LesBar: Des Abends im Gesträuch

LesBar, Foto: Anneka
LesBar, Foto: Anneka
© Anneka

Des Abends im Gesträuch
da wachsen sie heran,
du hörst es am Geräusch,
ein Rascheln schleicht sich an.

Die Sicherheit der Augen
verliert sich wie das Licht,
die Blicke nicht mehr taugen,
erkennst die Wahrheit nicht.

Es gruseln Kreaturen,
erobern deinen Geist,
zwing sie in Strukturen,
damit du dich befreist!

__________

© Ben Philipp

Weil heute Montag ist

WortbeflüglerMontag, das Wochenende ist vorbei, das Fleisch ist willig, nur der Geist noch nicht wach?

Dann nützt es vielleicht, ein bisschen die eigene Kreativität anzukurbeln. Aber etwas Anregung kann sicher nicht schaden. Da hilft mein Alter-Ego Valentiner. Jeden Montag stellt er mit dem Wortbeflügler einen Spruch, ein Gedicht oder ein kurzes Stück Prosa bereit, dass ihr auf jede erdenkliche Weise beflügeln könnt.

Ob ihr mit dem Text in einen schriftlichen Dialog tretet, ihn zeichnender- oder fotografierenderweise illustriert, ihn rezensierend in den Boden stampft, ihn variiert oder fortführt, ob ihr ein Lied dazu schreibt oder singt, ein Video dreht oder was auch immer, alles gilt als rechtlich und moralisch sauber beflügelt.

Wie die genauen Spielregeln lauten (denn mehr als ein Spiel will es nicht sein), könnt ihr hier nachlesen.

Die Geschichtenweber am Colorado River bis 31.05.11

Tolle Ausschreibung bei den Geschichtenwebern:

Der Fluch des Colorado River (Western & Phantastik)

Im Jahr 1864, während des großen Colorado Gold Rush, geschah etwas, das die Geschichte des amerikanischen Westens für immer verändern sollte. Ein irischstämmiger Goldschürfer, der am South Platte River keinen Platz mehr zum Goldschürfen gefunden hatte, steckte seinen Claim in einer unwirtlichen Gegend westlich des „Grand Lake“ ab. Dabei stieß er eines Tages auf einen unterirdischen See, einen geheimen Ort der Ute-Indianer. Weil ihm Wasser zum Goldwaschen fehlte, wagte er es, entgegen der Warnungen eines alten Indianers, diesen heiligen See anzuzapfen. Er bekam nicht die Möglichkeit, die weitreichenden Folgen seiner Tat mit eigenen Augen zu sehen, für ihn beschränkten sie sich darauf, unter dem gnadenlosen Griff eines Wiedergängers sein Leben auszuhauchen. Denn in diesen See hatten die Ute seit Jahrhunderten böse Geister aller Art gebannt. Geister, die in der Lage waren, von allerlei Wesen Besitz zu ergreifen und sie zu verändern und die nun in den Colorado River entkommen konnten.
Seit diesem Zeitpunkt tauchten auf der gesamten Länge des 3200 Kilometer langen Flusses verschiedenste Schreckensgestalten und mysteriöse Erscheinungen auf.

Und hier kommt IHR ins Spiel. Erzählt uns Geschichten, in denen klassische Westernelemente auf übernatürliche und geradezu phantastische Erscheinungen treffen.
Ob es sich nun um Geistererscheinungen, Flussmonster, Wiedergänger oder modernere Schreckensgestalten wie Werwölfe oder Vampire handelt – lasst Eure Phantasie spielen oder greift indianische und amerikanische Sagen und Legenden auf!
Es steht euch frei, reale Begebenheiten und historische Persönlichkeiten aus der Zeit um 1864 und den folgenden Jahren zu bedienen.

Allgemeine Bedingungen:
– Die Geschichten müssen in die damalige Zeit passen. Berücksichtigt den damaligen Stand der Technik und vermeidet Anachronismen.
– Jede Geschichte muss mit dem Colorado River und den in ihn entkommenen Geistern in Verbindung stehen.
– Phantastik ist für uns nicht gleichbedeutend mit Fantasy. Verzichtet bitte auf Elfen, Orks, Zwerge und ähnliches.
– Jeder Autor darf nur eine Geschichte einreichen.
– Der eingesandte Beitrag muss selbst verfasst sein und darf keine Rechte Dritter verletzen.
– Die Einsendungen dürfen bisher nicht veröffentlicht worden sein (weder in Printmedien noch online).
– der Teilnehmer erklärt sich damit einverstanden, dass sein Beitrag in der Anthologie (und gegebenenfalls auszugsweise zu Werbezwecken) veröffentlicht wird. Ansonsten verbleiben alle Rechte beim Autor.
– Die besten von einer Jury bewerteten Einsendungen erscheinen 2011 in einer Anthologie im Verlag Torsten Low.

