Gepitcht: Links vor rechts

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Schreibübungen der Kategorie „Gepitcht“ sollen dir Anregungen für eine (kleine) Geschichte geben. Ersetze Prota* durch eine Figur deiner Wahl, lass deine Fantasie spielen und schreibe eine spannende, lustige traurige, … Story über die gepitchte Begebenheit:

Prota glaubt, er hat endlich Mrs Right gefunden. Alles läuft richtig gut an. Doch dann stellt er mit Erschrecken fest, sie ist Linkshänderin. Und so seltsam es scheint … das stellt alles auf den Kopf.

*Der Übersichtlichkeit wegen verwende ich im Pitch immer nur eine Form, mal die männliche, mal die weibliche. Ob du dich an diese Vorgabe halten willst oder sie ignorierst, ist ganz dir überlassen.

Natürlich freue ich mich, wenn das eine oder andere Ergebnis dieser Übung in den Kommentaren landet oder hier verlinkt wird. 🙂

Weitere Schreibübungen

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Sechser im Motto: Mein liebstes Hobby: Schreiben

Sechser im Motto, Foto: javarman
Bleistift auf Block
Pixabay

Aufgabe:
Schreibe einen Text von maximal 250 Worten, zum Thema „Mein liebstes Hobby: Schreiben“. Im Text muss jeder der folgenden Sätze mindestens einmal vorkommen: 1. Ich finde es echt zum Kotzen! 2. Ich könnte „Scheiße!“ schreien!

Claudia Toman (Anna Koschka)

Wenn ich am Computer sitze, vergesse ich alles um mich herum. Die Welt konzentriert sich auf den Bildschirm und das Eingabefenster vor mir. Ich bin so etwas wie Gott, nur mit Touchpad und in Pantoffeln.
Weltabschaffung auf einen Klick.
Enter.
Geil.
Zum Beispiel hier, ganz oben, Kapitel nullkommaneunzigtausend. Ich finde es echt zum Kotzen, dass sich Frau G. schon wieder wichtig macht. Dank Frau K. Was für eine Verschwendung von Speicherkapazitäten. Kann man nicht einfach beide löschen? Aus dem Zusammenhang reißen und gnadenlos verthesaurussen? Bis nichts als ein Platzhalter bleibt? Quasi recyceln.
Delete und weiter.
Nach unten gescrollt. Ein missglücktes Date, ein dreckiges Kind und fünfundvierzig Mal das Wort „Hitze.“ Auf einer Seite.
Wo ist der Korrektor, verdammt?
Ich könnte „Scheiße!“ schreien, jedes Mal, wenn ich an die Geschichte mit dem Mann im Supermarkt denke. Wer kauft auch sämtliche Ü-Eier auf und wundert sich über braunen Dreck aus dem Maul? Nein, Moment, das war der rechtsrechte Parteichef mit dem smarten Look.
Ich bin zu schnell.
Meine göttliche Mission droht zu scheitern. Also lösche ich sie alle. Die Mutter mit den Bastelhühnern, Frau A. im Strandkorb, den Burger King, den Autorvornamenachname, die Modeltussi, den Samstagabendmoderator und wie sie heißen. Erledigt. Gefeuert, das ganze Personal.
Befreiung 2.0 im Garten Eden.
So! Wo waren wir stehengeblieben?
Ach ja, schreiben.
Ich klicke Facebook weg.

Falko Löffler

Schreiben? Als Hobby? Ich könnte „Scheiße schreien! Denn, nein, verdammt, es ist schon lange kein Hobby mehr. Ich lebe davon. Der Bäcker backt ja auch nicht als Hobby. Gut, vielleicht hat er mal so angefangen. Hey, ich backe mal ein kleines Brötchen. Und, bumm, gefühlt drei Tage später steht er nachts um drei vor seiner Teigmasse und brüllt in die Nacht: „Ich finde es echt zum Kotzen! Hätte ich doch was anderes gemacht! Ich habe kein einziges Hobby mehr, sondern verdiene meine Bröt-, äh, mein Geld damit!“ Wer weiß, irgendwann, wenn ich groß bin, vielleicht lebe ich dann meinen Traum und mache meinen Beruf zum Hobby.

Claudia Brendler

Seit er sein neues Hobby entdeckt hatte, hockte er nur noch am Laptop und tippte.
Sie saugte Staub. Um seinen Schreibtisch herum.
„Muss das jetzt sein?“ Wie genervt es klang. Es reichte. Endgültig. Sie stellte den Staubsauger ab.
„Hör mal, ich finde es echt zum Kotzen, dass du …“
„Was?“
Okay, ihre Wortwahl war vielleicht etwas drastisch, aber sie entsprach ihrem momentanen Gefühlszustand.
„Ich sagte, ich finde es echt zum Kotzen, dass du mich …“
„Oh! Ja! Das muss Darius antworten! Danke, Schatz.“
Er tippte, murmelte vor sich hin: „‚Ich finde es echt zum Kotzen‘, sagte Darius mit peitschendem Schwanz.“
„Was … äh … schreibst du da?“
„Darius ist ein Drache.“
Sie trat einen Schritt näher an den Tisch heran. Vielleicht sollte sie einfach mehr Interesse an seinem Hobby zeigen.
„Sag mal, Bärchen, können Drachen überhaupt kotzen? Speien die nicht Feuer oder so?“
„Was soll das jetzt?“ Sein Blick. Als wäre sie der Drache.
Was das soll? Du bemerkst nicht, dass ich meinen neuen Ledermini trage. Du überlässt mir den gesamten Haushalt und wir hatten seit mindestens einem Monat keinen Sex mehr. Ich … verdammt, ich könnte Scheiße schreien!
All das sagte sie nicht. Auch nicht das, was ihr als Nächstes in den Sinn kam.
Die einen schreien Scheiße, die anderen schreiben …
Oh Gott, nein. Sie liebte ihn doch.
Sie stellte den Staubsauger wieder an.

Sven Koch

Ich finde es echt zum Kotzen! Und zwar vollkommen und immer wieder gerne von Herzen. Was ich damit meine? Nun, das ist ganz einfach, aber trotzdem total kompliziert und schlecht nachvollziehbar. Ich meine damit: Wenn beim Schreiben Dinge passieren, die im Vorfeld nicht absehbar waren und dann hinten auf einmal anders sind als vorne, weswegen dann meist auch in der Mitte etwas nicht funktioniert und sich auf später auswirkt, denn dann muss man wieder am Anfang herumschrauben und stellt hernach fest: Jetzt geht etwas anderes auf einmal nicht, mit dem man überhaupt nicht gerechnet hat. Das ist wie mit dem Schmetterling und dem Sack Reis, der in China umfällt – solche Dinge geschehen wirklich, und zwar dauernd. Tausende Säcke Reis fallen täglich um, wenn die Drecks-Schmetterlinge fliegen. Kapieren Sie nicht, oder? Ist auch schwer zu verstehen, weil es dafür kein Wort gibt.  Man könnte es zum Beispiel zusammenfassend einfach „Fuck“ nennen – und jeder wüsste sofort Bescheid.  Wenn ich gefragt werde, was los ist, könnte ich einfach sagen: „Fucking Fuck ist los.“ Und alles wäre klar. Weil es aber keine Bezeichnung für „Fuck“ gibt und der „Fuck“ so schwer zu erklären ist, lässt man es einfach und sagt halt: „Ach, weiß ich auch nicht.“ Weil es besser so ist, denn: Den „Fuck“ im Detail zu erklären – nee, da wird man wieder wahnsinnig und regt sich noch mehr auf. Jedenfalls: Ich könnte „Scheiße!“ schreien, wenn dieser „Fuck“ passiert.

