Vertrag dich: Herausgeber und Autoren

© Franck Boston
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Ach ja, die Blogpause hat mich etwas durcheinandergebracht. Es steht ja noch eine Folge aus, die ich nun nachschieben will. Ein letztes Mal sei gesagt, dass die Artikel von mir nach bestem Wissen und Gewissen verfasst werden. Aber ich bin kein Jurist. Im Streitfall könnt ihr euch also weder auf mich noch auf meine Ausführungen hier berufen.

Bei diesem Thema wenden wir uns vom üblichen Normvertrag ab. Denn dort, das sei einmal ausdrücklich gesagt, geht es um Einzelwerke. Mancher Autor ebenso wie mancher engagierte Verleger orientiert sich auch bei Anthologien, in denen mehrere Autoren veröffentlichen, am Normvertrag, da passt es dann aber nicht wirklich. Und tatsächlich bietet der VS auch spezielle Musterverträge für Anthologien an.

Wer dort nachschaut, dem wird auffallen, dass es zwei Ausführungen gibt: eine für Autoren, eine für Herausgeber. Das hat gute Gründe, denn während der Autor nur einen Teil zum Gesamtwerk beisteuert, vertritt der Herausgeber das Gesamtwerk, steht also zum Verlag wie ein Autor mit einer Einzelpublikation. Ist er gleichzeitig mit einem eigenen Beitrag vertreten, sollte er also einen Herausgeber- und einen Autorenvertrag abschließen.

Das Werk des Herausgebers ist also die Anthologie als Gesamtwerk, er liefert als Manuskript die zusammengestellten Autorentexte sowie eventuelle Vor-, Nachwörter und sonstige Ergänzungen. Sein Vertrag betrifft dieses Gesamtwerk. Die Verwertungsrechte (Verlagsrecht) werden hier in der Regel exklusiv, also ausschließlich vergeben. Verständlich, denn es wäre für den Verlag höchst unschön, würde der Herausgeber die Anthologie in dieser Zusammenstellung weiteren Verlagen anbieten oder sie selbst weiterverwerten.

Verwertbare Beiträge

Zusätzlich schließt jeder einzelne Autor mit dem Verlag einen Vertrag über sein beigesteuertes Einzelwerk ab. Und hier, das ist der wichtigste Punkt, um den es mir hier geht, sollten die Rechte, wie im Mustervertrag empfohlen, nicht exklusiv (einfaches Verlagsrecht) vergeben werden. Somit kann sich der Autor die Möglichkeit bewahren, sein ja zumeist kürzeres Werk auch in anderen Anthologien, Zeitschriften oder einem Sammelband eigener Werke zu verwerten. Schließlich werden Anthologien in der Regel nicht wegen eines einzelnen Beitrags gekauft. Und die Rechte für das Gesamtwerk liegen ja exklusiv beim Verlag.

Dennoch wird es vorkommen, dass sich Verlage für eine gewisse Zeit (ein- bis zwei Jahre) auch für die Einzelbeiträge das exklusive Verlagsrecht sichern wollen. Die Befristung und eine entsprechend hohe Vergütung vorausgesetzt halte ich das für durchaus in Ordnung. Womit wir zum Honorar kommen.

Honorierte Arbeit

Dass Autoren für ihre Arbeit nicht bezahlen sollten, dass also jedes Angebot eines sogenannten Verlages, sich Veröffentlichungsraum in einer Anthologie kaufen zu dürfen oder überhaupt irgenwelche Unkostenbeiträge zu leisten, unseriös ist, muss ich hier hoffentlich nicht erneut betonen.

Allerdings gehen die Meinungen darüber, ob Seriösität davon abhängt, dass der Autor eines Anthologiebeitrags entlohnt wird, auseinander. Es ist ein schwieriges Feld, nicht zuletzt weil die in beide Richtungen kostenlose Veröffentlichung im Kleinverlagsbereich (auch bei durchaus engagierten Kleinverlegern) alles andere als eine Seltenheit ist.

