Überholt?

Mein Pseudonym Ben Philipp ist ein ganz Schneller. War er anfangs für kleinere Auftragsarbeiten zuständig, um mich und mein Schreiben finanziell zu unterstützen, entwickelte ich Ende 2008, dem Jahr in dem ich nach etwa fünf Jahren Anthologieveröffentlichungen meinen ersten eigenständigen Roman veröffentlicht hatte und zum freiberuflichen Autor geworden war, den Plan, ihm mehr Freiräume zu lassen.

Nicht ganz uneigennützig natürlich. Schließlich hatte ich mir vorgenommen, in absehbarer Zeit allein vom Schreiben leben zu können. Dazu würde Ben Philipp zunächst eine guten Teil beitragen müssen, denn als der Auftragsschreibende von uns beiden war er da wesentlich flexibler als ich.

Ich richtete also für mein Alterego ein kleines Weblog ein, auf dem es am 30.11.2008 hieß: „Meine erste Tat in Richtung eigener Veröffentlichung ist getan. Sicher, es ist noch nichts Spektakuläres, aber man muss ja langsam anfangen.“

Am 22.02.2009 hieß die Blogüberschrift dann: „Der Stinker ist angekommen.“ Damit gab es Ben Philipps erstes eigenständiges Werk zu kaufen. Zunächst nur eine Kurzgeschichte und die auch nur aufs Handy, aber immerhin stand sein Name auf dem Titel.

Und nicht einmal ein Jahr nach seinem ersten Gehversuch, nämlich am 16.11.2009 prangte sein Name auf dem Cover eines Romans, ein Erfolg, für den ich selbst mehr als fünf Jahre gebraucht hatte.

Während ich darauf hoffen kann, dass mein zweiter Roman Ende 2010 in den Läden steht, ist Ben Philipps Zweitling für Sommer 2010 geplant.

Nicht, dass ihr denkt, das machte mich traurig. Ganz im Gegenteil, schließlich arbeitet er für mich. Und er profitiert ja auch von meinen Erfahrungen. Aber erstaunlich ist es schon. Nicht zuletzt, dass es sein Blog nun ins Deutsche Literaturarchiv Marbach geschafft hat. Ist schon ein fixes Kerlchen.

Wenn die Verehrer ausgehen

Eine Leseprobe aus meiner Geschichte „Wenn die Verehrer ausgehen“, die in der Geschichtenweberanthologie „Mord in jeder Beziehung“ erschienen ist.

Wirklich eine sehr seltsame Familie, in der die Ich-Erzählerin lebt. Und das scheint auch an ihr nicht ganz spurlos vorbeigegangen zu sein.

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Ich legte den Hörer auf, spürte, wie mir die Knie weich wurden, musste mich setzen. Langsam wurde es unheimlich. Sebastian war schon der Dritte. Ich spürte Tränen in mir aufsteigen. Sicher, ich kannte ihn kaum, weshalb mich sein Verschwinden persönlich nicht über die Maßen berühren sollte. Aber mir wuchs die Gesamtsituation über den Kopf.
„Anita! Abendessen!“, rief Mutti aus der Küche.

Heute wollte mir sogar mein Lieblingsgericht, Schmorkohl, nicht richtig schmecken.
„Na, Schatz, ist alles in Ordnung?“, fragte Mutti. „Du isst ja kaum etwas.“
„Ach, es ist nur wegen Sebastian.“
„War das der junge Kerl, mit dem du gestern verabredet warst? Hat er dich gekränkt?“
„Nein, nein. Gestern war alles noch okay. Es war sogar ganz toll. Du hast wohl schon geschlafen, als ich nach Hause kam, aber am liebsten hätte ich dich geweckt und dir erzählt …“
„Das lass mal lieber schön bleiben“, lachte Mutti. „Ein wenig Geduld musst du schon haben, ich brauche meinen Schönheitsschlaf. Bei euch jungen Leuten mag das anders sein, nicht wahr, Tommi?“
Mein Bruder nickte nur, während er sich eine zweite Portion auftat. Trotzdem war ich sicher, dass er aufmerksam zuhörte. Er war ein Jahr älter als ich, aber anders als die meisten älteren Geschwister, hatte er sich schon immer für alles interessiert, was mit mir zu tun hatte. Muttis Einwurf  ignorierte ich. So alt war sie mit ihren achtunddreißig Jahren ja nun auch wieder nicht.
„Auf jeden Fall war gestern noch alles super. Ich glaube, das hätte wirklich was werden können.“
„Das kann man vorher nie genau wissen“, unterbrach Tommi.
„Darf ich weitererzählen?“ Ich wurde langsam ärgerlich. „Für eure Lebensweisheiten bin ich jetzt absolut nicht in der richtigen Stimmung.“
„Tschuldigung.“
„Heute war Sebastian nicht in der Schule. Ich hatte schon so eine schlimme Vorahnung, deshalb habe ich gleich, als ich wieder zu Hause war, versucht bei seinen Eltern anzurufen. Ich habe sie aber eben erst erreicht und seine Mutter erzählte mir, er sei seit gestern Abend verschwunden.“
„Nein!“, rief Mutti.
„Schon wieder“, ergänzte Tommi.
„Ja, schon das dritte Mal. Und ich bin erst seit zwei Monaten in Rostock.“ Seit Papi gestorben ist, dachte ich.

