Lyrik in Feldkirch bis 15.03.10

Das Theater am Saumarkt veranstaltet den 8. Feldkircher Lyrikpreis.

Mittels einer Jury ausgewählte Texte werden anlässlich einer langen Nacht der Lyrik voraussichtlich am Samstag, dem 27. November 2010 im Theater am Saumarkt, Feldkirch, präsentiert bzw. von den Autorinnen und Autoren selbst dem Publikum vorgestellt.

Bewerbungsvoraussetzungen

Bewerbungsunterlagen

1. Blatt:

Name, Kontaktadresse, Mail-Adresse, Telefonnummer und Bank, Bankleitzahl und Kontonummer der Autorin/des Autors
Titel aller eingereichten Gedichte (höchstens 5!)
Oben rechts ist eine 5stellige Zahl (z.b. 13572) zu schreiben, die sich auch auf den Textproben oben rechts wieder findet!

2. Blatt: kurzer Lebenslauf, bisherige literarische Tätigkeit, Publikationen
Textproben aus bisher unveröffentlichter, deutschsprachiger Lyrik: Mindestens 3 bis max. 5 Gedichte bzw. 1 Gedicht mit maximal 5 Seiten á 35 Zeilen (eineinhalbfacher Zeilenabstand). Werden mehr als fünf Seiten bzw. mehr als 5 Gedichte abgegeben, kann die Einreichung nicht berücksichtigt werden.
Die Abgabe der Gedichte muss als Schreibmaschinenniederschrift oder als Computerausdruck erfolgen. Die Gedichte sind fünffach vorzulegen und sind für jedes Jurymitglied (z.B. mittels Büroklammer) zusammenzuheften. Werden die Gedichte nur 1-fach abgegeben, kann die Einreichung nicht berücksichtigt werden.
Jede Kopie muss oben rechts mit einer 5stelligen Zahl versehen sein.
Keine Originale! – Die Einsendungen können aus arbeitstechnischen Gründen nicht zurückgesendet werden.
Textexemplare, welche die Anonymität nicht gewährleisten, finden keine Berücksichtigung.

Ende der Einreichungsfrist: 15. März 2010 (Datum des Poststempels)

Höhe des Lyrikpreises: 1. Preis 1.000 Euro, weiterer 2. und 3. Preis (Höhe noch nicht bekannt).

Es ist vorgesehen, die PreisträgerInnen-Gedichte und eine weitere von der Jury festgelegte Auswahl von Gedichten in einer Lyrik-Anthologie zum Feldkircher Lyrikpreis bei der Edition Art Science zu publizieren. AutorInnen, deren Gedichte in der Anthologie publiziert werden, erhalten ein Belegexemplar.

Die Anthologie wird bei der Verleihung des Feldkircher Lyrikpreises, die voraussichtlich am 27. November 2010 durchgeführt wird, erscheinen.

Vergabe und Information

Die Zuerkennung des Lyrikpreises erfolgt auf Vorschlag einer 4köpfigen Jury.
Pro Person ist nur eine Einreichung zulässig. Mehrfachbewerbungen werden ausgeschieden.
Literaturschaffende, die unter den PreisträgerInnen waren, können sich nach Ablauf von 5 Jahren erneut bewerben.
Auf Grund der Vielzahl der Einsendungen können nur die GewinnerInnen über das Ergebnis schriftlich verständigt werden. Wir freuen uns jedoch sehr, wenn Sie als TeilnehmerInnen des Lyrikpreises mit Ihren FreundInnen, Bekannten und Verwandten am Samstag, dem 27. November 2010 um 20.15 Uhr, die Preisverleihung & Lyriklesung besuchen und laden Sie schon heute herzlich zu dieser Feier mit Buffet ein!

Beachten Sie das diesbezügliche Rahmenprogramm anläßlich des Feldkircher Lyrikpreises auf www.saumarkt.at

Rücksendung der Manuskripte: Die eingesandten Texte von unberücksichtigten Bewerbungen können aufgrund der auch heuer wieder zu erwartenden hohen TeilnehmerInnenzahl und des damit verbundenen Arbeitsaufwandes nicht zurückgestellt werden.

