SchickLit von Anna

Anna Koschka: Naschmarkt

Anna Koschka: NaschmarktBevor du den Zeigefinger hebst und schimpfst, sage ich es gleich vorweg: Anna Koschka ist das Pseudonym meiner Freundin. Dieser Umstand wäre sicher ein guter Grund für dich, diese Rezension nicht allzu ernst zu nehmen. Denn natürlich lobe ich sie. Das macht man doch so – schon unter Freunden, erst recht in einer Beziehung. Ich bin also parteiisch. Trotzdem: Ich habe das Buch gelesen und sage meine Meinung darüber. Ich hätte es ja auch leichter haben können. Das Buch ist schließlich bereits seit fast einem Jahr auf dem Markt. Aus Zeitgründen habe ich es nur im Schneckentempo gelesen und schreibe die Rezension erst jetzt, da ich mir die eigene Meinung bilden konnte. Wenn dir das trotzdem nicht aussagekräftig genug ist, findest du ja etliche und überwiegend sehr positive Rezensionen anderer Leser im Netz. Denn das Buch ist mehr als einen Blick wert. Es ist sehr gut! Da kann ich ja nichts dafür!

„Naschmarkt“ gefällt mir also. Und das, obwohl ich gar nicht die Zielgruppe bin. Naschmarkt versteht sich nämlich als ein Frauenroman. Genauer: ein unterhaltsamer Frauenroman, ein ChickLit. Aber wie eng man auch immer eine Zielgruppe definieren möchte, das bedeutet zunächst nicht mehr, als dass der Roman auf jeden Fall solchen Lesern zusagen soll. Es schließt aber nicht aus, dass der Roman nicht auch außerhalb der fokussierten Klientel fischen darf. Und das tut er!

Zunächst bei Leserinnen, denen der typische ChickLit gelegentlich zu flach ist. Sie finden schon in Dotti eine Protagonistin, die gar nicht typisch irgendwas ist. Sie ist intelligent, gebildet, schlagfertig und gleichermaßen Literatur- wie Katzennerd. Und sie hat den Happy Ends abgeschworen, die mag sie schon in Büchern nicht.

Dass die Literaturjournalistin sich plötzlich (wenn auch in einem mehr oder weniger literarischen Umfeld) doch den Männern, dem Flirten und vor allem dem Daten zuwenden soll, passt ihr daher ganz und gar nicht. Wenn sie dabei wenigstens interessante Leute kennenlernen würde und nicht nur völlig abartige …

Aber Moment! Dotti tritt mit ihrer witzigen Frustkolummne nicht nur einen neuen Hype los, sondern kommt dadurch dann doch mit mindestens einem männlichen Vertreter ihrer Spezies in Berührung, der sie dann doch ein wenig in ihren Grundfesten erschüttert und dem Leser die Hoffnung auf das von der Figur vielleicht doch gar nicht so generell verhasste Happy End lässt.

Dem Leser? Ja, halte dich fest! Das Buch gefällt auch den Herren der Schöpfung, das hat es bereits mehrfach bewiesen. Es ist großartig geschrieben, der Humor beinahe universell und der Grundkonflikt keiner, der nur Frauen angehen würde. Darüber hinaus kommt auch die Spannung nicht zu kurz. Nein, ein Krimi ist es nicht, aber Dotti muss mit kriminalistischem Gespür ein Rätsel aufklären, das einer hochkomplizierten Schnitzeljagd gleicht.

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Anna Koschka
Naschmarkt
Roman

Taschenbuch
Knaur TB 2012
ISBN: 978-3-426-51120-6

Verlagstext:

Dotti Wilcek hat der Männerwelt abgeschworen. Endgültig! Wer könnte weniger geeignet sein, eine Internetdatingagentur zu testen? Doch Dottis bissiger Blog über Männer, Mauerblümchen und Flirten für Anfänger spricht einer ganzen Generation von netzgeplagten Singles aus dem Herzen …

„Schon lange wollte ich nicht mehr so unbedingt in eine Geschichte hineinklettern wie in diese hier.“ Kerstin Gier

„Dotti ist das schärfste Mauerblümchen der Welt: charmant, klug und witzig.“ Gabriella Engelmann

„Sind wir nicht alle ein bisschen Dotti?“ Andrea Koßmann

Verlagsseite
Leseprobe
Blog der Autorin

Bücherliste

Für Schreibtalente bis 31.03.11

6. ALFA-Multi-Media-Wettbewerb

Thema: WANDEL

Teilnahmeberechtigt ist jede/r, der/dem zu diesem Thema etwas Verbales oder Nonverbales einfällt. Sei es als Kurzgeschichte, Gedicht, Foto, Gemälde, Skulptur, Videoclip, Song oder in anderer medialer Form.

