LesBar: Dem Tod verfallen

LesBar, Foto: Anneka
LesBar, Foto: Anneka
LesBar
(Foto: © Anneka)

War es nicht gerade das Geheimnisvolle, das mich angezogen hatte? Dieser Blick aus den Augen einer Leopardin?
Vom ersten Moment an hatte ich mir gewünscht, ihr zum Opfer zu fallen. War ich nun, nachdem ich schon fast verzweifelt aufgegeben hatte, endlich dem Ziel dieser Wünsche näher gekommen?

Ohne Zweifel. Denn ich befand mich allein mit ihr in einem abgedunkelten Zimmer. Ihrem Zimmer. Nur das Licht einer Kerze ließ ihre Augen funkeln.
Ihr Blick verriet mir, dass ich hoffnungslos verloren war. Sie musste nicht heucheln. Ich hatte begriffen, was unbegreiflich war. Und ich sah keinen Grund, mich dagegen zu wehren.

Ihre Kleidung und was ich im Schein der Kerze von der Einrichtung erkennen konnte, versetzte mich in eine andere Zeit. Eine andere Welt, die nun betreten wurde von einem weiteren Wesen, nicht weniger fesselnd als meine Leopardin, doch das Haupt schwarz behaart. Ein Panther!

Stumm saß ich ihnen gegenüber, still maßen mich ihre Blicke.
Dann, ein Schnurren! Auf leisen Sohlen näherten sie sich, zum Sprung bereit.
Sie spielten ein Spiel, spielten mit ihrer Beute. Sanft strichen ihre Pfoten über meinen Leib, die Krallen verborgen. Verräterisch kitzelte das Haar der einen meine Brust, liebkoste die Nase der anderen meinen Bauchnabel.

Es war kein Sträuben, das alle Härchen an meinem Körper aufrichtete. Die Erregung schickte mir heiße und kalte Schauer. Und als meine Männlichkeit auferstand, fühlte ich den Betrug, den dieses Wort der Stärke in sich barg. Doch ich lächelte.

Lächelte noch, als sie die Zähne bleckten, die Krallen aus den Tatzen fuhren, aus dem Schnurren ein Fauchen wurde und ich, in diesem Moment höchsten Glücks, dem Tod entgegensah.

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© Ben Philipp

Bewährtes und Neues zum 31.08.11

Zum Augustende häufen sich die Literaturwettbewerbe. Viele haben sich in der Szene längst einen Namen gemacht. Mit dem E-Book-Preis ist aber auch ein Frischling darunter.

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Brandenburgischer Literaturpreis 2011

Originalausschreibung: www.literaturkollegium.de/

Das Literaturkollegium Brandenburg e.V. ruft alle Brandenburgerinnen und Brandenburger auf, ihre literarischen Arbeiten einzureichen.

Das Thema lautet: „Es gibt kein fremdes Leid“ (Konstantin Simonow)

Teilnahmebedingungen:

Voraussetzung sind eigene, selbstverfasste Prosa-Texte, nicht mehr als 10 Manuskriptseiten.
Wie bitten, die Manuskripte in fünffacher Ausfertigung, nicht handschriftlich und anonym per Post, nicht per E-Mail einzusenden, d.h. der Absender besteht nur aus dem Wort „Literaturwettbewerb 2011“.

Im Brief wird ein verschlossener Umschlag mitgeschickt, der außen mit einem selbst gewählten Kennwort versehen ist und Name, Anschrift, Alter und Beruf des Verfassers enthält. Auf den eingesandten Manuskripten darf kein Autorenname sondern nur der Titel des Textes und das selbst gewählte Kennwort stehen.

Jeder Teilnehmer/jede Teilnehmerin wird gebeten, sich nur einmal am Wettbewerb zu beteiligen.
Mit der Teilnahme am Wettbewerb ist kein Anspruch auf Veröffentlichung verbunden.
Die TeilnehmerInnen sind verpflichtet, bis zum Tag der Preisvergabe ihre Arbeiten nicht zu veröffentlichen.
Es gibt keine Altersbeschränkung.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Eine unabhängige Jury aus Schriftsteller/innen und Journalisten/innen ermittelt die PreisträgerInnen.

Einsendeschluss ist der 31.08.2010.

Der Brandenburgische Literaturpreis ist mit 500 Euro dotiert.

Aus organisatorischen Gründen können wir weder den Eingang der Texte bestätigen noch die Manuskripte zurück senden.

Anschrift:
Literaturkollegium Brandenburg e.V.
Charlottenstraße 31
14467 Potsdam
Tel./Fax: 0331 / 6012869

www.literaturkollegium.de

Quelle: Uschtrin

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Agatha-Christie-Krimipreis

Originaltext, siehe: http://www.fischerverlage.de/agatha_christie_krimipreis

Wir suchen Deutschlands beste Krimiautoren – beim Agatha-Christie-Krimipreis 2012

Eine hochkarätige Jury sucht die beste Krimigeschichte zum Thema „Ein Gefühl für Mord“. Und so nehmen Sie teil am Agatha-Christie-Krimipreis 2012, den der Fischer Taschenbuch Verlag, die Buchhandlung Hugendubel, FOCUS Online und das Krimifestival München vergeben:

  • Sind es nur die ganz großen Gefühle wie Rache oder Eifersucht, die zum Mord führen? Und wie gefühlvoll kann man sich an die Ausführung eines Verbrechens machen? Ganz gleich, für welche Art von Gefühl Sie sich in Ihrer Geschichte entscheiden: Ihre Story sollte maximal 10 Manuskriptseiten (je 30 Zeilen à 60 Anschläge) umfassen und darf noch nicht veröffentlicht sein – weder elektronisch noch als Printausgabe.
  • Bitte senden Sie uns eine Email mit Ihrem Manuskript als Anhang (Word-Dokument). Wichtig: Auf dem Manuskript darf nur der Titel Ihrer Story, nicht aber der Autorenname stehen.
  • Ihre Email sollte eine Kurzbiographie mit Namen, Anschrift, Email-Adresse und Telefonnummer enthalten. Darin sollte auch der Titel Ihrer Kurzgeschichte nochmals vermerkt sein. Und: gegebenenfalls eine Liste bereits veröffentlichter Texte.

Die drei besten Geschichten werden beim Krimifestival München im März 2012 ausgezeichnet. Zudem erscheinen die 25 besten Storys im März 2012 in einer E-Book-Anthologie im Fischer Taschenbuch Verlag!

Bitte schicken Sie Ihre Email ab dem 15. Juni 2011 mit angehängter Kurzgeschichte an:
agatha-christie-krimipreis2012@fischerverlage.de

Einsendeschluss ist der 31. August 2011.

Ausgeschlossen von der Teilnahme sind Mitarbeiter (und deren Angehörige) aller Veranstalter des Wettbewerbs. Mit Ihrer Einsendung erkennen Sie die Teilnahmebedingungen an. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Manuskripte nicht zurückgeschickt und schriftlich oder mündlich beurteilt werden können. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Preise
1. Preis: 1 Sony Tablet S
2. Preis: 1 Sony VAIO Notebook
3. Preis: 1 Sony Reader Touch

Weitere Infos zur Jury, zu den VorjahressiegerInnen etc. auf der Website:
http://www.fischerverlage.de/agatha_christie_krimipreis

Quelle: Uschtrin

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1. Deutscher E-Book-Preis

Veranstalter: Satzweiss.com und Chichili Agency

1. Deutscher E-Book-Preis 2011

Satzweiss.com und Chichili Agency loben den 1. Deutschen E-Book-Preis 2011 in der Kategorie Shortstory/Kurzgeschichte(n) für den gesamten deutschsprachigen Raum aus.

Der Preis ist dotiert mit insgesamt 1.500 Euro und einem Sachpreis.
Verteilt wie folgt:
1.Preis: 1.000 Euro
2.Preis: 500 Euro
3.Preis: 1 Pocket-Book-Reader

Teilnahmebedingungen:

Teilnehmen können alle Autoren und Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Kurzgeschichte muss bis spätestens 31.08.2011 elektronisch bei einem Verlag oder einem Online-Portal (z.B. Bookrix oder ähnliche) veröffentlicht worden sein und Lesern in voller Länge zur Verfügung stehen. Die Veröffentlichung muss zuerst elektronisch erfolgt sein – also noch vor Print oder Audio! Privates Ins-Netz-Stellen im Blog, auf der Homepage, auf Foren u. Ä. gelten nicht als Ebook-Veröffentlichung.

Thema und Genre sind nicht vorgegeben. Es gibt keinerlei Altersbeschränkungen für die teilnehmenden Autorinnen und Autoren.
Jeder Autor kann mit jeweils einer Kurzgeschichte, Verlage können mit maximal 2 AutorInnen mit je einer Kurzgeschichte am 1. Deutschen E-Book-Preis teilnehmen. Der Umfang der Shortstorys darf 30 Normseiten (30 Zeilen à 60 Zeichen) nicht überschreiten.

Die Einreichung der Kurzgeschichten erfolgt via Email, die Texte in der Anlage müssen anonymisiert sein (nur mit einem selbst vergebenen Passwort versehen, ohne eigenen Autorennamen und Adresse).
Jede Seite der Story enthält in der Kopf- oder Fußzeile dieses persönliche Kennwort. In der Mail selbst bitte das Kennwort zuzüglich dem Namen, Anschrift und Telefonnummer als Datensatz eintragen und alles zu Händen Frau Cordula Kiefer an folgendes Email-Postfach: kiefer@chichili.de mailen. (Bei ordnungsgemäßem Eingang wird eine Empfangsbestätigung zu gemailt!)
Ebenso ist ein nachvollziehbarer Nachweis über den Ort der Veröffentlichung beizufügen.
Eine entsprechende Liste zur Identifikation wird angelegt. Bei Passwörtern, die identisch sein sollten, wird eine Zusatzkennung durch uns vergeben. Die Jury jedoch erhält ausschließlich anonymisierte Texte, um größtmögliche Neutralität zu gewährleisten. Deswegen werden auch die Namen der Jury-Mitglieder erst nach Auswertung der Texte am 1.10.2011 bekanntgegeben.
Die Anmeldung der Titel beginnt am 15.07.2011.
Der Einsendeschluss ist der 31.08.2011 um 0.00 Uhr – Eingangszeit der Email.

Die Verleihung des 1. Deutschen E-Book-Preises findet in öffentlichem Rahmen auf der Frankfurter Buchmesse 2011 statt. Die drei Erstplatzierten erhalten dazu entsprechende Einladung.

Jeder Teilnehmer erklärt sich durch seine Einsendung mit der eventuellen Bekanntgabe seines Namens und des Titels seiner teilgenommenen Kurzgeschichte in abschließenden Berichten einverstanden.

Euer Roman Jansen-Winkeln und Karsten Sturm

Website: http://www.chichili.de

Quelle: Uschtrin

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Drehbuchförderpreis Münster.Land „Geschichten für die Provinz“

Originaltext, siehe: http://www.muenster.de/stadt/filmservice/foerderpreis.html

Drehbuchförderpreis Münster.Land „Geschichten für die Provinz“

Ausschreibung 2011

Der Filmservice Münster.Land schreibt zum sechsten Mal den Drehbuchförderpreis Münster.Land „Geschichten für die Provinz“ aus. Die Ausschreibung richtet sich an Drehbuchautorinnen und -autoren aus ganz Europa.

