Garprozess

Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch
(Foto: © Marko Tomicic)

Gestern Abend habe ich die letzten beiden Szenen meiner Geschichte für ein Geschichtenweberprojekt fertiggeschrieben, für die es hier im Blog gerade erst einen kleinen Skriptkieker gab.

Und nachdem die liebe Claudia (mit tollem neuen Design) unerwarteterweise nur ganz wenig zu meckern hatte (was nur beweist, dass sie eben keine Meckertante ist, falls das jemand denken sollte), darf das Geschichtlein nun erst mal etwas ruhen, bevor ich mich an die Überarbeitung mache. Gut, inzwischen wird sie vermutlich in der GW-Projektgruppe zerrissen, aber mit Claudia im Rücken kann mich das nicht schrecken.

Und nicht nur im Rücken! Morgen geht es nach Oldenburg (mit einem Zwischenstopp im Hannoveraner Erlebniszoo), wo Claudia am Freitag bei meiner Lesung zum Steampunk-Halloween an meiner Seite sitzen und mich sogar lesend begleiten wird.

Anders gesagt: Während meine Geschichte ruht, geruhe ich, mir während ihres Garprozesses mal ein aufregendes Wochenende zu machen.

Lena siegt mit Liebe

Lena aus Hannover hat gewonnen! Ihr Sieg fiel vergleichsweise unspektakulär aus, vergleicht man ihn mit dem Sieg der Lena aus Hannover, die nur einen Abend später Deutschland auf musikalischer Basis in einen kollektiven Rausch versetzte.

Doch das dürfte Lena Falkenhagen nicht weiter stören. Vermutlich ist es ihr sogar ganz recht, sind es doch ihre Bücher, die ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken sollen. Und da wird der Montségurlerin der begehrte 1. Preis beim DeLia 2010, dem Preis für den besten deutschsprachigen Liebesroman des Vorjahres, vergeben vom Verein zur Förderung deutschsprachiger Liebesromanliteratur e.V. und dotiert mit 1000,- Euro, sehr entgegengekommen sein.

Den Preis erhielt Lena für ihren bei Heyne erschienenen Roman „Die Lichtermagd“ . Die Begründung der Jury:

In ihrem Roman Die Lichtermagd breitet Lena Falkenhagen ein grandioses Panorama mittelalterlichen Lebens vor den Leserinnen und Lesern aus. Hass und Gier, aber auch Liebe und Hoffnung werden anhand des Schicksals Luzindes in meisterlicher Weise beschrieben. Es ist eine Geschichte, die von Anfang an fesselt und keinerlei Langeweile kennt. Besonders beeindruckend ist dabei auch die Sprachgewalt der Autorin, mit der sie den einzelnen Gruppierungen in diesem Roman einen einzigartigen Ausdruck gibt. Ein faszinierendes Frauenschicksal aus dem mittelalterlichen Nürnberg.

Auf dem zweiten Platz landete „Das Limonenhaus“ (Diana) von Stefanie Gerstenberger. Platz drei erreichte „Die verborgene Kammer“ (Bastei Lübbe) von Corinna Kastner.

In ihrem Roman Die Lichtermagd breitet Lena Falkenhagen ein grandioses Panorama mittelalterlichen Lebens vor den Leserinnen und Lesern aus. Hass und Gier, aber auch Liebe und Hoffnung werden anhand des Schicksals Luzindes in meisterlicher Weise beschrieben. Es ist eine Geschichte, die von Anfang an fesselt und keinerlei Langeweile kennt. Besonders beeindruckend ist dabei auch die Sprachgewalt der Autorin, mit der sie den einzelnen Gruppierungen in diesem Roman einen einzigartigen Ausdruck gibt. Ein faszinierendes Frauenschicksal aus dem mittelalterlichen Nürnberg.

Literarisches Arte im Februar

Quelle

Donnerstag, 04. Februar – 20.15 Uhr
Herbstmilch
Deutschland 1988
Spielfilm von Joseph Vilsmaier nach dem autobiografischen Roman von Anna Wimschneider

Freitag, 05. Februar – 1.15 Uhr
Die Geierwally
Spielfilm, Deutschland 1987
Satire basierend auf dem Heimatroman von Wilhelmine von Hillern

Montag, 08. Februar – 23.20 Uhr
LeseHorizonte: Lissabon
Dokumentationsreihe, Frankreich, ARTE France 2009
Porträt der zeitgenössischen portugiesischen Literaturlandschaft

Mittwoch, 10. Februar – 23.10 Uhr
Pasolinis tolldreiste Geschichten
Frankreich 1971
Spielfilm von Pier Paolo Pasolini nach den Erzählungen „The Canterbury Tales“ von Geoffrey Chaucer