Einsendeschluss ist der 31. März 2011

Die Preise:
Die Wort- ALFI* für den besten schriftlichen Beitrag
Die Bild-ALFI für den besten non-verbalen Beitrag

*ALFI war bisher eine Leserattenskulptur in Raku-Glasur. Sie wird 2011 erstmalig von Birte Pröttel gestaltet.  Es handelt sich um einen Kultpreis, frei nach dem Motto: andere vergeben Oscar, Corine oder Glauser, wir vergeben ALFI.

Die originellsten Beiträge werden als Anthologie in der edition ALFA veröffentlicht.

Teilnahmebedingungen:
Texte,
bisher unveröffentlicht (maximal 10 000 Anschläge incl. Leertasten), müssen einen Titel tragen, der das Motto enthalten kann, aber auf keinen Fall nur „Wandel“ lauten darf (Unterscheidbarkeit der Beiträge). Sie sind im Wordformat per Mail sowie in FÜNF Exemplaren, anonym, einseitig ausgedruckt auf gelochtem DIN-A4-Papier einzureichen.
Dem Beitrag ist eine Bearbeitungsgebühr (ein 5-Euroschein) sowie ein Anschreiben mit diesen Informationen beizufügen:
Name, Postanschrift und Mail-Adresse der Verfasserin / des Verfassers,
E-Mail-Adresse unbedingt angeben. Alle Benachrichtigungen erfolgen per Mail.
Titel des Beitrags, Geburtsdatum, eine Kurzbiographie (Umfang ca. 3-5 Zeilen), sollten Sie sich noch nicht bei einem ALFA-Wettbewerb beteiligt haben.
Einsendeschluss: 31. März 2011 (Datum des Poststempels).

Non-verbale Beiträge sind im Original sowie als Foto (geringe Auflösung) zwecks ersten Eindrucks einzureichen.
Achtung: Wenn Ihr Beitrag an der interaktiven Multi-Media-Ausstellung im Sommer 2011 teilnehmen soll, muss er fix und fertig aufhängbar bzw. ausstellbar eingereicht werden!!!
Dem Beitrag ist ein Anschreiben mit diesen Informationen beizufügen:
Name und Anschrift der Verfasserin / des Verfassers,
E-Mail-Adresse unbedingt angeben. Alle Benachrichtigungen erfolgen per Mail.
Titel des Beitrags, Geburtsdatum, eine Kurzbiographie (Umfang ca. 3-5 Zeilen),
Bearbeitungsgebühr 5 Euro.

Einsendeschluss: 31. März 2011

Die Teilnehmer verpflichten sich, ihre eingesandten Werke bis zum Tag der Preisverleihung in keiner Form zu veröffentlichen.
Die Teilnehmer versichern, dass die eingesandten Werke keine Rechte Dritter verletzen.
Die Teilnehmer des Wettbewerbes ermächtigen den Veranstalter – ohne Verletzung von Urheber- und Persönlichkeitsrechten – zur honorarfreien Veröffentlichung der Arbeiten in einer Anthologie.
Das Copyright verbleibt bei den Autoren.
Die Einsender erhalten keine Eingangsbestätigung.

Mit Einreichen des Werks erkennt der Urheber die hier genannten Bedingungen an.

Die non-verbalen Beiträge werden in Lagoa im Convento Sáo José in einer interaktiven Ausstellung im Sommer 2011 gezeigt. Jeder Besucher gibt eine Stimme für sein Lieblingsexponat ab.

Die Preisverleihung findet im Rahmen des 6. Geburtstags von ALFA im September 2011 statt.
Einsendungen an:

ALFA – Barbbara Fellgiebel
Apartado 376
8504-913 Portimão
Portugal

www.alfacultura.com | Mail: alfacult@gmail.com | Tel. 917 602 607

Quelle: Uschtrin

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erophil – Der Wettbewerb

Originalausschreibung: www.erophil.de

Veranstalter: Verein der Freunde der erotischen Literatur (in Gründung)

Dieser Wettbewerb richtet sich an alle AutorInnen erotischer Literatur: Wir wollen deine Texte!
Ziel ist die Etablierung eines Forums zum Austausch. Außerdem wollen wir noch unbekannten AutorInnen zu der Aufmerksamkeit verhelfen, die sie verdienen.

Die besten Einsendungen des Wettbewerbs präsentieren wir im Rahmen der 2. erophil im Mai 2011. Darüber hinaus wollen wir den AutorInnen der besten Einsendungen die Möglichkeit geben, am ersten erophil-Workshop teilzunehmen, der für den Herbst 2011 geplant ist.

