Ungezwungen

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Cover: Die Rache der FederManche haben es vielleicht schon gehört: Ich lese mit den lieben Kollegen in Leipzig auf der Buchmesse. Am 18. März ab 10.30 Uhr auf der Fantasyleseinsel. Bislang habe ich mich mit Informationen dazu zurückgehalten, denn meine KollegInnen und ich hofften noch, dass sich das vielleicht als Ente … äh … dass am Ende wir vielleicht doch nicht müssen … können … dürfen … ähm …

Jedenfalls freuen wir uns alle ganz ungemein darauf. Denn natürlich machen wir das ganz freiwillig. Wie auch sonst? Kann uns ja schließlich keiner, also niemand, also absolut überhaupt niemand keiner dazu zwingen. Schon das Buch, aus dem wir lesen, ist ja entstanden, weil wir uns rächen … äh … weil ich den Rechen  … weil wir damit rechnen …

Ach was, wir verraten euch das einfach alles bei der Lesung. Oder auch nicht. Doch, klar, da sind wir auf jeden Fall. Wir müssen ja. Nicht. Was? Aua! Ja, klar, wollte ich doch gerade schreiben:

Freitag, 18. März, 10.30 Uhr, Buchmesse Leipzig, Halle 2, Stand H309. Es lesen Claudia Toman, Stefan Cernohuby, Wolfgang Schroeder und Philipp Bobrowski aus „Die Rache der Feder“ (Geschichtenweber, Arcanum Fantasy).

Gut so? Aua!

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Geschichtenweber wieder auf dem BuCon

BuCon 2013

GW-LogoAuch dieses Jahr zieht es die Geschichtenweber wieder auf den BuCon, das Treffen der deutschen Phantastikszene am Buchmessesamstag in Dreieich.

Am 17.10.15 stehen wir euch also am Stand Rede und Antwort. Dort findet ihr auch die unter unserem Label entstandenen Bücher, von denen wir euch die neuesten ab 13.00 Uhr auf einer Lesung vorststellen werden.

Ab 19.00 Uhr schließlich wird auf der Hauptbühne der Deutsche Phantastik Preis verliehen. Wie nahezu in jedem Jahr sind auch dieses Mal wieder Geschichtenweber in verschiedenen Kategorien nominiert, wie ich bereits hier berichtete. Für Claudia und mich ist es in diesem Jahr noch etwas besonderer, denn wir sind nicht nur in der Anthologie Dampfmaschinen und rauchende Colts vertreten, die als Beste Original Anthologie nominiert ist, sondern unsere Geschichte daraus, Sea, ist ebenfalls als beste Kurzgeschichte nominiert.

 Wir freuen uns also darauf! 🙂

Probeschreiben

Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch
(Foto: © Marko Tomicic)

In meinem letzten Beitrag zum Thema, was sich gerade so auf meinem Autorenschreibtisch tut, schrieb ich unter anderem:

Zum anderen warte ich derzeit auf Rückmeldung zu einem Exposé (Ende letzten Jahres recht kurzentschlossen verfasst) zu meinem nächsten Romanprojekt, das ich ganz wunderbar finde (Fantasy – bin schon richtig heiß drauf). Dazu werde ich dann hoffentlich bald (oder irgendwann) mehr berichten können.

Und ja, ein bisschen was tut sich tatsächlich. Im Moment noch ähnlich spontan, wie schon das Exposé entstanden ist. Ich habe nämlich in Hinblick auf die Leipziger Buchmesse begonnen, eine Leseprobe zu dem Projekt zu schreiben. Viel Zeit habe ich dafür leider nicht, aber ich bin zuversichtlich, dass bis zur Messe ein bisschen Text zusammenkommt. Viel verraten will ich natürlich noch nicht, zumal für dieses ungelegte Ei ja noch nicht mal ein Huhn gefunden ist, aber ein kleines Pröbchen aus der Probe darf schon mal sein:

Sie sah zum Rand der kleinen Lichtung, dorthin, wo der Vogel, vermutlich ein Rabe, sitzen musste. Sie spürte in der Dunkelheit, wie er sie beobachtete. Hatte er sie verraten?