Mutti und Papi hatten seit einem Jahr getrennt gelebt. Geschieden waren sie nicht. Papi war mit mir in Hamburg geblieben, während Mutti im Auftrag ihrer Firma, eines Pharmakonzerns, mit Tommi nach Rostock gezogen war. Beide hatten Tommi und mir erklärt, sie könnten diese räumliche Trennung gut gebrauchen und wir den anderen jederzeit besuchen. Für mich war das kein Problem gewesen. Ich empfand es als gerecht, so lange wir Kontakt halten konnten. Ich mochte Hamburg und so weit war Rostock ja nicht weg.

„Das tut mir Leid, Schatz. Aber das sind sicher nur dumme Zufälle.“ Mutti stand auf, kam um den Tisch herum und nahm mich in den Arm.
„Zufälle? Findet ihr es nicht ein wenig merkwürdig, dass drei Jungs aus meiner Schule verschwunden sind? Innerhalb eines Monats? Und immer an dem Abend, an dem sie mit mir ausgegangen sind? Langsam frage ich mich, ob ich mich überhaupt noch mit jemandem treffen soll. Irgendwann gehen die Jungs aus. Außerdem würde es  mich nicht wundern, wenn die Polizei mich längst verdächtigt. Ich könnte es ihr nicht verdenken.“
„Ach, sag so was nicht!“ Mutti wirkte für einen Moment hilflos und ängstlich.
Tommi sprang auf, kam zu uns herüber und drückte meine Hand – ein wenig zu fest. „Dafür hat man doch Familie. Niemand wird dich verdächtigen. Und wenn doch, bekommt er es mit mir zu tun!“
Muttis ängstlicher Gesichtsausdruck wich sofort einem Lächeln.
„Hast du nicht einen tollen Bruder? Nicht jeder würde sich so für seine Schwester einsetzen. Er liebt dich wirklich.“
Tommi kicherte verlegen. Als er sich wieder setzte, entging mir nicht die rote Farbe, die sein Gesicht inzwischen angenommen hatte. Bei Mutti zeigten sich einige Tränen der Rührung. Ich hatte das Gefühl, ich sei die einzige, die meine Situation wirklich ernst nahm.
Wir saßen eine Weile am Tisch, ohne zu sprechen. Jetzt erst wurde mir die Musik aus dem Küchenradio bewusst. Ich schaute auf die Uhr. „Müssten jetzt nicht Nachrichten kommen?“
„Ich habe eine CD eingelegt“, antwortete Tommi.
Ich wollte gerade zum Radio eilen, da klingelte es an der Wohnungstür.

Es waren dieselben Beamten wie die letzten Male. Erst nach meinem Anruf war Sebastians Mutter eingefallen, dass wahrscheinlich wieder einmal ich die letzte gewesen war, die das Opfer lebend gesehen hatte. Ich glaubte, die Verdachtsmomente in den Augen der jungen brünetten Kommissarin und ihres dicken, schwitzenden Kollegen zu sehen. Obwohl ich nicht mehr sagen konnte als bei Marco und Timo, wollte Frau Wendell alles bis ins kleinste Detail erfahren, während Herr Ahorn an der Wand meines Zimmers lehnte, einen Schokoriegel in sich hineinstopfte, sich wie beiläufig im Zimmer umsah und mich beobachtete.
Ich erzählte, dass Sebastian, der bereits in der Elften war – er besuchte einige Kurse mit meinem Bruder zusammen, was ich aber verschwieg –, mich vor zwei Tagen angesprochen hatte, dass ich darauf eingegangen und mit ihm am Folgeabend zusammen im Kino gewesen war – Ratatouille, den ich schon kannte, aber darauf kam es ja nicht an. Anschließend waren wir noch im World Club gewesen, Sebastian hatte mich nach Hause begleitet und konnte erst danach verschwunden sein.
Während des Verhörs kam Mutti mit sorgenvoller Miene ins Zimmer gestürzt. „Sie werden doch meine Tochter nicht verdächtigen? Sie ist erst sechzehn! Und nur, weil sie so hübsch ist und ihr alle Jungen nachrennen, trifft sie doch keine Schuld.“
Frau Wendell beruhigte sie und Herr Ahorn schob sie höflich, aber bestimmt zur Tür, wo Tommi stand. Breitbeinig, grimmige Blicke in die Runde werfend, wirkte er zu allem entschlossen.

Ich wusste nun: Ich wollte den Täter finden. Wenn die ganze Sache wirklich mit mir zu tun hatte, konnte ich ihn ködern. Ein etwas schlechtes Gewissen hatte ich schon, aber sollte ich deshalb mit niemandem mehr ausgehen dürfen?

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Glauben Sie, dass die Familie ein Hort unerschöpflicher Liebe und uneingeschränkten Vertrauens ist?
Sind Sie auch der Ansicht, dass Eheleute einander in guten, aber vor allem in schlechten Zeiten beistehen sollten?
Würden Sie auf den freundlichen Nachbarn von nebenan nie etwas kommen lassen?

Mord in jeder Beziehung
Hrsg.: S.E.K. Mordlust, Geschichtenweber
Wurdack Verlag

ISBN: 3-938065-44-0

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Geschichten gewebte Verwirrung?

