LesBar: Raststätte

LesBar, Foto: Anneka
LesBar, Foto: Anneka
© Anneka

Auf dem Weg zu dem Gespräch, das die Wende in meinem Leben bedeuten sollte, hielt ich an einer Raststätte. Mir war nicht danach, mich aus meinen Gedanken wecken zu lassen. Nichts wollte ich an mich heranlassen, es sei denn, es könnte meinen Magen füllen. Ich erstand zwei belegte Brötchen zu einem Kaffee und suchte mir einen Tisch, der dem Trubel so weit als möglich entrückt war.

Längst hatte ich mich wieder in mein Innen zurückgezogen, als mir jemand auf die Schulter tippte. Eine junge Frau, die mir sogleich – lauter als es mir angenehm war – eine Frage stellte. Ob ich glücklich sei, wollte sie wissen. In dem Moment war ich zu überrascht, um umgehend zu reagieren. Später musste ich mir eingestehen, dass ich noch weit länger hätte überlegen müssen, um wahrheitsgemäß zu antworten.

Sie aber nahm sich diese Zeit nicht. Ohne eine Antwort erhalten zu haben, drehte sie sich zu einem jungen Mann um, während sie mit dem ausgestreckten Zeigefinger hinter sich und damit auf mich deutete. “Siehst du, so wird es dir auch ergehen, wenn du die falsche Entscheidung triffst!”

Sie ließ mich sitzen, ohne mir weitere Beachtung zu schenken. Ob ihre Demonstration bei ihm Wirkung gezeigt hat, weiß ich nicht. Ich aber stieg ins Auto, sagte meinen Termin ab und machte mich auf den Weg nach Hause.

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© Ben Philipp

Der Minitipp: Rasanter Roman

Formel 1
Formel 1
© Tatiana Popova / Shutterstock.com

Stell dir deinen Roman als eine Formel-1-Saison vor. Dann sorge dafür, dass Sebastian Vettel mindestens einen wenigstens gleichwertigen Gegner erhält, der keinesfalls in einem schlechteren, gern aber in einem überlegenen Auto sitzen darf.

Nun gestalte jedes einzelne Rennen als einen Krimi, in dem Sebastian Auf und Abs erlebt, am Ende aber nur hin und wieder den Sieg davonträgt.

Achte außerdem darauf, dass Sebastian im letzten Rennen, um Weltmeister zu werden, einen Punkte-Rückstand aufholen muss, den er aus eigener Kraft wettmachen kann, indem er seinen Gegner direkt bezwingt. Allerdings startet sein Gegner von der Pole-Position, während Sebastian von einem scheinbar aussichtslosen Startplatz ins Rennen geht. Dennoch wird er sich auch im Rennen nur auf sich, nicht auf glückliche Zufälle verlassen können. Ganz im Gegenteil!

Online-Autor des Jahres

„Tag des Schreibens“ sucht den Online-Autor des Jahres. Erfahren habe ich davon, weil sich laut meiner Statistik in den letzten Tagen einige Besucher meines Blogs über eben diese Seite zu mir geklickt haben.

Neugierig geworden durfte ich überrascht feststellen, dass auch „Im Auge des Autors“ zu den Nominierten zählt. Ich fühle mich sehr geehrt und danke, wem auch immer ich das zu verdanken habe.

Noch läuft die Nominierungsphase, vom 20. bis zum 26. Juni kann dann abgestimmt werden.

Mich für meinen Teil macht es schon glücklich, in den erlauchten Kreis der Nominierten aufgenommen worden zu sein. Und ich finde es schön, dass es diese Initiative gibt. Schon allein deshalb, weil man so auf ein paar interessante Seiten stoßen kann.