Ausgezeichnet wird ein Projekt, das sich in herausragender Weise mit der Provinz, möglichst Münster und/oder dem Münsterland, beschäftigt. Die Drehbuchpreis Münster.Land fördert Treatments, die ihre Geschichten auf dem Land oder in dessen städtischem Zentrum, der gewachsenen Regionalhauptstadt, entwickeln. Als Provinz gilt ein ländlich strukturiertes Gebiet mit Dörfern, Kleinstädten und einer Regionalhauptstadt als Zentrum, eine für Europa charakteristische Region.

Eingereicht werden müssen (in sechsfacher Ausfertigung): ein Treatment in deutscher oder englischer Sprache von maximal 15 Seiten, eine ausgearbeitete Dialogszene, eine Kurzbiographie der Autorin/des Autors und eine einseitige Inhaltsangabe des Projektes.

Der Drehbuchförderpreis ist dotiert mit 3.000 Euro. Dazu kommen auf Wunsch fachliche Begleitung bei der Drehbuchausarbeitung durch eine erfahrene Drehbuchautorin/ einen erfahrenen Drehbuchautoren.

Die Urheberrechte verbleiben bei der Autorin bzw. dem Autor.

Die Jury besteht aus:

– Bettina Brokemper Produzentin Heimatfilm
– Christoph Busch, Autor und Dozent an verschiedenen Hochschulen
– Ellis Driessen, Acquisition Consultant Europe & Middle East Fortissiomo Films und Industry Advisor Binger Filmlab
– Susanna Felgener, Drehbuchförderung Filmstiftung NRW
– Prof. Hans-Erich Viet, Regisseur und Dozent an der ifs Köln

Einsendeschluss ist der 31. August 2011.

Die bisherigen Preisträger:

– 2009: „Nordic Walking“ – Bennie Roeters
– 2007: „Himbeeren mit Senf“ – Ruth Olshan und Heike Fink
– 2005: „Het achterhoek“ – Heinz Winter
– 2003: „Leben und Sterben in Dasselen“ – Luise Charlotte Brings und „Flügel wachsen nach“ – Thomas Wegmann
– 2001: „Sieben Tage Leben“ – Almut Getto

Ihre Ansprechpartnerin ist Nicola Ebel.

Anschrift:
Filmservice Münster.Land
Presse- und Informationsamt
48127 Münster

Tel. 02 51/4 92-13 80
Fax 02 51/4 92-77 12

Mail: filmservice(at)stadt-muenster.de

Quelle: Uschtrin

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Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker 2012

Originalausschreibung: http://www.muv-ffo.de/kleistforum-foerderpreis.htm

Der Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker ist seit 16 Jahren fester Bestandteil der Kleist-Festtage, die jährlich im Oktober zu Ehren des in Frankfurt (Oder) geborenen Dichters und Dramatikers stattfinden. Die Bewerber um den Preis sind allesamt Autorinnen und Autoren, die bei Einsendungsschluss nicht älter als 35 Jahre sind.

Vergeben wird der mit 7.500 Euro dotierte und mit einer Uraufführungsgarantie verbundene Preis von der Stadt Frankfurt (Oder), den Ruhrfestspielen Recklinghausen, der Dramaturgischen Gesellschaft und dem Kleist Forum Frankfurt (Oder).

Ausschreibungsfrist
Die Ausschreibungsfrist für den Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker 2012 endet am 31. August 2011. Das Gewinnerstück wird im Rahmen der Ruhrfestspiele 2012 seine Uraufführung erleben. >> weitere Infos

http://www.muv-ffo.de/kleistforum-foerderpreis-ausschreibung.htm

Die Kleist-Stadt Frankfurt (Oder), die Ruhrfestspiele Recklinghausen und das Kleist Forum Frankfurt (Oder) vergeben, in Zusammenarbeit mit der Dramaturgischen Gesellschaft, im Jahr 2012 zum 17. Mal den Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker.

Bewerben können sich Autorinnen und Autoren, die zum Zeitpunkt des Einsendeschlusses nicht älter als 35 Jahre sind, mit deutschsprachigen Theatertexten, die zur Uraufführung noch frei stehen. Sollte nach der Einsendung des Manuskripts eine Uraufführung mit einem Theater verabredet werden, sind die Autorinnen / Autoren bzw. die Verlage gebeten, sich mit dem Kleist Forum in Verbindung zu setzen.

Der Preis ist mit 7.500 Euro dotiert und mit einer Uraufführung verbunden, die im Rahmen der Ruhrfestspiele Recklinghausen 2012 Premiere haben wird.

Die Stückmanuskripte sind in zweifacher Ausfertigung und unter Angabe von Namen, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse sowie dem Geburtsdatum zu senden an:

Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder)
Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker 2012
Platz der Einheit 1
15230 Frankfurt (Oder)

Außerdem sind alle Stücke zusätzlich als PDF-Dateien an das Kleist Forum p.paschinger@muv-ffo.de zu senden.

Einsendeschluss ist der 31. August 2011.

Der Preis wird im Oktober 2012 anlässlich der Kleist-Festtage in Frankfurt (Oder) vergeben.

Kontakt:
Petra Paschinger
Künstlerische Leiterin
0335 / 4010200
p.paschinger@muv-ffo.de

Quelle: Uschtrin

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Schattenzeilen-Schreibwettbewerb

Originaltext der Ausschreibung über die Seite: www.schattenzeilen.de oderhttp://szurl.de/n182

Wir suchen die fesselndste Sommerfantasie 2011!

Was wäre der Sommer ohne Erotik? Er wäre genauso lust- und farblos wie ein Sommer ohne Sonne, Wärme und Leidenschaft. Aus diesem Grund fordern wir Dich zu einem Schreibwettbewerb heraus, bei dem Du zeigen kannst, wie heiß und prickelnd Du Dir den Sommer vorstellst.

Die Aufgabe:
Beschreibe eine leidenschaftliche Begegnung unter warmer Sonne und erzähle Deine erotischste Sommerfantasie des Sommers 2011. Es ist dabei unerheblich, ob die Begebenheit bislang nur in Deiner Fantasie existiert oder ob Du sie vielleicht sogar tatsächlich erlebt hast. Wichtig ist, dass in der Handlung Deiner Geschichte das als Gewinn bereit liegende Fesselset eine Haupt- oder Nebenrolle spielt. Gefesselte Füße am Strand? Reflektierende Abendsonne auf den D-Ringen der Halsfessel? Leidenschaft unter Palmen? Wir sind gespannt auf Deine Fantasien. Der Wettbewerb beginnt am 01.07.2011.

Einsendeschluss ist der 31.08.2011.

Der Gewinn:
Die schönste Geschichte prämieren der BDSM-Onlineshop und die Schattenzeilen mit einem hochwertigen Ganzkörperfessel-Set im Wert von 109 Euro (nähere Infos siehe Ausschreibung).

Die Bedingungen:
Am Wettbewerb kannst Du nur dann teilnehmen, wenn Du auf den Schattenzeilen angemeldet bist und das achtzehnte Lebensjahr vollendet hast. Deine Geschichte muss einen deutlichen BDSM-Bezug haben, sollte eine Länge von mindestens einer A4-Seite nicht unterschreiten, soll bislang unveröffentlicht sein und muss natürlich unbedingt von Dir selbst verfasst sein.
Gedichte werten wir nicht als Teilnahme. Mit der Einsendung erklärst Du Dich einverstanden, dass Dein Text auf den Schattenzeilen veröffentlicht werden kann und akzeptierst die Veröffentlichungsbedingungen (Link). Der Wettbewerb beginnt am 01.07.2011.

Einsendeschluss ist der 31.08.2011.

Aus allen im Zeitraum des Wettbewerbs eingesandten und den Bedingungen entsprechenden Texten wählt das Team der Schattenzeilen die schönste Sommerfantasie aus, deren Autorin oder Autor den vorgestellten Preis gewinnen wird.
Die Benachrichtigung der Gewinnerin oder des Gewinners erfolgt im September 2011 per Mail an die von Dir in Deinem Profil angegebene Mailadresse.
Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Und nun wieder die traurige Nachricht für alle Mitglieder des Teams der Schattenzeilen: Sie dürfen mal wieder nichts gewinnen.

Deine Teilnahme:
Um Deinen Text als Beitrag für den Wettbewerb an uns zu senden, benutze bitte den Textupload. Du findest ihn hier: Link: http://www.schattenzeilen.de/text_upload.php

Wir wünschen Dir viel Glück und freuen uns auf Deine Antworten!

Quelle: Uschtrin

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Zwingenberger Krimiwettbewerb

Originalausschreibung siehe: www.zwingenbergkrimi.de

Willkommen zum 1. Zwingenberger Krimiwettbewerb!

Es war ein riesen Fehler. Daran dachte er, als er im Dunkeln durch die kleine Unterführung an der Wiesenpromenade ging. Aber jetzt war es zu spät. Er hatte dem Treffen zugestimmt. Weit und breit war niemand zu sehen. Der Schweiß klebte am Hemdkragen. Den Tag über war es heiß gewesen und auch so spät in der Nacht wurde es nicht merklich kühler. Als er in die Scheuergasse einbog, hörte er Schritte hinter sich. Er blickte sich um, konnte jedoch niemand sehen. Er lief schneller. Die Schritte folgten ihm. Auf Höhe des Museums drehte er sich erneut um. Er sah gerade noch die Klinge des Messers im Mondlicht aufblitzen. Noch im Fallen verlor er das Bewusstsein.

Gespannt wie es weiter geht? Oder haben Sie sofort eine Idee, wie es weitergehen könnte? Auch Sie haben eine mörderische Phantasie und sind begeisterter Krimileser? Sie kennen Zwingenberg (an der hessischen Bergstraße)? Dann sind das die besten Voraussetzungen an unserem Krimiwettbewerb teilzunehmen.
Gesucht: Kurzkrimis aus Zwingenberg.

Werden Sie Krimiautor

Sie sind begeisterter Krimifan und schreiben gerne? Sie haben vielleicht noch nichts verfasst, aber schon immer darüber nachgedacht, selbst einen Krimi zu schreiben? Sie lieben regionale Kriminalromane mit viel Lokalkolorit? Und Sie kennen sich in Zwingenberg an der hessischen Bergstraße aus? Dann machen Sie mit beim ersten Zwingenberger Krimiwettbewerb.

Gesucht sind Krimikurzgeschichten, dessen Tatorte in Zwingenberg liegen. Gefragt sind Kreativität, aber auch der Bezug zu Zwingenberg und der Region Bergstraße. Zwingenberg und Umgebung bietet ein vielfältiges Potenzial für Ihre Krimihandlung.

Die Teilnahmebedingungen

Gefragt sind Spannung, Kreativiät und ein fesselnder Schreibstil. Zwingenberg und dessen Umgebung bietet ein vielfältiges Potenzial für Ihre Krimihandlung.

Mitmachen können Sie, wenn folgende Kriterien auf Ihren Krimi zutreffen:

Die Kurzgeschichte muss unveröffentlicht sein. Der Tatort des Krimis muss in Zwingenberg (an der hessischen Bergstraße) liegen und die regionalen Begebenheiten müssen entsprechend der Richtigkeit recherchiert sein.
Der Kurzkrimi darf nicht mehr als 15 A4-Seiten in Schriftart Arial und Schriftgröße 12 pt mit 1,5 Zeilenabstand umfassen. Jeder Autor kann nur eine Geschichte einreichen.