Manche Autoren wissen es nicht besser, manche sind gerade zu Beginn einfach dankbar für die Chance, überhaupt veröffentlichen zu dürfen (ging mir auch so), anderen bieten die meist geringen Verdienstmöglichkeiten mit derartigen Veröffentlichungen einfach nicht genug Anreiz, um die Teilnahme an einer Anthologie  davon abhängig zu machen. Nachvollziehbar, wie ich finde.

Andererseits ist noch der kürzeste Text, mag er mir beim Schreiben noch so viel Vergnügen bereiten, durch eine Arbeitsleistung erbracht, die honoriert werden will. Und jeder Anthologiebeitrag hat gleichzeitig Anteil daran, dass der Verlag durch die verkauften Bücher Einnahmen hat. Argumente, die sich in irgendeiner Form auf die geringe Größe des Verlags, der (noch) nicht in der Lage dazu sei, Honorare zu zahlen, beziehen, sind in Wirklichkeit recht schwache. Wer ein Unternehmen gleich welcher Art gründet, muss sich eben auch und nicht zuletzt Gedanken darüber machen, ob und wie er die Personalkosten stemmen kann. Und es gibt ja auch die Kleinverlage, die beweisen, dass es funktioniert.

Gut, letztlich sind jedem Autor solche Entscheidungen selbst überlassen. Und spätestens, wer die Möglichkeit bekommt, in einer der verhältnismäßig seltenen Anthologien mittlerer und größerer Verlage zu veröffentlichen, wird sich um die Vergütung kaum noch Sorgen machen müssen.

Zwei Modelle sind üblich:

  1. Eine Umsatzbeteiligung durch Tantiemen, die zwischen den beteiligten Urhebern (Herausgeber und Autoren) aufgeteilt wird. Die Aufteilung erfolgt dabei häufig entsprechend der jeweiligen Seitenanzahl, die der einzelne Beitrag umfasst. Anders als beim Normvertrag schreibt der Mustervertrag hier eine konkrete prozentuale Beteiligung von zehn Prozent vom Nettoladenverkaufspreis vor. Es ist aber eben nur ein Mustervertrag. Trotzdem sicher zur Orientierung interessant.
  2. Ein festes Auflagenhonorar, das mit eventuellen weiteren Auflagen steigt. Das Honorar ist oft an die angefangene Druckseite gebunden. Bei einer Geschichte von 9,5 Druckseiten und einem Seitenhonorar von 12 Euro bei der ersten Auflage würde also ein Honorar von 120,- Euro herauskommen. Dieses Honorar ist ein garantiertes Mindesthonorar und wird vom Verlag vorgestreckt.

Einige Empfehlungen seien mir zum Abschluss noch erlaubt:

  • Belegexemplare (Freiexemplare) sind weder Geschenk noch Honorar, sondern gesetzlich vorgesehen!
  • Ebenso sollte man nicht in Dankbarkeitsausbrüche verfallen, wenn man die fertige Anthologie zum bevorzugten Autorenrabatt beziehen darf.
  • Abnahmeverpflichtungen sind letztlich ein versteckter Druckkostenzuschuss und gelten damit nicht als seriös.
  • Schau dir den Mustervertrag genau an. Wo ein konkretes Vertragsangebot deutlich abweicht (s. o. hinsichtlich des exklusiven Verlagsrechts, aber auch die Abgabe zusätzlicher und unüblicher Nebenrechte, …) sollte der Verlag bereit sein, solche Zugaben zusätzlich ins Honorar einfließen zu lassen. Denn bei aller Freude über eine Veröffentlichung, ein Vertragsangebot ist immer nur eine Verhandlungbasis!

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Damit euch der Lesestoff nicht ausgeht

Lesestoff
© StockLite

Ihr habt nichts mehr zu lesen? Das letzte Buch war langweilig? Ihr seid schon auf der Suche nach den ultimativen Weihnachtsgeschenken?