Wer kann mitmachen?
Du schreibst erotische Prosa in deutscher Sprache und hast die eingereichten Texte bislang nicht anderweitig veröffentlicht; Lesungen oder Einreichungen bei anderen Wettbewerben gelten nicht als Veröffentlichung.
Die Länge der Einsendung sollte mindestens drei Seiten, aber nicht mehr als 15 Seiten betragen. Falls es sich um einen Auszug aus einem längeren Text handelt, sollte ein Exposé des Gesamtprojekts mit eingereicht werden.
Du solltest mindestens 18 Jahre alt sein (geboren vor dem 01.10.1992).

Und wer entscheidet?
In diesem Jahr besteht die Jury aus Phoebe Müller (Autorin u. a. von „Die Beute“, Konkursbuch Verlag), Johannes Brodowski (begleitet junge Autoren bei internationalen Werkstätten) und Maria Evans-von Krbek (Lektorin und Mitorganisatorin der erophil).

Um die Anonymität der Einsendungen zu gewährleisten, bitten wir um die Einsendung zweier getrennter Dateien: Eine sollte den Text / die Texte enthalten, die zweite deine persönlichen Daten sowie ggfs. eine Bibliografie.

Einsendungen bitte an: wettbewerb@erophil.de

Einsendeschluss ist der 31. März 2011.

Kontakt:
http://www.erophil.de und http://www.myspace.com/erophil.de
info@erophil.de
Tel. 030 / 25 81 23 81

Quelle: Uschtrin

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Förderpreis der Stadt Konstanz für junge Künstlerinnen und Künstler

Originaltext: http://stadt.konstanz.de/kulturzentrum/01635/03853/03856/index.html?lang=de

Seit 1983 vergibt die Stadt Konstanz alle zwei Jahre einen Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler in den Sparten Musik, Bildende Kunst und Literatur.
Ziel des Preises ist es, junge Künstlerinnen und Künstler zu fördern, die in der Stadt oder im Landkreis Konstanz geboren wurden, hier leben oder durch ihre künstlerische Arbeit der Region eng verbunden sind.
Das Bewerbungshöchstalter beträgt 35 Jahre.
Der Förderpreis ist mit 1.500 Euro dotiert.

Im Jahr 2011 wird der Konstanzer Förderpreis für Junge Künstlerinnen und Künstler erneut vergeben. Junge Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Musik, Bildende Kunst und Musik können sich ab sofort bewerben.

Bewerbungsunterlagen können telefonisch 07531/900-902, per Fax 07531/900-910 oder per E-Mail KoellnerKB@stadt.konstanz.de beim Kulturbüro der Stadt Konstanz angefordert werden.

Zur Teilnahme reichen Sie bei der Sparte Literatur bitte folgende Unterlagen ein:

  • Lebenslauf mit schwerpunktmäßiger Darstellung der künstlerischen Entwicklung nebst
  • Passfoto
  • Arbeitsproben von Werken, die in den letzten drei Jahren entstanden sind:
    • Manuskripte
    • Buchveröffentlichungen
    • Leseproben aus eigenen Werken auf MC oder CD

Alle Unterlagen müssen mit Name und Anschrift versehen sein.

Ansprechpartnerin: Rebecca Koellner.

Einsendeschluss der Bewerbungen und Arbeiten ist der 31. März 2011.

Einsendeadresse:
Kulturbüro Konstanz
Wessenbergstraße 39
78462 Konstanz

Quelle: Uschtrin

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Günter-Bruno-Fuchs-Literaturpreis

Zum 5. Mal wird der Günter Bruno Fuchs-Literaturpreis ausgeschrieben in Erinnerung an den Berliner Malerpoeten, der 1928-1977 lebte. Zu dessen bekanntesten Werken gehören „Handbuch für Einwohner“ (1969), „Der Bahnwärter Sandomir“ (1971) und „Brevier eines Degenschluckers“ (1960).

Der Preis steht diesmal unter dem Motto: Irgendwann ist Feierabend.
Eingereicht werden kann dazu ein fünfseitiges Manuskript mit Prosa, Lyrik oder Dramatik bis zum 31.3.2011 an: :

Manfred Giesler
Güntzelstr. 53
10717 Berlin

Die Jury besteht aus: Manfred Giesler, Johannes Grützke, Axel Haase.

Der Preisträger erhält sein von Johannes Grützke gezeichnetes Porträt und wird wie der Zweit- und Drittplatzierte im Rahmen der Verleihung im Berliner Buchhändlerkeller am 29.4.2011 seinen Siegerbeitrag öffentlich vortragen.

Quelle: Uschtrin

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Lesbischer LiteraturPreis

Originalausschreibung: http://www.elles.de

Schon zum 5. Mal schreibt der el!es-Verlag für das Jahr 2011 den »Lesbischen LiteraturPreis« aus.