Britt Reißmann

Für jemanden, dessen liebstes Hobby das Schreiben ist, ist es ein Klacks, einen Text von 250 Wörtern zu verfassen, in dem die Sätze „Ich finde es echt zum Kotzen!“ und „Ich könnte Scheiße schreien!“ vorkommen. Ich bin so jemand. Nicht, dass diese Begriffe zu meinem täglichen Wortschatz gehören würden. Gott behüte, nicht in meinen aggressivsten Träumen kämen mir solche Ausdrücke in den Sinn. Aber was wäre ich für eine Autorin, wenn ich mich nicht auch in ordinäre Protagonisten hineinversetzen könnte?

Also frisch ans Werk. Vorher vielleicht noch einen kleinen Prosecco zur Motivation. Ich trinke ihn langsam und genussvoll, während ich nach einer Idee suche. Fülle das Glas erneut und beobachte die nächsten zehn Minuten, wie die Kohlensäureperlen an der Oberfläche zerplatzen. Die besten Ideen kommen mir immer beim Rauchen. Also raus auf den Balkon und eine Fluppe ins Gesicht. Nach dem dritten Sargnagel lässt der Geistesblitz noch immer auf sich warten. Ich habe das Bedürfnis, laut „Scheiße!“ zu schreien und tue es. Meine Nachbarin, die im Garten buddelt, fragt, ob alles in Ordnung ist. Ich murmele etwas von Recherche am lebenden Objekt.

Zurück zum Schreibtisch. Ich sollte allmählich anfangen. Doch die Kreativität ist anderswo unterwegs. Meine Muse geht fremd und küsst wohl gerade jemand anderen. Welcher Teufel hat mich geritten, diesen Auftrag anzunehmen? Die Seite ist so leer wie mein Hirn. Kann ein Cursor hämisch blinken? Ich bin sicher, er kann. Welcher Idiot hat sich eigentlich dieses bekloppte Thema ausgedacht? Ich finde es echt zum Kotzen. Ich könnte „Scheiße!“ schreien!

Wolfgang Schroeder

Gelegentlich würde ich am liebsten „Ich finde es echt zum Kotzen!“ erwidern, wenn mir mal wieder jemand breit lächelnd erklärt: Ach, Sie schreiben Geschichten? Ich könnte das ja nicht, diese ganzen Wörter und so … Aber das ist schon okay, jeder sollte ein Hobby haben. Ich zum Beispiel finde ja Brieföffner wunderschön, die sammel ich schon mein ganzes Leben.“
Dummerweise hat der Mann recht, also nicht mit den Brieföffnern, aber mit dem Rest.
Was mich unweigerlich zu der Frage führt, die ich mir in letzter Zeit öfter stelle: Ist das Schreiben eigentlich immer noch nur ein Hobby für mich oder ist es schon mehr? Und wenn ja, was … ultimative Selbstbestätigung oder gar der Versuch, unsterblich zu werden?

Nun, zumindest ist es weder Job noch sonst irgendwie gewinnbringend. Inzwischen reichen die Tantiemen zwar wenigstens dafür, die Liebste beim Italiener um die Ecke zur Pizza einzuladen. Aber spätestens wenn wieder die Bemerkung kommt: „Warum schreibst du denn nicht mal so etwas wie Harry Potter oder die Tribute von Panem? Dann würdest du wenigstens jede Menge Geld verdienen und könntest mich anständig ausführen!“, sind das die Momente, in denen ich „Scheiße“ schreien könnte. Wenn auch nur ganz leise.

Doch unabhängig davon, ob Hobby oder doch schon mehr, eines weiß ich mit Sicherheit: Das Schreiben und auch das Herausgeben von Büchern macht mir Spaß, und ich hoffe, dass die Ergebnisse auch meinen Lesern Spaß bereiten. Und wenn das irgendwann mal nicht mehr so sein sollte … dann bleiben mir immer noch die Brieföffner.

Vielen Dank an die teilnehmenden Autorinnen und Autoren!

Mehr Sechser!

Bildszene 001

Schreibübung, Foto Pixabay

Ja, war in der letzten Zeit ein wenig ruhig hier. Sorry. Und dann war da noch die Frage nach den Schreibübungen. Nun, da beginne ich doch gleich mit einer neuen Kategorie. Ich poste ein Bild, das euch vielleicht zu einer netten oder weniger netten Szene inspiriert. Das macht (hoffentlich) Spaß und trainiert. Wer möchte, kann das Ergebnis wie immer gern in die Kommentare posten.

Also, los gehts!

Foto: Pixabay

Weitere Schreibübungen

Verrückte Sätze: Bauer sucht Pferd

Ponynase

PonynaseIn der Kategorie „Verrückte Sätze“ geht es um Sätze, die aus einem Zusammenhang herausgerückt wurden, den ihr erst herstellen sollt. Schreibt eine kurze Szene, in der die Sätze vorkommen. Sie müssen nicht von zentraler Bedeutung für die Szene sein, dürfen einem Leser aber auch nicht fehl am Platz vorkommen. Versucht die Szene möglichst kurz zu gestalten, sagen wir etwa zehn Sätze.

Für die heutige Szene gibt es keine weiteren Vorgaben. Die folgenden Sätze müssen vorkommen:

1. Sie sind Bauer?

2. Sind Sie ein Pferd?

Natürlich freue ich mich, wenn das eine oder andere Ergebnis dieser Übung in den Kommentaren landet oder hier verlinkt wird. 🙂

Weitere Schreibübungen

Kein Einlass für deine(n) Prota?

Foto: © Angela Parszyk / pixelio.de
Foto: © Angela Parszyk  / pixelio.de
Foto: © Angela Parszyk / pixelio.de

Du brauchst mal ein bisschen Abwechslung von dem Manuskript, an dem du gerade arbeitest? Du willst gegen eine Schreibblockade ankämpfen? Du kennst deinen Protagonisten/deine Protagonistin noch nicht gut genug?

Da kann ich doch nichts dafür! Ich will dir lediglich ein bisschen Spaß verschaffen.

Also nimm den Protagonisten/die Protagonistin aus deinem aktuellen (oder dem nächsten) Projekt, setze ihn/sie in die folgende Szene und beobachte genau, wie er/sie sich verhält. Sollte er/sie das nicht wissen, wirst du dir allerdings selbst den Kopf zerbrechen müssen.

Und keine Sorge, auch Könige, Piraten, Waldläufer, Zwerge und gestiefelte Kater dürfen gern einmal aus ihrer Welt heraustreten, um sich in einer solchen Szenerie wiederzufinden, vorausgesetzt sie vergessen dabei ihre Charaktereigenschaften nicht. Dann kann man mit ihnen wahrscheinlich sogar besonders viel Spaß haben.

Du kommst hier net rein!

Schreibe deine(n) Prota also in die Schlange vor dem Einlass einer Disko oder sonstigen geilen Veranstaltung. Warum Prota da steht? Keine Ahnung, ist ja nicht mein(e) Prota! Aber egal, ob Prota Partykönig(in) oder Heimchen ist, gib Prota die nötige Motivation, an diesem Abend unbedingt in diese Veranstaltung zu wollen. Gib Prota das Gefühl, sein oder ihr Leben hinge davon ab!

