Fünf bis 30.11.11

Zum Ende des Novembers geht es nach Berlin und Timmendorf, es wird ein wenig Goldstaub aufgelegt und Krimis sollten baldigst veröffentlicht werden, so sie es noch nicht sind:

Cartoons und Hörspiele zum 01.08.11

Für Anfang August stehen zwei etwas ausgefallene Literaturpreise an, die den Romanschreibern, Kurzprosaspezialisten und Lyrikern eine Atempause gönnen.

__________

Deutscher Cartoonpreis

Bewerbungen können ab sofort eingereicht werden

Frankfurt, 28.3.2011 – Der Deutsche Cartoonpreis für neue Talente 2011 hat seine Netze ausgeworfen und fischt wieder nach den innovativsten NachwuchskünstlerInnen:
Gesucht werden die besten Cartoons, in diesem Jahr zu dem Motto „Ins Netz gegangen“. Neben dem richtigen Strich sollten die BewerberInnen in ihrem Cartoon geistreichen Humor, Originalität und Ideenreichtum aufblitzen lassen.
Teilnehmen können alle Zeichnerinnen und Zeichner, die bis zur Preisverleihung im Oktober noch kein eigenes Cartoonbuch veröffentlicht haben.

Eine sechsköpfige Jury, bestehend aus Juergen Boos (Direktor Frankfurter Buchmesse), Klaus Humann (Verleger, Carlsen), Rolf Dieckmann (Redakteur Humor und Satire, „Stern“), Ralph Ruthe (Cartoonist), Volker Hamann (Herausgeber der „Reddition“ und Buchhändler bei „Hummelcomic“) und Antje Haubner (Cartoon-Lektorin, Carlsen Verlag), entscheidet über die Vergabe der Preise.

Der Wettbewerb ist mit 1.000 Euro (1. Platz), 500 Euro (2. Platz) und 250 Euro (3. Platz) dortiert. Die SiegerInnen werden im Rahmen einer Preisverleihung am 14. Oktober im Comic-Zentrum in Halle 3.0 auf der Frankfurter Buchmesse (12. bis 16. Oktober 2011) geehrt. Die besten 20 Exponate werden darüber hinaus während der Messetage im Comic-Zentrum ausgestellt und können bereits ab Mitte September auf der Carlsen-Homepage unter www.carlsenhumor.de besichtigt werden.

Seit 2006 fördern die Frankfurter Buchmesse und der Carlsen Verlag mit dem Deutschen Cartoonpreis in jedem Jahr talentierte Illustratoren und Cartoonisten. Mit dem Wettbewerb möchten die Initiatoren die Kunstform des Cartoons stärker in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit rücken und jungen Talenten die Möglichkeit geben, von einer breiten Öffentlichkeit entdeckt zu werden.
Mehr als 300 eingereichte Cartoons widmeten sich im letzten Jahr dem Motto „Schöne Aussichten“.

Interessierte Cartoonisten können ein bis maximal drei Exponate als Farbkopie (keine Originale) oder als Datei (nicht größer als 1 MB) direkt beim Carlsen Verlag einreichen.

Carlsen Verlag
Stichwort: Deutscher Cartoonpreis 2011
Postfach 500 380
22703 Hamburg
E-Mail: cartoonpreis2011@carlsenverlag.de

Einsendeschluss ist der 1. August 2011.

http://www.carlsen.de/web/presse/newsitems/2011/03_28_DeutscherCartoonpreis_2011

Quelle: Uschtrin

__________

Deutscher Kinderhörspielpreis

Originalausschreibung: http://www.filmstiftung.de/Foerderungen/Hoerspiel/kinderhoerspielpreis.php

ARD und Filmstiftung NRW loben den Preis in Zusammenarbeit mit der Stadt Wuppertal aus

Bis zum 1. August läuft die Bewerbungsfrist für den mit 5.000 Euro dotierten Deutschen Kinderhörspielpreis, den die ARD gemeinsam mit der Filmstiftung NRW und in Zusammenarbeit mit der Stadt Wuppertal zum sechsten Mal ausschreibt. Ziel des Preises ist es, den besten Originalstoff oder die beste Adaption für Kinderhörspiele zu würdigen und damit auf dem unübersichtlichen Markt von Hörspielproduktionen für die Jüngsten ein Qualitätsbewusstsein zu schaffen. Der Deutsche Kinderhörspielpreis wird am 12. November 2011 bei den ARD Hörspieltagen in Karlsruhe vergeben. Die Kulturradios der ARD werden die Preisverleihung live übertragen.

