Online den Stil verbessern

Andrea Bottlinger leitet demnächst einen neuen Online-Schreibkurs. Der wird von der VHS Birkenfeld über die Lernplattform Moodle angeboten und steht unter dem Titel „Kreatives Schreiben – Verbessern Sie Ihren Schreibstil“.

Der Kurs geht über acht Wochen, beginnt am 4. September, kostet 96,- Euro und richtet sich vorrangig an Schreibanfänger und Hobbyschreiber. Genauere Informationen zum Programm und zur Anmeldung sowie zur Kursleitung gibt es hier.

Ganz speziell für alle

Letzten Monat habe ich schon darauf hingewiesen, auf den neuen Schreibratgeber von Anna Basener, „Heftromane schreiben und veröffentlichen“.

Nun hat ihn Hans Peter Röntgen rezensiert und kommt zu dem Schluss:

Weil so vieles auch für andere Genres gilt, das Buch sich leicht liest und den Humor nicht vergisst, lohnt es sich auch für Autoren, die gar nicht vorhaben, Heftromane zu schreiben.

Noch mehr Tee?

Anni Bürkl: AusgetanztEin gleichermaßen außer- wie ungewöhnlicher Teegenuss wurde mir bereits beschert, wie hier nachzulesen ist. Im Roman „Schwarztee“ von Anni Bürkl versorgte uns Hauptfigur Berenike Roither nicht nur mit den verschiedensten Teesorten, sondern auch mit einem spannenden Kriminalfall in ländlicher Umgebung und eigenwilliger Erzählweise.

Nun steht Berenikes zweiter Fall in den Startlöchern und die Autorin veranstaltet zu Ehren der Teelady ein Gewinnspiel, bei dem es den im Juli erscheinenden Roman „Ausgetanzt“ gleich fünf mal zu gewinnen gibt.

Alle Infos und die mittels Leseprobe leicht zu beantwortende Gewinnfrage findet ihr auf Annis Blog.

Lustig, aber wahr

Dichten ist nicht jedermanns Sache. Und doch gibt es Anlässe, zu denen es immer mal wieder schön wäre, ein Gedicht verschenken zu können. Doch woher nehmen, wenn nicht …

Ganz einfach, Gedichte kann man kaufen! Nicht nur im Buchladen, nein, es geht auch viel persönlicher. Ein Auftragsdichter muss her! Und davon gibt es glücklicherweise genug im Internet. Einmal gegoogelt und schon springen sie dem Sucher ins Auge.

Nun gilt für manche dieser geweihten Dichterfürsten, die in unendlicher Gnade ihre Kunst zur Verfügung stellen, eben jener erste Satz dieses Beitrags. Nur scheint das diesen geschäftstüchtigen Geistern nicht bewusst zu sein.

So traf ich erst kürzlich auf ein solches Exemplar, das mit stolz geschwellter Brust beispielhafte Einblicke in das, was den gutgläubigen Kunden erwartet, gab. Ein 4 x 4-zeiliges Gedicht, in dem mit etwas Glück der eine oder andere reine Reim neben solchen wie “van Gogh” auf “hoch” oder gar “Flamme” auf “verlangen” gefunden werden kann, und bei dem man während des Vortrags mit noch mehr Glück nur ein- bis zweimal pro Strophe über den versmassigen Rhythmus stolpert.

Und das ganze zum Sonderangebot von nur 49,95 Euro. Legt man noch 25,- Euro Expresszuschlag drauf, bekommt man ein solches Gedicht, das sich liest, als sei es in der kurzen Pause zwischen dem Putzen der oberen und der unteren Schneidezähne entstanden, in sage und schreibe 24 Stunden erstellt.

Solchen Innovativen wünsche ich von ganzem Herzen Glück. Und intelligente Kunden!

Feenfeuer beim NordCon

Ich selbst konnte dieses Jahr leider nicht dabei sein, obwohl es ausnahmsweise mal einen relativ kurzen Anfahrtsweg für mich bedeutet hätte, aber wer einen umfangreichen Bericht von dem norddeutschen Event lesen und ein paar schöne Fotos betrachten will, der kann das hier tun.