GW-LogoIch berichte ja auf meinem Blog immer mal wieder von Autoren, Büchern und Aktionen der Geschichtenweber. Wer sich vielleicht noch immer fragt, was das denn für seltsame Gestalten sein mögen, die sich da Geschichtenweber nennen, was die eigtentlich tun und ob man da vielleicht mitmachen kann, dem möchte ich an dieser Stelle einfach nochmal die Webseite der Edition empfehlen: Hier geht es lang.

Und wer einfach auf den Geschmack gekommen ist und mal eine Übersicht bekommen will, was eben diese Geschichtenweber so alles publiziert haben, der schaue doch einfach hier nach.

So sieht es also aus …

… das Buch über Ernst:

"Das ist unser Ernst"
"Das ist unser Ernst"

Das ist unser Ernst
Herausgeber: Martin Witzgall
WortKuss Verlag
Softcover/Hardcover
ISBN: 3-942026-02-4 (Softcover), 3-942026-03-1 (Hardcover)

Klappentext:

Bücher sind sein Leben! Doch als der Verleger Ernst Wurdack bei einer Preisverleihung im wahrsten Sinne des Wortes in einem Buch versinkt, beginnt für ihn eine abenteuerliche Reise durch zauberhafte und unglaubliche Geschichten. Und merkwürdig, jede der Erzählungen kommt ihm auffällig bekannt vor …

Ein Buch, in dem die Storyolympioniken und Geschichtenweber ihrem Lieblingsverleger Ernst Wurdack huldigen. Zu Recht!

Neues von den Geschichtenwebern

Das aus meiner Sicht Wichtigste zuerst:

Die Anthologie mit dem Arbeitstitel Steampunk, in der ich auch mit einer Geschichte vertreten bin, wird nächstes Jahr im Arcanum Fantasy Verlag erscheinen. Soll heißen: Herausgeber und Verlag haben die Verhandlungen abgeschlossen. Geplanter Erscheinungstermin ist Juni 2010. Der Titel des Buches steht noch nicht fest, wird aber sicher bald bekanntgegeben.

Die Saga der Drachenschwerter
Die Saga der Drachenschwerter

Besonders freue ich mich allerdings auch auf die „Saga der Drachenschwerter“, die auf Mythen aufbaut, mit denen ich selbst weniger vertraut bin. Schon das Cover macht allerdings Lust auf mehr.
Mit dem Wunderwaldverlag hat auch diese Anthologie eine schöne Heimat gefunden. Während sich das Manuskript aktuell im Verlagslektorat befindet, empfehlen die Herausgeber Janine Höcker und Gerd Scherm, sich einmal auf den schön gestalteten und informativen Blogseiten zur Saga umzuschauen.

Das „Spukhaus“ hatte ich euch ja schon vorgestellt. Hier warten die Herausgeber und Autoren  jeden Tag auf die druckfrischen Exemplare, damit es endlich, wie der Buchtitel sagt, „zu verkaufen“ ist! Solange vertreiben sie sich die Zeit mit dem Planen der Lesungstermine. Im neuen Jahr wird es deutschlandweit richtig rund gehen, damit das „Spukhaus“ bald in aller Munde ist.

Inzwischen ist auch das Lektorat für die zweite Kurzkrimi-Sammlung der S.E.K. Mordlust abgeschlossen. Die Antho wird diesmal starke regionale Bezüge beinhalten. Der Wurdack-Verlag ist derzeit dabei, die Texte zur Druckreife zu bringen. Titel und Erscheinungstermin stehen aber noch nicht fest.

Eng mit dem Wurdack-Verlag zusammen hängt auch die Anthologie „Das ist unser Ernst“. Aufgrund strenger Geheimhaltung haben bisher sicher nur sehr wenige von diesem interessanten Projekt erfahren, daher im Folgenden ein bisschen Aufklärung:

Dieses als Überraschung, Dankeschön und zum Jubiläum im Geschichtenweberuntergrund gestartete Projekt ist seit dem BuCon 2009 fertiggestellt und wird gerade gedruckt.
Zweiundzwanzig Autoren, darunter Preisträger und Nominierte des Deutschen Phantastikpreis und des Deutschen SF-Preis, haben sich an diesem außergewöhnlichen Buch beteiligt.
In amüsanten und mit Insiderwissen garnierten Geschichten lassen die Autoren ihren Lieblingsverleger Ernst Wurdack nun einmal persönlich in ihren geschaffenen Welten agieren und beleuchten dabei auch bisher Ungeschriebenes. Eine geschickt gewobene Rahmenhandlung komplettiert die phantastische Geschichtenkette der besonderen Art.
Ein Lesespaß insbesondere für alle Geschichtenweber, Storyolympioniken, Autoren, Herausgeber, Verleger und neugierige Leser.

Ich danke den Herausgebern der Edition Geschichtenweber für ihre umfangreichen Informationen.

Kurz und gut – schicken Sie Ihre Geschichte!

Ausschreibung für MDR-Literaturpreis 2010:

Der MITTELDEUTSCHE RUNDFUNK schreibt einen Kurzgeschichten-Wettbewerb aus, der mit der Vergabe des 15. MDR-Literaturpreises für das Jahr 2010 abschließt.

Der Wettbewerb ist offen für deutschsprachige Autorinnen und Autoren, die bereits literarische Texte veröffentlicht haben. Er ist eine Einladung, sich mit einem bisher unveröffentlichten Prosa-Text (Kurzgeschichte, Short Story) zu beteiligen.

Einsendeschluss ist der 31. Januar 2010.

