Elektrisiert

Cover: Das Lächeln der Kriegerin

Cover: Das Lächeln der KriegerinZwar schon nicht mehr ganz frisch, aber natürlich gehört diese Information auf mein Blog:

Meinen Roman „Das Lächeln der Kriegerin“, lange Zeit nur als Hardcover erhältlich, gibt es nun endlich auch als E-Book, womit die Geschichte um die naive Lothiel, die nicht ganz freiwillig zur gefürchteten Kriegerin wird, deutlich erschwinglicher zu haben ist. Würde mich freuen, wenn mein Debütroman auf diese Weise ein kleines Comeback erlebt.

Hier noch mal der Verlagstext:

In seinem Fantasy-Roman „Das Lächeln der Kriegerin“ erzählt Phillip Bobrowski die spannende Geschichte des Mädchens Lothiel, das in einer Welt der Mythen und Sagen, in der Übernatürliches, Märchenhaftes und Magisches zu Hause sind, aufwächst, zur Kriegerin wird und mit ihrem selbst bestimmten Handeln dazu beiträgt, die von negativen Kräften bedrohte Welt zu retten. Lothiel ist ein neugieriges, staunendes Mädchen, schutzlos und immer gefährdet in schwierigen Zeiten. Dem Vater will sie beweisen, was in ihr steckt, dass sie ebenso stark sein kann, wie ein kraftvoller Sohn es wäre. Noch ohne Lebenserfahrung missachtet sie den Willen ihres Vaters – dann auch den der Königin. In einer unverbraucht sinnlichen und bildhaften Sprache erleben wir eine junge Frau, die so viele Facetten hat wie das Leben selbst: Sie ist tapfer. Und voller Zweifel. Sie muss Entscheidungen treffen – und fragt sich oft, ob sie recht entschieden hat. Sie findet Weggefährten und Berater – und geht dennoch immer ihren eigenen Weg. Und bald erzählt man sich an allen Lagerfeuern von diesem mutigen Mädchen.

Unter anderem hier gibt es das E-Book:

Amazon
Bol.de
Bücher.de
Hugendubel
Thalia

Diese Suppe …

Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch
(Foto: © Marko Tomicic)

… habe ich mir eindeutig selbst eingebrockt. Auf der Messe, genauer: beim BuchmesseCon am vergangenen Samstag habe ich mich in ein Kochbuch reingequatscht. Aus einem Spaß wurde Ernst, und nun trete ich in die Fußstapfen vieler sehr verehrter Autorenkollegen aus den phantastischen Genres und schwinge den literarischen Kochlöffel. Hoffentlich fällt mir also etwas halbwegs Genießbares ein.

Ich finde es jedenfalls eine sehr leckere Gelegenheit, für die ich Ulrich Burger und seinem sehr delikaten Verlag herzlich danke. Beim Leser entschuldige ich mich dann zu gegebener Zeit.

Hansdampf

Autora Auge, Foto: Voronin76
Autora Auge, Foto: Voronin76
Autora Auge
(Foto: © Voronin76)

Autora Auge:
Hallo, Paul, du warst, wie ich hörte, ein erfolgreicher Kesselchen-Rennfahrer in England.  In der Anthologie „Von Feuer und Dampf“ liest man aber von der noch weiter zurückliegenden Zeit in Hamburg. Da warst du wohl eher eine Art Hansdampf in allen Gassen. Mit welchen Gefühlen erinnerst du dich an diese Zeit?

Paul:
Oh, es war schon eine harte Zeit, die mich geprägt hat. Ohne sie, wäre ich vielleicht nie ein so guter Rennfahrer geworden. Aber es war auch eine schöne und lustige Zeit. Bis auf … Reden wir lieber nicht drüber, da tut mir gleich wieder alles weh.

Literarisches Steampunk-Picknick

© Claudia Toman

© Claudia TomanFolgende Einladung Claudia Tomans darf ich einfach mal zitieren:

Am 7.7. werden Automaten unter uns sein. Man wird sie nur nicht von echten Menschen unterscheiden können. Und die Eiszeit kündigt sich an. Außerdem erwarten wir den Start eines Luftschiffes, ein Kesselchen-Rennen, ein waschechtes Dampftaxi und eine Zeitreise!