Dann möchte ich an dieser Stelle mal ganz dezent auf die Kollegen aus dem Montségur- und dem Geschichtenweberforum hinweisen. Schon jetzt reichen die beiden Publikationslisten, um sich die nächsten Jahre kompletten Leseurlaub zu nehmen. Und nahezu täglich kommen neue Bücher dazu.

Ob Roman oder Anthologie, Bestseller oder Nische, Groß- oder Kleinverlag, Genre-, Gegenwarts-, Jugend- oder Kinderliteratur – jeder sollte fündig werden.

Tut euch und mir den Gefallen, denn ich schaffe es niemals, das alles zu lesen. Vielleicht empfehlt ja schließlich ihr mir die Kollegen.

Veröffentlichungen Montségur

Veröffentlichungen Geschichtenweber

Das Geheimnis ist gelüftet

Jörg Olbrich – Das Geheimnis der RonneburgDass die Geschichtenweber Bücher machen, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Ist also „Das Geheimnis der Ronneburg“ auch „nur“ ein weiteres Buch der Autorengruppe?

Nein, es ist mehr, denn nach etlichen Anthologien ist dies der erste Roman, der unter dem Logo der Geschichtenweber erscheint. Geschrieben hat ihn Jörg Olbrich, der damit den Auftakt zu einer Trilogie liefert, deren zweiter Band von Hannah Steenbook und Timo Bader stammen wird, während Michael Buttler den abschließenden Teil beisteuern wird.

Auf der Homepage des noch jungen Verlags Saphir im Stahl heißt es zum ersten Band:

Julius Meyer hielt seinen Vater für tot. Um einem Hinweis zu folgen, macht er sich auf den Weg zur Ronneburg. Die Burg birgt ein furchtbares Geheimnis. Menschen werden bestialisch ermordet. Julius wird schnell in die beängstigenden Geschehnisse hineingezogen. Doch was hat das mit dem Tod seines Vaters zu tun? Kann es ihm gelingen die dunklen Geheimnisse seiner Vergangenheit zu lüften?

Stück für Stück wird das tödliche Puzzle zusammengesetzt und Julius gerät in einen Abgrund von Leidenschaft, Gewalt und Hass. Und dann erkennt er die Wahrheit.

Jörg Olbrich
Das Geheimnis der Ronneburg
Historischer Roman

Taschenbuch, 224 Seiten
Saphir im Stahl 2011
ISBN: 978-3-9813823-4-1

Vertrag dich: Ausgeschlossen!

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Weiter geht es im Vertragspoker. Vorweg sei gesagt, dass die Artikel von mir nach bestem Wissen und Gewissen verfasst werden. Aber ich bin kein Jurist. Im Streitfall könnt ihr euch also weder auf mich noch auf meine Ausführungen hier berufen.

Im Normvertrag heißt es in §2 Absatz 1:

Der Autor überträgt dem Verlag räumlich unbeschränkt für die Dauer des gesetzlichen Urheberrechts das ausschließliche Recht zur Vervielfältigung und Verbreitung (Verlagsrecht) des Werkes für alle Druck- und körperlichen elektronischen Ausgaben sowie für alle Auflagen ohne Stückzahlbegrenzung für die deutsche Sprache.

Hier geht es also gleich ans Eingemachte. Mit diesem Absatz tritt der Autor dem Verlag das Recht ab, das gelieferte Werk in gedruckter Form zu vervielfältigen und zu verbreiten, es also zu verlegen und zu verkaufen. Gleiches gilt für eventuelle Ausgaben in körperlicher elektronischer Form, also etwa als Hörbuch. Der Autor behält nur das Urheberrecht, das man ihm auch nicht nehmen kann.