Einsendeschluss ist der 31. August 2011.

AutorInnen können ihren Beitrag per Mail mit der ausgefüllten Einverständniserklärung und einer Kurzbiografie des Autors/der Autorin einsenden an bewerbung@zwingenbergkrimi.de. (Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.)

Ihnen fehlt der perfekte Tatort in Zwingenberg? Sie suchen noch Tipps und Tricks rund ums Schreiben? Dann klicken Sie sich durch diese Seiten [s. Website des Veranstalters!]. Auf den verschiedenen Seiten bieten wir Recherchehilfen, die Ihnen Ihre Bewerbung erleichtern sollen.

Die Preise

Die besten zwölf Krimikurzgeschichten werden als Anthologie veröffentlicht. Die Autoren werden auf der Website durch ein Portrait vorgestellt.
Darüber hinaus winken noch Sachpreise. Mitmachen lohnt in jedem Fall.

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag und vielleicht können Sie schon bald Ihren Beitrag in einer Krimianthologie in einer Buchhandlung bewundern.

Bewerbungsbogen: http://www.zwingenbergkrimi.de/download.html

Über die Stadt Zwingenberg

Zwingenberg ist die älteste Stadt an der Bergstraße. Bereits 1274 wurden die Stadtrechte verliehen. Das älteste Bauwerk ist die Zwingenberger Bergkirche, die im Jahre 1258 auf Bitten des Graf Dieter V. von Katzenelnbogen gebaut wurde.
Weitere historische Orte in Zwingenberg sind die Aul, der Marktplatz, die Scheuergasse oder das alte Amtsgericht. Heute wohnen rund 7.000 Einwohner in Zwingenberg.
Wirtschaftlich sind neben vielen kleineren Handwerks- und Dienstleistungsbeitreiben modernen Technologieunternehmen in Zwingenberg ansässig. Zudem zeichnet sich Zwingenberg als Weinregion aus.

Informationen zu Zwingenberg erhalten Sie auf der Website der Stadt Zwingenberg: http://www.zwingenberg.de und der Website des Geschichtsvereins Zwingenberg: http://www.geschichtsverein-zwingenberg.de.

Quelle: Uschtrin


Für Schreibtalente bis 31.03.11

6. ALFA-Multi-Media-Wettbewerb

Thema: WANDEL

Teilnahmeberechtigt ist jede/r, der/dem zu diesem Thema etwas Verbales oder Nonverbales einfällt. Sei es als Kurzgeschichte, Gedicht, Foto, Gemälde, Skulptur, Videoclip, Song oder in anderer medialer Form.

Einsendeschluss ist der 31. März 2011

Die Preise:
Die Wort- ALFI* für den besten schriftlichen Beitrag
Die Bild-ALFI für den besten non-verbalen Beitrag

*ALFI war bisher eine Leserattenskulptur in Raku-Glasur. Sie wird 2011 erstmalig von Birte Pröttel gestaltet.  Es handelt sich um einen Kultpreis, frei nach dem Motto: andere vergeben Oscar, Corine oder Glauser, wir vergeben ALFI.

Die originellsten Beiträge werden als Anthologie in der edition ALFA veröffentlicht.

Teilnahmebedingungen:
Texte,
bisher unveröffentlicht (maximal 10 000 Anschläge incl. Leertasten), müssen einen Titel tragen, der das Motto enthalten kann, aber auf keinen Fall nur „Wandel“ lauten darf (Unterscheidbarkeit der Beiträge). Sie sind im Wordformat per Mail sowie in FÜNF Exemplaren, anonym, einseitig ausgedruckt auf gelochtem DIN-A4-Papier einzureichen.
Dem Beitrag ist eine Bearbeitungsgebühr (ein 5-Euroschein) sowie ein Anschreiben mit diesen Informationen beizufügen:
Name, Postanschrift und Mail-Adresse der Verfasserin / des Verfassers,
E-Mail-Adresse unbedingt angeben. Alle Benachrichtigungen erfolgen per Mail.
Titel des Beitrags, Geburtsdatum, eine Kurzbiographie (Umfang ca. 3-5 Zeilen), sollten Sie sich noch nicht bei einem ALFA-Wettbewerb beteiligt haben.
Einsendeschluss: 31. März 2011 (Datum des Poststempels).

Non-verbale Beiträge sind im Original sowie als Foto (geringe Auflösung) zwecks ersten Eindrucks einzureichen.
Achtung: Wenn Ihr Beitrag an der interaktiven Multi-Media-Ausstellung im Sommer 2011 teilnehmen soll, muss er fix und fertig aufhängbar bzw. ausstellbar eingereicht werden!!!
Dem Beitrag ist ein Anschreiben mit diesen Informationen beizufügen:
Name und Anschrift der Verfasserin / des Verfassers,
E-Mail-Adresse unbedingt angeben. Alle Benachrichtigungen erfolgen per Mail.
Titel des Beitrags, Geburtsdatum, eine Kurzbiographie (Umfang ca. 3-5 Zeilen),
Bearbeitungsgebühr 5 Euro.

Einsendeschluss: 31. März 2011

Die Teilnehmer verpflichten sich, ihre eingesandten Werke bis zum Tag der Preisverleihung in keiner Form zu veröffentlichen.
Die Teilnehmer versichern, dass die eingesandten Werke keine Rechte Dritter verletzen.
Die Teilnehmer des Wettbewerbes ermächtigen den Veranstalter – ohne Verletzung von Urheber- und Persönlichkeitsrechten – zur honorarfreien Veröffentlichung der Arbeiten in einer Anthologie.
Das Copyright verbleibt bei den Autoren.
Die Einsender erhalten keine Eingangsbestätigung.

Mit Einreichen des Werks erkennt der Urheber die hier genannten Bedingungen an.

Die non-verbalen Beiträge werden in Lagoa im Convento Sáo José in einer interaktiven Ausstellung im Sommer 2011 gezeigt. Jeder Besucher gibt eine Stimme für sein Lieblingsexponat ab.

Die Preisverleihung findet im Rahmen des 6. Geburtstags von ALFA im September 2011 statt.
Einsendungen an:

ALFA – Barbbara Fellgiebel
Apartado 376
8504-913 Portimão
Portugal

www.alfacultura.com | Mail: alfacult@gmail.com | Tel. 917 602 607

Quelle: Uschtrin

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erophil – Der Wettbewerb

Originalausschreibung: www.erophil.de

Veranstalter: Verein der Freunde der erotischen Literatur (in Gründung)

Dieser Wettbewerb richtet sich an alle AutorInnen erotischer Literatur: Wir wollen deine Texte!
Ziel ist die Etablierung eines Forums zum Austausch. Außerdem wollen wir noch unbekannten AutorInnen zu der Aufmerksamkeit verhelfen, die sie verdienen.

Die besten Einsendungen des Wettbewerbs präsentieren wir im Rahmen der 2. erophil im Mai 2011. Darüber hinaus wollen wir den AutorInnen der besten Einsendungen die Möglichkeit geben, am ersten erophil-Workshop teilzunehmen, der für den Herbst 2011 geplant ist.

Wer kann mitmachen?
Du schreibst erotische Prosa in deutscher Sprache und hast die eingereichten Texte bislang nicht anderweitig veröffentlicht; Lesungen oder Einreichungen bei anderen Wettbewerben gelten nicht als Veröffentlichung.
Die Länge der Einsendung sollte mindestens drei Seiten, aber nicht mehr als 15 Seiten betragen. Falls es sich um einen Auszug aus einem längeren Text handelt, sollte ein Exposé des Gesamtprojekts mit eingereicht werden.
Du solltest mindestens 18 Jahre alt sein (geboren vor dem 01.10.1992).

Und wer entscheidet?
In diesem Jahr besteht die Jury aus Phoebe Müller (Autorin u. a. von „Die Beute“, Konkursbuch Verlag), Johannes Brodowski (begleitet junge Autoren bei internationalen Werkstätten) und Maria Evans-von Krbek (Lektorin und Mitorganisatorin der erophil).

Um die Anonymität der Einsendungen zu gewährleisten, bitten wir um die Einsendung zweier getrennter Dateien: Eine sollte den Text / die Texte enthalten, die zweite deine persönlichen Daten sowie ggfs. eine Bibliografie.

Einsendungen bitte an: wettbewerb@erophil.de

Einsendeschluss ist der 31. März 2011.

Kontakt:
http://www.erophil.de und http://www.myspace.com/erophil.de
info@erophil.de
Tel. 030 / 25 81 23 81

Quelle: Uschtrin

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Förderpreis der Stadt Konstanz für junge Künstlerinnen und Künstler

Originaltext: http://stadt.konstanz.de/kulturzentrum/01635/03853/03856/index.html?lang=de

Seit 1983 vergibt die Stadt Konstanz alle zwei Jahre einen Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler in den Sparten Musik, Bildende Kunst und Literatur.
Ziel des Preises ist es, junge Künstlerinnen und Künstler zu fördern, die in der Stadt oder im Landkreis Konstanz geboren wurden, hier leben oder durch ihre künstlerische Arbeit der Region eng verbunden sind.
Das Bewerbungshöchstalter beträgt 35 Jahre.
Der Förderpreis ist mit 1.500 Euro dotiert.

Im Jahr 2011 wird der Konstanzer Förderpreis für Junge Künstlerinnen und Künstler erneut vergeben. Junge Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Musik, Bildende Kunst und Musik können sich ab sofort bewerben.

Bewerbungsunterlagen können telefonisch 07531/900-902, per Fax 07531/900-910 oder per E-Mail KoellnerKB@stadt.konstanz.de beim Kulturbüro der Stadt Konstanz angefordert werden.

Zur Teilnahme reichen Sie bei der Sparte Literatur bitte folgende Unterlagen ein:

  • Lebenslauf mit schwerpunktmäßiger Darstellung der künstlerischen Entwicklung nebst
  • Passfoto
  • Arbeitsproben von Werken, die in den letzten drei Jahren entstanden sind:
    • Manuskripte
    • Buchveröffentlichungen
    • Leseproben aus eigenen Werken auf MC oder CD

Alle Unterlagen müssen mit Name und Anschrift versehen sein.

Ansprechpartnerin: Rebecca Koellner.

Einsendeschluss der Bewerbungen und Arbeiten ist der 31. März 2011.

Einsendeadresse:
Kulturbüro Konstanz
Wessenbergstraße 39
78462 Konstanz

Quelle: Uschtrin

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Günter-Bruno-Fuchs-Literaturpreis

Zum 5. Mal wird der Günter Bruno Fuchs-Literaturpreis ausgeschrieben in Erinnerung an den Berliner Malerpoeten, der 1928-1977 lebte. Zu dessen bekanntesten Werken gehören „Handbuch für Einwohner“ (1969), „Der Bahnwärter Sandomir“ (1971) und „Brevier eines Degenschluckers“ (1960).

Der Preis steht diesmal unter dem Motto: Irgendwann ist Feierabend.
Eingereicht werden kann dazu ein fünfseitiges Manuskript mit Prosa, Lyrik oder Dramatik bis zum 31.3.2011 an: :

Manfred Giesler
Güntzelstr. 53
10717 Berlin

Die Jury besteht aus: Manfred Giesler, Johannes Grützke, Axel Haase.

