Motiv?

Autora Auge, Foto: Voronin76

Cover: Mecklenburger Schweinerippe(r)Autora Auge: Hallo, Herr Wild.

Andreas: Guten Tag, Frau Auge.

Autora Auge: Sie sind Fotograf, richtig?

Andreas: Richtig. Also, Hobbyfotograf.

Autora Auge: Und was fotografieren sie so? Landschaften? Tiere? Gebäude? Frauen?

Andreas: Alles. Also … außer Frauen.

Autora Auge: Tatsächlich? Ich meine, mich zu erinnern, dass Sie in der Geschichte „Bitte recht tödlich“ in der Anthologie „Mecklenburger Schweinerippe(r)“ eine junge Frau fotografiert haben.

Andreas: Nein! Also … nicht absichtlich.

Autora Auge: Aus Versehen?

Andreas: Ja.

Autora Auge: Kannten Sie die Dame?

Andreas: Nein.

Autora Auge: Hm. Sollte ich da vielleicht nicht weiter nachfragen?

Andreas: Nein … Bitte nicht.

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Erfunden?

Autora Auge, Foto: Voronin76
Autora Auge, Foto: Voronin76
Autora Auge
(Foto: © Voronin76)

Autora Auge: Hallo, Herr Clock, oder darf ich noch Emmerich sagen?

Emmerich: Emmerich.

Autora Auge: Wie alt bist … sind Sie eigentlich?

Emmerich: Achtundzwanzig.

Autora Auge: Äh … tatsächlich?

Emmerich: Achtundzwanzig.

Autora Auge: Gut. Nun zu meiner Frage: …

Emmerich: Noch eine?

Autora Auge: Sie sind eine der Hauptfiguren in der Geschichte Sea aus der Anthologie Dampfmaschinen und rauchende Colts. Sie arbeiten als Erfinder, oder?

Emmerich: Ja, Erfinder. Ich bin Erfinder.

Autora Auge: Und Sie haben mit Sea zu tun? Wer oder was ist Sea eigentlich?

Emmerich: Sea ist groß. Sea ist stark. Jeder ihrer Arme könnte Sie töten. Gefahr! Ich muss es aufhalten, ihn aufhalten, aufhalten! Sea darf nicht … es ist doch nicht ihre Schuld. Muss es verhindern …

Autora Auge: Ja, danke, Emmerich, danke für das aufschlussreiche Interview. Kann den mal jemand ins Bett bringen?

Unter Protest

Autora Auge, Foto: Voronin76
Autora Auge, Foto: Voronin76
Autora Auge
(Foto: © Voronin76)

Autora Auge:
Hallo, Wankon, ich freue mich, dass du Zeit für mich hast.

Wankon:
Ja.

Autora Auge:
Du hast einen Auftritt in einem Kochbuch mit dem Titel „Die Köche III„. Ausgerechnet da ist dir aber so richtig übel. Wer oder was ist denn dafür verantwortlich, dass du nur unter größtem Protest bereit bist, in dein Elternhaus zu gehen?

Wankon:
Meine Mutter.

Hansdampf

Autora Auge, Foto: Voronin76
Autora Auge, Foto: Voronin76
Autora Auge
(Foto: © Voronin76)

Autora Auge:
Hallo, Paul, du warst, wie ich hörte, ein erfolgreicher Kesselchen-Rennfahrer in England.  In der Anthologie „Von Feuer und Dampf“ liest man aber von der noch weiter zurückliegenden Zeit in Hamburg. Da warst du wohl eher eine Art Hansdampf in allen Gassen. Mit welchen Gefühlen erinnerst du dich an diese Zeit?

Paul:
Oh, es war schon eine harte Zeit, die mich geprägt hat. Ohne sie, wäre ich vielleicht nie ein so guter Rennfahrer geworden. Aber es war auch eine schöne und lustige Zeit. Bis auf … Reden wir lieber nicht drüber, da tut mir gleich wieder alles weh.

Sauber

Autora Auge, Foto: Voronin76
Autora Auge, Foto: Voronin76
Autora Auge
(Foto: © Voronin76)

Autora Auge:
Hallo, Luxana, in der Anthologie mit dem vielsagenden Titel „Futter für die Bestie“ spielten Sie ja eine Hauptrolle. Nun finde ich, Sie sehen gar nicht nach einer Bestie aus. Allerdings habe ich das Buch natürlich gelesen und weiß, dass man Ihnen besser nicht in die sauberen Eingeweide schaut.

