Ein Kinderbuch über den Tod?

Der Hinstorff Verlag hat sicher nicht so viele Auszeichnungen und Preise gerade im Kinderbuchbereich bekommen, weil er ganz gewöhnliche Bücher für die Kleinen publiziert.

Dennoch musste ich bei der folgenden Pressemitteilung zunächt ein bisschen schlucken. Wie macht man ein gutes Kinderbuch über den Tod? Ist das überhaupt ein Thema für ein Kinderbuch? Und kann man es möglicheweise auch noch skurril angehen?

Aber mich persönlich hat die Pressemitteilung überzeugt. Ja, vielleicht ist es gerade dieses Buch, das bisher auf dem Kinderbuchmarkt gefehlt hat.

Daher für euch die ungekürzte Pressemitteilung:

Hinstorff mit einem etwas anderen Kinderbuch:

Der Mann, der lieber tot sein wollte

Von einem Mann, der ohne seine Frau lieber tot sein wollte

Ein Mann legt sich in seine Wohnung und hält die Luft an, weil er keine Lust zum Leben mehr hat — das ist ein wenig eigenartig. Ein Mann, der sogar ausprobiert, in welchem Sarg es sich am besten liegt und am Ende in einer Wäschetruhe auf seinen Tod wartet — das ist sehr ungewöhnlich. Skurril und liebevoll zugleich, voller Wärme und Humor erzählt Thomas Rosenlöcher in seinem bei Hinstorff erschienenen Kinderbuch „Der Mann, der lieber tot sein wollte“, wie bei aller Trauer fast zwangsläufig immer wieder die Fragen des Lebens bestimmend werden.

Schimpfkäse heißt er, der außergewöhnliche Mann. Er trauert, weil ihn seine Frau verlassen hat und zu einem anderen Mann gegangen ist. So ohne seine Frau und ihre Nudelsuppe will er nicht mehr leben und legt sich auf den Wohnzimmerteppich, um zu sterben. Doch Herr Schimpfkäse findet keine Ruhe, die „letzte Ruhe“ schon gar nicht: Erst rettet er eine halbtote Fliege, dann wird er von den Kindern im Hof zum Fußballspielen eingeladen. Schließlich geht er zum Bestattungsinstitut, denn „erst im Sarg hatte der Mensch seine Ruhe“, denkt sich Herr Schimpfkäse. Doch weit gefehlt, die Geschichte nimmt eine überraschende Wendung …

Jacky Gleich illustriert erfrischend, nimmt Rosenlöchers Humor auf, schafft aber zugleich auch eine weitere Ebene: Überall finden sich Fußbälle. Deuten diese an, warum Herr Schimpfkäse von seiner Frau verlassen wurde? War ihm vielleicht Fußball wichtiger als die Frau? Oder hat die Frau nicht erkannt, dass sie mindestens genauso wichtig war für ihren Mann?

Ein warmherziges Buch für warmherzige Menschen ab fünf Jahren, die wissen, wie schön das Leben sein kann. Und auch ein Buch für diejenigen, die gerade mal traurig sind und nicht so recht wissen, was sie wissen sollten …

Bibliografische Angaben:
Thomas Rosenlöcher (Text) / Jacky Gleich (Illustrationen)
Der Mann, der lieber tot sein wollte
Hinstorff Verlag, 12,90 Euro / sFr 23,00
24 Seiten, Hardcover, ab 5 Jahren
ISBN 978-3-356-01389-4

Autor:
Thomas Rosenlöcher, geboren 1947 in Dresden, lebt heute vor allem im Erzgebirge. Er schreibt Gedichte, Essays, Reisebeschreibungen und Texte für Kinder. Im Hinstorff Verlag erschienen von ihm die bereits mehrfach ausgezeichneten Bilderbücher „Das langgestreckte Wunder“ und „Der Mann, der noch an den Klapperstorch glaubte“.

Illustratorin:
Jacky Gleich, geboren 1964 in Darmstadt, lebt mit ihrer Familie in Mecklenburg. Zu ihren mittlerweile über 60 Büchern, die sie mit ihren Zeichnungen ausstattete, zählen Bände von James Krüss, Günter Grass, Friedrich Schiller, Doris Dörrie, Amelie Fried und David Grossmann. „Der Mann, der lieber tot sein wollte“ ist das achte von Jacky Gleich illustrierte Kinderbuch im Hinstorff Verlag. Alle ihre bisher hier veröffentlichten Titel erhielten Auszeichnungen.