Don’t miss it! Das literarische Steampunk-Picknick im malerischen Park vom Geymüller-Schlössel, dem Biedermeier-Schlösschen mit der Altwiener Uhrensammlung! Die Lesung ist frei, gegen eine noch freiere Spende bekommt ihr einen kleinen Snack und 5 Autoren. Good Deal, oder? ;-)

Es lesen: Philipp Bobrowski (und Claudia Toman), Stefan Cernohuby, Andreas Gruber (“Von Feuer und Dampf”, Arcanum Fantasy), Nina Horvath (“Uriel. Story Center 2011.2″, P.Machinery M. Haitel) und Victoria Schlederer (“Fortunas Flug”, Heyne)

Außerdem vergeben wir einen Preis für das beste Steampunk-Outfit, zu gewinnen ein spezielles Steampunk-Paket!

Wir würden uns freuen, viele Steampunk-Begeisterte, Picknick-Begeisterte, Luftschiff-Reisende, Lesebegeisterte, Freunde, Verwandte und Automaten begrüßen zu dürfen. Bei Schlechtwetter machen wir eine gemeinsame Schlösselbesichtigung, um die alten Uhren zu bestaunen. :-)

Voranmeldung (garantiert einen Snack!): olivia.kg@gmail.com!

Das Ganze findet am 7. Juli 2013, 11.30 Uhr, im Geymüller-Schlössel, Khevenhüllerstraße 2, 1180 Wien, Österreich, statt.

Romantic Heart’n Festival

Cover Feuer und Dampf

Cover: Von Feuer und DampfVom 24.-26. Mai findet das „Romantic Heart’n Festival“ im Herrenhaus Vogelsang statt. Neben vielen anderen Veranstaltungen werde ich dort aus meiner Geschichte „Kesselchen“ vortragen, die in der Anthologie „Von Feuer und Dampf“ erschienen ist. Diese meine Lesung findet am 25. Mai um 17.00 Uhr statt.

Mehr zum Steampunkfestival und den weiteren Programmpunklten findet ihr hier.

Publizitiert: Würstchen

Publizitiert, Foto: EDHAR
Publizitiert, Foto: EDHAR
© EDHAR

„Hat dich der Meister ausgesperrt, oder was? Hockst vor dem Laden wie ein dummer Köter!“
„Was geht dich das an, du Zwerg?“ Der Geselle widmete sich wieder seinen Staubkritzeleien.
„Ich bin vielleicht klein“, antwortete Max, „aber dafür bin ich frei!“
„Frei, dass ich nicht lache!“ Klaus blickte kaum auf. „Du bist arm, das ist alles. Ein armes Würstchen.“

Aus: „Kesselchen“ in „Von Feuer und Dampf: Spiegelwelten 2“

Cover: Von Feuer und Dampf

Leipziger Spätlese

Star Ursula

Ich bin spät dran, die Leipziger Buchmesse liegt schließlich schon ein paar Tage zurück. Und auch jetzt ist meine Zeit etwas knapp bemessen. Deshalb will ich nicht lang schnacken und euch einfach mit ein paar Bildern (hoffentlich) erfreuen:

Seraph Preisverleihung
Preisverleihung zum Phantastikpreis Seraph
Die Vorsitzenden
Die Vorsitzenden der Phantastischen Akademie Natalja Schmidt und Oliver Graute
Kai Meyer
Bestes Buch: Kai Meyer: „Asche und Phönix“ (Carlsen)
Mechthild Gläser
Bestes Debüt: Mechthild Gläser: „Stadt aus Trug und Schatten“ (Loewe)
Jan Oldenburg
Bestes Debüt: Jan Oldenburg: „Fantastik AG“ (Piper)
Andrea Bottlinger
Andrea Bottlinger liest aus „Aeternum“ (Droemer Knaur)
Thomas Finn
Thomas Finn liest aus „Der silberne Traum“ (Ravensburger)
Jennifer Benkau
Jennifer Benkau liest aus „Dark Canopy“ (script5)
Gabriella Engelmann und Jakob M. Leonhardt
Gabriella Engelmann und Jakob M. Leonhardt lesen aus „Im Pyjama um halb vier“ (Arena)
Gabriella Engelmann
Gabriella Engelmann im Pyjama
Jochen Till
Jochen Till am dotbooks-Stand im Gespräch zu „Bekenntnisse eines Serienjunkies“
Serienjunkie
Ein Serienjunkie
Ursula Poznanski
Ursula Poznanski liest aus „Die Verratenen“ (Loewe)
Ursula Poznanski
Ursula Poznanski