Die Auszeichnung ist mit Geldpreisen dotiert und bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Möglichkeit, ihren Text im Rundfunk vorzustellen.
Folgende Bedingungen sind zu beachten:

  • Der Wettbewerb gilt ausschließlich für erzählende Texte (Kurzgeschichte, Short Story).
  • Die Länge des Manuskripts ist auf 15-Vorlese-Minuten (ca. 6 Manuskriptseiten mit je 30 Zeilen ä 60 Anschläge pro Seite oder rund 11.000 Zeichen/mit Leerzeichen) begrenzt. Das Manuskript muss in zwei Exemplaren eingereicht werden (Computer-Druck).
  • Jeder Einsender kann nur einen unveröffentlichten Text für den Wettbewerb einreichen.
  • Der Zusendung muss eine Übersicht über bisherige literarische Veröffentlichungen (gewertet werden belletristische Bücher, aber auch Beiträge in literarischen Anthologien, Literaturzeitschriften, ausgewiesenen Literatur-Portalen im Internet) sowie eine Kurzvita (höchstens 12 Zeilen) beigefügt werden. Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an.
  • Um die Anonymität des Bewertungsverfahrens zu garantieren, bitte keinen Autorennamen auf dem Manuskript.

Der Hauptpreis ist mit 5.000 Euro, der zweite mit 2.000 Euro und der dritte mit 1.500 Euro dotiert. Die anderen Teilnehmer an der Endrunde erhalten ein Honorar.

Alle Teilnehmer an der Endrunde (öffentliches Wettlesen vor einer Jury) erhalten bis spätestens zum 10. April 2010 eine Einladung. Die Finalrunde findet am 3. Mai 2010 von 19:30 bis 23:00 Uhr in Leipzig im Haus des Buches statt.

Für die Teilnehmer an der Finalrunde werden die Reisekosten übernommen. Im Anschluss an die Finalrunde findet mit den Endrundenteilnehmern eine Lesereise in die Städte Köthen (4. Mai), Sangerhausen (5. Mai) und Chemnitz (6. Mai) statt. Die Teilnahme wird honoriert.

Rund 25 der Kurzgeschichten des 15. MDR-Literaturwettbewerbs werden vom Herausgeber Michael Hametner in einer Anthologie „Das Beste aus dem MDR-Literaturwettbewerb“ veröffentlicht, darunter die Geschichten der Finalisten. Die Autoren aller anderen für die Anthologie ausgewählten Geschichten erhalten bis zum 10. April 2010 davon Kenntnis. Die Rechte der Kurzgeschichten werden gegen ein Honorar ab Veröffentlichung für zwei Jahre dem ROTBUCH-Verlag übertragen. Veröffentlichungen an anderem Ort sind in diesem Zeitraum nicht möglich.

Achtung: Eine Bestätigung über den Eingang Ihrer Zusendung erfolgt nicht. Wenn Sie dies wünschen, fügen Sie bitte Ihrer Zusendung einen frankierten Freiumschlag bei.

Ihre Zusendung richten Sie bitte unter Angabe Ihres Absenders bis spätestens zum 31. Januar 2010 (Poststempel) an folgende Anschrift:

MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
FIGARO
Postfach 100122
06140 Halle
Kennwort: Literaturwettbewerb

Zur Originalausschreibung

Arcanum lässt Dampf ab

Anfang Oktober berichtete ich bereits von der heißen Phase, in der sich das Steampunk-Projekt der Geschichtenweber befindet.

Inzwischen ist es spruchreif: Steampunk ist bei einem Verlag untergekommen. Dank der unermüdlichen Arbeit und des Engagements der Herausgeber, Stefan Cernohuby und Moritz Botts, wird die Geschichtenweberanthologie im Arcanum-Fantasy-Verlag erscheinen.

Steampunker und Geschichtenweber freuen sich gleichermaßen über diese gute Nachricht.

Treffen Junger Autoren

(Die folgende Ausschreibung ist eine jährliche. Im Ausschreibungstext sind zum Teil noch die Daten für die bereits abgeschlossene Ausschreibung 2009 angegeben. Im Zweifel bitte direkt auf der angegebenen Webseite informieren.)

Einsendeschluss 15. Juni (2010)

Nächstes Treffen: 12.-16. November 2009

Treffen Junger Autoren (jährlich seit 1986)

Der Bundeswettbewerb ist offen für Kinder und Jugendliche aller Schularten und Ausbildungswege ab 10 Jahren.

Zur Bewerbung zugelassen sind Gedichte, Geschichten, Dramatisches, Satire oder Parodien, Märchen, Science Fiction, Reportagen etc.

Eine unabhängige Fachjury wählt in der Regel bis zu zwanzig Jugendliche aus, die mit ihren literarischen Beiträgen zum Treffen nach Berlin eingeladen werden.
Das Auswahlverfahren ist jeweils bis Ende September abgeschlossen.

Der Preis des Wettbewerbs für die ausgewählten jungen Autorinnen und Autoren ist die Teilnahme am Treffen Junger Autoren mit öffentlicher Lesung aller Preisträgerinnen und Preisträger, Workshops und umfangreichem Rahmenprogramm.

Außerdem werden die Texte der Preisträger in einer Anthologie veröffentlicht.