Wichtige Hinweise für die Lyrikpreis-BewerberInnen

Gedruckte oder sonst veröffentlichte Manuskripte sowie Manuskripte, die bereits in früheren Jahren vorgelegt wurden, finden keine Berücksichtigung.
Es ist vorgesehen, die Manuskripte von LyrikpreisträgerInnen zu Dokumentationszwecken dem Franz-Michael-Felder- und Vorarlberger Literaturarchiv zu übermitteln.
Die TeilnehmerInnen erklären sich bereit, daß die Gedichte in einer Publikation zum Feldkircher Lyrikpreis abgedruckt werden.

Die Texte sind 5-fach zu senden an:

Theater am Saumarkt
Kennwort „Feldkircher Lyrikpreis“
Mühletorplatz 1
6800 Feldkirch
Österreich

Info: www.saumarkt.at

Gedanken-Übertragung

„Gedanken-Übertragung“ – Aphorismen-Wettbewerb 2010

Veranstalter: Förderverein des Deutschen Aphorismus-Archivs e. V. (www.dapha.de)  und Stadtmuseum Hattingen in Zusammenarbeit mit dem Stadtspiegel Hattingen

Lassen Sie sich anstecken! Keine Angst. Das ist trotz der aktuellen Bezüge hier ganz ungefährlich, zumal die Ansteckung metaphorisch bleibt. Beim Aphorismus werden ja paradoxerweise nicht Krankheitserreger, sondern Gesundheitserreger übertragen. Reden wir also besser von einer Denk-Anzettelung oder Denk-Anstiftung im Vorfeld des 4. Aphoristikertreffens im November 2010 in Hattingen unter dem Motto „Gedanken-Übertragung“.

Was ist beim Aphorismus nicht alles Gedanken-Übertragung! Schon der polnische Aphoristiker Lec sprach davon, dass „die Gedanken die Köpf wechseln und deren Form annehmen“ oder nehmen wir z.B. Piccabia: „Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung ändern können.“ Die Teilnehmer/innen des 4. Aphoristikertreffens werden sich 2010 intensiv mit folgenden Fragen beschäftigen: Wie kommt der Aphorismus von einer Sprache in die andere? (Was) verliert er nach innen? Was gewinnt er nach außen?  Aber auch: Wie und warum kommt der Gedanke zu (s)einem Bild? Wie kommt er von einer „großen“ in die kleine Gattung und umgekehrt? Wie und warum werden alle möglichen Materialien aus Zitat, Sprichwort, Redensart oder Märchen in den Aphorismus übertragen?

Über solche Fragen werden die Literaturexperten auf der Tagung lange reden. Liefern Sie in der gattungsgebotenen Kürze das Ihrige dazu! Denken Sie an Jean Pauls Devise: „Sprachkürze gibt Denkweite.“ Oder bürsten Sie das Thema kreativ gegen den Strich! Wo sollte das mehr erlaubt sein (oder sogar geboten?) als beim Aphorismus?

„Hattingen“ ist inzwischen mit den drei Aphoristikertreffen 2004, 2006 und 2008, dem Aphorismus-Archiv und seinen zahlreichen Veranstaltungen das Jahr hindurch zu einer Institution geworden, zur „Heimstadt des Aphorismus“. Der erste Wettbewerb 2008 war ein großer Erfolg und auf Grund dieser Resonanz soll auch jetztein Wettbewerb das Treffen im kommenden Jahr der Kulturhauptstadt RUHR 2010 begleiten.

Senden Sie max. 5 Aphorismen zum Thema „Gedanken-Übertragung“ bis zum 26. Februar 2010 an stadtmuseum@hattingen.de. Weitere Informationen unter www.aphoristikertreffen.de

Zu gewinnen gibt es einen 1 DVD-Player und Bücher. Außerdem wird es eine Anthologie mit den Gewinneraphorismen geben.

Schriftstellerwitze

Sagt der Autor zum Verleger: „In diese Zeilen habe ich mein ganzes Feuer gelegt!“
Darauf der Verleger: „Umgekehrt wäre es wahrscheinlich besser gewesen …“

Diesen und andere Schriftstellerwitze findet ihr hier.