Sechser im Motto: Geschichtenweber-Spezial

Sechser im Motto, Foto: javarman
Sechser im Motto, Foto: javarman
© javarman

Sechs Geschichtenweber habe ich gebeten, die folgende Frage zu beantworten:

Frage:
Wenn ein Fantasy-Verlag dich bitten würde, den neuen Völkerroman (Die Orks, Die Trolle, …) mit dem Titel „Die Geschichtenweber“ zu schreiben, wie würdest du einem Dritten das Volk der Geschichtenweber, wie es in deinem Roman vorkommen soll, beschreiben?

Melanie Metzenthin

Geschichtenweber, der, weibl. Form Geschichtenweberin, die (im Folgenden wird der Einfachheit halber das Maskulinum verwendet)
Spezies, die sich vorwiegend in geschlossenen Räumen aufhält, meist in der Nähe zu elektronischen Datenverarbeitungsgeräten, Schreibmaschinen oder in ihrer altmodischen Urform auch mit Notizblock bewaffnet. Zeitweise trifft man Geschichtenweber auch in freier Natur, dann oftmals an Orten die sich „Convention“ oder „Buchmesse“ nennen, wo sie sich dem mysteriösen Ritual der „Lesung“ hingeben – Sinn und Zweck derselbigen ist der Wissenschaft bis heute weitestgehend unbekannt, da Lesungen oftmals genauso viel Eintritt kosten wie der Erwerb des gesamten Buches, aus dem der Geschichtenweber aber nur einen Teil vorträgt und dann an der spannendsten Stelle abbricht.
Geschichtenweber hassen die Kälte, weshalb man schon in der Frühzeit ihrer Entwicklung vereinzelte Exemplare in der Nähe antiquierter Heizungen fand, den sogenannten „Lagerfeuern“, an denen sie ihre Geschichten mündlich zum Besten gaben. Waren die Geschichten gut, erhielten sie dafür im Anschluss oft ein Stück Grillfleisch. Waren sie schlecht, wurde der Erzählfluss sofort durch einen glühenden Holzscheit unterbrochen. Daher rührt der Ausdruck „sich den Mund verbrennen“.
Geschichtenweber paaren sich sowohl untereinander als auch mit Artfremden. Da sie sich jedoch meist intensiv um ihren Nachwuchs kümmern und ihm Geschichten erzählen, wird das Geschichtenweber-Gen auch in Mischehen meist sehr frühzeitig bei den Kindern aktiviert. Oftmals sehr zum Verdruss der Umwelt zeitgleich mit dem „Plapper-Gen“. Besonders betroffene Geschichtenweberkinder machen oft Karriere in der Boulevard-Presse.

