Philvent – die dreiundzwanzigste Tür

© Ramona Heim
© Ramona Heim
© Ramona Heim

Ich wünsche euch eine frohe Philventszeit! Hä? Ja, richtig gehört. Das ist die Zeit der 24 kleinen Geschichten. Jeden Tag eine neue. Und jede neue übertrifft die vorige um einen Satz. Bis zum 24. Dezember, Philnachten, geht das so.

Sonntag, 4. Advent. Der Kranz leuchtet hell. Vier Kerzen verkünden nun das Unweigerliche. Das Unvermeidbare. Den Tod. Keine Zeit mehr. Ich habe mich erkundigt. Morgen wird man mich ins Haus holen. Zum Essen. Höhepunkt der Feierlichkeiten. Wenigstens musst du dann nicht mehr frieren, haben mir die gesagt, die Mitleid mit mir haben. Wenigstens hältst du dann den Schnabel, sagten die anderen. Ja, mir ist jetzt schon heiß. Und meinen Schnabel werde ich verlieren. Da kommen sie! Ist es schon so weit? Nein, sie schauen nur, ob ich kräftig und gesund bin. Das Futter war gut. Aber ich zittere. Obwohl mir ganz und gar nicht kalt ist. Habe ich Fieber? Werde ich krank? Das ist es: frohe Weihnachten!

Philvent – die zwanzigste Tür

© Ramona Heim
© Ramona Heim
© Ramona Heim

Ich wünsche euch eine frohe Philventszeit! Hä? Ja, richtig gehört. Das ist die Zeit der 24 kleinen Geschichten. Jeden Tag eine neue. Und jede neue übertrifft die vorige um einen Satz. Bis zum 24. Dezember, Philnachten, geht das so.

Die Entscheidung war gefallen! Er wollte kein Risiko eingehen. Er durfte kein Risiko eingehen. Nicht an einem Heiligen Abend, an dem er zum ersten Mal der Gastgeber war. Nicht bei einem Abendessen, das er noch nie zuvor gekocht hatte. Nun stand er in seiner Küche und betrachtete die Zutaten für das Festessen. Sicher, es war ein wenig verschwenderisch. Doch zu einem solchen Anlass musste er sich einfach einen Probedurchlauf leisten. Ein Testkochen vier Tage vor dem Fest.

Er begann mit der Beilage, wollte sich sozusagen eingrooven. Er hielt das für eine gute Idee. Aufmerksam studierte er das Rezept. Er hatte es seiner Mutter aus dem Kreuz geleiert. Die hielt sein gesamtes Vorhaben offenbar für eine weit weniger gute Idee. Aber sie traute ihm ja kaum zu, die eigenen Schuhe zuzubinden. Tatsächlich war er allerdings selbst nach mehreren Anläufen nicht zufrieden. Er entschied sich nach dreistündigem vergeblichen Bemühen dazu, sich auf die Hauptspeise zu konzentrieren, deren Zubereitung ihm ein wenig unkomplizierter schien, und die Beilage fertig zu erstehen. Wirklich war er schließlich nach nur zwei Versuchen, als der zarte Fleischgeschmack seine Zunge umschmeichelte, überzeugt, es schmecke fast so gut wie bei Muttern.

Der Stolz auf das Vollbrachte verführte ihn dazu, sich gleich an seinen Computer zu setzen und eine weihnachtliche Speisekarte zu entwerfen. Ein Seufzen entfuhr ihm, als er die Buchstaben betrachtete: „Heiße Würstchen mit Kartoffelsalat“.

Heiß

Wenn alles so klappt, wie ich mir das vorstelle, sollte ich diese Woche die Zeit finden, nebenbei in die Planung meines nächsten Romanprojekts einzusteigen. Die umfangreiche Geschichte spielt in Laindor, der Welt meines Debütromans. Da bin ich nämlich schon ganz heiß drauf. Montsegúr-Treffen und Buchmesse haben ihren Teil dazu beigetragen.

Ich freue mich außerdem auf einen Workshop für Hobby-Romanautoren, den ich am 3. November mit Axel S. Meyer für die Ostsee-Zeitung halten darf.

Und natürlich habe ich mich auch über den 4. Platz beim 1. Deutschen E-Book-Preis für meine, genauer gesagt Ben Philipps kleine Story „Auf dem Weg zum Örtchen“ gefreut.