Aber irgendwas passt nicht. Sind es die Schuhe? Ist es die Hose? Die Frisur? Wirkt Prota vielleicht gar beschwipst? Jedenfalls lässt der Einlasser, der auch eine Einlasserin sein kann, Prota nicht … na? Richtig: ein!

Was wird Prota tun? Wird Prota ruhig bleiben? Gibt Prota auf? Welche Tricks hat Prota auf Lager? Wird Prota es schaffen oder am Ende weinend nach Hause fahren?

Anschließend hat Prota erst einmal Ruhe, es sei denn, dir fallen noch weitere Szenen für Prota ein. Demnächst geht es hier mit einer anderen Übung weiter. Falls dir die Zeit bis dahin zu lang werden sollte, steht es dir frei, weitere deiner Figuren  in den Kampf mit dem Einlasser zu schicken.

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Weitere Prüfungen für deine(n) Prota

Sechser im Motto: Killer

Sechser im Motto, Foto: javarman
Sechser im Motto, Foto: javarman
© javarman

Aufgabe:
Stell dir vor, in deiner nächsten Geschichte würde ein alternder Killer vorkommen, der bisher noch erfolgreich überspielen konnte, dass er zunehmend vergesslich wird. Woran würde sein nächster Auftragsmord scheitern?

Helene Henke

Sein Deckname war Falke und ihm so vertraut, dass er jedesmal einen Moment nachdenken musste, wenn jemand nach seinem zivilen Namen fragte. Daran störte er sich nicht weiter, sondern reckte behutsam seine schmerzenden Beine. Das Laub raschelte unter seiner Neoprenhose, deren thermoreflektierende Innenbeschichtung seinen Körper vor Unterkühlung schützen sollte. Dennoch kroch ihm langsam die frühmorgendliche Kälte in die alten Knochen. Sein Körper verlor an Vitalität, sein Geist an Substanz. Als Einzelgänger passierte es nicht oft, dass er darauf angesprochen wurde. Aber es kam vor und nervte ungemein.

Auf seine Hände konnte er sich jedoch verlassen. Sie hielten bewegungslos das Scharfschützengewehr in Position. Durch das Zielfernrohr beobachtete er mit der Sehschärfe eines Greifvogels die Tür des Holzhauses am Fuße des Hügels. In der letzten Nacht hatte ihn mehrfach der Eindruck ereilt, sich bei einem seiner Einsätze im Dschungel zu befinden. So intensiv war die Geräuschkulisse des erstaunlich dichten Hochwaldes mitten in Deutschland. Keine schlechte Wahl für die Teufelsanbeter sich hier ein Nest zu errichten. Falke unterdrückte ein wütendes Knurren. Seit Monaten war er diesem gestörten Guru auf der Spur. Im Auftrag vermögender Klienten, deren Tochter in die Fänge der Sekte geraten war. Die polizeilichen Ermittlungen verliefen regelmäßig ins Nichts, weil diese Glaubensgruppe ihre Strippen in allen gesellschaftlichen Schichten zog. Während seiner Recherche war Falke bald auf ein Wespennest gestoßen. Dabei kratzten ihn nicht deren Machenschaften im Drogen- oder Waffenhandel, sondern der Menschenhandel, den diese Hirnwäscher im organisierten Rahmen betrieben.

Ein Killer mit Herz. Er lachte lautlos in sich hinein.

Die Haustür öffnete sich. Falke spannte die Schultern an. Ein Mann trat heraus und reckte sich ausgiebig in der Morgenluft. Sein weißer Kaftan hob sich im Wind wie die Segel einer Yacht. Für Falke war die Zielperson eine Galionsfigur. Er schluckte Wut und Magensäure hinunter. Den Kopf des Kerls genau im Visier. Wie es sich gehörte. Süße Genugtuung machte sich in ihm breit. Endlich würde er einen der Sektenführer zur Strecke bringen. Eine Welle von Erregung durchflutete Falke, als er den Abzug drückte. Klack!

Was zum Teufel …?

Er starrte durch das Visier in die braunen Rehaugen eines Mädchens. Der Schreck explodierte in seinem Gehirn. Die Kleine war ihm direkt in die Schusslinie gelaufen. Auf ihrer Stirn müsste sich der akkurat saubere Tunnel eines Einschusslochs abzeichnen. Der Schock des Todes würde sie noch für den Bruchteil einer Sekunde auf den Beinen halten, bevor ihr Körper begriff und in sich zusammensinken würde. Falkes Herz schlug bis in seinen Hals. Seine Ohren dröhnten.

Doch das Mädchen blickte lächelnd in seine Richtung. Sie konnte ihn nicht sehen, dazu war sie zu weit entfernt. Falke erkannte sie aus dem Dorf. Sie durchstreifte oft die Wälder. Ein junger Mann tauchte neben ihr auf, seine Jacke locker über die Schulter geworfen. An der Seite trug er ein Halfter mit Pistole. Ein Polizist? Ausgerechnet hier?

Falke versuchte hinter den bunten Pünktchen, die vor seinen Augen tanzten, seine Gedanken zu ordnen. Die Polizei war also endlich dabei, einer heißen Spur zu folgen. Irritiert senkte Falke das Gewehr und kontrollierte beiläufig den Einstecklauf. Keine Munition. Er hatte tatsächlich vergessen seine Waffe zu laden. Erstaunen mischte sich mit Erleichterung zu einem warmen Brei in seinem Magen. Die junge Frau war am Leben, weil das seine unaufhaltsam schwand. Beinahe lautlos robbte er den Hügel ein Stück hinunter, richtete sich auf und marschierte mit geschultertem Gewehr davon. Es war es an der Zeit sich in sein Haus in Chile zurückzuziehen, bevor er vergaß, dass er dort eines besaß.

Hans Peter Röntgen

Eva nölte wie immer: „Hast du die Handschuhe? Deinen Schal? Es ist kalt draußen!“ Wenn es nach ihr ginge, müsste ich ins Altenheim und Pflegestufe III beantragen. Dabei bin ich erst sechzig und voll fit.

Na gut, früher musste ich nicht vor jedem Auftrag meinen Merkzettel ausdrucken, damit ich auch nichts vergesse. Aber mit dem Merkzettel klappt das gut, und ich bin immer noch einer der Besten. Habe schließlich bei Big Pete gelernt. Der ist eine Legende, keiner konnte ihm das Wasser reichen, und alle Aufträge topp erledigt. Selbst den mit der Nitribitt.

Und der hat sich auch erst mit fünfundsiebzig zur Ruhe gesetzt. Ist dann kurz darauf mit seiner Motoguzzi voll in einen LKW gerast, weil er das Einbahnstraßenschild übersehen hat. Schöner Tod, so möchte ich auch enden. Nicht im Pflegeheim, mit lauter Evas um mich rum, die mich betütteln.

Jedenfalls hatte ich meine Werkzeugtasche kontrolliert, hinter jedem Punkt auf dem Merkzettel ein Häkchen gesetzt, wenn es in der Tasche war, und bin los.

Reine Routine, Erbonkel, der sich mit achtzig in eine Dreißigjährige verguckt hatte und die Familie fürchtete, dass die Tussi erben würde. War nur etwas eilig, weil er übermorgen heiraten wollte. »Muss also schnell gehen«, wie mir erklärt wurde.