Bewerbungsunterlagen:

  • Bewerbungsbogen (Bewerbungsbogen steht jedes Jahr [erst] ab März auf der Homepage www.treffen-junger-autoren.de)
  • Text-Manuskript (in 3-facher Ausfertigung, Schriftgröße nicht unter 10 Punkt, 1,5 facher Zeilenabstand).
  • Das Manuskript darf nicht mehr als 5 Seiten umfassen (ohne Kopien); Lyrik maximal 10 Texte


Auswahl:

  • Eine Fachjury sichtet die Texte und wählt die Preisträger aus.
  • Das Auswahlverfahren ist bis Mitte September abgeschlossen.
  • Die Entscheidung der Jury ist endgültig – der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Preis:

Teilnahme am 24. Treffen Junger Autoren 2009 vom 12. bis 16. November

  • Einladung für 5 Tage nach Berlin
  • Lesung vor Publikum
  • Professionelle Workshops
  • Begegnungen und Fachgespräche
  • Veröffentlichung in der jährlichen Anthologie im Verlag „Brandes & Apsel“

Eine Auswahl der Workshops, die den ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmern angeboten werden:

  • Lektorat
  • Lyrik
  • Text und Kritik
  • genreübergreifende Schreibexperimente
  • Szenisches Schreiben

Alle Bewerberinnen und Bewerber erhalten die Anthologie der ausgewählten Texte.
Bis zu 30 Bewerberinnen und Bewerber erhalten einen Bücherscheck.
Interplay Europe e.V. vergibt ein Fortbildungsstipendium für einen szenischen Text.

Weitere Informationen unter www.treffen-junger-autoren.de

Geschichtenweber im Spukhaus

Spukhaus zu verkaufen
Spukhaus zu verkaufen

Die nächste Anthologie der Geschichtenweber steht in den Startlöchern. „Spukhaus zu verkaufen“ wird von zwei Damen herausgegeben: Tatjana Stöckler und Simone Edelberg. Es erscheint im Wortkuss-Verlag.

Auf der Verlags-HP heißt es:

Spukhaus zu verkaufen

Wer glaubt schon an Geister? Immer wieder werden Häuser als verwunschen bezeichnet. Das schreckt potenzielle Käufer ab und drückt leider die Immobilienpreise. Christobal J. Satànchia, ein zwielichtiger Immobilienmakler mit Filialen weltweit, hat da ein besonderes Rezept. Er verkauft jedes Haus, vorzugsweise eine Spukvilla.

Lesen Sie in dreizehn miteinander verwobenen Kurzgeschichten, was den geköderten Käufern in ihrem neuen Heim passiert. Vom Horror-Urlaub bis zur steilen Karriere als Geister-Manager – alles kann geschehen. Mit einem guten Schuss Humor haben die Autoren der »Edition Geschichtenweber« diese Erlebnisse in Herrn Satànchias Reisen von einem Objekt zum nächsten eingebettet. Freuen Sie sich auf den Umzug!

Buch-Info:
Autoren: Diverse
Herausgeber: Tatjana Stöckler, Simone Edelberg
ISBN-13: 978-3-942026017

Lasst Vampire wieder böse werden

Der Vampir erlebt in der Literatur derzeit einen Boom. Vor allem Stephenie Meyers Twilight-Romane ziehen die Leser magisch an. Doch der Vampir von heute ist eher erotischer Frauen- bzw. Mädchenschwarm als das dunkle Böse.

Eine neue Anthologieausschreibung von Geisterspiegel.de soll nun die klassischen Vampire zurück aus ihren Gräbern holen:

DARK VAMPIRE – 2. Anthologie von geisterspiegel.de

Sie weilen unter uns. Urtümlich, bissig, erotisch …
Sie wollen unser Blut, wollen unsere Seele, wollen sich ernähren, vermehren, dass wir uns nach ihnen verzehren …
Vampire sind spätestens seit Bram Stoker nicht mehr aus der Literatur wegzudenken. Gerade in den letzten Jahren erlebt der Blutsauger ein Revival, wenn auch in Form schwülstiger Teenager-Fantasien oder sanfter Romantik.
Aber der Vampir ist mehr. Er ist böse, ihn dürstet nach Blut und dem Körper seiner Opfer. Durst und Begierde treiben ihn an. Wir wollen das Leidenschaftliche, das Dunkle und Lockende, den Sex und den Tod. Wir wollen den Schatten, den der Vampir verbreitet, in seinen düsteren Facetten zeigen.

