft fast 100 Mitglieder. Immer neue Autoren bringen ihre Ideen und ihr Schreiben in die Projekte ein, die von der Planung über die Auswahl und Bearbeitung der Geschichten bis zur Herausgabe und Promotion der fertigen Bücher in Gemeinschaftsarbeit entstehen. Das Sprichwort „Viele Köche verderben den Brei“ wird so eindrucksvoll widerlegt und ersetzt. Denn „viele Köche bieten für jeden Geschmack etwas“.

Das Folgejahr 2005 ist von Veröffentlichungen durchzogen. Die zweite Anthologie „Schatten des Jenseits“ (Web-Site-Verlag) erblickt im Frühjahr 2005 das Licht der Welt. Dreizehn unheimliche Geschichten versammelt Herausgeberin Maike Schneider in diesem Band, der zum ersten Mal das Logo der „Edition Geschichtenweber“ trägt. Der offizielle Name der Reihe wird von den Mitgliedern der Gemeinschaft gewählt und am 13. März 2005 festgelegt. In die engere Wahl schaffen es folgende Vorschläge: Geschichtenweber, LiteraMagica, Tintenzauber, Wortweber und Bibliotheca Magica. Kurz darauf, in der Nacht vom 30. – 31. März 2005, geht die Webseite online (http://www.edition-geschichtenweber.de), damals noch unter einer anderen Adresse (geschichtenweber.de).