Heiße Diskussionen

Manche Themen sorgen vorhersehbar für heiße Diskussionen im Netz. So schickt sich die heutige Nachricht auf dem Spion über einen neuen Erlass in Mecklenburg-Vorpommern, der es Rechtsextremen erschweren soll, Kitas zu unterwandern, schon jetzt an, der noch jungen Kommentarfunktion einen neuen Rekord zu bescheren. Dabei lässt sie selbst die Artikel zur Fußball-WM weit hinter sich. Einzig ein thematisch ähnlich gelagerter Artikel (Hotels dürfen sich ihre Gäste aussuchen) bot bisher ähnlichen Zündstoff.

Ich meinerseits möchte mich an dieser Stelle eines Kommentars zur vorgefundenen Diskussionskultur oder gar zu den Inhalten enthalten.

Immer aktuell

Der Artikel ist schon etwas älter (vom 06.07.2010) und ich dachte eigentlich, er müsse inzwischen nahezu jedem Schreibenden bekannt sein. Nun habe ich mich nach einigen Anfragen dennoch entschlossen, hier noch einmal explizit darauf zu verlinken, denn das Thema bleibt ohnehin immer aktuell und es kann gar nicht oft genug darauf verwiesen werden.

Hier also der Link zum sehr interessanten und informativen Artikel über Zuschuss-Verlage in der SZ vom 06.07.2010:

Zuschuss-Verlage: Im Land der Dichter und Täuscher
von André Weikard

Tod in der Commerzbibliothek bis 02.08.10

Kurzgeschichten-Wettbewerb zum 275. Jubiläum der Commerzbibliothek

Wirtschaft und Verbrechen sind für AutorInnen seit jeher ein interessantes Feld für ihre Geschichten. Und genau darum geht es auch beim Commerzkrimi-Wettbewerb: Spannende Kurz-Krimis. Die älteste Wirtschaftsbibliothek der Welt wünscht sich zum 275. Jahrestag von Hamburger AutorInnen Neues zum Thema „Tod in der Commerzbibliothek“. Dabei ist den Verfassern überlassen, ob sie ihren Kurzkrimi im Gründungsjahr der Bibliothek, in der Gegenwart oder irgendwann dazwischen ansiedeln. Der Tatort allerdings soll die Commerzbibliothek sein und die Geschichte muss einen Bezug zum Jahr 1735 haben.

Hat das Opfer vorher eine Seereise unternommen, Freunde im eleganten Kontorhaus getroffen oder im Büchermagazin etwas gesucht? Ist eine Zeitungsanzeige aus dem Jahr 1735 der Auslöser für das Verbrechen? Verbirgt sich ein dunkles Geheimnis hinter den im Jahr 1755 verschwundenen Büchern? Oder spielt ein Bücherschädling mit dem Namen „Totenuhr“ eine unheilvolle Rolle?

Die AutorInnen suchen sich fünf Begriffe aus folgender Liste aus, die in ihrer Kurzgeschichte in loser Reihenfolge auftauchen müssen: Atlas, Buchbinder, Bibliothekarin, Commerzdeputation, Lesesaal, Oktant, Ratsweinkeller, Convoyschiff, Kontor, Kaufmann Bartholomäus Wieck.

Für alle, die die Bibliothek vor Ort erleben und sich hier Inspirationen holen wollen, richten wir eine „Inspirationsstation“ ein. Ab Mai finden Sie dort die Baupläne der „Alten Commerzbibliothek“, verschiedene Zeitungsartikel aus dem Jahr 1735, Auszüge aus historischen Hamburger Adressbüchern, Fotos, eine Flasche Rotspon und noch vieles mehr.

Lassen Sie sich inspirieren und Ihrer Fantasie gruseligen, freien Lauf.

Teilnahmebedingungen:

1. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen aus dem norddeutschen Raum ab 16 Jahren.

2. Der Umfang sollte 5 Normseiten nicht überschreiten, darf aber gerne kürzer sein. Eine »Normseite« umfasst 1.800 Zeichen, also 30 Zeilen zu je 60 Anschlägen.