Tolle Idee, wie ich finde. Ich kannte bisher, glaube ich, nicht einen einzigen. Wenn ihr noch welche kennt, nur her damit.

Gerd Scherm = Vielseitigkeit

Gerd Scherm ist schon als Autor an Vielseitigkeit kaum zu überbieten. Ein Blick auf seine Webseiten verrät das:

www.scherm.de

www.nomadengott.de

So ist der Geschichtenweber wohl am bekanntesten für seinen bei Heyne erschienenen Romanzyklus humorvoller mystischer Fantasy „Der Nomadengott“, aber er schreibt auch Dramen, Lyrik, Stories und Essays.

Und Gerd Scherm ist Künstler durch und durch. Das soll diesmal der Anlass für diesen Artikel sein, eine Ausstellung seiner Werke, von der ihr einige Fotos unter diesem Link finden könnt. Viel Vergnügen!

Wieland und die Risse

Heute und morgen im Literaturhaus Rostock:

Donnerstag, der 05. November 2009

Rayk Wieland ›Ich schlage vor, dass wir uns küssen‹

Lesung

Die Geschichte dieses Buches beruht auf einer wahren Begebenheit. Die DDR hat es wirklich gegeben. – so läutet der Klappentext diesen hinreißend komischen Roman ein, der von den Lesern mit Lachtränen verschlungen wird, die Literaturkritiker handeln ihn schon allein wegen seiner leichtfüßigen Art als einen der besten Romane über die DDR.

Herr W. hat eines Tages eine ominöse Einladung in der Post. Auf einer Podiumsdiskussion unbekannter Untergrunddichter soll er Auskunft geben über sein Werk, über die Unterdrückung in der DDR und über seine Erlebnisse als Staatsfeind. Zuerst glaubt er an einen schlechten Scherz. Ist er überhaupt gemeint? Mit der DDR hat er doch längst abgeschlossen, nachdem sie 1989 wie ein falsch montiertes Chemieklo zusammenklappte. War er je als Dichter auffällig geworden? Als unterdrückter gar?

W. stellt Nachforschungen an, unterzieht sich einer Rückführungstherapie in die DDR-Vergangenheit und nimmt schließlich Einsicht in seine Stasi-Akte. Was für ein Fund: Tatsächlich sind hier seine lyrischen Gehversuche unter dem Titel „Mögliche Exekution des Konjunktivs“ abgeheftet, dazu sämtliche Liebesbriefe an Liane in München – alles von einem Oberleutnant Schnatz über Jahre akribisch gegengelesen, verwegen gedeutet und als staatszersetzend-konterrevolutionäres Schrifttum eingestuft.

„Ich schlage vor, dass wir uns küssen“ ist ein Roman über die Absurditäten der Erinnerung, auch der eigenen, über rätselhafte Wirkungen unbeholfener Gedichte und über eine Liebe, wie sie nur in Zeiten der deutschen Teilung blühen konnte. Eine wahre Geschichte, die niemand für möglich gehalten hat. Nicht einmal ihr Verfasser.

Rayk Wieland, geb. 1965, lernte Elektriker, studierte Philosophie, war Zeitungs-, Funk- und Fernsehredakteur und lebt als Autor und TV-Journalist bei Hamburg. Einmal im Monat veranstaltet er zusammen mit Gerhard Henschel den „Toten Salon“ im Nachtasyl des Hamburger Thalia Theaters. Letzte Buchveröffentlichung: „Öde Orte“ (Bd. 1–3, zusammen mit Jürgen Roth, Leipzig 2005).

Pressestimmen:
Ganz Deutschland schnieft zum Mauerfall-Jubiläum mit Guido-Knopp-Ergriffenheitsmiene, nur ein einsamer, 1965 in Leipzig geborener Aufständischer leistet tapfer Widerstand: Rayk Wieland hat einen betont satirischen Roman über das Ost-Berlin der achtziger Jahre geschrieben, in dem von Lebenskünstlern und Lyrikern erzählt wird, von Saufgelagen und einer bittersüßen Liebesaffäre des Helden W. mit einer Westbürgerin. Die Vermischung von großer Politik und privater Gefühlsnot ist so etwas wie das poetische Programm des Ich-Erzählers. Das merkt man schon seinen Gedichten an, die seine Beschatter von der Stasi prompt in Aufregung versetzen. „Ringsumher sinkt das Niveau, / Sogar im Politbüro“, heißt es da, und weiter: „An muss ich dich flehen / Nicht von mir zu gehen.“
(Spiegel, 11.04.09)