Hab natürlich Gefahrenzulage auf den Preis aufgeschlagen, aber die können das aus der Portokasse zahlen. Der Alte ist alter Frankfurter Geldadel, der sich am Lorettoberg in Freiburg zur Ruhe gesetzt hat. Und da hat ihm im Colombi die Kellnerin schöne Augen gemacht. Gemein sowas. Ich kann sowas nicht ab, Menschen, die nur aufs Geld schauen. Früher war das anders, da hatte man noch Ehre im Leib.

Aber heute?

Na gut, ich will nicht jammern, die Zeiten sind so, wie sie sind.

Ich steige also den Lorettoberg hoch, schließe mit der Rechten das Gartentor mit meinem Werkzeug auf und drücke mit der Linken die Klinke runter. Der Alte sitzt im vollverglasten Wohnzimmer, Tatort im Fernsehen und das blonde Gift auf seinem Schoß. Ich greife meine Glock, den Schalldämpfer habe ich schon aufgeschraubt (steht auch auf dem Merkzettel), ein kurzes Plopp und der Alte muss nicht mehr befürchten, dass er im Pflegeheim enden wird.

Unten schnell den Gehstock rausgezogen und so biege ich um die Ecke. Ein alter Mann mit Stock, der seinen Abendspaziergang macht, gibt es was Unauffälligeres?

Und während ich so dahinstolpere, den Stock in der linken, die Tasche über die Schulter, sehe ich es.

Der Handschuh!

Ich habe ihn nicht angezogen. Dabei steht das extra dick auf dem Merkzettel.

Ich muss wohl doch meine Harley aus der Garage holen. Nichts geht über einen schönen, schnellen Tod.

Sarah Wedler und Nadine d’Arachart

Henry betrat die Kneipe und stellte fest, dass seine Verabredung noch nicht da war. Träge ließ er sich auf einen Stuhl in der Ecke fallen. Er war sich nicht mehr ganz sicher, um wie viel Uhr sie verabredet gewesen waren, also würde er warten müssen. Er winkte einen Kellner heran, doch niemand reagierte, also holte er Zigaretten aus der Tasche und ließ seine Umgebung in dichtem Rauch verschwinden. Blendete das Stimmengewirr aus und glitt in seine Gedanken.

Es war ein einfacher Job gewesen. Präzise Anweisungen, perfekte Durchführung. Er hatte sich durch die Hintertür ins Haus geschlichen, bewaffnet mit einem Feuerzeug, Benzin und seinen eigenen, drahtigen Fingern. Der schwierigste Teil seines Jobs hatte darin bestanden, das Sicherheitssystem abzuschalten, doch nach drei Minuten war auch diese Arbeit erledigt gewesen. Schließlich war er ein Profi mit langjähriger Erfahrung. Er hatte sich weiter ins Schlafzimmer geschlichen und dabei festgestellt, dass seine Geschicklichkeit zu wünschen übrig ließ. Die Bodendielen hatten bei jedem seiner Schritte gequietscht, zweifellos war er etwas eingerostet. Trotzdem war der Hausbesitzer nicht aufgewacht. Seelenruhig hatte er in seinem King-Size-Bett vor sich hin geschnarcht und gar nicht gemerkt, wie Henry ihn anstarrte. Erst, als er ihm mit seinen winterkalten Fingern die Kehle zudrückte, starrte er zurück. Blickte ihm direkt in die Seele, zappelte, kämpfte und verlor.

Der Rest war ein Kinderspiel gewesen. Ein bisschen Benzin, ein schönes Feuer. Man würde Brandstiftung feststellen, aber niemals herausfinden, wie der Hausherr wirklich gestorben war.
Kredithai in Luxusvilla durch Feuer im Schlaf erstickt! So oder so ähnlich würden die Schlagzeilen lauten und lediglich Henry und sein Arbeitgeber würden wissen, was in jener Nacht wirklich geschehen war.

„Da bist du ja, mein Großer“, sagte sein Boss und setzte sich ihm gegenüber. Sofort war der Kellner am Tisch und brachte zwei Bier. „Alles erledigt?“
„Alles perfekt.“
„Sehr gut.“ Sein Arbeitgeber stellte eine schwarze Ledertasche neben sich auf einen Stuhl und musterte ihn eingehend. „Dann gib es mir.“
„Ich? Dir?“ Henry hielt diese Aufforderung für einen Scherz, schließlich war er es, der etwas bekommen sollte. Und trotzdem regte sich etwas in seinen Eingeweiden. Eine Ahnung, die kurz darauf wieder in den Weiten seines Unterbewusstseins verschwand. „Du solltest wohl eher mir etwas geben.“ Henry würde sich nicht einschüchtern lassen.
Sein Arbeitgeber hob die Ledertasche und stellte sie auf den Tisch, doch als Henry danach greifen wollte, zog er sie wieder zurück. „Erst du.“
„Ich?“
„Hergott noch mal, Henry!“ Sein Boss donnerte die Faust so hart auf den Tisch, dass die Gespräche an den Nachbartischen verstummten. Er warf einen entschuldigenden Blick in die Runde, dann beugte er sich über die Tischplatte und flüsterte: „Wir hatten eine Abmachung und wenn du dich nicht daran hältst, dann bekommst du dein Geld nicht, haben wir uns da verstanden?“
Henry nickte perplex, obwohl er beim besten Willen nicht wusste, wovon sein Boss sprach. Schließlich hatte er seinen Teil der Arbeit erledigt.
„Gut. Dann gib mir das Beweisstück.“
„Das …?“
„Das Ohr, verdammt noch mal, wo hast du es?“
Henry stockte der Atem. Das Ohr. Ja, wo hatte er es? Er hatte es schlicht und einfach an der Leiche vergessen.

Imre Török

Klaus kommt ins Schleudern

Alles stimmte. Ort. Zeitpunkt. Sogar die Knete, die er nach Erledigung erhalten würde. Okay, früher rührte er ohne eine deftige Anzahlung keinen Finger. Aber sein Name hatte immer noch Klang. Einen „Kehlenklaus“ vergisst man nicht so schnell. Klaus fröstelte, dann hörte er die Schritte in der dunklen Gasse. Er duckte sich. Griff nach dem Messer. Diese kurze, scharfe Klinge im Futter hatte vor Jahren manche Kehle durchschnitten. Griff … , er tastete hektisch alle Verstecke in seiner guten alten Killerjacke ab. Scheiße. Zuvor beim Besuch der Enkel wird er die Jacken verwechselt haben. Das muffelige gute Stück schleuderte gerade in der Waschmaschine seiner Schwiegertochter. Und sie hatte recht. Er musste endlich zu Fielmann.

Angelika Lauriel

Hugo löschte das Licht und zog die Haustür hinter sich zu. Dieses Mal brauchte er nicht weit zu gehen, um seinen Job zu tun. Zwei Blocks bis zum Park. Ein wenig hatte er gezögert, bevor er diesen Auftrag annahm. So nahe bei seiner eigenen Wohnung? Doch dann hatte Elsa ihn vorwurfsvoll angesehen und demonstrativ die Kühlschranktür geöffnet. Gähnende Leere, in der lediglich eine Paprika vor sich hin gammelte. Der Anblick hatte ihn überzeugt.