3. Angenommen werden nur ausgedruckte Manuskripte in dreifacher Ausfertigung. E-Mail-Einsendungen werden nicht berücksichtigt. Es werden keine Eingangsbestätigungen versandt.

4. Einzureichen ist ein Kurzkrimi, der bisher unveröffentlicht und frei von Rechten Dritter ist.

Anonymität bei der Beurteilung: Ihr Name darf nicht auf den Manuskriptseiten erscheinen. Versehen Sie daher bitte die erste Seite des Manuskripts mit einem Codewort, das Sie im Anschreiben erwähnen, damit die Zuordnung erfolgen kann.

5. Pro Bewerber darf nur eine Kurzgeschichte eingereicht werden.

6. Einsendeschluss ist Montag, der 2. August 2010. Es gilt das Datum des Poststempels. Bitte senden Sie Ihren Krimi an:

HANDELSKAMMER HAMBURG, Commerzbibliothek, Frau Dagmar Groothuis, Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg

7. Die Einsender/innen erklären sich damit einverstanden, dass ausgewählte Kurzkrimis ggf. veröffentlicht werden. Eine Rücksendung der Einsendungen kann nicht erfolgen.

8. Die Einsender/innen erklären sich damit einverstanden, dass sie im Falle des Wettbewerbsgewinn auf einer öffentlichen Lesung (am Tag der offenen Tür der Commerzbibliothek) ihren Gewinnerbeitrag vortragen oder von einem Dritten vortragen lassen.

9. Texte, die den Anforderungen und der Form nicht entsprechen, werden nicht berücksichtigt.

10. Unerwünscht sind brutale, gewaltverherrlichende oder pornographische Texte.

11. Mitarbeiter der Handelskammer Hamburg können nur an dem internen Paralell-Wettbewerb teilnehmen. Das heißt, dass ihre Beiträge in einem separaten Durchlauf von der Jury bewertet werden. Der Gewinner des Mitarbeiter-Krimipreises erhält einen Gutschein der Buchhandlung boysen + mauke.

Preise: Der Gewinner des Wettbewerbes erhält passend zum Jubiläum der Commerzbibliothek 275 Euro. Für den Zweit- und Drittplatzierten gibt es je einen Buchgutschein der Buchhandlung Boysen & Mauke. Die Geschichten der ersten drei Plätze werden für zwei Monate auf der Homepage der Handelskammer Hamburg veröffentlicht.

Jury: Eine dreiköpfige Jury aus dem Präses der Handelskammer, Frank Horch, der Bestsellerautorin Petra Oelker und der Bibliothekleiterin Dagmar Groothuis entscheidet über die Gewinner. Die Gewinner werden bis Ende Oktober 2010 benachrichtigt. Außerdem werden die Resultate (Teilnehmerzahl, Namen der Gewinner etc.) auf der Homepage der Commerzbibliothek veröffentlicht.Die Entscheidung der Jury ist nicht anfechtbar, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Preisverleihung: Die Preisverleihung zum Commerzkrimi  findet im Rahmen des Tags der offenen Tür der Commerzbibliothek am Donnerstag den 4. November 2010 in der Handelskammer Hamburg statt.

Rückfragen unter info@commerzbibliothek.de

Wir freuen uns auf Ihre spannenden Kurzkrimis und wünschen viel Vergnügen bei der Reise in die Vergangenheit und viel Erfolg beim Schreiben!

Veröffentlichen „leicht“ gemacht

Tja, leicht gemacht habe ich es mir nicht. Auf die Bitte des Betreibers habe ich diesen Monat für „Hilfe für Autoren“ zwei Artikel rund ums Veröffentlichen geschrieben. Es ist schon erstaunlich, was man da alles zusammentragen kann. Dabei führen gerade beim Veröffentlichen in Wirklichkeit ja gar nicht allzu viele Wege nach Rom.

