Wie …

Leserwahl 2011
© Poznyakov

… ihr habt noch nicht?

Dann aber hurtig zum Leserpreis 2011 auf Lovelybooks und eure Lieblingsbücher wählen. Eure Stimmen entscheiden in zehn Kategorien. Nominiert wurden jeweils 35 Bücher durch Lesers Votum. Nun geht es in die Entscheidung, denn heute ist der letzte Abstimmungstag! Morgen werden dann die Gewinner, eure Lieblingsbücher 2011, bekanntgegeben.

Vertrag dich: Titel(n)

© Franck Boston
© Franck Boston

Weiter geht es im Vertragspoker. Vorweg sei gesagt, dass die Artikel von mir nach bestem Wissen und Gewissen verfasst werden. Aber ich bin kein Jurist. Im Streitfall könnt ihr euch also weder auf mich noch auf meine Ausführungen hier berufen.

Im Normvertrag heißt es in §1 Absatz 2:

Der endgültige Titel wird in Abstimmung zwischen Autor und Verlag festgelegt, wobei der Autor dem Stichentscheid des Verlages zu widersprechen berechtigt ist, soweit sein Persönlichkeitsrecht verletzt würde.

Der erste Satz klingt nach eitel Sonnenschein. Der Titel des Werkes, das Vertragsgegenstand ist, wird also zwischen Autor und Verlag abgestimmt. Und weil sich vermutlich die meisten Autoren wünschen, dass der Titel, den sie sich für ihr Buch erdacht haben, am Ende auf dem Cover prangt, ist es doch schön zu lesen, dass der Autor sogar das letzte Wort hat.

Oder doch nicht? Da steht ja noch etwas von Stichentscheid des Verlags. Das bedeutet im Klartext, werden sich Autor und Verlag nicht einig, entscheidet der Verlag. Dem kann der Autor zwar widersprechen, aber nur, wenn sein Persönlichkeitsrecht verletzt wird, was nur selten der Fall sein dürfte.

Das letzte Wort hat also der Verlag. Anders gesagt, der Verlag wählt den Titel für das Werk. Hat der Autor einen Titel vorgeschlagen, der auch dem Verlag zusagt, ist alles super, wenn nicht, wird sich der Autor gewöhnlich mit dem Vorschlag des Verlags anfreunden müssen.

Und, wer es sich ehrlich eingesteht, wird zugeben müssen, dass das auch einleuchtend ist. Der Titel ist ein nicht unwesentlicher Aspekt der Platzierung und des Marketings. Beides ist Verlagssache. Der Verlag dürfte damit in der Regel die kompetentere Entscheidung treffen. Dass der Autor sicher dennoch nicht immer zufrieden ist, steht auf einem anderen Blatt.

Kaum ein Verlagsverantwortlicher wird sich letztlich einem partnerschaftlichen Austausch entziehen. Steht ja sogar im Vertrag.

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In der Hauptrunde

Die Hauptrunde des Deutschen Phantastik Preises 2011 (DPP) hat begonnen. Bis zum 31. August kann über die Nominierten in zehn Kategorien abgestimmt werden. Ich freue mich, dass wieder eine ganze Reihe sehr geschätzter Kollegen zur Auswahl stehen und es auch die Geschichtenweber-Anthologie „Von Feuer und Dampf“ geschafft hat, an der ich mit einer Story beteiligt bin.

Das Ergebnis wird wie jedes Jahr am 15. Oktober auf dem BuchmesseCon verkündet. Hier geht es zur Abstimmung: DPP 2011.