Haben Sie eine solche Geschichte in der Schublade liegen? Oder reizt es Sie, eine solche zu schreiben? Wollen Sie Ihre dunkelsten, blutigsten, erotischsten – kurz vampiristischen – Fantasien zu Papier bringen?
Wenn dem so ist, beteiligen Sie sich doch an der 2. Anthologie des Geisterspiegels.
Die besten Kurzgeschichten werden im Rahmen einer Anthologie bei der Romantruhe veröffentlicht. Die Gewinner der Ausschreibung erhalten ein Belegexemplar und werden im Geisterspiegel im Rahmen eines Specials präsentiert. Es winken also Ruhm und Ehre sowie eine ordentliche Veröffentlichung in einem bekannten Verlag – Seite an Seite mit gestandenen Autoren, die wir zu unserer Anthologie einladen werden.
Wie bei allen Wettbewerben gibt es auch hier einige Regeln:
• Das Manuskript muss selbst verfasst sein – keine Plagiate, keine Kopien anderer Werke. Dies versichert der Autor mit seiner Einsendung.
• Die Geschichte muss unveröffentlicht sein (dazu zählen auch Veröffentlichungen im Web!)
• Zeichenzahl: 15.000 – 35.000 Anschläge (inkl. Leerzeichen)
• Formate: rtf/ doc/ odt/ sxw/ wpd/ tmd. Formatierungen wie Fett und Kursiv sind erlaubt. Es muss keine Normseite sein, darf aber. Wenn Absatz-Einschübe benutzt werden, dann über die Formatvorlage und nicht via Tabulator.
• Bitte nur neue Rechtschreibung verwenden.
• Erste (Ich-Erzähler) oder dritte Person (Er/ Sie/ Es) – keine zweite Person (Du)
• Fan-Fiction kann aus Gründen des Urheberrechts nicht berücksichtigt werden.
• Das Manuskript muss zum Thema passen. Bitte keine Fantasy.
• Die Geschichten benötigen einen individuellen Titel. Es ist nicht hilfreich, wenn zwanzig Geschichten eintreffen, die alle »Dark Vampire« heißen.
• Pro Autor kann nur eine Geschichte eingereicht werden. Ein späterer Austausch gegen eine neue Version oder gegen eine andere Geschichte ist nicht möglich.
• Auf dem Manuskript muss der Name des Autors vermerkt sein. Möchte der Autor im Falle einer Veröffentlichung unter Pseudonym erscheinen, soll auch dieses vermerkt werden.
• Einsendeschluss: 06. Januar 2010 – 23.59 Uhr. Die Auswahl erfolgt bis Ende Februar 2010. Die Gewinner werden persönlich benachrichtigt und auf der Seite des Geisterspiegels veröffentlicht. Absagen werden keine versandt.
• Die Geschichten können per Mail-Anhang an g.arentzen@geisterspiegel.de geschickt werden. Bitte ausschließlich dorthin, nicht an den Verlag. Bitte keine Papier-Ausdrucke und keine Datenträger senden. Es erfolgt auf jeden Fall eine Eingangsbestätigung.
• Fragen zu der Ausschreibung? Gerne – bitte ebenfalls an g.arentzen@geisterspiegel.de
• Es gibt keine Abnahmeverpflichtung und keine Startgebühr. Für Autoren ist die Teilnahme völlig kostenlos und unverbindlich.
• Die Gewinner erhalten ein Belegexemplar. Ein Honorar wird nicht gezahlt.
Noch ein paar Tipps:
• Außergewöhnlich gute Ideen haben auch außergewöhnlich gute Chancen.
• Eine hohe Fehlerrate im Text führt eher zu einer Ablehnung als dazu, dass die Story angenommen wird.
• Die Geschichten dürfen ruhig deutlich geschrieben sein. Pornographie und Gewaltverherrlichung sind jedoch nicht erlaubt.

Jetzt! Antho? – Logisch!

Es gibt eine neue Ausschreibung von Antho? – Logisch, die mit durchaus reizvollen Konditionen aufwartet:

Ausschreibung 2009

Thema: JETZT.

Der Begriff Jetzt beschreibt einen eng begrenzten Zeitraum in der Gegenwart und eröffnet zugleich inhaltlich ein weites Feld. Um einer Ausuferung vorzubeugen, folgt ein Fächer für thematisch mögliche Bereiche:

Schmerz – JETZT.
Wahrheit – JETZT.
Sehnsucht – JETZT.
Miteinander/Gegeneinander – JETZT.

Geschichten anhand dieses Geländers sollen persönliche Spiegel der Gegenwart sein und Jetzt-Räume literarisch möblieren. Jetzt-Menschen erzählen.
Antho? – Logisch! schreibt zum vierten Mal einen Kurzgeschichten-Wettbewerb aus, der mit der Vergabe des Antho? – Logisch-Literaturpreises für das Jahr 2010 abschließt. Das Preisgeld beträgt 750,- Euro.

Dieser Literaturwettbewerb ist offen für Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in deutscher Sprache schreiben (unabhängig von ihrem Wohnort) und bereits literarische Texte veröffentlicht haben. Der Wettbewerb ist eine Einladung, sich mit einem bisher unveröffentlichten Prosa-Text (Kurzgeschichte) zu beteiligen. Einsendeschluss ist der 15. Dezember 2009.

Antho? – Logisch! garantiert die Bewertung der anonym vorliegenden Texte durch eine kompetente Jury aus Schriftstellern, Publizisten und Literaturkritikern. Die Jury hat drei Mitglieder.

Antho? – Logisch! wird die besten Wettbewerbs-Texte in Buchform präsentieren.
Die Einsendung zum Wettbewerb bedeutet zugleich die Zustimmung, seine Kurzgeschichte bei Auswahl durch die Vor-Jury (die Autoren, deren Kurzgeschichten in die Anthologie aufgenommen sind, erhalten bis zum Frühjahr 2010 Nachricht) bis zum Herbst 2010 nicht an einem anderem Ort zu veröffentlichen.

Es besteht kein Anspruch auf Rücksendung der eingereichten Manuskripte nach Abschluss des Wettbewerbs.