Einreichen können neben den Landesrundfunkanstalten der ARD und DRadio auch Verlage, Autoren und andere Hörspiel-Produzenten. Bedingung ist, dass die eingereichten Werke bereits veröffentlicht bzw. gesendet wurden oder einen festen Sende- bzw. Veröffentlichungstermin bis zum 31. Dezember 2011 nachweisen können. Produktionen, die vor dem 1. Juli 2010 erschienen sind, sind nicht zugelassen. Jeder Einreicher darf nur eine Produktion mit einer maximalen Länge von 90 Minuten in Form einer CD zum Wettbewerb einsenden. Einzelne Folgen von Hörspielserien sind ausdrücklich zugelassen. Die Einreichung einer Serienfolge schließt jedoch die Einreichung anderer Folgen der Serie aus.

Die kompletten Ausschreibungsunterlagen können hier heruntergeladen werden:

Statuten:
http://www.filmstiftung.de/fist/download_pdf/kinderhoerspielpreis/Kinderhoerspielpreis_2011_Statuten.pdf

Anmeldeformular:
http://www.filmstiftung.de/fist/download_pdf/kinderhoerspielpreis/Anmeldeformular_Deutscher_Kinderhoerspielpreis_2011.pdf

Einreichungen bitte an:

Rundfunk Berlin-Brandenburg
Künstlerisches Wort – Hörspiel
Deutscher Kinderhörspielpreis
Juliane Schmidt
Masurenallee 8-14
14057 Berlin
Mail: Juliane.Schmidt@rbb-online.​de

2010 ging der Preis an Cornelia Neudert für „Der Dschinn aus dem Ring“, produziert vom Bayerischen Rundfunk.

Quelle: Uschtrin

Von Arsen bis Zielfahndung

So heißt „Das aktuelle Handbuch für Krimiautorinnen und Neugierige“ (Untertitel) von Manfred Büttner und Christine Lehmann, das im Argument Verlag erschienen ist. Mit dem Untetitel ist die Zielgruppe dieses Buchs auch ebensogut umrissen, wie sie sich begeistert zeigen dürfte.

Begeistert, weil sich dieser Leitfaden durch das literarische, filmische und natürlich reale Verbrechen spannend liest und dabei überaus informativ ist. Ob man einfach mal prüfen will, wieviel Realitätsnähe der letzte gelesene oder gesehene Krimi mit sich brachte, oder ob man die Rechercheanforderungen für das eigene Werk bündeln will, mit diesem Handbuch ist man gut beraten.

Gefunden haben sich für dieses Buch mit Manfred Büttner ein Steuerfahnder, der unter anderem als Dozent an der Hochschule der Polizei des Landes Baden-Würtemberg tätig ist, und mit Christine Lehmann eine Politikredakteurin beim SWR, die neben verschiedenen Essays auch hochgelobte Kriminalromane und -hörspiele (Lisa-Nerz-Krimis) geschrieben hat.

„Keineswegs fordern wir, dass Autorinnen sich nun stets von der Wahrscheinlichkeit des Realistischen gängeln lassen und jegliche Fantastik im menschlichen Verhalten aus unseren Krimis verbannt sein muss. Wir denken nur: Die dichterische Freiheit endet dort, wo der Rechtsstaat beginnt, vor allem dann, wenn wir über Unrecht schreiben.“

In diesem Sinne ist es dem Buch wichtig, vor allem dort Unsinn zu deklarieren, wo in der Fiktion gern mal die persönlichen Freiheitsrechte des Einzelnen großzügig ausgelegt oder gar übersehen werden (z.B. in der oft fälschlich als Verhör bezeichneten Vernehmung).