Von nun an ist also nur noch der Verlag berechtigt, mit dem Text etwas anzustellen, denn das Recht wird ausschließlich übertragen. Würde der Autor dem Vertragspartner das einfache Verlagsrecht übertragen, wie es etwa bei Beiträgen für Anthologien üblich ist (dazu in einem späteren Artikel mehr), könnte er sein Manuskript beliebig selbst weiterverwerten oder die Rechte  weiteren Partnern anbieten. Klar, dass das bei Einzeltiteln wie Romanen nicht gewünscht ist.

Dieses Hauptrecht zur Vervielfältigung und Verbreitung wird räumlich unbeschränkt vergeben, gilt also auf der ganzen Welt und theoretisch auch darüber hinaus. Das Hauptrecht bezieht sich dabei allerdings auf die Originalausgabe, nicht auf eventuelle Übersetzungen.

Das Verlagsrecht wird für die Dauer des gesetzlichen Urheberrechts übertragen, das in Deutschland derzeit 70 Jahre über den Tod des Urhebers hinausgeht bzw. bei anonymem Urheber (oder Vewendung eines Pseudonyms) 70 Jahre nach der Veröffentlichung erlischt.

Es muss allerdings dazugesagt werden, dass diese Rechteübertragung an Bedingungen geknüpft ist, die in der Regel dazu führen, dass die Rechte früher oder später an den Autor (oder seine Erben)  zurückfallen. Diese Bedingungen finden sich in §9 des Normvertrags. Wenn nämlich der Verlag seinen verlegerischen Pflichten nicht mehr nachkommt, indem er das Werk nicht mehr für den Markt bereithält (Auflage vergriffen, eine Neuauflage wird nicht hergestellt), ist der Autor nach einer dreimonatigen Frist berechtigt, eine Neuauflage zu verlangen oder die Rechte zurückzufordern, was der üblichen Praxis entspricht.

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Vertrag dich: Der Normvertrag

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Weiter geht es im Vertragspoker. Vorweg sei gesagt, dass die Artikel von mir nach bestem Wissen und Gewissen verfasst werden. Aber ich bin kein Jurist. Im Streitfall könnt ihr euch also weder auf mich noch auf meine Ausführungen hier berufen.

Heute geht es um den Normvertrag an sich. Dieser wurde in einem Rahmenvertrag zwischen „dem Verband deutscher Schriftsteller (VS) in der IG Medien und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. – Verleger-Ausschuß“ vereinbart. Er liegt seit dem 1. April 1999 in unveränderter Form vor.

Dieser Normvertrag ist eine Empfehlung, wie ein Werkvertrag zwischen Autor und Verleger aussehen sollte. Empfehlung bedeutet, dass der Normvertrag nicht bindend ist. Dabei ist aber weniger daran gedacht, dass Verleger, sofern sie Mitglieder des Börsenvereins sind, ihre ganz eigenen Verträge aufsetzen sollen. Vielmehr geht es um individuelle Abweichungen vom Normvertrag, die, falls sie zu Lasten des Autors gehen, sachlich begründet sein müssen. Dazu heißt es im Rahmenvertrag zwischen VS und Börsenverein:

Die Vertragschließenden verpflichten sich, darauf hinzuwirken, daß ihre Mitglieder nicht ohne sachlich gerechtfertigten Grund zu Lasten des Autors von diesem Normvertrag abweichen.

Auch kann der Normvertrag im Regelfall nicht für alle Arten von Publikationen gelten, etwa für fachwissenschaftliche Werke oder Schulbücher. Auch Anthologien benötigen besondere Regelungen. Für letztere gibt es entsprechende Musterverträge, die die Besonderheiten für Autoren und Herausgeber berücksichtigen.

Für den Autor bedeutet der Normvertrag also vor allem Orientierung. Er kann den angebotenen Verlagsvertrag mit dem Normvertrag vergleichen und sollte hellhörig werden, wo sich Abweichungen zeigen. Diese sollte er in Ruhe prüfen und sich gegebenenfalls beraten lassen. Sie können natürlich auch zu seinem Vorteil sein.