Für die Teilnahme sind folgende Bedingungen zu beachten:
Der Wettbewerb gilt ausschließlich für erzählende Texte (Kurzgeschichte). Die Länge des Manuskripts ist auf maximal sieben Manuskriptseiten (á 30 Zeilen á 60 Anschläge) begrenzt. Überschreitungen der Länge führen zur Ablehnung der Bewerbung. Das Manuskript muss in dreifacher Ausführung eingesandt werden und kopierfähig sein (nicht handschriftlich). Bitte nur einseitig bedruckt im A 4-Format und paginiert. Blätter nicht heften. Das Manuskript ist mit einem Kennwort zu versehen – bitte nicht den Titel oder das Thema der Ausschreibung verwenden. Jeder Einsender kann nur einen unveröffentlichten Text für den Wettbewerb einreichen. Bei mehreren Zusendungen wird die gesamte Bewerbung nicht gewertet.
Der Zusendung muss eine Übersicht über bisherige literarische Veröffentlichungen (als literarische Veröffentlichung werden gewertet: Bücher – nicht Eigenverlag, nicht Book on Demand – literarische Beiträge in Anthologien und literarischen Zeitschriften, Veröffentlichungen im Internet-Literatur-Portal) separat in einem Briefumschlag beigefügt werden, auf dem das Kennwort, das mit dem auf dem Manuskript identisch ist, gekennzeichnet wird sowie eine Kurzvita (höchstens 12 Zeilen).
Um die Anonymität des Bewertungsverfahrens zu garantieren, darf auf dem Manuskript kein Verfassernamen angeben werden.

Über eine erfolgreiche Veröffentlichung Ihres Textes im Buch, das für den Herbst 2010 vorgesehen ist, informieren wir im Frühjahr 2010. Die Jury-Entscheidung geben wir im Oktober 2010 bekannt und laden alle zur Preisverleihung im November 2010 ein.

Mit der Einsendung des Textes wird dem Ausrichter des Wettbewerbs, für den Fall, dass der Text veröffentlicht wird, das Recht eingeräumt, die Texte einem Lektorat zu unterziehen.
Ihre Zusendung richten Sie bitte unter Angabe Ihres Absenders (Anschrift, telefonische Erreichbarkeit, E-Mail) bis spätestens zum 15. Dezember (Poststempel) an folgende Anschrift:

Antho? – Logisch!
c/o Marco Frohberger
Feldstraße 53
90766 Fürth
Deutschland
Kennwort: Literaturwettbewerb

Der BuCon war zu kurz

Mit etwas Verspätung will ich nun noch vom Samstag in Frankfurt, genauer in Dreieich, berichten.
Im dortigen Bürgerhaus findet alljährlich parallel zur Buchmesse der / die Buchmesse Con statt. Das ist sozusagen eine (stark) verkleinerte Ausgabe der Buchmesse, die sich speziell an Freunde der phantastischen Literatur richtet. Und es ist der jährliche Haupttreffpunkt der Geschichtenweber geworden.

Kurz nach 11.00 Uhr lenkte ich meine brave Karre auf den Parkplatz des Bürgerhauses. Nachdem ich mir am Einlass das übliche Tütchen mit kleinen Präsenten und Werbeprospekten abgeholt hatte, fand ich mich unter den ersten Frühconventlern, zu denen leider weder ein Geschichtenweber noch eine mir sonst irgendwie bekannte Person gehörte.

Also nach einer kleinen Inforunde erst einmal zurück an die frische Luft und rauchenderweise auf bekannte Ankömmlinge warten. Als erstes tauchte Nina Horvath auf, quasi direkt aus dem Liegewagen des Zugs aus Wien. Wir gingen gemeinsam wieder in den großen Saal, setzten uns mit zwei Käffchen an einen freien Tisch und harrten der Geschichtenweber, die da noch kommen sollten.

Jörg Olbrich: Das Erbe des Antipatros
Jörg Olbrich: Das Erbe des Antipatros

Das wurden schließlich eine ganze Menge. Rund 40 Forenkollegen und -kolleginnen trudelten im Laufe des Tages ein. Unser Stand wurde direkt neben dem des Scratch-Verlags mit Büchern und Naschereien drapiert. Natürlich musste ich mir beim Nachbarn gleich den Debütroman von Geschichtenweberadmin Jörg Olbrich anschauen, „Das Erbe des Antipatros„, von dem ich mir später auch ein signiertes Exemplar mitnehmen durfte.

Sehnsüchtig erwartet wurde Timo Bader, nicht zuletzt, weil er die neuen Geschichtenweber-T-Shirts mit sich führte. Bald darauf wurde es viel leichter, Geschichtenweber von Nicht-Geschichtenweber zu unterscheiden. Dennoch gab es Geschichtenweber in allen Farben zu sehen, ein recht butes Treiben.

Die GW-Shirts (Foto: Nina Horvath)
Die GW-Shirts (Foto: Nina Horvath)

Natürlich gab es nicht nur Geschichtenweber auf der Con. Einige der Conbesucher hatte ich schon am Vortag auf der Buchmesse oder beim Galaktischen Forum getroffen, mit anderen gab es ein exclusives Wiedersehen in Dreieich.

Und natürlich fiel es wieder schwer, sich einerseits zwischen den vielfältigen Programmpunkten, andererseits zwischen Programm und Gesprächen zu entscheiden. Ich besuchte schließlich die Lesungen von Christoph Hardebusch und Thomas Finn und konnte mich freuen, dass ich Markus Heitz stattdessen am gestrigen Mittwoch bei seiner Lesung in Rostock besuchen durfte (dazu mehr an anderer Stelle).
Sehr interessant auch die Podiumsdiskussion zum Thema, ob sich in der Zukunft der Fantasyliteratur die angeblich guten Autoren endgültig gegen den angeblichen Trash des Genres durchsetzen werden.