Aber auch sonst lässt es kein Thema aus. Vom Mordmotiv bis zum Mord selbst, von der Leiche bis zu den Ermittlern, von den Ermittlungen bis zur Festnahme wird alles Wichtige angesprochen. Auch die obligatorische Giftkunde fehlt nicht.

Natürlich kann das Buch allein eine gründliche Recherche nicht ersetzen, aber zum einen gibt es dem Autor manchen Hinweis, worauf überhaupt zu achten ist, zum anderen ist es die optimale Basis, um sich ein Grundwissen aufzubauen, von dem man sich bestens spezialisieren kann. Dazu gibt es eine ganze Reihe von Literaturhinweisen am Ende des Buches.

Ich kann das Buch also jedem empfehlen, der sich als Einsteiger in der Kriminalliteratur versuchen will, aber auch jedem, der seine Krimis möglicherweise zukünftig realitätsnäher gestalten will. Und natürlich bleibt auch nach dem Genuss des Buches Luft für die künstlerische Freiheit.

Von Arsen bis ZielfahndungManfred Büttner und Christine Lehmann
Von Arsen bis Ziehlfahndung
Das aktuelle Handbuch für Krimiautorinnen und Neugierige
Ariadne[Leit]faden
Argument Verlag, 2009
ISBN 978-3-88619-720-0

Klappentext:

Leichen, Kripo, Asservate …

Wie genau verläuft eigentlich eine Obduktion? Wer stellt Haftbefehle aus? Wofür ist eine Staatsanwältin zuständig? Welches Gift wirkt wie?

Antworten auf solche und viele weitere Fragen liefert dieses aktuelle Handbuch für Schreibende und Wissbegierige. Es enthält unverzichtbares Arbeitsmaterial für Autorinnen und solche, die es werden wollen. Und für Fans morbider Einzelheiten ergibt sich ein spannender Streifzug durch die ermittlerische Wirklichkeit, der keine Neugier ungestillt lässt.

Lisa-Nerz-Schöpferin Christine Lehmann und Fahnder Manfred Büttner vermitteln Sachverstand im kriminalistischen Detail. Von der korrekten Art, Funksprüche abzusetzen, über eine Auflis­tung, welche Abteilung wann am Tatort eintrifft, bis zur Besoldung der einzelnen Dienstränge stellen sie ein einmaliges Arsenal an Fakten zur Verfügung, das den Sinn fürs Realistische gründlich schärft und dabei noch unterhält: Mit Witz und Verve befreien sie die Krimiwelt von Unfug, Märchen und Vorurteilen. Ihr Handbuch bietet zuverlässig recherchierte, griffig aufbereitete Fakten, übersichtlich präsentiert und garniert mit Beispielen aus Buch und Film.

Verlagsseite
Bestellen bei amazon

Pflanzen greifen an!

Die TriffidsAls kleiner Junge war ich oft bei meinem besten Freund zu Gast. Die ganze Familie liebte Hörspiele. Viele schaurig schöne Abende verbrachte ich dort mit den „Drei ???“ und anderen Klassikern.

Aber einer dieser Abende sollte für mich zu einem Erlebnis der besonderen Art werden, denn ich konnte danach die ganze Nacht nicht mehr einschlafen. Meine Gastgeber hatten das vierteilige Hörpiel des WDR „Die Triffids“ mitgeschnitten und wir führten es uns an diesem Abend komplett zu Gemüte.

Möglicherweise war ich durch meine Eltern zu gut vor Grusel und Spannung beschützt worden, dieses Hörspiel jedenfalls raubte mir den letzten Nerv. Kaum auszuhalten, die Bedrohung in der dunklen Welt nach der Katastrophe, die von den von Menschenhand gezüchteten Pflanzenkreaturen, den Triffids, ausging.

Ob sich dieser Nervenkitzel wiederholen lässt, werde ich hoffentlich bald austesten können, habe ich doch den Roman John Wyndhams von meiner Freundin geschenkt bekommen. Es wird eine Reise zurück in eine unvergessliche Nacht des Grauens, die ich in  meiner Kindheit erlebte.