Lichtblicke im Umzugschaos

Eigentlich ist das Umzugschaos schon vorbei. Bleiben nur die üblichen Nachwehen. Noch längst ist nicht alles ausgepackt, manches muss man erst wiederfinden, anderes erst einmal vorrübergehend verstauen.

Besonders schmerzlich aber das Warten auf den Telefonanschluss, der sich natürlich Zeit lässt, inklusive DSL. Jetzt (seit eben) aber ist er endlich da und das entspannt doch ganz großartig. Zwar hatte ich die Zeit mit Handy und Internetstick halbwegs überbrücken können, aber das bringt oft mehr Ärger als gar keine Verbindung.

Trotzdem durfte ich mich schon gestern Abend über die Anfrage für eine Kurzgeschichtenanthologie freuen, die mir sehr zusagt. Allzu viel verraten will ich noch nicht, aber es wird ein Krimi bei einem tollen Verlag. Und der Auftrag bietet einen ausgiebigen Zeitrahmen, sodass ich ihn gut eintakten kann.

Jetzt aber ruft mich erst mal meine Nebenbeschäftigung hinters DJ-Pult des Studentenkellers. Immer eine schöne Abwechslung und zur Trashnight auch eine ziemlich lustige Angelegenheit.

Lesen in der Box

Ich bekam eine Anfrage von der Rostocker Kunstschule. Ende Mai soll Kunst unterschiedlichster Form bei einer Veranstaltung unter dem Motto „Wechsel!“ über 24 Stunden im Wechsel in vier begehbaren Boxen präsentiert werden.

Ich bin schon sehr gespannt, wie genau das umsetzt wird.

Warum fragst du mich eigentlich?

Nicht der erste, aber ein besonders schöner Fall seiner Art:

Da bekommt man eine Anfrage, ob man sich mal das Exposé und eine Leseprobe eines Romans ansehen könnte, möglicherweise zwecks Endlektorat (der Text sei bereits gründlich vorlektoriert), Beratung, Austausch und Verlagsvermittlung.

Ich nehme beides in Augenschein, verweise in der Antwort jedoch darauf, dass ich (wie auf der Lektoratshomepage ersichtlich) momentan keine Kapazitäten frei habe. Freundlich erläutere ich, dass ich vom Exposé und der Leseprobe ausgehend den Roman noch nicht für veröffentlichungsreif halte, empfehle eine Manuskriptbetreuung (mit entsprechenden Links).

Außerdem erkläre ich, dass die Verlagsvermittlung Sache einer Agentur wäre und gebe auch hier einen Link zur Übersicht bei Uschtrin.

Beinahe erwartungsgemäß werde ich um ein Telefonat gebeten. Und natürlich soll ich die Kritikpunkte nennen, die mich zu dem Urteil gebracht haben, das Manuskript sei noch nicht reif für eine Veröffentlichung.

Ich beginne mit der Kritik am Exposé und bekomme zur Antwort, der eine sage dies, der andere jenes. Also die Leseprobe. Auch hier scheint der „Nicht-Kunde“ nicht mit meinen Ausführungen zufrieden, unterbricht mich recht bald und meint, er habe jetzt eigentlich etwas anderes erwartet.

Ein wenig neugierig frage ich, was er denn erwartet habe. Er bezieht sich auf mein Studium und meint, er habe von mir eine eher literaturwissenschaftliche Analyse erwartet und keine Meinung, wie die vielen , die er schon bekommen habe.

Man könnte es auch anders formulieren und daher bitte ich doch (wiederum höflichst) darum, dass diejenigen, die letztlich nur eine Selbstbestätigung suchen, besser mit ihrem Spiegelbild kommunizieren sollten.