Weihnachtsvorsätze

Weihnachten steht fast schon wieder vor der Tür, das Jahr geht zu Ende. Ich wünsche mir von mir, sowohl dieses Blog als auch diverse Manuskriptseiten nach und nach wieder mit Leben zu füllen. Dieses hier soll eine Art Startschuss sein, wenn ich mir auch eingestehen muss, dass ich vermutlich nur sehr langsam aus den Startlöchern kommen werde. Aber besser als gar nicht.

 

LesBar: Haufen

Foto: Pixabay
LesBar, Foto: Anneka
LesBar
(Foto: © Anneka)
Er hat schon immer einen Haufen Sachen gemacht. Mancher Haufen Scheiße war darunter. Aber er hatte auch schon immer einen zu laufen. Sagen die anderen. Er läuft einfach. Hier hin und da hin. Mal beides gleichzeitig. Manchmal schnell, manchmal langsam. Er kommt nie irgendwo an. Aber er will auch nicht ausruhen. Die Zeit ist zu kurz, das Neue zu schnell alt. Er wird nicht alt. Sagt er selbst. Das Keuchen gehört dazu.

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© BennoP

Papyrus

Foto: Pixabay
Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch
(Foto: © Marko Tomicic)

Eigentlich Zufall, aber sicherlich nicht die schlechteste Idee: Um mich nach längerer Pause ein bisschen warmzuschreiben, werde ich mich mal versuchen, mich in Papyrus Autor einarbeiten. Langfristig sicher nur als Ergänzung zu Scrivener, aber wer weiß.

Skriptkieker: Pony

Foto: Pixabay
Skriptkieker: Foto: pixelparticle
Skriptkieker
(Foto: © pixelparticle)

Anfang eines Kurzgeschichtenmanuskripts:

Die wenigsten Ponys sind gute Tänzer. Das dachte Turia Lunnister, als sie vor der Schenke Halt machte.

Humor

Foto: Pixabay
Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch
(Foto: © Marko Tomicic)

Ich darf mich nicht beschweren. Bin ja selbst schuld. Wer kommt auch auf die blöde Idee, die erste Kurzgeschichte nach gefühlt 100 Jahren müsse eine humorvolle sein? Offenbar ich. Blöd!

 

Publizitiert: Der Arm des Kraken

Publizitiert, Foto: EDHAR
Publizitiert, Foto: EDHAR

Der Arm des Kraken! Emmerich schirmte seine Augen gegen die Sonne ab. Sie stand fast im Zenit. Sein Blick folgte dem Schienenstrang, der sich mehr und mehr in die hin und her peitschende Gliedmaße verwandelte, die nach ihm greifen wollte. Weit in der Ferne glaubte er, den massigen Körper des Meerestieres zu sehen. Klein noch, aber auf dem Weg, ihn zu erreichen.

Aus: „Sea“ in „Dampfmaschinen und rauchende Colts“

Die Kurzgeschichte auch als E-Book!

Sea – Ein Steampunk-Western
Sea – Ein Steampunk-Western

Erst mal kurz

Foto: Pixabay
Vom Schreibtisch, Foto: Marko Tomicic
Vom Schreibtisch
(Foto: © Marko Tomicic)

Bis zum Ende des Monats steht erst einmal eine Kurzgeschichte für die Geschichtenweber an. Darauf freue ich mich schon lange. Vor allem, weil das nach langer Zeit überhaupt erst einmal wieder ein bisschen (fiktionales) Schreiben bedeutet. Anschließend schaffe ich hoffentlich den Übergang zu meinem schon lang vor sich hin vegetierenden Romanprojekt.

 

Motiv?

Autora Auge, Foto: Voronin76

Cover: Mecklenburger Schweinerippe(r)Autora Auge: Hallo, Herr Wild.

Andreas: Guten Tag, Frau Auge.

Autora Auge: Sie sind Fotograf, richtig?

Andreas: Richtig. Also, Hobbyfotograf.

Autora Auge: Und was fotografieren sie so? Landschaften? Tiere? Gebäude? Frauen?

Andreas: Alles. Also … außer Frauen.

Autora Auge: Tatsächlich? Ich meine, mich zu erinnern, dass Sie in der Geschichte „Bitte recht tödlich“ in der Anthologie „Mecklenburger Schweinerippe(r)“ eine junge Frau fotografiert haben.

Andreas: Nein! Also … nicht absichtlich.

Autora Auge: Aus Versehen?

Andreas: Ja.

Autora Auge: Kannten Sie die Dame?

Andreas: Nein.

Autora Auge: Hm. Sollte ich da vielleicht nicht weiter nachfragen?