Termin: Donnerstag, 5. November 2009, 19.30 Uhr
Ort: Literaturhaus Rostock, Kuhtor, Ernst-Barlach-Str. 5, 18055 Rostock
Eintritt: 6,00 € / 4,00 € ermäßigt (für Schüler, Studenten), freier Eintritt für Förderkreismitglieder

Kartenreservierung: (0381) 492 55 81, info ( at ) literaturhaus-rostock.de

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Freitag, der 06. November 2009

Präsentation der Zeitschrift RISSE

Nr. 23 / Herbst 2009/ Lesungen & Eröffnung der Fotoausstellung „Kontraste – Neptun-Werft in Schwarz-Weiß“

Die Literaturzeitschrift gibt einen vielgestaltigen Eindruck von neuer Literatur aus Mecklenburg und Vorpommern. In jeder Ausgabe erscheinen bereits bekannte und auch neu entdeckte Talente aus unserem Bundesland mit Kurzgeschichten, Lyrik, Dramatik oder Essay – gebunden durch eine Grafikstrecke eines Künstlers aus Mecklenburg-Vorpommern. Zum Erscheinen der neuen Ausgabe der Literaturzeitschrift RISSE lesen drei Autorinnen und Autoren eine Auswahl ihrer Texte im Literaturhaus Rostock:

Daniela Boltres (Rostock)

Sonja Voß-Scharfenberg (Schwerin)

Ingo Giertz (Rostock)

In der druckfrischen Herbstausgabe ist eine Auswahl der Fotografien von Reiner Mnich zu sehen. Mit Autorinnen und Autoren, Förderern und Lesern wird das Erscheinen der neuen Ausgabe gefeiert und die Foto-Ausstellung „Kontraste – Neptun-Werft in Schwarz-Weiß“ von Reiner Mnich im Literaturhaus Rostock eröffnet.

Eine gemeinsame Veranstaltung von: Risse e.V. und Literaturhaus Rostock

Termin: Freitag, 6. November 2009
Zeit: 19.30 Uhr
Ort: Literaturhaus Rostock, Kuhtor, Ernst-Barlach-Str. 5, 18055 Rostock
Eintritt frei

Weitere Informationen:

Risse e.V.
c/o Kuhtor
Ernst-Barlach-Str. 5
18055 Rostock
Tel.: (0381) 492 55 81
redaktion ( at ) risse-mv.de
www.risse-mv.de

Neu: Die Lesekanon~e

Am Montag, den 2. November, startet das Literaturhaus Rostock eine neue Veranstaltungsreihe: Die Lesekanon~e richtet sich zunächst an Germanistikstudenten. Damit der Lesestoff, der als Pflichtlektüre auf der Literaturliste steht, nicht zur Vereinsamung führt, bietet das Literaturhaus mit dieser neuen Reihe die Möglichkeit zur vergnüglichen Literaturdiskussion.

Aber nicht nur Studenten sind herzlich eingeladen, sich über die obligatorischen Klassiker auszutauschen. Jeder Interessierte darf teilnehmen.

Thema des ersten Termins ist Friedrich Schillers „Wilhelm Tell“. Los geht es um 19.30 Uhr im Literaturhaus Rostock, Kuhtor, Ernst-Barlach-Str. 5, 18055 Rostock. Der Eintritt ist frei.

Quelle: Literaturhaus Rostock

Gedicht gefällig?

Du willst deinen Partner mit einer besonderen Aufmerksamkeit überraschen?
Du suchst noch ein ganz persönliches Geschenk zum 50. deiner Mutter?
Du sollst die Firmenfeier organisieren, aber dir fehlt noch der lyrische Kick?
Vielleicht gilt es auch, den oder die Angebetete(n) endlich endgültig von dir zu überzeugen.

Dann schau doch mal bei den Versklopfern vorbei.