Wettbewerbsbedingungen:

1. Teilnehmen können ausschließlich Frauen.
2. Eingereicht werden können lesbische Liebesromane oder Romane, die das lesbische Leben zum Thema haben. Ebenso sind sogenannte »Uber«-Storys erlaubt.
3. Eine Länge von mindestens 60.000 Wörtern und ein Happy End sind für den Roman zwingend erforderlich.
4. Zudem wären wir sehr froh, wenn der Roman im Präteritum geschrieben wäre und nicht im Präsens. Auch geben wir der Perspektive aus der 3. Person den Vorzug vor der Ich-Perspektive.
5. Schicken Sie eine Inhaltsangabe (die bitte im Präsens und nicht im Präteritum), die ca. eine halbe bis eine DIN-A4-Seite umfaßt, und eine Kopie Ihres Romans im .rtf- oder .doc-Format an manuskripte@elles.de zusätzlich mit einer Kurzbiographie, in der Sie sich kurz vorzustellen, Ihrem vollständigen Namen und Ihrer E-Mail-Adresse. Bitte benennen Sie die Datei nach folgendem Muster:

Vorname_Nachname__Titel.rtf
(Vorname_Unterstrich_Nachname_Unterstrich_Unterstrich_Titel.rtf)

Bitte Name, Postadresse und E-Mail auch am Ende der Inhaltsangabe noch einmal angeben.
6. Sofern Sie den Roman oder Teile davon bereits auf dem Internet veröffentlicht haben, geben Sie bitte die Webseite an, auf der der Text veröffentlicht wurde. Ausgewählte Romane müssen vor dem Beginn des Lektorats aus dem Netz genommen werden.
7. Die Regeln der Rechtschreibung und Grammatik sollten korrekt umgesetzt sein. Bitte verwenden Sie die alte Rechtschreibung. Falls Sie die alte Rechtschreibung nicht beherrschen, akzeptieren wir auch die neue, das verursacht unserem Lektorat jedoch zusätzlichen Aufwand.
8. Für die Veröffentlichung kann natürlich ein Pseudonym verwendet werden, das jedoch aus einem Vor- und einem Nachnamen bestehen sollte.
9. Die Inhaltsangabe und ein Auszug des eingesandten Manuskriptes (nicht der vollständige Text) werden einen Monat vor Vergabe des Preises auf der Internetseite http://www.elles.de veröffentlicht. Die el!es-Leserinnen stimmen dann online darüber ab, welches der eingesandten Manuskripte den Preis gewinnt.
10. Die ausgewählten Romane werden vor der Veröffentlichung von uns lektoriert.
11. Einsendeschluß ist der 31.03.2011.

Der Preis für den besten Roman ist ein Wochenende für zwei (weibliche) Personen in der Frauenpension Bertingen (http://www.frauenpension-bertingen.de) und die Veröffentlichung des Romans bei el!es.

Weitere Informationen auf der Webseite www.elles.de

Quelle: Uschtrin

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SCHREIBTALENTE – 2. Jugendwettbewerb des Meerbuscher Kulturkreises und des Rhein-Kreises Neuss

Originaltext, siehe: www.schreibtalente.de

Startschuss 2. Jugendwettbewerb SCHREIBTALENTE:
Geschichten und Gedichte zum Motto „FLUSS“ gesucht

Vom 1. Februar bis 31. März 2011 sind alle Schülerinnen und Schüler von 8-18 Jahren im Rhein-Kreis Neuss aufgerufen, ihre Geschichten und Gedichte einzusenden. Das Motto des 2. Jugendwettbewerbs lautet „FLUSS“ und eine neunköpfige Jury von Fachleuten aus dem Kinder- und Jugendbereich freut sich auf überraschende Beiträge.

Bewertet wird in drei Altersgruppen (8-10 Jahre, 11-14 Jahre und 15-18 Jahre). Die eingereichten Texte dürfen maximal fünf Seiten (30 Zeilen à 60 Anschläge) umfassen, und es sind Einsendungen von Einzelpersonen oder über die Schule möglich.

Es gibt vielfältige Aktionen zur Leseförderung, aber nur wenige Wettbewerbe rufen Kinder und Jugendliche zum Schreiben eigener Texte auf. Junge Schreibtalente zu entdecken und gleichzeitig möglichst viele Schülerinnen und Schüler zum Schreiben zu motivieren, darum geht es dem Meerbuscher Kulturkreis und dem Rhein-Kreis Neuss als Veranstalter von SCHREIBTALENTE.
Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Landrats Hans-Jürgen Petrauschke und wird zum zweiten Mal veranstaltet. Er basiert auch auf ehrenamtlichem Engagement vieler Beteiligter.
Begleitend zum Wettbewerb finden 17 kostenlose Schreibclubs für Schülerinnen und Schüler in Bibliotheken, Büchereien, in Kooperation mit oder an Schulen und in allen acht Städten des Rhein-Kreises Neuss statt. Außerdem werden zwei Lehrerfortbildungen zum Kreativen Schreiben angeboten („Den Schreib-Fluss fördern“).