Uiuiui! Spannung pur, oder? 😉 Na ja, bis zum nächsten Mal dann.

Diese Suppe …

Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch
(Foto: © Marko Tomicic)

… habe ich mir eindeutig selbst eingebrockt. Auf der Messe, genauer: beim BuchmesseCon am vergangenen Samstag habe ich mich in ein Kochbuch reingequatscht. Aus einem Spaß wurde Ernst, und nun trete ich in die Fußstapfen vieler sehr verehrter Autorenkollegen aus den phantastischen Genres und schwinge den literarischen Kochlöffel. Hoffentlich fällt mir also etwas halbwegs Genießbares ein.

Ich finde es jedenfalls eine sehr leckere Gelegenheit, für die ich Ulrich Burger und seinem sehr delikaten Verlag herzlich danke. Beim Leser entschuldige ich mich dann zu gegebener Zeit.

Messefotogähn

Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch
(Foto: © Marko Tomicic)

Die Frankfurter Buchmesse hat also begonnen. Auf Facebook lese ich schon die ersten Statusmeldungen messetänzelnder Kollegen. Und auch ich bin bereits ganz unruhig mit den Reisevorbereitungen beschäftigt.

Wie üblich schlage ich mir heute Abend allerdings noch eine Nacht hinterm DJ-Pult um die Ohren, um mich dann morgen Vormittag frisch ausgepowert auf den Weg in die Stadt am Main zu machen.

Wenn ich dann das Smartphone noch halten kann, bekommt ihr hoffentlich hier, auf meiner Homepage und eben auf Facebook des Öfteren mal Eindrücke in Form von Fotos und Statusmeldungen geliefert. Könnte allerdings sein, dass ich  bei manchen davon einschl…gähn!

Was? Ach so, ja … Dieses Vorhaben habe ich zum Anlass genommen, eine winzige Änderung auf diesem Blog vorzunehmen (rechtzeitig, bevor die Augen zufallen). Bemerkt? Genau! Es wird jetzt auf der Startseite nicht mehr der alleralleraktuellste Post hervorgehoben, sondern immer der jüngste Beitrag der LesBar-Reihe prominent platziert. Das wird auch erst einmal so beibehalten, weil es mir gut gefällt. Warum gerade zu diesem Anlass? Ja, klar gibt es einen Grund, den zu erklären ich jetzt aber zu mü…gäääääähn!

Vor der Tür

Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch
(Foto: © Marko Tomicic)

Nein, das ist kein früher Weihnachtspost. Vor der Tür steht die Frankfurter Buchmesse. Wie jedes Jahr ein wunderbarer Grund zur Vorfreude. Wunderbare Autorenkollegen treffen, wunderbare Bücher entdecken, wunderbare Gespräche führen, wunderbare Leser treffen, wunderbar feiern, wunderbar essen gehen … Hach, das wird wunderbar!

Und mitten drin der BuCon, bei dem ich im Rahmen der wunderbaren Geschichtenweberlesung mit meiner wunderbaren Claudia gemeinsam lesen darf.

Noch Fragen? Wie bitte? Ja, doch, ich denke schon. Ja, ich freu mich drauf.

Leipziger Spätlese

Star Ursula

Ich bin spät dran, die Leipziger Buchmesse liegt schließlich schon ein paar Tage zurück. Und auch jetzt ist meine Zeit etwas knapp bemessen. Deshalb will ich nicht lang schnacken und euch einfach mit ein paar Bildern (hoffentlich) erfreuen:

Seraph Preisverleihung
Preisverleihung zum Phantastikpreis Seraph
Die Vorsitzenden
Die Vorsitzenden der Phantastischen Akademie Natalja Schmidt und Oliver Graute
Kai Meyer
Bestes Buch: Kai Meyer: „Asche und Phönix“ (Carlsen)
Mechthild Gläser
Bestes Debüt: Mechthild Gläser: „Stadt aus Trug und Schatten“ (Loewe)
Jan Oldenburg
Bestes Debüt: Jan Oldenburg: „Fantastik AG“ (Piper)
Andrea Bottlinger
Andrea Bottlinger liest aus „Aeternum“ (Droemer Knaur)
Thomas Finn
Thomas Finn liest aus „Der silberne Traum“ (Ravensburger)
Jennifer Benkau
Jennifer Benkau liest aus „Dark Canopy“ (script5)
Gabriella Engelmann und Jakob M. Leonhardt
Gabriella Engelmann und Jakob M. Leonhardt lesen aus „Im Pyjama um halb vier“ (Arena)
Gabriella Engelmann
Gabriella Engelmann im Pyjama
Jochen Till
Jochen Till am dotbooks-Stand im Gespräch zu „Bekenntnisse eines Serienjunkies“
Serienjunkie
Ein Serienjunkie
Ursula Poznanski
Ursula Poznanski liest aus „Die Verratenen“ (Loewe)
Ursula Poznanski
Ursula Poznanski

Messemärz

Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
© Marko Tomicic

Es ist wieder so weit. Diesen Monat, vom 14.-17., geht es nach Leipzig zur Buchmesse. Für mich immer wieder eines der Highlights des Jahres. Bin gespannt, wen ich dieses Mal alles treffe, was es Neues zu erfahren gibt, und ob ich auch Neuigkeiten von der Messe mitbringen kann.

Messie

Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
© Marko Tomicic

Jep, ich bin gar nicht da, denn ich laufe gerade auf der Buchmesse herum. Heute ist mein erster offizieller Tag, denn ich bin gestern erst nach Frankfurt angereist, was gerade noch die Zeit ließ, gemeinsam mit meiner Liebsten auf eine Verlagsparty zu gehen (nein, Interna werden nicht verraten).

Heute also Messetag, viele Kollegen treffen, Lesungen hören, wichtige Gespräche führen, an Verlagsständen rumlungern, Bücher anschauen, Füße wundlaufen, Kollegen treffen, … Am Abend dann zum traditionelle China-Buffet (genau, mit vielen Kollegen) und anschließend zum Galaktischen Forum (richtig, auch eine Party).

Morgen zum BuCon in Dreieich. Im Prinzip ähnlich wie heute, nur in kleiner und gemütlicher. Anschließend … wie? Nein, keine Party, aber das traditionelle Dreieich-Abendessen mit den Geschichtenwebern.

Sonntag schließlich noch ein Buchmessetag (s. o.), allerdings diesmal in kürzer.

Auch euch ein schönes Wochenende!

Leipzig, ich komme!

Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
© Marko Tomicic

Am Donnerstag früh ist es soweit. Ich fahre wieder gen Leipzig zur Buchmesse. Dieses Jahr kann ich dieses Event von Anfang bis Ende genießen, bin also alle vier Tage auf der Messe und fahre erst am Montag wieder zurück.

Es warten viele schöne Begegnungen und Lesungen auf mich. So freue ich mich darauf, am Donnerstag (oder Freitag) meine Berliner Kollegin Zoë Beck („Der frühe Tod“) kennenzulernen und später auf der Leseinsel Fantasy Autoren wie Nina Blazon („Wolfszeit“), Chris Schlicht („Maschinengeist“) und Oliver Plaschka („Der Kristallpalast“) zu lauschen.

Am Freitag will ich keinesfalls meine hochgeschätzte Wiener Kollegin Ursula Poznanski verpassen, die aus „Saeculum“ vorträgt. Später wird es nicht leicht, nach Christiane Spies, die aus ihrem Romandebüt „Mondherz“ liest, Mara Lang („Masken – Unter magischer Herrschaft“) allein meiner Claudia zu überlassen (auf die ich mich nebenbei gesagt am allerallermeisten freue). Allerdings liest zur gleichen Zeit Wulf Dorn aus seinem neuen Jugendroman „Mein böses Herz“. Und nachdem ich den Herrn Thriller schon so lange nicht mehr treffen durfte, muss das einfach sein.

Der Rest des Tages bietet noch viele weitere Möglichkeiten. Festgelegt habe ich mich da noch nicht. So schaffe ich es nach Herrn Dorn hoffentlich noch rechtzeitig zu Jonas Wolf („Heldenwinter“). Dort treffe ich dann Claudia wieder, mit der später noch Ulrike Rylance („Todesblüten“) und Kerstin Gier („Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“) auf dem Programm steht.