Im Autorenlexikon

Man findet mich neuerdings im Online-Autorenlexikon Literaturport.de.
Sicher auch für andere Autoren interessant. Voraussetzung (wird geprüft):

Es können sich Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eintragen. Die entscheidende Voraussetzung ist mindestens eine eigenständige Veröffentlichung im Bereich Belletristik oder Kinderbuch nach 1995.

Anthologiebeiträge, Ratgeber, Sachbücher sowie Veröffentlichungen im Eigenverlag oder Kostenzuschussverlag reichen nicht aus, um sich im Literaturport-Lexikon eintragen zu können. Diese Einschränkung ist nötig, um einer Beliebigkeit des Lexikons vorzubeugen.

Quelle: Literaturport.de

Die entscheidende Voraussetzung ist mindestens eine eigenständige Veröffentlichung im Bereich Belletristik oder Kinderbuch nach 1995.

Anthologiebeiträge, Ratgeber, Sachbücher sowie Veröffentlichungen im Eigenverlag oder Kostenzuschussverlag reichen nicht aus, um sich im Literaturport-Lexikon eintragen zu können. Diese Einschränkung ist nötig, um einer Beliebigkeit des Lexikons vorzubeugen.

Heraus, Meister des Wortes!

Das Literaturhaus Rostock kündigt an:

Gutshotel Groß Breesen
Gutshotel Groß Breesen

Wettbewerb um den Lyrikmeister Mecklenburg-Vorpommerns 2009

Im ganzen Bundesland werden die Schubladen durchsucht oder Bleistifte gespitzt und Feingeistiges zu Papier gebracht, um im 12. Wettbewerb zum Lyrikmeister Mecklenburg-Vorpommerns die Jury, aber auch das Publikum, für sich und seine Texte zu gewinnen.
Das Literaturhaus Rostock lädt alle Autorinnen und Autoren ein, sich an der Lyrikmeisterschaft Mecklenburg-Vorpommerns zu beteiligen. Teilnehmen können alle Autorinnen und Autoren mit Wohnsitz in M-V.

15 Kandidaten werden mit Ihren lyrischen Schreibergüssen in der Bühne 602 gegeneinander antreten.
Nicht nur die literarische Qualität der Texte soll die Jury und das Publikum überzeugen, auch die Bühnenpräsenz spielt bei der Preisvergabe eine entscheidende Rolle.
Zu gewinnen gibt es für den Lyrikmeister 2009 „Ein gutes Buch zur guten Nacht“ vom 1. Bücherhotel Deutschlands bei einer Übernachtung für 2 Personen im Gutshotel Groß Breesen. Der Publikumsfavorit gewinnt ein gemütliches Candle-Light-Dinner im historischen Gewölbe des Bücherhotels Groß Breesen.

Einsendungen (3-5 Gedichte und Kurzvita) bis zum 12. August 2009 an:
Literaturhaus Rostock
Ernst-Barlach-Str. 5
18055 Rostock

oder per E-Mail:
info (at) literaturhaus-rostock.de

Weitere Informationen zum Wettbewerb im Literaturhaus Rostock:
0381-4925581 oder info ( at ) literaturhaus-rostock.de

Mit freundlicher Unterstützung von: Gutshotel Groß Breesen

Termin: 03.09.2009
Ort: Bühne 602, Stadthafen Rostock
Beginn: 20.00 Uhr
Eintritt: 8,50 / 5,50 € (ermäßigt)
VVK in der Bühne 602 (0381-2036084) und im Pressezentrum (Rostocker Hof, Kröpeliner Straße, 18055 Rostock)

Quelle: Literaturhaus Rostock

Buchkultur vs. Internet

Schadet oder nützt das Internet der Literatur, wie wir sie kennen? Dieser Frage widmet sich 3sat in zwei Sondersendungen:

„“Kulturzeit extra“ nutzt die Gelegenheit und fragt im Rahmen der „33. Tage der deutschsprachigen Literatur“ die Beteiligten selbst: am Donnerstag, den 25. Juni 2009, und am Freitag, den 26. Juni 2009, jeweils 30 Minuten lang als Sondersendung live aus Klagenfurt. Mit dabei sind Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Verleger und Lektoren, die zum Wettlesen um den „Bachmann-Preis“ zum Wörthersee gekommen sind; Roland Reuß, der Initiator des „Heidelberger Appells“; Rüdiger Wischenbart als Kritiker traditioneller Verlagsstrategien und viele andere.“

Mehr Infos

Kunterbuntes hält sich!