Auf die Schülerinnen und Schüler warten attraktive Preise, allen voran die Veröffentlichung in einem Buch beim Droste Verlag, Besuche im Theater und der Druckerei einer Tageszeitung. Gleichzeitig hat jede einzelne Teilnehmerin/jeder einzelne Teilnehmer die Chance auf einen Überraschungsgewinn und namentlich im Buch erwähnt zu werden. Je eine Grundschule und weiterführende Schule mit den meisten Einsendungen (im Verhältnis zur Gesamtschülerzahl) gewinnen als Sonderpreis eine Lesung mit einem bekannten Kinder- oder Jugendbuchautor.

Die genauen Einsendebedingungen, Preise, Jurymitglieder und Schreibclub-Termine sind veröffentlicht unter www.schreibtalente.de (ebenso Vorlagen zur Erstellung eines Begleitanschreibens, der Normseite und demnächst Material zum Kreativen Schreiben für Lehrer).

Beiträge sind bis 31. März 2011 zu senden an:

Rhein-Kreis Neuss Medienzentrum,
Stichwort „Schreibtalente“
Bahnhofstraße 14
41472 Neuss

Kontakt:
Astrid Krömer
Projektleitung SCHREIBTALENTE – 2. Jugendwettbewerb des Meerbuscher Kulturkreises und des Rhein-Kreises Neuss
Dückersstr. 25, 40667 Meerbusch
Telefon: + 49 (0)2132-758996, Fax: + 49 (0)2132-758997
Mail: astrid.kroemer@schreibtalente.de
Web: www.schreibtalente.de

Was sind die Teilnahmebedingungen?

  • teilnehmen kann, wer im Rhein-Kreis Neuss wohnt oder dort eine Schule besucht
  • eingesandt werden kann über die Schule oder als Einzelperson
  • Textumfang bis zu 5 DIN-A4-Seiten (Prosa oder Lyrik)
  • Beiträge nur auf einer Seite bedruckt/beschrieben (keine Heftung/Klammerung)
  • Für Prosabeiträge gilt: maschinengeschrieben, in vierfacher Ausfertigung. Schriftgröße 12pt, 30 Zeilen à 60 Anschläge pro Seite (Normseite, siehe weiter unten „Vorlagen“). Die Beiträge müssen für das Buch in elektronischer Form zur Verfügung gestellt werden können.
  • Für Gedichtbeiträge gilt: maschinen- oder handgeschrieben und ebenfalls in vierfacher Ausfertigung einzureichen
  • der eingesandte Text darf bisher weder veröffentlicht noch zu anderen Wettbewerben eingereicht worden sein
  • jede Teilnehmerin/jeder Teilnehmer darf nur einen Beitrag einsenden

Quelle: Uschtrin

PB-Plotten 3: Hauptkonflikt

Möglicherweise habt ihr bei der Entwicklung des Arbeitspitches auch den Hauptkonflikt bereits erarbeitet. Andernfalls sollte das jetzt geschehen.

Auch der Hauptkonflikt ist ein wichtiges Hilfsmittel, um die Strukturen des eigenen Werks zu erkennen und im Auge zu behalten.

Der Hauptkonflikt ist immer der Konflikt des Protagonisten, also der Figur, die absolut im Mittelpunkt des Romans steht. In Ausnahmefällen können das auch zwei oder mehr Figuren sein, die als Gruppe agieren, in der Regel sollte man aber auch dort einen Top-Protagonisten herausfiltern können.

Bei mehreren gleichwertigen Erzählsträngen mit entsprechend vielen Handlungsträgern ist es natürlich möglich, zu jedem einen Konflikt zu notieren. Hier solltet ihr euch aber fragen, ob diese Konflikte tatsächlich für den gesamten Roman gleichwertig bestimmend sind oder ob nicht doch ein Hauptkonflikt letztlich alle Stränge zusammenführt.

Wie schon beim Arbeitspitch angedeutet, setzt sich ein Konflikt folgendermaßen zusammen:

Ein Handlungsträger verfolgt ein Ziel, dem etwas oder jemand im Wege steht.

Letzteres kann ein klassischer Antagonist sein, eine Naturgewalt, die Umstände oder auch bestimmte Eigenschaften des Protagonisten selbst (innerer Konflikt). Ein paar einfache Beispiele:

(1) Peter will den Mount Everest besteigen, aber Thomas will das verhindern.

(2) Peter will den Mount Everest besteigen, aber er gerät in einen Sturm.