Der Samstag ist wahrlich vollgestopft. Wiederum freue ich mich, eine Kollegin kennenzulernen, mit der der Kontakt bisher nur virtuell vonstatten ging: Jutta Wilke („Wie ein Flügelschlag“). Getroffen (und geknutscht) habe ich bis dahin hoffentlich schon längst Stephan R. Bellem, der aus seinem jüngsten Streich „Welt aus Staub“ liest.

Abends kommt es dann ganz dicke! Erst der große Heyne-Fantasy-Abend mit Bernhard Hennen („Drachenelfen“), Christoph Hardebusch („Smart Magic“), Boris Koch („Sabotage – Justifiers-Roman“), Victoria Schlederer („Fortunas Fluch“) und Jeanine Krock („Himmelsschwingen“), anschließend das gemütliche Treffen mit vielen Montségur-Kollegen.

Victoria weckt sicher die Lust, sie auch am Sonntagnachmittag noch einmal zu hören, der sich ansonsten hoffentlich als gemütlicher Messeausklang gestalten lässt. Unbedingt treffen möchte ich zu seiner Signierstunde Rainer Wekwerth („Damian“), den ich noch länger nicht gesehen habe als Wulf. Und natürlich werde ich zwischendurch immer mal bei meinem Verlag vorbeischauen. Und vor allem eine schöne Zeit mit Claudia haben.

Es wird ein Fest!

Eine Reise zur Buchmesse?

Hilfe für Autoren, Foto: Jakub Krechowicz
Hilfe für Autoren, Foto: Jakub Krechowicz
© Jakub Krechowicz

Bei „Hilfe für Autoren“ sind meine neuen Artikel online.

Im einen dreht es sich kurz vor der Leipziger Messe darum, welche Möglichkeiten sich einem veröffentlichungswilligen Autor auf den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig bieten:

Muss ich auf die Buchmesse?

Der zweite Artikel ist der zweite Teil der Reihe, die sich um den Aufbau einer spannenden Geschichte dreht:

Zwei Helden in den Startlöchern.

Heiß

Wenn alles so klappt, wie ich mir das vorstelle, sollte ich diese Woche die Zeit finden, nebenbei in die Planung meines nächsten Romanprojekts einzusteigen. Die umfangreiche Geschichte spielt in Laindor, der Welt meines Debütromans. Da bin ich nämlich schon ganz heiß drauf. Montsegúr-Treffen und Buchmesse haben ihren Teil dazu beigetragen.

Ich freue mich außerdem auf einen Workshop für Hobby-Romanautoren, den ich am 3. November mit Axel S. Meyer für die Ostsee-Zeitung halten darf.

Und natürlich habe ich mich auch über den 4. Platz beim 1. Deutschen E-Book-Preis für meine, genauer gesagt Ben Philipps kleine Story „Auf dem Weg zum Örtchen“ gefreut.

Im Sog von „Erebos“

Ursula Poznanski: Erebos
Ursula Poznanski: Erebos

Ursula Poznanski erhielt auf der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt für ihren Debütroman „Erebos“ den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 der Jugendjury. Und das, wie ich finde, vollkommen zu Recht.

Das Buch erzählt die Geschichte des sechzehnjährigen Nick, der in den Sog eines Computerspiels gerät, das an seiner Londoner Schule mit viel Geheimniskrämerei herumgereicht wird. Erebos aber ist kein Spiel wie jedes andere. Die Regeln sind streng, die Aufgaben schwer und sie finden zum Teil in der Realität statt. Was Nick noch nicht weiß: Das Spiel verfolgt ein Ziel. Ein böses Ziel!

Der Leser und Nick

Dem Leser, ja, ich bin sicher, nahezu jedem, der das Buch zu lesen beginnt, geht es nicht anders als Nick: Er gerät in einen unnachgiebigen Sog. „Erebos“ entwickelt als Buch dasselbe Suchtpotential wie das Spiel, von dem es erzählt. Das gelingt Ursula Poznanski durch einen ebenso einfachen wie genialen Trick: Sie lässt den Leser ganz und ausschließlich mit Nick miterleben.