Soeben fand ich im Onlinebereich der Schweriner Volkszeitung ein Interview mit Beatrice Voigt, der Geschäftsführerin des Café Kunterbunt.

Das hat mich besonders gefreut, denn ich durfte selbst schon dort lesen. Da ich aber weiß, dass Bea lange ziemlich kämpfen musste, um diese kulturelle Begegnungsstätte zu erhalten, stimmt es mich geradezu froh, dass es offenbar aufwärts geht.

Und es tut einfach gut, von so viel Engagement zu lesen, wie es auch in diesem Interview zu spüren ist!

Zum Interview
Blog des Trägervereins Kulturbuchhaus Schwerin

Gestatten, Klavki

Am vergangenen Wochenende wurde in Kiel Abschied von Klavki genommen.
Zu diesem Anlass habe ich noch einmal ein paar Links zusammengesucht, um  den Wortakrobaten zu ehren, der am 4. April dieses Jahres verstorben ist.
Es freut mich ganz besonders, dass sich auch an meinem Blog zeigt, wie groß die Nachfrage nach Informationen zu diesem großartigen Künstler ist.

Klavkis Homepage
Klavkis Blog
Klavkis neues Blog

Erinnerung an Klavki (auf diesem Blog)
Einer, der „im Herzen barfuß“ ging (Kieler Nachrichten, sehr beeindruckender Artikel!)
per il KLAVKI (Blog von grit for fun)
Klavki im Rahmen des VI. Nordischen Poesiefestivals 2006 (Goethe-Institut Estland)

Lyrik durchs Telefon

Seit 19 Jahren gibt es in Frankfurt am Main das Literaturtelefon. Dass es sich trotz aller Widrigkeiten so lange gehalten hat, ist vor allem einer gehörigen Portion Idealismus zuzuschreiben.

Aber auch die Autoren, die ihre Texte für den kulturellen Telefonservice einsprechen, denken dabei eher idealistisch. Doch immerhin, es gibt eine gar nicht so kleine Stammanruferschaft.

Mehr lesen auf Yahoo! Nachrichten.

Zurück zu Prosanova

Ich
Ich

Viele Jahre ist es nun her: Am 23. April 2004 hatte ich meine erste Begegnung mit Prosanova. Die Auftaktveranstaltung dieser neuen Reihe, erfunden und am Leben gehalten von Katinka Friese und Katharina Leppin, fand noch im Rostocker Momo statt.

Eine junge Lesebühne, die eine Literaturshow werden sollte. Erfolgreich lockte sie hunderte von Prosa- und Lyrikfreunden in den großen Saal, die auch damals schon von Stephan Langhans unkonventionell durch das Programm geführt wurden.
Mancher Prosanaut der ersten Stunde machte von da an regelmäßig Station bei Prosanova, um halbjährlich seine neuen Textkreationen am Publikum zu testen. Allen voran Jens Lippert, Fabian Lambeck und später auch Marcel Hintze.

Stephan Langhans
Stephan Langhans

Auch ich durfte mich von vol. 1 – 4 zu den Stammliteraten zählen. Nun also, zum 10. Jubiläum, bin ich zu den Rostocker Wortfestspielen zurückgekehrt.

Ein rundes Jubiläum, vor allem aber eine runde Sache, dieser Abend des 9. April. Längst ist Prosanova umgezogen, findet nun im Rostocker M.A.U.-Club statt. Ein bisschen kleiner, aber auch kultiger. Und zum Wiedersehen irgendwie sehr familiär.

Hinter der Bühne zumindest, denn davor hatte doch eine wahre Großfamilie von über 100 Zuschauern Platz genommen. Bevor ich die zu Gesicht bekam, freute ich mich aber erst einmal Backstage alte Bekannte wiederzutreffen und in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu graben. Schön zu sehen, dass eine erfahrene Organisationsexpertin wie Katinka auch beim 10. Prosanova noch die Aufregung packt.