Luxana:

Autora Auge:
Richtig, und Sie reden auch nicht viel. Trotzdem danke für das Gespräch.

Klebestreifen

Autora Auge, Foto: Voronin76
Autora Auge, Foto: Voronin76
© Voronin76

Autora Auge:
Hallo, Bruno, ich muss schon sagen, ich war sehr gespannt, wie Sie aussehen. In „Der Tod aus der Teekiste“ sind Sie ja ein bisschen … wie soll ich sagen? Aus den Fugen geraten. War ja auch Ihr erstes Mal. Haben Sie heute immer noch Probleme damit?

Bruno:
Hhllhh. Jh, hnchhl.

Autora Auge:
Oh, ich sehe gerade, der Klebestreifen … Warten Sie, ich helfe Ihnen. Soooooo, besser?

Bruno:
Besser. Danke!

Entfernt

Autora Auge, Foto: Voronin76
Autora Auge, Foto: Voronin76
© Voronin76

Autora Auge:
Hallo, Peter, schön dich zu treffen. Dass ich von dir gelesen habe, liegt zugegebenermaßen schon etwas zurück. Leider ist dein Geburtsort, „Das dunkle Mal„, schon ein wenig in Vergessenheit geraten. Wie geht es dir damit? Und wie ist es dir seither ergangen?

Peter:
Sie hat es entfernt! Sie hat es entfernt! Sie hat es entfernt! Ich habe sie …

Autora Auge:
Ähm, Peter? Peter! Was soll denn das?

Peter:
Haben Sie … haben Sie ein Muttermal?

Autora Auge:
Nein! Und jetzt Finger weg! Sonst zieh ich dir mein Mikro über d… Also wirklich! Schluss jetzt!

Gut aufgelegt?

Autora Auge, Foto: Voronin76
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© Voronin76

Autora Auge:
Hallo Paul, schön dich zu treffen. Wie ich hörte, wird „Von Feuer und Dampf“ neu aufgelegt. Freut es dich, dass du dein spannendes Abenteuer mit all den Kesselchen noch mal erleben kannst?

Paul:
Mann! Ich war so froh, dass ich das hinter mir hatte!

Zu Diensten

Autora Auge, Foto: Voronin76
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© Voronin76

Autora Auge:
Guten Tag, Herr …

Geron:
Geron, Euch zu Diensten.

Autora Auge:
Schön, dass Sie hergefunden haben, Herr Geron. Soweit ich weiß, führen Sie in „Das Lächeln der Kriegerin“ ein Gasthaus.

Geron:
Wenn man es sagt, wird es wohl stimmen.

Autora Auge:
Wenn nun eine Fremde, sagen wir ein junges Mädchen namens Lothiel, in Ihr Haus einkehren und dort die Nacht verbringen würde. Würden Sie sie freundlich behandeln.

Geron:
Sicher. Natürlich. Zu meinen Gästen bin ich immer höflich. Hat sie Geld?

Vatersorge

Autora Auge, Foto: Voronin76
Autora Auge, Foto: Voronin76
© Voronin76

Autora Auge:
Guten Tag, Herr Adar! Schön, dass Sie hergefunden haben. Was mich besonders interessieren würde: Warum haben Sie in „Das Lächeln der Kriegerin“ so lange gezögert, bis Sie ihrer Tochter Lothiel erlaubt haben, die Botschaft aus der Grenzfeste weiterzutragen? Ich meine, Sie waren doch verletzt und Ihre Frau konnte Sie schlecht alleinlassen. War Lothiel da nicht die einzige Alternative?

Adar:
Sicher, Frau Auge, aber Sie müssen auch einen Vater verstehen. Ich liebe meine Tochter und will doch nicht, dass ihr etwas zustößt. Sie ist unser einziges Kind! Und sie kennt die Welt noch nicht, ja, ehrlich gesagt ist sie noch sehr naiv, was natürlich nicht ihre Schuld ist. Gut, wenn sie ein Junge wäre …