(3) Peter will den Mount Everest besteigen, aber ihm fehlt das Geld, sich die Ausrüstung zu kaufen.

(4) Peter will den Mount Everest besteigen, aber er hat von Kindesbeinen an Höhenangst.

Wer sich diese vier einfachen Konflikte ansieht, die sich doch alle im Ziel des Protagonisten gleichen, wird feststellen, dass sie zu vier ganz unterschiedlichen Geschichten führen würden. So bietet sich beispielsweise der Sturm-Konflikt für eine Abenteuergeschichte an, die fast ausschließlich auf den Hängen des Mount Everest spielt. Der Kampf gegen die eigene Höhenangst könnte sich dagegen praktisch ausschließlich weit entfernt des Berges zutragen, wenn Peter Schritt für Schritt seine Angst besiegen will, um schließlich doch noch den Berg zu besteigen (was dann bereits das Ende der Geschichte wäre).

Damit will ich deutlich machen, wie wichtig es ist, sich sehr eindringlich Gedanken über den Konflikt zu machen und ihn ganz exakt zu formulieren. Hier ist sozusagen Schluss mit rumeiern. Spätestens hier wird der Kurs festgelegt.

Was ist also wirklich das Ziel des Protagonisten, das, was er letztlich erreichen will? In unserem Beispiel ist es der Berg. Es mag nicht für jeden nachvollziehbar sein, aber es gibt Menschen, die sich derartige Ziele setzen und denen das so wichtig ist, dass sie alles tun, um sie zu erreichen. Den Mount Everest zu besteigen, die Welt zu umsegeln, die Arktis zu Fuß zu durchwandern (was, wie ich mir habe sagen lassen, mit jedem Jahr leichter wird).

Aber seien wir ehrlich, dieses Ziel eignet sich fast ausschließlich für die Konflikte in den Beispielen 2 – 4. Zwar ist es denkbar, dass Thomas aus Beispiel 1 ein Konkurrent von Peter ist, der ihm den Erfolg nicht gönnt, aber diese Motivation für einen leibhaftigen Antagonisten, Peters Erfolg zu verhindern, muss man schon gut erklären, um sie glaubhaft wirken zu lassen.

Auch ginge es dann schon nicht mehr in erster Linie um die Besteigung des Berges, sondern wir hätten eine etwas andere Sichtweise, nämlich die auf den Erfolg, auf Ruhm und Ehre. Den Berg zu besteigen wäre dann schon eher Mittel zum Zweck. Und darauf will ich hinaus.

Welches Ziel Peter tatsächlich erreichen will, gilt es gründlich zu prüfen. Will er Ruhm und Ehre erlangen, einen Rekord brechen, jemanden (vielleicht die große Liebe) beeindrucken (und die große Liebe für sich gewinnen), eine Wette gewinnen, es allen beweisen oder gar einen auf dem Berg vermuteten Schatz finden?

All diese Ziele bieten deutlich mehr Ansatzpunkte für einen Antagonisten als der einfache Wunsch eines Träumers, einmal vom Mount Everest herunterzuschauen.

So könnte dann also ein solcher Konflikt lauten:

(5) Peter will Lisa für sich gewinnen, aber Thomas will sie auch.

Ein sehr klassischer Konflikt, aber übrigens auch ein sehr schöner, weil er zeigt, dass Protagonist und Antagonist oft (natürlich nicht immer) ein ganz ähnliches oder sogar dasselbe Ziel haben, womit sich sich dann gegenseitig im Wege stehen. Und er zeigt damit auch, dass die Ziele des Antagonisten durchaus nachvollziehbar und sogar berechtigt sein können. Aber ich schweife ab.

Zurück zu unserem Berg. Wo ist der nun geblieben? Der hat in unserem Hauptkonflikt streng genommen nichts mehr zu suchen. Vermutlich haben wir ihn im Pitch erwähnt, womit wir ihn nicht vergessen können („Mount Everest“ erzählt von dem Studenten Peter, der, um seine große Liebe Lisa zu gewinnen, einen Gipfel erklimmen und sich  gegen Thomas behaupten muss).

Der Berg wird damit nicht nur zum Mittel zum Zweck, sondern auch zum Nebenkonflikt, schließlich wird er ja nicht plötzlich zum einfachen Nachmittagsspaziergang. Wir können ihn uns also für Listenpunkt 10 aufheben.

Da wir uns ja aber um Hilfsmittel für die Schreibarbeit bemühen, gibt es natürlich keine Regel, die besagt, dass wir unseren Konflikt literaturwissenschaftlich exakt formulieren müssen. Wenn also der Berg die zentrale Rolle im Konfliktkampf zwischen Peter und Thomas spielt und nicht nur eine kleine von vielen, und wenn uns bewusst bleibt, worum es eigentlich geht, können wir den Berg natürlich wieder in unsere Formulierung aufnehmen:

(6) Peter will Lisa für sich gewinnen, indem er den Mount Everest besteigt, aber Thomas, der Lisa ebenfalls begehrt, will das verhindern.