Langsam ging er die Straße entlang. Wie immer, war er früh dran und brauchte sich nicht zu beeilen. In Gedanken versunken registrierte er die Strahlen der aufgehenden Sonne, die zwischen den hohen Häusern hindurch eckige Muster auf die Straße zeichneten. Seit wann war ihm sein Beruf so zuwider? Wie lange versuchte er schon, neue Aufträge abzuschmettern? Er kickte eine Coladose in den Rinnstein und beobachtete, wie ein Rest der braunen Flüssigkeit heraustropfte. Dann straffte er die Schultern. Es nützte nichts, den Moment hinauszögern zu wollen. Sein Auftraggeber hatte sich nicht abwimmeln lassen. Er hatte ihm geschmeichelt: Hugo habe in den letzten Jahrzehnten immer saubere und verlässliche Arbeit abgeliefert. Hugo schnaubte, während er seinen Schritt beschleunigte. Er blendete die vorbeifahrenden Autos und die wenigen Passanten aus, fixierte sich nur noch auf sein Ziel. Der Eingang zum Park war bereits zu sehen. Nichts anderes nahm er mehr wahr, nur die schmiedeeiserne, offenstehende Tür.

Wenig später hatte er die Zielperson gefunden. Groß, rothaarig, sportlich. Der Mann sah genauso aus wie auf dem Foto. Lediglich die blasse Haut wies darauf hin, dass er den größten Teil seiner Zeit in einem Büro verbrachte. Mit routiniert wirkenden Bewegungen joggte er Hugo auf dem Pfad entgegen. Ein kurzer Blick genügte, um sich zu vergewissern, dass niemand sonst unterwegs war. Hugo blieb stehen und wartete. Der Rothaarige, Kopfhörer in den Ohren, sah ihm kurz in die Augen – desinteressiert, mit den Gedanken woanders. Hugo drehte sich leicht zur Seite, als habe er zwischen den Bäumen etwas gehört, das sein Interesse weckte. Er konnte bereits den Schweiß und das Deo des Joggers riechen. Dann war er heran. Hugo griff mit beiden Händen nach dem großen Mann, dieser strauchelte und fiel regelrecht in seine Arme. Es war ein Kinderspiel, ihn rasch zwischen die Bäume zu ziehen.

Hugo stieß ihn auf den Boden und drückte ihn mit einem Knie und einer Hand auf den weichen Grund. Nach der ersten Schrecksekunde wehrte der Rothaarige sich. Sein Gesicht verzerrte sich vor Anstrengung, Hugo von sich zu stoßen. Aber mochte er auch gealtert sein – schwach war Hugo nicht.

Mit der freien Hand verpasste er seinem Opfer einen gezielten Faustschlag an die Schläfe, sodass dieser plötzlich erschlaffte, seine angewinkelten Beine nach außen fielen und die Arme, mit denen er nach Hugos Oberkörper gegriffen hatte, von ihm abglitten wie Gummiattrappen. Das von Sommersprossen übersäte Gesicht wirkte plötzlich entspannt und friedlich. Der Mann hatte die Lippen leicht geöffnet, und Hugo konnte genau die roten Wimpern und Augenbrauen erkennen. Hatte er nicht schon einmal einen rothaarigen Menschen getötet? Er ließ die Gedanken schweifen. Richtig, da war doch dieses Mädchen gewesen. Sie hatte die Wimpern mit schwarzer Tusche übermalt, aber als sie da lag, kalt und leblos, hatte er die roten Ansätze in der hellen Haut genau gesehen. Hugo legte den Arm des schlafenden Läufers vorsichtig neben dessen Körper ab, dann setzte er sich auf den Waldboden. Wie hatte die Kleine damals geheißen?

Verdammt, er konnte sich nicht erinnern. Vielleicht, wenn er all die anderen Namen der Menschen durchging, denen er einen Platz auf dem Friedhof verschafft hatte? Doch da war nichts, nur gähnende Leere. Wie in seinem Kühlschrank.

Der Mann neben ihm rührte sich, stöhnte leise, dann blieb er ruhig liegen.

Konnte er sich wirklich und wahrhaftig an keinen einzigen Namen erinnern? Hugo ließ die Gesichter vor seinem inneren Auge Revue passieren. Viele waren es, wirklich viele. Sie hatten ihm und Elsa einen einigermaßen guten Lebensstandard gesichert. Und niemals war er aufgeflogen. Niemand wusste das von ihm. Aber dass ihm die Namen nicht einfielen! Er konnte sich noch so sehr anstrengen, da war nichts.

Plötzlich spürte er eine Berührung an seinem Oberschenkel, dann legte sich eine Hand auf sein Bein. Er drehte sich zu dem Mann um, der neben ihm lag und ihm jetzt das Gesicht zuwandte. Er wirkte verwirrt, fragte sich wohl, wie er hierhin geraten und wie ihm geschehen war. Hugo beugte sich fürsorglich über ihn. „Geht es Ihnen gut?“
Der Rothaarige griff sich an den Kopf und runzelte die Brauen. „Ich … ich weiß nicht … Was ist passiert?“
Hugo half ihm aufzustehen und legte einen Arm um seine Taille, um ihn zu stützen. Langsam gingen die beiden zwischen den Bäumen auf den Pfad hinaus zu einer Bank.
„Ich weiß es auch nicht“, sagte Hugo. In seinem Kopf herrschte angenehme Leere, als er neben dem rothaarigen Fremden den Schmetterlingen zuschaute, die um einen Busch herumflatterten.

Carsten Zehm

Sonntag, 17:45 Uhr, St. Michael Kirche, München

Der Killer nahm die Brille ab, legte sie vorsichtig zur Seite und schaute durch das Zielfernrohr. Gleich würde der Wagen vorfahren, aus dem Baustadtrat Meier steigen müsste, um die Messe in der Kirche zu besuchen. Das Bild des Opfers lag ausgedruckt neben der eben abgelegten Brille. In der Auftragsmail hatte etwas von einem schwarzen Wagen gestanden, in dem der Baustadtrat säße, wohl auch die Marke, die aber hatte der Killer vergessen. Man hatte ihm Ort und Zeit genannt und die Wichtigkeit, dass es genau dann und dort passieren sollte.

Dem Killer war egal, dass er die Marke vergessen hatte, denn in diesem Moment fuhr der Wagen vor und drei Männer stiegen aus. Welcher von denen war der Stadtrat? Er kniff die Augen zusammen und versuchte, das ausgedruckte Gesicht auf dem Bild zu erkennen und mit einem der Gesichter der drei Männer abzugleichen. Silberne Haare, ja. Der dort musste es sein. Er zielte kurz, schoss, und unten vor der Kirche brach ein Mann getroffen zusammen. Schreie gellten.

Wenn er auch alt wurde, zielen und schießen konnte er noch. Seine Auftraggeber würden zufrieden mit ihm sein.

Im selben Moment klingelte das Handy. „Ja?“, meldete er sich.
„Was ist mit dem Auftrag? Sie haben viel Geld bekommen dafür.“
„Ich habe soeben …“, doch sein Gesprächspartner, sein Auftraggeber, ließ ihn nicht ausreden.
„Ich habe soeben den Baustadtrat in Begleitung seiner Gattin die Kirche betreten sehen. Unversehrt.“
„Aber … ich habe ihn gerade erschossen!“
„Ich weiß nicht, was Sie meinen. Ich stehe hier vor der Kirche St Michaelis und hier sind keine Schüsse gefallen, wie es abgesprochen war. Sie sind ein toter Mann!“
„Aber ich habe hier vor St. Michael soeben den …“
„Wo sind Sie?“
„St. Michael, München.“
„Sie gottverdammter Idiot! St. Michaelis, Hamburg habe ich gesagt. In Hamburg!“

Vielen Dank an die teilnehmenden Autorinnen und Autoren!