Formale Bedingungen:
– Eure Geschichten dürfen maximal 25.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen laut Word-Zählung) lang sein.
– Die Einsendungen müssen in einheitlicher Rechtschreibung verfasst sein (alte oder neue) und als .doc (MS Word) oder .rtf (Rich Text Format) gespeichert sein. Erscheinen wird das Buch allerdings in neuer deutscher Rechtschreibung.
– Verwendung von nur einer Schriftart und Schriftgröße innerhalb des Textes. Kursive Formatierung innerhalb des Textes ist zulässig.
– Die Geschichte muss den Titel des Beitrags und den Namen des Autors enthalten
– Sendet uns bitte ebenfalls eine Kurzbiographie sowie eure Kontaktdaten (Realname, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail).

Einsendung bis zum 31.05.2011 an western@edition-geschichtenweber.de.
Anfragen und Rückfragen zum Ausschreibungstext beantworten wir ebenfalls unter dieser E-Mail-Adresse.

Honorar:
Sowohl die Teilnahme an der Ausschreibung als auch die Veröffentlichung in der Anthologie sind kostenlos. Auch sonst entstehen keinerlei Verpflichtungen.
Es wird für jedes verkaufte Buch ein Gesamthonorar von 5 % vom Verkaufspreis ausgezahlt. Dieses Honorar wird nach einem Seitenschlüssel auf alle veröffentlichten Autoren aufgeteilt.
Des Weiteren erhält jeder angenommene Autor ein Freiexemplar und kann die Anthologie bei Veröffentlichung des eingesandten Beitrags zum Autorenrabatt erwerben (30% Rabatt auf den Einkaufspreis).
Der Autor ist weder zur Abnahme von Büchern noch zur Vermarktung verpflichtet.

Rechtliches:
Mit Einreichung seiner Geschichte erklärt sich der Teilnehmer mit den Bedingungen dieser Ausschreibung in allen Punkten einverstanden.
Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Kriterium für eine Veröffentlichung ist die Qualität des Textes.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Rastlose Seelen

Wenn im Schreiblust-Verlag ein neues Buch erscheint, ist das für mich immer ein Grund zur Freude. Zum einen habe ich mit dem Verlag sowohl als Autor als auch als Herausgeber hervorragende Erfahrungen gemacht, zum anderen ist er ein so engagierter Kleinverlag, dass man sich ziemlich sicher sein kann, dass ein dort erschienenes Buch den Leser nicht enttäuschen, eher noch positiv überraschen wird.

Als sei das Verlagsteam das Thema, heißt die neu erschienene Anthologie „Rastlose Seelen“. Doch es geht dann doch um Geistergeschichten.

In seinem Vorwort schreibt das Herausgeberteam:

Es ist nicht leicht, die passenden Worte zu finden, um ein Werk vorzustellen, das uns eine so lange Zeit begleitet hat.

Einige Jahre ist es bereits her, dass die Idee zu den Rastlosen Seelen geboren wurde, und es wäre müßig, all die Wirren zu beschreiben, die diese Anthologie durchlebt hat, um zu einem erfolgreichen Abschluss zu kommen. So manches Mal hatten wir das Gefühl, als wären in der Tat merkwürdige Mächte im Spiel, von denen wir nicht immer wussten, ob sie uns wohl gesonnen waren oder nicht. Doch solche Begebenheiten entsprechen wohl dem Geist dieser Anthologie und ihrer Protagonisten. Um die Bandbreite der in diesem Buch versammelten Geschichten zu zeigen, könnten Vergleiche mit Werken der älteren und neueren Literatur strapaziert werden, angefangen von Oscar Wildes „The Canterville Ghost“ bis zu „John Sinclair“. Besser ist es aber, die Texte für sich selbst sprechen zu lassen.

Begleiten Sie die Jäger der rastlosen Seelen in vielfältige Welten, bekämpfen Sie mit ihnen Geister und Dämonen oder halten Sie Zwiesprache mit den Wesen des Jenseits.

Autoren/Autorinnen:
Bettina Ferbus
Marion Feiler
Klaus Mundt
Linda C. Decker
Stefan Loidl
Karin Kehrer
Alexandra Balzer
Helmut Marischka
Peter Hohmann
Bianca Plate
Leo Fegerl
Janine Höcker

Cover: Katharina Joanowitsch

Karin Kehrer, Alexandra Balzer, Klaus Mundt (Hrsg.)
Rastlose Seelen – Geistergeschichten
Schreiblust-Verlag, Dortmund, März 2010
260 Seiten, Taschenbuch
ISBN: 978-3-9812228-3-8

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