Es ist sicher Geschmackssache, aber je mehr wir in die Formulierung des Hauptkonflikts übernehmen, desto schwieriger lässt er sich mit einem Blick erfassen. Im Prinzip haben wir stattdessen mit Beispiel 6 wieder einen schönen Pitch.

Zum Abschluss will ich an Beispiel 4 ein weiteres Mal verdeutlichen, wie wichtig ein sauber herausgearbeiteter Konflikt ist. Damit ihr nicht ständig scrollen müsst, hole ich das Beispiel mal nach unten:

(4) Peter will den Mount Everest besteigen, aber er hat von Kindesbeinen an Höhenangst.

Wir haben es hier mit einem inneren Konflikt als Hauptkonflikt zu tun. Die Geschichte ist schnell umrissen: Peter liebt das Abenteuer und die Herausforderung. Er hat schon einiges erlebt, die Arktis zu Fuß durchquert, allein durch die Wildnis der Masuren gepaddelt, Sibirien mit dem Fahrrad erobert, … Sein größter Traum ist es aber, den Mount Everest zu besteigen. Und er geht es an, obwohl ihm dabei ein Gegner im Weg steht, den er mehr fürchtet als alles andere: seine Höhenangst!

Alles klar, schöne Geschichte. Kommen wir aber jetzt zu einem anderen Peter:

(4a) Peter will seine Höhenangst besiegen, darum beschließt er, den Mount Everest zu besteigen.

In Beispiel 4 war den Berg zu überwinden das Ziel, die Höhenangst der Gegner. Jetzt ist es umgekehrt, die Höhenangst zu überwinden ist das Ziel, der Berg steht im Weg.

Es ist nicht so ganz leicht, sich das klar zu machen, weil uns der Berg weniger als Gegner erscheinen mag als als Mittel zum Zweck, was er ja ebenfalls ist. Aber Peter nimmt, um sein Ziel zu erreichen, den Kampf mit dem Berg auf sich. Verliert er diesen, scheitert er auch an seinem Ziel.

Peter 2 ist also jemand, dem seine Höhenangst schon sein Leben lang zu schaffen macht (während Peter 1 möglicherweise bis zum Beginn der Geschichte gar keine Probleme damit hatte). Er hat es mit diversen Therapien versucht, hat sich die unterschiedlichsten Belohnungen erdacht, um sich zu motivieren, aber nichts hat geholfen. Nun denkt er sich: Ganz oder gar nicht. Und er hofft, dass der Aufstieg am Berg zu einem solch reizvollen Erlebnis wird, dass er darüber die Höhenangst überwinden kann.

Weil wir es hier mit einem inneren Konflikt zu tun haben, auch noch ein paar Worte dazu. Mindestens einen inneren Konflikt gibt es praktisch in jeder besseren Geschichte. Oft als Nebenkonflikt, manchmal direkt mit dem Hauptkonflikt verbunden oder eben direkt als Hauptkonflikt.

Wenn also ein innerer und ein äußerer Konflikt Hand in Hand gehen, ist es für den Autor sehr nützlich, sich klar zu machen, auf welchen der beiden er sich fokussiert, welches also der Haupt- und welches der Nebenkonflikt ist. Häufig macht das in der Praxis nur Nuancen im fertigen Text aus, es ist eher eine Frage der Gewichtung innerhalb einer Geschichte, nicht so sehr die Unterscheidung in zwei sehr unterschiedliche Geschichten (was aber möglich ist).

So oder so, trifft man die Entscheidung nicht, wirkt ein Text schnell unentschlossen, weil mal eine Weile auf dem inneren Konflikt herumgeritten wird, er dann aber wieder dem äußeren weichen muss usw.

In unseren Beispielen haben wir die Überwindung der Höhenangst jeweils als inneren Konflikt, in Beispiel 4 als Hauptkonflikt, in Beispiel 4a als Nebenkonflikt. Aber Moment mal, ist es nicht umgekehrt?

Nein! Die Unterscheidung zwischen innerem und äußeren Konflikt ist vom Antagonisten abhängig. Wenn ich einen Konflikt mit mir selbst (bzw. einer bestimmten Eigenschaft/Schwäche von mir) austrage ist es ein innerer Konflikt, wenn mein Gegner jemand oder etwas anderes ist, ist es ein äußerer Konflikt.