Und hier alle Finalisten:

Bester deutschsprachiger Roman:
Bernd Perplies: Für die Krone (LYX)
Christoph Marzi: Grimm (Heyne)
Ju Honisch: Jenseits des Karussels (Feder & Schwert)
Kai Meyer: Arkadien brennt (Carlsen)
Markus Heitz: Judastöchter (Knaur)

Bestes deutschsprachiges Romandebüt:
Ales Pickar: In den Spiegeln 1 – Die dunkle Stadt (Vedra)
Carsten Zehm: Staub-Kristall (Acabus)
Gesa Schwartz: Grim – Das Siegel des Feuers (LYX)
Harald A. Weissen: Begegnung mit Skinner (Sieben)
Ralph Haselberger: Fast tot (Persimplex)

Bester internationaler Roman:
Brom: Der Kinderdieb (Pan)
Iain Banks: Welten (Heyne)
Michael Laimo: Dämonenfeuer (Otherworld)
Neil Gaiman: Der lächelnde Odd und die Reise nach Asgard (Arena)
Scott Westerfeld: Leviathan – Die geheime Mission (cbj)

Beste deutschsprachige Kurzgeschichte:
Gunter Arentzen: „Scham“ (aus: Dark Vampire – Geisterspiegel.de)
Michael Zandt: „Nazi Zombie Holocaust“ (aus: Das Buch der lebenden Toten – Evolver)
Nadine Boos: „Finja-Danielas Totenwache“ (aus: Die Audienz – Wurdack)
Sören Steding: „Frederika und der kleine Zombie“ (aus: Das Buch der lebenden Toten – Evolver)
Vanessa Kaiser & Thomas Lohwasser: „Das Herz des Jägers“ (aus: Geschichten unter dem Weltenbaum – Low)

Beste Original-Anthologie/Kurzgeschichten-Sammlung:
Geisterspiegel.de: Dark Vampire (Romantruhe)
Hans-Stephan Link [Hg]: Weltentor (Noel)
Lothar Mischke [Hg]: Geschichten unter dem Weltenbaum (Low)
Stefan Cernohuby [Hg]: Von Feuer und Dampf (Arcanum)
Thomas Fröhlich & Peter Hiess [Hg]: Das Buch der lebenden Toten (Evolver)

Beste Serie:
Maddrax (Bastei)
Mark Brandis (Wurdack)
Perry Rhodan (VPM)
Richard Schwartz: Das Geheimnis von Askir (Piper)
Vampir Gothic (Romantruhe)

Bester Grafiker:
Arndt Drechsler
Christine Schlicht
Ernst Wurdack
Mark Freier
Thomas Thiemeyer

Bestes Sekundärwerk:
Fandom Observer
Hither Shore – Jahrbuch der Deutschen Tolkien Gesellschaft (Scriptorium Oxoniae)
Magira – Jahrbuch zur Fantasy, Hermann Ritter & Michael Scheuch (Fantasy Club e.V.)
Nautilus – Abenteuer und Phantastik (Abenteuer Medien)
phantastisch! (Achim Havemann)

Bestes Hörbuch/Hörspiel:
Ernst Vlcek & Neal Davenport: Dorian Hunter 10: Der Folterknecht (Zaubermond)
Gruselkabinett 40/41: Jane Austen: Northanger Abbey (Lübbe)
Gruselkabinett 44/45: H. P. Lovecraft: Berge des Wahnsinns (Lübbe)
Mythos & Wahrheit 5: Dracula (Stimmbuch)
R. A. Salvatore: Drizzt 13: Das Vermächtnis (Lausch)

Beste Internet-Seite:
http://www.bibliotheka-phantastika.de
http://www.fantasyguide.de
http://www.geisterspiegel.de
http://www.phantastik-couch.de
http://www.zauberspiegel-online.de

Online-Autor des Jahres

„Tag des Schreibens“ sucht den Online-Autor des Jahres. Erfahren habe ich davon, weil sich laut meiner Statistik in den letzten Tagen einige Besucher meines Blogs über eben diese Seite zu mir geklickt haben.

Neugierig geworden durfte ich überrascht feststellen, dass auch „Im Auge des Autors“ zu den Nominierten zählt. Ich fühle mich sehr geehrt und danke, wem auch immer ich das zu verdanken habe.

Noch läuft die Nominierungsphase, vom 20. bis zum 26. Juni kann dann abgestimmt werden.

Mich für meinen Teil macht es schon glücklich, in den erlauchten Kreis der Nominierten aufgenommen worden zu sein. Und ich finde es schön, dass es diese Initiative gibt. Schon allein deshalb, weil man so auf ein paar interessante Seiten stoßen kann.