Federwelt lädt zum Münchner Menü bis 01.03.10

Ausschreibung Münchner-Menü-Wettbewerb + Federwelt-Jurypreis:

Liebe Gäste, liebe Autorinnen und Autoren,

diesmal nehmen wir eine Stadt als Sujet: München. Und wieder sehen wir das Thema sehr frei und freuen uns auf alles, was Euch zu München einfällt: Was für Liebesgeschichten können hier passieren, welche nur hier, wen kann man hassen? Was ist schön, was ist schlimm? Wir freuen uns auf Ausführungen übers Schnösel-München genauso wie über Dramen und Komödien aus dem Hasenbergl. Vielleicht erfahren wir endlich, warum München schlechter ist als Berlin – oder besser. Schickt uns Junkiegeschichten, eine Familiensaga oder was unter den Tischen am Debütantinnenball im Bayrischen Hof passiert. Erzählt uns vom Gasteig, vom P1, aus dem Schellingsalon oder dem Cafe King. Wir werden ein Buch draus machen, eine Bestandsaufnahme von München am Anfang des 21. Jahrhunderts.

Es werden insgesamt 1.000 Euro Preisgelder vergeben (750 Euro Publikumspreis, 250 Euro Federwelt-Jurypreis), viele der Geschichten werden in unserem Buch veröffentlicht und im RedBulletin (Auflage 1,6 Mio).
Der Sieger/die Siegerin des Publikumspreises bekommt zusätzlich ein Drei-Nächte-Wochenende in einem Tophotel spendiert.
Die Siegergeschichte des Federwelt-Jurypreises wird in der „Federwelt – Zeitschrift für Autorinnen und Autoren“ veröffentlicht.
Alle Autorinnen und Autoren aus der Endrunde werden von unserem Sponsor Carpe diem zur Menülesung am 20.3.2010 nach München eingeladen.

Die Texte sollen bis 1. März 2010 elektronisch an lesung@hs-veranstaltungen.de eingesandt werden. Unsere Jury wählt aus den Geschichten vier aus. Am Samstag, den 20. März 2010 ab 17:30 Uhr findet die Lesung in München statt – der Ort wird noch bekannt gegeben.
Jeder Text wird erst musikalisch (live) eingeführt, dann von unseren Schauspielern gelesen, darauf von unserem Koch in einem Menügang interpretiert. Vier solcher Gänge gibt es. Das Publikum wählt zum Schluß den Sieger/die Siegerin aus, der/die das Preisgeld gewinnt und weitere Siegprämien.

Als BewerberIn um den Preis erklärt ihr euch mit der Einsendung bereit, dass euer Text bei Auswahl vorgetragen und in einer Anthologie zur Lesung, im RedBulletin bzw. in der „Federwelt“ sowie auf unserer Homepage (www.hs-veranstaltungen.de, Menüpunkt Lesungen) veröffentlicht wird. Die Texte müssen zwischen 11.000 und 13.000 Zeichen lang sein (ohne Leerzeichen) und sollen als Worddokument bei uns eingereicht werden.

Einsendeschluss ist der 1. März 2010.

Pro TeilnehmerIn kann nur ein Text eingereicht werden. Informationen über bisher stattgefundene Lesungen und die Veranstalter unter http://www.hs-veranstaltungen.de/lesungen.

Reservierende für die Lesung mit Viergangmenü melden sich bitte per E-Mail unter dem Account holleschek@hs-veranstaltungen.de an. Die Anmeldung wird bestätigt. Erst nach Zahlungsaufforderung ist der Betrag fällig.
Wir freuen uns auf euch und eure Geschichten.

Otger Holleschek und Matthias Schlick

Otger Holleschek
h+s veranstaltungen gmbh
Martin-Luther-Straße 2
81539 München
Telefon: 089/890686-66, Mobil 0172-2390398
fax: 089/8906868-88
www.hs-veranstaltungen.de

Pressemeldung 27. Januar 2010:

wir freuen uns, euch die Jurymitglieder für den laufenden Menülesungswettbewerb ankündigen zu können:
Michael Krüger, Chef des Hanser Verlages und ungekrönte Größe des gesamtdeutschen Literaturbetriebes, unterstützt uns mit seiner Meinung ebenso wie Amelie Fried, die mit ihrer Literatursendung „Die Vorleser“ eine wichtige Multiplikatorin für gute Texte ist. Wer jetzt gut schreibt, kann groß rauskommen!
Daneben werden uns Natalie Buchholz, Lektorin bei Randomhouse, Literaturprofessor Manuel Braun und die Akademischen Rätin Dr. Kathrin Bleuler unterstützen.

Das Thema ist „München“, und wir suchen alles, was auch nur ansatzweise mit München zu tun hat. Liebesgeschichten, Lebensgeschichten, Leidensgeschichten.
Also auf geht’s: Texte elektronisch als Worddatei abgeben bis 1. März 2010 unter lesungen@hs-veranstaltungen.de. 11.000 bis 13.000 Zeichen ohne Leerzeichen. Informationen über die aktuelle und bisherige Lesungen unter www.hs-veranstaltungen.de/lesungen
Alle Autoren der Endrunde werden nach München eingeladen.

Mit freundlichen Grüßen,

Otger Holleschek