Herzlichen Glückwunsch!

Am Samstag feierte Verleger Helge Malchow (Kiepenheuer & Witsch) seinen sechzigsten Geburtstag. Aus diesem Anlass führte Welt Online ein Interview mit dem ehemaligen Lehrer, in dem er unter anderem über seinen Beruf, die Beziehung zu seinen Autoren und die Frage: „Wie schreibt man einen Bestseller?“ , spricht.

Vielen Dank an Hans-Peter Roentgen, der im Montsegur-Forum auf dieses Interview hingewiesen hat.

Steampunk-Podcast

Wie schon vor einiger Zeit angekündigt, wurde gestern ein Interview mit dem Herausgeber unserer Steampunk-Anthologie, Stefan Cernohuby, auf Bayern 2 im Rahmen einer Sendung zum Thema Science Fiction ausgestrahlt.

Den Podcast zur Sendung findet man hier. Die gesamte Sendung ist durchaus interessant. Wer dennoch vorspulen möchte: Der Steampunk-Teil beginnt etwa ab Minute 29:30. Anschließend gibt es einen Ausschnitt aus Marco Ansings Geschichte „Der Automaten-Imbiss“.

Wölfisch für Hundehalter

Diese Rezension von Edith Nebel fand ich hochinteressant und möchte sie euch daher nicht vorenthalten. Ich selbst war zwar nur im Kindesalter stolzer Hundebesitzer, hatte aber durch Familie und Freunde immer wieder mit Hunden und ihren Haltern zu tun. Und ich denke, auch für Tierfreunde ohne Hund, könnte das rezensierte Buch durchaus interessant sein.

Geschichtenweber machen weiter von sich reden

Heute will ich mal ein bisschen meinen Stolz auf die wunderbaren Geschichtenweber auf euch loslassen. Denn für mich ist es mit Sicherheit eine der erfolgreichsten Autorengruppen der letzten Jahre.

Geschichtenweber

Eigentlich ist es nur ein Forum für Schreiber und Autoren, wie es unzählige im Internet gibt. Und im Unterschied zu Montsegur, dem zweiten großen Autorenforum, in dem ich mich gern aufhalte, ist es von reinen Hobbyschreibern gegründet worden, die bestenfalls ihre ersten Schritte im Kleinverlagsbereich hinter sich gebracht hatten und damit auch noch mächtig auf die Nase gefallen sind. Denn sie hatten sich kennengelernt im Forum des INTRAG-Verlags, der zwar erfreulicherweise kein DKZV war, aber auf andere Art und Weise für einen kleinen Skandal sorgte (Interessenten mögen googeln).

Einige der Enttäuschten beschlossen mit Hilfe der Lektorin Cassidy Rees ein eigenes Forum zu gründen (Genaueres hier), ursprünglich vor allem, um eine Plattform zu haben, auf der sie sich über die traurigen Erfahrungen austauschen, aber auch selbst etwas auf die Beine stellen konnten.

Im August ist das sechs Jahre her und das Forum wie auch die Edition sind erstaunlich schnell und erstaunlich erfolgreich gewachsen. Aktuell zählt das Forum 662 Mitglieder, die natürlich nicht alle gleichermaßen aktiv sind. Unter ihnen sind vor allem Autoren, vom blutigen Anfänger bis hin zu jenen, die fleißig publizieren. Aber auch Journalisten, Illustratoren, Verleger und Lektoren finden sich in ihren Reihen.

In dem umfangreichen Forum tauschen sich die Mitglieder über Literatur, Handwerk, ihre Texte und Verlage aus. Oder sie schmökern einfach ein bisschen im „Café“. Der zentrale Bereich des Forums widmet sich aber eigenen Buchprojekten, denn die Geschichtenweber haben mit der Edition Geschichtenweber über die Jahre praktisch eine eigene Marke etabliert, mit der sie Buchideen in Eigenregie vorbereiten und auf den Markt bringen. Erstaunliche dreizehn Bücher sind so seit dem Bestehen der Geschichtenweber unter ihrem Label bei unterschiedlichen Verlagen erschienen. Und jedes Jahr kommen neue hinzu.