Mehr Sechser!

Aus dem Exil 1

Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch
(Foto: © Marko Tomicic)

So, wir sind gestern gut im Schreibexil angekommen und haben das nicht nur große, sondern auch wunderschöne Haus in (leider vorübergehenden) Besitz genommen. Der erste Abend war ein entsprechend gemütlicher.

Dass ich nun heute, zumindest bis jetzt, die Hauptaufgabe des Exils, das pure und weitgehend ablenkungsfreie Schreiben, noch nicht angehen konnte, ärgert mich nicht, habe ich es doch erwartet. Es ist eben doch immer noch etwas Lektoratsorgakram zu machen, und ganz ohne Lektoratsjobs ging es ja leider sowieso nicht.

Aber der Tag ist ja noch nicht zu Ende (weshalb ich mich hier auch kurzfasse) und es folgen ihm ja noch neun weitere. Also, ran an den Buchstabensalat!

Waschmaschine

© Markus Wieser / pixelio.de
© Markus Wieser  / pixelio.de
© Markus Wieser / pixelio.de

Mal wieder Lust auf einen kleinen Konflikt im Alltag?

Dann schreib doch mal eine Szene aus der Sicht von Kristin. Diesmal wird es wahrlich nicht leicht, denn Kristin ist die einzige Figur, die in der Szene vorkommen darf. Und du sollst streng personal aus ihrer Sicht schreiben. Einen Gegenpart hat Kristin allerdings schon, nämlich ihre Waschmaschine. Eine ganz normale Waschmaschine wohlgemerkt. Keine, wie sie auch bei Harry Potter auftauchen könnte.

Diese Waschmaschine hindert Kristin daran, die Wohnung zu verlassen, denn Kristin verlässt nie die Wohnung, wenn die Waschmaschine noch läuft. Was könnte da alles passieren! Den Waschgang zu unterbrechen, kommt für sie aber auch nicht infrage.

Blöd, dass Kristin es sehr, sehr eilig hat. Noch könnte sie es schaffen, aber wann genau die Maschine ihre Arbeit getan hat, kann sie nicht abschätzen. Der Termin, der sie drängt, ist ihr aber äußerst wichtig, sodass sie mit jeder Minute nervöser wird. Was wird sie tun, wenn absehbar ist, dass die Maschine ihr den Termin vermasseln könnte?

Lass den Leser spüren, wie essenziell es für Kristin ist, endlich aus dem Haus gehen zu können, welche Zerreißprobe die Situation für sie darstellt. Dabei soll der Leser erst ganz am Ende erfahren, wo Kristin so dringend hinmuss. Und wenn du es schaffst, dieses Ziel für dich auch beim Schreiben offenzulassen, hast du nachher sicher noch mehr Spaß an der Auflösung. Gibt es eine Pointe?

Du kannst dich im stillen Kämmerlein an der Übung versuchen, das Ergebnis aber auch gern hier in den Kommentaren posten oder anderswo veröffentlichen (vielleicht mit einem kleinen Link hierher).

Viel Spaß!

Weitere Schreibübungen

Gepitcht: Auszeichnung

© BennoP
© BennoP
© BennoP

Schreibübungen der Kategorie „Gepitcht“ sollen dir Anregungen für eine (kleine) Geschichte geben. Ersetze Prota* durch eine Figur deiner Wahl, lass deine Fantasie spielen und schreibe eine spannende, lustige traurige, … Story über die gepitchte Begebenheit:

Prota geht in ein Geschäft/einen Supermarkt/… und will dort mangels finanzieller Mittel etwas stehlen. Doch es läuft überraschend anders, und am Ende wird sie vom Filialleiter höchstpersönlich geehrt und mit einem Einkaufsgutschein ausgezeichnet.

*Der Übersichtlichkeit wegen verwende ich im Pitch immer nur eine Form, mal die männliche, mal die weibliche. Ob du dich an diese Vorgabe halten willst oder sie ignorierst, ist ganz dir überlassen.

Natürlich freue ich mich, wenn das eine oder andere Ergebnis dieser Übung in den Kommentaren landet oder hier verlinkt wird. 🙂

Weitere Schreibübungen

Rollenverteilung

Premierenlesung "Naschmarkt"

Premierenlesung "Naschmarkt"Mal wieder Lust auf eine Übung? Nein, dieses mal ausnahmsweise keine Schreibübung, denn zum Autorendasein gehört ja mehr als schreiben. Lesen zum Beispiel. Vorlesen, um genau zu sein. Wie wäre es also mal mit einer Leseübung?

Gerade erst habe ich mich mit Claudia wieder über die Auswahl der richtigen Textstellen für eine Lesung unterhalten, und wir sind uns einig, dass es richtige und falsche gibt. Denn für die meisten Menschen ist die Aufnahmefähigkeit beim Zuhören geringer als beim Lesen. Daher sind vor allem solche Stellen empfehlenswert, die auf irgendeine Art besonders pointiert sind (und zwar in sich, nicht nur im Gesamtzusammenhang). Ja, du denkst jetzt ganz zu recht an Humor. Das ist mit Sicherheit die Nummer 1 unter den Lesungsgewinnern. Pointiert kann sich aber auch auf Spannungsmomente beziehen, oder solche, die in ihrer Tragik ganz besonders ans Herz gehen.

Klar, wenn wir solche pointierten Stellen aus unseren Geschichten vorlesen wollen, sollten wir sie vorher entsprechend geschrieben haben. Und das gilt auch für die, um die es jetzt gehen sollen: Dialoge! Es gibt wahrscheinlich kaum dankbarere Vortragstexte als pointierte und damit knackige Dialoge – wenn man es schafft, sie auch so vorzutragen.

Also, versuch es doch einmal! Such dir aus einer deiner Geschichten oder auch einem deiner Lieblingsbücher eine längere Dialogpassage und lies sie laut (nicht nur einmal, es ist ja eine Übung). In dieser Übung geht es vor allem darum, den Figuren unterschiedliche Stimmen zu geben. Am besten natürlich solche, die in deiner Vorstellung zu ihnen passen. Achte dabei auf Folgendes:

  • Optimal für diese Übung sind drei Gesprächspartner. Du kannst ja nach einer Weile aufstocken, indem du dir eine weitere Textpassage mit mehr Dialogteilnehmern suchst.
  • Die Stimmen, die du den Figuren gibst, sollten für einen Zuhörer klar unterscheidbar sein. Übertreib es ruhig und verteile ungewöhnliche, vielleicht sogar extreme Stimmen.
  • Beim Lautlesen liegt die Betonung auf laut, also lies auch laut! Selbst eine Figur, die flüstert, muss noch gut zu verstehen sein.
  • Weil du es ja laut und mir verschiedenen Stimmen vorliest, kannst du Dialogkommentare (Inquits) wie „sagte Linda“ weglassen. Auch „schrie Linda“ brauchst du nicht, wenn du die entsprechende Aussage schreist.
  • Beachte also auch die „Regieanweisungen“ im Text, die du in deinen Vortrag einbauen kannst (lachen, räuspern usw.). Aber halt! Bleib sitzen! Es sei denn, du willst gleich noch für deine Schauspielkarriere üben.