Die Norm- und Musterverträge lassen sich auf den Internetseiten vom VS herunterladen. Wer sich über darüber hinausgehende Verträge und Honorare (Lektoren, bildende Künstler, Musikunterricht, …) informieren will, ist bei mediafon an der richtigen Adresse. Für die Schweiz hat der AdS einen eigenen, an den Normvertrag angelehnten Mustervertrag entwickelt.

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Ohne Motto bis 17.05.11

Georg-K.-Glaser-Preis

Originalausschreibung: http://www.mbwjk.rlp.de/einzelansicht/archive/2011/march/article/land-und-swr-schreiben-georg-k-glaser-preis-aus-2/

Gemeinsam mit dem Südwestrundfunk (SWR) vergibt das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur auch in diesem Jahr wieder den mit 10.000 Euro dotierten Georg-K.-Glaser-Preis – einen Literaturpreis, der ohne einen Mottobezug ausgeschrieben wird. Mit diesem Preis verbunden ist ein Förderpreis, der mit 3.000 Euro dotiert ist.

Zugelassen sind alle literarischen Gattungen (Prosa, Lyrik, Szene, Essay etc.). Teilnahmeberechtigt sind Autorinnen und Autoren, die in Rheinland-Pfalz geboren sind, hier leben oder durch ihr literarisches Schaffen mit dem kulturellen Leben in Rheinland-Pfalz eng verbunden sind.

Einzusenden ist ein unveröffentlichter Text in deutscher Sprache von maximal zehn DIN-A4-Seiten à 30 Zeilen mit bio-bibliografischen Angaben an das Literaturreferat des Ministeriums (Postfach 3220, 55022 Mainz).

Über die Vergabe des Georg-K.-Glaser-Preises befindet eine unabhängige Fachjury.
Einsendeschluss ist der 17. Mai 2011.

Der Preis ist nach dem 1910 in Guntersblum in Rheinhessen geborenen und 1995 in Paris gestorbenen Autor des als „Jahrhundertwerk“ gerühmten Romans Geheimnis und Gewalt, Georg K. Glaser, benannt.

Im vergangen Jahr ging der Georg-K.-Glaser-Preis an die Lyrikerin Monika Rinck (Förderpreis: Jennifer Heinrich).
2009 erhielt den Preis Jörg Matheis (Förderpreis: Jan Becker), im Jahr davor Katharina Born (Förderpreis Martina Weber).

Quelle: Uschtrin

Die Geschichtenweber 2010

„Geschichtenweber-Chef“ Jörg Olbrich hat im Forum der Autorengruppe eine Art Jahresbilanz veröffentlicht, die ich euch nicht vorenthalten will. Als GWler der ersten Stunde und Forenadmin kann ich mir nämlich ein bisschen Stolz nicht verkneifen. 😉

Ich denke, man kann ohne zu übertreiben sagen, dass die Geschichtenweber zu einer festen Größe in der Phantastik-Szene herangewachsen sind. Im August feierte das Forum seinen sechsten Geburtstag und die Mitgliederzahlen steigen stetig an.

Nachdem Ernst Wurdack die Storyolympiade 10 Jahre lang geleitet hat, haben sich die Beteiligten entschlossen, ein Jubiläumsbuch für den Gründer zu erstellen. „Das ist unser Ernst“ erschien im Februar 2010 im Wortkuss-Verlag. Viele Wegbegleiter des Verlegers nahmen an diesem einzigartigen Projekt teil und Ernst hat es mit der erhofften Freude angenommen.

Pünktlich zur Messe in Leipzig erschien dann mit „Saga der Drachenschwerter“ unter der Herausgeberschaft von Janine Höcker und Gerd Scherm ein weiterer Band der Edition-Geschichtenweber.