Als wäre das nicht bewundernswert genug, entwickeln sich, sicherlich nicht zuletzt durch die Projektarbeit, die Mitglieder des Forums auch in ihren persönlichen Autorenkarrieren mit teilweise wirklich großen Schritten. So gehört zu den am schnellsten wachsenden Bereichen des Forums der Teil, in dem die Geschichtenweber ihre individuellen Veröffentlichungen posten können.

Geheimnisvolle GeschichtenKaum eine Anthologie erscheint mehr, ohne dass mindestens ein Geschichtenweber seinen Beitrag dazu geleistet hat. So ist jüngst Geschichtenweber Michael Buttler mit der Geschichte „Déjà-vu“ in Erik Schreibers Anthologie „Geheimnisvolle Geschichten 1“ eingezogen, in der auch Bestsellerautor Markus Heitz vertreten ist. Eine Rezension zu der Antho gibt es übrigens bereits auf Feenfeuer.

Und auch Einzelpublikationen sind bei den Geschichtenwebern keine Seltenheit mehr. Ganz im Gegenteil! Sei es im Kleinverlagsbereich (ich berichtete gerade erst über „Einhornblut“ von Nathalie Gnann) oder bei den großen Publikumsverlagen. So durfte ich zum Beispiel letzten Mittwoch das Romandebüt von Christiane Lind vorstellen, die mit dem Historischen Roman „Die Geliebte des Sarazenen“ am 1. Juni bei Rowohlt erscheint.

Der AugenschneiderUnd gespannt erwarten die Geschichtenweber den Erscheinungstermin (12. Juli 2010) des Psychothrillers „Der Augenschneider“ , mit dem Berta Berger unter dem Pseudonym Valentina Berger bei Piper debütiert. Noch gespannter, seit die österreichiche Autorin auf ihrer Homepage eine erste und sehr fesselnde Leseprobe online gestellt hat.

Ob kleiner oder großer Verlag, ob Fantasy, Thriller oder Liebesroman, immer mehr der Geschichtenweber dürfen sich zu den Autoren mit eigenständigen Publikationen rechnen. Manche kommen ihrem Traum, die Schriftstellerei zum Beruf zu machen, immer näher, andere haben den Schritt in die Freiberuflichkeit längst vollzogen.

Dennoch bleibt vielen die Zeit, sich weiterhin an den Projekten der Edition zu beteiligen, an der Seite von immer neuem Zuwachs an Autoren und solchen, die es werden wollen. So bleibt auch die Edition erfolgreich und macht weiter von sich reden.

Und das teilweise schon im Vorfeld neuer Publikationen. So wie die heiß ersehnte Steampunk-Anthologie, „Von Feuer und Dampf: Spiegelwelten 2“ , die im Juli dieses Jahres erscheinen soll und an der auch ich mit einer Geschichte beteiligt bin.

Schon seit einiger Zeit veröffentlicht die Steampunkwebsite Clockworker Interviews mit den Autoren der Anthologie (zuletzt mit Chrissi Schlicht). Nun wird Herausgeber Stefan Cernohuby am 6. Juni 2010, von 22.05 bis 23 .00 Uhr,  dem Radiosender Bayern 2 in der Sendung „Zündfunk Generator“ zum kommenden Buch Rede und Antwort stehen. Das Interview könnt ihr euch dann auch auf der Homepage des Senders im Live-Stream anhören.

Bei den Geschichtenwebern macht es einfach Spaß, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die sich gleichermaßen über Erfolge der einzelnen Mitglieder wie über die der Edition freuen kann. Einer Gemeinschaft, die von einer Handvoll Schreiberlinge gegründet wurde, deren Schreibereien bei einem Lektor damals oft noch kaum mehr als ein Kopfschütteln erzeugen konnten.