Trotzdem sind vermutlich längst nicht alle Fragen beantwortet. Bedanken möchte ich mich noch einmal bei Martina Campbell vom Sieben Verlag, die mir spontan am Telefon ein paar Details hinsichtlich der Druckkosten verraten hat, mit ein bisschen nettem Plaudern drumherum.

Hier kommt ihr dierekt zu den beiden Artikeln:

Wie komme ich zu einer Veröffentlichung?

Der Weg ins Verlagslektorat

KeinArtikel

KeinBuchAls ich es auf Albis Blog entdeckt habe, war ich sofort so begeistert von dieser tollen Idee, dass ich am liebsten gleich diesen Artikel verfasst hätte. Aber noch wichtiger erschien mir, dass ich damit einem lieben Menschen eine schöne Geburtstagsüberraschung machen konnte. Daher musste der Artikel noch etwas warten.

Dabei greift die KeinBuch-Sucht bereits um sich. Selbst aktiv werden ist eben gefragt.

Was es mit dieser wundervollen Freizeitgestaltung auf sich hat und welche Kreise sie unter anderem bei Twitter und Facebook bereits zieht, lest ihr am besten auf KeineWebsite nach.

Lesung in der Welt nebenan

Ich muss zugeben, mir sind rein virtuelle Welten noch etwas suspekt. Ich habe mich nie ins  „Second Life“ begeben und kann also weder positive noch negative Erfahrungen damit vermelden.

Zum wiederholten Mal sind mir nun allerdings Lesungsankündigungen für diese mir fremde Welt vor die im realen Leben so verwurzelten Füße gefallen (klingt das seltsam, für jemanden, der auch Fantasy schreibt?).

Ich fühle mich jedenfalls noch nicht bereit, mich einer solchen Lesung vor dem PC hinzugeben, nicht zuletzt, weil ich mich dazu registrieren müsste. Aber das muss ja nicht jedem so gehen.

Die Herrin der DornenDaher möchte ich dennoch auf die Lesung von Karl-Georg Müller hinweisen, der am 13. April um 20.00 Uhr in „Second Life“ aus seinem Roman „Die Herrin der Dornen“ liest, der in der Reihe „Ars Amoris“ im Sieben Verlag erschienen ist.

Genauere Informationen zur Lesung und Antwort auf die Frage, wie man zum „Veranstaltungsort“ gelangt, gibt es unter anderem im Forum der Geschichtenweber.

Der Autor hat auf seiner Webpräsenz neben Informationen zu seiner Person und seinen Publikationen auch einen Artikel zu „Second Life“ veröffentlicht.

Informationen zum gelesenen Werk sowie eine Leseprobe finden sich natürlich auch auf der Verlagsseite des Sieben Verlags.

Umzug

Diese Woche steht ein Umzug an. Ich habe mich entschieden, mit meinem Lektorenblog zu WordPress umzuziehen, weil die Möglichkeiten hier einfach besser sind. Nachdem das etwas eigenwillige Harry-Plotter-Projekt abgeschlossen ist, hoffe ich, den Umzug diese Woche noch über die Bühne zu bringen.

Vorgenommen habe ich mir, nach und nach auch die älteren Artikel ins neue Blog zu bringen. Das kann aber etwas dauern, da es meines Wissens nach keine Exportfunktion bei Windows Live gibt.

Demnächst wird außerdem Der Verdichter umziehen, wiederum der besseren Möglichkeiten wegen, außerdem, weil mir die Werbung dort auf den Keks geht.

Voraussichtlich werden beide Originale jedoch für eine unbestimmte Zeit unter Denkmalschutz gestellt.

Konrad Reich: Autor, Verleger, Mentor

Wie heute bekannt wurde, ist gestern Konrad Reich mit 81 Jahren seinem Krebsleiden erlegen. Der Verleger, Herausgeber, Buchhändler und Autor, der sich ganz der Literatur verschrieben hatte, der auch mein Mentor war und in dessen Edition mein Debütroman, „Das Lächeln der Kriegerin“ , erschienen ist, hinterlässt eine große Lücke im Literaturbetrieb.

