Ständiger Wechsel in Rostock

Eine Ausstellung, die etwas anders ist. 24 Stunden Life-Performance.

24 Stunden für eine Ausstellung erscheint ein kurzer Zeitrahmen zu sein. Doch „GALERIE: WECHSEL“ ist ohnehin anders. In der Kunstschule „Frieda“ in der Friedrichstraße 23 betrachtet der Ausstellungsbesucher nicht die Arbeiten der Künstler, sondern die Künstler bei der Arbeit. Die Ausstellung beginnt am heutigen Freitag um 19.00 Uhr und endet am Samstag zur selben Zeit.

Insgesamt zwölf Künstler präsentieren sich in Live-Performances rund um die Uhr dem Publikum. Vom Musiker über den Videokünstler bis hin zum Literaten. Wie das Programm verrät, finden die Auftritte im halbstündlichen, später im stündlichen Wechsel in zwei extra dafür angefertigten Boxen statt. „Dann kommt der nächste Künstler mit der nächsten Ausstellung“, erklärt Kurator Matthias Dettmann das Konzept der diesjährigen Galerie. Sogar eine Schlaf- und eine Frühstücksperformance fehlen nicht.

Nach den Themen „STILL“ und „JAZZ“ folgt „WECHSEL“ damit einem ganz neuen Konzept. Auftreten werden unter anderem Markus Vater, Judith Sigmund, To Helbig, Hinrich Brockmöller, Ines Brands, Schinkenmacher, Josef A.Kutschera, Philipp Bobrowski, Kathrin Jacobs.

Der Vater der Lebensfreude

Jo Jastram 1990, © Thomas Lehmann
Jo Jastram 1990, © Thomas Lehmann

Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) nannte ihn einen der wirklich großen deutschen Bildhauer: Jo Jastram verstarb am vergangenen Freitag im Alter von 82 Jahren. Mit dem „Brunnen der Lebensfreude“ wird eines der bekanntesten Werke des Rostockers noch lange an ihn erinnern.

Wie NDR.de berichtet, verstarb am Freitag der Rostocker Bildhauer Joachim Jastram im Alter von 82 Jahren in einem Krankenhaus in Ribnitz-Damgarten. Seine Familie erklärte dazu am Sonntag, Jastram sei dort nach einem Sturz seit Weihnachten auf der Intensivstation behandelt worden. Sein Tod sei dennoch unerwartet gekommen.

Bekannt und geschätzt

Joachim Jastram wurde 1928 in Rostock geboren. Nach der Lehre zum Brunnenbauer wurde er Holzbildhauer. 1975 übernahm er die Leitung der Ostsee-Biennale. Von 1980 bis 1986 lehrte er an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Seit den 70er-Jahren lebte er in Kneese bei Bad Sülze

Die Werke des Künstlers waren in vielen Ausstellungen und auch im Ausland zu sehen. Zu seinen bekanntesten Werken zählt der „Brunnen der Lebensfreude“ auf dem Rostocker Universitätsplatz (gemeinsam mit Reinhard Dietrich) und die Skulptur „Kaspar Ohm“. Seine letzte große Arbeit war die Figurengruppe „Zirkus“. Die „Afrikanische Reise“ im Rostocker Stadthafen bezeichnete der Bildhauer selbst als eine seiner wichtigsten Arbeiten.

Jastram hinterlässt seine Frau, die Grafikerin Inge Jastram, eine Tochter und drei Söhne, darunter den Bildhauer Jan Jastram.

Brunnen der Lebensfreude, © Schiwago
Brunnen der Lebensfreude, © Schiwago
Kasper Ohm, © Schivago
Kasper Ohm, © Schivago
Reisende, © Schiwago
Reisende, © Schiwago

Hartmut und Du bis zum 31.05.10

Originalausschreibung: www.hartmut-und-ich.de

Seit 2005 erzählt die Romanreihe „Hartmut und ich“ von der skurrilsten Wohngemeinschaft der deutschen Literatur. Die Erzählungen um den kreativen und hysterischen Philosophen Hartmut und seinen stoischen, proletarischen Mitbewohner umfassen fünf Romane, vier Hörbücher, zwei Webseiten und zahllose in Netz, Magazinen und Anthologien verstreute Geschichten, in denen alles miteinander zu einer großen „Hui-Welt“ verknüpft wird.

Diese Welt wird vom 20.05. – 01.08.2010 auf dem Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde Wirklichkeit! Begleitet von zahlreichen Events können sich die Besucher in den Originalkulissen der Romane bewegen, auf der Wunschwand Vorschläge für künftige Handlungen hinterlassen und die Macher der erfolgreichen Reihe treffen.

Anlässlich dieser Ausstellung schreiben das Haus der Künste (Ascheberg) und das Kulturgut Haus Nottbeck (Oelde) den Short-Story-Wettbewerb „Hartmut und Du“ aus.

Gesucht sind Erzählungen von bis zu zehn Standardseiten Länge (insgesamt ca. 18.000 Zeichen), die im Geiste der „Hartmut und ich“-Romane verfasst sind.

– Die Story wirft einen humorvollen, bissigen und satirischen Blick auf die Welt.
– Die Story zeigt einen originellen, skurrilen Alltagshelden.
– Die Story hat einen konsequenten Ich-Erzähler, der von diesem Helden erzählt.
– Die Story ist im Präsens verfasst.

Die Beiträge dürfen noch nicht veröffentlicht worden sein und müssen bis Montag, den 31. Mai 2010 ausgedruckt sowie als Word-Dokument auf CD an folgende Adresse gesendet werden:

Haus der Künste
Sylvia Witt & Oliver Uschmann
„Short Story Wettbewerb“
Hombrede 11
59387 Ascheberg

Jeder Text muss mit einem Kennwort versehen werden. Name, Kurzvita und Kontaktdaten der Autorin/des Autors liegen in einem verschlossenen Umschlag bei, der außen mit dem Kennwort beschriftet ist, so dass die Jury nicht von durch Namen beeinflusst werden kann.

Die Jury besteht aus den Machern der „Hui-Welt“ Sylvia Witt und Oliver Uschmann, dem Literaturprofessor und Museumsleiter Walter Gödden, dem Kulturmanager Dirk Bogdanski sowie der Lektorin Susanne Halbleib von S. Fischer sowie dem Literaturagenten Holger Kuntze von der Meller Agency.

Die fünf besten Texte werden am 23.07. auf dem Kulturgut Haus Nottbeck live vorgelesen. Das Publikum entscheidet über die Sieger.

Als Preise winken 500 Euro für den ersten, 300 Euro für den zweiten und 100 Euro für den dritten Platz. Die besten 20 Storys werden in einer eigenen Rubrik auf www.hartmut-und-ich.de veröffentlicht.

Nachfragen bitte an rat@hartmut-und-ich.de .
Alle Infos zur Ausstellung unter: www.kulturgut-nottbeck.de, www.trashkultur.com

Gerd Scherm = Vielseitigkeit

Gerd Scherm ist schon als Autor an Vielseitigkeit kaum zu überbieten. Ein Blick auf seine Webseiten verrät das:

www.scherm.de

www.nomadengott.de

So ist der Geschichtenweber wohl am bekanntesten für seinen bei Heyne erschienenen Romanzyklus humorvoller mystischer Fantasy „Der Nomadengott“, aber er schreibt auch Dramen, Lyrik, Stories und Essays.

Und Gerd Scherm ist Künstler durch und durch. Das soll diesmal der Anlass für diesen Artikel sein, eine Ausstellung seiner Werke, von der ihr einige Fotos unter diesem Link finden könnt. Viel Vergnügen!