Dabei ist Nick ein ganz gewöhnlicher Junge. Er wird uns weder als in irgendeiner Weise besonders heldenhaft vorgestellt noch braucht er unser Mitleid. Er ist bei weitem kein Heiliger. Wenn da auch hin und wieder ein Gespür für Ungerechtigkeiten aufblitzt, ein aktiver „Gutmensch“ ist Nick nicht. Auch leidet er nicht, kann mit seinem Leben im Großen und Ganzen zufrieden sein, ist in keinster Weise einer der Außenseiter, die dem Leser schon allein deshalb ans Herz gehen, weil er ihnen wünscht, sich im Laufe der Geschichte aus dieser unterprivilegierten Rolle herauszukämpfen. Nein, Nick ist sicherlich ganz sympathisch, aber auch nicht mehr.

Rätsel und Bedrohung

Dass dieser Protagonist den Leser dennoch sofort ganz bei sich hat, liegt an dem Unwissen, das beide, Nick und der Leser, gleich zu Beginn der Geschichte teilen. Irgendetwas stimmt nicht. Vor allem mit Colin, einem guten Freund Nicks, der sich seltsam verhält, was offenbar mit merkwürdigen Päckchen zu tun hat, die an der Schule verteilt werden, über die aber niemand etwas verraten will. Und Nick hat noch keines dieser Päckchen, womit er in dieser Hinsicht doch zu einem Ausgeschlossenen wird, der das Rätsel um seine eingeweihten Mitschüler unbedingt lösen will.

Auch im Fortgang der Handlung trägt das Rätselhafte rund um Erebos ganz entscheidend zum rasanten Spannungsbogen bei. Denn Erebos zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Interaktion mit dem Spieler aus, kann wahrlich als intelligentes Spiel bezeichnet werden, weiß alles und lässt sich nicht täuschen, weder im Spiel noch in der Realität. So kommt zum Rätselhaften noch die stets präsente Bedrohung, die den Leser durch die Seiten preschen lässt, um zu einem originellen und überraschenden Ende zu gelangen.

Ein Buch für jeden

Nicht nur versierte Computerspieler werden mit Nick mitfiebern, froh darüber, dass die Autorin zu keiner Zeit einen moralischen Zeigefinger in die Höhe hebt, „Erebos“ kann Leser weit über die anvisierte Zielgruppe hinaus in seinen Bann ziehen. Das gilt auch für das Alter. Dieser Jugendthriller ist im besten Sinne des Wortes all age.

Viel Lob für ein Buch, das mir die Luft für Detailkritik genommen hat. Sie wäre ohnehin nur Erbsenzählerei.

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Ursula Poznanski
Erebos
Jugendthriller

Taschenbuch
Loewe 2010
ISBN: 978-3-7855-7361-7

Klappentext:

In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Wer es startet, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Regeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und wer gegen die Regeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann Erebos auch nicht mehr starten.

Erebos lässt Fiktion und Wirklichkeit auf irritierende Weise verschwimmen: Die Aufgaben, die das Spiel stellt, müssen in der realen Welt ausgeführt werden.

Auch Nick ist süchtig nach Erebos – bis es ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen …

Auszeichnungen:

  • Deutscher Jugendliteraturpreis 2011 (Jugendjury)
  • Ulmer Unke 2010
  • Buch des Monats März 2010 (Jubu-Crew Göttingen)

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Pressestimmen
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Zwischenphase

Zwar bin ich bereits seit Montagabend wieder zu Hause, doch nur ganz langsam komme ich wieder in den Arbeitsalltag hinein. Denn obwohl ich mir Arbeit für unterwegs mitgenommen hatte, bleibt ja doch immer etwas liegen, was es nachzuholen gilt. Auch muss man sich auf den durchstrukturierten Tagesablauf erst wieder einstellen.

Die Aussicht, dass schon kommende Woche Donnerstag mit der Fahrt zur Buchmesse alles wieder über den Haufen geworfen wird, macht das nicht gerade leichter. Ich freue mich jedes Jahr auf diese beiden Termine, weiß also lange vorher, was auf mich zukommt. Trotzdem ist diese Zwischenphase stets beunruhigend und unbefriedigend.