Der Preisträger erhält sein von Johannes Grützke gezeichnetes Porträt und wird wie der Zweit- und Drittplatzierte im Rahmen der Verleihung im Berliner Buchhändlerkeller am 29.4.2011 seinen Siegerbeitrag öffentlich vortragen.

Quelle: Uschtrin

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Lesbischer LiteraturPreis

Originalausschreibung: http://www.elles.de

Schon zum 5. Mal schreibt der el!es-Verlag für das Jahr 2011 den »Lesbischen LiteraturPreis« aus.

Wettbewerbsbedingungen:

1. Teilnehmen können ausschließlich Frauen.
2. Eingereicht werden können lesbische Liebesromane oder Romane, die das lesbische Leben zum Thema haben. Ebenso sind sogenannte »Uber«-Storys erlaubt.
3. Eine Länge von mindestens 60.000 Wörtern und ein Happy End sind für den Roman zwingend erforderlich.
4. Zudem wären wir sehr froh, wenn der Roman im Präteritum geschrieben wäre und nicht im Präsens. Auch geben wir der Perspektive aus der 3. Person den Vorzug vor der Ich-Perspektive.
5. Schicken Sie eine Inhaltsangabe (die bitte im Präsens und nicht im Präteritum), die ca. eine halbe bis eine DIN-A4-Seite umfaßt, und eine Kopie Ihres Romans im .rtf- oder .doc-Format an manuskripte@elles.de zusätzlich mit einer Kurzbiographie, in der Sie sich kurz vorzustellen, Ihrem vollständigen Namen und Ihrer E-Mail-Adresse. Bitte benennen Sie die Datei nach folgendem Muster:

Vorname_Nachname__Titel.rtf
(Vorname_Unterstrich_Nachname_Unterstrich_Unterstrich_Titel.rtf)

Bitte Name, Postadresse und E-Mail auch am Ende der Inhaltsangabe noch einmal angeben.
6. Sofern Sie den Roman oder Teile davon bereits auf dem Internet veröffentlicht haben, geben Sie bitte die Webseite an, auf der der Text veröffentlicht wurde. Ausgewählte Romane müssen vor dem Beginn des Lektorats aus dem Netz genommen werden.
7. Die Regeln der Rechtschreibung und Grammatik sollten korrekt umgesetzt sein. Bitte verwenden Sie die alte Rechtschreibung. Falls Sie die alte Rechtschreibung nicht beherrschen, akzeptieren wir auch die neue, das verursacht unserem Lektorat jedoch zusätzlichen Aufwand.
8. Für die Veröffentlichung kann natürlich ein Pseudonym verwendet werden, das jedoch aus einem Vor- und einem Nachnamen bestehen sollte.
9. Die Inhaltsangabe und ein Auszug des eingesandten Manuskriptes (nicht der vollständige Text) werden einen Monat vor Vergabe des Preises auf der Internetseite http://www.elles.de veröffentlicht. Die el!es-Leserinnen stimmen dann online darüber ab, welches der eingesandten Manuskripte den Preis gewinnt.
10. Die ausgewählten Romane werden vor der Veröffentlichung von uns lektoriert.
11. Einsendeschluß ist der 31.03.2011.

Der Preis für den besten Roman ist ein Wochenende für zwei (weibliche) Personen in der Frauenpension Bertingen (http://www.frauenpension-bertingen.de) und die Veröffentlichung des Romans bei el!es.

Weitere Informationen auf der Webseite www.elles.de

Quelle: Uschtrin

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SCHREIBTALENTE – 2. Jugendwettbewerb des Meerbuscher Kulturkreises und des Rhein-Kreises Neuss

Originaltext, siehe: www.schreibtalente.de

Startschuss 2. Jugendwettbewerb SCHREIBTALENTE:
Geschichten und Gedichte zum Motto „FLUSS“ gesucht

Vom 1. Februar bis 31. März 2011 sind alle Schülerinnen und Schüler von 8-18 Jahren im Rhein-Kreis Neuss aufgerufen, ihre Geschichten und Gedichte einzusenden. Das Motto des 2. Jugendwettbewerbs lautet „FLUSS“ und eine neunköpfige Jury von Fachleuten aus dem Kinder- und Jugendbereich freut sich auf überraschende Beiträge.

Bewertet wird in drei Altersgruppen (8-10 Jahre, 11-14 Jahre und 15-18 Jahre). Die eingereichten Texte dürfen maximal fünf Seiten (30 Zeilen à 60 Anschläge) umfassen, und es sind Einsendungen von Einzelpersonen oder über die Schule möglich.

Es gibt vielfältige Aktionen zur Leseförderung, aber nur wenige Wettbewerbe rufen Kinder und Jugendliche zum Schreiben eigener Texte auf. Junge Schreibtalente zu entdecken und gleichzeitig möglichst viele Schülerinnen und Schüler zum Schreiben zu motivieren, darum geht es dem Meerbuscher Kulturkreis und dem Rhein-Kreis Neuss als Veranstalter von SCHREIBTALENTE.
Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Landrats Hans-Jürgen Petrauschke und wird zum zweiten Mal veranstaltet. Er basiert auch auf ehrenamtlichem Engagement vieler Beteiligter.
Begleitend zum Wettbewerb finden 17 kostenlose Schreibclubs für Schülerinnen und Schüler in Bibliotheken, Büchereien, in Kooperation mit oder an Schulen und in allen acht Städten des Rhein-Kreises Neuss statt. Außerdem werden zwei Lehrerfortbildungen zum Kreativen Schreiben angeboten („Den Schreib-Fluss fördern“).

Auf die Schülerinnen und Schüler warten attraktive Preise, allen voran die Veröffentlichung in einem Buch beim Droste Verlag, Besuche im Theater und der Druckerei einer Tageszeitung. Gleichzeitig hat jede einzelne Teilnehmerin/jeder einzelne Teilnehmer die Chance auf einen Überraschungsgewinn und namentlich im Buch erwähnt zu werden. Je eine Grundschule und weiterführende Schule mit den meisten Einsendungen (im Verhältnis zur Gesamtschülerzahl) gewinnen als Sonderpreis eine Lesung mit einem bekannten Kinder- oder Jugendbuchautor.

Die genauen Einsendebedingungen, Preise, Jurymitglieder und Schreibclub-Termine sind veröffentlicht unter www.schreibtalente.de (ebenso Vorlagen zur Erstellung eines Begleitanschreibens, der Normseite und demnächst Material zum Kreativen Schreiben für Lehrer).

Beiträge sind bis 31. März 2011 zu senden an:

Rhein-Kreis Neuss Medienzentrum,
Stichwort „Schreibtalente“
Bahnhofstraße 14
41472 Neuss

Kontakt:
Astrid Krömer
Projektleitung SCHREIBTALENTE – 2. Jugendwettbewerb des Meerbuscher Kulturkreises und des Rhein-Kreises Neuss
Dückersstr. 25, 40667 Meerbusch
Telefon: + 49 (0)2132-758996, Fax: + 49 (0)2132-758997
Mail: astrid.kroemer@schreibtalente.de
Web: www.schreibtalente.de

Was sind die Teilnahmebedingungen?

  • teilnehmen kann, wer im Rhein-Kreis Neuss wohnt oder dort eine Schule besucht
  • eingesandt werden kann über die Schule oder als Einzelperson
  • Textumfang bis zu 5 DIN-A4-Seiten (Prosa oder Lyrik)
  • Beiträge nur auf einer Seite bedruckt/beschrieben (keine Heftung/Klammerung)
  • Für Prosabeiträge gilt: maschinengeschrieben, in vierfacher Ausfertigung. Schriftgröße 12pt, 30 Zeilen à 60 Anschläge pro Seite (Normseite, siehe weiter unten „Vorlagen“). Die Beiträge müssen für das Buch in elektronischer Form zur Verfügung gestellt werden können.
  • Für Gedichtbeiträge gilt: maschinen- oder handgeschrieben und ebenfalls in vierfacher Ausfertigung einzureichen
  • der eingesandte Text darf bisher weder veröffentlicht noch zu anderen Wettbewerben eingereicht worden sein
  • jede Teilnehmerin/jeder Teilnehmer darf nur einen Beitrag einsenden

Quelle: Uschtrin

Der Feuerstern

Eine Leseprobe aus meiner Gerschichte „Der Feuerstern“, die in der Geschichtenweber-Anthologie „Wildes Land“ im Web-Site-Verlag erschienen ist.

Thoron möchte gern ein Held werden, um seine Doriel zu beeindrucken, ein Held wie Eodor, der Sohn des Fürsten. Und schneller, als er denkt, bekommt er die Gelegenheit dazu. Denn auf einem gemeinsamen Ausritt wird Doriel entführt. Nun begiebt sich der Möchtegern allein auf die Suche, die durch tückische Wälder und Sümpfe führt.

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Weit war er nicht gekommen. Er quälte sich bestimmt schon seit einer halben Stunde durch diesen Urwald, ohne wirklich voranzukommen. Nichts deutete auf einen Weg hin und die Füße sanken tief in den Morast. Die Gegend wirkte bedrohlich. Vielleicht entsprachen die Gerüchte über das Westufer des Rim ja doch der Wahrheit.

Er fühlte sich beobachtet. War da nicht ein Rascheln? Hörte er nicht Schritte hinter sich? Sah er dort nicht eine Gestalt hinter dem Gebüsch? Es wurde erstaunlich schnell dunkel, denn die Bäume waren hoch und das Licht der untergehenden Sonne erreichte den Waldboden kaum noch. Es war nicht mehr möglich, einen Weg zwischen Stämmen und Unterholz zu finden, geschweige denn, die Spuren weiterzuverfolgen, die nun erneut flussabwärts führten. Und wieder stand er vor einem der zahlreichen Bäche, die den Rim speisten. Hoffentlich kamen die Entführer auch nicht schneller voran.

Thoron war müde. Müde und hungrig. Und er fror. Getrockneter und nasser Schlamm verkrustete in dicken Schichten seine Stiefel und Unterschenkel. Aber nur gegen die Müdigkeit konnte er etwas unternehmen. Tastend suchte er sich eine dicke Baumwurzel, auf der er – halbwegs vor dem Morast geschützt – die Nacht verbringen wollte.

Trotzdem konnte er zunächst nicht einschlafen. Die Aufregungen des Tages hielten ihn wach. Und er hörte Geräusche: klagende Rufe und spitze Schreie, die er keinem ihm bekannten Tier oder anderen Wesen zuordnen konnte. Sicher hatte selbst Eodor bei seinen Taten nie solche Qualen durchleben müssen. Nein, der ging los und stach seinen Feinden das Schwert in die Brust. Oder er erlegte damit Drachen und befreite holde Jungfrauen. Was allerdings ihm hier zugemutet wurde …

Nun dachte er an seine Dor. Wieder sah er sie mit dem Feuerstern im Haar. Was würde er darum geben, sie schon jetzt wohlbehalten bei sich zu wissen?

Er zog die Beine an und kauerte sich dichter an den Stamm, an dem er lehnte. Dann holte er sein Schwert aus der Scheide und legte es griffbereit über seine Knie. Er versuchte sich auf die Entführer zu konzentrieren, wie immer sie auch aussahen, stellte sich vor, wie er unter ihnen wüten würde, um endlich Doriel wieder in seinen Armen zu halten, ihrer bewundernden Blicke und der Dankbarkeit ihres Vaters gewiss. Mit diesen Gedanken sank er schließlich in einen unruhigen Schlaf.