Andreas: Nein … Bitte nicht.

LesBar: Doppelagent

LesBar, Foto: Anneka
Ei in zwei Hälften
Pixabay

Dass er ein kräftiger Mann war, half ihm in seiner Verzweiflung. Er griff sich mit beiden Händen an den Kopf und zerrte so lange, bis er sich in der Mitte entzweigerissen hatte.

Für eine Weile schien es ihm, als habe er damit seine Probleme gelöst. Er gab sich auch weiterhin Mühe, den Wünschen beider Seiten nachzukommen. Endlich gelang ihm das, ohne entweder diese oder jene zu vernachlässigen.

Leider musste er schon bald feststellen, dass er sowohl in den Augen seiner Frau als auch bei seiner Geliebten zusehends an Ansehen verlor. Er war für beide nur noch eine halbe Portion.

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© Ben Philipp

Ungezwungen

Lesungsbanner

Cover: Die Rache der FederManche haben es vielleicht schon gehört: Ich lese mit den lieben Kollegen in Leipzig auf der Buchmesse. Am 18. März ab 10.30 Uhr auf der Fantasyleseinsel. Bislang habe ich mich mit Informationen dazu zurückgehalten, denn meine KollegInnen und ich hofften noch, dass sich das vielleicht als Ente … äh … dass am Ende wir vielleicht doch nicht müssen … können … dürfen … ähm …

Jedenfalls freuen wir uns alle ganz ungemein darauf. Denn natürlich machen wir das ganz freiwillig. Wie auch sonst? Kann uns ja schließlich keiner, also niemand, also absolut überhaupt niemand keiner dazu zwingen. Schon das Buch, aus dem wir lesen, ist ja entstanden, weil wir uns rächen … äh … weil ich den Rechen  … weil wir damit rechnen …

Ach was, wir verraten euch das einfach alles bei der Lesung. Oder auch nicht. Doch, klar, da sind wir auf jeden Fall. Wir müssen ja. Nicht. Was? Aua! Ja, klar, wollte ich doch gerade schreiben:

Freitag, 18. März, 10.30 Uhr, Buchmesse Leipzig, Halle 2, Stand H309. Es lesen Claudia Toman, Stefan Cernohuby, Wolfgang Schroeder und Philipp Bobrowski aus „Die Rache der Feder“ (Geschichtenweber, Arcanum Fantasy).

Gut so? Aua!

Lesungsbanner

Skriptkieker: Sorgen

Skriptkieker: Foto: pixelparticle
Skriptkieker: Foto: pixelparticle
Skriptkieker
(Foto: © pixelparticle)

Aus einem Romanmanuskript:

Er hörte sie hereinkommen, und sein Lächeln kehrte zurück. Er blieb an seinem Platz, wartete, bis sich ihre Arme um seine Taille legten und ihr warmer Körper sich an seinen Rücken schmiegte.
„Du sorgst dich.“

Geschichtenweber wieder auf dem BuCon

BuCon 2013

GW-LogoAuch dieses Jahr zieht es die Geschichtenweber wieder auf den BuCon, das Treffen der deutschen Phantastikszene am Buchmessesamstag in Dreieich.

Am 17.10.15 stehen wir euch also am Stand Rede und Antwort. Dort findet ihr auch die unter unserem Label entstandenen Bücher, von denen wir euch die neuesten ab 13.00 Uhr auf einer Lesung vorststellen werden.

Ab 19.00 Uhr schließlich wird auf der Hauptbühne der Deutsche Phantastik Preis verliehen. Wie nahezu in jedem Jahr sind auch dieses Mal wieder Geschichtenweber in verschiedenen Kategorien nominiert, wie ich bereits hier berichtete. Für Claudia und mich ist es in diesem Jahr noch etwas besonderer, denn wir sind nicht nur in der Anthologie Dampfmaschinen und rauchende Colts vertreten, die als Beste Original Anthologie nominiert ist, sondern unsere Geschichte daraus, Sea, ist ebenfalls als beste Kurzgeschichte nominiert.

 Wir freuen uns also darauf! 🙂

LesBar: das versprechen

LesBar, Foto: Anneka
LesBar, Foto: Anneka
LesBar
(Foto: © Anneka)

ich
habe den hahn aufgedreht
sehe mit einem grinsen
den ersten tropfen
dem folgt ein strahl
spült mir die grinsenden lippen
aus dem nassen gesicht
der strom reißt mich fort
höre meine lippen aus der ferne
schreien
hilfe
wehre mich
rudere zurück
um atem ringend
finde meine lippen
verstummt
verräterisch
es war nur ein versprecher

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