Wie in jedem Jahr zählte der BuCon in Dreieich zu den absoluten Höhepunkten des „Geschichtenweber-Jahres“. Mit „Killer, Köter, Kleinstadtpaten“ (Wurdack-Verlag) und “Von Feuer und Dampf“ (Arcanum-Fantasy-Verlag) konnte die Edition-Geschichtenweber gleich zwei neue Bände präsentieren. Außerdem erschien mit „Rache“ im Wurdack Verlag der Siegerband der Storyolympiade. Natürlich präsentierten die Geschichtenweber ihre Edition auch wieder im Rahmen einer Lesung. Der gemeinsame Stand mit dem Arcanum-Fantasy-Verlag war den ganzen Con über ein zentraler Treffpunkt.

Erstmals wurde beim BuCon in Dreieich die Preisverleihung der Storyolympiade durchgeführt. Tatjana Stöckler und Martin Witzgall überreichten die Goldmedaille an Martina Sprenger. Beim „Deutschen-Phantstik-Preis“ belegte die Anthologie „Metamorphosen“ genauso den 2. Platz wie die Kurzgeschichte „Der Fluch des Zulu“ von Carsten Steenbergen (ebenfalls aus „Metamorphosen“). Auch beim Vincent-Preis 2010 belegte „Metamorphosen“ vordere Plätze.

Mit der lang ersehnten Anthologie „Spukhaus zu verkaufen“ erschien im November 2010 das 6. Buch im laufenden Jahr, für das sich das Geschichtenweberforum verantwortlich zeigt. Somit war das Jahr 2010 eines der erfolgreichsten Jahre des Forums.

Auch im Jahr 2011 werden die Geschichtenweber nicht untätig sein. Es laufen Ausschreibungen für zwei weitere Bände der Edition Geschichtenweber und für die Storyolympiade 2011/2012. Die erste Romanreihe der Edition wird beginnen.

Kleine Ehre zum BuCon

Wie jedes Jahr findet auch 2010 am Samstag während der Frankfurter Buchmesse der Buchmesse Covent in Dreieich statt. Ich freue mich schon sehr darauf viele bekannte Gesichter wiederzutreffen, neue Leute kennenzulernen, zwischen den Ständen umherzustreifen und die vielen Lesungen zu besuchen.

Natürlich wird auch wieder der Deutsche Phantastik Preis verliehen, zusätzlich diesmal auch die Preise zum Storyolympiade-Wettbewerb „Rache!“. Und natürlich sind auch wieder die Geschichtenweber mit von der Partie.

Dieses Jahr wird mir die besondere Ehre zuteil, den Herausgeber unserer Steampunk-Anthologie „Von Feuer und Dampf“, Stefan Cernohuby, vertreten zu dürfen, um das Buch vorzustellen. Stefan kann nämlich leider selbst nicht anwesend sein.

Wenn die Stille zum Albtraum wird

Wulf Dorn: Kalte StilleSpannung ohne Sicherheiten oder A Dorn is born“ hieß meine Rezension zu seinem Debütroman „Trigger“. Wulf Dorns Erstling ist inzwischen längst ein Bestseller und steht kurz davor, verfilmt zu werden. Wie Wulf auf seiner Website berichtet, wurde das Drehbuch bereits Anfang des Jahres fertiggestellt, die Rechte hat sich die teamWorx Television & Film GmbH gesichert (u.a. „Der Tunnel“, „Mogadischu“, „Stauffenberg“, „Dresden“).

Nun steht sein neuer Thriller in den Startlöchern (Erscheinungstermin 23. August). Er trägt den Titel „Kalte Stille“ und verspricht ebenso spannend zu werden wie sein Vorgänger.

Verlagstext:

Der Psychiater Jan Forstner leidet seit dreiundzwanzig Jahren unter dem mysteriösen Verschwinden seines damals sechsjährigen Bruders Sven. Nur ein Diktiergerät, das die beiden Jungen in jener Nacht bei sich hatten, ist Jan geblieben. Darauf ist Svens Stimme zu hören, die in abrupter Stille endet. Seither kann Jan keine Stille mehr ertragen und wird von Alpträumen geplagt.