Er sah Doriel vor sich. Sie stand nicht weit von ihm entfernt. Thoron ließ den Wald hinter sich und lief auf sie zu. Der weiche Boden versuchte ihn aufzuhalten, gab mehr und mehr nach. Immer tiefer versanken die Füße, immer schwerer wurde es, sie aus dem Sumpf zu befreien. Jetzt steckte sein linkes Bein bis zur Hüfte im Morast. Thoron verlagerte sein Gewicht, stützte sich auf das andere Bein, doch auch hier gab der Boden nach. Schon spürte er die Feuchtigkeit sein Hemd aufweichen, der modrige Geruch kroch ihm in die Nase. Er rief Doriel um Hilfe an, aber er bekam nur Gelächter zur Antwort.

Denn es war nicht sein geliebtes Mädchen, das dort stand. Gelbe verfaulte Zähne steckten vereinzelt in einem breit grinsenden Mund ohne Lippen. Eine schiefe, verbeulte Nase bildete – einer knorrigen Wurzel gleich – nur annähernd die Mitte des vernarbten, ledrigen Gesichts. Zwei kleine, schmale Augen versteckten sich hinter den vollen Wangen und den buschigen Brauen, um sich dort über seine verzweifelte Lage zu belustigen. Dünne graubraune Haarsträhnen flüchteten aus dem viel zu großen Kopf, der auf einem schmächtigen, gekrümmten Körper mit kurzen Beinen saß, dessen hervorstechendstes Merkmal ein mächtiger Buckel war.

Thoron erschrak beim Anblick dieses merkwürdigen Wesens, und unter dessen höhnischem Gelächter versuchte er sich freizukämpfen. Doch da war noch etwas anderes. Er sah ein riesiges Maul auf sich zukommen und …

Er erwachte schreiend und sprang auf die Füße. Gerade rechtzeitig, bevor das Maul zuschnappen konnte. Im ersten Dämmerlicht des neuen Tages erblickte er die furchtbare Bestie, die sich in seinen Traum geschlichen hatte. Sie kroch langsam auf ihn zu und er musste rückwärts ausweichen. Der lang gestreckte Körper – Thoron schätzte ihn auf mindestens fünfzehn Fuß – war bis zur Schwanzspitze mit dicken Panzerplatten bedeckt und endete auf der ihm zugewandten Seite in diesem riesigen Maul, das mit unzähligen dolchartigen Zähnen bewaffnet war. Jetzt schob der Drache seinen mächtigen Leib über Thorons Klinge, die bei seinem Aufspringen im Schlamm gelandet war.

Wie oft hatte er davon geträumt, eines Tages einen Drachen zu töten und als Held in Doriels Arme heimzukehren oder seine Geliebte gar aus den Klauen einer solchen Bestie zu befreien. Aber die Wirklichkeit übertraf seine Vorstellungen bei weitem. Sicher, die Untiere seiner Träume waren viel größer gewesen. Schreckliche Gegner, aus deren Mäulern feuriger Atem und donnerndes Brüllen gekommen war. Doch obwohl das Tier, dem er sich jetzt gegenüber sah, keinen Ton von sich gab und keinerlei Anstalten machte, ihn mit brennendem Odem zu überziehen, war er sich sicher, seinem Ende entgegenzusehen. Die kalte Ruhe, mit der sich das Biest auf ihn zu bewegte, brachte eine tödliche Gewissheit mit sich.

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Wildes LandTimo Bader und Jürgen K. Brandner (Hrsg.)
Edition Geschichtenweber: Wildes Land

Paperback, 240 Seiten
Web-Site-Verlag, 2005

Klappentext:

Ein Krieger aus vergessenen Tagen zieht aus, um sich in den Wäldern seiner größten Herausforderung zu stellen … Auf Rügen droht ein Mädchen in einem Sumpfloch zu versinken, als ein Troll zu ihrer Rettung eilt … Eine Elfin muss in den Bergen eine schwere Prüfung bestehen und wagt sich in die Höhle des Drachen … Beim Meditieren auf einer Lichtung im Wald wird ein junger Mann von Nachtelfen in ihr dunkles Reich entführt … In einer Höhle im Sumpf lebt eine verstörte Frau, bis eines Tages ihr ein Spaziergänger begegnet …

Sümpfe, Höhlen, dunkle Wälder – an diesen drei geheimnisvollen Orten spielen die Geschichten der 14 Autorinnen und Autoren der Edition Geschichtenweber. Die Anthologie bietet eine bunte Vielfalt an verschiedenen Genres der Phantastik: von Fantasy bis Dark Fantasy, leichtem Grusel bis Horror, schillernde Geschichten der High- und Epic-Fantasy, düstere Thriller- und Mystery-Tales, romantischen Liebes-Geschichten bis hin zu knisternden Erotik-Storys – und vieles, vieles mehr!

Um die mystischen und märchenhaften Schauplätze der Geschichten auch noch für unsere Nachkommen zu erhalten, spenden die Autoren und Künstler aus dem Erlös der Anthologie 2 EURO pro verkauftem Exemplar an den World Wide Fund For Nature (WWF). Der Schutz der letzten natürlichen Wälder ist eines der Hauptanliegen des WWF.

J.R. Kron: Der Wolf und der Geist
Irmgard Fliedner-Grandke: Albenkind
Jörg Olbrich: Ein Troll auf Rügen
Maike Schneider: Eine Herzenssache
Jürgen K. Brandner: Moordämonennacht
Mandy Schmidt: Das Lied der Weberin
Christine R. Förster: Die Prüfung
Martin Skerhut: Entführt in eine fremde Welt
Timo Bader: Der Fall der Jane J.
Sabrina Eberl: Das Geheimnis der Höhle
Philipp Bobrowski: Der Feuerstern
Nina Horvath: Das Ding in der Höhle
Birgit Käker: Jäger in der Dämmerung
Marion Charlotte Mainka: Das grüne Leuchten

Weitere Informationen, Leseproben und Rezensionen bei den Geschichtenwebern.
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Erotisches bis zum 30.04.10

Originaltext der Ausschreibung: www.menantes-wandersleben.de/litpreis.html

Ausschreibung: Menantes-Preis für erotische Dichtung 2010
Gestiftet von den Volksbanken und Raiffeisenbanken und dem Menantes-Förderkreis
Umarme doch mit wollenweichen Händen
Den heißen Leib, der sich nach Kühlung sehnt;
Erhebe dich mit deinen zarten Lenden,
Schau wie die Lust schon alle Glieder dehnt.
– Menantes (1702) –

2006 und 2008 bewarben sich jeweils über 700 Autorinnen und Autoren aus 15 Ländern um den Menantes-Preis für erotische Dichtung.

Benannt nach dem „galantesten“ Dichter des Barock, der als Christian Friedrich Hunold (1680-1721) in Wandersleben zur Welt kam, wird der Preis vom Menantes-Förderkreis der Evangelischen Kirchgemeinde Wandersleben in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift „Palmbaum“ nun zum dritten Mal ausgeschrieben.

Senden Sie uns bis zu drei Gedichte oder eine Kurzgeschichte mit maximal fünf Manuskriptseiten (je 2000 Zeichen). Die Texte müssen bislang ungedruckt sein (Veröffentlichungen auf Websites sind möglich).

Eine Jury aus fünf Kritikern, Germanisten und Schriftstellern ermittelt unter allen Einsendungen die fünf originellsten und lädt deren Verfasser zu einem Lese-Fest am 12. Juni 2010 in den Pfarrhof von Wandersleben ein, bei dem der Jury-Preis (2.000 EUR) und ein Preis des Publikums (1.000 EUR) vergeben werden.
Das Preisgeld wird von den Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie dem Menantes-Förderkreis der Evangelischen Kirchgemeinde Wandersleben gestiftet.

Die Beiträge der fünf Finalisten werden im Oktober-Heft des „Palmbaum“ 2010 veröffentlicht.
Eine Anthologie mit 33 Texten erscheint wenig später im quartus-Verlag.

Um die Anonymität zu wahren, bitten wir die Texte ohne Verfassernamen, jedoch mit einer separaten Kurzbiographie unter dem Stichwort „Menantes“ zu senden an:

Evangelische Kirchgemeinde Wandersleben
Hauptstr. 54
99869 Wandersleben

Einsendeschluss: 30. April 2010 (Poststempel)

Rücksendung nur, wenn adressierter und frankierter Umschlag beiliegt.

Schauen Sie doch einmal in die bisherigen Anthologien zum Menantes-Preis: Ich siebenhändiger Mann. Erotische Gedichte und Geschichten. 2006 Wehre dich nicht. 33 erotische Gedichte und Geschichten. 2008
Beide erschienen im quartus-Verlag Bucha bei Jena:

www.palmbaum.org
www.quartus-verlag.de
www.menantes-wandersleben.de


Jungfräulich …

… oder Lügen haben kurze Beine

Eine Leseprobe aus meiner Geschichte „Jungfräulich oder Lügen haben kurze Beine“, die in der Anthologie „Der Tod aus der Teekiste“ im Schreiblust-Verlag erschienen ist.

Bruno hat sich für diesen einen Moment aufgespart. Den Moment, in dem er mit einer Frau schlafen wird, die er wirklich liebt und die auch ihn wirklich liebt. Entsprechend überwältigt ist er, als es wirklich geschehen soll. Beim Anblick der nackten Nicole fällt ihm die Kinnlade herunter. Das scheint seiner Angebeteten allerdings weniger gut zu gefallen.

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Nicole hatte Herz und Verstand. Jetzt schaute sie ihn allerdings etwas verstört an, bevor sie sich wegdrehte. Bruno konnte den Blick kaum von ihr abwenden, als er mit den Händen die Bettdecke abtastete. Ihr nackter Körper war makellos, versprach ein Leben in Erfüllung. Bruno versuchte sich zu kontrollieren, zwang seine Augen, die Hände bei der Suche zu unterstützen.

„Was ist mit dir los?“ Nicole schien ein Schluchzen zu unterdrücken.
„Es tut mir leid, mein Schatz.“ Er war selbst überrascht, dass er sich in dieser Situation halbwegs verständlich ausdrücken konnte, obwohl seine Stimme ihren Bass verloren hatte. Sie klang leer und offen. Er lallte ein wenig. „Es ist mir zum ersten Mal passiert. Dein Anblick war zu viel für mich, nach all den Jahren der Enthaltung.“
Nicole drehte sich nicht um.
„Vielleicht könntest du mir suchen helfen.“ In dem schummrigen Kerzenlicht war auf der dunklen Bettdecke nichts auszumachen. Er schaltete die Nachttischlampe ein.
„Das kannst du mir nicht antun“, antwortete Nicole. „Sag Bescheid, wenn du sie gefunden hast.“ Sie griff sich ihre Klamotten und verließ das Schlafzimmer.

Bruno sprang aus dem Bett und begann es zu durchwühlen. Er ärgerte sich. Wieso musste ihm das passieren? Ihm, der sich sein Leben lang für diesen Abend aufgespart hatte? Mit fünfundzwanzig hatten andere Männer – selbst die, die es mit den Frauen weit schwerer hatten als er – bereits viele Jahre sexueller Erfahrungen hinter sich.