Ein bisschen Inspiration gefällig?

Weitere Schreibübungen

Sechser im Motto: Werkzeugtasche

Sechser im Motto, Foto: javarman
Sechser im Motto, Foto: javarman
© javarman

Aufgabe:
Im folgenden Dialog fehlt nicht mehr und nicht weniger als der vermutlich wichtigste Teil von Hedwigs Antwort. Kannst du ihn bitte ergänzen?

„Hedwig, warum hast du eine Bohrmaschine in deiner Handtasche?“
„Ganz einfach: …“
„Ach so, alles klar.“

Antje Szillat

„Hedwig, warum hast du eine Bohrmaschine in deiner Handtasche?“
„Ganz einfach: Mein Kater ist auf den Baum geklettert und da er unter schlimmer Höhenangst leidet, traut er sich nun nicht mehr runter. Ich bin aber nicht gerade die Gelenkigste, was das Klettern betrifft. Also habe ich mir die Akkubohrmaschine meines Nachbarn ausgeliehen, um damit Löcher in den Baumstamm zu bohren. In diese Löcher werde ich dicke Zweige stecken, und sie quasi als natürliche Tritte verwenden. So schaffe ich es – trotz meiner Ungelenkigkeit – auf den Baum und kann meinen armen, leider etwas schusseligen Kater, herunterholen.
Jetzt möchtest du bestimmt auch noch erfahren, warum ich die Bohrmaschine in meine Handtasche gesteckt habe?! Ebenfalls ganz einfach: Mein Nachbar hat sie letzte Woche bei Hagebau gekauft. Was soweit nicht dramatisch oder ungewöhnlich ist. Aber es ist seine zehnte Akkubohrmaschine – er hat wohl einen ausgeprägten Akkubohrmaschinentick – und seine Frau ist nach der neunten schon stinksauer auf ihn gewesen, weil das Werkzeugregal im Keller schon überquillt. Also hat er sie heimlich gekauft. Deshalb hat er mich gebeten, die Maschine in meiner Handtasche zu verbergen, damit seine Frau nicht sieht, wie ich damit aus dem Haus komme, um im Garten Löcher in den Baumstamm zu bohren, damit ich Tritt-Zweige hineinstecken kann, um meinen feigen Kater vom Baum zu holen. So war es, ich schwöre!“
„Ach so, alles klar.“

Hans Peter Röntgen

„Hedwig, warum hast du eine Bohrmaschine in deiner Handtasche?“
„Ganz einfach: Ich komm heute unangemeldet zu meinem Mann ins Büro, und was meinst du, wen der auf seinem Schreibtisch gerade poppt? Nein, nicht die Sekretärin, diese Schlampe, sondern die Gräfin von Arentow, seine Klientin, und die ist schon weit über sechzig. Na, und jetzt hab ich seine Bohrmaschine geholt, gehe zurück zu seinem Büro und werde seinen Porsche ein wenig löchern, den liebt er nämlich wirklich, und dann hat der in Zukunft auch genug Löcher, in die das Schwein seinen Schwanz reinstecken kann.“
„Ach so, alles klar.“

Claudia Winter

„Hedwig, warum hast du eine Bohrmaschine in deiner Handtasche?“
Sie wirkte ein wenig blass um die Nase, während sie mit fliegenden Fingern den Reißverschluss der Tasche schloss. Ihr Blick rasterte das vollbesetzte Café, im Quadrat über die Köpfe hinweg, in jede Ecke hinein, ehe ihre Augen zu Ludwig zurückkehrten. „Das ist kompliziert“, murmelte sie und kniff den Mund zu einer bleistiftgeraden Linie zusammen.
Ludwig fragte sich unwillkürlich, wo die lächelnden Lippen seiner Exfrau geblieben waren, die ihn stets an einen Minidonut mit rosa Zuckerguss erinnert hatten. „Erklär es mir.“ Er sagte es nebenbei, und während er die Tageszeitung aufschlug, damit er nicht allzu neugierig wirkte. Der Leitartikel sprang ihm förmlich ins Auge.
Weiberfastnacht: Banküberfall in der Sparkassenfiliale in der Dürener Straße. Bankräuber bohrten seelenruhig Tresor auf, während Bankbelegschaft Karnevalslieder grölte. Polizei fahndet nach zwei Personen in Bauarbeiterkostüm.
Ludwig räusperte sich und nahm einen Schluck von seinem Kaffee. Schwarz mit drei Löffel Zucker. Hedwig trank Schnaps, ein ungewohnter Anblick. Offensichtlich hatte nur seine Welt aufgehört, sich zu drehen. Stumm musterte er Hedwigs Blaumann. Stand ihr außerordentlich gut, auch wenn er einige Nummern zu groß war.
War das die Chance, auf die er seit fünf Jahren wartete? Sehr langsam faltete Ludwig die Zeitung zusammen und schob sie zurück in den Zeitschriftenständer. Dann griff er nach der Hand, die zitternd und kalt vor ihm auf dem Tisch lag, als gehörte sie nicht zu dem Rest der Frau, die er noch immer liebte. „Was hältst du von einem gemütlichen Abendessen bei Giovannis? Du bist früher gern dorthin gegangen.“
Ihr Blick löste sich von der Eingangstür. Las er Erleichterung darin? Freude? Oder Widerwillen?
„Das wäre … nett.“
„Fände ich auch. Aber in Anbetracht der neuesten Entwicklung …“
„Ja?“ Jetzt guckt sie ängstlich.
Ludwig lehnt sich entspannt – sehr entspannt – zurück und lächelt. „… fände ich es passend, wenn Du die Rechnung übernimmst.“

Roland Spranger

„Hedwig, warum hast du eine Bohrmaschine in deiner Handtasche?“
„Ganz einfach: Ich bin Zahnärztin.“
„Ach so, alles klar.“

Stephanie Fey

„Hedwig, warum hast du eine Bohrmaschine in deiner Handtasche?“
„Ganz einfach: Die trägt mein Mann immer bei sich, ich hab sie
 vergessen rauszutun, bevor ich den schweren, alten Sack entsorge.“

„Ach so, alles klar.“

Michael Schmid

„Hedwig, warum hast du eine Bohrmaschine in deiner Handtasche?“
„Ganz einfach: Weil ich mir nach jedem Essen die Zähne putze.“
„Ach so, alles klar.“

Vielen Dank an die teilnehmenden Autorinnen und Autoren!

Mehr Sechser!

Verrückte Sätze: Beim Essen

© KFM / pixelio.de
© KFM  / pixelio.de
© KFM / pixelio.de

In der Kategorie „Verrückte Sätze“ geht es um Sätze, die aus einem Zusammenhang herausgerückt wurden, den ihr erst herstellen sollt. Schreibt eine kurze Szene, in der die Sätze vorkommen. Sie müssen nicht von zentraler Bedeutung für die Szene sein, dürfen einem Leser aber auch nicht fehl am Platz vorkommen. Versucht die Szene möglichst kurz zu gestalten, sagen wir etwa zehn Sätze.