Sonntag, 14. Februar – 20.15 Uhr
Nobody’s Fool – Auf Dauer unwiderstehlich
USA 1994
Spielfilm mit Paul Newman nach dem gleichnamigen Roman von Richard Russo

Freitag, 19. Februar – 21.45 Uhr
Wallander: Die falsche Fährte
Fernsehfilm, Schweden/Großbritannien/Deutschland, ARTE France/ARD 2008
Spannender Krimi mit Kenneth Branagh basierend auf dem gleichnamigen Roman des schwedischen Schriftstellers Henning Mankell

Sonntag, 21. Februar – 17.00 Uhr
Doris Dörrie
Dokumentation, Deutschland, ARTE/NDR 2009
Porträt der vielseitigen Regisseurin und Autorin

Montag, 22. Februar – 22.25 Uhr
Frühlings Erwachen
Theater, Deutschland, ARTE/ZDF 2009
Theaterstück von Frank Wedekind in der Inszenierung von Nuran David Callis im Schauspiel Hannover

Montag, 22. Februar – 20.15 Uhr
Sinn und Sinnlichkeit
Großbritannien/USA 1995
Unterhaltsamer Spielfilm mit Emma Thompson nach dem gleichnamigen Roman von Jane Austen

Mittwoch, 24. Februar – 21.50 Uhr
Hotel Marysol
Frankreich, ARTE France 2003
Spielfilm basierend auf dem Roman „Le Route de Midland“ von Arnaud Cathrine

Donnerstag, 25. Februar – 22.20 Uhr
Twilight-Fieber
Dokumentation, Deutschland/Frankreich/USA, ARTE/ZDF 2009
Einem literarischen Phänomen auf der Spur: die Autorin Stephenie Meyer und ihre „Twilight-Saga“

Freitag, 26. Februar – 21.45 Uhr
Wallander: Die Brandmauer
Fernsehfilm, Schweden/Großbritannien/Deutschland, ARTE France/ARD 2008
Spannender Krimi mit Kenneth Branagh basierend auf dem gleichnamigen Roman des schwedischen Schriftstellers Henning Mankell

Hosentaschengeschichten

Diese Geschichten sind nicht etwa für den Ar…, nein, sie sind für die Hosentasche. Besser noch, man kann sie aus dieser hervorholen und lesen.
Möglich macht das ein neuer Verlag, der sogenannte Hosentaschenverlag aus Hannover.

Auf der Webseite wird erklärt, was man sich hier unter Hosentaschengeschichten vorstellt:

„HOSENTASCHENGESCHICHTEN sind Geschichten für die Hosentasche. Zum Einstecken, Lesen, Weitersagen. Jede Hosentaschengeschichte wird aus einem großen Bogen Papier gefaltet und liebevoll einzeln versiegelt. Alle drei Monate erscheinen jeweils sechs von ihnen.

HOSENTASCHENGESCHICHTEN sind Kurzgeschichten – sozusagen Romane für unterwegs. Ein kleines Stück Literatur, das den Leser für eine gute halbe Stunde in eine andere Welt entführt – romantische, süße, gruselige, abartige oder spannende Unterhaltung für unterwegs. Sie versüßen Zugfahrten, Wartezeiten und Kaffeepausen. Sie lauern an Orten, zu denen Bücher bis heute nicht vorgedrungen sind und haben keine Scheu, den Leser dort zu überfallen.

HOSENTASCHENGESCHICHTEN gibt es nur auf Papier.
Sie sind völlig analog und flimmerfrei.

HOSENTASCHENGESCHICHTEN sind klein, bunt und kosten weniger als ein Latte Macchiato. Sie wecken die Neugier des bummelnden Stöberers, die Kauflust des Novitätenjägers und den Selbstbelohnungstrieb des großen Mädchens. Und sie sind ein charmantes Geschenk, eine kleine Aufmerksamkeit, für die es keines Anlasses bedarf. Sie kommen in einem eigenen Aufsteller daher, der wenig Platz einnimmt und doch neugierige Blicke auf sich zieht. Bei der Textauswahl stehen sowohl literarische Qualität als auch Unterhaltsamkeit im Vordergrund.

HOSENTASCHENGESCHICHTEN werden von bekannten Autoren, aber auch von jungen Talenten verfasst. Damit locken sie zum einen die Presse an, zum anderen bleiben sie immer wandlungsfähig und überraschend.“

Quelle

Eine interessante Sache, wie ich finde, sowohl für Autoren als auch für Leser. Ich jedenfalls werde mich bemühen, demnächst mal in unbekannten Hosentaschen zu landen. Ist bestimmt gemütlich.