Bruno spürte einen beißenden Schmerz in seiner rechten Hand. Er zog sie zurück und lutschte das Blut von seinem Zeigefinger. Doch er fühlte sich erleichtert.
„Ich glaube, ich hab sie!“, rief er durch die offene Schlafzimmertür. Er riss die Bettdecke zurück. Da lag sie. Die rosafarbene Innenseite schaute ihn unschuldig an.

Eine saubere Trennung. Bruno war ein wenig verwundert. Er fasste vorsichtig an den Kehlkopf. Alles wie immer. Langsam tasteten sich seine Finger nach oben. Eine Zehntelsekunde schwebten sie in der Luft, dann befühlten sie die fleischige Unterseite der Zunge.

„Hast du was anderes erwartet?“, dachte Bruno. „Der Rest liegt schließlich vor dir.“ Er griff nach seiner Kinnlade, vorsichtiger jetzt, um sich nicht wieder an seinen Schneidezähnen zu verletzen. Er hob den Unterkiefer auf, ging mit ihm zum Schlafzimmerspiegel. „Kein Wunder, dass Nicole schockiert war“, dachte er, als er sich im Spiegel betrachtete. „Ich sehe ja reichlich blöd aus. Wahrscheinlich wäre es noch schlimmer, wenn ich nicht ohnehin ein fliehendes Kinn hätte.“ Er musste ein wenig kichern, wobei ihm sein Unterkiefer beinah aus der Hand gefallen wäre. Er packte ihn fester und versuchte ihn wieder in seine angestammte Position zu bringen. Er schob, drückte, wackelte, drehte und fummelte – ohne Erfolg. „Natürlich! Kaputtgehen ist leicht, aber für die Reparatur braucht man einen Spezialisten.“

Bruno war zu ungeduldig. Er legte sein Kinn auf den Nachttisch und zog sich an. Dann lief er Nicole nach. „Ich hab das Kinn gefunden. Aber ich krieg es nicht mehr dran. Nicole?“

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Der Tod aus der TeekisteAndreas Schroeter (Hrsg.):
Der Tod aus der Teekiste
… und 30 andere abgedrehte Geschichten

Taschenbuch, 230 Seiten
Schreiblust-Verlag
ISBN: 3-9808278-8-7

„Viele Autoren können schreiben, aber nur wenige können originell schreiben. Wir präsentieren Ihnen die Stecknadeln aus dem Heuhaufen.“ So lautet der Klappentext unseren Buches „Der Tod aus der Teekiste“. Und dieser knappe Rückseiten-Text sagt im Grunde alles aus – wir haben uns für dieses Buch auf die Suche nach originellen Geschichten gemacht, weil wir glauben, dass es schon genug Einheitsbrei gibt. Wieder haben uns – wie schon für unsere Krimi-Anthologie „Madrigal für einen Mörder“ – knapp 400 Geschichten zum Thema erreicht. 31 von ihnen haben den Sprung in dieses Buch geschafft.

Da gibt es einen Mann, der sich auf eine sehr seltsame Beziehung mit seinem Papagei einlässt, eine völlig verkorkste Bewerbungsfahrt oder den „Club der Hässlichen“, um nur einige Beispiele zu nennen. Sogar Jesus kommt vor. Aber lesen Sie selbst …

„Der Tod aus der Teekiste“ ist ein originelle, frische und sehr abwechlungsreiche Anthologie geworden, bei der man vielleicht auf Seite 99 noch lauthals lacht, um direkt nach dem Umblättern einen entsetzten Gesichtsausdruck zu bekommen: Achterbahnfahrt statt Kinderkarussell.

Viele Autoren sind erstmals in einem Buch des Schreiblust-Verlags vertreten. Aber auch einige bekannte Namen, die die Leser schon aus unseren früheren Büchern kennen, sind wieder dabei. Andreas Gruber, Andrea Tillmanns oder Philipp Bobrowski gehören zu ihnen.
Das Cover hat der Dortmunder Grafiker Michael Henke gemacht.

Übrigens, falls Sie den Titel irgendwie seltsam finden sollten: Wir hatten keine Wahl. Und das kam so: Es war einmal eine Assam-Teekiste, die über ein Gewässer schipperte. Aus ihr stiegen ein paar ziemlich kleine, aber bösartige Monster. Und die haben uns befohlen, das Buch so und nicht anders zu nennen … Was sollten wir machen? Aber wir verraten schon wieder zu viel.

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Heute neu im Kino

Filmplakat "Sherlock Holmes"
© Warner Bros. Pictures

Die Filmstarts: „Sherlock Holmes“ erwacht zu neuem Leben, Liebeserklärungen in „New York, I Love You“, Kristin Scott Thomas hat „Die Affäre“, Krieg und Frieden herrscht in „Ein russischer Sommer“ und „Die Frau mit den 5 Elefanten“ kommt ganz ohne Dickhäuter aus.

„Sherlock Holmes“ ist zurück und hat sich neu erfunden. Besser gesagt, Regisseur Guy Ritchie (ja, der Ex von Madonna) hat ihn neu erfunden. Wer den alten Sherlock kannte, wird ihn in diesem Actionkrimi, bei dem die Betonung eben auf Action liegt, nicht wiedererkennen.

Aus dem traditionellen Holmes ist ein Verschnitt aus James Bond und Indiana Jones geworden. Was den Puristen abschrecken mag, wird dem Freund actionreichen, schnellen und ironischen Abenteuerkinos durchaus entgegenkommen.

Holmes zeigt Muskeln

Im London von 1890 scheint ein Killer aus dem Jenseits sein mörderisches Unwesen zu treiben. Der hingerichtete Lord Blackwood (Mark Strong) ist von den Toten auferstanden. Einzig Holmes (Robert Downey Jr.) glaubt nicht an Übernatürliches. Klar, dass ihn auf der Suche nach des Rätsels Lösung sein Freund Watson (Jude Law) unterstützt. Dabei müssen beide, anders als im Original, des Öfteren auch die Muskeln spielen lassen, was gerade dem weiblichen Kinopublikum gefallen dürfte.

„Mag die Story manchmal so holprig sein wie das Londoner Straßenpflaster, der flotte Actionkrimi macht Spaß …“ (TV Spielfilm). Und oppulent ausgestattet ist er obendrein.

Überraschend, skurril und anrührend

„Paris, je t‘ aime“ wird fortgesetzt, origineller und charmanter, wie Kritiker behaupten, und diesmal in New York. Im Episodenfilm „New York, I Love You“ erklären elf Regisseure aus aller Welt, darunter Brett Ratner („Rush Hour“), Allen Hughes („From Hell“) und der Deutsche Fatih Akin („Gegen die Wand“), New York die Liebe.

Im zweiten Teil der Reihe „Cities of Love“ buhlen unter anderem zwei Taschendiebe (Hayden Christensen, Andy Garcia) um die Hand einer schönen Frau (Rachel Bilson), ein Inder (Irrfan Khan) und eine Jüdin (Natalie Portman) tragen einen religiösen Streit aus und zwei Raucher (Chris Cooper, Robin Wright Penn) treffen sich zu einem erotischen Smalltalk vor einem Restaurant.

„Wenn der Film nach 100 Minuten endet, haben die beteiligten Filmemacher etwas geschafft, was im Kino selten gelingt: Diesem Liebesreigen hätte man noch stundenlang zuschauen können.“ (TV Spielfilm)

Verhängnisvolle Affäre ohne Kompromisse

Im Drama „Die Affäre“ verliebt sich Suzanne (Kristin Scott Thomas) in einen Arbeiter, der bereits vorbestraft ist. Obwohl sie mit einem Arzt verheiratet ist, will sie die Affäre mit allen Mitteln durchziehen – koste es, was es wolle. Für die Liason mit dem mittellosen Spanier ist sie sogar bereit, ihr komfortables Leben aufzugeben.

Das scheint nicht sehr lebensnah, doch Kristin Scott Thomas spielt ihre Rolle mit einer Verletzlichkeit, die ihre Wirkung beim Zuschauer nicht verfehlt. „Intensiv gelpielt, aber nicht besonders glaubwürdig“, urteilt TV Spielfilm.

Kampf um Tolstois Erbe

Die großartige Helen Mirren spielt Sofia, die Ehefrau des gefeierten Autors Leo Tolstoi („Krieg und Frieden“, „Anna Karenina“). Sie streitet nach dem Tod ihres Mannes mit dem intriganten Tschertkow (Paul Giamatti) um die Rechte am Werk ihres Gatten. Beide Widersacher versuchen dabei Tolstois jungen Sekretär (James Mc Avoy) für ihre Zwecke einzuspannen.

„Michael Hoffman („Tage wie dieser …“) ist es glungen, sein relativ biederes Drehbuch in ein bewegendes Drama über die komplexen und bittersüßen Eigenheiten der Liebe zu verwandeln. Was er vor allem seinen großartigen Schauspielern zu verdanken hat.“ (TV Spielfilm)

Noch mehr Literatur in Form von Elefanten

In „Die Frau mit den 5 Elefanten“ geht es nicht wirklich um Dickhäuter, wohl aber um leicht angegraute Riesen. Die großen Romane des russischen Literaten Dostojewski („Der Idiot“, „Schuld und Sühne“) nämlich. Ins Deutsche übertragen wurden diese von Swetlana Geier. Der Dokumentarfilm von Vadim Jendreyko begleitet die Übersetzerin, die heute 86 Jahre alt ist, auf einer Reise in ihre ukrainische Heimat.

Während Geiers Vater den Säuberungen Stalins zum Opfer fiel, wurde ihre beste Freundin von der SS ermordet.

Flucht in den Wald

Heute soll es eine zweite Leseprobe aus meinem Sammelband „Des Boten Prüfung“ geben. Die erste findet ihr hier. Diese hier ist allerdings aus einer eher traurigen Geschichte entnommen. Ich hoffe, sie gefällt euch trotzdem:

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Cwen lief und lief. Kaum war ihr bewusst, dass sie auf den Dernwald zulief. Tränen strömten über ihre erröteten Wangen. Stoßweise bildete ihr Atem kleine Wölkchen in der eisigen Luft. Sie spürte die Kälte nicht. Im Laufen befreite sie sich von dem schwarzen Band, das ihr volles Haar in einen geflochtenen Zopf zwang. Wut und Verzweiflung trieben sie voran.

Längst hatte sie das Dorf hinter sich gelassen. Das Dorf und Ceorl. Keinen Tag länger wollte sie bei dem Mann verweilen, der sie im Frühjahr zur Frau genommen hatte. Wenig hatte sie sich von der Ehe mit dem Schmied versprochen und doch nicht geahnt, welche Qual sie würde erdulden müssen. Des Vaters Schuld hatte sie begleichen wollen und ihn damit ihres eigenen Leids schuldig gemacht.

Eard, ihr Vater, hatte erst seine Frau verloren, dann nach einer Missernte sein Land an Ceorl verkaufen und es in seinem Auftrag bestellen müssen. Die Ochsen des Schmieds waren im darauffolgenden Winter in Eards Obhut eingegangen, wofür der herzlose Mann den armen Bauern verantwortlich machte. Weil der die geforderte Entschädigung nicht hatte zahlen können, forderte Ceorl Cwen zur Frau. Nie wäre Eard darauf eingegangen, kannte er doch den jähzornigen und bösen Charakter des Schmieds, aber Cwen, in Sorge um ihren Vater, hatte dem schließlich zugestimmt, obgleich sie sich vor dem grimmigen Manne fürchtete und beim Anblick seiner fetten Arme und des aufgedunsenen Gesichts Ekel empfand.