Ein weiteres Rätsel gibt der Unfall von Jans Vater auf, der in derselben Nacht verunglückte, nachdem er wegen eines Anrufs mit unbekanntem Ziel aufgebrochen war. Nach einer schweren Krise erhält Jan die Chance für einen beruflichen Neuanfang in der Klinik seines ehemaligen Heimatortes. Dort wird Jan mit einem mysteriösen Selbstmordfall konfrontiert. Gemeinsam mit der Journalistin Carla Weller kommt er einem Geheimnis auf die Spur, das sich seit vielen Jahren hinter den Klinikmauern verbirgt. Ein Geheimnis, das Jan zurück in seine Vergangenheit und auf die Spur des Täters führt.

Im folgenden Buchtrailer stimmt euch der Autor selbst auf sein Buch ein:

Kalte Stille
Heyne
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 448 Seiten
ISBN: 978-3-453-26686-5
Preis: 16,99 EUR
Erscheinungstermin: 23. August 2010
Special zu Wulf Dorn

Ein letztes Mal

Gestern sind die Druckfahnen von Arcanum gekommen. Ein letztes Mal heißt es jetzt gründlich lesen, um möglicherweise noch Änderungswünsche anbringen zu können. Wenn schließlich das nächste Mal Post vom Verlag kommt, sollten es die Belegexemplare sein.

Mordlust hat auch Spaß am Bloggen

SEK Mordlust, so heißt seit 2008 eine Unterabteilung der Geschichtenweber, die sich um die Krimisparte der Edition kümmert. Mit „Mord in jeder Beziehung“ legten sie ihre erste Sammlung vor, in der auch ein Beitrag von meiner Wenigkeit abgedruckt ist.

Nun steht der zweite Band unter dem Titel „Killer, Köter und Kleinstadtpaten“ in den Startlöchern. Und um stets über diese und weitere Aktivitäten informiert zu sein, könnt ihr das neue Weblog der SEK besuchen. Man darf gespannt sein, was sich die SEK, ihr Pate (Ernst Wurdack) und die Blog-Autoren für euch einfallen lassen. Auf das neue Buch sowieso.

Überirdisch bis 15.08.10

„Überirdisch“: Kurzgeschichten-Wettbewerb mit aud!max und „MINT Zukunft schaffen“

(siehe auch: http://www.audimax.de/funktionen/gewinnspiele/mint-kurzgeschichtenwettbewerb.html)

Inhalt/Motto:

Deine Story muss irgendein technisches „Element“ enthalten, also einen Bezug zu „MINT“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften & Technik) aufweisen. Ob in der Handlung der Fensterheber deines Autos, ein fescher Flirt im Flugzeug oder dein Handy eine Rolle spielt – egal! Bau etwas Technisches in die Erzählung ein, und schon kann deine Geschichte die MINT-Geschichte 2010 werden. Ansonsten bist du thematisch völlig frei.

Deadline: 15. August 2010

Umfang: maximal 7.500 Zeichen

Jury: Die Jury kürt die besten Einsendungen. Sie besteht aus diesen Mitgliedern:

ARMIN MAIWALD – bekannt aus „Die Sendung mit der Maus“
KLÜPFEL & KOBR – bekannt als Autorenduo von Kommissar Kluftinger
SABINE UEHLEIN – von der Stiftung Lesen in Mainz
SMUDO – Wortakrobat und Bandmitglied der Fantastischen Vier
BENEDICT WELLS – erfolgreicher Jungautor des Diogenes Verlags
BARBARA BIALAS – ehemalige Chefredakteurin von aud!max Die Hochschulzeitschrift

(Vorauswahl durch aud!max).