Henrik Lauber
Henrik Lauber

Im Programm fand mein Vortrag einen schwierigen Platz: Gleich nach eingespielten und sehr bewegenden Bild- und Tondokumenten des kürzlich verstorbenen Klavki eröffnete ich den Live-Teil und versuchte mit meinem Text „Wen die Götter lieben“ einen würdigen Übergang zu schaffen.

Unterstützt vom moderierenden Stephan Langhans übergab ich dann den Stab an den Neuling auf der Prosanova-Bühne: Der Schüler Peter Thiers, ausgewählt in einer Aktion zur Prosanauten-Nachwuchsförderung, gewann das Publikum mit einem humorvollen Wochentagebuch und dem satirischen Beweis, dass Statistiken die besseren Argumente sind, für sich. Nicht nur lustig, sondern auch lehrreich, erfuhr man doch so, dass nur die wenigsten Frauen mit ihrem Arsch zufrieden sind. Und gern mit ihm verheiratet bleiben!

Henrik Lauber präsentierte in wohlbekanntem, aber deutlich gereiftem Stil seine pointierten Reime, die die Fröhlichkeit seiner Zuhörer auf hohem Niveau hielten und von Erste-Hilfe-Kästen über Freundschaftsbänder bis hin zu gleichermaßen sexwilligen wie -muffligen Faultieren einige Überraschungen verdichteten.

Fiete und Schiete
Fiete und Schiete

Im Anschluss wurde es zum ersten Mal musikalisch. Toby Tigerfood begleitete seine nur scheinbar naiven Liedtexte mit der Gitarre. Trotz seiner Aufregung hefteten sie sich in die Köpfe der Zuhörer, denen die Tiefe zwischen „Raff, raff, raff!“, „Deutschland fickt den Superstar“ und „Tralalala“ nicht entging.

Nach der Pause überzeugten Fiete und Schiete wie gewohnt spontan zum Thema Literatur in Mecklenburg. In einem Land, dessen Bewohner über einen Wortschatz verfügten, der sich im Wesentlichen auf verschiedene Formen des „Mhm“ beschränke, sei es wohl schwer, Romane zu füllen.
Die Aktualität der Schweinegrippe veranlasste sie schließlich zu einer lyrischen Zukunftsvision, die dem letzten Eisbein gewidmet war.

Jens Lippert
Jens Lippert

Gar vom Virus der Schweinepriestergrippe sangen danach die Rostocker Schreimöwen unter Anleitung von Stephan Langhans. Besonders beeindruckend die unter Gesichtsmasken versteckten Hitlerbärtchen zum Refrain: „Oink, oink!“

Obwohl einer der absoluten Stammleser bei Prosanova, zeigte Jens Lippert wieder sein übliches Lampenfieber bei seinem Auftritt. Er kramte in einem alten Tagebuch und förderte, verbunden durch kurzweilige Zwischentexte, allerlei gekonnt Poetisches hervor.

Marcel Hintze
Marcel Hintze

Die Zwischentexte sind wohl auch eine der Hauptattraktionen des gar nicht mehr so heimlichen Starprosanauten Marcel Hintze. Vor und nach seinen natürlich nicht weniger interessanten Songs zur Gitarre gab es (hinter-) sinnige Anekdoten und gewagte Überleitungen („Und so heißt auch das nächste Lied“), die manchen Humorartisten neidisch machen dürften. Mitgebracht hatte er diesmal eine rückblickende Mischung aus bereits prosaunten Hits und noch unvorgetragenen.

Den entspannenden Abschluss bildete schließlich die Feuershow Arne Feuerschlunds, der schon in der Vorshow seiner Show die eigenen Weltrekorde purzeln ließ.

Arne Feuerschlund
Arne Feuerschlund

Man kann sagen, es geht den Prosanauten wie ihrer Lesebühne: Sie sind älter geworden, was sie (und ihre Texte) reifer gemacht hat.
So war es eine rundum gelungene Literaturshow. Darin waren sich alle einig.
Ich bin gern zurückgekehrt und kehre gerne wieder.

www.prosanova.de