Und dennoch war Ceorl nicht zufrieden. Nun, da er ihren Leib und ihre Schönheit sein eigen nennen konnte, waren ihre Hoffnungen und Bedürfnisse ohne Bedeutung für ihn. Mit kalter Verachtung vergalt er ihr das Gelöbnis, welches er nur ihrer Liebe zum Vater verdankte. Und noch immer sah er seine Forderungen nicht als erfüllt an. Beinahe jede Nacht ließ er sie durch die Hölle gehen, wenn sie gegen Abneigung und Übelkeit ankämpfte, während er, als stünde er noch am Amboss, seinen Sohneswunsch in ihren verpfändeten Leib hämmerte. Und beinahe täglich verfluchte er sie, wenn er ihr die Schuld am Misslingen all seiner Mühen gab.

So auch an diesem Abend, an dem es Cwen schließlich aus dem Haus getrieben hatte, seinen verletzenden Worten und gewalttätigen Drohungen zu entfliehen.
„Es wird Zeit, dass du deine Pflichten erfüllst, Weib!“, hatte ihr der grobe Schmied vorgehalten. „Halte dich heute Abend bereit, denn unendlich ist meine Geduld nicht! Deines Vaters Schuld ist nicht mit einer Frau beglichen, die mir keinen Sohn schenkt. Bis Ende des Jahres sollte ich meine Frucht in deinem Leib heranwachsen sehen, sonst weiß ich nicht, was ich dir antue!“

Da hatte Cwen die Furcht gepackt, denn sie kannte Ceorl und wusste um die Ernsthaftigkeit seiner Drohungen. Sie haderte mit ihrem Schicksal, das ihr, selbst noch fast ein Kind von gerade fünfzehn Jahren, noch immer keinen Sohn beschert hatte und sei es nur zur Befriedigung ihres rücksichtslosen Mannes.

Doch je weiter sie sich von Coomb und der verhassten Schmiede entfernte, desto mehr verwandelte sich ihre Furcht. Jetzt waren es Tränen des Trotzes und der Wut, die ihre heißen Wangen herunterliefen und sich dabei mit den schmelzenden Schneeflocken vermischten, die hier ihre letzte Ruhe fanden.

Cwen stoppte nicht, als sie den Waldrand erreichte. Heute schien ihr der Dernwald nicht abschreckend und gefährlich, sondern eine sichere Zuflucht zu sein. Er wirkte auf die junge Frau, als wolle er sie einladen, in den abendlichen Schatten seiner mächtigen Bäume Schutz zu suchen. Und so ging sie nun nur noch leise schluchzend und trotz der zunehmenden Dunkelheit immer tiefer in den Wald hinein und betrachtete seine Wunder.

Selbst hier unter den Bäumen lag eine dicke Schneeschicht, wenn auch die Flocken nicht ganz so dicht fielen wie im Freiland. Cwen wunderte sich über den frühen Winter. Nur die ältesten in Coomb hatten je erlebt, dass so zeitig im Jahr Schnee fiel, denn es war erst der zweiundzwanzigste September und obwohl das Dorf eine der nördlichsten Siedlungen im Königreich war, begannen die Winter meist frühestens Ende Oktober. Sollte es so kalt bleiben, würden die Bewohner bald schon Hunger leiden müssen.

Doch obwohl nun, da sie ihre Schritte verlangsamte, auch die junge Frau die Kälte zu spüren begann, fühlte sie sich durch das glitzernde Weiß in der Stille Derns merkwürdig beruhigt, und während sie sich ziellos vorwärtsbewegte, vergaß sie die Zeit. Hier folgte sie der Fährte eines Rehs, da beobachtete sie ein flinkes Eichhörnchen. Sie sang mit den zwitschernden Vögeln, die dem Winter trotzten, tanzte durch des Waldes Weiß und grub unter der Schneedecke nach Anzeichen, die an wärmere Tage erinnerten. Schlafende Pflänzchen fand sie, Eicheln und Nüsse.

Aber bald schon wurde es um sie so finster, dass Cwen endlich doch an den Heimweg dachte. Und so sehr sie ihr Heim und den, der sie dort erwartete, auch hasste, die Nacht wollte sie keinesfalls im Dernwald verbringen. Denn die Dunkelheit brachte ihr die Erinnerung, warum die Bewohner Coombs und der umliegenden Dörfer den Wald fürchteten und warum auch sie ihn bisher gemieden hatte. Von wilden Tieren erzählte man sich, Wölfen und Bären, die es gefährlich machten, tiefer als nötig in den Forst einzudringen. Schlimmeres erwarte einen in seinen unbekannten Schatten, Geister, Hexen, Gnome und Alben, die den Menschen fremd und selten freundlich gesinnt seien. Doch als sich Cwen dieser Geschichten besann, wusste sie nicht mehr die Richtung, aus der sie gekommen war. Und als sie nach oben schaute, wurde ihr gewahr, dass die Bäume hier zu dicht standen, um sich am Sternenhimmel zu orientieren …

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Mit diesem Buch unternehmen Sie mit dem Autor des Romans „Das Lächeln der Kriegerin“ sechs ganz unterschiedlich geartete Reisen in die Fantasywelt. Mal geht es auf einen Sprung ins Lieblingsbuch des Erzählers, dann in die verschneiten Wälder auf der Suche nach dem Eiswolf. Erleben Sie die traurige Geschichte der unglücklichen Cwen und lachen Sie bei den verrückten Abenteuern von Simon Feuerlocke. Diese Sammlung bietet für jeden etwas. Zwei besondere Schmankerl: Die Kurzgeschichte, die die Basis für Bobrowskis Debütroman bildete, und eine, die gewollten Trash verkörpert.

Leseprobe

Des Boten Prüfung: Reisen in die Fantasy
broschiert: 80 Seiten
tredition, Februar 2008
7,49 EUR
ISBN-13: 978-3940921659

Ebook:
1,99 EUR
ISBN: 978-3-940921-60-4

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Simons Prüfung

Von nun an wird es auf diesem Blog immer mal wieder Leseproben aus meinen veröffentlichten Werken und Texten geben, um euch ein bisschen auf den Geschmack zu bringen.

Ich beginne mit einer Geschichte aus meinem Sammelband „Des Boten Prüfung“, weil dieser, wie ich vor einigen Wochen berichtete, nur noch bis Januar als Printbuch erhältlich sein wird.

Es handelt sich bei „Simons Prüfung“ um eine lustige Kurzgeschichte, die das Fantasygenre ein bisschen auf die Schippe nimmt. Vor allem der vollkommen überspitzte übermächtige allwissende Erzähler hat mir viel Spaß bereitet.

Los geht’s, viel Spaß:

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Die Spelunke sah nicht gerade einladend aus. Über der Tür prangte in großen, grauen Lettern:
„Z m kr hend n H hn“
Simon vermutete, es sei das männliche Tier gemeint, was aber nichts zur Sache tat. Er war auf seiner langen Reise in dutzenden solcher Absteigen – na eben abgestiegen. Und wie kunstvoll deren Namen auch lauten mochten, im Wesentlichen glichen sie sich alle. Da es zu der Zeit, in der unsere Geschichte spielt, in den wenigsten Ortschaften mehr als eine Auswahlmöglichkeit an gastronomischen Einrichtungen gab und sich, auch wenn es einmal so war, die Unterschiede dennoch in Grenzen hielten, dachte Simon über diese Dinge gar nicht weiter nach. Er suchte eine warme Mahlzeit sowie eine Übernachtungsmöglichkeit und beinahe alles war besser, als an den Fingernägeln zu kauen und im Freien zu schlafen, vor allem wenn man den stürmischen Regen bedachte, der seit dem Mittag herniederging und seine ohnehin ärmliche Kleidung in einen Zustand versetzt hatte, der es einem möglichen Zaungast nicht verwunderlich hätte erscheinen lassen, wäre dem triefenden Wanderer mitsamt seinem Stab sogar der Zutritt zum „Kr hend n H hn“ verwehrt worden. Da aber weder der Zaungast noch ein den Eintritt Verwehrender in der Nähe war, trat Simon ein.

Der „H hn“ bestand in der Hauptsache aus einer großen, nahezu quadratischen Gaststube, die vor lauter Qualm aus dem rußenden Kamin und den vielen Tabakspfeifen nur schwer zu überblicken war. Entlang der Wände und im Raum selbst standen etwa neunzehn mit Bänken und Hockern umstellte Tische, die jetzt, kurz vor Sonnenuntergang, zum großen Teil von allerlei Volk bevölkert waren. Simon nahm mit Recht an, dass sich diese mäßig feine Gesellschaft aus Ansässigen des Ortes – wie hieß er noch gleich – richtig: Ort -, Bauern aus den umliegenden Dörfern und Durchreisenden zusammensetzte, wie sich das eben für ein Gasthaus gehörte, welches in einer Ansiedlung errichtet war, die wiederum an einer der größten Handelsstraßen des Landes lag, das übrigens von seinen Bewohnern häufig liebevoll Unserland genannt wurde, während es offiziell und im internationalen Verkehr den bedeutungsvollen Namen Hintermberg trug, den Historiker und Onomastiker gerne auf des Landes geographische Lage zurückführten.

Der größte Teil der Anwesenden waren Menschen – was der heutige Leser wahrscheinlich als Selbstverständlichkeit erachtet – aber es fand sich auch eine Gruppe Zwerge, die gewichtige Reden schwangen und grimmig dreinschauten, derweil ihre kurzen Beine ein ganzes Stück über dem nicht gerade besenreinen Fußboden baumelten. Gleich rechts neben der Tür saßen zwei edle Elben, deren körperlich bedingte Unverträglichkeit von Bier bei gleichzeitigem Genuss desselben für die bereits auf die Tischplatte gesunkenen zarten Häupter verantwortlich war, wobei das zierlich gespitzte Ohr des kleineren drohte, sich in einer ausgedehnten Bierlache aufzulösen. Die beiden Tische in nächster Nähe zum Eingang der Küche – und wohlgemerkt, ich meine die Tische selbst, nicht etwa die umgestoßenen Hocker drum herum – diese beiden Tische also wurden besetzt von einem riesigen Troll und einem trolligen Riesen, die von jeweils einem weiteren Tisch bergeweise alle möglichen Teile von allen möglichen Tieren in sich hineinschaufelten, hier und da gewürzt durch ein kleines Erbschen, Rübchen oder Köhlchen und angereichert durch den einen oder anderen Laib Brot.

Noch weitere absonderliche Gestalten boten sich dem Auge des Betrachters dar, von denen hier nur noch ein behaarter Tartus, zwei übelriechende Gnarfe, eine Horde umherschwirrender Elfen, ein Wurzelgnom, drei krummschnabelige Bolgs, zwei Molche, ein Scriptor Insanus, eine Rumpelhexe, eine aufgeregte Gruppe japanischer Touristen und ein Einhorn – welches hier allerdings ein wenig deplaziert wirkte – genannt sein sollen. Wir vertrauen hierbei auf die Vorstellungskraft des Lesers, da uns zur genaueren Betrachtung die Zeit fehlt, denn eigentlich interessiert uns ja vor allem, wie es Simon weiter erging.