Bernhard Weißbecker

Über die Geschichtenweber

Die Geschichtenweber sind ein weit zerstreutes Volk, das sich an den zahlreichen Verästelungen des großen Stromes Tenretni niedergelassen hat.
Die Ursprünge des Volkes liegen im Dunkeln. Manche sagen, dass die Urväter der Geschichtenweber damit begannen, zu ihrer eigenen Freude oder für Freunde und Verwandte Erzählungen zu ersinnen. Doch der große Gartni umgarnte sie und versprach ihnen, ihre Werke mittels der Schwarzen Kunst über die ganze Welt zu verbreiten und sie zu Macht und Reichtum zu führen. Zu spät erkannten sie, dass ihr Idol seine eigenen Pläne verfolgte, und nur eine kleine Schar von Adepten konnte der totalen Vernichtung entkommen, als Gartni in den Abgrund des Vergessens geworfen wurde. Heute nennen sie seinen Namen nicht mehr.
Die entkommenen Adepten führten ihre Kunst fort und schufen neue Geschichten und Erzählungen, doch nun bemühten sie sich, die Welt mit ihren Werken zu bereichern statt sie zu beherrschen.
Viel Wasser ist seitdem den Tenretni hinuntergeflossen, und die Geschichtenweber haben stark an Zahl zugenommen. Man begegnet ihnen jedoch selten, denn sie verbringen viel Zeit zu Hause an ihren Schreibtischen, wo sie sich ihrer Kunst widmen. Nicht wenige von ihnen leben dort in einer seltsamen Vertrautheit mit Katzen oder Hunden, die ihnen (wie sie glauben) zu Ausgeglichenheit und Inspiration verhelfen.
Um trotz ihrer zurückgezogenen Lebensweise untereinander in Kontakt zu bleiben, nutzen sie verschiedene Techniken, mit denen sie aus der Ferne miteinander kommunizieren können. Für Außenstehende mögen diese Fertigkeiten fast wie Magie erscheinen, insbesondere das Koobecaf und die Liam-E. Wenn sie unter sich sein wollen, ziehen sie sich in ein Murof zurück. So gelingt es ihnen, sich immer wieder in kleinen Gruppen zusammenzurotten, um sich gemeinschaftlichen Arbeiten zu widmen, die sie hochtrabend Projekte nennen. Innerhalb dieser Gruppen herrscht eine fast schon überschwängliche Kollegialität, denn jeder, der seine Mitstreiter um Kommentare und Kritik zu seinen Machwerken bittet, erhält mehr davon, als er erwartet hätte (und tatsächlich oft auch mehr als er haben möchte). Erst wenn sie ein Projekt beendet haben, verlassen sie ihre Schreibtische, um Versammlungen abzuhalten, die sie Noc nennen.
Durch ihren unermüdlichen Arbeitseifer haben die Geschichtenweber mittlerweile schon etliche ihrer Projekte erfolgreich abgeschlossen, und ihre Taten sind nicht länger nur den Weisen bekannt. Denn zumindest einige von ihnen haben Werke vollbracht, mit denen sie sich einen Platz unter den Großen dieser Welt errungen haben.

Nadine Muriel

„Die Geschichtenweber?“ Pebbling schmatzte und kratzte sich an seinem ausladenden Hinterteil. „Heimtückisch wie zwanzig Elben und angriffslustig wie eine Armee besoffener Zwerge. Legt euch bloß nicht mit denen an.“
Gork schob sich ein Stück rohes Fleisch in den Mund. Kauend erklärte er: „Es gibt keine andere Möglichkeit. Wir müssen sie bekämpfen. Und deswegen will ich möglichst viel über sie herausfinden.“
„Kämpfen? Gegen die? Vergiss es!“ Pebbling brüllte vor Lachen. „Die kann man nicht wie Trolle in einer Schlucht zusammentreiben. Städte, die man niederbrennen kann, haben sie auch nicht. Ihre Zusammenkünfte finden in einem rein ätherischen Raum statt. Internet nennen sie ihn. Dort verknüpfen sie sich geistig miteinander und hecken die verrücktesten Dinge aus. Kreieren Welten, erschaffen Kreaturen – alles natürlich auf einer rein phantastischen Ebene, versteht sich. Und dadurch nicht angreifbar.“
„Hm. Das erinnert mich an die Elben. Ein paar harmlose Lyra- und Stiftknutscher, weiter nichts? Und vor denen habt ihr Alten solche Angst?“ Gork rülpste und versetzte Pebbling einen Stoß.
„Eben nicht! Die Geschichtenweber sind auch in unserer Welt äußerst kampffreudig. Du solltest sie erleben, wenn sie gemeinsam auf einen Druckkostenzuschussverlag losgehen. Ein Ork mit Hirnfieber ist nichts dagegen. Kurzum: Eine schreckliche Bande! Untereinander zanken sie ständig, aber wehe, einer von ihnen gerät in Schwierigkeiten, vielleicht mit einem Herausgeber oder einem Verleger … Dann halten sie zusammen wie Pech und Schwefel. Und genau diese Einigkeit macht sie unbesiegbar.“
„Du meinst also, wir haben keine Chance?“
„Es gibt eine Möglichkeit …“ Gork senkte die Stimme zu einem Flüstern. „Einmal im Jahr materialisieren sie sich gemeinsam auf einer Veranstaltung namens BuchCon in Dreieich, um stundenlang aufeinander einzuschwafeln. Scheint ein geheimes Ritual von ihnen zu sein. Dort könnte man sie überfallen und …“