Schließlich stand noch die Verleihung des Deutschen Phantastikpreises an, der in diversen Kategorien vergeben wurde. Während Markus Heitz in der Kategorie Bester deutschsprachiger Roman gleich mal den zweiten und den ersten Platz belegte, wurde die Anthologie „Die Unterirdischen“ der Geschichtenweber auf Platz 2 in der Kategorie Beste deutschsprachige Anthologie gewebt. Auch in der Anthologie, die es auf Platz 3 schaffte, Drachenkinder: „Geschichten eines Krieges“, bin ich mit einer Geschichte vertreten.

Die beiden Höhepunkte des Tages (jedenmfalls für mich) sollten jedoch erst noch folgen.
Zunächst gleich im Anschluss an die Preisverleihung die Lesung der Geschichtenweber! Trotz vorgerückter Stunde füllte sich das sogenannte Hangardeck, in dem sechs Geschichtenweber von vorn und einer aus dem Publikum die aktuellen Veröffentlichungen vorstellten sowie einen Ausblick auf die Zukunft gaben. Das Alles im fünften Bestehensjahr der Autorengruppe.

Lesung der Geschichtenweber (Foto: Simone Edelberg)
Lesung der Geschichtenweber (Foto: Simone Edelberg)

Den Anfang machte Timo Bader, der nach der Vorstellung ein paar Worte zu „Darwins Schildkröte“ verlor, um dann einen Ausschnitt  seiner Geschichte daraus vorzutragen. Zur Verstärkung hatte er sich einen zweiten Leser auf die Bühne geholt: mich! Warum er mir den Text nicht vorher schon in die Hand gedrückt hatte, wurde mir allerdings erst jetzt klar: Ich las die Rolle eines überaus hässlichen, haarigen 200-Kilo-Außerirdischen!
Nachdem das sowohl im Publikum als auch am Lesetisch für viel Belustigung gesorgt hatte, stellte Wolfgang Schroeder quasi inkokgnito aus den Reihen der Zuschauer die Krimianthologie „Mord in jeder Beziehung“ vor, aus der Berta Berger (wieder von vorne) mit einer Probe ihres Beitrags sicher auch den ein oder anderen eingefleischten Phantastik-Freak neugierig machen konnte.
Nina Horvaths Begeisterung allein sollte Überzeugung genug gewesen sein, als sie mit strahlendem Lächeln die druckfrischen „Metamorphosen“ präsentierte und mit noch strahlenderem aus ihrer Geschichte las.
Schließlich erfuhren die Anwesenden von Tatjana Stöckler noch alles Wissenswerte zur fast schon erschienenen Anthologie „Spukhaus zu vermieten“ und Maike Schneider bot mit ihrer Geschichte einen eindrucksvollen Vorgeschmack.

Geschmack war auch das Stichwort für den zweiten persönlichen Höhepunkt, das alljährliche gemeinsame Abendessen der Geschichtenweber nach der Con. Das Restaurant Alt Sprendlingen bot beim „Lendchenabend“ auch diesmal wieder leckeres Essen und gemütliche Atmosphäre für einen gelungenen Abschluss der viel zu kurzen Veranstaltung.

Weitere Bilder und Berichte gibt es unter anderem von der großartigen Simone Edelberg hier und hier sowie vom Freund eines Freundes hier.

Schnell noch eine Metamorphose!

Edition Geschichtenweber: Metamorphosen
Edition Geschichtenweber: Metamorphosen

Die Geschichtenweber wandeln mit ihrem neuesten Wurf auf den Spuren H. P. Lovecrafts.

„Geschichten über Menschen, die aus ihrem Alltag gerissen werden und sich einem Schicksal stellen müssen, das an Ekel und Bizarrerie ihre Vorstellungen übersteigt. Sie sind die Auserwählten, die Wiedergeburt einer Rasse, die sich anschickt, den Planeten ein weiteres Mal zu erobern.“

Zusätzlich zu jedem Buch gibt es einen exklusiven Musikdownload der Band Sorrowfield.
Das Buch erscheint am 12.10. und wer bis zum 11.10. bestellt erhält es zum Subskriptionspreis von 10,90 Euro.

Sabrina Eberl, Manuel Bianchi und Nina Horvath (Hrsg.)
Metamorphosen – Auf den Spuren H. P. Lovecrafts
ISBN 978-3-940036-03-2
11,90 Euro

Titelbild: Chris Schlicht

Autoren / Geschichten:

Sascha Erni – Der Journalist
Thomas Backus – Die versunkene Stadt
Timo Bader – Der Veränderte
Markus Niebios – Die Anstalt
Nina Horvath – Zombies für einen Tag
Sabrina Eberl – Die Ausstellung
Samuel White – 3,5
Marco Bianchi – Der Kenotaph des Kagemni
Chris Schlicht – Symbiose
J.C. Prüfer – Die Schokolade des Herrn Bost
Carsten Steenbergen – Der Fluch des Zulu
Christian Stobbe – Portrait eines sterbenden Mannes
Robin Haseler – Das Erbe
Christian Damerow – Der gute Gott

Jedes Exemplar ist nummeriert und enthält einen Downloadcode für die CD Devourer der Band Sorrowfield.
Erscheint voraussichtlich am 11.10.2009.

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