Preise:
1. Preis: EUR 1.000,- Urlaubsgutschein von berge & meer
2. Preis: iPad von Apple mit Wi-Fi 16 GB
3. Preis: EUR 300,- Einkaufsgutschein von KaDeWe (einlösbar in allen Karstadt-Filialen)

Mit den besten Geschichten ist eine Anthologie in Buchform geplant.

Ausschreibungsbedingungen:

Einsendung per E-Mail an ueberirdisch@audimax.de bis 15. August 2010, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Mit Einsendung gehen die Rechte der Geschichten an die aud!max Medien GmbH über. Ausgewählte Texte werden ggf. in aud!max Die Hochschulzeitschrift und auf http://www.audimax.de online veröffentlicht. Außerdem ist eine Anthologie in Buchform mit den besten Geschichten geplant. Hierzu werden die Autoren vorab kontaktiert.

Weitere Angaben unter:

http://www.audimax.de/funktionen/gewinnspiele/mint-kurzgeschichtenwettbewerb.html

Kontakt:
Melanie Breuer
Marketing
Fon 0911.23779 16
Fax 0911.204939
eMail breuer@audimax.de

Quelle: Uschtrin

Kurzes 2010

Wie im vergangenen Jahr wird auch 2010 kaum ein Kurzprosatext oder Gedicht von mir das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Das gilt zumindest für den Printbereich und hat natürlich damit zu tun, dass meine Aufmerksamkeit sich seit 2008 hauptsächlich auf längere Texte richtet. Ausschreibungen, an denen ich mich vorher häufig beteiligt habe, sind aus Zeitgründen für mich jetzt weitestgehend tabu.

Immerhin stehen dieses Jahr noch wenigstens 1 – 2 Kurzgeschichtenveröffentlichungen an,  eine weitere bietet sich an. Langfristig hoffe ich, auch zukünftig immer mal wieder mit Kurzem zu überzeugen.

Ein Satz

Heute gibt es eine weitere Leseprobe aus der Anthologie „Rostocker Auslese – Lesebühne 2004“. Der Kürzesttext „Ein Satz“ wurde außerdem in weiteren kleineren Textsammlungen und online veröffentlicht.

Ausnahmsweise habe ich mich entschieden, den nicht ganz ernst gemeinten Text vollständig zu posten. 😉

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„Wir sagen uns in einem Satz“, sagst du, „was uns in unserer Beziehung stört!“
„Gut“, sage ich und: „Fang du an!“
„Nein, ich möchte, dass du anfängst“, sagst du.
„Warum?“, frage ich.
„Es ist besser für die Konstruktion“, sagst du.
Ich verstehe nicht, gebe mich aber geschlagen.
„Ich denke“, sage ich, „wir sollten uns gegenseitig mehr Freiheiten lassen.“
„Ich denke“, sagst du, „weil es einfach zu einer guten Beziehung, die harmonisch ablaufen soll, was man sich ja wohl von jeder Beziehung, die wie unsere auf lange Sicht, das willst du doch auch, zumindest hatte ich, die ich, und zwar liebend gern, dass kannst du mir glauben, schon so viel investiert habe, dich so verstanden, halten soll, wünscht, dazugehört, dass du, und natürlich auch ich, wie du, und ich weiß, dass du würdest, antworten könntest, während ich aber der festen Überzeugung bin, dass ich, und jede meiner Freundinnen, denen du unrecht tust, indem du sie, die dir wirklich gut sind, nicht magst, bestätigt das, oft genug nachgegeben und, wirklich nicht immer gern, aber ich glaube eben an uns, zurückgesteckt habe, kompromissbereiter sein solltest.“
Dann atmest du wieder.

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Rostocker AusleseJohanna Michallik (Hrsg.)
Rostocker Auslese – Lesebühne 2004
Taschenbuch, 239 Seiten
BS-Verlag, 2005
ISBN: 978-3899541274

Mit einem Vorwort von Philipp Bobrowski