Dieser, von der ihm vertrauten Szenerie völlig unbeeindruckt, nahm, nachdem sich seine wasserblauen Augen an die eher dunklen Lichtverhältnisse gewöhnt hatten, Kurs auf den letzten freien Tisch, der zu seinem Leidwesen gerade gegenüber des Eingangs, nahe der Küche lag, aus der selbst für Hungrige unappetitliche Gerüche kamen. Dazu bahnte er sich den Weg durch den Gestank und den Lärm der Menge, wobei er beinahe eine der Bedienungen umgestoßen hätte, die ihm mit einem Tablett voller überschwappender Bierkrüge entgegenkam. Sie war die Tochter des Gastwirts, was Simon weder wissen konnte noch musste, denn, wie es das launische Schicksal so wollte, waren die Flüche, die sie ihm trotz seiner Entschuldigungen hinterherwarf, die einzigen Worte, die sie je an Simon richten sollte.

Am Tisch angekommen setzte er sich, wie es Leuten seiner Größenordnung geziemt, auf einen der Hocker. Dort wurden er und sein ungehaltenes Rufen nach nur wenig mehr als einer halben Stunde vom Gastwirt höchstpersönlich entdeckt. Dieser war ein stattlicher Mann von etwa 1,52 m sowohl in der Höhe als auch in Breite und Tiefe, dem es nicht einmal halbwegs gelang, das sich daraus ergebende Körpervolumen hinter der fettig befleckten, ehemals weißen Schürze zu verstecken.
„Was willst du?“, fragte er Simon in seiner ausschweifenden Art.
„Man nennt mich Simon Feuerlocke und ich bin auf dem Weg zur Zauberschule in …“
„Ich meine, was willst du hier in meiner Gaststube?“, unterbrach ihn der Wirt zuvorkommend.
„Oh, ich habe Hunger und suche eine Bleibe für die Nacht.“
„Kannst du zahlen?“ Bei dieser Frage warf der Mann einen zweifelnden Blick auf die durchnässte Kleidung und das ausgesprochen kleine Wanderrucksäckchen seines Gastes.
„Natürlich!“
„Das will ich hoffen! Bettler kann ich nicht brauchen! Solltest du nicht zahlen können, werde ich dich erst verprügeln und dann für mich arbeiten lassen!“
Nach diesem ausgiebigen Redeschwall machte er kehrt und verschwand, ohne die Bestellung abzuwarten, in der Küche.

An dieser Stelle hätten wir uns gewünscht, dass sich, wie es in solchen Geschichten durchaus nicht unüblich ist, in der Gaststube eine Person fände, die Fetzen des Gespräches mitgehört und sich nun zu Simon begeben hätte, um ihn als Weggefährten zu identifizieren, ihm Hilfe anzubieten oder wenigstens irgendeinen hinterhältigen Plan auszuhecken, was zu einer Befragung unseres Helden führen und ihn auch dem Leser näher bringen würde. Da sich aber außer uns in dieser dunklen Schenke niemand für den Jungen zu interessieren schien, müssen wir wieder unseren eitlen Erzähler bemühen, der sich ja leider bisher schon kaum zurückgehalten hat.

Wir wissen also bereits, wie Simon hieß und ein wenig über seine ärmliche Kleidung. Auch haben wir erfahren, wo er sich zur erzählten Zeit aufhielt – inzwischen löffelte er ein leckeres Süppchen, welches im Wesentlichen aus leidlich warmem, mit drei Erbsen, riesigen Fettaugen und wenigen Fäden trockenen Fleisches angereichertem Wasser bestand, und prüfte seine Zähne an einer Scheibe steinalten dunklen Brotes. Wo aber kam er her und wo wollte er hin? Und was hatte es mit dem geheimnisvollen Namen Feuerlocke auf sich?
Nun, diesen Namen hatte man dem schmächtigen Sechzehnjährigen in seinem kleinen Heimatdorf Hìrn-Lôs gegeben und spielte damit auf die langen, aus dem blonden Schopf hervortretenden, leuchtend roten Haarspitzen an, die sich über seiner Stirn zu einer Art warnendem Hinweispfeil verbanden, der direkt auf die etwas platte Nase des Jünglings zielte und für Simon im letzten Winter eine völlig neue Bedeutung bekommen hatte. Nachdem seine Eltern direkt nach seiner Geburt verschwunden waren, wuchs der Junge bei seinen Großeltern auf, die ihn mit wenig Essen und viel Arbeit auf ihrem Hof versorgten. Niemand im Dorf konnte die eigentümliche Färbung des Haares erklären, die in Simons Familie bisher noch nie aufgetreten war. Daher wurde er für sonderbar gehalten und ebenso behandelt, was zur Folge hatte, dass er sich bald auch so verhielt und bei der Feldarbeit oder beim Erbsenzählen über die besondere Bedeutung seiner Locke und seiner Person nachgrübelte.

Im letzten Winter aber, sieben Tage nach dem Neujahrsfest, geschah etwas, das Simon für die Antwort auf seine Fragen hielt. Man hatte ihn zum Holzsammeln in den verschneiten Wald nahe dem Dorf geschickt, wo er von einem Rudel grimmiger schwarzgescheckter Waldköter gestellt und eingekreist wurde. Im letzten – oder vorletzten – Moment trat jedoch ein alter Mann zwischen den Bäumen hervor. Er trug einen weiten grauen Umhang, einen Wanderstab, einen kleinen Wanderrucksack und eine lange rote Bommelmütze. In aller Ruhe stellte er sich als der Zauberer Chappi vor – ein Name, der nur dem heutigen Leser seltsam erscheinen mag – und nahm selbstlos den Kampf gegen die wilden Köter auf, während sich Simon auf einen Baum rettete und dankbar dem Schauspiel folgte. Nachdem die Bestien gesättigt und abgezogen waren, griff sich der Junge den verschonten Wanderstab und den Rucksack, in dem sich zu seiner Freude ein echtes Zauberbuch befand, und kehrte fröhlich und sowohl dem Zauberer als auch den Waldkötern dankend zum Dorf zurück. Den Rest des Winters und das ganze Frühjahr übte er sich heimlich in der Zauberei – was zu kleineren und größeren ungeklärten Katastrophen in Hìrn-Lôs führte – und war bald überzeugt, seine Locke sei ein Beweis für sein magisches Talent. Auch beschloss er, seine Fähigkeiten müssten auf der großen Zauberschule nahe Ûnî vèr Cìtî geprüft und geschult werden. So machte er sich am ersten Mai auf, um zunächst den Sparstrumpf seines ungeliebten Großvaters zu stehlen – der nicht gerade unglaubliche Schätze barg, doch reichte es um in den Gasthäusern unterwegs Mahlzeit und Schlafstatt zu begleichen – und dann mitsamt Zauberbuch, Stab, Rucksack und den gelegentlichen Katastrophen in Richtung Ûnî vèr Cìtî aufzubrechen …

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Mit diesem Buch unternehmen Sie mit dem Autor des Romans „Das Lächeln der Kriegerin“ sechs ganz unterschiedlich geartete Reisen in die Fantasywelt. Mal geht es auf einen Sprung ins Lieblingsbuch des Erzählers, dann in die verschneiten Wälder auf der Suche nach dem Eiswolf. Erleben Sie die traurige Geschichte der unglücklichen Cwen und lachen Sie bei den verrückten Abenteuern von Simon Feuerlocke. Diese Sammlung bietet für jeden etwas. Zwei besondere Schmankerl: Die Kurzgeschichte, die die Basis für Bobrowskis Debütroman bildete, und eine, die gewollten Trash verkörpert.

Leseprobe

Des Boten Prüfung: Reisen in die Fantasy
broschiert: 80 Seiten
tredition, Februar 2008
7,49 EUR
ISBN-13: 978-3940921659

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1,99 EUR
ISBN: 978-3-940921-60-4

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Des Boten letzte Prüfung

Wer Fantasy und Kurzgeschichten mag, der sollte jetzt noch einmal zuschlagen. Mein Sammelband „Des Boten Prüfung – Reisen in die Fantasy“ wird nur noch bis zum 31.01.2010 als Printbook erhältlich sein.

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Die Liebe zum Liebesroman …

Maja Franklin: Bei dir fand ich das Paradies
Maja Franklin: Bei dir fand ich das Paradies

… ist für die Geschichtenweberin Maren Frank zu einer glücklichen geworden. Und voraussichtlich zu einer dauerhaft erfolgreichen.

Maren hat ihr langjähriges Ziel in der Schriftstellerei erreicht und ist beim Hamburger Cora-Verlag untergekommen, der mit rund 800 Neuerscheinungen und einer Gesamtauflage von rund 15 Millionen Exemplaren jährlich mit 94 Prozent absoluter Marktführer im Bereich der Liebesromane im Pressevertrieb ist (Quelle: Cora).

Am 18. August nun erscheint unter dem Pseudonym Maja Franklin ihr erster Liebesroman bei Cora: „Bei dir fand ich das Paradies„.

Zum Inhalt:
Die Malediven: Einsame Strände, Palmen, die sich sanft im Wind wiegen, und das türkisblaue Wasser des Indischen Ozeans – die junge Journalistin Ashley kann ihr Glück kaum fassen, als sie für eine Enthüllungsstory auf die Trauminsel geschickt wird. Doch sobald sie dem Mann gegenübersteht, den sie ausspionieren soll, kommt alles ganz anders: Der Meeresbiologe Joshua Thompson weckt so starke Gefühle in ihr, dass der Job zur Nebensache wird. Vor der paradiesischen Kulisse genießt Ashley ihre Liebe – aber was wird sein, wenn Joshua eines Tages ihre wahre Identität entdeckt?

Wer nicht erst im Zeitschriftenhandel suchen will, kann den Roman direkt bestellen.

Heißer Sommer zu gewinnen

Doch für Schatten ist gesorgt.
Literatopia verlost „Schattenversuchungen„, eine düster-erotische Anthologie, die von Alisha Bionda herausgegeben wurde.

Alisha Bionda (Hg.): Schattenversuchungen
Alisha Bionda (Hg.): Schattenversuchungen

Bis zum 15.08.09 könnt ihr am Gewinnspiel teilnehmen.

Interessant auch das Interview-Spezial zum Buch, das mit den Autoren Christoph Marzi und Tanya Carpenter gestartet ist.

Wow! Ein Mords-Hintern!

Hannah Hanszen unterschreibt ihre Geschichte schlicht so: „Eine zynisch angehauchte Kurzgeschichte.“

Das ist eine wahre Untertreibung und beinahe ebenso trocken, wie die Erzählstimme in „Bärbel“.

Trocken, skurril und auf den Punkt! Excellent, wie das Unfassbare erzählt wird, als schaue man der Protagonistin beim Kaffeekochen zu.
Unfassbar? Die erbarmungslose Konsequenz wird in sanfter Bequemlichkeit durchgeführt.

Denn die nervigen Vögel bringen Bärbel zu der Erkenntnis: In ihrer Beziehung muss sich etwas ändern. Und darum handelt sie: gemütlich und doch unerbittlich!

„Eine wunderbar, schwarze Geschichte mit einem Ende wie ich es besonders liebe.“ Will44

„Zynisch und rabenschwarz, aber ich wette, so manch eine Frau schmunzelt bei den gelesenen Zeilen über sich selbst, weil sie sich ertappt fühlt.“ Findevogel

„… kurz und knackig, genau wie der Po auf dem Titelbild.“ Grenzgängerin