Stefan Cernohuby

Die Geschichtenweber sind ein sehr ambivalentes Völkchen. Es gibt sie in allen Größen und Formen und in jedem Alter. Sie beschäftigen sich allesamt mit dem geschriebenen Wort. Doch auch wenn diese Spezies thematisch die gesamte Bandbreite abdeckt, finden sich auch die verschiedensten Individuen regelmäßig zu Gemeinschaftsarbeiten zusammen, wenn jemand eine gute Idee hat und sich dann auch auf die Füße stellt, um sie umzusetzen. Ich glaube, das ist das einzige Manko des Volks der Geschichtenweber – es ist immer schwer, jemanden zu finden, der auf den Tisch schlägt und Verantwortung übernimmt. Wenn das aber doch passiert, ist das Resultat der Arbeit dieses überaus kreativen Volkes stets herausragend. Und um eine solche Arbeit geht es auch in meinem Roman…

Maike Schneider

Die Geschichtenweber sind ein kleiner, unbeugsamer Stamm junger, kriegerischer, engagierter Autoren mit einem Hang zur Phantasie, manchmal ausufernden Adjektiven, und ständig bereit, sich den Kopf zu zerbrechen und verrückte Projekte nicht nur in Gang, sondern auch umzusetzen.
Das ganz Besondere an ihnen ist, dass sie nicht an einem Ort sein müssen, um zu interagieren, sondern sich einen virtuellen Platz geschaffen haben, an dem sie leben, miteinander arbeiten und sich austauschen können.
Als Untergrundkämpfer erobern sie langsam, aber sicher die Welt; neue Stammmitglieder finden sich ein, wenige verlassen sie auch wieder, bleiben ihnen jedoch in der Regel freundschaftlich verbunden. Wer dem Stamm nicht passt, wird ausgemerzt, auf die ein oder andere Weise.
Die Voraussetzungen, um Stammmitglied zu werden, sind deren wenige, aber deshalb umso wichtiger: muntere Gesinnung, ein reichliches Maß an Phantasie, Toleranz und Kritikfähigkeit (siehe Punkt ausmerzen), Engagement, Neugier und Zuneigung zu den Menschen.
Der typische Geschichtenweber zeichnet sich durch eine technische Affinität aus, den Mut, Träume und Gedanken in Worte zu fassen, und die Fähigkeit, mit anderen Menschen (Trollen, Geistern und anderen merkwürdigen Wesen) kommunizieren zu können und wollen.
Er ist ein gefährlicher Geselle, der weiß, dass Worte Schwerter sein können, und dies manchmal ein wenig leichtfertig, aber selten unbedacht einsetzt.
Er ist ein liebenswerter Geselle, der Welten erschafft, wo andere nur Träume hege, und dafür sorgt, dass sich alle darin wohlfühlen, am meisten er selbst.
Ansonsten isst und trinkt er gern, schläft auf auf weichen Matratzen und hat die besten Ideen, wenn man ihn nur lässt.

Michael Buttler

Die Geschichtenweber: Wenn die tumben Krieger der Steppe, die Erz hämmernden Zwerge in den Bergen, die Pfeile schnitzenden Elfen in den Wäldern es am wenigsten erwarten, dann stehlen sie sich unter diese Völker und versuchen, sie zu unterwandern. Zuerst taucht da ein einzelner Geschichtenweber auf, schaut sich um und sondiert die Lage. Nach ihm folgen andere, und ehe es sich Krieger, Zwerge und Elfen versehen, sind „Die Weber“, wie sie an schauerlichen Abenden am Lagerfeuer genannt werden, allgegenwärtig. Sie sehen aus wie harmlose Menschen, unterminieren die Stämme jedoch in Windeseile, verbreiten Geschichten über Liebe, Halunken und Helden. Niemand kann sich dieser fremden Poesie entziehen. Ein einfaches Kriegergemüt verstrickt sich in die Handlung. Ein Zwerg fühlt sich von den Tonnen des Granits, die ihn begruben, befreit. Der Elf verliert sein außerordentliches Selbstverständnis und nimmt neben sich auch andere wahr.