An dieser Stelle möchte ich ihm für alles danken, was er für mich getan hat. Mein herzliches Beileid gilt seiner Frau, Gefährtin und Freundin Lydia Reich.

Besonders möchte ich meinen Bloglesern diesen schönen Artikel aus der heutigen Ausgabe der Ostsee-Zeitung ans Herz legen, der unter dem Titel „Besonnener Verleger mit Haltung und Herzensbildung“ erschienen ist (zum Vergrößern, das Vorschaubild anklicken):

Konrad Reich gestorben

OZ Online

NDR Online

Ostseeblick Nienhagen

Wikipedia

Vergriffene Werke on Demand

Das On-Demand-Verfahren (Bücher werden als digitale Vorlagen bereitgehalten und auf Bestellung gedruckt) hat viele Seiten. Dass es den Markt mit Titeln überschwemmt, für die es möglicherweise gar keinen Markt gibt, ist nur eine davon.
Eine andere ist, dass es auch ganz neue Möglichkeiten bietet. So zum Beispiel die, Werke, die längst vergriffen sind, kostengünstig zu erhalten und bei Bedarf zu drucken.
Wie Spielgel Online berichtet, will nun auch Amazon auf diesen Zug aufspringen und in Kooperation mit HP Bücher als gedruckte Versionen anbieten, die ansonsten nur noch als Ebooks oder in wenigen Bibliotheksexemplaren existieren. Damit tritt Amazon in direkte Konkurrenz zu Google, die einen ähnlichen Service angekündigt haben (in einem durchaus streitbaren Umfang).

Hier geht es zum Spiegel-Artikel.

Bestseller? Nun wird’s vielleicht doch noch

Friedrich Schorb: Dick, doof und arm
Friedrich Schorb: Dick, doof und arm

Auf Zeit Online ist ein gleichzeitig spannender und informativer Artikel über den Entstehungsweg des Buches „Dick, doof und arm?“ erschienen. Unter dem Untertitel „Experimentierfeld Büchermarkt“ und dem Einleitungssatz „Wie macht man einen Bestseller?“ begleitet der Artikel das Buch und seinen Autor, den jungen Soziologen Friedrich Schorb, über acht Seiten von der ersten Idee über Verlagsangebote bis hin zur ersten Zeit nach dem Erscheinungstermin. Unbedingt lesenswert, wie vermutlich das Buch selbst auch!

Zum Artikel

It’s amazing

Wenn es auch nur ein kleiner Wander-Award ist, freut es mich dennoch sehr, dass er mir von „lesenswert – empfehlenswert“ verliehen wurde: der Amazing Award!

amazing_award

Dazu heißt es von den Verleihern im entsprechenden Artikel:

Ebenso erwähnenswert und immer wieder schön zu besuchen finde ich Philipp Bobrowskis NewsBlog Ein weit verzweigter und bunter Blog des Autors, bei dem man gerade als Leser und Freund von allen Facetten der Fantasy (inkl. romantische Fantasy) auf seine Kosten kommt. Einige Autoren, zB. die Mitglieder der Geschichtenweber, posten dort, tauschen sich aus, verbreiten Neuigkeiten oder weisen auf Interessantes in Foren hin. Eine sehr schöne Seite auf der man Leseanregungen bekommt und auch Stunden verbringen kann 🙂

Ich bedanke mich also herzlich für diese Auszeichnung und werde mich nun gründlich umsehen, wem ich meinerseits diese Ehrung zukommen lasse.

Fantasy zieht ins Neue Deutschland!

Reinhard Kruska hat mithilfe eines Essays der Fantasyliteratur Zugang ins Neue Deutschland verschafft.
In einem sehr differenzierten, fundierten und umfangreichen Artikel schreibt er über die Besonderheiten und die Geschichte des Genres und macht sich über die Ursachen für die anhaltende Beliebtheit Gedanken.
Ein kluges Essay und dennoch im Detail, gerade hinsichtlich der grundlegenden Merkmale des Genres, streitbar.

Zum Essay

Ein Kommentar von Thomas Plischke
Diskussion bei Montsegur