In Beispiel 4 ist der Gegner die eigene Höhenangst, daher haben  wir einen inneren Konflikt als Hauptkonflikt. In Beispiel 4a kämpft Peter im Hauptkonflikt aber gegen den Berg, was einen äußeren Konflikt darstellt, während der innere Konflikt, der ja nicht verschwindet, zum Nebenkonflikt wird.

Dass uns der innere Konflikt auch in Beispiel 4a so präsent erscheint, liegt daran, dass seine Überwindung in diesem Fall gleichzeitig Ziel des Hauptkonflikts ist.

Verlassen wir an dieser Stelle mal die Peter-Beispiele und wenden uns einem zu, bei dem wir diese Verschmelzung nicht haben.

(7) Klaus will Marianne erobern, aber sie interessiert sich nicht für ihn.

(8) Klaus will Marianne erobern, aber er ist sehr schüchtern.

In Beispiel 7 haben wir einen klassischen äußeren Konflikt als Hauptkonflikt, in dem Mariannes Desinteresse als Antagonist wirkt, den es zu überwinden gilt.

In Beispiel 8 haben wir einen klassischen inneren Konflikt als Hauptkonflikt, in dem Klaus‘ Schüchternheit als Antagonist wirkt.

Es braucht in beiden Fällen keinen weiteren Konflikt. Der Klaus aus Beispiel 7 kann ein Draufgänger sein, der Hauptkonflikt bleibt bestehen. Die Marianne aus Beispiel 8 könnte durchaus Gefallen an Klaus finden, aber ob seiner Schüchternheit wird sie gar nicht auf ihn aufmerksam. Der Hauptkonflikt bleibt bestehen.

Es ist aber eben auch möglich, dass beide Konflikte gleichzeitig wirken. Klaus ist schüchtern und Marianne desinteressiert. Wenn das der Fall ist, können sich die Geschichten 7 und 8 sehr ähneln. Allerdings sind eben Fokus und Gewichtung jeweils verschoben.

In Beispiel 7 kämpft Klaus gegen Mariannes Desinteresse, was durch seine Schüchternheit erschwert wird. In Beispiel 8 kämpft Klaus gegen seine Schüchternheit, und Mariannes Desinteresse ist dabei alles andere als hilfreich.

Noch wichtiger ist aber jeweils das Ende der Geschichte. In beiden Fällen hat Klaus sein Ziel erreicht, wenn er Marianne erobert hat.

Wenn er dabei seine Schüchternheit nicht überwunden hat, ist er in Beispiel 7 nur in einem Nebenkonflikt gescheitert. Der Hauptkonflikt ist zufriedenstellend gelöst. Happy End! Mehr noch: Im ungelösten Nebenkonflikt schwingt die Botschaft mit, dass es auch der Schüchterne schaffen kann, dass Schüchternheit nicht unbedingt etwas Schlechtes ist.

In Beispiel 8 wäre allerdings der Hauptkonflikt trotz Erreichen des Ziels nicht zufriedenstellend gelöst, wenn Klaus noch weiterhin schüchtern ist. Ganz im Gegenteil könnte man dem Autor vorwerfen eine deus ex machina angewendet zu haben, denn die Lösung des Konflikts wurde nicht herbeigeführt, indem der Prota in seinem Kampf gegen seine Schüchternheit erfolgreich war, sondern weil Marianne auf wundersame Weise einfach ihr Desinteresse verloren hat. Das Happy End wäre also entstanden, weil der Autor den Hauptkonflikt nicht im Griff hatte.

Gleiches gilt natürlich umgekehrt. Wenn Klaus am Ende seine Schüchternheit überwunden hat und Marianne sich mit ihm auf eine Beziehung einlässt, ist nicht unbedingt alles gut. Denn falls Marianne das nicht aus Liebe getan hat, sondern zum Beispiel, weil es ihr sonst irgendwie nützlich ist, sie also an Klaus ansonsten immer noch desinteressiert ist, hat nur der Klaus aus Beispiel 8 seinen Kampf gewonnen, während der aus Beispiel 7 nur scheinbar besser dasteht als zu Beginn. Proklamiert der Autor dies als Happy End, schreit der Kritiker: „Thema verfehlt!“

Um nicht in eine dieser Fallen zu laufen, sollte man sich also klar machen, wo man die Akzente setzt.

Zwischenstopp

Nun haben wir also Ideen und Material gesammelt, unseren Roman gepitcht und den Hauptkonflikt herausgearbeitet. Diese Schritte zumindest würde ich auch ausgesprochenen Bauchschreibern empfehlen. Diese können an dieser Stelle aussteigen, sich den Pitch und den Konflikt über den Bildschirm pappen und losschreiben.

Die anderen lassen den Konflikt, wo er ist, also am besten in der Nähe, denn er ist der Ausgangspunkt für unsere Prämisse.

(PB-Plotten: Die Liste)