Die heutige Szene spielt in einem Restaurant. Und folgende Sätze müssen vorkommen:

1. Entschuldigen Sie, aber Sie sitzen am falschen Tisch.

2. Zieh deine Hose wieder an!

Natürlich freue ich mich, wenn das eine oder andere Ergebnis dieser Übung in den Kommentaren landet oder hier verlinkt wird. 🙂

Und weil ich gerade gut drauf bin und euch ein wenig beflügeln will, schreibe ich einen kleinen Gewinn aus. Unter allen Szenen, die bis zum 31. Mai 2013 hier gepostet oder verlinkt werden, wähle ich (und zwar nicht nur abseits des Rechtsweges, sondern auch vollkommen subjektiv) diejenige aus, die mir am besten gefällt und übersende dem/der daraus folgenden Gewinner(in) ein Buch: Tad Williams/Deborah Beale: Die Drachen der Tinkerfarm.

Weitere Schreibübungen

Gepitcht: Zoo…oh!

© BennoP
© BennoP
© BennoP

Schreibübungen der Kategorie „Gepitcht“ sollen dir Anregungen für eine (kleine) Geschichte geben. Ersetze Prota* durch eine Figur deiner Wahl, lass deine Fantasie spielen und schreibe eine spannende, lustige traurige, … Story über die gepitchte Begebenheit:

Prota findet die Idee seiner neuen Freundin toll, mal wieder in den heimischen Zoo zu gehen, doch ahnt er nicht, dass er von diesem Zoobesuch nie zurückkehren wird.

*Der Übersichtlichkeit wegen verwende ich im Pitch immer nur eine Form, mal die männliche, mal die weibliche. Ob du dich an diese Vorgabe halten willst oder sie ignorierst, ist ganz dir überlassen.

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Sechser im Motto: Klappentext

Sechser im Motto, Foto: javarman
Sechser im Motto, Foto: javarman
© javarman

Aufgabe:
Schreibe bitte einen „Klappentext“ zu einem deiner Lieblingsfilme oder einer deiner Lieblingsserien. Verwende aber nicht die Originalnamen der Figuren (oder Schauspieler), die in deinem Klappentext vorkommen, sondern ersetze sie durch andere. Verschweige auch den Titel des Films/der Serie. Die Länge (oder Kürze) des Textes ist ganz dir überlassen, sofern die Vorstellung, er könne auf den Buchrücken passen, nicht vollkommen gesprengt wird.

Liv Winterberg

„Ich mache dir ein Angebot, das du nicht ablehnen kannst!“

Frank Sinatra fühlte sich durch die Figur des Johnny Fontane, die in dem Film auftaucht, derart verunglimpft, dass er gemeinsam mit Sammy Davies Jr. 600.000 Dollar sammelte, um die Produktion des „besten Werbespots, der jemals für die Mafia gedreht wurde“, zu verhindern.
In der brillant besetzten und oscarprämierten Triologie wird die Geschichte der italienischen Großfamilie Trappatoni erzählt, die in New York mit äußerster Brutalität ihr Mafia-Netzwerk ausbaut. Das gut 30 Jahre umspannende Epos bebildert amerikanische Zeitgeschichte, beginnend in den späten 40ern bis in die 70er Jahre hinein.

Christoph Hardebusch

Ein Raumschiff, eine Crew, eine Mission! Fünfjahresmissionen sind für Anfänger, erst nach zwanzig Jahren zeigen sich die Qualitäten einer Mannschaft! Auf der Suche nach intelligentem Leben und Planeten zum Sprengen müssen drei ungleiche Raumfahrer über sich selbst hinauswachsen und erkennen: ohne Toilettenpapier ist jede Mission hart.
Dann finden sie intelligentes Leben dort, wo es niemand erwartet hat: im Bombenschacht ihres Raumschiffes! Und jetzt muss sich jeder entscheiden, auf welcher Seite er steht.

Ein Science-Fiction-Epos im Stil von „Raumschiff Enterprise“, „Das Schwarze Loch“ und „Event Horizon“!

Hermien Stellmacher

Dr. Meier glaubt es geschafft zu haben: die Praxis floriert, sein neuestes Buch ist ein Bestseller und er will endlich mit seiner Familie in den wohlverdienten Urlaub aufbrechen. Doch er hat die Rechnung ohne Udo, seinen neuesten Patienten gemacht. Udo glaubt, die Zeit ohne Meier nicht überleben zu können, und taucht eines morgens vor der Tür des Feriendomizils auf.

Meiers Familie schließt Udo ins Herz, aber Dr. Meier ist bald am Ende. Und landet dort, wo sonst ein Teil seiner Patienten landet …

Bernd Perplies

Admiral John S. Minster steht kurz vor dem Ende seiner Laufbahn in der Raumflotte. Seine legendären Expeditionen liegen Jahre zurück, und er überwacht vom Schreibtisch aus die Ausbildung neuer Kadetten auf seinem einstigen Schiff, der U.S.S. Venture. Da trifft plötzlich ein Notruf von einer Forschungsstation im Iota-Beta-System ein, wo an einem hochbrisanten Projekt, das die Schaffung neuer Welten zum Ziel hat, gearbeitet wird. Als die Venture dort ankommt, erwartet Minster, seine Kameraden und ihre junge Besatzung ein Albtraum. Khagan Ardo Ontal, ein genetisch verbesserter Supermensch, den Minster vor Jahren besiegte und auf einem einsamen Planeten aussetzte, ist zurück – und er will nur eins: Rache an dem Mann, der ihm seine größte Niederlage beibrachte.
Zwei Männer, zwei Legenden, verstrickt in einen erbitterten Kampf bis zum Tod!

Christiane Spies

Eine erbarmungslose Fehde und eine Liebe im Zwielicht

Budapest, heute. Seit Jahrhunderten tobt der Krieg zwischen den Kreaturen der Nacht. Eine Vampirin wird Zeugin, als ein junger Sterblicher in die Fänge der Werwölfe gerät. Sie rettet ihn und bringt sich damit in tödliche Gefahr. Beide Völker eröffnen die Jagd auf sie und den Fremden – denn sein  Blut birgt ein uraltes Geheimnis, das die Vampire mehr fürchten als das Tageslicht …

Der Auftakt einer düsteren Trilogie.

Stephan Orgel

Der Erpel Donald auf der Jagd nach dem Mörder seiner geliebten Daisy, ein desillusionierter Inspektor Issel, der noch ein letztes Mal zur Tat schreiten muss, um Klarabella Kuh vor dem Schwarzen Phantom zu beschützen, und der Gentleman Goofy, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, für Dicky, Dacky und Ducky einzustehen, die den brutalen Kater Karlo auf dem Gewissen haben – drei Männer, deren Schicksale sich in den Gassen von Entenhausen kreuzen.

Ein gleichermaßen erschreckendes wie faszinierendes Meisterwerk der Comic-Kunst.

Vielen Dank an die teilnehmenden Autorinnen und Autoren!

Mehr Sechser!

Klappentext

© designsstock
© designsstock
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Du hast ein Buch gelesen und es hat dir gut gefallen? Nur der Klappentext … irgendwie war der nicht so prickelnd. Vielleicht hast du ihn auch in dem Buch gar nicht wiedergefunden? Jedenfalls hättest du ihn anders geschrieben.

Dann versuchs doch mal! Vielleicht brauchst du dann das nächste Mal, wenn du das Buch weiterempfiehlst, gar nicht mehr so viele Worte zu verlieren. 😉

Weitere Schreibübungen