Leserunde mit Wiebke Lorenz

Auf www.herzgedanke.de sind Leserunden alles andere als eine Seltenheit. Dennoch ist diese für die schöne Literaturseite  etwas Besonderes. Nach mehreren Historischen Romanen soll nun wieder mal ein anderes Genre gelesen und diskutiert werden.

Für Juli ist eine Leserunde mit der Autorin Wiebke Lorenz und ihrem Buch „Allerliebste Schwester“ geplant. Am prominentesten ist sie sicher unter dem Pseudonym Anne Hertz, unter dem sie gemeinsam mit ihrer Schwester Frauke Scheunemann fröhliche Frauenromane schreibt.

Anmelden kann man sich für die Leserunde bereits jetzt auf dem Literaturnotiz-Blog.

Literaturagenten unter und über sich

Auf der diesjährigen BLC (Booklover Conference), die sich erstmals als genreübergreifende Veranstaltung rund um Bücher verstanden hat, ist ein Video entstanden, auf dem sich die Literaturagenten Natalja Schmidt, Julia Abrahams und Lars Schultze-Kossack ausführlich zu ihrer Tätigkeit äußern.

Nicht nur für diejenigen interessant, die auf der Suche nach einem Agenten sind.

Versuchs doch mal trivial

Den wenigsten Schreibern wird beim Träumen von einer erfolgreichen Autorenkarriere dieser Weg überhaupt in den Sinn kommen. Dabei ist er nicht nur auf seine Art sehr erfolgversprechend, sondern der Bedarf an neuen Autoren ist sogar enorm hoch.

Die Rede ist vom Heftroman. Ja genau, von jenen Liebesromanheftchen, die man im Zeitschriftenhandel findet. Ich gebe zu, mir ist durchaus bewusst, dass die meisten jetzt sicher sofort die Nase rümpfen.

Aber stellen wir uns einmal vor, gerade du würdest jetzt denken: „Mensch, warum bin ich da nicht früher draufgekommen? Die Zeit hätte ich, das Geld bitter nötig!“ Also setzt du dich sofort an deinen Rechner, tippst einhundert romantische Seiten in das Teil rein und schickst sie an Cora. Wenn sie doch so dringend Autoren suchen, werden sie dich bestimmt mir Kusshand nehmen.

Nicht enttäuscht sein, wenn mehr oder weniger schnell die Ablehnung ins Haus flattert. Es ist nämlich schwieriger, einen Heftroman zu schreiben, als man gemeinhin denken mag. Sei es, dass man am Handwerklichen scheitert, sei es, dass man an der Zielgruppe oder den Genrevorgaben (oder beidem) vorbeischreibt, sei es, dass man kein ordentliches Exposé hinbekommt.

Wer es aber schafft, wird viel zu tun bekommen. Zwei bis vier Romane im Monat sind keine Seltenheit. Natürlich unter Pseudonym. Und meist ohne viel Aufsehen zu erregen. Dafür aber mit einem regelmäßigen Einkommen bei hohen Auflagen, das einen als Schreiber unabhängig von weiteren Einkünften macht.

Wer jetzt tatsächlich darüber nachdenkt, ob das nicht ein Weg sein könnte, dem bietet nun der Autorenhaus-Verlag den Ratgeber „Heftromane schreiben & veröffentlichen“ von Anna Basener, die sich ihr Studium mit dem Schreiben von Heftromanen finanziert hat und inzwischen in der „Heftromanredaktion des größten deutschen Heftromanverlags in Köln“ arbeitet.

Aber auch für diejenigen, die noch unschlüssig sind oder die gar nicht in Erwägung ziehen, einen derartigen Weg zu gehen, könnte es zumindest interessant sein, in den Fürstenroman der Autorin hineinzuschnuppern, der als kostenloses 92-seitiges PDF vorliegt.