Den Webern geling es, die Völker über ihre Geschichten miteinander zu verbinden, und so weben sie von einem Landstrich zum anderen eine Welt nach ihren Vorstellungen.

Vielen Dank an die teilnehmenden Autorinnen und Autoren!

Mehr Sechser!

Entern: Band für Band

Entern, Foto: Patryk Kosmider
Entern, Foto: Patryk Kosmider
© Patryk Kosmider

Ehrlich gesagt, jetzt, da dieser Artikel an der Reihe ist, frage ich mich selbst, was ich dazu schreiben soll. Na, wir werden sehen, ob möglicherweise sogar etwas Brauchbares zusammenkommt.

Über Reihen und Serien haben wir schon gesprochen, weshalb ich sie hier ausklammern will, obwohl man natürlich auch hier bei den einzelnen Teilen von Bänden spricht, sofern wir uns auf verschriftlichte Werke beziehen.

Gleichwohl trennt man gewöhnlich Romane, die als Mehrteiler erscheinen (man nennt sie auch Romanzyklen), deutlich von Reihen oder Serien. Wie sinnvoll das ist, mag jeder selbst entscheiden, denn in Wahrheit lässt sich kaum ein ausschließliches Kriterium finden, das das eine deutlich vom anderen abgrenzt. So gilt auch für die folgende Liste, dass keines ihrer Elemente automatisch bedeutet, wir hätten es mit einem Zyklus zu tun, keinesfalls mit einer Reihe oder Serie (beides könnte man auch einfach als Oberbegriff betrachten). Ebensowenig ist garantiert, ein Werk, das als Zyklus bezeichnet wird, weise all diese Eigenschaften auf.

Als mehr oder weniger typisch für mehrteilige Romane (wie sie uns allen voran die Fantasyliteratur beschert) im Vergleich zu Serien/Reihen kann immerhin betrachtet werden:

  • Romanzyklen stammen in der Regel aus der Feder eines Autors/einer Autorin,
  • Romanzyklen umfassen in der Regel wenige Teile (Zweiteiler [selten: Dilogie], Trilogie, Tetralogie, Pentalogie, …),
  • die einzelnen Teile entsprechen im Umfang vollständigen Romanen.

Wer einen Romanzyklus verfassen will, kann sich ansonsten durchaus an dem orientieren, was ich zur Serie geschrieben habe: Mehrteiler erzählen meist eine fortlaufende Geschichte. Ein Spannungsbogen verläuft also vom Beginn des ersten Teils bis zum Ende des letzten. Je nach Konzept ist jeder einzelne Teil außerdem mehr, weniger oder gar nicht in sich abgeschlossen.

Es kommt allerdings durchaus vor, dass Mehrteiler eher einem Reihenkonzept ähneln. Hier sind es dann nur bestimmte Rahmenbedingungen, die den Zusammenhang der einzelnen Teile begründen, etwa lokale oder personale Übereinstimmngen, während das Erzählte ansonsten vollkommen für sich steht.

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Zu Diensten

Autora Auge, Foto: Voronin76
Autora Auge, Foto: Voronin76
© Voronin76

Autora Auge:
Guten Tag, Herr …

Geron:
Geron, Euch zu Diensten.

Autora Auge:
Schön, dass Sie hergefunden haben, Herr Geron. Soweit ich weiß, führen Sie in „Das Lächeln der Kriegerin“ ein Gasthaus.

Geron:
Wenn man es sagt, wird es wohl stimmen.

Autora Auge:
Wenn nun eine Fremde, sagen wir ein junges Mädchen namens Lothiel, in Ihr Haus einkehren und dort die Nacht verbringen würde. Würden Sie sie freundlich behandeln.

Geron:
Sicher. Natürlich. Zu meinen Gästen bin ich immer höflich. Hat sie Geld?